Archiv der Kategorie: Radikalismus

Gotteswahn Philippinen: Männer lassen sich an Karfreitag kreuzigen

Bild: Die Press.com

Zum Todestag Jesu treiben jedes Jahr Katholiken auf den Philippinen ihre Selbstgeißelung auf die Spitze. Sie lassen sich kreuzigen.

Frankfurter Allgemeine

In einem blutigen Ritual zur Nachempfindung des Todes Jesu haben sich am Karfreitag auf den Philippinen mehrere Katholiken ans Kreuz nageln lassen. Tausende Schaulustige kamen auf ein Feld am Rande der Stadt San Fernando, um die Selbstgeißelung der Männer zu beobachten. Den als Jesus gekleideten Freiwilligen wurden knapp acht Zentimeter lange Stahlnägel durch die Hände gerammt, als sie ans Kreuz genagelt wurden.

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Heidelberg testet neue Feiertagsregelung

Heidelberg, Bild: wikimedia.org

Seit Mitternacht wird in Heidelberg eine neue Feiertagsregelung getestet.

Deutschlandradio Kultur

Die Absprache zwischen der Kommune, den Kirchen und den Disco-und Clubbesitzern sieht unter anderem vor, dass am gesamten Karfreitag, sowie an Allerheiligen und am Totensonntag keine Tanzveranstaltungen stattfinden. Zum Ausgleich dürfen Diskotheken beispielsweise am Karsamstag öffnen – was bislang in Baden-Württemberg verboten war. Bürgermeister Wolfgang Erichson erklärte, mit der Einigung räumten die Kirchen ein, dass man auch an Ostern oder Weihnachten tanzen könne, während die Club-und Diskothekenbetreiber respektierten, dass es auch stille Feiertage gebe.

Marko Perkovic: Gott, Familie, Vaterland

Thompson, 2011 bei einem Konzert in Korčula. Bild: Quahadi Añtó / CC BY-SA 3.0

Der Sänger Thompson aus Kroatien will in Berlin ein Konzert geben. Er stößt auf Widerstand, jedoch nicht so sehr beim Veranstaltungsort.

Von Sead Husictaz

„Ora et labora“ – bete und arbeite, so heißen das 2013 erschienene Album und auch die Deutschlandtour von Marko Perkovic, 47, alias Thompson, der am 26. April in der Columbiahalle einen Auftritt plant. Nun klingt das mittelalterliche Benediktinercredo nicht gerade gefährlich, und Thompson ist in Deutschland so bekannt wie Marius-Müller Westernhagen in Kroatien. Er könnte also die hiesige Öffentlichkeit herzlich gleichgültig lassen. Dies mag sich auch das Management der Columbiahalle gedacht haben und stellte seine Räumlichkeiten dem kroatischen Sänger zur Verfügung, der zuvor schon zwei Mal, 2006 und 2009, hier gastiert hatte.

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»Wir führen auch Enttaufungen durch«

Bild: frei-denken.ch

»Heidenspaß statt Höllenqual« – Atheisten protestieren gegen die Einschränkungen zu Karfreitag. Ein Gespräch mit Petra Daheim

Interview: Gitta DüperthaljW

Petra Daheim ist Landessprecherin des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Nordrhein-Westfalen (NRW)

Jedes Jahr der gleiche Ärger: Für Karfreitag wird christliche Besinnlichkeit verordnet – und damit Verzicht auf Tanzen und andere Kulturveranstaltungen. Nichtreligiöse Menschen würden dadurch bevormundet, klagen Atheistenverbände. Was ist denn alles in NRW und anderswo untersagt?

Märkte, Sport- und Tanz – alles verboten! Uns wird vorgeschrieben, wie wir diesen freien Tag zu verbringen haben. Die Stadt Köln z.B. hat auf ihrer Webseite alles mögliche verboten: Veranstaltungen mit unterhaltendem Charakter, öffentliche Umzüge etc. Es ist alles einzeln aufgeführt – bis hin zur Briefmarkentauschbörse. Ausgenommen sind Wissenschafts- und Bildungsveranstaltungen; die sind aber anzumelden, weil man dafür eine Sondererlaubnis braucht. In Bayern gab es sogar das Verbot eines Schachwettbewerbs, der sicherlich keine gottesdienstlichen Handlungen stören würde. In Düsseldorf und Köln waren Kindertheateraufführungen untersagt – sie sollten nicht zur Zeit des Gottesdienstes stattfinden.

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NSU: Das Zeugensterben geht weiter

NSU: Das Zeugensterben geht weiter © unwiederbringlichbegangenes @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Erneut wurde ein wichtiger NSU-Zeuge tot aufgefunden. Der 39-jährige V-Mann Thomas R. – alias Corelli – soll an einer Diabeteserkrankung gestorben sein. Von offizieller Seite wird ein Fremdeinwirken ausgeschlossen. Er ist schon der siebte Tote im NSU- Komplex.

MiGAZIN

Dem Oberlandesgericht (OLG) München gehen die Zeugen aus. Jedenfalls solche, die zur Aufklärung der immer mysteriöser erscheinenden NSU Morde hätten beitragen könnten. Zuletzt traf es Corelli, wie er beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) geführt wurde. HJ Tommy nannten ihn seine rechten Kameraden.

An einer bisher nicht bemerkten Diabeteserkrankung soll der 39-Jährige allein in seiner Wohnung gestorben sein. Ein Fremdeinwirken schließen die Ermittler einem Spiegel-Bericht zufolge aus. Das BfV habe am Mittwoch vergangener Woche das parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages über den Tod des früheren Topspitzels informiert.

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Tanzverbot am Karfreitag: Dezernent begrüßt Tanzverbot

dancing girls 156547Frankfurts Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) will am Karfreitag Ruhe. Andere wollen das nicht. Sie kündigen für den Feiertag eine Protest-Party auf der Senckenberganlage an.

Frankfurter Rundschau

Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) hat sich für die Einhaltung der Ruheregelung am Karfreitag stark gemacht. „Wir können schließlich nicht bei jeder Gelegenheit die Ankerpunkte unserer Gesellschaft lösen und uns dann wundern und beklagen, wenn unser Wertegerüst Schaden nimmt“, sagte Becker und unterstützte damit die Haltung der Landesregierung, die den stillen Feiertag weiter schützen will.

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„Das letzte Wort haben nicht die Ärzte, sondern Gott“ – Bullshistic!

Der Jesus-Freak Carsten „Storch“ Schmelzer beschäftigt sich seit 2004 intensiv mit dem Thema Heilung. Seine Erkenntnisse hat er in einem Buch veröffentlicht. pro hat den 40-Jährigen getroffen und versucht herauszufinden, warum in Deutschland nur wenige Gläubige Heilungswunder erleben.

Schleswig-Holstein: Tiefbraune Talare und priesterliche Spitzel

1933, Bischof Friedrich Coch, Vereinsgeistlicher d. Inneren Mission, Luth. Kirche Sachsen. Themenbild: fundamentalismus debatte .de

1933, Bischof Friedrich Coch, Vereinsgeistlicher d. Inneren Mission, Luth. Kirche Sachsen. Themenbild: fundamentalismus debatte .de

Die evangelische Kirche im Norden will ihre NS-Vergangenheit aufarbeiten und beauftragte dazu einen Wissenschaftler. Dessen Recherchen ergaben ein verheerendes Bild.

Von Dieter HanischND

Ein Buch über den Umgang der Evangelischen Kirche im Norden mit der nationalsozialistischen Vergangenheit schlägt derzeit in Schleswig-Holstein hohe Wellen. Im Zuge seiner Recherchen für das rund 350-seitige Werk ist der Autor Stephan Linck zudem auf eine enge Zusammenarbeit zwischen hohen Kirchenfunktionären und dem Verfassungsschutz gestoßen.

Bei seinen Forschungen über die Geschichte der Landeskirchen in Nordelbien in der Zeit zwischen 1945 bis 1965 befasste sich Linck mit der Frage, inwieweit in das NS-Regime eingebundene Kirchenleute auch nach 1945 in der Kirche aktiv waren. Der Kieler Historiker spürte diverse Beispiele für fortwährenden Antisemitismus, personelle Verstrickungen mit dem Ungeist des Dritten Reiches und Spitzeldienste auf. Überwachung, Misstrauen, politische Vorgaben sowie Vorurteile gehörten demnach während des Kalten Krieges zum Innenleben des Kirchenapparates.

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Fight Church: US-Priester prügeln sich im Namen des Herrn

Amerikanische Priester kämpfen im Namen Gottes Youtube

„Die andere Wange“ halten diese Männer wohl nicht hin: US-Geistliche, die sich im Namen Gottes prügeln. Sie glauben, das herkömmliche Christentum habe die Männer verweichlicht – und wollen mit brutalen Käfigkämpfen neue Gemeindemitglieder gewinnen.

FOCUS ONLINE

Ein Mann, kahlköpfig, mit nacktem Oberkörper, ein Kreuz zwischen die breiten Schultern tätowiert schlägt im Ring auf einen anderen ein – und steht wenig später vor einer mit Gläubigen gefüllten Halle und predigt: „Jesus hat auch nie aufgegeben.”

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Abschuss von Terrorflugzeugen: Regierung plant Grundgesetzänderung

Luftfhansa Airbus A380-800, "Zürich", D-AIMF, Ident und Escort to Land LSZH mit F/A-18C Hornet Fl St 11 Bild: 20min.ch

Luftfhansa Airbus A380-800, “Zürich”, D-AIMF, Ident und Escort to Land LSZH mit F/A-18C Hornet Fl St 11 Bild: 20min.ch

Was tun, wenn Terroristen ein gekapertes Flugzeug als Waffe einsetzen? Die Entscheidung darüber, ob solche Jets abgeschossen werden dürfen, soll künftig allein der Verteidigungsminister fällen dürfen.

stern.de

Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge durch Grundgesetzänderung den Abschuss von Flugzeugen erleichtern, die von Terroristen als Waffe eingesetzt werden sollen. Wie “Spiegel Online” am Dienstag berichtet, strebt die Koalition dazu eine baldige Änderung von Artikel 35 des Grundgesetzes an. Dort solle geregelt werden, dass der Bundesverteidigungsminister der Bundeswehr notfalls im Alleingang den Einsatzbefehl gegen von Terroristen gekaperte Flugzeuge geben darf, heißt es in dem Bericht.

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Für die Religionsfreiheit: Kabinett beschließt Militärmission für Zentralafrika

Vor der Saint-Charles-Lwanga-Kirche in Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik | © Fred Dufour/AFP/Getty Images

Die Bundeswehr wird sich an der EU-Militärmission in der vom Bürgerkrieg erschütterten Zentralafrikanischen Republik beteiligen.

evangelisch.de

Das Kabinett stimmte dem Einsatz am Dienstag zu. Deutschland stellt dafür ein Sanitätsflugzeug sowie zwei gemietete Transportflugzeuge vom Typ Antonow (AN-124) zur Verfügung. Außerdem sind zehn Soldaten der Bundeswehr in den Hauptquartieren in Zentralafrika und Griechenland dabei.

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Schweizer Dschihadist in Syrien: Nicht mehr schwul «dank dem Islam»

Mathieu A. (30) in Jerusalem. Facebook

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen den Walliser Mathieu A. (30)*. Der Islam-Konvertit war zum Kampf nach Syrien gereist.

Blick.ch

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien sind schon einige muslimische Schweizer in den Heiligen Krieg gezogen. Der Fall von Mathieu A. ist jetzt aber der erste, der öffentlich bekannt wurde.

Am Freitag gab der 30-Jährige dem Westschweizer Fernsehen anonym ein Interview. Dort sagte er: «Ich wurde im Internet indoktriniert. Man sagte mir, ich müsse in den Kampf ziehen, um ein guter Muslim zu sein.» Er habe nur die Bevölkerung schützen wollen und sich geweigert, bewaffnet zu kämpfen.

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Sibylle Lewitscharoff: Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Sibylle Lewitscharoff (Bild: Wikimedia Commons/Lesekreis, CC0/Public Domain)Souverän hat die hochdekorierte Autorin Sibylle Lewitscharoff den Dodo des Monats März gewonnen. Zu keinem Zeitpunkt bestand Zweifel am Gewinn des Preises. Der Eso-Schwan der SPD hatte keine Chance.

In  der renommierten Veranstaltungsreihe “Dresdner Reden”, im Schauspielhaus der Elbmetropole, passierte es. Die Veranstalter mögen es, wenn zugespitzte Formulierungen das Publikum aus der sonntäglichen Lethargie reißen. Lewitscharoff sollte keine Enttäuschung werden.
So erklärte sie denn dem illustren Publikum das pränatale Diagnostik der blanke Horror sei. Fortpflanzungsmediziner wurden als “Frau Doktor und Herr Doktor Frankenstein” bezeichnet.Das „drastische biblische Onanieverbot“, so Lewitscharoff, erscheine ihr heute „geradezu als weise“, angesichts der ihr grotesk und widerwärtig erscheinenden Vorstellung, dass ein Mann in eine Kabine geschickt werde, um unter Umständen mithilfe von Pornographie an einer Zeugung beteiligt zu werden.

Was sagt uns das? Lewitscharoff scheint eine gespaltene Persönlichkeit zu sein, eine Schriftstellerin, durchaus geschätzt und eine bigotte Frömmlerin, die mal so richtig die Sau raus lässt. Das was sie, durch künstliche Befruchtung gezeugte Halbwesen nennt, ist sie selbst. Auf der einen Seite respektable Literatur und auf der anderen evangelikaler Fundamentalismus, der die Menschen schreiend davon rennen lässt. Janus-Köpfigkeit nennt man das wohl.

Doch nicht genug, halbe Sachen sind Lewitscharoffs Plattitüden nicht. Sie holt die Nazi-Keule heraus und schlägt, Godwin’s Law lässt grüßen, so richtig zu.

Das gegenwärtige Fortpflanzungsgemurkse vergleicht sie mit den “Kopulationsheimen der Nationalsozialisten”. Eingerichtet und betrieben um blonde Frauen mit dem Samen von blonden, blauäugigen SS-Männern zu versorgen.

Sie weiß um das moralische Argument, welches sachlich nicht zu widerlegen ist. So macht sie Ärzte, die in der Fortpflanzungsmedizin tätig sind, zu SS-Männern. Und da man auf ein moralische Argument nur moralisch, scharf erwidern kann: es geht nicht noch dämlicher Frau Lewitscharoff.
Über die Kinder, die mit Hilfe moderner Reproduktionsmethoden geboren werden meint sie:

“Nicht ganz echt sind sie in meinen Augen, sondern zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas.”

Kulturrassismus einer Büchner-Preisträgerin. Das zweifelhafte Geschöpf Lewitscharoff, in perfekter Unzulänglichkeit der eigenen Person, urteilt über Geschöpfe, die sich durch nichts von anders gezeugten Geschöpfen unterscheiden.
Gar nicht auszudenken wie Lewitscharoff, als Wissenschaftsfeindin, mit anderen Errungenschaften von Medizin und Technik umgeht. Es gibt nichts trennenderes als ein gutes evangelikales Menschenbild, da wird der Rassismus vom Heiligen Geist herabgeredet. Alle Menschen sind gleich, bei den Christen nicht, die haben feine Unterschiede. Insofern ist sie eine würdige Vertreterin ihrer Glaubensgemeinschaft.

Vielleicht sollte die Dame es ja mal mit Ohrensex versuchen oder die Droge wechseln.

In dem Sinne zum Büchner-Preis die kotztütenblaue Dronte. Herzlichen Glückwunsch.

Beckstein: Zehn Gebote sind auch Leitlinien für die Politik

Günther Beckstein, Bild: wikimedia.org

Für den ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein (CSU) sind die zehn Gebote der Bibel nicht nur für seinen Glauben, sondern auch für die Politik bedeutsam.

evangelisch.de

“Sie sind wie Leitplanken des Lebens”, sagte der Vizepräses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Sonntagabend in der Bonner Kreuzkirche. Unter dem Motto “Die zehn Gebote und die Liebe im politischen Alltag” hielt der CSU-Politiker eine Kanzelrede. Vor allem der evangelischen Sozialethik sei zu verdanken, dass Deutschland eine soziale Marktwirtschaft und nicht “Kapitalismus pur” habe, sagte Beckstein. Die soziale Komponente dieses Systems müsse heute jedoch teilweise neu erobert werden.

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Dodo Hermans Medienwäsche und Putin

Eva_HermanDie ehemalige „Tagesschau“-Sprecherin Eva Herman nimmt Russlands Präsident Waldimir Putin in Schutz und greift die westlichen Medien im Zusammenhang mit der Berichterstattung über Russlands Rolle in der Krim-Krise scharf an.

The Huffington Post

Auf der Seite des staatlichen russischen Auslandssenders „Stimme Russlands“ bezeichnet sie die westlichen Medien als „Medienkartell“, die „Medienwäsche nach dem Muster des ,bösen Russen und des guten Westens’“ betrieben. Profis wie Maybrit Illner, Frank Plasberg, Günther Jauch und Claus Kleber würden „flächendeckende Propagandaversuche“ unternehmen.

„Der Westen war es, der die Ukraine wollte, und er half dabei, erhebliche Unruhen auf dem Maidan zu schüren”, schreibt Herman. “Präsident Putin antwortet für all diese Zumutungen immer noch verhältnismäßig freundlich, die Aggression finden wir vielmehr auf der anderen Seite.” Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hatte die Annexion der Krim durch Russland verurteilt, die G8 hatten Russland ausgeschlossen.

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