Archiv der Kategorie: Protestantismus

Merkel: „Der Islam gehört inzwischen zu Deutschland“

Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelDeutschland sollte die Chancen der Zuwanderung nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel stärker nutzen. Das Land habe die Möglichkeit, „ein tolles Integrationsland“ zu sein, sagte Merkel am Mittwoch bei einer Konferenz ihrer Partei zum Thema Zuwanderung. Migration müsse als Chance verstanden werden.

WESTFALENPOST

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den rund vier Millionen Muslimen in Deutschland den Rücken gestärkt und für mehr Offenheit gegenüber Zuwanderern geworben: „Der Islam gehört inzwischen zu Deutschland“, so wie es der frühere Bundespräsident Christian Wulff gesagt habe, erklärte Merkel in Berlin. „Ein Angriff auf eine Moschee ist ein Angriff auf unsere Grundwerte.“

Die Kanzlerin nannte es ein wichtiges Signal, dass sich die muslimischen Verbände in Deutschland in einem Aufruf gegen Hass und Gewalt gestellt hätten. Erst vor sechs Tagen hatte ein Islamist aus NRW per Video der Kanzlerin gedroht. Dass eine Religion missbraucht werde, gebe es überall, sagte Merkel.

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So erbittert streitet Baden-Württemberg über Lehrplan zur sexuellen Vielfalt

20140405_demofueralle_stuttgart_Bildungsplan_2014-567x410Seit Monaten erregen Pläne der grün-roten Landesregierung die Gemüter, in Baden-Württemberg sexuelle Vielfalt auf den Lehrplan zu schreiben. Der Vorsitzende des dortigen Philologenverbands warnte vor einer “Pornografisierung” des Unterrichts. Der zuständige Bildungsminister wehrt sich.

Nach seiner Kritik an einer angeblichen Pornografisierung des Schulunterrichts gerät der Landeschef des Philologenverbandes, Bernd Saur, unter Druck. Kultusminister Andreas Stoch (SPD) warf Saur am Dienstag in einem offenen Brief unverantwortlichen und unfairen Umgang mit dem Thema Akzeptanz sexueller Vielfalt vor. “Mit ihrem Kommentar tragen Sie wesentlich zu einer Verschärfung des öffentlichen Diskurses bei”, schreibt Stoch, der auch oberster Dienstherr des Ulmer Gymnasiallehrers ist.

Minister gibt sich empört

Saur hatte im “Focus” unter der Überschrift “Schamlos im Klassenzimmer” davor gewarnt, Kinder “nicht vertretbaren Übergriffen durch entfesselte, öffentlich komplett enttabuisierte Sexualpädagogen” auszusetzen. Stoch schrieb, er sei empört über Art und Weise der Kritik.

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Norwegen: Kirche sucht ein neues Image

Norwegens größte Stabkirche in Heddal. (dpa/picture alliance/Klaus Nowottnick)

Seit 1536 war die evangelisch-lutherische Konfession Staatsreligion in Norwegen. Durch eine Verfassungsänderung im Jahr 2012 wurde die Staatskirche aufgehoben und die Kirchenaufsicht fiel weg. In ihrem Ablösungsprozess vom Staat will die Kirche nun auch ihren Ruf als Moralbehörde loswerden.

Von Ingrid NorbuDeutschlandfunk

Ralf Rückert, Pfarrer aus dem Hessen, hat es wie viele deutsche Geistliche nach Norwegen verschlagen. Seit einigen Jahren beobachtet er dort den Trennungsprozess von Staat und Kirche.

“Im Grunde war es so, dass kirchlicherseits viele die Staatskirche abwickeln wollten. Sicherlich passt es in die norwegische Doktrin einer Gleichbehandlung aller Menschen hinein und es gibt in Norwegen auch Menschen, die der Kirche gegenüber eher nicht nur reserviert, sondern sogar feindlich eingestellt sind, die vielleicht sagen, es ist höchste Zeit, dass die Staatskirche keine Staatskirche mehr ist, aber das Interesse lag eigentlich sehr stark bei der Kirche selbst, die sich vom Staat emanzipieren wollte, während die Politiker da Bedenken hatten, weil sie fürchteten, mit der Aufsicht über die Kirche dann eventuell Teile der Kirche in ein sektiererisches Sondereigenleben hinein zu verlieren. Und die Kirche musste zunächst nachweisen, dass sie bereit ist, die Institution auf einer ganz basisdemokratischen Grundlage zu bilden, bevor der Staat bereit gewesen ist, die Kirche in die Selbstständigkeit zu entlassen.”

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Sterbehilfe: Und wenn du schön stirbst, so stirbst du doch

Bild: letzte-hilfe.de

Bild: letzte-hilfe.de

Der Freitod des ehemaligen MDR-Intendanten Udo Reiter hat die Debatte um selbstbestimmtes Sterben neu entfacht. Doch wie stehen Mediziner und Theologen zu dem heiklen Thema? Ein aktueller Überblick.

Von Matthias KamannDIE WELT

Kommt ein Mann zum Arzt: “Herr Doktor, auch die zweite Chemotherapie hat meinen Krebs nicht besiegt, was soll ich tun?” – “Nun”, sagt der Arzt, “es gibt zwei Möglichkeiten.” Ab hier jedoch funktioniert das Witzemuster nicht mehr. Denn zur Wahl stehen das Hospiz und der Eintritt in einen Sterbehilfeverein. In beiden Fällen ist die Schlusspointe zum Heulen: Der Mann stirbt.

Ans Witzeerzählen zu denken liegt aber nahe in der Debatte über ein Verbot oder eine Regulierung der bislang erlaubten Beihilfe zum frei verantwortlichen Suizid. Denn dieser Streit wird zumal in Talkshows anekdotisch geführt. Ständig gibt es Einzelfallgeschichten von Leuten, die zum Arzt kommen und dann auswählen müssen. Zudem enden fast alle jener Geschichten mit einem Lächeln. Erfreut erzählen Sterbehilfegegner, wie beseligt Hospizpatienten versterben. Genauso zufrieden, so berichten Sterbehelfer, scheiden ihre Klienten aus dem Leben.

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Theologe wirft der EKD ‘christlichen Totalitarismus’ vor

ekd_reformation_magazin300Ziegert im Pfarrerblatt: Der kirchliche Apparat wächst – Bei Gemeinden wird gespart.

kath.net

Scharfe Kritik an Politisierung und Zentralismus in der EKD übt der Theologe Karl Richard Ziegert (Ludwigshafen) im Deutschen Pfarrerblatt (Schifferstadt). Innerhalb der EKD habe sich ein „neuer christlicher Totalitarismus etabliert, der Politik und Theologie, Religion und Gesellschaftserneuerung in einem sein will“, schreibt der frühere Beauftragte für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche der Pfalz. Laut Ziegert propagiert die EKD „ethisch als besonders hochstehend präsentierte politische Positionen, um die Gesellschaft zu perfektionieren“. Sie fordere zum Beispiel nun auch, dem traditionellen Verständnis von Familie die völlige Offenheit der „sexuellen Orientierung“ überzuordnen. Mit ihren „radikalen Gender-Statements“ bezahle die EKD den Preis, den die „politische Klasse“ als eine Gegenleistung für die Rolle der Kirche als politischer Mitspieler einfordere.

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Fox News host to atheists: Accept the ‘culture’ of Jesus in schools when you come to the South

Fox News host Ainsley Earhardt (screen grab)

Fox News host Ainsley Earhardt on Wednesday lashed out at atheists who had asked that Christian plaques be removed from public schools in Texas, saying that they “need to understand the culture” in the South.

By David EdwardsRaw Story

Earlier this year, the Midlothian Independent School District covered Christian plaques at two schools after the Freedom from Religion Foundation (FFRF) threatened to sue. But parents and students protested, and the Midlothian ISD board voted to uncover the plaques.

The FFRF has said that it was considering moving forward with a lawsuit, but the board declined to take up the matter at Monday night’s meeting.

Tiffany Davlin, who organized protests to keep the plaques, told Fox News in a Wednesday interview that the schools should have to keep the plaque because a majority of the parents were Christians and approved of them.

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Studie: Finanzreform der evangelischen Kirche mangelhaft

Bild: tilly

Bild: tilly

Laut dem Ökonomen Daniel Wolf wird es auch in Zukunft Probleme bei Transparenz und Vergleichbarkeit des Kirchenvermögens geben. Ein realistischer Einblick in die Finanzen sei nach wie vor nicht möglich.

evangelisch.de

Trotz einer Reform des Finanzwesens in der evangelischen Kirche wird es weiter Mängel bei Transparenz und Vergleichbarkeit des Kirchenvermögens geben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Neu-Ulmer Wirtschaftsprüfers Daniel Wolf. Er hat jüngst eine Doktorarbeit über die Einführung neuer Bilanzvorschriften in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veröffentlicht. Darin kommt der Ökonom zu dem Schluss, dass das Vermögen der Landeskirchen auch nach der Reform “definitiv nicht miteinander vergleichbar sein wird”, sagte Wolf dem Evangelischen Pressedienst (epd). “Ein wesentliches Ziel der Reform wurde somit nicht erreicht.”

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Margot Käßmann: „Toleranz heißt, Differenzen auszuhalten“

Margot-KässmannWie toleranzfähig können Religionen sein? Warum gibt es Gewalt im Namen von Religionen? Was tun gegen Fundamentalismus? Über diese und weitere komplexe Fragen diskutierten am Dienstagabend mit der evangelischen Theologin Margot Käßmann, dem Ägyptologen Jan Assmann und dem Gesprächsleiter Reinhold Mokrosch gleich drei Professoren von Rang und Namen. Kein Wunder, dass kein einziger Stuhl in der Osnabrückhalle frei blieb.

Von Melanie Heike SchmidtOsnabrücker Zeitung

Die Gründe, warum sich gut 700 interessierte Gäste zum Osnabrücker Friedensgespräch „Die Toleranzfähigkeit der Religionen“ am Dienstagabend durch den nasskalten Wind in die Osnabrückhalle direkt neben dem Schloss gekämpft haben, waren vermutlich mindestens so vielgestaltig wie die Diskussion selbst. Zum einen zogen die hochkarätigen Gäste: „Einmal Margot Käßmann live sehen, das wünsche ich mir schon lange“, gab eine ältere Dame mit Blick auf den vollen Büchertisch mit Werken der bundesweit berühmten evangelischen Theologin und ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden unumwunden zu. Ähnlich gespannt waren viele auf den zweiten Gast, der Ägyptologe Professor Jan Assmann von der Universität Heidelberg/Konstanz. Der Religions- und Kulturwissenschaftler hatte mit seinen Thesen zu monotheistischen Religionen und deren Gewaltpotenzial schon zuvor für Aufsehen gesorgt.

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Bremen will Bestattungsrecht lockern

Themenbild. SRF

Die Bremische Bürgerschaft will am heutigen Mittwoch über ein Gesetz beschließen, nach dem in Bremen erstmals in Deutschland die Asche Verstorbener auch auf privaten Grundstücken verstreut werden darf.

evangelisch.de

Wird der Entwurf angenommen, würde das kleinste Bundesland eine Vorreiterrolle bei der Lockerung des Friedhofszwanges und des Bestattungsrechts in Deutschland übernehmen.

Allerdings muss der ausdrückliche Wille des Verstorbenen schriftlich und beglaubigt festgehalten sein. Außerdem soll eine Person zur “Totenfürsorge” benannt werden, die darüber wacht, ob die wunschgemäße Bestattung auch tatsächlich eingehalten wird.

„Bildungsplan-Gegner spielen mit Ängsten“

Die Demo gegen „sexuelle Vielfalt” im Schulunterricht war am Sonntag gut besucht Foto: Sobel Karolina / Facebook-Seite „Demo für alle”

Das Kultusministerium Baden-Württembergs hat den Gegnern des Bildungsplans Angstmacherei vorgeworfen. Am Wochenende hatten tausende Aktivisten in Stuttgart gegen den Plan demonstriert. Auch der Philologenverband fand deutliche Worte.

pro Medienmagazin

Das Ministerium bezeichete die Behauptungen auf der „Demo für alle“ am Sonntag als „falsch und absichtlich irreführend“. Parolen einer „Sexualisierung der Schule“ oder der „Zerstörung der Familie“ durch den Bildungsplan gingen vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. „Die Initiatoren spielen bewusst mit den Ängsten von Eltern, um ihrer Ideologie zu entsprechen und ihre Anhänger anzuheizen“, erklärte ein Sprecher. Der Wert von Ehe und Familie sei einer der Grundpfeiler des Bildungsplans. Kritiker sollten sich im Internet informieren, wo die Erarbeitung der Pläne durch Pädagogen nachvollziehbar sei.

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Sie sollte eine keusche, hörige Tochter werden

Themenbild

Themenbild

Ein Tabubruch: Sie wollte nicht zwangsverheiratet werden und kehrte einer Parallelgesellschaft den Rücken. Seit Jahren hat Aliyah keinen Kontakt mehr zu ihrer muslimischen Familie.

Von Güner BalciDIE WELT

Heute schicke ich Aliyah ein paar Fotos von ihren besten Freundinnen. Es ist ungewiss, ob sie sie jemals wieder treffen wird. Seit zwei Jahren hat Aliyah keinen Kontakt mehr zu ihrem alten Leben. Damals, als ich sie an einem geheimen Treffpunkt abholte und zum Flughafen fuhr, immer auf der Hut, ob uns auch niemand von ihrer Familie oder ihren Bekannten sehen würde, wussten wir beide nicht, wohin die Reise gehen würde. Ich weiß noch, wie sie unsicher im Auto saß, den Kopf gesenkt, die Hände ineinander gepresst. Einige Wochen zuvor hatte sie angerufen und mir mitgeteilt, dass sie nun doch flüchten würde, vor ihrer Familie. Sie wusste, dass ich ihr helfen würde, wir hatten schon einmal darüber gesprochen, vor Jahren hatte ich ihr meine Hilfe zugesagt.

Aliyah ist geflohen, weil sie weder den, von ihrer Mutter für sie auserwählten Cousin, noch einen anderen kurdischen Mann, der ihren Eltern gepasst hätte, heiraten wollte. Sie hat sich in einen jungen Griechen verliebt. Mit ihm wollte sie zusammenleben. Doch weil ihre Familie diese Beziehung niemals akzeptiert hätte, mussten sie beide untertauchen. Andere Menschen und ich haben ihnen dabei geholfen. Heimlich. Sie leben heute an einem geheimen Ort. Doch nicht nur die beiden, auch Dimis Eltern mussten alles aufgeben und in einen anderen Ort ziehen. Auch sie wurden bedroht.

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“Linke”-Chef Riexinger: Kirche an ihrem Verhalten messen

Bernd Riexinger, Bild:FB

Bernd Riexinger, Bild:FB

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, hat die Kirchen zu mehr Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit aufgerufen.

evangelisch.de

“Ich würde erwarten, dass engagierte Kirchenleute Partei ergreifen für die Schwächeren in der Gesellschaft. Über Theologie kann man trefflich streiten, aber das Verhalten in der Gesellschaft wäre für mich ein wesentlicher Maßstab für die Beurteilung der Kirchen”, sagte der Politiker am Montagabend in der Evangelischen Akademie Bad Boll. Widerspruch erntete der “Linke”-Chef vom württembergischen evangelische Landesbischof Frank Otfried July.

July verwies auf zahlreiche diakonische Projekte und mahnte den Parteichef: “Ich würde mir wünschen, dass Sie die Kirchen nicht nur selektiv wahrnehmen.” Auf Riexingers Forderung nach einer strikten Trennung von Staat und Kirche und einer Abschaffung der Kirchensteuer antwortete der Landesbischof, der Parteivorsitzende sei “etwas ideologieverhaftet”: Schließlich gehörten in Baden-Württemberg rund 80 Prozent der Bevölkerung einer christlichen Kirche an. Zudem leisteten die Kirchen entscheidende Beiträge für das Zusammenleben der Gesellschaft.

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Verfahren Diakonie gegen Porno-drehende Erzieherin erneut vor Gericht

justiz_grossDer Rechtsstreit zwischen der Diakonie Neuendettelsau und einer wegen Pornofilm-Drehs fristlos entlassenen Erzieherin wird an diesem Mittwoch fortgesetzt.

evangelisch.de

Vor dem Arbeitsgericht Augsburg findet in der Außenstelle Donauwörth ein sogenannter Kammertermin statt. Ob es bei der Verhandlung zu einem Vergleich oder Urteil kommt, ist noch unklar. Die geschasste Erzieherin wird ihrem Anwalt zufolge selbst an der Verhandlung teilnehmen.

Die 38-jährige Erzieherin wurde von der Diakonie entlassen, weil sie in ihrer Freizeit unter anderem in Pornofilmen mitgespielt und die dann im Internet veröffentlicht hat. Die Frau pocht nicht mehr auf Wiedereinstellung, sondern fordert nun eine Abfindung. Das Sozialwerk will aber auf keinen Fall zahlen. Ein Gütetermin vor dem Arbeitsgericht scheiterte am 2. Juli.

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Bildung: An die Stelle der Katholiken sind die Muslime getreten

Lehrerpult © flickr.com, Corey Leopold, CC 2.0

Der Mythos vom Bildungsarmut des katholischen Arbeitermädchens vom Lande ist entlarvt. Tatsächlich bedingen soziale Unterschiede den Bildungserfolg, nicht die Religionszugehörigkeit. Dennoch verkaufen sich Bücher über die „Bildungsunwilligkeit“ von Muslimen gut – zu Unrecht!

Von Dr. Marcel HelbigMiGAZIN

Zu den bekanntesten Kunstfiguren der deutschen Bildungsforschung gehört das „katholische Arbeitermädchen vom Lande“. Religion, soziale Herkunft, Geschlecht und Region – diese Faktoren waren nach Analysen von Hansgert Peisert und Ralf Dahrendorf in den 1960er Jahren entscheidend für eine Benachteiligung im Bildungssystem. Heute spricht die Forschung nicht mehr von einem katholischen Bildungsdefizit. An die Stelle der Katholiken sind aber aus Sicht einiger Autoren die Muslime getreten.

Religionszugehörigkeit hat eine lange Tradition in der sozialwissenschaftlichen Forschung als Einflussfaktor für Bildungserfolg. Für Deutschland existieren bisher aber keine Analysen auf Basis großer Datensätze, die sich auf die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Abhängigkeit von der Religionszugehörigkeit ihrer Familie beziehen. In einer gerade erschienenen Studie widmen wir uns dem Thema religionsbedingter Bildungschancen von Schülerinnen und Schülern im Vergleich zur Situation der 1960er Jahre. Ferner nimmt unsere Studie auch religionsbedingte Bildungsunterschiede in 19 europäischen Ländern in den Blick. Insgesamt greifen wir bei unseren Analysen auf Daten von fast 400.000 Kindern und Jugendlichen aus fünf Datensätzen zurück.

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Philologenverband warnt vor «Pornografisierung» der Schule

20140405_demofueralle_stuttgart_Bildungsplan_2014-567x410«Lederpeitschen und Fetische wie Windeln, Lack und Latex» als Lehrplangegenstände – Im «Focus» übte der Vorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg scharfe Kritik an Plänen einiger Bundesländer zur Sexualpädagogik.

kath.net

Der Vorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg, Bernd Saur, hat vor einer «Pornografisierung» der Schule gewarnt. In einem Namensbeitrag für das Magazin «Focus» übte Sauer scharfe Kritik an Plänen einiger Bundesländer zur Sexualpädagogik. Es sei unsäglich, «was Gender-Sexualpädagogen, neoemanzipatorische Sexualforscher und andere postmoderne Entgrenzer» in den Unterricht einbringen wollten. Für Zehn- bis Vierzehnjährige – nach dem Gesetz also Kinder – sei die Sexualität ein hoch sensibler, zutiefst privater und mit einer natürlichen Schamgrenze geschützter Bereich, betonte Saur.

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Gotteswahn—„ProChrist“: Gott und Glauben zum Gespräch machen

ProChrist

Im kommenden Herbst startet „ProChrist“ mit seinem neuen Konzept. Christliche Gemeinden an bis zu 400 Orten in Europa können in einem Jahr Gastgeber für „ProChrist Live 2015“ werden. 170 Redner stehen dafür bereit.

pro Medienmagazin

Gemeinden, die sich an „ProChrist Live 2015“ beteiligen, können nun für den Aktionszeitraum im Herbst kommendes Jahr einen Redner buchen. Michael Klitzke, „ProChrist“-Geschäftsführer, empfiehlt den Gemeinden ein Jahr Vorbereitungszeit sowie sich bald für einen Redner anzumelden. „Je schneller Sie sind, aus desto mehr Rednern können Sie noch auswählen“, sagte Klitzke gegenüber pro.

Mittlerweile stehen 170 Redner für die „ProChrist Live“-Veranstaltungen vor Ort zur Verfügung. Im März waren es noch 120. Derzeit gibt es circa 50 Anmeldungen. Für den Aktionszeitraum vom 3. Oktober bis 14. November 2015 kann eine Gemeinde eine fünf- bis siebentätige Veranstaltung über ProChrist buchen, deutschland- und europaweit.

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The “Bible Belt” is the Porn Belt: Surprised?

Image: Why I still talk to Jesus-Inspite of everything

Smut in Jesusland: “The honest truth is that we all have our failings, Christian or not, liberal or conservative. None of us live up to our best intentions or deepest values. What’s shameful is not the fact that people find sex arousing and seek it out, even when they feel compelled to do so on the sneak. The problem is hypocrisy and the way that it distorts public policies and parenting, causing real harm to real people. For over a decade, conservatives forced abstinence-only education on young people, insisting that hormone-ravaged teens could ‘just say no’ when they themselves can’t.”

By Valerie TaricoWhy I still talk to Jesus-In spite of everything/FrankSchaeffer

studies consistently demonstrate that people in [red-state] conservative religious [regions] search for adult materials online far more often than people in blue states.

Ever since Freud first started publishing his theories, psychologists have had a fascination with what he called “defense mechanisms“:

  • Denial means simply refusing to acknowledge that some event or pattern is real.
  • Repression involves pushing uncomfortable thoughts and feelings to the far recesses of the subconscious mind.
  • Reaction formation is saying or doing the opposite of what you really want but won’t allow yourself to express.
  • Projection means assuming that others share the impulses, feelings, and vices that you find unacceptable in yourself…

In October, two Toronto researchers, Cara MacInnis and Gordon Hodson, published a study in which they used Google Trends to analyze porn searches. Individual search records are protected by privacy laws, but it is possible to compare the popularity of search terms across various regions or states, which is what they did.

Specifically, MacInnis and Hodson linked state level information from Gallup polls asking about religious and political attitudes together with a variety of sex and porn-related search terms… their findings are Gallup polls in keeping with information from other sources: Business professor Benjamin Edelman at Harvard found that states with more traditional views of sex and gender have higher rates of paid porn subscriptions—meaning people who are willing to put porn on a credit card…

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Kirchliche Crowdfunding-Plattform online

Bild: tilly

Bild: tilly

Hauptquelle der Kirchen zur Finanzierung von Projekten ist die Kirchensteuer. Nun bemüht sich eine Landeskirche der EKD erstmals um eine Alternative.

pro Medienmagazin

Unter der Namen „evangelisch-bildungsstark“ haben die Evangelische Schulstiftung und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) am Freitag die erste Crowdfundig-Plattform

www.evangelisch-bildungsstark.de für christliche Bildungsprojekte in Deutschland gestartet. Mittels der Internetseite sollen auf digitalem Wege Projekte im Bildungsbereich durch Mikro-Beträge von Freunden, Förderern, Stiftungen, Unternehmen und anderen Interessierten finanziert werden. Die Spendenplattform ist offen für alle gemeinnützigen evangelischen Bildungsprojekte.

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Schwule Kinder und die Versprechen des Priester-Vaters—Bullshistic

Bild: Huffington Post

Manchmal frage ich mich, ob meine Kinder einmal schwul werden.
Keine Ahnung, ob es anderen Eltern ebenso geht. Aber ich denke doch relativ häufig über diese Möglichkeit nach.
Vielleicht liegt es daran, dass viele Menschen in meinem Familien- und Freundeskreis schwul sind. Homosexualität ist Teil meiner Gene und meines Umfelds.

 

Von John PavlovitzThe Huffington Post

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich als Pfarrer um Schüler kümmere und hier in den USA immer wieder Horrorgeschichten höre und erlebe, wenn offen oder heimlich homosexuelle Kinder ein Mitglied der Kirche werden möchten.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich als Christ mit vielen Leuten zu tun habe, die Homosexualität als das Widerwärtigste überhaupt empfinden und ihre Meinung bei jeder nur denkbaren Gelegenheit kundtun.

Wie dem auch sei: Ich denke häufig über die sexuelle Orientierung meiner Kinder nach. Und deswegen möchte ich, als Pfarrer und als Vater, Ihnen und meinen beiden Kindern gegenüber einige Versprechen ablegen…

1. Falls meine Kinder schwul werden, sollen es alle erfahren.

Meine Kinder werden ganz gewiss nicht unser bestgehütetes Familiengeheimnis.

Ich werde es nicht vermeiden, sie in Gesprächen mit anderen Menschen zu erwähnen. Ich werde keine Codesprache oder vage Ausdrücke verwenden. Ich werde niemandem diesbezüglich etwas vormachen und auch keine Rücksicht darauf nehmen, ob mein Gesprächspartner schon älter ist, an diesem Thema Anstoß nimmt oder es ihm unangenehm ist. Kind zu sein ist an sich schon schwer genug und viele homosexuelle Kinder fühlen sich ihr ganzes Leben lang furchtbar unangenehm. Ich werde meine Kinder keinem unnötigen Druck aussetzen, nur damit ein Cousin dritten Grades mit fehlgeleiteten Aggressionen es an Thanksgiving ein bisschen einfacher hat.

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Schneider nimmt evangelikale Fundis in Schutz

Bild: ARD

Bild: ARD

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat evangelikale Christen vor Kritik in Schutz genommen, zugleich aber auf bedenkliche Tendenzen in den Gruppierungen verwiesen.

evangelisch.de

“Wer undifferenziert von den Evangelikalen spricht, tut ihnen Unrecht”, sagte er dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. Zweifellos gebe es aber Menschen, für die ein geschlossenes Weltbild attraktiv sei.

“Es gibt eine Faszination einer vereinfachenden Schwarz-Weiß-Sicht”, ergänzte Schneider. Da die Welt unübersichtlicher geworden sei, würden die Menschen unsicher. Dadurch entstehe der Reflex: “Nun soll mir mal jemand sagen, was richtig und was falsch ist.” Die Zahl der evangelikal orientierten Christen in Deutschland wird auf rund 1,3 Millionen geschätzt. Dachverband der Gruppierungen ist die Evangelische Allianz.

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