Archiv der Kategorie: Protestantismus

Grüner Pädo-Sex aus christlicher Sicht

Bild: WAZ

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Die Grünen stigmatisierten Andersdenkende (etwa Christen beim Thema Homosexualität), träten selbst als „Gesinnungswart“ auf, aber wollen jetzt den eigenen „Pädosex-Skandal“ mit einem „Sorry – heute sehen wir es auch anders“ beiseite wischen

kath.net

Nach CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt haben jetzt auch theologisch konservative Kreise personelle Konsequenzen aus der Pädophilen-Affäre bei den Grünen in den achtziger Jahren gefordert. Sie reagierten damit auf Veröffentlichungen, wonach es in der Partei Kräfte gab, die für die Legalisierung von Sex mit Kindern eintraten. 1985 hatte ein Parteitagsbeschluss in Nordrhein-Westfalen Straffreiheit für jede Form von „gewaltfreien“ Sex – auch jener zwischen Kindern und Erwachsenen – gefordert. Laut Dobrindt hatten Unterstützer von Päderastie und Kindesmissbrauch „lange Jahre eine politische Heimat“ bei den Grünen.

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Pfadfinder erlauben homosexuelle Jugendliche

Bild: t-online.de

Monatelang rangen die Pfadfinder um eine Entscheidung: Ab 2014 sollen nun auch homosexuelle Kinder in der amerikanischen Jugendorganisation zugelassen werden. Eine Einschränkung bleibt aber bestehen.

Süddeutsche.de

Die US-Pfadfinder erlauben künftig offen homosexuelle jugendliche Mitglieder in ihren Reihen. Das haben 1400 Chefs von Pfadfindergruppen aus dem ganzen Land bei einem Treffen in Grapevine in Texas entschieden. Die Frage hatte die Organisation über Monate tief gespalten. Vor allem konservative kirchliche Gruppierungen hatten die Aufnahme bekennender Schwuler abgelehnt.

Die Versammlung der Pfadfinder in Grapevine beschloss eine Änderung der Statuten: Jugendlichen soll demnach die Mitgliedschaft nicht mehr nur wegen ihrer sexuellen Orientierung verwehrt werden.

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Atheists Rising: Arizona Lawmaker Says “Don’t Bow Your Heads”

Photo Credit: James Steidi/Shutterstock.com

Watch: Asked if she “thanks the lord,” Oklahoma survivor tells Wolf, “actually, I’m an atheist.”

By Mary Elizabeth WilliamsAlternet/Salon

You’d think by now CNN would have learned to stop treating their assumptions and as truths. But when Wolf Blitzer made a casual comment Tuesday, it turned out to be a teachable moment both for the newsman and television viewers.

Speaking live to a survivor of the deadly tornado in Moore, Okla., Blitzer declared the woman “blessed,” her husband “blessed,” and her son “blessed.” He then asked, “You’ve gotta thank the Lord, right? Do you thank the Lord for that split-second decision?”

But as she held her 18-month-old son, Rebecca Vitsmun politely replied, “I’m actually an atheist.” A flummoxed Blitzer quickly lobbed back, “You are. All right. But you made the right call,” and Vitsmun graciously offered him a lifeline. “We are here,” she said, “and I don’t blame anyone for thanking the Lord.” Nicely done, Rebecca Vitsmun.

cont’d

Alternative-Rock “Alice In Chains”: The Devil Put Dinosaurs Here

Glauben heißt nicht wissen

Von Ben HiltropWeser Kurier

Glaube gegen Wissenschaft: Anhänger des Kreationismus stellen die Evolutionstheorie in Frage und predigen eine wortwörtliche Interpretation der Heiligen Schrift.

Glaube gegen Wissenschaft: Anhänger des Kreationismus stellen die Evolutionstheorie in Frage und predigen eine wortwörtliche Interpretation der Heiligen Schrift. Diese christliche Glaubensabsplitterung geht davon aus, dass Gott vor rund 6.000 Jahren in nur sieben Tagen die Erde erschuf sowie Adam und Eva die ersten Menschen waren. Für Jahrmillionen alte Dinosaurierknochen haben sie auch eine Antwort parat: Der Teufel höchstpersönlich hat sie vergraben, um die Menschheit und ihren Willen zu prüfen. Die Alternative-Rockband Alice In Chains setzt sich auf “The Devil Put Dinosaurs Here” mit der Ideologie dieser Glaubensvertreter auseinander, die um jeden Preis versuchen, ihre Schäfchen unter Kontrolle zu halten.

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Ver.di: Evangelische Kirche will Tarifverträge abschließen

Die Gewerkschaft Ver.di feiert einen Erfolg im Streit mit den Kirchen. Die evangelische Diakonie in Niedersachen will künftig Tarifverträge abschließen. 30.000 Beschäftigte bekommen mehr Geld.

SpON

Ver.di spricht bereits von einer bundesweit wegweisenden Entscheidung, die Kirchen bremsen noch: In Niedersachsen haben die Gewerkschaft und die evangelische Diakonie vereinbart, künftig Tarifverträge abzuschließen. Ver.di fordert, dass diese künftig den sogenannten Dritten Weg ersetzen. Darunter versteht man rein kircheninterne Verhandlungen über Löhne und Arbeitsbedingungen.

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C. Lieberknecht: Für was steht heute noch die CDU?

Bild: wikipedia

Die massivste Kritik an der CDU lautet seit Monaten, man wisse nicht mehr, wo sie stehe. Sie habe sich von ihren Hauptprioritäten – wie beispielsweise der Familie – verabschiedet.

kath.net

Eine Spitzenpolitikerin zeigt genau hier Flagge: Christine Lieberknecht (Erfurt). Sie ist seit 2009 die erste christliche Ministerpräsidentin in Deutschland gewesen (Heide Simonis als Ministerpräsidentin in Schleswig-Holstein von 1993 bis 2005 war konfessionslos). Und: Mit der 55-Jährigen wird erstmals ein Bundesland von einer Pastorin geleitet (einen Pastor als Regierungschef gab es bisher nur mit Heinrich Albertz in Berlin).

Seit fast vier Jahren steht die verheiratete Mutter von zwei Kindern dem Freistaat Thüringen vor. Schon seit der Friedlichen Revolution ist sie politisch in vielen hohen Ämtern aktiv. Zuvor war sie von 1984 bis 1990 Pastorin im Kirchenkreis Weimar. Dass ausgerechnet die CDU die Ministerpräsidentin in Thüringen stellt, war nicht selbstverständlich, denn nach der Landtagswahl 2009 wären auch andere Koalitionen möglich gewesen. Dass die SPD mit der CDU zusammen eine Koalition bildete, hängt – wie es heißt – mit der Persönlichkeit Lieberknechts zusammen, der auch von der Opposition hohe Glaubwürdigkeit zugebilligt wird. Mit der Ministerpräsidentin sprach Helmut Matthies.

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Walter Witt: “Die Bibel ist ein Märchenbuch”

BibelRentner inspirierte Plakataktion „Die Bibel ist (k)ein Märchenbuch“.

kath.net

Der bekennende Atheist Walter Witt hat in Hamburg eine öffentliche Diskussion über die Bibel ausgelöst: Seit zehn Jahren verbreitet der ehemalige Postbeamte seinen Leitsatz „Die Bibel ist ein Märchenbuch“ auf Plakaten, Hauswänden und Fußwegen. Er verschickte auch mehrmals im Jahr Postkarten mit dem Satz an christliche Werke wie zum Beispiel Bibel TV.

Inzwischen schreiben viele Passanten dazu ihre Kommentare auf die Plakate. Einer reagierte mit der Frage „Wie kommst du da drauf?“ und bat um Argumente. Ein anderer verwies auf den 2. Petrusbrief (1,16), wo es heißt: „Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen.“

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Rheinischer Präses: “Gute Auftragslage für die Kirche”

wdr.de

Sparzwänge, Priestermangel, Mitgliederschwund: Die Zeiten für die Evangelische Kirche sind nicht leicht. Manfred Rekowski ist seit März Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Er schaut positiv in die Zukunft und sieht die “Auftragslage” der Kirche als “nach wie vor gut”.

Von Arne SchleefDERWESTEN

Ein wichtiges Amt in stürmischen Zeiten: Seit März ist Manfred Rekowski Präses der Evangelischen Landeskirche. Der Theologe, Nachfolger von Nikolaus Schneider, sprach mit der NRZ über Sparzwänge, Priestermangel, Mitgliederschwund – und das Pfingstfest…

Pfingsten steht vor der Tür. Aber statt das Fest zu feiern, fahren viele lieber in den Kurzurlaub. Wissen die Menschen nicht mehr, warum es Feiertage gibt?

Manfred Rekowski: Wir müssen ihnen in Erinnerung bringen, was wir feiern. Die Feiertage haben einen bestimmten Hintergrund. Und es gehört zur christlichen Kultur wahrzunehmen, dass zum Beispiel Karfreitag kein normaler Tag ist. Er steht im Zeichen von Leid und Sterben, etwas, das eben auch zum Leben gehört. Oder nehmen Sie den verkaufsoffenen Sonntag: Wir wollen niemandem den Spaß verderben. Aber wir brauchen Unterbrechungen, gemeinsame Zeit für die Familie und eine Grenze für Arbeit und Gewinnmaximierung.

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Die Religion der Globalisierung

Bild:dradio.de

Das bevorstehende Pfingstfest erinnert nicht nur an den biblischen Bericht von der Zusage des Geistes Gottes an die verunsicherten Jünger Jesu nach dessen Himmelfahrt.

Von Stefan Reis SchweizerNeue Zürcher Zeitung

Dieser Tag, der in der christlichen Tradition als Gründungsdatum der Kirche gilt, hat auch der weltweiten Pfingstbewegung ihren Namen gegeben, die bei aller Vielfalt die unmittelbare Geist- und Christus-Erfahrung in den Mittelpunkt stellt. Die Pfingstgemeinden konfrontieren die traditionellen christlichen Kirchen mit einer radikalen, urchristlich geprägten charismatischen Glaubenspraxis. Der Heilige Geist gilt ihnen als die einzige Referenzgrösse; als sein Wirken werden auch die persönliche Bekehrung und mehrheitlich das Zungenreden, die Prophetie, Heilungen und Wunder begriffen.

Kein religiöses Randphänomen

Die Emotionalität, mit der dies zumeist einhergeht, mag in den modernen Industriegesellschaften Mitteleuropas fremd erscheinen; hierzulande ist die insgesamt schwer zu fassende Pfingstbewegung zudem öffentlich kaum sichtbar. Dennoch wäre es falsch, das Thema einfach den Sektenbeauftragten zu überlassen.

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Politik ohne C ist auch okay – Kirchen sind peinlich

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Viele Parteien gehen auf Distanz zur Kirche. Das zeigen die Diskussionen um die stillen Feiertage oder das Kirchenarbeitsrecht. Doch was passiert, wenn das Christliche aus der Politik verschwindet?

Von Till-R. StoldtDIE WELT

Was waren das für Zeiten, als linksevangelische Nachrüstungsgegner der CDU noch vorwarfen, wer für Pershing-II-Raketen plädiere, sei kein Christ mehr? Oder knapp 20 Jahre später, als Rote und Grüne dem damaligen bayrischen Innenminister Günther Beckstein (CSU) an den Kopf schmissen, seine Asylpolitik stehe außerhalb des christlichen Wertekanons – was Beckstein mit dem Satz parierte, seine Kritiker verströmten den Duft “selbstgerechten Pharisäertums”.

Die Zeit wilder Schlachten zwischen politisierenden Kirchenleuten und frommen Politikern scheint passé. Jedenfalls wird die Frage nach einer christlichen Politik heutzutage oft so sanft wie großzügig diskutiert.

Das belegte eine Tagung der NRW-CDU zur Frage “Gibt es eine christliche Politik?”. Bei der Bonner Konferenz deuteten sich auch Gründe für diesen bemerkenswerten Temperaturabfall in der früher stets hitzigen Debatte ums C in der Politik an.

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Einfluss der Kirchen: Gottes Tippgeber und Medien-Amigos

Bild: ap

Journalisten beraten Kirchen im Umgang mit Medien. Der Deutsche-Journalisten-Verband kritisiert das und sieht Interessenkonflikte.

Von Ulli Schauentaz

Dass Peter Limbourg die deutschen Bischöfe in publizistischen Fragen berät, verriet die Deutsche Welle, als der Chef des Nachrichtensenders N-24 zum neuen Intendanten gewählt wurde. Doch Limbourg will nicht über seine Tätigkeit bei der publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz sprechen, jedenfalls nicht gegenüber der taz. Wer ist drin, was machen die Journalisten da als Berater? Auch die Deutsche Bischofskonferenz will das auf Anfrage nicht verraten.

Fast fünf Jahre ist es her, dass eine Pressemitteilung der Bischöfe das Gremium erwähnte. Im Herbst 2008 lies es sich wohl nicht vermeiden. Denn ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut und der MDR-Onlinechef Georg Maas hielten ihre Vorträge zu den Medienstrategien der Kirche nicht in einem kleinen Konferenzraum, sondern vor der Vollversammlung der Bischöfe. Nachfragen führen bei einzelnen öffentlich-rechtlichen Sendern Namen zu Tage.

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Klon-Experiment: Alptraum oder Fortschritt?

Bild: ekd.de

Experten warnen vor einer Überbewertung des gelungenen Klon-Experiments in den USA.

EKD

“Die Frage, ob man aus diesen Experimenten therapeutische Strategien ableiten kann, ist im Moment nicht beantwortbar”, sagte der Medizinprofessor Eckhard Nagel, der auch Mitglied des Deutschen Ethikrates ist, am Freitag dem Internetportal “evangelisch.de”.

Auch der Vize-Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Wolf-Michael Catenhusen, hält den Forschungserfolg bei den geklonten menschlichen Stammzellen für überschätzt. Einige Fachleute hielten die Studie nicht von klinischer Relevanz. Das bedeute, dass man in den nächsten Jahren nicht mit einer Anwendung beim Menschen rechnen könne. Bisher gebe es keine Anwendung embryonaler Stammzellen in der Medizin. Das seien alles Zukunftshoffnungen, sagte Catenhusen dem Sender WDR 5.

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Evangelische Kommunität: Gegenwind für Christen wird schärfer – Homoheiler

Bild. ojc.de

Wer der Meinung sei, „dass menschliches Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt und dass dem Leben nicht eigenmächtig ein Ende gesetzt werden darf, muss mit der Intoleranz der Toleranten rechnen“

kath.net

Der Gegenwind für Christen in Europa wird schärfer. Diese Ansicht vertrat der Prior der evangelisch-ökumenischen Kommunität „Offensive Junger Christen“, Konstantin Mascher (Foto), auf deren Jahresfest in Reichelsheim (Odenwald). Christen, die sich „an den Wertekoordinaten des Evangeliums“ ausrichteten, stünden vor einer zunehmenden Herausforderung, sagte er vor rund 500 Besuchern des Treffens unter dem Motto „Gefährten im Gegenwind. Aufrecht in einer windschiefen Zeit“. Wer davon überzeugt sei, dass ein Kind Vater und Mutter brauche oder dass sich eine homosexuelle Orientierung verändern könne, werde an den Pranger gestellt. Auch wer der Meinung sei, „dass menschliches Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt und dass dem Leben nicht eigenmächtig ein Ende gesetzt werden darf, muss mit der Intoleranz der Toleranten rechnen“.

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Bonner Kirchengemeinden: “Wer glaubt fährt billiger!” – Schnäppchenticket

Bild: demokratische-sozialisten-rlp.de

Bonner Kirchengemeinden fordern jetzt speziell für Kirchenmitglieder ein „Schnäppchenticket“ im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS). „Für Gläubige sollen Bus und Bahn deutlich günstiger werden“ und “Wer glaubt, fährt billiger!”, so berichtet der Köln-Bonner Express in einer groß aufgemachten Titelstory. Diese viel gelesene Boulevardzeitung ist im gesamten Norden von Rheinland-Pfalz sehr weit verbreitet.

Der Demokratische Sozialist

„Schöpfung bewahren, Bus und Bahn fahren. Das ist der Grundgedanke dahinter“. Mit derart unkonkreten Sprüchen begründet Fritz Schwirz, der Leiter eines höchst offiziellen innerkirchlichen Arbeitskreises, die von Schnäppchenmentalität geprägte Forderung nach einem verbilligten Exklusivticket für die Mitglieder Bonner Kirchengemeinden innerhalb des tief nach Rheinland-Pfalz hineinreichenden Versorgungsgebiets des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS). Fritz Schwirz und seine Mitstreiter im kircheninternen „Arbeitskreis“ haben offenbar rund 70 Kirchengemeinden in der Region kontaktiert. Dabei sind sie nach eigenen Angaben allenthalben auf große Unterstützung gestossen.

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Die unbefleckten Bräute Jesu

Foto: Ican

NEU IM KINO: Die Schweizerin Mirjam von Arx öffnet mit ihrem Dokumentarfilm “Virgin Tales” Türen in die abgeschottete Welt evangelikaler Christen in den USA.

Von Gabriele SchoderBadische Zeitung

Eine offizielle Statistik über die Religionszugehörigkeit gibt es in den USA ja nicht, aber die Zahlen, die die Schweizerin Mirjam von Arx im Abspann ihres Films “Virgin Tales” nennt, dürften stimmen: “25 Prozent aller Amerikaner sind evangelikale Christen, 40 Prozent glauben an den Kreationismus”. Erst recht der Eröffnungssatz: “Die evangelikale Bewegung ist die christliche Glaubensrichtung, die am schnellsten wächst.” Deren unterschiedliche Erscheinungsformen verbindet die Bibeltreue bis zur Überzeugung von der Verbalinspiriertheit der Heiligen Schrift, der Gebetskreis sowie die persönliche Glaubensentscheidung.

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Professorale Kreationisten-Bullshistic

Bild: aph.uni-karlsruhe.de

Die Gesetzmäßigkeiten in der Natur können ein Hinweis auf das Wirken eines Schöpfers sein.

kath.net

Dieser Ansicht ist der Naturwissenschaftler Prof. Thomas Schimmel (Foto), Leiter am Institut für Angewandte Physik an der Universität in Karlsruhe. Wie ein Bild auf einen Maler schließen lasse, könne man in der Natur die Spuren eines Schöpfers sehen. Einer der bekanntesten deutschen Physiker, der Nobelpreisträger Werner Heisenberg (1901–1976), habe gesagt: „Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch. Aber auf dem Grunde des Bechers wartet Gott.“ Nach Worten Schimmels kann man zwar durch die Größe des Universums auch die Größe des Schöpfers erahnen, aber Gott selbst sei mit naturwissenschaftlichen Methoden nicht erfassbar. Hier führe jedoch die biblische Botschaft weiter. Nach ihr werde Gott selbst in Jesus Christus Mensch und gäbe sich so zu erkennen.

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Ungöttliches Menscheln bei der EKD

Es rumort in den Gremien der EKD, und es ist unglaublich schwierig, Auskunft über eigentlich selbstverständliche Dinge zu erhalten. Ein Kommentar von idea-Leiter Helmut Matthies.

kath.net

Ehen gehen auseinander – unter Kirchenrepräsentanten wie evangelikalen Predigern. Da sollte niemand richten. Die Beteiligten leiden in der Regel mehr als genug. Insofern ist es ein gutes ungeschriebenes Gesetz, dass über solche Fälle im Normalfall in der christlich orientierten Presse höchstens dann berichtet wird, nachdem es die säkulare – oftmals aufbauschende – getan hat.

Deshalb veröffentlichte idea über die angeblichen Affären des EKD-Bevollmächtigten bei der Politik in Berlin erst etwas, als es eine Pressemitteilung von „Bild“ gab (andere Blätter stiegen ein). Inzwischen lässt der Chef-Lobbyist der EKD sein Amt „zeitlich befristet ruhen“.

Die EKD hat Ende März ein – wie sie schreibt – „Ermittlungsverfahren“ eingeleitet. Alles sollte zügig geklärt werden, hieß es. Die betroffenen EKD-Mitarbeiterinnen, mit denen der verheiratete, aber getrennt lebende Prälat angeblich Liebesbeziehungen gehabt haben soll, sollen längst von einem bekannten Kirchenjuristen aus Hannover ebenso befragt worden sein wie der Kirchenmann. Doch bis heute ist noch kein Ergebnis bekanntgegeben worden.

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SWR-Rundfunkrat: Freikirchen sind raus

Foto: SWR/Monika Maier

Die Freikirchen haben ihren Sitz im SWR-Rundfunkrat endgültig verloren. Am Dienstag nickten die Regierungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz einen neuen Staatsvertrag ab, der statt des christlichen Vertreters einen muslimischen vorsieht.

pro Medienmagazin

Der Rundfunkrat setzt sich aus 74 Mitgliedern zusammen, die aus beiden Bundesländern stammen. Wie das Staatsministerium Baden-Württemberg mitteilte, werden künftig insgesamt je drei Repräsentanten der Landeskirche und der katholischen Kirche mitwirken sowie ein muslimischer Vertreter und einer der israelitischen Religionsgemeinschaften. Der Vertragsentwurf soll noch vor der parlamentarischen Sommerpause von den Landesregierungen unterzeichnet werden. Bisher gilt ein Staatsvertrag aus dem Jahr 1997. Die Neuerungen sollen der gewandelten Medienwelt besser gerecht werden. In Kraft treten würde die neue Regelung 2014.

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Berlin: 30€ für den Kirchenaustritt

Foto: dpa

Wer in Berlin aus der Kirche austreten will, muss künftig eine Verwaltungsgebühr von 30 Euro zahlen. Das beschloss der Senat am Dienstag. Das Abgeordnetenhaus muss dem Gesetzentwurf aber noch zustimmen.

Von Ulrich Zawatka-GerlachDER TAGESSPIEGEL

Wer in Berlin aus der Kirche austreten will, muss künftig eine Verwaltungsgebühr von 30 Euro zahlen. Das beschloss der Senat am Dienstag. Das Abgeordnetenhaus muss dem Gesetzentwurf aber noch zustimmen. Zuständig für die Bearbeitung von Austrittserklärungen sind die Berliner Amtsgerichte.

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„Die Reformation als Weltbürgerin“

EKD-Vizepräsident Gundlach vor Tourismusausschuss des Bundestages

Logo der EKD Das Reformationsjubiläum 2017 befasst erneut den Deutschen Bundestag. In einer öffentlichen Anhörung am heutigen Mittwoch in Berlin hat der Ausschuss für Tourismus nationale und internationale Dimensionen des Großereignisses in den Blick genommen. Als Sachverständiger für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) war Vizepräsident Dr. Thies Gundlach geladen.

Gundlach hob im Bundestag hervor: „Die Reformation ist Weltbürgerin geworden. In 500 Jahren hat sie sich über die Welt ausgebreitet und ist in ungezählten Ländern und Kulturen heimisch geworden. Die Erinnerung an sie verbindet mittlerweile über 400 Millionen weltweit. 2017 erinnern wir den Ursprung dieser weltweiten Bewegung. Wir freuen uns auf ein Jubiläum, das wir gemeinsam mit den Kirchen in Europa und weltweit feiern wollen.“

Gundlach betonte, dass die Reformation ein kirchliches und zugleich kulturgeschichtliches Ereignis von Weltrang sei, was der Deutsche Bundestag bereits im Herbst 2011 festgestellt habe. Gundlach weiter: „Die kulturellen Dimensionen des Jubiläums öffnen 2017 auch für religiös nicht gebundene Menschen.“ Anlässlich der öffentlichen Anhörung zum Thema „Spiritueller Tourismus vor dem Hintergrund der Lutherdekade“ unterstrich Gundlach die Notwendigkeit einer breiten netzwerkartigen Zusammenarbeit für den touristischen Erfolg des Jubiläums.

Zudem müssten im Hinblick auf die Tourismusströme „verlässliche Standards“ erreicht werden, so der Vizepräsident. Dabei sei erfreulich, dass auf „allen kirchlichen Ebenen der reformatorisch geprägten Kirchen“ und auch in den europäischen Nachbarländern schon jetzt erhebliche Aktivitäten entfaltet würden, die Gruppen und Einzelreisende an die Stätten der Reformation zu führen. Gundlach: „Neben den traditionellen Bildungsreisen spielen zunehmend auch Pilgerwanderungen auf den Lutherwegen, Pilgerpfade und Fahrrad- sowie Sportreisen eine beachtliche Rolle.“ Wichtig für das Gelingen eines spirituellen Tourismus im Rahmen des Reformationsjubiläums sei es insbesondere, geistliche Orte zu etablieren, an denen Menschen ihren Fragen nach Sinn und Suche, nach Verantwortung und Mitgestaltung entdecken und entwickeln können; zu diesen Orten gehören naturgemäß Kirchen, Klöster und historisch gewichtige Orte, aber auch neue Räume der Begegnung, die die Gegenwart ansprechen.

Für die EKD, so Gundlach, verbinde sich mit dem Reformationsjubiläum 2017 eine „profilierte missionarische Komponente“. Gleichzeitig gelte es, die prägende Kraft der Reformation für Kultur, Gesellschaftspolitik und konfessionelle Befriedung der Gegenwart deutlich zu machen. Gundlach: „Diese Aspekte, die keinen unmittelbaren geistlichen Charakter in sich tragen, sollten gemeinsam mit dem Staat und der Zivilgesellschaft thematisiert werden.“

Hannover, 15. Mai 2013

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick