Archiv der Kategorie: Katholizismus

Aufstand der arabischen Christen gegen orthodoxen Patriarchen Jerusalems

Theophilos III., seit 2005 griechisch-orthodoxer Patriarch von Jerusalem, Bild: katholisches.info

Theophilos III., seit 2005 griechisch-orthodoxer Patriarch von Jerusalem, Bild: katholisches.info

Wegen der laufenden israelischen Militäraktion ist es zum offenen Konflikt zwischen den griechisch-orthodoxen Gläubigen des Heiligen Landes mit ihrem Patriarchen von Jerusalem gekommen.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Die arabischen Christen griechisch-orthodoxen Glaubens werfen Patriarch Theophilos III. von Jerusalem vor, eine zu nachsichtige Position für die „israelischen Täter“ einzunehmen, die einen „Genozidkrieg“ führen, wie sie sagen. Der interne Konflikt in der Orthodoxen Kirche von Jerusalem kann auch ökumenische Rückwirkungen haben. Patriarch Theophilos III. ist vom kommenden 15.-23. September Gastgeber der nächsten Vollversammlung der Kommission für den theologischen Dialog zwischen der Katholischen und der Orthodoxen Kirche. Das Thema der Versammlung ist der päpstliche Primat.

Die Vollversammlung soll in der jordanischen Hauptstadt Amman stattfinden, die zum Jurisdiktionsbereich des Jerusalemer Patriarchats gehört. Der Ort wurde gewählt, um einen ruhigen und sicheren Verlauf zu garantieren, während ringsum in der gesamten Region Konflikte toben. Gerade in Amman ist nun unter den einheimischen orthodoxen Christen der Konflikt mit dem Patriarchen ausgebrochen, der das gesamte Patriarchat betrifft.

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CSU: Christlich-soziale Elite

hoeneß_csuHorst Seehofer hat derzeit viele Probleme: das verpfuschte CSU-Konzept für die Ausländer-Maut beispielsweise. Die Nachwehen der Klatsche bei der Europawahl.

Von Sebastian ChristTHE HUFFINGTON POST

Nun kommt noch die Affäre um Christine Haderthauer hinzu: Der bayerische Ministerpräsident muss fürchten, dass seine Staatskanzlei-Chefin bald nicht mehr tragbar ist. Kurz nach Beginn der Sommerpause stolpert die CSU in eine Krise.

Dass alles jetzt zusammenkommt, ist kein Zufall. Es ist Ausdruck eines kulturellen Problems, das die CSU derzeit hat: Sie ist weit davon entfernt, eine volkstümliche Partei zu sein. Sie hat den Kontakt zu den Bürgern abermals abreißen lassen.

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Evolution in der Grundschule? – Unbedingt!

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Kinder hören in Grundschulen von Gottes Schöpfung, Evolution steht nicht in den Lehrplänen. Unser Autor hat den katholischen Theologen Michael Hauber gefragt: Sollte Evolution schon vor der fünften Klasse im Unterricht besprochen werden?

Von Markus C. Schulte von DrachSüddeutsche.de

SZ.de: Kinder bekommen im Religionsunterricht an Grundschulen die Schöpfungsgeschichte beigebracht. Das habe ich in einem Artikel behauptet und wurde dafür von einigen Theologinnen und Theologen kritisiert – unter anderem von Ihnen, Herr Hauber. Stimmt das denn nicht?

Michael Hauber: Es entsteht der Eindruck, es würde dort ausschließlich das sogenannte Sechs-Tage-Werk gelehrt. Schon in der Bibel gibt es aber eine zweite, etwas andere Schöpfungserzählung, die auf die Zeitangaben verzichtet. Selbst dort wird also nicht suggeriert, die Welt sei in sechs Tagen erschaffen worden. Und im Religionsunterricht geschieht das auch nicht.

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Million für Kirchentag in Leipzig: Linke will Geld lieber in Straßen und Schulen investieren

Foto: André Kempner Eine Million Euro von der Stadt Leipzig für den 100. Katholikentag? Dagegen regt sich Protest. Auch die Linke im Stadrat äußert sich kritisch zu der Finanzspritze.

Der Streit um die Finanzspritze für den Deutschen Katholikentag 2016 in Leipzig geht weiter. Nach seinem Plädoyer für die Unterstützung des Großereignisses durch die Stadt übt die Ratsfraktion der Linken massive Kritik an Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

lvz online

Es gehe nicht darum, ob Leipzig eine Minderheit nicht unterstützen solle, sondern welche Prioritäten im Rathaus gesetzt würden, argumentiert der wirtschaftspolitische Sprecher William Grosser.

„Der 100. Katholikentag ist uns willkommen, auch wenn hier überwiegend Atheisten leben, auch wenn wir hier unsere lutherisch geprägte Kultur und Geschichte pflegen und zur Wendezeit die evangelischen Kirchen voll waren. Aber Leipzig ist leider auch eine arme Stadt, die Probleme hat, ihre sozialen Pflichtaufgaben zu erfüllen“, erklärte der Linken-Stadtrat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Eine Million Euro für den Katholikentag sei eine „unverhältnismäßige Belastung für Leipzigs Stadtkasse“, so Grosser.

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Vatikan bestätigt Sanktionen gegen Opus-Dei-Bischof

Kreuz des Opus dei, Bild: wikimedia.org/PD

Der Vatikan hat am Mittwoch bestätigt, dass Rogelio Livieres Plano, Leiter des Bistums Ciudad del Este, vorerst keine Priester mehr weihen dürfe. Weitere Sanktionen gebe es derzeit nicht.

kath.net

Der Vatikan hat am Mittwoch bestätigt, dass Rogelio Livieres Plano, Leiter des Bistums Ciudad del Este, vorerst keine Priester mehr weihen dürfe. Dies teilte Vatikansprecher Federico Lombardi am Mittwoch in Rom mit. Er bestätigte damit entsprechende Berichte lateinamerikanischer Medien. Weitere Sanktionen gebe es derzeit nicht, sagte Lombardi. Der aus Argentinien stammende Livieres ist Mitglied der katholischen Gemeinschaft Opus Dei.

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Christenhass in Deutschland

Asylbewerberheim in Brandenburg: Christenhass gibt es auch in Deutschland
Foto: pro

Christen werden weltweit drangsaliert und gedemütigt – auch in deutschen Asylbewerberheimen. In manchen Fällen bleibt es bei Drohungen. In anderen werden die Flüchtlinge derart gemobbt, dass sie in ihr Heimatland zurückkehren.

pro Medienmagazin

„Mobbing ist ganz alltäglich hier“, sagt Schwester Rosemarie Götz. Die Diakonisse betreut in und um Berlin Iraner, die sich zum christlichen Glauben bekehrt haben. Viele von ihnen mussten wegen ihres Glaubens aus ihrer Heimat fliehen, weil sie dort verfolgt wurden. „Manchmal bekommen Christen auch hier keinen Fuß auf den Boden“, sagt die Neuköllnerin. Von Drohungen und Schlägen berichteten ihre Schützlinge ihr immer wieder. Christenhass – den gebe es auch in Deutschland, ist sie sich deshalb sicher. Allein schon deshalb, weil viele der Konvertiten besonders missionarisch seien und andere von ihrem Glauben zu überzeugen suchten. „Hasstiraden sind da noch das Mindeste“, berichtet sie.

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Kommunisten fühlen sich durch Christen bedroht

A view shows the Jiangbei Cathedral after a fire in Ningbo / Bild: (c) REUTERS (CHINA STRINGER NETWORK)

Die christliche Gemeinschaft in China wächst. Das ruft die Behörden auf den Plan. Während Buddhismus und Konfuzianismus offizielle Unterstützung bekommen, werden Christen und Xinjiangs Muslime zunehmend unterdrückt.

Von Marlies KastenhoferDie Presse

60 Meter hoch ragte der Turm der imposanten Sanjiang-Kirche in die Höhe. Ein markanter Punkt in den Vororten des im Südosten Chinas gelegenen Wenzhou. Zuweilen das „Jerusalem Chinas“ genannt, beherbergt die Metropole in der Provinz Zhejiang 1500 Kirchen. 15 Prozent der neun Millionen starken Bevölkerung sind Christen. Der Verwaltungsbezirk war lang für die entspannte Beziehung zwischen Kirche und Staat bekannt. Doch Ende April machten die lokalen Behörden kurzen Prozess: Nach heftigem Widerstand hunderter Gläubiger wurde das Gotteshaus dem Erdboden gleichgemacht. Insgesamt 40 Geistliche wurden verhaftet.

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Kardinal Lehmann: Zahl der Kirchenaustritte ist erschreckend hoch Kirchenaustritte

Bild: tilly

Bild: tilly

Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann hat die Zahl der Kirchenaustritte – bedingt unter anderem durch den Finanzskandal im Bistum Limburg – als erschreckend hoch bezeichnet.

evangelisch.de

Bundesweit waren es 2013 fast 180.000, nach rund 120.000 im Vorjahr. Wie der Mainzer Bischof in der Kirchenzeitung seines Bistums “Glaube und Leben” schrieb, wirkten dabei auch die zuvor bekanntgewordenen Fälle von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche nach.

Diese Zahlen müssten sehr nachdenklich machen. “Wir haben offensichtlich einen Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust erlitten, wie er selten so heftig vorkommt”, räumte Lehmann ein. Verfehlungen wie die Kostenexplosion beim Sitz des einstigen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst dürften sich so nicht wiederholen.

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Hölle, Hölle, Hölle: Fast jeden Tag soll in Deutschland ein Exorzismus stattfinden

Live-Mitschnitt eines echten Exorzismus aus dem Jahre 1971

Es gibt immer noch Menschen in Deutschland, die an den Teufel und an Dämonen glauben. Und die davon überzeugt sind, dass man von ihnen besessen sein kann. Der Journalist Marcus Wegner hat sich intensiv mit diesen Menschen und mit dem Phänomen des Exorzismus beschäftigt.

Deutschlandradio Wissen

Eigentlich klingt es eher nach Horrorfilm und Mittelalter: Exorzismus. Dabei ist es sozusagen Alltag in Deutschland. Der Journalist Marcus Wegner sagt, dass fast täglich irgendwo in Deutschland ein Exorzismus stattfindet. Menschen, die glauben, vom Teufel oder von Dämonen besessen zu sein, wenden sich an Priester, Pfarrer oder Geistheiler aus der Esoterik-Szene. Besonders häufig findet man das Phänomen bei evangelikalen Freikirchen.

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Priester: „Ich bekomme Hass-SMS von einem Dämon“

Bild: Bill Flavell, FB

Bild: Bill Flavell, FB

Ein polnischer Priester behauptet, ein Dämon schicke ihm hasserfüllte Textnachrichten auf sein Handy. Der Mann Gottes führt das auf einen missglückten Exorzismus bei einer Teenagerin zurück – und schreibt zurück.

FOCUS ONLINE

Pater Marian Rajchel aus der polnischen Stadt Jaroslaw erhält offenbar teuflische Nachrichten auf sein Mobiltelefon – und glaubt auch schon zu wissen, wer dahinter steckt: ein Dämon. Das berichtet die britische Zeitung „Mirror“.

Rajchel bringt die hasserfüllten Botschaften demnach mit einem missglückten Exorzismus bei einem jungen Mädchen in Verbindung. „Sie wird nicht aus dieser Hölle kommen. Sie gehört mir. Jeder, der für sie betet, wird sterben“, zitiert „Mirror“ aus einer der Nachrichten an den Priester.

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Blut von Johannes Paul II. kommt nach Hessen

Frei nach Da Vinci, Quelle: BadA$$Mood

Frei nach Da Vinci, Quelle: BadA$$Mood

Die Gemeinde St. Thomas Morus in Obertshausen (Kreis Offenbach) bekommt Blut vom heiliggesprochenen Papst Johannes Paul II. „Am Montag erhalten die Obertshäuser Pfarreien ein kostbares Geschenk“, schreibt Pfarrer Norbert Hofmann auf der Homepage der Gemeinde. Im Pfarramt war niemand erreichbar.

FOCUS ONLINE

Ein polnischer Pater sollte die Reliquie aus Krakau nach Hessen bringen. Um 18.00 Uhr sollte sie bei einem Dankamt in der St. Thomas-Morus-Kirche überreicht werden. Das Blut stamme aus einer Eigenblutspende des gestorbenen Papstes, schreibt die Gemeinde. Nach seinem Tod sei die Ampulle nach Polen gebracht worden, wo sie auf Leintücher getropft wurde. Auch andere Orte in Deutschland besäßen eine solche Blutreliquie.

US-Bericht: Religionsfreiheit ist „universales Gut“

us_flagge_bibel_kreuzDie amerikanische Regierung hat die Verfolgung von Gläubigen in vielen Teilen der Welt beklagt. Der Bericht zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit prangert unter anderem die Glaubensfreiheit in Nordkorea, dem Iran und Irak an.

pro Medienmagazin

Nordkorea stehe für die absolute und brutale Unterdrückung religiöser Aktivität, erklärte US-Außenminister John Kerry bei der Vorstellung des Berichts am Montag. Religiöse Minderheiten würden aus ihren Familien herausgerissen und in Arbeitslager gesperrt. „Sie werden gefangen genommen, geschlagen, gefoltert und getötet“, sagte Kerry. Schon der Besitz einer Bibel könne mit Haftstrafen belegt werden. Auch die Situation in China prangerte Kerry an. Dort würden Christen verfolgt und tibetanische Buddhisten würden schon eingesperrt, wenn sie nur ein Foto des Dalai Lama besäßen. Uigurische Moslems dürften ihre Kinder zudem nicht religiös erziehen und während des Ramadan nicht fasten. In Usbekistan gebe es vermehrt Razzien bei Versammlungen von Gläubigen, außerdem werde religiöse Literatur konfisziert und zerstört.

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Marienprozession in Palermo huldigt Mafiaboss

Bild: hiphop 'n'more

Bild: hiphop ‘n’more

Süditalienische Bruderschaften oft von der Mafia unterwandert – Papst hatte in der Mafia-Hochburg Caserta dazu aufgerufen, Kirchenfeste auf ihren religiösen Kern zu beschränken

kathweb

In Süditalien hat erneut eine kirchliche Prozession einem Mafiaboss gehuldigt. In Palermo hielt ein Umzug mit einer Marienstatute einige Minuten vor dem Bestattungsinstitut eines inhaftierten Clan-Chefs an, wie die italienische Tageszeitung “La Repubblica” am Dienstag berichtete. Vor dem Haus hätten Verwandte des Mafioso den Trägern der Madonnenstatue zwei Kinder gereicht, die das Standbild küssen sollten. Die Prozession im Stadtteil Ballaro fand demnach am Sonntag statt. Der 41 Jahre alte Alessandro D’Ambrogio gilt laut der Zeitung als einer der gefährlichsten Mafiabosse von Palermo.

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Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/63781.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Libanons Großmufti ruft zum Heiligem Krieg für Palästina auf

islam_christentumDer libanesische Großmufti, Scheich Mohammad Rashid Qabbani, hat zum Heiligen Krieg für die Befreiung Palästinas aufgerufen.

kathweb

Der libanesische Großmufti, Scheich Mohammad Rashid Qabbani, hat zum Heiligen Krieg für die Befreiung Palästinas aufgerufen. In einer Ansprache zum islamischen Opferfest «Eid al-Fitr» verurteilte Qabbani nach einem Bericht der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA am Montag die israelische Gewalt gegen die Palästinenser im Gazastreifen. Zudem kritisierte er die arabische Welt für ihre Tatenlosigkeit angesichts der jüngsten Ereignisse.

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Papst bittet Evangelikale um Vergebung für Verfolgungen

Verehrungswürdige Puppe.

Verehrungswürdige Puppe.

Franziskus bei Besuch in Caserta: “Ich bitte euch um Vergebung für jene katholischen Brüder und Schwestern, die nichts verstanden haben”

kathweb

Papst Franziskus hat evangelikale Christen und Pfingstkirchen um Vergebung für Übergriffe und Verunglimpfungen durch Katholiken gebeten. “Unter jenen, die die Mitglieder der Pfingstgemeinden verfolgt oder verurteilt haben, als ob sie Verrückte seien, die die Menschheit zerstören, waren auch Katholiken”, sagte der Papst am Montag vor rund 200 Evangelikalen im italienischen Caserta nördlich von Neapel. Franziskus fuhr fort: “Ich bin der Hirte der Katholiken und bitte euch deshalb um Vergebung für jene katholischen Brüder und Schwestern, die vom Teufel besessen waren und nichts verstanden haben”. Er sei gekommen, um “Brüder” zu treffen, die ihn seinerseits vorher besucht hätten.

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Katholiban-Kongress: Christliche Neugestaltung statt “perverser” Bildungspläne

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Unter dem Zeichen des Kreuzes will das “Forum Deutscher Katholiken” Rechte für Schwule und Lesben bekämpfen

1.000 Teilnehmer haben bei einem katholischen Treffen in Fulda gefordert, den offenen Umgang mit Homosexualität in Deutschland zurückzudrängen.

QUEER.DE

Am Wochenende haben 1.000 Teilnehmer der jährlichen Konferenz des “Forums Deutscher Katholiken” in einer Resolution gefordert, dass sich die deutsche Gesetzgebung mehr an der Bibel orientieren müsse, und dabei Mitglieder von CDU/CSU in die Pflicht genommen. In der von der Konferenz unter dem Titel “Freude am Glauben” verabschiedeten Resolution heißt es: “Das Forum Deutscher Katholiken appelliert an die Gesellschaft, sich wieder stärker Gott zuzuwenden und an den Zehn Geboten zu orientieren. Dies muss auch in der Gesetzgebung seinen Niederschlag finden. Vor allem Politiker christlicher Parteien müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden und ihr Gewissen schärfen, um nicht Etikettenschwindel zu betreiben”.

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ISIS: Christen rufen zum Krieg auf

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Gemeinsame Erklärung von Spitzenvertretern der christlichen Kirchen in Österreich: Vorgehen gegen Christen in Mosul ist “Anschlag auf die Grundlagen der Zivilisation, der Menschenwürde und der Menschenrechte”

kathweb

Die christlichen Kirchen in Österreich fordern ein internationales koordiniertes Vorgehen gegen den Terror der ISIS-Truppen (“Islamischer Staat im Irak und Syrien”) im Irak. Die österreichische Regierung sei aufgerufen, gemeinsam mit weiteren EU-Ländern bei den Vereinten Nationen für “zweckdienliche Maßnahmen” einzutreten, um den Terror zu beenden und im Irak den Aufbau eines Staatswesens zu ermöglichen, “das auf gleichen Rechten für alle Bürger, unabhängig von ihrer religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit, basiert”, heißt es in einer am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung von Spitzenvertretern der christlichen Ökumene. Weiters befürworte man Sanktionen seitens der USA und der EU, die die ISIS finanziell treffen.

Unterzeichnet wurde die Erklärung von Kardinal Christoph Schönborn, dem griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenios (Kardamakis), dem evangelisch-lutherischen Bischof Michael Bünker, dem Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Superintendent Lothar Pöll, sowie dem Präsidenten der ökumenischen Stiftung “Pro Oriente”, Johann Marte.

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Antijudaismus: Arabische Jugendliche und die Doppelmoral Deutschlands

Die Berichte vom Krieg in Gaza erreichen mich im Urlaub in Sarajevo. Auch die Berichte der Demonstrationen in Berlin und in anderen deutschen Großstädten sehe ich. Ich sehe, wie meist junge arabische Männer antijüdische Parolen rufen und lese und höre Kommentare, über den „Antisemitismus“ der arabischen Einwanderer – als seien die Araber selbst keine Semiten.

Nutzerbeitrag von SaltadorosderFreitag

Die Aufregung ist groß über diese Äußerungen, die natürlich alles andere als akzeptabel sind. Kommentatoren ziehen Vergleiche, zum Antijudaismus der Nazis, ohne das offensichtlich jemandem die Absurdität solcher Vergleiche in den Kopf kommt. Es ist ein durchaus einfacher psychologischer Abwehrreflex, jeden und alles in Deutschland zum Nazi zu erklären außer den wirklichen Nazis, die meine Generation wenigstens noch als Familienmitglieder, Lehrer und Nachbarn kennen lernen konnte. Und so wird jeder Diktator zum Hitler stilisiert und jeder, der dumme, antijüdische Äußerungen von sich gibt, zum neuen Nazi.

Ich sehe, die täglichen Angriffe der israelischen Armee auf Gaza und ich sehe und lese über die Opfer, die zum großen Teil Zivilisten sind. Unter ihnen Frauen und Kinder, die nichts mit dem Konflikt zu tun haben außer der Tatsache, am „falschen“ Ort der Welt gelebt zu haben.

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Als Deutschland 1914 in den Dschihad zog

Gott_mit_uns_1WK

Das Deutsche Kaiserreich rief mit der Türkei mehrere hundert Millionen Muslime zum “Heiligen Krieg” gegen Engländer und Franzosen auf.

Telepolis – Gerhard Piper

Am 1. August 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal. Während die großen Schlachten von Verdun bis Tannenberg in Europa hinreichend bekannt sind, wurde das Kriegsgeschehen in Nordafrika und im Nahen Osten nur im Kreis von Orientexperten aufgearbeitet. So ist kaum bekannt, dass das Deutsche Kaiserreich im Verbund mit der Türkei damals mehrere hundert Millionen Muslime zum “Heiligen Krieg” gegen Engländer und Franzosen aufrief. Der deutsche Auslandsgeheimdienst “Abteilung IIIb” und die “Nachrichtenstelle für den Orient” waren für Attentate, Sprengstoffanschläge und Umsturzversuche zuständig. Für diesen staatlichen Terrorismus ist in Deutschland nie ein Politiker, Militär oder Geheimdienstler zur Rechenschaft gezogen worden. Angesichts der heutigen terroristischen Bedrohung durch den modernen Islamismus ist dies umso fragwürdiger.

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Kongress warnt vor gottloser Gesellschaft—zurück ins Mittelalter

iamatheistZum Abschluss des diesjährigen Kongresses des Forums Deutscher Katholiken hat der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen vor einem Zurückdrängen des Christentums in Deutschland gewarnt.

kath.net

In einer Gesellschaft ohne Gott, in der Kreuze aus Klassenzimmern und Gerichtssälen verbannt würden, gerate die Welt in einen „Zustand des Unheils“, sagte der Bischof am Sonntag im Fuldaer Dom. Er rief die Katholiken dazu auf, in der säkularen Gesellschaft offensiv für christliche Werte einzutreten, etwa im Widerstand gegen eine Freigabe aktiver Sterbehilfe.

Die rund 1.000 Teilnehmer des 14. Kongresses „Freude am Glauben“ appellierten an alle Katholiken, sich weniger mit innerkirchlichen Streitthemen auseinanderzusetzen als vielmehr ihren Glauben in überzeugender Weise zu verkünden und weiterzugeben. „In einer Zeit, in der sich kulturelles Leben und Glaube immer weiter voneinander entfernen, bleiben Christen herausgefordert, erkennbar an einer christlichen Neugestaltung der Welt mitzuwirken“, heißt es in einer am Sonntag verabschiedeten Resolution.

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