Archiv der Kategorie: Radikalismus

Propaganda-Blatt lockt Deutsche in den Dschihad

Tarnfleck, Tanklaster und Testosteron: „Dabiq“ liefert brutale IS-Propaganda auf Deutsch, Dabiq Magazin/Al-Furqan Media Productions

In den Reihen des „Islamischen Staates“ kämpfen bereits mehr als 450 Deutsche. Die Terrormiliz will noch viele weitere rekrutieren. Das Propaganda-Blatt „Dabiq“ ruft im Internet weltweit zum Dschihad auf – auch auf Deutsch.

Von Katharina PfannkuchCicero

Befürchtet wurde es schon lange, seit Mitte Oktober ist es Gewissheit: Kämpfer des „Islamischen Staates“ (IS) haben im Nord-Irak jesidische Frauen und Kinder versklavt und verkauft. Bestätigt hat dies die islamistische Gruppierung um den selbsternannten Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi höchstselbst – mit einer Wortwahl und Logik, die an Menschenverachtung kaum zu überbieten ist.

Die Jesiden seien eine „heidnische Minderheit“ von „Teufelsanbetern“. Eingehende Beratungen mit Gelehrten hätten zu dem Schluss geführt, dass die Versklavung und der Verkauf jesidischer Frauen und Kinder legitim seien. Zudem halte man sich ja an die geltenden Regeln, die etwa untersagen, Kleinkinder beim Verkauf von ihrer Mutter zu trennen. Doch damit nicht genug der Selbstgefälligkeit: „Viele der Frauen und Kinder haben bereitwillig den Islam angenommen und praktizieren die Religion nun eifrig, nachdem sie die Dunkelheit der Vielgötterei verlassen konnten.“

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Reformationstag: Wie Martin Luther sich die Juden zurechtlegte

luther_1Debatte ohne Ende: War der Autor der Schrift “Von den Juden und ihren Lügen” von 1542 ein Antisemit? Der Theologe Thomas Kaufmann erklärt: Ja, der Reformator war einer. Aus enttäuschter Liebe.

Von Matthias KamannDIE WELT

Der 31. Oktober ist gefährlich. Denn am Reformationstag liegt es nahe, historische Distanz zu vergessen. Geschehnisse vor fast einem halben Jahrtausend, nach der Veröffentlichung von Martin Luthers Thesen gegen den Ablasshandel zu Allerheiligen 1517, sollen heutige Protestanten in ihrem gegenwärtigen Glauben stärken. Dass dies sehr schwierig ist, lässt sich dem neuen Buch von Thomas Kaufmann entnehmen. Es sei eine “unausweichliche Erkenntnis”, schreibt der Göttinger Professor für evangelische Kirchengeschichte und exzellente Lutherkenner, “dass man sich Luthers Theologie ebenso wenig blindlings anvertrauen kann, wie man sich als zurechnungsfähiger Mensch des 21. Jahrhunderts freiwillig den Heilkünsten eines Baders des 16. Jahrhunderts überlassen würde”.

Aber so wenig man dem Bader vertrauen darf, so wenig kann man ihm vorwerfen, dass er Bader war. Anders gesagt: Wenn heute die Gegner des Protestantismus dem Reformator Martin Luther (1483-1546) die Abweichung von ihren Positionen zur Last legen, dann irren sie. Dann “fehlt nur noch der Vorwurf, dass er nicht Auto fahren konnte”, wie jüngst Lutherbiograf Heinz Schilling auf einer Tagung in Berlin den Polemikern vorhielt. Schilling und Kaufmann plädieren für Luthers konsequente Historisierung. Deren Leistungsfähigkeit beweist Kaufmann jetzt in einem Buch über Luthers Verhältnis zu den Juden.

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Tempelberg: Fatah-Partei ruft zum “Tag des Zorns” auf

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

Nach der Erschießung eines Attentäters in Jerusalem ruft Palästina zu einem “Tag des Zorns” auf. In der Nacht gab es neue Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften.

stern.de

Nach der Schließung des Tempelbergs in Jerusalem durch die israelische Polizei am Donnerstag hat die palästinensische Fatah-Partei zu einem “Tag des Zorns” aufgerufen. In einer Mitteilung der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa schrieb die Palästinenserorganisation, man betrachte derartige Übergriffe auf den Tempelberg als “Erklärung eines religiösen Krieges gegen das palästinensische Volk”. Die Fatah rief die Palästinenser dazu auf, sich auf dem Tempelberg zu versammeln und dort zu bleiben.

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Prominentes AfD-Mitglied: “Ziehe meinen Hut vor Hools”

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Verzweifelt kämpft AfD-Chef Bernd Lucke gegen das Image seiner Partei, ein Sammelbecken für Rechte und Verschwörungstheoretiker zu sein. Allein, seine Parteibasis unterstütz ihn in diesem Vorhaben nicht.

Huffington Post

Jetzt ein neuer Skandal: Das prominente Hamburger AfD-Mitglied Tatjana Festerling gestand in einen Beitrag für die Website “Journalistenwatch”, dass sie an der Kölner Hooligan-Demonstration teilgenommen hatte, wie das “Hamburger Abendblatt” berichtet.

Festerling ist seit Gründung der AfD in Hamburg für die Partei aktiv, wird im Gründungsprotokolll der AfD Hamburg-Mitte erwähnt und kandidierte bei den Bezirkswahlen 2013.

“Heute Abend ziehe meinen Hut vor den Hools, vor Euch!”, schrieb sie in dem Beitrag.

“Für Eure Disziplin, mit der Ihr – immerhin rund 5.000 Hools – durch die Straßen gezogen seid. Eure Parolen waren nicht originell, aber schnell zu merken und in keinster Weise rassistisch, rechtsextrem oder Gewalt auffordernd: 1. Wir wollen keine Salafistenschweine 2. Wir sind das Volk!”, sagte sie an die Adresse der Hooligans gerichtet.

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Porsche: Pasta unter Michelangelos Fresko

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Taugt Kunst als Kulisse? Der Vatikan hat die Sixtinische Kapelle für Galadinner von Porsche vermietet. Der Papst rechnet wohl mit Spenden, verletzt damit aber ein demokratisches Prinzip.

Von Catrin LorchSüddeutsche.de

Was verbindet Porsche und Rom? Seit einigen Tagen muss die Antwort lauten: ein Skandal. Der Autobauer hat die Frage selbst gestellt, auf der Firmen-Website, Abteilung Motorsport-Events. Dort findet sich die Einladung zur “Exklusiven Porsche Tour nach Rom”, einer Sause durchs Latium und die Ewige Stadt, deren Höhepunkt, nach Etappenzielen wie der Sommerresidenz des Papstes, ein Konzert im “Stylish Setting” der Sixtinischen Kapelle ist. Plus Galadinner im Vatikanischen Museum, “umgeben von Meisterwerken weltberühmter Künstler wie Raffael und Michelangelo”.

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Nahost: Religionskrieg um den Tempelberg

Jehuda Glick reklamierte mit Feuereifer den Anspruch Israels auf den Felsendom. Bei einem Attentat trug er schwere Verletzungen davon. / Bild: (c) APA/EPA/MIRI TSACHI (MIRI TSACHI)

Das Attentat auf einen radikalen Prediger könnte in Jerusalem zu schweren Unruhen führen. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei das muslimische Heiligtum.

Von SUSANNE KNAULDie Presse.com

Unter den ultranationalistischen Predigern und Feuerköpfen, an denen in Israel kein Mangel herrscht, galt Jehuda Glick als der radikalste. Der großgewachsene Rotschopf, vor neun Jahren aus den USA eingewandert, erhob den Tempelberg in Jerusalem zu seinem Lebenszweck, wie er jüngst in einem Interview eingestand: „Der Tempelberg ist die Quelle meines Lebens und auch die Quelle meines Lebensunterhalts.“

Zahllose Male war er in seiner Mission, sich einen Platz auf dem Plateau des Felsendoms – des muslimischen Heiligtums – zu erstreiten, festgenommen worden. Nichts konnte ihn abhalten, mit einem Hungerstreik an der Klagemauer erzwang er die Aufhebung seiner Verbannung.
Sein Eiferertum könnte Glick nun zum Verhängnis werden – und Israel in eine neue Krise stürzen.

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Extremisten und Islam-Gegner: Religionskritik mit der Axt

Antiislamisches Schild bei einer Demonstration von Hooligans: Islam ist nicht nur Terror picture alliance

Terroristen und Islam-Kritiker führen ihre medialen Deutungsschlachten jetzt auch auf der Straße. Doch statt die Klischees weiter zu bestätigen, braucht es eine Debatte über eine Vernunftreligion.

Von Tahir ChaudhryCicero

Die barbarischen Akte der ISIS-Terroristen stellen eine deutliche Gefahr für muslimisches Leben und Denken in aller Welt dar. Doch wenn Muslime beteuern, dass es keinerlei Schwierigkeiten im Umgang mit Extremisten in ihren eigenen Reihen gebe, klingt das nach einem Tumorpatienten, der die Hilfe eines Arztes in Frage stellt. Auch wenn das Herz noch funktioniert, wird diese Einstellung auf kurz oder lang zum Tod des Patienten führen. Muslime sollten daher nicht leugnen, dass es ein Problem gibt, dürfen aber gleichzeitig den Patienten nicht sogenannten Islam-Kritikern überlassen, die mit der Axt auf ihn losgehen, um den Tumor aus dem Körper zu entfernen.

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Der Papst im Teufelswahn

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

Franziskus in Santa Marta: auf in den Kampf gegen Satan mit der Rüstung Gottes und dem Schild des Glaubens angetan. Der Teufel existiert, er ist kein Mythos, auch wenn einige das Gegenteil glauben machen wollen.

Von Armin Schwibachkath.net

Der Teufel ist kein Mythos. Das christliche Leben ist ein Kampf gegen Satan, die Welt und die Leidenschaften des Fleisches, ein epochaler Kampf, bei dem es gilt, die „Rüstung der Wahrheit“ anzulegen.

Papst Franziskus konzentrierte sich in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Donnerstag der 30. Woche im Jahreskreis auf die erste Lesung aus dem Brief an die Epheser (Eph 6,10-20). „Kraft und Mut“ seien die Worte, mit denen sich der Apostel Paulus an die Gemeinde von Ephesos wende. Dabei entfalte er eine militärische Sprache.

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UN-Gremium: Israel für exzessive tödliche Gewalt verantwortlich

Bild: bilder.t-online.de

Bild: bilder.t-online.de

Laut einem Bericht hat unter anderem der Krieg im Gazastreifen im Sommer dieses Jahres zu unverhältnismäßig vielen zivilen Opfern geführt. Israel müsse daher auch rückwirkend Menschenrechtsverletzungen seiner Soldaten prüfen.

evangelisch.de

Ein UN-Ausschuss hat Israel schwere Verletzungen der Menschenrechte in den Palästinensergebieten vorgeworfen. Immer wiederkehrende Berichte über “exzessive” tödliche Gewalt bei Operationen der Sicherheitskräfte gegen palästinensische Zivilisten seien besorgniserregend, erklärte der UN-Menschenrechtsausschuss am Donnerstag in Genf.

Das UN-Expertengremium unter dem Vorsitz des britischen Völkerrechtlers Nigel Rodley hielt in einem turnusmäßigen Report über Israel fest, dass der Militäreinsatz im Sommer in Gaza zu einer “unverhältnismäßig” großen Zahl ziviler Opfer geführt habe, darunter Kinder. Das Komitee verurteilte die Zerstörung medizinischer Einrichtungen und Schulen und die anhaltende Blockade Gazas durch die Israelis.

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Wien: Abdullah-Zentrum beschwert sich

König Abdullah, Bild: BB

König Abdullah, Bild: BB

Der saudiarabische Generalsekretär des Dialogzentrums vermisst Solidarität. Der Außenminister will sich nicht zum “Watschenmann” machen lassen.

Von CHRISTIAN ULTSCHDiePresse.com

Nein, so hat sich das Faisal bin Abdulrahman bin Muammar nicht vorgestellt. Der saudiarabische Generalsekretär des König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog in Wien ist höchst unzufrieden. Er hätte sich mehr Rückendeckung von seinen österreichischen Gastgebern erwartet.

Penibel ließ der Vertraute des saudiarabischen Königs unlängst Vorfälle auflisten, in denen seine internationale Organisation Kritik einstecken musste – und nicht vom Außenministerium verteidigt wurde. Besonders in Rage geriet er dem Vernehmen nach, als Sebastian Kurz am Rande der UN-Generalversammlung Ende September auch noch erklärte, das Dialogzentrum in Wien dürfe kein Feigenblatt für Saudiarabien sein. „Kein Kommentar“, heißt es dazu im Abdullah-Zentrum. Ein Dementi ist das auch nicht. Das Außenamt meinte zur „Presse“ nur: „Wir bleiben dabei: Das Zentrum darf kein Alibi sein.“

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Thementag Papst und Vatikan auf 3Sat

reptiloider Papst u.Kardinal Bild:katholisches.info

reptiloider Papst u.Kardinal
Bild:katholisches.info

Papst und Vatikan: zu Allerheiligen, dem 01. November, beleuchtet der 3sat-Thementag “Mythos Vatikan” in Dokumentationen und Spielfilmen das Leben und Wirken bedeutender katholischer Würdenträger wie Papst Franziskus, Papst Pius XII. und Papst Johannes Paul II.

SERIENHAI.de

Zu den Highlights des Thementags zählt neben dem aufwendig inszenierten Historiendrama “Die Päpstin (23.10 Uhr) nach dem Bestseller von Donna W. Cross sowie dem zweiteiligen Spielfilm “Pius XII.” (ab 20.15 Uhr) mit James Cromwell in der Titelrolle auch die Dokumentation “Kirche, Ketzer, Kurtisanen – Das Konzil von Konstanz” (19.20 Uhr), eine Erstausstrahlung in 3sat. Sie blickt zurück auf die Zeit vor genau 600 Jahren, als gleich drei Päpste den Stuhl Petri für sich beanspruchten.

Nach der Katastrophe von Avignon beginnt die Zeit der Papstkönige. Sixtus IV. will Rom zum neuen Oberhaupt der Welt machen und lässt die Sixtinische Kapelle bauen, eines der größten Heiligtümer der Christenheit, in dem bis heute das Konklave abgehalten wird. Doch der fromme Franziskaner stürzt den Vatikan in eine erbitterte Fehde gegen den mächtigen und schillernden Clan der Medici: Die Familienoberhäupter sollten durch Francesco de’ Pazzi und Girolamo Riario, einem Neffen von Papst Sixtus IV., ersetzt werden.

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de Maizière: Deutsche Extremisten sind unsere Söhne und Töchter

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) © bearb. MiG

Beim Kampf gegen die Terrororganisation IS stehe Deutschland in besonderer Verantwortung. 450 Radikale aus Deutschland hätten sich dem IS angeschlossen. Diese Menschen seien „in unsere Schulen gegangen, in unsere Moscheen, in unsere Sportvereine“, so der Minister.

MiGAZIN

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht Deutschland in besonderer Verantwortung beim Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS), weil in deren Reihen mindestens 450 Extremisten aus Deutschland kämpfen. „Die deutschen Kämpfer sind nun mal auch Teil des Konflikts, den wir zu lösen haben“, sagte de Maizière in einem Interview mit dem Magazin stern. „Es sind unsere Söhne und Töchter. Ein Großteil wurde hier geboren. Sie sind in unsere Schulen gegangen, in unsere Moscheen, in unsere Sportvereine. Wir tragen für deren Radikalisierung Verantwortung“.

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Islamismus in Bangladesch: Todesurteil für Parteichef

Parteichef Moulana Motiur Rahman Nizami (Mitte) bei seiner Verhaftung in Dhaka 2010.

1971 sagte sich Bangladesch von Pakistan los. Tausende starben im Unabhängigkeitskrieg. Einer der Verantwortlichen wurde jetzt verurteilt.

taz.de

Der Vorsitzende der größten islamistischen Partei in Bangladesch ist für Verbrechen während des Unabhängigkeitskriegs von 1971 zum Tode verurteilt worden. Das Urteil fällte ein dreiköpfiges Sondertribunal am Mittwoch. Dem 71-jährigen früheren Minister Motiur Rahman Nizami waren unter anderem Völkermord, Mord, Folter, Vergewaltigung und die Zerstörung von Eigentum vorgeworfen worden. Die Verteidigung kündigte einen Einspruch gegen das Urteil an.

Nizami selbst nahm den Spruch der Richter im voll besetzten Gerichtssaal in Dhaka emotionslos entgegen. Seine Partei Jamaat-e-Islami lehnte das Urteil ab und rief zu einem landesweiten Generalstreik für Donnerstag, Sonntag und Montag auf. Freitag und Samstag ist Wochenende in Bangladesch. In Dhaka patrouillierten bereits zur Urteilsverkündung am Mittwoch verstärkt Polizei und paramilitärische Einheiten, um Unruhen wie bei früheren Prozessen gegen islamistische Parteiführer zu verhindern. Nizami war bereits im Januar wegen Waffenschmuggels mit Indien zum Tode verurteilt worden.

 

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Sterbehilfe: Katholisches Sedieren bis zum bitteren Ende

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Der Münchner Kardinal und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sprach sich erneut gegen die organisierte Sterbehilfe aus. Stattdessen müsse die Palliativmedizin gestärkt werden. Ende 2015 will der Bundestag die Sterbehilfe neu regeln.

evangelisch.de

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat sein Nein zur organisierten Sterbehilfe bekräftigt. “Wir brauchen keine Anleitung zum Töten, sondern wir brauchen eine Anleitung zum menschenwürdigen Sterben”, sagte der Erzbischof von München und Freising am Mittwoch in Mühldorf am Inn. Daher müsse die Palliativmedizin gestärkt werden.

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Senior American officials refer to Israeli PM as a ‘chickenshit’

Prime Minister Benjamin Netanyahu, right, and President Barack Obama embrace at a ceremony welcoming the US leader at Ben Gurion Airport near Tel Aviv, on March 20, 2013 (photo credit: Miriam Alster/Flash90) bearb.:BB

Prime Minister Benjamin Netanyahu, right, and President Barack Obama embrace at a ceremony welcoming the US leader at Ben Gurion Airport near Tel Aviv, on March 20, 2013 (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
bearb.:BB

As Israel’s relationship with its critical ally enters ‘full-blown crisis,’ The Atlantic reports, senior American officials refer to Israeli PM as a ‘chickenshit,’ hell-bent on career preservation.

The Times of Israel

American anger at the government of Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu is “red hot” and the relationship between Israel and the US is now in a “full-blown crisis,” The Atlantic reported Tuesday.

The piece, by Jeffrey Goldberg, observed the extraordinarily harsh tone now used in increasingly regular and open fashion by Obama administration officials in reference to Jerusalem leaders, chiefly among them Netanyahu. One senior administration official was quoted by the publication as calling the Israeli prime minister “a chickenshit,” referring to what he saw as the premier’s pandering to his political base for fear of electoral defeat, his refusal to make any diplomatic headway with the Palestinians and moderate Arab states, and his fear of initiating wars.

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Das linke Islam-Tabu

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Linke überlassen die Religionskritik zunehmend den Rechten – und stabilisieren ungewollt den strukturellen Rassismus

Von Christian BaronND

Linke tun sich schwer damit, den Islam zu kritisieren. Weil vor allem muslimische (Post-) Migranten in Deutschland einer massiven Diskriminierung ausgesetzt sind, entwickeln viele Linke die Neigung, jede Kritik am Islam mit noch schärferen Volten gegen den grassierenden »antimuslimischen Rassismus« zu kontern. So ist das Thema »Islam« aktuell eine Domäne der Nazis, der rechtspopulistischen Rattenfänger (Sarrazin, AfD), der reaktionären Ex-Feministinnen (Alice Schwarzer) und der neoliberalen Komiker (Dieter Nuhr). Deren »Kritik« am Islam hält den strukturellen Rassismus in Deutschland aktiv mit am Laufen.

Linke Religionskritik existiert derzeit nur in Nischendebatten, weil bislang kein Weg gefunden ist, zwischen den brüchigen Fronten der rassistischen Hassprediger und der notwendigen Kritik an machtversessenen Religionen wie dem Islam zu agieren. Warum sollte es sich widersprechen, diejenigen vor Unterdrückung zu schützen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden und sich zugleich massiv gegen die in weiten Teilen dieser Welt brutal sich auswirkenden muslimischen Glaubenssätze zu wenden? In einigen Staaten des Nahen Ostens werden Homosexuelle geköpft, scheidungswillige Frauen gesteinigt und alle Nicht-Muslime als unwertes Leben betrachtet. Alles unter plausibler Berufung auf den Koran.

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“Kirchen trugen dazu bei, dass viele nicht mehr an Gott glauben”

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Wiener Theologe Zulehner und deutsche Pastorin Heinecke formulieren Schuldbekenntnis zum Reformationsjubiläum 2017: Angestrebte Erneuerung der weströmischen Kirche wurde auch zum Anfang “einer der tiefsten Krisen des christlichen Glaubens” in Europa

kathweb

“Durch die Spaltung und gegenseitige Beschuldigungen haben beide Kirchen dazu beigetragen, dass viele Menschen nicht mehr an Gott glauben können”: Zu dieser Einsicht kommen zwei Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche – der Wiener Theologe Paul M. Zulehner und die deutsche Pastorin Irene Heinecke – im Blick auf das 2017 anstehende Reformationsjubiläum. In einem gemeinsam formulierten und im Internet veröffentlichten Schuldbekenntnis attestieren sie der Reformation, “gut gedacht und nötig” gewesen zu sein und viele Anstöße gegeben zu haben; zugleich sei sie “schon zu Beginn verstrickt in Schuld und Blutvergießen und Ausgrenzung” gewesen und habe die Verbindung zwischen Macht und Kirche “gefestigt anstatt sie aufzulösen”.

Die angestrebte Erneuerung der weströmischen Kirche sei zugleich zum Anfang “einer der tiefsten Krisen des christlichen Glaubens” geworden. Die Folge: Vor allem unter den nachdenklichen Menschen in Europa “verloren die Konfessionen und mit ihm das Christentum ihre Reputation”. Die Aufklärung als Absetzbewegung von kirchlicher Bevormundung und später der europäische Atheismus wurzeln laut Zulehner und Heinecke in der Erfahrung, dass die Kirchenspaltung auch die Gesellschaft spaltete und etwa im 30-jährigen Krieg Gewalt und Tod über den ganzen Kontinent brachte.

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Sieg Heil, Hitlerchat, Führerbärte: Die Nazi-Klasse von Landsberg

schwule_nazisDie Stadt Landsberg im Saalekreis hat rund 15.000 Einwohner. 29 von ihnen sorgen nun für einen Skandal. Sie begrüßen sich mit dem Hitlergruß, sie tauschen sich in einem WhatsApp-Chat über rechtes Gedankengut aus, sie sind eine Nazi-Klasse. Das passiert in der 9a des Landsberger Gymnasiums.

FOCUS ONLINE

Sie begrüßen sich morgens wie selbstverständlich mitten im Klassenraum mit dem Hitlergruß und schicken sich nachmittags per WhatsApp ausländerfeindliche Parolen zu: Das Treiben der Klasse 9a eines Landsberger Gymnasiums schockt momentan ganz Deutschland. Die Jungen und Mädchen im Alter von gerade einmal 15 Jahren haben offenbar Gefallen an rechten Parolen gefunden, wie die „Bild“ berichtet.

The Rare Psychological Disorder That Only Affects Death Row Inmates

Image: io9

Imagine being told you are going to die in a month. Then it’s a few hours. Then another month. You may be set free or you may be killed, and it all depends on events that are completely out of your control. How long could you stand it?

By Esther Inglis-Arkellio9

Death Row Syndrome

The poem, “O Death, rock me asleep,” is rumored to have been written by Anne Boleyn in her cell as she awaited execution. While in prison, Anne was reported to have fallen into laughing spells and claimed that it would not rain until she was released or that doom would befall the kingdom seven years after she was executed. One morning, believing she was to be executed that day, she burst into tears upon being informed that her execution was delayed. She declared that she had hoped to be “past her pain” by the end of the day. A few years later Anne’s sister-in-law, Jane Rochford, also went insane awaiting execution.

Regardless of the legality or morality of the death penalty, the process of sitting on death row, waiting to be executed, is incredibly painful. Some now argue that the protracted uncertainty, the rapidly changing execution dates, and the terrible isolation of death row, induces a form of insanity. People lose their minds, they commit suicide, and most importantly, they stop using the legal system to appeal their executions. It’s called death row syndrome.

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The Atheist Atrocities Fallacy – Hitler, Stalin & Pol Pot

Image: Richard Dawkins-Foundation

Image: Richard Dawkins-Foundation

Religious apologists, particularly those of the Christian variety, are big fans of what I have dubbed, the atheist atrocities fallacy. Christians commonly employ this fallacy to shield their egos from the harsh reality of the brutality of their own religion, by utilizing a most absurd form of the tu quoque (“you too”) fallacy, mingled with numerous other logical fallacies and historical inaccuracies.

By Michael SherlockRichard Dawkins-Foundation

Despite the fact that the atheist atrocities fallacy has already been thoroughly exposed by Hitchens and other great thinkers, it continues to circulate amongst the desperate believers of a religion in its death throes.  Should an atheist present a believer with the crimes committed by the Holy See of the Inquisition(s), the Crusaders and other faith-wielding misanthropes, they will often hear the reply; “Well, what about Stalin, Pol Pot and Hitler? They were atheists, and they killed millions!”

Given the obstinate nature of religious faith and the wilful ignorance it cultivates in the mind of the believer, I am quite certain that this article will not be the final nail in this rancid and rotting coffin.  Having said this, I do hope it will contribute to the arsenal required by those who value reason, facts and evidence, in their struggle against the fallacies perpetually flaunted by those who do not value the truth above their own egocentric delusions, delusions inspired by an unquenchable thirst for security, no matter how frighteningly false its foundation.

Before addressing the primary weaknesses of the atheist atrocities fallacy itself, I would like to attend to each of these three homicidal stooges; Stalin, Pol Pot and Hitler, who are constantly trotted out to defend a religious worldview.  I will lend Hitler the most time, as the claim that he was an atheist represents a most egregious violation of the truth.

HITLER

“Besides that, I believe one thing: there is a Lord God! And this Lord God creates the peoples.”  [1]    ~Adolf Hitler

 “We were convinced that the people need and require this faith. We have therefore undertaken the fight against the atheistic movement, and that not merely with a few theoretical declarations; we have stamped it out” [2]   ~Adolf Hitler

Hitler was a Christian.  This undeniable fact couldn’t be made any clearer than by his own confessions.  Yet, I will not merely present you with these testimonies, as damning as they happen to be on their own, but I also intend on furnishing you with a brief history of the inherent anti-Semitism of the Christian religion.  I will do so to demonstrate beyond any reasonable doubt that Hitler and his Christian Nazi Party were acting in complete concordance with traditional Christian anti-Semitism.

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