Archiv der Kategorie: Katholizismus

Halloween: Sinnfreies vom Erz-Apostel

FB-Seite des  Bamberger Bishcofs Schick. Screenshot: BB

FB-Seite des Bamberger Bishcofs Schick. Screenshot: BB

Heilige wie Franziskus, Mutter Teresa von Kalkutta, Edith Stein und Kolping oder der evangelische Theologe und Märtyrer Bonhoeffer haben Bescheidenheit und Demut, Einsatz für Arme sowie Widerstand gegen Verletzung der Menschenrechte vorgelebt.

kath.net

Zu Allerheiligen ruft der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick dazu auf, die Ideale der Heiligen und anderer wichtiger Persönlichkeiten unserer Geschichte ins Bewusstsein zu bringen und die chaotischen Auswüchse von Halloween-Feiern zu verhindern. „Man kann auch feiern und Spaß haben mit einem Martinsumzug, einer Nikolausfeier oder einer Cäcilia-Lichterprozession“, sagte der Bamberger Oberhirte am Mittwoch.

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Religion: Neue Feiertage braucht das Land

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Der 31. Oktober und der 1. November nähern sich: Reformationstag und Allerheiligen sind wichtige christliche Feiertage. Doch im säkularisierten Deutschland haben sie ihre eigentliche Bedeutung längst eingebüßt. Könnte man für Ungläubige nicht andere Feiertage erfinden?

Von Arno OrzessekDeutschlandradio Kultur

“Das ‘christliche Abendland’ war einmal”, titelte kürzlich nicht etwa eine linksliberale Multikulti-Gazette… Sondern das evangelikale Magazin Idea spektrum, Hausblatt strenggläubiger Protestanten.

Dem ist schwer zu widersprechen. Nicht nur die Kirchen leeren sich notorisch – auch der Islam gehört zu Deutschland.

Ja, aber… Reformationstag, Allerheiligen, Allerseelen: Das kommende Wochenende bietet alles auf, um dem zu widersprechen. Wenn es noch einen Rückzugsort des einst allmächtigen Christentums gibt, dann ist es der Kalender.

Die christlichen Feiertage sind in Deutschland das letzte lose Bindeglieder zwischen der säkularen Gesellschaft und ihrer christlichen Vergangenheit. In der einst in der Tat eine eklatante Heiligen-Sucht herrschte. Zuerst waren Märtyrer die Favoriten. Doch schon im frühen Mittelalter verehrten die Gläubigen maßlos viele Engel, Apostel, Evangelisten, Personen des Neuen Testaments, Kirchenleute, Missionare und überhaupt auffällig gute Menschen als Heilige.

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Thementag Papst und Vatikan auf 3Sat

reptiloider Papst u.Kardinal Bild:katholisches.info

reptiloider Papst u.Kardinal
Bild:katholisches.info

Papst und Vatikan: zu Allerheiligen, dem 01. November, beleuchtet der 3sat-Thementag “Mythos Vatikan” in Dokumentationen und Spielfilmen das Leben und Wirken bedeutender katholischer Würdenträger wie Papst Franziskus, Papst Pius XII. und Papst Johannes Paul II.

SERIENHAI.de

Zu den Highlights des Thementags zählt neben dem aufwendig inszenierten Historiendrama “Die Päpstin (23.10 Uhr) nach dem Bestseller von Donna W. Cross sowie dem zweiteiligen Spielfilm “Pius XII.” (ab 20.15 Uhr) mit James Cromwell in der Titelrolle auch die Dokumentation “Kirche, Ketzer, Kurtisanen – Das Konzil von Konstanz” (19.20 Uhr), eine Erstausstrahlung in 3sat. Sie blickt zurück auf die Zeit vor genau 600 Jahren, als gleich drei Päpste den Stuhl Petri für sich beanspruchten.

Nach der Katastrophe von Avignon beginnt die Zeit der Papstkönige. Sixtus IV. will Rom zum neuen Oberhaupt der Welt machen und lässt die Sixtinische Kapelle bauen, eines der größten Heiligtümer der Christenheit, in dem bis heute das Konklave abgehalten wird. Doch der fromme Franziskaner stürzt den Vatikan in eine erbitterte Fehde gegen den mächtigen und schillernden Clan der Medici: Die Familienoberhäupter sollten durch Francesco de’ Pazzi und Girolamo Riario, einem Neffen von Papst Sixtus IV., ersetzt werden.

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Pfarrer in Triest gesteht Missbrauch und erhängt sich

missbrauch_katholIn Triest hat sich der Priester einer slowenischen Gemeinde erhängt, nachdem er den früheren Missbrauch an einer Dreizehnjährigen zugegeben hatte. Wie die Zeitung “Corriere della Sera” (Mittwoch) berichtet, tötete sich der 48-jährige Pfarrer Maks Suard am Dienstag kurz vor einem Termin mit dem Triester Bischof Giampaolo Crepaldi, der ihm seine Suspendierung aus dem pastoralen Dienst und die Weiterleitung des Vorgangs an den Vatikan mitteilen wollte.

kathweb

Am Samstag hatte ihm Suard laut Bericht den Missbrauch an dem zur Tatzeit 13-jährigen Opfer gestanden und um einige Ruhetage gebeten, um sich auf seine Amtsniederlegung vorzubereiten. Am Dienstag hätten dann Crepaldi und der Mesner den Beschuldigten erhängt in seinem Pfarrhaus aufgefunden.

Der Bischof zeigte sich laut “Corriere” bestürzt und betroffen über den Vorfall. Wann der Missbrauch geschehen sein soll, ist bisher unklar, ebenso die Identität des mutmaßlichen Opfers.

Sterbehilfe: Katholisches Sedieren bis zum bitteren Ende

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Der Münchner Kardinal und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sprach sich erneut gegen die organisierte Sterbehilfe aus. Stattdessen müsse die Palliativmedizin gestärkt werden. Ende 2015 will der Bundestag die Sterbehilfe neu regeln.

evangelisch.de

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat sein Nein zur organisierten Sterbehilfe bekräftigt. “Wir brauchen keine Anleitung zum Töten, sondern wir brauchen eine Anleitung zum menschenwürdigen Sterben”, sagte der Erzbischof von München und Freising am Mittwoch in Mühldorf am Inn. Daher müsse die Palliativmedizin gestärkt werden.

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Das linke Islam-Tabu

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Linke überlassen die Religionskritik zunehmend den Rechten – und stabilisieren ungewollt den strukturellen Rassismus

Von Christian BaronND

Linke tun sich schwer damit, den Islam zu kritisieren. Weil vor allem muslimische (Post-) Migranten in Deutschland einer massiven Diskriminierung ausgesetzt sind, entwickeln viele Linke die Neigung, jede Kritik am Islam mit noch schärferen Volten gegen den grassierenden »antimuslimischen Rassismus« zu kontern. So ist das Thema »Islam« aktuell eine Domäne der Nazis, der rechtspopulistischen Rattenfänger (Sarrazin, AfD), der reaktionären Ex-Feministinnen (Alice Schwarzer) und der neoliberalen Komiker (Dieter Nuhr). Deren »Kritik« am Islam hält den strukturellen Rassismus in Deutschland aktiv mit am Laufen.

Linke Religionskritik existiert derzeit nur in Nischendebatten, weil bislang kein Weg gefunden ist, zwischen den brüchigen Fronten der rassistischen Hassprediger und der notwendigen Kritik an machtversessenen Religionen wie dem Islam zu agieren. Warum sollte es sich widersprechen, diejenigen vor Unterdrückung zu schützen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden und sich zugleich massiv gegen die in weiten Teilen dieser Welt brutal sich auswirkenden muslimischen Glaubenssätze zu wenden? In einigen Staaten des Nahen Ostens werden Homosexuelle geköpft, scheidungswillige Frauen gesteinigt und alle Nicht-Muslime als unwertes Leben betrachtet. Alles unter plausibler Berufung auf den Koran.

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“Kirchen trugen dazu bei, dass viele nicht mehr an Gott glauben”

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Wiener Theologe Zulehner und deutsche Pastorin Heinecke formulieren Schuldbekenntnis zum Reformationsjubiläum 2017: Angestrebte Erneuerung der weströmischen Kirche wurde auch zum Anfang “einer der tiefsten Krisen des christlichen Glaubens” in Europa

kathweb

“Durch die Spaltung und gegenseitige Beschuldigungen haben beide Kirchen dazu beigetragen, dass viele Menschen nicht mehr an Gott glauben können”: Zu dieser Einsicht kommen zwei Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche – der Wiener Theologe Paul M. Zulehner und die deutsche Pastorin Irene Heinecke – im Blick auf das 2017 anstehende Reformationsjubiläum. In einem gemeinsam formulierten und im Internet veröffentlichten Schuldbekenntnis attestieren sie der Reformation, “gut gedacht und nötig” gewesen zu sein und viele Anstöße gegeben zu haben; zugleich sei sie “schon zu Beginn verstrickt in Schuld und Blutvergießen und Ausgrenzung” gewesen und habe die Verbindung zwischen Macht und Kirche “gefestigt anstatt sie aufzulösen”.

Die angestrebte Erneuerung der weströmischen Kirche sei zugleich zum Anfang “einer der tiefsten Krisen des christlichen Glaubens” geworden. Die Folge: Vor allem unter den nachdenklichen Menschen in Europa “verloren die Konfessionen und mit ihm das Christentum ihre Reputation”. Die Aufklärung als Absetzbewegung von kirchlicher Bevormundung und später der europäische Atheismus wurzeln laut Zulehner und Heinecke in der Erfahrung, dass die Kirchenspaltung auch die Gesellschaft spaltete und etwa im 30-jährigen Krieg Gewalt und Tod über den ganzen Kontinent brachte.

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Umfrage: Zwei Drittel der Amerikaner glauben an den Himmel

us_flagge_bibel_kreuzZwei Drittel der US-Amerikaner glauben einer Umfrage zufolge, dass es den Himmel im religiösen Sinne wirklich gibt.

evangelisch.de

Bei der Hölle hätten die Befragten ein wenig mehr Zweifel, berichtete das baptistische Institut “Lifeway Research” am Dienstag (Ortszeit) in Washington. 61 Prozent der US-Bürger halten demnach die Hölle für real. Besonders ausgeprägt sei dieser Glaube bei schwarzen Protestanten (86 Prozent) und bei Evangelikalen (87 Prozent).

Von den Katholiken glaubten 66 Prozent an die Existenz der Hölle und 75 Prozent an den “Himmel”, hieß es weiter. In den protestantischen Volkskirchen zeigten sich 67 Prozent überzeugt, dass es den “Himmel”  gibt, 55 Prozent glaubten an die Hölle.

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Exorzistentreffen in Rom – Papst schreibt Brief

oklahoma_teufelExorzismus steht nach den Worten des Papstes für die Liebe und Offenheit der Kirche für Menschen, die unter dem Bösen leiden.

kath.net

Exorzismus steht nach den Worten des Papstes für die Liebe und Offenheit der Kirche für Menschen, die unter dem Bösen leiden. Das schreibt er in einem Brief an die Internationale Exorzistenvereinigung, aus dem Radio Vatikan am Dienstag zitierte. Der Verband hatte am Wochenende in Rom seine erste Konferenz nach der offiziellen kirchenrechtlichen Anerkennung abgehalten. Über 300 Exorzisten aus der ganzen Welt nahmen daran teil, wie der Psychiater Valter Cascioli gegenüber Radio Vatikan erläuterte. Cascioli ist der Pressesprecher der Exorzistenvereinigung, zu der nicht nur Priester gehören.

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The Atheist Atrocities Fallacy – Hitler, Stalin & Pol Pot

Image: Richard Dawkins-Foundation

Image: Richard Dawkins-Foundation

Religious apologists, particularly those of the Christian variety, are big fans of what I have dubbed, the atheist atrocities fallacy. Christians commonly employ this fallacy to shield their egos from the harsh reality of the brutality of their own religion, by utilizing a most absurd form of the tu quoque (“you too”) fallacy, mingled with numerous other logical fallacies and historical inaccuracies.

By Michael SherlockRichard Dawkins-Foundation

Despite the fact that the atheist atrocities fallacy has already been thoroughly exposed by Hitchens and other great thinkers, it continues to circulate amongst the desperate believers of a religion in its death throes.  Should an atheist present a believer with the crimes committed by the Holy See of the Inquisition(s), the Crusaders and other faith-wielding misanthropes, they will often hear the reply; “Well, what about Stalin, Pol Pot and Hitler? They were atheists, and they killed millions!”

Given the obstinate nature of religious faith and the wilful ignorance it cultivates in the mind of the believer, I am quite certain that this article will not be the final nail in this rancid and rotting coffin.  Having said this, I do hope it will contribute to the arsenal required by those who value reason, facts and evidence, in their struggle against the fallacies perpetually flaunted by those who do not value the truth above their own egocentric delusions, delusions inspired by an unquenchable thirst for security, no matter how frighteningly false its foundation.

Before addressing the primary weaknesses of the atheist atrocities fallacy itself, I would like to attend to each of these three homicidal stooges; Stalin, Pol Pot and Hitler, who are constantly trotted out to defend a religious worldview.  I will lend Hitler the most time, as the claim that he was an atheist represents a most egregious violation of the truth.

HITLER

“Besides that, I believe one thing: there is a Lord God! And this Lord God creates the peoples.”  [1]    ~Adolf Hitler

 “We were convinced that the people need and require this faith. We have therefore undertaken the fight against the atheistic movement, and that not merely with a few theoretical declarations; we have stamped it out” [2]   ~Adolf Hitler

Hitler was a Christian.  This undeniable fact couldn’t be made any clearer than by his own confessions.  Yet, I will not merely present you with these testimonies, as damning as they happen to be on their own, but I also intend on furnishing you with a brief history of the inherent anti-Semitism of the Christian religion.  I will do so to demonstrate beyond any reasonable doubt that Hitler and his Christian Nazi Party were acting in complete concordance with traditional Christian anti-Semitism.

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Bibel TV startet deutschlandweite Plakatkampagne—Umweltverschmutzung

Das Motto der Bibel TV Plakatkampagne Foto: Bibel TV, bearb.: BB

Das Motto der Bibel TV Plakatkampagne
Foto: Bibel TV, bearb.: BB

Mit 5.000 Großflächenplakaten will der Fernsehsender für sein Programm werben. Die Botschaft lautet „Gott statt Schrott“.

pro Medienmagazin

Am 1. November startet der überkonfessionelle Fernsehsender Bibel TV mit einer deutschlandweiten Plakatkampagne mit rund 5.000 Großflächenplakaten im öffentlichen Raum. Die Aktion soll nach Angaben des Senders bis Ende Januar 2015 dauern. Mit dem Slogan „Gott statt Schrott“ macht der Sender für sein christliches Vollprogramm auf den Großflächenplakaten Werbung.

Das Motto der Kampagne soll darauf hinweisen, dass Bibel TV über ein Programmvolumen mit vielen hochwertigen Produktionen aus unterschiedlichen Genres sowie über zahlreiche Spielfilmrechte verfügt. Der Sender will so deutlich machen, dass er mehr zu bieten habe als „nur“ gute Unterhaltung. Bibel TV ist nach Auffassung der Betreiber „Fernsehen mit einer zusätzlichen ‘göttlichen‘ Dimension.“

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Der Metzger Allahs in Wien

König Abdullah, Bild: BB

König Abdullah, Bild: BB

Bei Spiegel-Online lesen wir heute, dass in Saudi-Arabien fünf Anwälte zu hohen Haftstrafen verurteilt wurden. Ihr Vergehen, kritische Kommentare zur Situation im Land auf der Kurznachrichtenplattform Twitter. Sie können von Glück sagen, dass ihnen im saudi-arabischen Barbarentum nicht der Kopf von den Schultern gehauen wird.

Doch zum Thema. Das “König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog” (KAICIID), in Wien, wurde im Herbst 2012 eröffnet und wird größtenteils von Saudi-Arabien finanziert. Man könnte schallend lachen über soviel Idiotie in den Begrifflichkeiten, interreligiöser und interkultureller Dialog. Dialog beruht auf Austausch durchaus gegensätzlicher Meinungen und da wo notwendig den Versuch eines Kompromisses, wenn denn die Positionen zu konträr scheinen. Dialog kann man in Saudi-Arabien nicht, wer nicht der Auffassung des bigotten, extremistischen Herrschers und seiner Prediger ist wird massakriert, gefoltert, ausgepeitscht, weggesperrt oder eben exekutiert. Ende des Dialogs.
Es war der politische Wille Österreichs, dem Menschenrechtsverletzer Saudi-Arabien eine Plattform zu bieten und sich selbst als Alibi für diese Menschenrechtsverletzungen anzudienen.
Vollgestopft mit Petrol-Dollars, kaufte der absolutistische Monarch aus der Wüste das Wiener Palais Sturany, dort sollen also Dialoge stattfinden. Da die Immobilie exterritorialen Status besitzt wollen wir nicht hoffen, dass im Hof gleich eine Exekutionsstätte für Andersmeinende eingerichtet wurde, denen man als Gnadenbeweis nur die Zunge abschneidet.

Zur dummen Äußerung der ehemaligen Justizministerin Österreichs, Claudia Bandion-Ortner, dass nicht jeden Freitag in Saudi-Arabien eine Hinrichtung stattfinden würde, muss man nichts weiter sagen, unter Preisgabe rechtsstaatlicher, humanistischer Positionen ist sie als Vizegeneralsekretärin des Abdullah-Zentrums dem Herrscher tief ins Rektum gekrochen.

Dialog ist Rede und Gegenrede, vielleicht sollte sich das Wüsenzentrum in Wien umbenennen, in Zentrum für interkulturelle und interreligiöse Monologe.

Vergessen wir nicht, der alte wahhabitische Stammeshäuptling hat in diesem Jahr alle anders-und un-Gläubigen, einschließlich der Atheisten und Agnostiker zu Terroristen erklärt. Mit solchen Individuen, derartig vom Gotteswahn besessen, diskutiert man nicht.

Denken wir an Hamza Kashgari, Raif Badawi und Mohammad Salama, die für ihre Meinung gemaßregelt wurden, denken wir an all jene, die den unmenschlichen Rechtssystem eines senilen Herrschers zum Opfer fielen.

Dodo Marx im Tagtraum: Katholische Kirche unverzichtbar für Wahrung von Menschlichkeit

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Kardinal Reinhard Marx, hat trotz der derzeitigen Kirchenkrise die Bedeutung der katholischen Kirche für die Bewahrung der Menschlichkeit betont.

evangelisch.de

Für das Überleben der Humanität sei die christliche Nächstenliebe fundamental wichtig, sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz am Montagabend in Aachen. Die Säkularisierungsthese, nach der die Religiosität in der modernen Gesellschaft abnehme, sei falsch. In gesellschaftlichen Debatten und wissenschaftlichen Diskussionen bildeten die Werte des christlichen Abendlandes die Basis, sagte Marx in einem Vortrag in der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen.

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Ist Gott evangelisch oder katholisch?

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Jürgen Lohmayer, Weltanschauungsbeauftrager des Bistums Würzburg, kritisiert mit seinem Angriff auf Campus für Christus im Grunde seine eigene Kirche.

Von Prof. Thomas Schirrmacherkath.net

Eigentlich dachte ich, dass nach der Unterzeichnung des Dokumentes „Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt“ durch Vatikan, Ökumenischen Rat der Kirchen und Weltweiter Evangelischer Allianz die ethischen Grundprinzipien der Mission, die hier die Weltchristenheit gegenüber Anhängern anderer Religionen vereinbart hat und die alle Kirchen einschließlich der katholischen in Deutschland am 27.-28.8.2014 auch für Deutschland adaptieren, auch für Kirchen untereinander gelten. Aber nicht nur in meinen eigenen evangelikalen Reihen finden sich immer wieder einmal Menschen, die anderen Christen gegenüber den Respekt vermissen lassen, der ja schon gegenüber Nichtchristen selbstverständlich sein sollte, sondern auch im katholischen Bereich finden sich – zum Glück immer seltener – solche Ausrutscher.

So hat der katholische Referent für Weltanschauungs-, Religions- und Sektenfragen des Bistums Würzburg, Dr. Jürgen Lohmayer, in einem von der Pressestelle des Bistums verbreiteten Interview vor den Aktivitäten von Campus für Christus in Würzburg gewarnt und diese Kritik gleich auf alle Evangelikalen ausgeweitet. Er beschwört „das Konfliktpotential kleiner Intensivgemeinschaften und sieht aufgrund seiner Erfahrung solche evangelikalen Gruppen durchaus auch kritisch“ (Text des Bistums). Dass der Bayrische Rundfunk das dann – mitbezahlt von den Verunglimpften – begierig aufgriff, wirft auch eine interessante Frage zum Verhältnis von staatlichem Rundfunk und Religionsfreiheit auf, wenn der Rundfunk so eindeutig Partei ergreift.

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Islamophobie? Wir nennen es Aufklärung!

François-Marie Arouet (Voltaire), Porträt von Nicolas de Largillière Bild: wikimedia.org/PD

Nicht die sogenannte Islamophobie ist ein Problem, sondern Sätze wie “Das hat nichts mit dem Islam zu tun”. Angesichts dessen, was derzeit im Namen dieser Religion geschieht, sind Sorgen berechtigt.

Von Oliver JegesDIE WELT

Alles hat seine guten und schlechten Seiten. Ein Wiener Schnitzel schmeckt zwar köstlich, schlägt aber auf die Figur. Mit der Erfindung des Internets bekam die Menschheit unbegrenzten Zugriff auf Informationen und Katzenvideos, nur leider wurden auch Trolle und Cyber-Mobbing mitgeliefert. Soziale Netzwerke taugen zur Verbreitung von Fashion- und Foodblogs genauso wie zum Streuen von politischer Propaganda.

Religion ist von diesem Phänomen nicht ausgenommen. Im Namen Gottes werden sowohl gute als auch weniger gute Taten vollbracht. Man denke nur an die Bibel, die Nächstenliebe gebietet, aber Sklaverei toleriert. Im Vatikan sieht es nicht anders aus. Der eine Papst arrangierte sich mit dem Nationalsozialismus, der andere förderte den Zusammenbruch des Kommunismus. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille, ob sie nun Pius XII. oder Johannes Paul II. heißen mögen.

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Geschlosseneres Auftreten katholischer Medien gefordert

Halb im Schatten (CC-by-sa-nc von Kuro Sawai)

Halb im Schatten (CC-by-sa-nc von Kuro Sawai)

Der Medienbischof rief die unterschiedlichen kirchlichen Medien dazu auf, sich besser miteinander abzustimmen. Gerade auf Bundesebene fehle es an einer gemeinsamen Linie.

evangelisch.de

Der katholische Medienbischof Gebhard Fürst hat mehr Abstimmung unter den katholischen Medien angemahnt. Bislang arbeiteten die unterschiedlichen Print-, TV-, Hörfunk- und Online-Medien in jedem Bistum zu abgeschottet voneinander, sagte Fürst am Montag zum Auftakt des Katholischen Medienkongresses in Bonn. Wenn aber ein Bischofssitz zu teuer werde und der Vorgang intransparent bleibe, treffe dies alle Bistümer, weil überall die Kirchenmitglieder austreten. In einem solchen Fall müsse die katholische Kirche auch über die eigenen Medien geschlossener auftreten.

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“Der Teufel ist ein kristallklarer Theologe”

Katholiban "Großstadt-Mission" in elf Städten Europas

Die römische Weltkirche muss sich entscheiden zwischen Jesus und einem Zwangssystem des Wahrheitsbesitzes. Nachbetrachtungen zur jüngsten Bischofssynode

Von Peter BürgerTELEPOLIS

Auf dem Globus explodiert die Gewalt an allen Enden. Die Politik der Mächtigen zeugt von einem vollständigen Wirklichkeitsverlust, auch wenn die Medien in ihrer Berichterstattung entlang einiger “ausgewählter” Themenschauplätze so tun, als ginge alles irgendwie noch rational vonstatten. Derweil stehen in der römisch-katholischen Weltkirche ganz oben auf der Tagesordnung Fragen, deren Klärung vor einem halben Jahrhundert versäumt bzw. sabotiert worden ist. Man debattiert etwa darüber, ob geschiedene Kirchenmitglieder nach einer erneuten Heirat weiterhin vom Abendmahl ausgeschlossen bleiben oder in welcher Tonart sich “die Kirche” zukünftig zur Homosexualität äußern soll. Angesichts solcher hausgemachten Problemlagen, Prioritäten und Dramatiken ist für Fernstehende klar, dass auch die verfasste Kirche, die sich als “Lehrerin des Erdkreises” versteht, an einem vollständigen Wirklichkeitsverlust leidet.

Aus binnenkirchlicher Perspektive stellen sich die Dinge freilich etwas anders dar. Die jüngste Bischofssynode in Rom sollte nach Jahrzehnten voller autoritärer Bevormundung und Denkverbote zeigen, dass wieder offen diskutiert werden kann. Nicht wenige erhofften sich, nach dem so verheißungsvollen letzten Konklave (Franziskus auf dem Stuhl Petri) werde es jetzt endlich auch spürbar zu Bewegungen und Veränderungen kommen. Hierfür haben sich einige Synodenväter, darunter namentlich auch Kardinäle aus dem deutschsprachigen Raum, redlich abgemüht.

Das heillos festgefahrene Lehrgebäude mit all seinen Ausweglosigkeiten sollte freilich unangetastet bleiben. Gedacht war an pastorales Wohlwollen und “Vorschläge zur Güte”. Dieses Signal – immerhin – kam in einem Zwischenbericht auch zur Geltung.

Eine Sperrminderheit mit mächtigen Wortführern aus der Kurie sorgte dafür, dass davon – bezogen auf die zentralen Streitfragen – im Abschlussdokument rein gar nichts übrig blieb: Über die wiederverheirateten Geschiedenen wollen die unverheirateten Bischöfe noch weiter nachdenken. Für homosexuell Liebende bleibt die anmaßende, unverschämte und heuchlerische Mitleidsformel der Ratzinger-Ära in Kraft. Auch “Humanae vitae”, im Leutemund “Pillenenzyklika” genannt, wird ausdrücklich zur Wiederentdeckung empfohlen.

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Päpstlicher Kreationisten-Müll

TheCreation_399Die Ergebnisse der Evolutionsforschung widersprechen nach den Worten von Papst Franziskus nicht dem Glauben an einen Schöpfergott. Vielmehr setzten die Evolution wie auch die Urknall-Theorie die Existenz eines Schöpfers voraus, sagte Franziskus am Montag im Vatikan. “Er hat die Wesen geschaffen, und hat sie sich nach den inneren Gesetzen entwickeln lassen, die Er jedem von ihnen gegeben hat, damit sie sich weiterformen, damit sie ihre eigentliche Fülle erreichen können.”

kathweb

Im laufenden und im kommenden Wintersemester stellen Wissenschaftler aus Deutschland, Italien und der Schweiz Repräsentanten der “Gegenreformation” vor. Unter ihnen sind Kaiser Karl V. (1500-1558) und Jesuiten-Gründer Ignatius von Loyola (1491-1556). Die Zeit der Reformation sei nicht nur eine “dunkle Epoche des Konfessionenhasses” gewesen, sondern auch “eine Blütezeit, die das philosophische und theologische Denken außerordentlich befruchtet”, so die Guardini-Stiftung. Zudem würden die Fernwirkungen damaliger Vorstellungen katholischer und evangelischer Identität bis zur Gegenwart beleuchtet.

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Hannelore Krafts Vergottung

Foto: dpa/Federico Gambarini Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD).

Ohne Martin Luthers Begriff des Gewissens sei die freiheitliche Demokratie undenkbar, sagte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin. Die Kirche habe nach wie vor eine zentrale Funktion bei gesellschaftlichen Debatten.

evangelisch.de

Das 500. Jubiläum der Reformation im Jahr 2017 darf nach Ansicht der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) nicht nur eine Gedenk- und Erinnerungsfeier sein. Das Datum sei auch eine Gelegenheit, sich auf wichtige Erkenntnisse zu besinnen und diese zu diskutieren, sagte Kraft in einer Sendung der Andachtsreihe “Kirche im WDR”, die am Montag ausgestrahlt wurde. “Reformation hat ja die Welt verändert, das Denken und das Handeln”, fügte die Düsseldorfer Regierungschefin hinzu. So sei freiheitliche Demokratie undenkbar ohne Martin Luthers Begriff des Gewissens.

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Spott über Gott

We-Want-IslamDer Kabarettist Dieter Nuhr wird angezeigt, weil er sich über den Islam lustig macht. Doch der Koran steht genauso wenig über dem Grundgesetz wie die Bibel. In einer Demokratie müssen Gläubige Spott über ihre Religion aushalten.

Von Heribert PrantlSüddeutsche.de

Der Kabarettist Dieter Nuhr ist angezeigt worden, weil er über eine Religion, nämlich über den Islam, gespottet hat. Darf er das nicht? Man erinnert sich an die weltweite Erregung, an die wütenden und gewalttätigen Proteste, die vor ein paar Jahren die Mohammed-Karikaturen ausgelöst haben. Natürlich darf der Kabarettist spotten; er darf spotten, selbst wenn er es plumper täte, als er es tut. Der Spott gehört zum Kabarett; der Spott gehört zur Aufklärung; der Spott – auch über eine Religion, über ihre Führer und Heiligen – ist Teil der Meinungsfreiheit, also ein Grundrecht.

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