Archiv der Kategorie: Katholizismus

Bistum Augsburg: Ein Hauch von Limburg

Bild: tilly

Bild: tilly

Der Altar im Dom von Augsburg ist noch keine 20 Jahre alt. Doch jetzt will das Bistum einen neuen – für 400.000 Euro. Der Dom-Pfarrer durfte nicht mitreden, die Gläubigen sind entsetzt.

Von Stefan MayrSüddeutsche.de

Josef Seitz war 40 Jahre lang Mesner im Augsburger Dom, er engagiert sich bis heute als Lektor, Kommunionshelfer und Sänger im Chor. Aber die neuen Pläne des Bistums ärgern ihn sehr. “Das ist ungeheuerlich, ich komme mir vor wie in Klein-Limburg”, sagt der 79-Jährige. Die Diözese Augsburg will das Südschiff des Domes massiv umgestalten, die Kosten für das Großprojekt betragen etwa 500 000 Euro. Was dabei Seitz und andere Katholiken besonders aufregt: Ein Altar, der erst 19 Jahre alt ist, soll abgebaut und durch einen neuen im Wert von 400 000 Euro ersetzt werden.

weiterlesen

Die vermeintlichen Knochen der “Heiligen Drei Könige”

Dreikönigsschrein, Bild: wdr5.de

Die Legende der drei Weisen aus dem Morgenland war im Mittelalter derart lebendig, dass die Ankunft ihrer vermeintlichen Überreste in Köln vor 850 Jahren einen Begeisterungssturm auslöste – und den Bau einer riesigen Kathedrale.

Von Mathias SchulenburgDeutschlandfunk

Es muss ein großes Spektakel gewesen sein: Rainald von Dassel, engster Vertrauter des Kaisers Friedrich Barbarossa und Erzbischof von Köln, zog am 23. Juli des Jahres 1164 von Mailand kommend mit großem Gefolge in Köln ein, im Gepäck Skelett-Teile, die unter anderem als den legendären Weisen aus dem Morgenlande zugehörig deklariert waren. Ein Geschenk Kaiser Friedrich Barbarossas, in Mailand geraubt.

Indes: Die beraubten Mailänder machten wenig Gewese aus dem unerhörten Verlust. In ihren Inventarlisten stand aber auch nichts von den Weisen oder Magiern, die später als Heilige Drei Könige Karriere machen sollten. Waren die Knochen etwa nicht echt?

“Die können nicht echt sein”

“Die Frage nach der Echtheit der Knochen, das heißt ob die auch wirklich die der drei Könige sind, kommt immer wieder”,

sagt der Kölner Kunsthistoriker Helmut Fußbroich,

“Aber da kann man, ohne rot zu werden, sagen, nä, die können nicht echt sein, weil es sich eben um eine Geschichte handelt, die keine Historie erzählen will, sondern eine religionspädagogische Absicht dahinter steckt, nämlich um zu zeigen, dass die Heiden begriffen haben, wer da geboren worden ist, während die Juden das eben noch nicht begriffen hatten. Darum geht es dem Evangelisten Matthäus.”

weiterlesen

Koalition streitet über Sterbehilfe

Soll ein Sterbehilfeverbot nur Vereine betreffen, die damit Gewinn machen wollen? Darüber wollen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages diskutieren. Flatline, Bild: ipscell.com

Sterbehilfe-Verbot oder nicht? Mit dieser Frage will sich der Deutsche Bundestag nach der Sommerpause beschäftigen. Derzeit zeichnen sich zwei Optionen ab: Die organisierte Suizidbeihilfe könnte komplett verboten werden. Oder es könnten Spielräume bleiben.

pro Medienmagazin

Die kirchenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Kerstin Griese, machte diese Woche Schlagzeilen damit, dass sie ein strafrechtliches Verbot organisierter Sterbehilfe im Gegensatz zum CDU-geführten Gesundheitsministerium ablehnt. Gegenüber pro erläuterte sie: „Ich suche nach einer mittleren Position zwischen einem unangemessenen harten strafrechtlichen Verbot und einer vermeintlich liberalen Position, die alles zulässt.“

Dorn im Auge sind ihr vor allem jene Vereine, die Menschen die Selbsttötung als Dienstleistung anbieten. Dies geschehe ohne persönliche Bindung zur Person. Besser Zahlende würden bevorzugt behandelt, und: „Besonders schwierig finde ich, dass damit Suizide bei psychisch Kranken und körperlich Gesunden ermöglicht werden. Depression ist behandelbar, die meisten Menschen können Lebensmut zurück gewinnen.“ Nun müsse juristisch geprüft werden, ob solche Angebote mit den Mitteln des Vereins- oder des Betäubungsmittelrechts zu unterbinden seien. Neben solchen Vereinen gibt es zum Beispiel auch ehrenamtliche Sterbehilfeorganisationen.

weiterlesen

Viele laute Stimmen gegen Antisemitismus

Der ewige Jude

Bild: bb

Die judenfeindlichen Äußerungen bei Demonstrationen gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen schlagen immer höhere Wellen. Kanzlerin Merkel macht deutlich: “Das werden wir nicht hinnehmen. “Bundespräsident Gauck versicherte den deutschen Juden seine Solidarität und forderte die Deutschen zu mehr Zivilcourage auf.

evangelisch.de

“Ich möchte alle Deutschen und alle Menschen, die hier leben, auffordern, immer dann ihre Stimme zu erheben, wenn es einen neuen Antisemitismus gibt, der sich auf den Straßen brüstet”, sagte Bundespräsident Joachim Gauck am Mittwoch in Berlin. Er bekundete den hier lebenden Juden seine Solidarität. Ihre Sorgen nehme er sehr ernst, sagte Gauck in einem Telefonat mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ließ über Vize-Regierungssprecher Georg Streiter ausrichten, antisemitische Straftaten würden konsequent verfolgt. Die Äußerungen seien ein Angriff auf Freiheit und Toleranz und der Versuch, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu erschüttern. “Dies können und werden wir nicht hinnehmen”, betonte die Regierungschefin.

weiterlesen

Der erste Geheimdienst entstand gegen Katholiken

Foto: picture-alliance / Mary Evans Pi “Es liegt weniger Gefahr darin, zu viel zu fürchten als zu wenig”: In diesem Sinne knüpft Sir Francis Walsingham (Geoffrey Rush; r.) auch in dem Film “Elizabeth. Das goldene Königreich” (2007) für seine Königin (Cate Blanchett) ein dichtes Netz aus Informanten

Um Königin Elizabeth I. von England gegen päpstliche Attentäter zu schützen, schuf ihr Staatssekretär Francis Walsingham den ersten modernen Agentenring. Mit durchschlagendem Erfolg.

Von Ulli KulkeDIE WELT

Es war alles lange geplant. Die englische Königin Elizabeth sollte ermordet und so die Herrschaft der Protestanten beendet werden, fortan mit der katholischen Maria Stuart auf dem Thron. Fast gleichzeitig würde die gewaltigste Seestreitkraft der damaligen Zeit, Spaniens Armada, das Inselreich überfallen, um die Machtübernahme der Katholiken von außen abzusichern. Europa hätte eine neue Ordnung erhalten, mit Auswirkungen womöglich bis in unsere Zeit.

weiterlesen

Italiens Justiz ermittelt gegen Salesianer wegen Betrugs

justiz_gross

Gegen ein führendes Mitglied des katholischen Salesianerordens ermittelt die italienische Staatsanwaltschaft wegen des Betrugsverdachts.

kath.net

Gegen ein führendes Mitglied des katholischen Salesianerordens ermittelt die italienische Staatsanwaltschaft wegen des Betrugsverdachts. Sie wirft dem Wirtschaftsverwalter des Ordens Giovanni Battista Mazzali vor, zwei Schlichtern in einem millionenschweren Erbschaftsstreit beim Versuch geholfen zu haben, sich auf Kosten des Ordens zu bereichern.

Dazu hatte der italienische Ordensgeistliche nach Ansicht der Ermittler Unterlagen manipuliert, um das Einverständnis des Vatikan für einen dubiosen Vertrag zu erhalten, wie die Tageszeitung «Corriere della Sera» (Online-Ausgabe Montag) berichtet. Mazzali sei daher von der Staatsanwaltschaft zur Vernehmung vorgeladen worden. Die Ordenszentrale der Salesianer äußerte sich bislang nicht offiziell zu dem Bericht.

weiterlesen

Kirchen-Gier: Kirchgeld von den Ungläubigen

Bild: tilly

Bild: tilly

Eingetragene Lebenspartnerschaften in Niedersachsen sollen bei der Kirchensteuer künftig wie Ehepaare behandelt werden. Die rot-grüne Landesregierung stimmte am Dienstag in Hannover einem entsprechenden Gesetzentwurf zu.

evangelisch.de

Demzufolge sollen auch gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften das sogenannte “Besondere Kirchgeld” zahlen, wenn der Allein- oder Hauptverdiener keiner steuererhebenden Kirche angehört, der Partner mit dem geringeren oder keinem Einkommen aber doch. Bei Ehepaaren wird das Besondere Kirchgeld seit dem Jahr 2000 erhoben.

Dem Gesetzentwurf zufolge sollen Lebenspartnerschaften zudem auch bei der Kirchensteuer wählen können, ob sie gemeinsam oder einzeln veranlagt werden. Ein weiterer Punkt regelt den Einzug der Kirchensteuer auf Kapitalerträge. Ab sofort könnten sich Verbände zu dem Gesetzentwurf äußern, hieß es.

Rocker Tom Petty: ‘No one’s got Christ more wrong than the Christians’

image of Tom Petty steve white photos / Shutterstock.com

Veteran rocker Tom Petty isn’t pulling any punches with his new song “Playing Dumb.”

By David FergusonThe Raw Story

In an interview with Billboard magazine, Petty said that he wrote the song about the decades of child sex abuse in the Catholic church and the elaborate lengths that priests and their leaders have gone to cover up the crimes.

“I’m fine with whatever religion you want to have,” Petty said, “but it can’t tell anybody it’s OK to kill people, and it can’t abuse children systematically for God knows how many years.”

Petty went on to say that he doesn’t understand why people continue to donate to the church, which has paid out millions of dollars in legal settlements to the victims of child-molesting priests.

“If I was in a club, and I found out that there had been generations of people abusing children, and then that club was covering that up, I would quit the club. And I wouldn’t give them any more money,” he said.

“Religion seems to me to be at the base of all wars,” said the Florida-born singer and guitarist. “I’ve nothing against defending yourself, but I don’t think, spiritually speaking, that there’s any conception of God that should be telling you to be violent. It seems to me that no one’s got Christ more wrong than the Christians.”

Petty’s career has spanned more than 30 years, spawning multiple gold and platinum records, including the hit singles “Refugee,” “Don’t Come Around Here No More” and “Won’t Back Down.” He has performed as a solo artist, with his band the Heartbreakers and as a member of the supergroup The Traveling Wilburys alongside rock legend Roy Orbison, ELO founder Jeff Lynne and George Harrison of the Beatles.

Jesus Did Not Become the God-Klingon

Image: centerforinquiry.net

Yesterday the president signed an executive order barring federal contractors from discriminating against LGBT folks, and happily did not add a religious exemption, and we expressed our appreciation:

Center for Inquiry/The Morning Heresy

Too often religious beliefs are used as an excuse to avoid obeying laws that apply to everyone else, as the regrettable Supreme Court decision in the Hobby Lobby case illustrates. … [This] is a welcome step in the right direction, toward a secular government in which religion can’t be used as a shield for prejudice and unequal treatment.

Our reaction’s been noted by the Washington Times and the Christian Post.

RNS’s David Gibson calls Obama’s decision to allow religious contractors to use religious beliefs as a hiring criteria (which we’re not happy about) a “split-the-baby” solution. And usually, atheists love those kinds of solutions.

The Navy vs. whales? The militarization of dolphins? It’s covered on the latest Point of Inquiry with guest Joshua Horwitz.

CFI-Indiana’s chief and the head of our Secular Celebrant program, Reba Boyd Wooden, is a guest on the State of Belief radio show, guest-hosted by RNS’s Kevin Eckstrom. They talk about, of course, our big win for Secular Celebrants in Indiana. And if you want to be a Secular Celebrant, now’s your chance. Well, in August is your chance.

New Jersey’s Sen. Cory Booker introduces the Access to Birth Control (ABC) Act, which requires pharmacists to actually do their jobs and dispense birth control to women with prescriptions despite any religious objections.

read more

Philosophie: Heideggers umstrittenes NS-Verhältnis

Martin Heidegger (Pinselzeichnung von Herbert Wetterauer) Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

1966 wurde der Philosoph Martin Heidegger von dem “Spiegel”-Journalisten Rudolf Augstein interviewt. Darin äußerte sich der öffentlichkeitsscheue Heidegger erstmals zu seinem Verhältnis zum Nationalsozialismus. Der Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister beschäftigt sich in seinem aktuellen Buch mit der Frage, wie es dazu kam.

Von Thomas PalzerDeutschlandfunk

Es besitzt seine eigene Pointe, wenn für Heideggers Philosophie Begriffe wie Entbergung, Unverborgenheit oder Lichtung von zentraler Bedeutung sind, während der Philosoph selbst das Geheimnis liebte, die Verschleierung und die List. So hat der “Meister aus Deutschland”, wie ihn der Biograf Rüdiger Safranski einst tituliert hat, es etwa selbst bestimmt, dass man seine Notizbücher erst nach Abschluss der Gesamtausgabe veröffentlichen dürfe. Das ist inzwischen passiert – und die “Schwarzen Hefte” haben sich als geeignet erwiesen, die Diskussion um Heidegger neu zu entfachen und seine – ganz im Sinn des Erfinders – frag-würdige Philosophie bis auf Weiteres der zahllosen Fragen für würdig zu befinden.

weiterlesen

Ministerpräsidentin Dreyer verteidigt Staatskirchenleistungen

Bild: tilly

Bild: tilly

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die staatlichen Zahlungen an die Kirchen verteidigt.

evangelisch.de

Die Mittel für Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser oder Altenpflege erhielten die Kirchen, weil sie den Staat bei zentralen Aufgaben als Sozial-, Bildungs- und Rechtsstaat unterstützten, sagte Dreyer am Montagabend in Dickenschied (Rhein-Hunsrück-Kreis).

Dreyer betonte, staatlichen Unterstützungen diakonischer und karitativer Einrichtungen seien keine ungerechtfertigte Finanzierung von Kirchen. Damit werde auch die Vielfalt von Angeboten und zugleich ein sozialer und kultureller Reichtum der Gesellschaft gefördert, sagte sie bei einer Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Beisetzung von Pfarrer Paul Schneider.

weiterlesen

Ethikunterricht: Ein Stiefkind in Deutschland

Foto: brightsblog

Foto: brightsblog

Ein Drittel der Einwohner Deutschlands ist konfessionslos. Ein Recht auf das Unterrichtsfach Ethik für ihre Kinder haben sie nicht immer. Religion bleibt privilegiert.

Von AchtermannderFreitag

Spätestens mit der Einschulung zeichnen sich in manchen Bundesländern die ersten Konflikte ab. Der erste Schultag meiner Kinder begann vor einigen Jahren mit einem Gottesdienst: Treffpunkt Kirche. Nach dem Gottesdienst liefen alle gemeinsam zur Schule. Denn jedes Kind fieberte der ersten Unterrichtsstunde entgegen. Können wir unser Kind außen vor lassen, da es ohne Transzendenz erzogen worden ist?, war eine Frage, die wir Eltern uns stellten. Wir könnten. Aber das gerade sechs Jahre alt gewordene Mädchen würde es nicht verstehen, wenn es mit seinen Eltern alleine – auf dem Dorf ist man in dieser Angelegenheit meist alleine – vor der Schule warten sollte bis die anderen kommen. Also beugten wir uns den Zwängen und nahmen mit Kind und Schultüte am Einschulungsgottesdienst teil.

weiterlesen

Kölner Weihbischof Schwaderlapp: Zölibat ist zeitgemäß und notwendig

Dominik Schwaderlapp, Bild: apostolische-nachfolge.de

“Der Zölibat bewahrt uns Priester, die wir in Deutschland ziemlich bürgerlich leben, ganz und gar zu verbürgerlichen.” – Themen wie Sexualität vor der Ehe nicht nebensächlich. Dies sei “existenziell ungemein bedeutsam”

kath.net

Der Kölner Weihbischof Dominik Schwaderlapp hat einem Interview mit RP-Online ausgeschlossen, dass in der katholische Kirche irgendwann mal Priesterinnen geben werde. “Wer meint, dass sich in dieser Frage etwas ändern könnte, dem kann ich ehrlicherweise keine Hoffnung machen.” Für ihn weit wichtiger aber ist, dass es zwar “unterschiedliche Dienste” in der Kirche gäbe, aber wir alle durch die gleiche Würde als Kinder Gottes verbunden seien. Für die Zukunft der Kirche seien geistliche Zentren wichtig, an denen wir zu Gottesdienst und Gebet zusammenkommen. Als “faszinierend” bezeichnet der Weihbschof die Idee von “kleinen Gemeinschaften in Wohnzimmergröße”, die es in anderen Ländern schon längst gäbe. “Da treffen sich Menschen irgendwo privat, die beten zusammen und erzählen von ihren Freuden und ihren Sorgen. Da kann ein Netzwerk von solchen Gemeinschaften entstehen, die eine Nähe vor Ort gewährleisten und zugleich eine Brücke zu den Geistlichen schlagen. Das ist uns noch fremd; aber ich möchte dazu ermutigen, hier mehr zu denken.”

weiterlesen

Kai Diekmann: „Eine Massen-Absolution gibt es nur über die Medien“

„Eine Massen-Absolution gibt es nur über die Medien“, sagt Kai Diekmann, Chefredakteur der BILD, im Rahmen des ökumenischen Internetprojekts „2017 gemeinsam unterwegs“. Immer weniger Menschen gingen zur Beichte in die Kirche und Prominente würden ihre Fehltritte in den Medien vor einem „Millionenpublikum“ preisgeben, „weil unsere Gesellschaft den transparenten Umgang mit Fehlern honoriert.“ Als Beispiel führt der BILD-Chefredakteur die ehemalige Ratsvorsitzende der EKD an: „Selbst im Scheitern war Margot Käßmann für viele noch ein Vorbild.”

EKD

Gegen öffentliche Beichten spricht sich der Jesuitenpater Klaus Mertes aus. „Der Pranger funktioniert nämlich wie das vorgezogene und damit auch angemaßte ‚Jüngste Gericht’”, das Beichtgeheimnis dagegen schütze die Menschen. Geständnisse müssten „nicht notwendig vor laufenden Kameras erfolgen – im Übrigen auch oft im Interesse der Opfer nicht”. Gleichzeitig unterstreicht Mertes, der 2010 als einer der ersten an der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der Kirche mitwirkte, dass die öffentliche Verantwortung von Institutionen im Blick behalten werden müsse. „Die Alternative dazu wäre sonst das Totschweigen der Opfer und somit die Fortsetzung der Sünde.”

Beide Statements können unter www.2017gemeinsam.de nachgelesen und diskutiert werden. Hier äußern sich wöchentlich jeweils zwei Personen des öffentlichen Lebens zu wechselnden Fragestellungen. Das interaktive Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch/katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hannover, 21. Juli 2014

Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

 

“Gotteslästerlicher Irrsinn”: Jesus und Apostel waren schwul

Quelle: T-Shirt.hell.com

Quelle: T-Shirt.hell.com

Die Homo-Lobby hat wenig Skrupel und noch weniger Respekt vor den religiösen Gefühlen anderer. Der Volksmund empfiehlt bekanntlich, nicht mit den Genitalien, sondern mit dem Kopf zu denken. Doch die Gotteslästerung der Homo-Ideologen treibt immer radikalere Blüten. Es ist der Drang der jakobinischen Zwangsbeglücker, die Andersdenkende nicht ertragen.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Die Verachtung für Jesus Christus begann bereits mit seiner Geburt, als Herodes der Große Befehl erteilte, alle Neugeborenen zu töten. Die jüdischen Gegenspieler Jesu erfanden eine ganze Propagandamaschinerie übelster Verleumdungen gegen den menschgewordenen Sohn Gottes und das junge Christentum. Dazu gehörte unter anderem der Vorwurf sexueller Ausschweifungen. Als das Christentum sich auszubreiten begann, standen ihnen antike Heiden nicht nach. Einige dieser Verleumdungen übernahm der Islam vom Judentum. Bis heute geistern sie herum. Die Vorwürfe sind nichts anderes als Ausdruck der Wahrheitsleugnung. Die Pseudoargumente im Detail letztlich irrelevant. Erst vor kurzem versuchte eine amerikanische Wissenschaftlerin mit der „sensationellen“ Entdeckung Berühmtheit zu erlangen, den Beweis gefunden zu haben, daß Jesus in Wirklichkeit verheiratet war. Neuerdings wird Christus im Zuge des allgemeinen Homo-Hype zum „Homosexuellen“ umgedichtet. Die Ablehnung der Homosexualität als schwerwiegendes Verbrechen gegen Gottes Ordnung, wie es die Heiligen Schriften ohne wenn und aber lehren, sind für die Homosexualisierer von Staat und Gesellschaft ein Ärgernis. Ideologen begegnen dieser ständigen Anklage mit Spott und Verunglimpfung bis hin zur Gotteslästerung.

weiterlesen

Katholische Oratory School in London diskriminiert?

The Oratory School in West London, Picture: thetimes.co.uk

Behörde rügt katholische Eliteschule wegen angeblicher Diskriminierung. Schule hat sich in der Vergangenheit schon mehrfach juristisch gegen die Vorwürfe gewehrt

kath.net

Die angesehene katholische Oratory School in London, die auch die Söhne von Ex-Premierminister Tony Blair unterrichtete, ist erneut wegen angeblicher diskriminierender Auswahl von Schülern gerügt worden. Laut einem aktuellen Bericht der Schulüberwachungsbehörde verstieß die Schule angeblich 105 Mal gegen die landesweit geltenden Regeln zur Zulassung, wie am Mittwoch die BBC und weitere Medien berichteten.

weiterlesen

Zoff in Rom

Papst Franziskus (Bild: AP)

Papst Franziskus (Bild: AP)

Ein Gespräch mit dem Papst: Dieser Mann hat keine Angst vor Konflikten innerhalb des Klerus. Und er stellt Tabus infrage.

Von Eugenio ScalfariZEIT ONLINE

Heute ist Donnerstag, der 10. Juli, fünf Uhr nachmittags: Ich treffe Papst Franziskus zu einem gemeinsamen Gespräch. Worüber? Über sein Pontifikat, das er vor etwas mehr als einem Jahr angetreten hat, und darüber, dass er in so kurzer Zeit bereits eine Revolution in Gang gesetzt hat; über das Zweite Vatikanische Konzil, das vor 50 Jahren zu Ende ging und dessen Beschlüsse bis heute nur zum Teil umgesetzt sind; über die moderne Welt und die christliche Tradition und allem voran über die Figur des Jesus von Nazareth. Wir sprechen aber auch, und besonders, über die zwei brennenden Themen, die der Papst kürzlich zur Sprache gebracht hat: die Pädophilie und die Mafia.

weiterlesen

 

Erzbischof Burger: Wert der Kirche nicht an Zahlen festmachen

Stephan_BurgerNach einem deutlichen Anstieg der Kirchenaustritte hat der neue Freiburger Erzbischof Stephan Burger eine Rückbesinnung auf den Glauben gefordert.

FOCUS ONLINE

Der Wert der Kirche lasse sich nicht allein an Zahlen festmachen, sagte Burger am Sonntag beim traditionellen „Hausherrenfest“ in Radolfzell am Bodensee. „Mitgliederzahlen, Steuereinnahmen und Statistiken sind zwar wichtig. Aber sie ersetzen nicht das gelebte Christentum vor Ort.“ Die christliche Botschaft stehe im Mittelpunkt, sie trage die Kirche und die Gläubigen auch durch Krisen.  Am Freitag hatte die katholische Kirche ihre Statistik für das vergangene Jahr veröffentlicht. Deutschlandweit, auch in den beiden Südwest-Diözesen Freiburg und Rottenburg-Stuttgart, gab es demnach Spitzenwerte bei den Kirchenausritten. Gleichzeitig muss die Kirche mit sinkenden Steuereinnahmen rechnen.

weiterlesen

Kardinal beklagt Schweigen über Christenverfolgungen

Kurt Koch, Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0

Vier von fünf aus religiösen Gründen Verfolgte seien Christen.

kath.net

Kurienkardinal Kurt Koch hat ein mutigeres Eintreten für verfolgte Christen in der Welt gefordert. „Ich glaube, wir schweigen zu viel“, sagte Koch in einem Interview der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ (Sonntag). Geschätzt 80 Prozent der aus religiösen Gründen verfolgten Personen seien Christen, so der Schweizer Kardinal. Heute litten damit mehr Christen unter Verfolgung als in den Zeiten der frühen Kirche.

weiterlesen

Der Schatz des Papstes?

Bild: tilly

Bild: tilly

Mutmaßungen über angeblich sagenhafte Reichtümer des Vatikan gibt es immer wieder. Die italienische Zeitschrift “L’Espresso” macht in ihrer jüngsten Ausgabe unter dem reißerischen Titel “Der Schatz des Papstes ” erstmals detaillierte Angaben.

Von Thomas Jansendomradio.de

Mutmaßungen über angeblich sagenhafte Reichtümer des Vatikan gibt es immer wieder. Zusätzlich gefördert wurden sie lange noch durch Geheimniskrämerei der katholischen Kirchenzentrale in finanziellen und wirtschaftlichen Belangen. Die Bilanzen der Vatikanbank IOR kann mittlerweile jeder auf der Internetseite des Geldinstituts nachlesen. Doch zum vatikanischen Immobilienbesitz gibt es auch weiter keine offiziellen Angaben.

Die italienische Zeitschrift “L’Espresso ” macht nun in ihrer jüngsten Ausgabe unter dem reißerischen Titel “Der Schatz des Papstes ” erstmals detaillierte Angaben dazu. Als Quelle beruft sich der Autor auf einen angeblichen geheimen Bericht, der für die päpstliche Kommission zur Berichterstattung über die wirtschaftlichen und administrativen Belange erstellt wurde. Vom Vatikan gab es bislang keine offizielle Stellungnahme dazu. Es spricht jedoch Einiges dafür, dass die Zahlen zumindest im Wesentlichen stimmen.

weiterlesen