Archiv der Kategorie: Protestantismus

Studie: Finanzreform der evangelischen Kirche mangelhaft

Bild: tilly

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Laut dem Ökonomen Daniel Wolf wird es auch in Zukunft Probleme bei Transparenz und Vergleichbarkeit des Kirchenvermögens geben. Ein realistischer Einblick in die Finanzen sei nach wie vor nicht möglich.

evangelisch.de

Trotz einer Reform des Finanzwesens in der evangelischen Kirche wird es weiter Mängel bei Transparenz und Vergleichbarkeit des Kirchenvermögens geben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Neu-Ulmer Wirtschaftsprüfers Daniel Wolf. Er hat jüngst eine Doktorarbeit über die Einführung neuer Bilanzvorschriften in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veröffentlicht. Darin kommt der Ökonom zu dem Schluss, dass das Vermögen der Landeskirchen auch nach der Reform “definitiv nicht miteinander vergleichbar sein wird”, sagte Wolf dem Evangelischen Pressedienst (epd). “Ein wesentliches Ziel der Reform wurde somit nicht erreicht.”

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Margot Käßmann: „Toleranz heißt, Differenzen auszuhalten“

Margot-KässmannWie toleranzfähig können Religionen sein? Warum gibt es Gewalt im Namen von Religionen? Was tun gegen Fundamentalismus? Über diese und weitere komplexe Fragen diskutierten am Dienstagabend mit der evangelischen Theologin Margot Käßmann, dem Ägyptologen Jan Assmann und dem Gesprächsleiter Reinhold Mokrosch gleich drei Professoren von Rang und Namen. Kein Wunder, dass kein einziger Stuhl in der Osnabrückhalle frei blieb.

Von Melanie Heike SchmidtOsnabrücker Zeitung

Die Gründe, warum sich gut 700 interessierte Gäste zum Osnabrücker Friedensgespräch „Die Toleranzfähigkeit der Religionen“ am Dienstagabend durch den nasskalten Wind in die Osnabrückhalle direkt neben dem Schloss gekämpft haben, waren vermutlich mindestens so vielgestaltig wie die Diskussion selbst. Zum einen zogen die hochkarätigen Gäste: „Einmal Margot Käßmann live sehen, das wünsche ich mir schon lange“, gab eine ältere Dame mit Blick auf den vollen Büchertisch mit Werken der bundesweit berühmten evangelischen Theologin und ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden unumwunden zu. Ähnlich gespannt waren viele auf den zweiten Gast, der Ägyptologe Professor Jan Assmann von der Universität Heidelberg/Konstanz. Der Religions- und Kulturwissenschaftler hatte mit seinen Thesen zu monotheistischen Religionen und deren Gewaltpotenzial schon zuvor für Aufsehen gesorgt.

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Bremen will Bestattungsrecht lockern

Themenbild. SRF

Die Bremische Bürgerschaft will am heutigen Mittwoch über ein Gesetz beschließen, nach dem in Bremen erstmals in Deutschland die Asche Verstorbener auch auf privaten Grundstücken verstreut werden darf.

evangelisch.de

Wird der Entwurf angenommen, würde das kleinste Bundesland eine Vorreiterrolle bei der Lockerung des Friedhofszwanges und des Bestattungsrechts in Deutschland übernehmen.

Allerdings muss der ausdrückliche Wille des Verstorbenen schriftlich und beglaubigt festgehalten sein. Außerdem soll eine Person zur “Totenfürsorge” benannt werden, die darüber wacht, ob die wunschgemäße Bestattung auch tatsächlich eingehalten wird.

„Bildungsplan-Gegner spielen mit Ängsten“

Die Demo gegen „sexuelle Vielfalt” im Schulunterricht war am Sonntag gut besucht Foto: Sobel Karolina / Facebook-Seite „Demo für alle”

Das Kultusministerium Baden-Württembergs hat den Gegnern des Bildungsplans Angstmacherei vorgeworfen. Am Wochenende hatten tausende Aktivisten in Stuttgart gegen den Plan demonstriert. Auch der Philologenverband fand deutliche Worte.

pro Medienmagazin

Das Ministerium bezeichete die Behauptungen auf der „Demo für alle“ am Sonntag als „falsch und absichtlich irreführend“. Parolen einer „Sexualisierung der Schule“ oder der „Zerstörung der Familie“ durch den Bildungsplan gingen vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. „Die Initiatoren spielen bewusst mit den Ängsten von Eltern, um ihrer Ideologie zu entsprechen und ihre Anhänger anzuheizen“, erklärte ein Sprecher. Der Wert von Ehe und Familie sei einer der Grundpfeiler des Bildungsplans. Kritiker sollten sich im Internet informieren, wo die Erarbeitung der Pläne durch Pädagogen nachvollziehbar sei.

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Sie sollte eine keusche, hörige Tochter werden

Themenbild

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Ein Tabubruch: Sie wollte nicht zwangsverheiratet werden und kehrte einer Parallelgesellschaft den Rücken. Seit Jahren hat Aliyah keinen Kontakt mehr zu ihrer muslimischen Familie.

Von Güner BalciDIE WELT

Heute schicke ich Aliyah ein paar Fotos von ihren besten Freundinnen. Es ist ungewiss, ob sie sie jemals wieder treffen wird. Seit zwei Jahren hat Aliyah keinen Kontakt mehr zu ihrem alten Leben. Damals, als ich sie an einem geheimen Treffpunkt abholte und zum Flughafen fuhr, immer auf der Hut, ob uns auch niemand von ihrer Familie oder ihren Bekannten sehen würde, wussten wir beide nicht, wohin die Reise gehen würde. Ich weiß noch, wie sie unsicher im Auto saß, den Kopf gesenkt, die Hände ineinander gepresst. Einige Wochen zuvor hatte sie angerufen und mir mitgeteilt, dass sie nun doch flüchten würde, vor ihrer Familie. Sie wusste, dass ich ihr helfen würde, wir hatten schon einmal darüber gesprochen, vor Jahren hatte ich ihr meine Hilfe zugesagt.

Aliyah ist geflohen, weil sie weder den, von ihrer Mutter für sie auserwählten Cousin, noch einen anderen kurdischen Mann, der ihren Eltern gepasst hätte, heiraten wollte. Sie hat sich in einen jungen Griechen verliebt. Mit ihm wollte sie zusammenleben. Doch weil ihre Familie diese Beziehung niemals akzeptiert hätte, mussten sie beide untertauchen. Andere Menschen und ich haben ihnen dabei geholfen. Heimlich. Sie leben heute an einem geheimen Ort. Doch nicht nur die beiden, auch Dimis Eltern mussten alles aufgeben und in einen anderen Ort ziehen. Auch sie wurden bedroht.

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“Linke”-Chef Riexinger: Kirche an ihrem Verhalten messen

Bernd Riexinger, Bild:FB

Bernd Riexinger, Bild:FB

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, hat die Kirchen zu mehr Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit aufgerufen.

evangelisch.de

“Ich würde erwarten, dass engagierte Kirchenleute Partei ergreifen für die Schwächeren in der Gesellschaft. Über Theologie kann man trefflich streiten, aber das Verhalten in der Gesellschaft wäre für mich ein wesentlicher Maßstab für die Beurteilung der Kirchen”, sagte der Politiker am Montagabend in der Evangelischen Akademie Bad Boll. Widerspruch erntete der “Linke”-Chef vom württembergischen evangelische Landesbischof Frank Otfried July.

July verwies auf zahlreiche diakonische Projekte und mahnte den Parteichef: “Ich würde mir wünschen, dass Sie die Kirchen nicht nur selektiv wahrnehmen.” Auf Riexingers Forderung nach einer strikten Trennung von Staat und Kirche und einer Abschaffung der Kirchensteuer antwortete der Landesbischof, der Parteivorsitzende sei “etwas ideologieverhaftet”: Schließlich gehörten in Baden-Württemberg rund 80 Prozent der Bevölkerung einer christlichen Kirche an. Zudem leisteten die Kirchen entscheidende Beiträge für das Zusammenleben der Gesellschaft.

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Verfahren Diakonie gegen Porno-drehende Erzieherin erneut vor Gericht

justiz_grossDer Rechtsstreit zwischen der Diakonie Neuendettelsau und einer wegen Pornofilm-Drehs fristlos entlassenen Erzieherin wird an diesem Mittwoch fortgesetzt.

evangelisch.de

Vor dem Arbeitsgericht Augsburg findet in der Außenstelle Donauwörth ein sogenannter Kammertermin statt. Ob es bei der Verhandlung zu einem Vergleich oder Urteil kommt, ist noch unklar. Die geschasste Erzieherin wird ihrem Anwalt zufolge selbst an der Verhandlung teilnehmen.

Die 38-jährige Erzieherin wurde von der Diakonie entlassen, weil sie in ihrer Freizeit unter anderem in Pornofilmen mitgespielt und die dann im Internet veröffentlicht hat. Die Frau pocht nicht mehr auf Wiedereinstellung, sondern fordert nun eine Abfindung. Das Sozialwerk will aber auf keinen Fall zahlen. Ein Gütetermin vor dem Arbeitsgericht scheiterte am 2. Juli.

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Bildung: An die Stelle der Katholiken sind die Muslime getreten

Lehrerpult © flickr.com, Corey Leopold, CC 2.0

Der Mythos vom Bildungsarmut des katholischen Arbeitermädchens vom Lande ist entlarvt. Tatsächlich bedingen soziale Unterschiede den Bildungserfolg, nicht die Religionszugehörigkeit. Dennoch verkaufen sich Bücher über die „Bildungsunwilligkeit“ von Muslimen gut – zu Unrecht!

Von Dr. Marcel HelbigMiGAZIN

Zu den bekanntesten Kunstfiguren der deutschen Bildungsforschung gehört das „katholische Arbeitermädchen vom Lande“. Religion, soziale Herkunft, Geschlecht und Region – diese Faktoren waren nach Analysen von Hansgert Peisert und Ralf Dahrendorf in den 1960er Jahren entscheidend für eine Benachteiligung im Bildungssystem. Heute spricht die Forschung nicht mehr von einem katholischen Bildungsdefizit. An die Stelle der Katholiken sind aber aus Sicht einiger Autoren die Muslime getreten.

Religionszugehörigkeit hat eine lange Tradition in der sozialwissenschaftlichen Forschung als Einflussfaktor für Bildungserfolg. Für Deutschland existieren bisher aber keine Analysen auf Basis großer Datensätze, die sich auf die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Abhängigkeit von der Religionszugehörigkeit ihrer Familie beziehen. In einer gerade erschienenen Studie widmen wir uns dem Thema religionsbedingter Bildungschancen von Schülerinnen und Schülern im Vergleich zur Situation der 1960er Jahre. Ferner nimmt unsere Studie auch religionsbedingte Bildungsunterschiede in 19 europäischen Ländern in den Blick. Insgesamt greifen wir bei unseren Analysen auf Daten von fast 400.000 Kindern und Jugendlichen aus fünf Datensätzen zurück.

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Philologenverband warnt vor «Pornografisierung» der Schule

20140405_demofueralle_stuttgart_Bildungsplan_2014-567x410«Lederpeitschen und Fetische wie Windeln, Lack und Latex» als Lehrplangegenstände – Im «Focus» übte der Vorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg scharfe Kritik an Plänen einiger Bundesländer zur Sexualpädagogik.

kath.net

Der Vorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg, Bernd Saur, hat vor einer «Pornografisierung» der Schule gewarnt. In einem Namensbeitrag für das Magazin «Focus» übte Sauer scharfe Kritik an Plänen einiger Bundesländer zur Sexualpädagogik. Es sei unsäglich, «was Gender-Sexualpädagogen, neoemanzipatorische Sexualforscher und andere postmoderne Entgrenzer» in den Unterricht einbringen wollten. Für Zehn- bis Vierzehnjährige – nach dem Gesetz also Kinder – sei die Sexualität ein hoch sensibler, zutiefst privater und mit einer natürlichen Schamgrenze geschützter Bereich, betonte Saur.

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Gotteswahn—„ProChrist“: Gott und Glauben zum Gespräch machen

ProChrist

Im kommenden Herbst startet „ProChrist“ mit seinem neuen Konzept. Christliche Gemeinden an bis zu 400 Orten in Europa können in einem Jahr Gastgeber für „ProChrist Live 2015“ werden. 170 Redner stehen dafür bereit.

pro Medienmagazin

Gemeinden, die sich an „ProChrist Live 2015“ beteiligen, können nun für den Aktionszeitraum im Herbst kommendes Jahr einen Redner buchen. Michael Klitzke, „ProChrist“-Geschäftsführer, empfiehlt den Gemeinden ein Jahr Vorbereitungszeit sowie sich bald für einen Redner anzumelden. „Je schneller Sie sind, aus desto mehr Rednern können Sie noch auswählen“, sagte Klitzke gegenüber pro.

Mittlerweile stehen 170 Redner für die „ProChrist Live“-Veranstaltungen vor Ort zur Verfügung. Im März waren es noch 120. Derzeit gibt es circa 50 Anmeldungen. Für den Aktionszeitraum vom 3. Oktober bis 14. November 2015 kann eine Gemeinde eine fünf- bis siebentätige Veranstaltung über ProChrist buchen, deutschland- und europaweit.

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The “Bible Belt” is the Porn Belt: Surprised?

Image: Why I still talk to Jesus-Inspite of everything

Smut in Jesusland: “The honest truth is that we all have our failings, Christian or not, liberal or conservative. None of us live up to our best intentions or deepest values. What’s shameful is not the fact that people find sex arousing and seek it out, even when they feel compelled to do so on the sneak. The problem is hypocrisy and the way that it distorts public policies and parenting, causing real harm to real people. For over a decade, conservatives forced abstinence-only education on young people, insisting that hormone-ravaged teens could ‘just say no’ when they themselves can’t.”

By Valerie TaricoWhy I still talk to Jesus-In spite of everything/FrankSchaeffer

studies consistently demonstrate that people in [red-state] conservative religious [regions] search for adult materials online far more often than people in blue states.

Ever since Freud first started publishing his theories, psychologists have had a fascination with what he called “defense mechanisms“:

  • Denial means simply refusing to acknowledge that some event or pattern is real.
  • Repression involves pushing uncomfortable thoughts and feelings to the far recesses of the subconscious mind.
  • Reaction formation is saying or doing the opposite of what you really want but won’t allow yourself to express.
  • Projection means assuming that others share the impulses, feelings, and vices that you find unacceptable in yourself…

In October, two Toronto researchers, Cara MacInnis and Gordon Hodson, published a study in which they used Google Trends to analyze porn searches. Individual search records are protected by privacy laws, but it is possible to compare the popularity of search terms across various regions or states, which is what they did.

Specifically, MacInnis and Hodson linked state level information from Gallup polls asking about religious and political attitudes together with a variety of sex and porn-related search terms… their findings are Gallup polls in keeping with information from other sources: Business professor Benjamin Edelman at Harvard found that states with more traditional views of sex and gender have higher rates of paid porn subscriptions—meaning people who are willing to put porn on a credit card…

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Kirchliche Crowdfunding-Plattform online

Bild: tilly

Bild: tilly

Hauptquelle der Kirchen zur Finanzierung von Projekten ist die Kirchensteuer. Nun bemüht sich eine Landeskirche der EKD erstmals um eine Alternative.

pro Medienmagazin

Unter der Namen „evangelisch-bildungsstark“ haben die Evangelische Schulstiftung und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) am Freitag die erste Crowdfundig-Plattform

www.evangelisch-bildungsstark.de für christliche Bildungsprojekte in Deutschland gestartet. Mittels der Internetseite sollen auf digitalem Wege Projekte im Bildungsbereich durch Mikro-Beträge von Freunden, Förderern, Stiftungen, Unternehmen und anderen Interessierten finanziert werden. Die Spendenplattform ist offen für alle gemeinnützigen evangelischen Bildungsprojekte.

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Schwule Kinder und die Versprechen des Priester-Vaters—Bullshistic

Bild: Huffington Post

Manchmal frage ich mich, ob meine Kinder einmal schwul werden.
Keine Ahnung, ob es anderen Eltern ebenso geht. Aber ich denke doch relativ häufig über diese Möglichkeit nach.
Vielleicht liegt es daran, dass viele Menschen in meinem Familien- und Freundeskreis schwul sind. Homosexualität ist Teil meiner Gene und meines Umfelds.

 

Von John PavlovitzThe Huffington Post

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich als Pfarrer um Schüler kümmere und hier in den USA immer wieder Horrorgeschichten höre und erlebe, wenn offen oder heimlich homosexuelle Kinder ein Mitglied der Kirche werden möchten.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich als Christ mit vielen Leuten zu tun habe, die Homosexualität als das Widerwärtigste überhaupt empfinden und ihre Meinung bei jeder nur denkbaren Gelegenheit kundtun.

Wie dem auch sei: Ich denke häufig über die sexuelle Orientierung meiner Kinder nach. Und deswegen möchte ich, als Pfarrer und als Vater, Ihnen und meinen beiden Kindern gegenüber einige Versprechen ablegen…

1. Falls meine Kinder schwul werden, sollen es alle erfahren.

Meine Kinder werden ganz gewiss nicht unser bestgehütetes Familiengeheimnis.

Ich werde es nicht vermeiden, sie in Gesprächen mit anderen Menschen zu erwähnen. Ich werde keine Codesprache oder vage Ausdrücke verwenden. Ich werde niemandem diesbezüglich etwas vormachen und auch keine Rücksicht darauf nehmen, ob mein Gesprächspartner schon älter ist, an diesem Thema Anstoß nimmt oder es ihm unangenehm ist. Kind zu sein ist an sich schon schwer genug und viele homosexuelle Kinder fühlen sich ihr ganzes Leben lang furchtbar unangenehm. Ich werde meine Kinder keinem unnötigen Druck aussetzen, nur damit ein Cousin dritten Grades mit fehlgeleiteten Aggressionen es an Thanksgiving ein bisschen einfacher hat.

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Schneider nimmt evangelikale Fundis in Schutz

Bild: ARD

Bild: ARD

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat evangelikale Christen vor Kritik in Schutz genommen, zugleich aber auf bedenkliche Tendenzen in den Gruppierungen verwiesen.

evangelisch.de

“Wer undifferenziert von den Evangelikalen spricht, tut ihnen Unrecht”, sagte er dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. Zweifellos gebe es aber Menschen, für die ein geschlossenes Weltbild attraktiv sei.

“Es gibt eine Faszination einer vereinfachenden Schwarz-Weiß-Sicht”, ergänzte Schneider. Da die Welt unübersichtlicher geworden sei, würden die Menschen unsicher. Dadurch entstehe der Reflex: “Nun soll mir mal jemand sagen, was richtig und was falsch ist.” Die Zahl der evangelikal orientierten Christen in Deutschland wird auf rund 1,3 Millionen geschätzt. Dachverband der Gruppierungen ist die Evangelische Allianz.

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Religiotie: Protest gegen Bildungsplan in Baden-Württemberg

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Themenbild, Demo in Stuttgart

Mehr als 1.200 Menschen haben am Sonntag in Stuttgart gegen den baden-württembergischen Bildungsplan protestiert.

evangelisch.de

Es war die vierte Demonstration gegen das Vorhaben der grün-roten Landesregierung, die im neuen Bildungsplan unter anderem für die “Akzeptanz sexueller Vielfalt” werben will. An zwei Gegendemonstrationen beteiligten sich nach Polizeiangaben insgesamt rund 200 Menschen.

Dem neuen Bildungsplan zufolge sollen Themen wie Homosexualität, Bi- und Transsexualität künftig in der Schule intensiver und fächerübergreifend behandelt werden. Der Bildungsplanentwurf wurde nach den ersten Protesten bereits überarbeitet, hält dabei aber an den Grundprinzipien fest. Der Plan soll 2016 umgesetzt werden.

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TX judge responds to complaints about Bible reading in court by hosting prayer breakfast

Justice Wayne Mack (Montgomery County website)

A Texas judge, under fire for opening court proceedings with a Bible reading followed by a prayer, has scheduled a prayer breakfast next week where he claims he will address the issue.

By Tom BoggioniRaw Story

According to the Friendly Atheist, Texas Justice of the Peace Wayne Mack was criticized for beginning a courtroom session with a 5-minute-long Bible reading by a local pastor followed by a formal prayer that left some courtroom attendees uncomfortable.

In a letter (pdf) sent to Mack from the Freedom from Religion Foundation, the group said that a person in court that day claimed Mack began court by telling the assembled courtroom visitors, “We are going to say a prayer. If any of you are offended by that you can leave into the hallway and your case will not be affected.”

The complainant added, “I felt that the Judge was watching for reactions from the courtroom; bowed heads, indifference, etc. I definitely felt that our cases would be affected by our reactions [to the bible reading]. Once the Bible reading was over we were then asked to bow our heads to pray. I was very uncomfortable and certainly felt that I was being coerced into following this ritual and that the outcome of my case depended upon my body language.”

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Der Kirchgang ist kein Glücksfaktor

Bild: heise.de

Theologe sieht keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Glaube und Glück

kath.net

Die Deutschen sind dort am glücklichsten, wo der Gottesdienstbesuch statistisch betrachtet am geringsten ist. Das ergibt ein Vergleich des aktuellen „Deutschen Glücksatlas“ und der jüngsten EKD-Statistik. Der Glücksatlas wurde von der Deutschen Post in Auftrag gegeben. Danach liegt der deutschlandweite durchschnittliche Glücksindex derzeit bei 7,0 – und damit etwa auf gleicher Höhe, wie in den Vorjahren. Am glücklichsten sind die Norddeutschen. An der Spitze rangiert mit einem Index von 7,30 Schleswig-Holstein, gefolgt von Hamburg mit 7,18 und Niedersachsen mit 7,15. Gerade in dNorddeutscheniesen Bundesländern ist der durchschnittliche Gottesdienstbesuch am geringsten. In der Nordkirche gehen 2,5 Prozent der Kirchenmitglieder an einem normalen Sonntag in die Kirche; nur in Bremen und Oldenburg sind es mit jeweils 2,4 Prozent noch weniger. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Gottesdienstbesuch in der EKD-Mitgliedskirchen liegt bei 3,6 Prozent. Am höchsten ist er mit 6,8 Prozent in der sächsischen Landeskirche. Aber in dieser Region gehören die Bürger mit einem Glücksindex von 6,76 zu den Unzufriedensten. Nur in Thüringen (6,71), Mecklenburg-Vorpommern (6,67), Sachsen-Anhalt (6,64) und Brandenburg (6,60) ist die Lebenszufriedenheit noch geringer. In den östlichen Bundesländern gehören lediglich 15 Prozent der Bevölkerung einer Kirche an.

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Geburt der Gegenwart: Alles im Fluss

Achim Landwehr Geburt der Gegenwart  Verlag: S. Fischer, Frankfurt M. 2014 ISBN: 9783100448187 24,99 €

Achim Landwehr
Geburt der Gegenwart
Verlag: S. Fischer, Frankfurt M. 2014
ISBN: 9783100448187
24,99 €

Der “Kriegs- Mord- und Todt- Jammer- und Noth-Calender” des thüringischen Pfarrers Abraham Seidel (gest. 1680) erfreute sich lange Zeit enormer Beliebtheit. Mehr als 170 Jahre lang, von 1678 bis 1849, fand das Werk Absatz. Das Besondere an ihm war, dass es nicht nur die übliche Auffassung bediente, wonach die menschliche Zivilisation seit den Zeiten des himmlischen Paradieses permanent im Abstieg begriffen sei und unausweichlich aufs Verderben zusteuere. Sondern es stellte auch zeitgenössische politische Ereignisse in den Fokus und wandte den Blick somit der Gegenwart zu.

Von Martin SchneiderSpektrum.de

Der “Calender” markierte damit einen Paradigmenwechsel, wie der Historiker Achim Landwehr im vorliegenden Buch beschreibt. Im 17. Jahrhundert löste man sich langsam von der christlichen Heilsgeschichte, wonach die ferne Vergangenheit eine goldene gewesen sei, während sich nun ein steter Niedergang vollziehe und Gott für die Zukunft den Weltuntergang und das Jüngste Gericht vorherbestimmt habe. Die Reflexion der Gegenwart hatte in diesem Zeitschema fast keinen Platz gehabt – nun jedoch, in der Neuzeit, änderte sich die Situation. Man hatte blutige Konfessions- und Bürgerkriege überstanden, ebenso Wirtschaftskrisen, Klimaverschlechterungen und verheerende Seuchen. Sogar die Türkengefahr und die Pest, zuvor als göttliche Strafgerichte sowie als Aufruf zu Buße und Umkehr gedeutet, wusste man gegen Ende des 17. Jahrhunderts hinter sich. Es stimmte offenkundig nicht, dass alles immer schlechter wird, und auch die Apokalypse ließ trotz vieler Ankündigungen auf sich warten. Somit richtete sich die Aufmerksamkeit der Menschen verstärkt auf das Jetzt.

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hr2-kultur: Wir missionieren und nennen es Bibel-Kunst

Ab Sonntag befasst sich hr2-kultur mit der Bibel als Inspiration für die Kunst Foto: Mele Avery, fotolia

Wenige Bücher haben die Kunst so stark inspiriert wie die Bibel. Wie sehr das auch für zeitgenössische Autoren gilt, zeigt eine Hörspielreihe von hr2-kultur, die am Sonntag startet.

pro Medienmagazin

Ob Malerei, Musik oder Literatur: Wenige Bücher haben die Kunst in vergleichbarer Weise inspiriert wie die Bibel. Jenseits religiöser Bindungen hat dazu auch der große erzählerische Reichtum beigetragen. Die epischen Erzählungen des Alten Testaments stehen neben knappen, an konkrete Poesie erinnernde Listen und Aufzählungen, die Lyrik der Psalmen neben den kurzen Wundergeschichten, den Gleichnissen und Korrespondenzen des Neuen Testaments. Insbesondere dieser literarische Formenreichtum hat das große Bibelprojekt des Hörspiels in hr2-kultur angeregt.

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Billy Graham: America ‘Just As Wicked As Sodom And Gomorrah Ever Were’

Billy Graham, Image: Liberaland.com

Rev. Billy Graham made his comments in an article in his organization’s Decision magazine.

Liberaland

“Even though America is just as wicked as Sodom and Gomorrah ever were, and as deserving of the judgment of God, God would spare us if we were earnestly praying, with hearts that had been cleansed and washed by the blood of Christ…

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