Archiv der Kategorie: Katholizismus

Berlin: Missionieren bis der Arzt kommt!

Bild: evangelisch.de/Kongress-Logo für “MissionRespekt”

Zu einem internationalen Kongress mit dem Titel “MissionRespekt. Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt” werden am 27. und 28. August in Berlin rund 250 Teilnehmer erwartet.

evangelisch.de

Bei dem Kongress soll über die Bedeutung christlicher Mission ebenso diskutiert werden wie über die Frage, wie Christen in einer pluralistischen, multireligiösen Gesellschaft ihren Glauben bekennen können, teilten das Evangelische Missionswerk in Deutschland (EMW) und das Internationale Katholische Missionswerk missio als Organisatoren mit.

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Moscheen in Deutschland gehören zur Türkei!

Moscheen gehören nicht zu Deutschland! © Islamwoche Berlin

Ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht, wird bekanntlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit lebhaft diskutiert. Ob Muslime zu Deutschland gehören, bekommt diese Tage eine erste Antwort; wohin Moscheen gehören, ebenfalls.

Von Ekrem ŞenolMiGAZIN

Nach dem Brand an der im Bau befindlichen Berliner Mevlana Moschee haben weder der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) noch der Innensenator oder die Senatorin für Integration die Unglücksstelle besucht, sondern der türkische Botschafter Avni Karslıoğlu und der türkische Generalkonsul Ahmet Başar Şen. Die beiden Repräsentanten der Türkischen Republik machten sich persönlich ein Bild von der Lage, bekundeten Anteilnahmen und hörten sich die Ängste und Sorgen der Gemeindemitglieder an. So erfuhren sie beispielsweise, dass der Moscheebau deshalb so schleppend vorangeht weil dringend benötigte Moscheebauer aus der Türkei seit vielen Monaten vergeblich auf ein Visum warten.

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Generalvikar: Haben Problem bei Kirchensteuer unterschätzt

Bild: tilly

Bild: tilly

Erstmals hat auch ein Vertreter der katholischen Kirche Informationsdefizite beim neuen Einzugsverfahren für die Kirchensteuer auf Kapitalerträge eingeräumt.

evangelisch.de

Man habe “die Probleme wohl unterschätzt” und “ein stillschweigendes Einverständnis für die Veränderung angenommen”, sagte der Generalvikar der Diözese Münster, Norbert Kleyboldt, der Bistumszeitung “Kirche + Leben” (Ausgabe 24. August). Nach seinen Angaben ist auch im Bistum Münster die Zahl der Kirchenaustritte in den vergangenen Monaten gestiegen. Das lasse sich eindeutig mit der steuerrechtlichen Veränderung in Verbindung bringen. Konkrete Austrittszahlen nannte Kleyboldt nicht.

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London: “Halal-Revolution” und Kalifat-Flugblätter?

kalifat_flyer

Kalifat-Flugblatt

In Lebensmittelgeschäften und Supermärkten ist eine Halal-Revolution im Gange samt Aufrufen für den Islamischen Staat (IS). In vielen Lebensmittelgeschäften und Supermärkten halten Halal-Produkte Einzug. Er ist Ausdruck der stillen Ausbreitung des Islams im Westen. Mit den Halal-Produkten kommen auch Aufrufe für die Islamisten, einschließlich der Terrororganisation Islamischer Staat (IS), die in Syrien und im Irak ein neues Kalifat ausgerufen hat und das von ihr besetzte Gebiet christenfrei mordet.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Die Nachricht von der Halal-Revolution stammt von der britischen Daily Mail. Die Tageszeitung berichtete, daß in diesen Tagen die Händler der Londoner Oxford Street Flugblätter und Broschüren aufliegen haben. Darauf steht geschrieben: „Das Kalifat hat sich konsolidiert“. Dazu die ausdrückliche Forderung, das Kalifat auf die ganze Welt auszudehnen. Es sei Aufgabe und „Verantwortung“ der Moslems, daß die weltweite Ausbreitung des vom Islamischen Staat (IS) im Nahen Osten ausgerufene Kalifat gelinge. „Aller Moslems“, wie es auf den Flugblättern heißt, auch jener, die in Großbritannien und in anderen europäischen Staaten leben. Mit den Flugblättern werden sie aufgefordert, nicht tatenlos zuzusehen, sondern ihren Beitrag zu leisten und sich dem Islamischen Staat (IS) anzuschließen, der seit Monaten in Syrien und Irak für Greueltaten an Christen und anderen „Feinden des Islams“ verantwortlich ist. „Alle Moslems“ müßten an der „Morgenröte einer neuen Ära“ mitwirken.

Flugblätter in Londoner Geschäften für Islamischen Staat (IS)

Wie die Nachrichtenagentur Arabpress berichtet, listet eine verbreitete Broschüre die sieben goldenen Regeln auf, um dem Aufruf, zu den Waffen zu greifen, Folge zu leisten. Unter anderem heißt es dabei, daß der Scharia uneingeschränkter Gehorsam zu leisten sei. Die Moslems hätten ihre Sachen zu packen und zu den Waffen zu greifen, um den Dschihad zu unterstützen.

Für dem Geschäftsführer der Anti-Extremismus Foundation Quilliam, Ghaffar Hussein, ist die Verteilung dieser Flugblätter und Broschüren in Londoner Geschäften eine „eindeutige Gesetzesübertretung“. Und dennoch ist es geschehen und geschieht es noch immer mitten in einer europäischen Hauptstadt und ohne daß die Sicherheitskräfte einschreiten.

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Wien: Anteil der Katholiken seit 1970ern halbiert

Symbolbild / Bild: (c) FABRY Clemens

Die Gruppe der Menschen ohne Bekenntnis ist im selben Zeitraum auf fast ein Drittel gewachsen. Mehr als jeder zehnte Wiener ist mittlerweile Moslem.

Die Presse.com

Die Wiener Bevölkerung hat sich seit den 1970ern durch Migration deutlich gewandelt, und zwar auch in ihrer religiösen Zusammensetzung. So hat sich der Anteil der Katholiken von 1971 bis 2011 auf 41,3 Prozent halbiert, während der Anteil der Menschen ohne Bekenntnis sich auf fast ein Drittel (31,6 Prozent) verdreifacht hat. Die drittstärkste Gruppe sind mit 11,6 Prozent Muslime (1971: 0,4).

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Kremsmünster: Knochenklau bei den Benediktinerinnen

Stift Kremsmünster von Nordosten, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Über 70 Heiligenreliquien wurden in der Schwesternkapelle der Benediktinerinnen in Kremsmünster in den letzten beiden Wochen gestohlen. Darunter befinden sich Knochensplitter und Gegenstände, die mit Heiligen in Verbindung gebracht werden, berichteten die Salzburger Nachrichten (Mittwoch). Spuren zu dem oder den Tätern gebe es derzeit keine.

kathweb

Der Reliquienhandel ist innerhalb der katholischen Kirche verboten, wobei ohne ein Echtheitszertifikat die sakralen Gegenstände nicht wertvoll sind. Daher hofft Schwester Veronika, Leiterin des Subiaco-Exerzitienhauses in Kremsmünster, dass die Reliquien bald auf einem Flohmarkt gefunden werden und in naher Zukunft wieder auf ihren Platz in der Kapelle zurückkehren.

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Bischof Oster: ‘Jesus ist nicht nur ein freundlicher Wanderprediger’

FB-Page, Screenshot:bb

FB-Page, Screenshot:bb

Passauer Bischof schreibt auf Facebook, seine „politisch heutzutage natürlich völlig unkorrekte Antwort auf die Frage“, welche ‚Weltanschauung‘den höchsten Ansprüchen nach Wahrheit, Schönheit, Tiefe genüge, heiße: „Der katholische Glaube!“

kath.net

„Meine persönliche und politisch heutzutage natürlich völlig unkorrekte Antwort auf die Frage“, welche „Weltanschauung“ den höchsten Ansprüchen nach Wahrheit, Schönheit, Tiefe genüge, „heißt ohne jedes Zögern: Der katholische Glaube!“ Dies schrieb der Passauer Bischof Stefan Oster am Samstag auf Facebook an seine Facebook-Freunde. „Die Alternative dazu wäre aus meiner Sicht nicht irgendwas anderes, z.B. etwas, was ich als weniger konsequent empfände, schon gar nicht mag ich irgendwas weich gespültes, auch nicht irgendein anderes philosophisches oder esoterisches System oder einen anderen religiösen Glauben.“ Wenn überhaupt, dann fände er für sich persönlich „höchstens noch ehrlichen und konsequenten Skeptizismus akzeptabel. Den finde ich, sofern er wirklich aufrichtig nach Wahrheit fragt – auch noch vernünftig und in gewisser Hinsicht auch schön, eben weil er so sehr an die Wurzel der Dinge geht und fragt.“ Doch der Skeptizismus reiche „nicht in die Tiefe, in der sich mir schon Antworten aus unserem Glauben erschlossen haben“.

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Schweiz: Suizid-Tourismus nimmt zu

Immer mehr alte und todkranke Menschen reisen in die Schweiz, um dort Sterbehilfe zu erhalten
Foto: sparkle glowplug / flickr | CC-BY-NC 2.0

Immer mehr todkranke Menschen reisen in die Schweiz, um dort Sterbehilfe zu erhalten. Das zeigt eine Studie des britischen Journal of Medical Ethics. Die meisten „Suizid-Touristen“ kommen aus Deutschland.

pro Medienmagazin

Die Zahl derjenigen, die zum Sterben in die Schweiz reisen, hat sich in den vergangenen vier Jahren verdoppelt. Zwischen 2008 und 2012 nahmen insgesamt 611 Patienten aus 31 Ländern die Angebote von Sterbehilfe-Organisationen in der Schweiz in Anspruch, zeigt die Erhebung. Neurologische Erkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose waren die häufigsten Krankheiten der Sterbenswilligen. Aus Deutschland reisten 268 Menschen in die Schweiz, aus England 126 und aus Frankreich 66. Die Patienten seien im Durchschnitt 69 Jahre alt gewesen. Mit 58,5 Prozent machen Frauen die Mehrheit derjenigen aus, die zum Sterben in die Schweiz reisten.

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Sue Blackmore: A hundred walked out of my lecture

Sue Blackmore, Image: richarddawkins.net

I’m still shaken by yesterday’s lecture and its aftermath. Oxford in the 21st century was, I’d fondly assumed, the epitome of somewhere I could speak freely and fully, and expect people to listen and then argue and disagree if they wished to. Apparently not.

By Sue BlackmoreRichard Dawkins-Foundation

I was invited to give a lecture on memes by the “Oxford Royale Academy”, an institution that has nothing to do with the University of Oxford but hosts groups of several hundred 17-18 year-olds for two weeks of classes and, I guess, some kind of simulation of an ‘Oxford experience’. I was told they were of 45 nationalities and I assumed many different religions. So I prepared my lecture carefully. I tried it out the day before on my husband’s grandson, a bright mixed-race 16 year-old from Paris, and added pictures of the latest craze for ‘Fatkini posts’ and more videos, including my favourite Gangnam Style parody (Python style), but I wasn’t going to avoid the topic of religious memes – religions are an example, par excellence, of memeplexes that use wicked tricks to ensure their own survival. I simply made sure that my slides included many religions and didn’t single one out.

Looking back I should have seen trouble coming early on. I began with a pile of stuffed animals on the desk that I use to illustrate natural selection. Many laughed at my ‘dangerous predator’ eating them but at the word ‘evolution’ a young man in the second row began swaying side to side and vigorously shaking his head. I persevered, trying to put over the idea that evolution is inevitable – if you have information that is copied with variation and selection then you must get (as Dan Dennett p50 puts it) ‘Design out of chaos without the aid of mind’. It is this inevitability that I find so delightful – the evolutionary algorithm just must produce design, and once you understand that you have no need to believe or not believe in evolution. You see how it works. So I persevered.

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Islam: Die totalitäre Religion

Bild: Reuters

Bild: Reuters

Moderne Zivilisation bedeutet die freie Gesellschaft des christlich-jüdischen Kulturkreises. Der Islam aber scheint wie eine reaktionäre Zeitmaschine zu funktionieren.

Von Frank A. MeyerCicero

Wie lautete er gleich wieder, jener Satz des byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaiologos, den Papst Benedikt XVI. bei der ominösen Regensburger Vorlesung im September 2006 zitierte? „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.“

Für den damaligen Bischof von Rom wurde der Auftritt zum PR-Desaster. Wie steht es heute mit dem acht Jahre alten Zitat, mit dem 600 Jahre alten Satz? Bewahrheitet sich die Aussage nicht tagtäglich? Der Islam wütet durch nahezu sämtliche Regionen, die er religiös bestimmt: Massaker unter Muslimen, Terror gegen Andersgläubige, Entführung von Mädchen, Erniedrigung von Frauen, Vernichtung von Kulturgut, Versklavung von Arbeitern. Die Liste ist endlos. Der Islam beherrscht die Nachrichten, noch immer und weiterhin.

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Katholische Kliniken: Die Kirche heilt nicht durch Wunder

Allein das St.-Jospeh-Krankenhaus in Tempelhof hat fast 500 Betten. – promo

Katholische Kliniken, Heime und Pflegedienste versorgen jährlich 450.000 Berliner. Für die rund 10.000 Mitarbeiter könnten bald große Reformen kommen.

Von Hannes HeineDER TAGESSPIEGEL

Berlin – eine katholische Hochburg? Mit 325000 Katholiken dürfte die Stadt nach München und Köln zwar ein Zentrum der Kirche sein. Von den fast 3,5 Millionen Berlinern sind das aber nur neun Prozent. Dennoch ist die katholische Kirche einer der größten Akteure im Berliner Gesundheitswesen – und das lange bevor mit Mario Czaja (CDU) ein Katholik der für Kliniken zuständige Senator wurde.

3000 Krankenbetten unter dem Dach der Caritas

Neun katholische Kliniken mit insgesamt 3000 Krankenbetten sind in der Stadt verteilt – mehr Betten hat auch die Charité nicht.

Dazu kommen Heime und Pflege-WGs, ambulante Dienste und Suchtberatungen, sogar ein Arztmobil. Sie alle arbeiten unter dem Dach der Caritas: Insgesamt versorgt der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche mehr als 450000 Berliner im Jahr.

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Papst: “Wenn die Kräfte schwinden trete ich zurück”

Papst Franziskus (Bild: AP)

Papst Franziskus (Bild: AP)

Papst äußert sich bei “fliegender Pressekonferenz” auf Rückflug aus Seoul auch über mögliche weitere Reiseziele sowie die geplante Umwelt-Enzyklika – Franziskus: Wenn die Kräfte schwinden, trete ich zurück wie Benedikt XVI.

kathweb

Papst Franziskus will die Vereinten Nationen in New York besuchen. Ein solcher Besuch lasse sich “vielleicht” mit einer zum Reise katholischen Weltfamilientag in Philadelphia im September 2015 verbinden, die er unternehmen wolle, sagte er am Montag vor mitreisenden Journalisten auf dem Flug von Seoul nach Rom. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon habe ihn dazu eingeladen, erinnerte Franziskus, der bei der “fliegenden Pressekonferenz” auch zu möglichen weiteren Reisezielen und dem Stand der Arbeiten an der geplanten Umwelt-Enzyklika Stellung nahm. Erneut bekundete er auch seine Absicht im Fall nachlassender Kräfte wie sein Vorgänger Benedikt XVI. als Papst zurückzutreten.

Die USA-Reise Franziskus’ zum 8. katholischen Weltfamilientag, der vom 22. bis 27. September 2015 stattfindet, war bislang noch nicht offiziell bestätigt, galt aber als sehr wahrscheinlich. Franziskus erwägt nach eigenem Bekunden zudem einen Besuch des US-amerikanischen Parlaments in Washington. Hierzu liege eine Einladung von Präsident Barack Obama vor. “Vielleicht machen wir die drei Städte zusammen”, sagte er bei der “fliegenden Pressekonferenz”. Weiter deutete er an, dass er hierbei auch einen Abstecher zum Marienwallfahrtort Guadalupe in Mexiko unternehmen könnte.

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Dodo Laun: Sexua-Therapeut honoris causa—”ungewollt schwanger”

weihbischof-andreas-launDieser Begriff ist nicht ganz so unschuldig, wie er zunächst klingt. Denn das bereits existierende Kind wird sprachlich ausgeblendet.

Von Andreas Launkath.net

Ungewollt schwanger, eigentlich gut zu verstehen, man weiß, was gemeint ist. Und doch, der Begriff ist nicht ganz so unschuldig wie er klingt. Wenn sich jemand beim Skifahren den Fuß bricht, sagt kein Mensch, der Verunglückte habe sich „ungewollt den Fuß gebrochen“. Warum sagt man das nicht? Weil klar ist, dass kein Mensch skifährt, um sich den Fuß zu brechen. Beim sexuellen Verkehr ist es anders: Verheiratete Frauen und Männer verkehren sexuell nicht in jedem Fall, aber oft auch, um schwanger zu werden.

Dann wäre es ohnehin besser von „guter Hoffnung“ oder, wunderbar altmodisch, „sie ist gesegneten Leibes“ zu sprechen. So ist Schwangerschaft oft Freude, herrliche Überraschung oder vielleicht ungewollt, aber wenn sie eintritt, ist sie doch Freude, weil mit ihr ein Kind ins Dasein getreten ist. In anderen Fällen ungelegen oder sogar wirklich ein Unglück. Wie ein gebrochener Fuß? Vielleicht auch ein wenig, aber das zu denken oder gar auszusprechen schämen sich mindestens die meisten Eltern: „Unser Kind ein Unglück? Nein, eigentlich nicht, eine Freude, obwohl damals…“

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Kirchenaustritte: Wenn die Gier göttlich wird

Bild: tilly

Bild: tilly

Die Umstellung beim Einzug der Kirchensteuer auf Kapitalerträge ist schuld: Die Kirchenaustritte in SH steigen merklich.

shz.de

Immer mehr Schleswig-Holsteiner treten aus der Kirche aus. Schuld daran ist eine Umstellung beim Einzug der Kirchensteuer auf Kapitalerträge: Während bisher jeder Bundesbürger seine Kapitalerträge in der Einkommenssteuererklärung angeben musste, werden die Kirchensteuern auf Zinserträge ab 2015 von den Banken automatisch an das Finanzamt abgeführt. Und weil die Banken dafür Zugriff auf die Steuerdaten ihrer Kunden benötigten, informieren sie ihre Kunden darüber in extra zu diesem Zweck versandten Schreiben.

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Pädo-Sekte im Deutschen Ethikrat

missbrauch_katholWeihbischof Losinger ist gegen jeden Form der Beihilfe zur Selbsttötung. «Aus der Möglichkeit für wenige wird schleichend eine Pflicht für Viele», warnte Losinger, der Mitglied im Deutschen Ethikrat ist.

Von Christoph Scholzkath.net

Der Augsburger Weihbischof Anton Losinger hat sich gegen jede Form der organisierten Beihilfe zur Selbsttötung gewandt. Losinger ist Mitglied des Deutschen Ethikrates und in der Deutschen Bischofskonferenz für ethische Grundfragen zuständig. In der Debatte um eine gesetzliche Regelung des assistierten Suizids warnte er am Freitag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), davor, aus der Betroffenheit über dramatische Einzelfälle Grundprinzipien infrage zu stellen.

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Christenvertreibungen im Irak: “Islam ist nicht aufnahmefähig für Minderheiten”

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Der deutsch-ägyptische Politologe Hamed Abdel-Samad macht die radikalen Islamisten der ISIS für eine Welle der Christenvertreibung verantwortlich. Es sei traurige Wirklichkeit, dass die 2000-jährige Geschichte des orientalischen Christentums gerade zu Ende gehe, sagte Abdel-Samad im DLF.

Hamed Abdel-Samad im Gespräch mit Michael KöhlerDeutschlandfunk

Zuletzt hatte ein Ultimatum der Milizen an die Christen in der nordirakischen Millionenstadt Mossul für weltweite Empörung gesorgt. Abdel-Samad betonte, vor den Christen seien schon die orientalischen Juden fast alle vertrieben worden. Diese gewaltsamen Prozesse seien Ausdruck eines Scheiterns der Islamischen Kultur. Sie erweise sich als eine Kultur, die nicht aufnahmefähig sei für Minderheiten, für andere Glaubens- und Denkrichtungen. Letztlich schade sich islamische Welt selbst damit.

“Heuchelei” in Teilen der islamischen Welt

Der Politologe meinte, die ISIS-Milizen hätten einen “Reinigungswahn”, der sich auch gegen islamische Kultstätten richte. Dieser Wahn gehe wie die Vertreibung der Christen und Juden von der arabischen Halbinsel letztlich auf den Propheten Mohammed zurück.

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Warum spricht der Papst jetzt vom Teufel?

Katholik Matthias Matussek (schwarz) und Protestant Matthias Kamann im Streitgespräch Foto: Jakob Hoff/bearb. BB

Katholik Matthias Matussek (schwarz) und Protestant Matthias Kamann im Streitgespräch Foto: Jakob Hoff/bearb. BB

Das Böse in der Welt komme nicht von Gott, sondern von seinem Feind, dem Satan – so sagt es Papst Franziskus. Darüber streiten “Welt”-Redakteur Matthias Kamann und “Welt”-Autor Matthias Matussek.

Von Matthias Kamann und Matthias MatussekDIE WELT

Matthias Kamann: Ihr Papst spricht wieder vom Teufel. Glauben Sie wirklich, dass es den gibt? Nach meiner Glaubensüberzeugung ist die Fähigkeit der Menschen, Schrecken zu verbreiten, so groß, dass es lächerlich wäre, diesen Schrecken in einem Feuerkerl mit Gabel zu personalisieren.

Matthias Matussek: Ach, wer weiß schon, wie der Teufel aussieht. Vielleicht ja wie Sie, wenn Sie von Ihren “Glaubensüberzeugungen” reden! Ohne Himmel und Hölle kommt mein Glauben nicht aus. Luther, Ihr schrecklicher Erster Imam, hat dem Teufel Tintenfässer hinterhergeschmissen, immerhin. Aber er hat tatsächlich alles andere abgeschafft: den Segen, die Heiligenbilder, die Liturgie, den Großteil der Sakramente. Ich geh doch nicht in die Kirche, um “vernünftig” zu sein.

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“Das Schützenwesen trägt zur Bildung von Identität bei”

War selbst noch nie auf einem Schützenfest | FOTO: CHRISTINE PANHORST

Seit Ende Juni ist es offiziell: Das Schützenwesen ist eingetragenes immaterielles Kulturerbe des Landes Nordrhein-Westfalen und damit schützenswertes Brauchtum.

nw-news.de

Zur Jury im NRW-Bewerbungsverfahren gehörte auch Eva-Maria Seng von der Universität Paderborn. Die Kulturerbe-Expertin erklärt im Gespräch mit NW-Volontärin Christine Panhorst, was immaterielles Kulturerbe genau ist und warum die Schützen den NRW-Listenplatz geschafft haben.

So kann man Schützen auch sehen: Männer in grünen Jacken, die auf Holzvögel schießen und volltrunken im Festzelt Frauenpos zwicken. Warum ist das NRW-Kulturerbe?

Eva-Maria Seng: Erstens weil sich die Schützenverbände darum beworben haben. Zweitens, weil immaterielles Kulturerbe definiert wird als mündlich überlieferte Traditionen oder als Fertigkeiten, gesellschaftliche Gebräuche, Rituale, Künste, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Das trifft auf das Schützenwesen in NRW sicherlich zu.

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Terrormiliz IS: Gewalt als ideologisches Mittel

foto: ap/militant video Abu Bakr al-Baghdadi alias Kalif Ibrahim (Videoaufnahme einer Predigt) ist der Anführer der Gruppe "Islamischer Staat"

foto: ap/militant video
Abu Bakr al-Baghdadi alias Kalif Ibrahim (Videoaufnahme einer Predigt) ist der Anführer der Gruppe “Islamischer Staat”

Gewalt gehört für die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS), die vor allem im Irak und in Syrien auf dem Vormarsch ist, zur Ideologie. Sie setzt bewusst auf die mediale Verbreitung ihrer Taten. Die werden religiös begründet, nutzen aber ihrem politischen Ziel.

Von Tim AßmannDeutschlandfunk

Dutzende Gefangene, angeblich Soldaten der regulären irakischen Armee, werden zusammen getrieben, einer nach dem anderen mit Kopfschüssen hingerichtet und in einen Fluss geworfen. Mit solchen grausigen Bildern brüsten sich die Mörder, Kämpfer der Terrorgruppe IS, im Internet. Unterlegt ist das Propaganda-Video mit religiöser Musik.

Bei ihrem Vormarsch in Syrien und dem Irak setzt die Terrormiliz Islamischer Staat, bis vor Kurzem bekannt als ISIS, bewusst auf Gewalt und deren mediale Verbreitung. Es gibt unzählige Videos, in denen die Dschihadisten damit prahlen, was sie mit ihren Feinden machen werden. Dieser Kämpfer läuft mit einem Schwert durch einen eroberten Ort in Syrien.

“Wir werden ihre Köpfe abschlagen. Der Boden wird triefen von ihrem Blut.”

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Joschka Fischer für Waffenliefrungen an die Kurden—verbotene PKK bewaffnen?

Joschka Fischer, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Die Bundeswehr fliegt tonnenweise Lebensmittel und Medikamente in den Nordirak. Doch die von Islamisten bedrohten Kurden wünschen sich auch Waffen aus Deutschland. Ein Vorgänger Steinmeiers hat dafür großes Verständnis.

evangelisch.de

Im Gegensatz zur Bundesregierung hat sich der frühere Außenminister Joschka Fischer ausdrücklich für deutsche Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak ausgesprochen. Eine Terrororganisation wie der Islamische Staat (IS), die Menschen grausam ermorde und Frauen unterdrücke, “kann man weder mit Gebetskreisen noch mit Spruchbändern stoppen”, sagte Fischer der “Bild am Sonntag”. “Wir sollten den Kurden vielmehr Waffen liefern, denn wir sind zur Hilfe verpflichtet.” Der Grünen-Politiker ergänzte: “Ein islamistischer IS-Staat würde auch unsere Sicherheit hier gefährden.”

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