Archiv der Kategorie: Säkulares

Paläoklima: Die Hockeyschläger-Debatte

Hier zunächst noch einmal die Hockeyschläger-Kurve von 1999 (blau) im Vergleich mit der neuen Kurve aus dem PAGES 2k-Projekt.

Abb. 1 Grüne Punkte zeigen die 30-Jahresmittel (flächengewichteter Mittelwert über die Kontinente) der neuen PAGES 2k-Rekonstruktion. Die rote Kurve zeigt die globale Mitteltemperatur laut HadCRUT4 Messdaten ab 1850 (mit einem 30-Jahresfenster geglättet). Dazu in blau der ursprüngliche hockey stick von Mann, Bradley und Hughes (1999) mit seinem Unsicherheitsbereich (hellblau). Grafik: Klaus Bittermann. Mehr dazu in unserem vorigen Post.

Vorige Woche haben wir hier die neue Klimarekonstruktion des PAGES 2k-Projekts besprochen, die einmal mehr den Hockeyschläger-Verlauf der Klimageschichte der letzten tausend Jahre bestätigt hat. Man kann über die Hockeyschläger-Kurve kaum sprechen, ohne auch auf die in der Wissenschaftsgeschichte wohl einzigartige Kampagne zu ihrer Diskreditierung und zur Diffamierung und Einschüchterung der beteiligten Forscher einzugehen, die bis zu Todesdrohungen reichte. Dies tun wir deshalb hier in Teil 2 unserer kleinen Paläoklima-Serie. [Teil 1]

Von Stefan RahmstorfKlimaLounge

Mike Mann hatte als junger Postdoc zusammen mit Ray Bradley und Malcolm Hughes diese frühe Rekonstruktion Ende der 90er Jahre in Nature und Geophysical Research Letters publiziert; zunächst erregte sie nicht viel Aufmerksamkeit. Doch nachdem der dritte IPCC-Bericht von 2001 die Kurve prominent präsentiert hatte, begann eine massive Kampagne dagegen – mit Rufmord, juristischen Klagen und Drohungen1. Es ging bis zu einem Brief mit weißem Pulver, der Mike Mann per Post zugeschickt wurde und der zur Evakuierung des Uni-Gebäudes durch die Polizei führte.

Sowohl Mike Mann als auch Ray Bradley haben später Bücher darüber geschrieben (Bradley 2011: Global Warming and Political Intimidation; Mann 2012: The Hockey Stick and the Climate Wars). Wer eine Kurzfassung will, dem empfehle ich das exzellent recherchierte ZEIT-Dossier vom Dezember 2012. Eine etwas ausführlichere und weniger journalistische (dafür genauer auf die fachlichen Argumente eingehende) Chronik liefert Wikipedia. Oder man hört sich aus erster Hand an, wie Ray Bradley hier seine Erlebnisse schildert:

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Mississippi Could Soon Jail Women for Stillbirths, Miscarriages

PeJo/Shutterstock

The state’s manslaughter laws weren’t supposed to apply to women who lose pregnancies. Prosecutors don’t seem to care.

By Kate SheppardMother Jones

On March 14, 2009, 31 weeks into her pregnancy, Nina Buckhalter gave birth to a stillborn baby girl. She named the child Hayley Jade. Two months later, a grand jury in Lamar County, Mississippi, indicted Buckhalter for manslaughter, claiming that the then-29-year-old woman “did willfully, unlawfully, feloniously, kill Hayley Jade Buckhalter, a human being, by culpable negligence.”

The district attorney argued that methamphetamine detected in Buckhalter’s system caused Hayley Jade’s death. The state Supreme Court, which heard oral arguments on the case on April 2, is expected to rule soon on whether the prosecution can move forward.

If prosecutors prevail in this case, the state would be setting a “dangerous precedent” that “unintentional pregnancy loss can be treated as a form of homicide,” says Farah Diaz-Tello, a staff attorney with National Advocates for Pregnant Women, a nonprofit legal organization that has joined with Robert McDuff, a Mississippi civil rights lawyer, to defend Buckhalter. If Buckhalter’s case goes forward, NAPW fears it could spur a wave of similar prosecutions in Mississippi and other states.

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München: Der gestürzte Buddha

(Foto: dpa)

Kunst oder Blasphemie? Die gekippte Buddha-Statue auf dem Viktualienmarkt verärgert einige Buddhisten. Sie empfinden die Kunstaktion als religiösen Affront – das Kulturreferat hingegen sucht gerade die Diskussion und erklärt den Sinn des Kunstwerks.

Von Christina Maria BerrSüddeutsche.de

Eigentlich liegt er am Rand des Treibens, der goldfarbene Buddha auf dem Viktualienmarkt. Nur wer zufällig den Weg zwischen Pschorr-Biergarten, Nymphenburger-Sekt-Stand und einem Gemüsehändler wählt, kommt an der dann durchaus auffälligen Kunstinstallation vorbei.

500 Kilogramm wiegt der sitzende, meditierende Buddha, der wie umgeworfen am Boden befestigt ist. “Made in Dresden” steht auf der Unterseite und so lautet auch der Titel des Werks von Han Chong. Der Buddha ist ein Teil der vom Kulturreferat veranstalteten Aktion “A Space Called Public – hoffentlich öffentlich”, das sich mit dem Stadt-Bild zwischen Klischee und Kommerz auseinandersetzen möchte.

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Atheists Rising: Arizona Lawmaker Says “Don’t Bow Your Heads”

Photo Credit: James Steidi/Shutterstock.com

Watch: Asked if she “thanks the lord,” Oklahoma survivor tells Wolf, “actually, I’m an atheist.”

By Mary Elizabeth WilliamsAlternet/Salon

You’d think by now CNN would have learned to stop treating their assumptions and as truths. But when Wolf Blitzer made a casual comment Tuesday, it turned out to be a teachable moment both for the newsman and television viewers.

Speaking live to a survivor of the deadly tornado in Moore, Okla., Blitzer declared the woman “blessed,” her husband “blessed,” and her son “blessed.” He then asked, “You’ve gotta thank the Lord, right? Do you thank the Lord for that split-second decision?”

But as she held her 18-month-old son, Rebecca Vitsmun politely replied, “I’m actually an atheist.” A flummoxed Blitzer quickly lobbed back, “You are. All right. But you made the right call,” and Vitsmun graciously offered him a lifeline. “We are here,” she said, “and I don’t blame anyone for thanking the Lord.” Nicely done, Rebecca Vitsmun.

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“Viele junge Araber haben sich völlig von der Religion abgewandt”

arab_atheist_allianceArabischer Atheismus: Eine wachsender Gegentrend, der sich die Revolution zurückholt?

Von Thomas PanyTELEPOLIS

Sie sind klar in der Minderheit, aber sie existieren: Atheisten in arabischen Ländern. Mit dem Aufkommen von sozialen Netzwerken haben sie eine Plattform gefunden, um der Zensur zu entgehen. Zwischen 2009 und 2010 wurde das Arab Atheist Network. Auf Facebook findet sich beispielsweise die Arab Atheist Alliance. Die Gegnerschaft der militanten Glaubenseiferer ist groß und die Atheisten haben in manchen Ländern bei Entdeckung die Todesstrafe zu befürchten.

Laut einem saudi-arabischen Atheisten bieten Twitter und Facebook die Gelegenheit, Treffen zu organisieren: “Auch wenn sie wirklich kaum zu bemerken sind, wenn Sie sich einmal zu einem solchen Treffen begeben, werden Sie schockiert sein, wie viele es sind und welche Gesellschaftsschichten sie repräsentieren.”

Es sei unwahrscheinlich, dass die westlichen Medien davon Notiz nehmen, aber es scheint ganz so, als ob der arabische Atheismus derzeit eine Erneuerung erfahre, beobachtet der in den USA lebende arabische Autor und Professor für politische Wissenschaft As’ad AbuKhalil in seiner Kolumne für die Zeitung Al-Akhbar. Auch er verweist darauf, dass sich das Phänomen längst im Internet zeige, wo entsprechende Seiten immer populärer würden.

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Atheists Fight Gideon Bibles With Books By Christopher Hitchens

Photo: Reuters/Brian Snyder

What’s a prominent secular organization to do when a request to remove Bibles from state-owned property is unsuccessful?

By Christopher ZaraInternational Business Times

American Atheists, the feisty group of nonbelievers known for its outspoken billboard campaigns and arguments with Bill O’Reilly, decided to fight fire with fire — or, rather, fight scripture with Hitchens.

The group announced on Friday that it’s planning to ship piles of popular atheist books to the Georgia Department of Natural Resources for display in all state park cabins. The decision follows a brewing controversy that escalated after a visitor to a state park in north Georgia found a Gideon Bible in a cabin he’d rented there. As it turns out, the visitor was Ed Buckner, who served as president of American Atheists between 2008 and 2010.

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Dodo-Meisner: “Es gibt aber nur eine Kirche von oben her”

meisner_400qIn Fragen der Lehre passt zwischen Franziskus und seinen Vorgänger Benedikt XVI. «kein Blatt», auch in Fragen nach mehr Demokratie in der Kirche oder einer Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zum Kommunionempfang

kath.net

Unter dem neuen Papst Franziskus wird es nach Ansicht des Kölner Kardinals Joachim Meisner (Foto) keinen grundlegenden Kurswandel in der katholischen Kirche geben. «Ich warne da vor falschen Hoffnungen», sagte Meisner in einem Interview der «Stuttgarter Zeitung» (Dienstag). In Fragen der Lehre passe zwischen Franziskus und seinen Vorgänger, Benedikt XVI., «kein Blatt».

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Dodo-Meisner will, dass „Frauen drei, vier Kinder“ kriegen

meisner_400qDer Kölner Kardinal Meisner fühlt sich durch die Bevölkerungspolitik von Kanzlerin Merkel an die Situation in der DDR erinnert. Und will Frauen ermuntern, zu Hause zu bleiben und „drei, vier Kinder“ auf die Welt zu bringen.

FOCUS ONLINE

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine falsche Strategie in der Bevölkerungspolitik vor. Zugleich verlangt Meisner gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“ vom Dienstag andere familienpolitische Signale: Frauen müssten „öffentlich ermutigt werden, zu Hause zu bleiben und drei, vier Kinder auf die Welt zu bringen“.

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Skurriles Experiment: Verraten Tote Geheimwörter?

Robert Thouless, Bild: wdr.de

Der britische Parapsychologe Robert Thouless (1894-1984) wollte nach seinem Tod ein Schlüsselwort aus dem Jenseits übermitteln. Bisher hat es niemand empfangen

Das Experiment, das Robert Thouless 1948 startete, hatte folgenden Ablauf: Er verschlüsselte eine Nachricht in einer Form, die seiner Meinung nach nicht zu knacken war, und kündigte an, nach seinem Tod – sofern möglich – die Lösung aus dem Jenseits zu übermitteln. Sollte dies gelingen, dann wäre bewiesen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und dass Tote mit Lebenden kommunizieren können. Eine der größten Sensationen der Wissenschaftsgeschichte wäre perfekt.

Von Klaus SchmehTELEPOLIS

Ein Experiment in drei Anläufen

Im Frühjahr 2011 schaute ich mir in der Universitätsbibliothek von Cambridge (Großbritannien) einen Karton voller Unterlagen zu diesem Experiment an. Robert Thouless (1894-1984) war Psychologe und interessierte sich auch für die Parapsychologie. Er trug wesentlich dazu bei, die Forschung in diesem Bereich professioneller zu gestalten, doch wie bisher alle seine Kollegen scheiterte er am wichtigsten Punkt: Er konnte nicht nachweisen, dass es parapsychologische Effekte (z. B. Telepathie) überhaupt gibt.

Thouless veröffentlichte Details zu seinem Experiment 1948 in einem Artikel in den Proceedings of the Society for Psychical Research. Die verschlüsselte Nachricht, die er publizierte, lautet wie folgt (später wurde sie als Nachricht A bezeichnet):

CBFTM HGRIO TSTAU FSBDN WGNIS BRVEF BQTAB
QRPEF BKSDG MNRPS RFBSU TTDMF EMA BIM

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Zwangsautoerotischer Dodo als göttlicher Eheberater

weihbischof-andreas-launChristen, die in einer zweiten, nur zivilen Verbindung leben! Ein kath.net-Klartext von Weihbischof Andreas Laun, Salzburg.

kath.net

Die Frage, ob Katholiken, die geschieden und dann staatlich eine neue Verbindung eingegangen sind, zur heiligen Kommunion gehen können oder nicht, ist eines der „heißen Themen“ in der öffentlichen Meinung geworden und manchmal nehmen sogar Menschen dazu Stellung, die gar nicht gläubig sind und nicht einmal Mitglieder der Kirche!

Diskutiert wird darüber meistens als eine Frage der Barmherzigkeit: Wäre die Kirche doch barmherziger, würde sie „es“ erlauben, sagt man! Eng verbunden damit ist die Forderung nach „Mahlgemeinschaft“ mit den Protestanten, manchmal fordert man sogar den Zugang zur heiligen Kommunion für Nicht-Christen! Wäre die Kirche dazu „endlich“ barmherzig genug, wäre viel Gutes davon zu erwarten, meinen jene, die sich von der Erfüllung dieser (und auch anderer) Forderungen eine große, wunderbare Reform der Kirche versprechen!

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Kirchenaustrittsgebühr: Berliner Senat ohne Bistumsleitung handlungsunfähig?

Foto:dpa

Erst in dieser Woche erfuhr die Öffentlichkeit, dass das überschuldete Land Berlin immer noch den Kirchenaustritt subventioniert.

Von Mechthild KüpperFrankfurter Allgemeine

An dem Tag, als nach sechs Jahren Pause der Berliner Senat gemeinsam mit der Bistumsleitung tagte, beschloss die Regierung einen Gesetzesentwurf, der den Kirchenaustritt gebührenpflichtig macht.

30 Euro werden künftig fällig. Bislang gehörte der Austritt aus der Kirche zu den wenigen Verwaltungsakten, zu denen Berliner Bürger so emphatisch begrüßt und entgegenkommend behandelt wurden, wie sie sich das für ihre übrigen Behördenkontakten nur erträumen können. Nach der gemeinsamen Sitzung zeigten sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Rainer Kardinal Woelki gemeinsam im Bernhard-Lichtenberg-Haus hinter der Hedwigskathedrale.

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Alain de Botton: “Religion für Atheisten”

Bild: NASA

Wenn man Alain de Bottons neues Buch liest, bekommt man den Eindruck, die katholische Kirche höchstpersönlich habe die DIN-Norm erfunden – so begeistert schaut er auf ihre Institutionen, die die Welt sortieren und einordnen. Leben möchte man in seiner Welt aber trotzdem nicht.

Von Adolf Stock - Deutschlandradio Kultur

Was verbindet McDonald’s mit der katholischen Kirche? Beide sagen wo’s langgehen soll: McDonald’s dem Personal in der Frittenbude und die katholische Kirche den Priestern und Katholiken.

“Dem Angestellten wird genauestens vorgeschrieben, wo er sein Namensschildchen tragen muss, mit welchem Lächeln er jeden Kunden beglücken soll und wie viel Gramm Mayonnaise auf jedes Brötchen-Oberteil zu schmieren ist. (…) Ihre Edikte, die im Detail festlegen, welche Weinsorten bei der Heiligen Kommunion verwendet werden sollen und welche Farbe die Schuhe der Priester haben sollen, beweisen, wie penibel die Kirche darüber wachte, dass sich jeder Priester an die vorgegebenen Standards hielt.”

Beim Lesen von Alain de Bottons neuestem Buch könnte man meinen, die katholische Kirche habe die DIN-Norm persönlich erfunden.

Alain de Botton ist in einem atheistischen Umfeld großgeworden. Seine Eltern waren säkularisierte Juden, sein Vater war Banker in der Schweiz. Der professionelle Geldverwalter hielt den Glauben an Gott für eine bemitleidenswerte Behinderung. Dagegen hat der Sohn rebelliert. “Wir haben schlecht säkularisiert”, lautet de Bottons Credo. Lasst uns mal schauen, was die Religionen den Atheisten zu bieten haben!

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GBS: Aufklärung im Rückwärtsgang

Bild: louislevy.wordpress.com

Die Giordano Bruno Stiftung (GBS) hat sich auf die Fahne geschrieben, Aufklärung und Humanismus im 21. Jahrhundert forcieren zu wollen. Daran gibt es sicher nichts auszusetzen, denn immer noch steckt auch die sogenannte „aufgeklärte Welt“ Hals-tief in irrationalen esoterischen Verhaltensmustern.

Louis Levy’s Blog

Aufzuklärendes gibt es mehr als genug. Viele der GBS-Aussagen und -Aktionen waren mir deshalb weitgehend sympathisch und gesinnungsverwandt. Kampagnen wie „Evolutionstag statt Christi Himmelfahrt!“, „Aufklären statt verschleiern!“ oder Proteste gegen die Todesstrafe konnte ich nur goutieren.

Leider ist aber nicht überall Aufklärung drin, wo Aufklärung draufsteht, so dass auch die GBS zuweilen dieser, bzw. zumindest einiger Kritik bedarf. Dass die Stiftung mit letzter nicht besonders umgehen kann, ist schade, sollte sie sich doch besser das seit der Antike gebräuchliche Sprichwort „Amicus Plato, sed magis amica veritas“ zu eigen machen.

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Walter Witt: “Die Bibel ist ein Märchenbuch”

BibelRentner inspirierte Plakataktion „Die Bibel ist (k)ein Märchenbuch“.

kath.net

Der bekennende Atheist Walter Witt hat in Hamburg eine öffentliche Diskussion über die Bibel ausgelöst: Seit zehn Jahren verbreitet der ehemalige Postbeamte seinen Leitsatz „Die Bibel ist ein Märchenbuch“ auf Plakaten, Hauswänden und Fußwegen. Er verschickte auch mehrmals im Jahr Postkarten mit dem Satz an christliche Werke wie zum Beispiel Bibel TV.

Inzwischen schreiben viele Passanten dazu ihre Kommentare auf die Plakate. Einer reagierte mit der Frage „Wie kommst du da drauf?“ und bat um Argumente. Ein anderer verwies auf den 2. Petrusbrief (1,16), wo es heißt: „Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen.“

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Asteroid 1998 QE2 To Give Earth A Close Shave On May 31

asteroid_1998_qe2A gigantic asteroid will fly by our planet at the end of this month, making its closest approach for at least the next two centuries on May 31. But, don’t worry, it won’t get closer than about 3.6 million miles, which is around 15 times the distance between Earth and the moon.

THE HUFFINGTON POST

Astronomers plan to use radar telescopes to get a good look at the space rock, named Asteroid 1998 QE2, between May 30 and June 9.

Asteroid 1998 QE2 will be an outstanding radar imaging target at Goldstone and Arecibo [observatories] and we expect to obtain a series of high-resolution images that could reveal a wealth of surface features,” radar astronomer Lance Benner, the principal investigator for the Goldstone radar observations from NASA’s Jet Propulsion Laboratory, said in a written statement.

Astronomers will be able to study the asteroid’s size, shape, rotation, and surface features — all of which could shed light on its origin. “We will also use new radar measurements of the asteroid’s distance and velocity to improve our calculation of its orbit and compute its motion farther into the future than we could otherwise,” Benner said in the statement.

The space rock was discovered in 1998 by the MIT Lincoln Near Earth Asteroid Research program — and research suggests it’s about 1.7 miles long. How big is that? The rock’s size has been compared to the Golden Gate Bridge, as well as the length of nine QE2 cruise ships. But, just FYI, the rock was not named after the celebrated ocean liner. Instead, the name was assigned by the Minor Planet Center, which gives each newly discovered asteroid a name.

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Pfingstmission: Besser ohne Gott

©Haas

Pfingsten ist das Fest der Missionen: Wolf Steinberger ist überzeugter Atheist.

Von Louisa T. Braun und Michael HaasMekur-online.de

Wolf Steinberger, 59, hat Humor. Und er provoziert gerne. Vor ein paar Jahren, da ließ er eine „Heidenspaß-Party“ steigen, für Nichtgläubige, am tanzfreien Karfreitag. Das gab Ärger, bis heute dauert der Rechtsstreit an. Dann, 2008, rief er den Blasphemie-Preis „Der freche Mario“ ins Leben, der religiöse Karikaturen prämiert. Ganz schön respektlos.

„Ich würde aufhören, wenn sie mich in Ruhe ließen“, sagt der Atheist aus Wolfratshausen. Kruzifixe in Klassenzimmern, Glockengeläut: Er fühlt sich belästigt von der Beeinflussung des Alltags durch Religion. Er will mehr Toleranz, weniger „blinden Gehorsam“ der Gläubigen. „Wir lassen die ja auch in Ruhe beten.“

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Karlheinz Deschner und Sturzbäche von Blut

Karlheinz Deschner 1999 Foto: Georg Pöhlein

Gespräch mit Gabriele Röwer. Über das Werk des Kirchenkritikers Karlheinz Deschner, den Abschluß seiner »Kriminalgeschichte des Christentums« und seine Prognose für den neuen Papst

Interview Stefan Huth -jW

Joseph Ratzinger trat unlängst als Papst Benedikt XVI. zurück. Wenn ein kirchenkritischer Historiker wie Karlheinz Deschner zurückblickt – welchen Platz nimmt dieser Papst in der Geschichte der Päpste ein?

Die bedeutendsten Päpste des 20. Jahrhunderts waren, wie Deschner in seiner über 1000 Seiten umfassenden »Politik der Päpste« darlegt, stark politisch orientiert: Leo XIII (1878-1903) – »Ego sum Petrus«, »ich will eine große Politik führen« – die Faschistenpäpste Pius XI. und Pius XII. sowie schließlich Johannes Paul II. Dessen Nachfolger aber, Joseph Ratzinger, vordem Tübinger Professor für Dogmatik und Fundamentaltheologie, dann Präfekt der Glaubenskongregation (vor Zeiten »die heilige Inquisition«) setzte als Benedikt XVI. die Machtpolitik seiner Vorgänger nicht fort. Vielmehr suchte er durch Systematisierung und Festigung des Dogmengebäudes ein Bollwerk zu schaffen gegen die Gefahr wachsender Erodierung seiner Kirche, die in Westeuropa immer mehr Mitglieder an säkulare Strömungen verlor, in der restlichen Welt vor allem an die Evangelikalen.

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Südafrika: 23 Jungen sterben bei Beschneidung

Bild: dpa(Symbolfoto)

Drama in Südafrika: Bei der traditionellen Beschneidung von Jungen sind in der Provinz Mpumalanga innerhalb von nur zwei Wochen 23 Jugendliche gestorben.

Berliner Kurier

In 22 Fällen sind mittlerweile Mordermittlungen eingeleitet worden. Die Todesumstände des 23. Opfers werden von den Behörden noch überprüft.

Der Beschneidungsritus gilt bei den meisten südafrikanischen Völkern als Einstieg der Jugendlichen ins Erwachsenenleben. Jährlich werden zehntausende Jugendliche beschnitten.

Wegen des oft unsachgemäß durchgeführten Eingriffs mit zahlreichen Verletzungen und Todesfällen wird die Praxis in Südafrika mittlerweile kontrovers diskutiert.

Auch der Unglaube ist letztlich nur ein Glaube

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Um Halbglaubende und Nichtglaubende ins Gespräch zu bringen, ist eine Rückbesinnung auf das Zweite Vatikanische Konzil und dessen kritisch-konstruktiven Dialog mit dem Atheismus auch 50 Jahre danach noch immer lohnend.

Von JAN-HEINER TÜCKDie Presse

Schon länger ist bekannt, dass das Verblassen des Gottesglaubens in der späten Moderne nicht zum Absterben von Religion geführt, sondern neue Formen von Religiosität freigesetzt hat. Die blühende Landschaft von Wellness und Esoterik war in den vergangenen Jahren ein Indiz dafür, dass der Abschied von Gott religiöse Praktiken keineswegs ausschließt.

Weichere Varianten der Gottlosigkeit schienen den kämpferischen Atheismus beerbt zu haben. Auf den Trümmern der atheistischen Systeme breitete sich eine „religionsfreundliche Gottlosigkeit“ (J. B. Metz) aus, die das Bedürfnis nach religiösem Wohlgefühl bediente, ohne sich um die intellektuelle Möglichkeit des Gottesglaubens näher zu kümmern. Bekennende Atheisten waren rar geworden. Dies hat sich geändert.

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Britischer Lokalpolitiker fordert Tötung behinderter Kinder

Colin Brewer, Bild: telegraph.co.uk

Behinderte Kinder kosteten die Öffentlichkeit zu viel. In Zeiten knapper Budgets müsse man ein ‚Gleichgewicht’ zwischen Dienstleistungen für (behinderte) Einzelpersonen und für die Gesellschaft finden, meint ein Politiker der Grafschaft Cornwall.

kath.net

Der britische Lokalpolitiker Colin Brewer hat erneut verlangt, behinderte Kinder unter bestimmten Umständen töten zu können. Er bestätigte seine bereits 2011 gemachte Aussage, Behinderte, die ihr Leben lang vom nationalen britischen Gesundheitssystem versorgt werden müssten, kosteten der Öffentlichkeit einfach zu viel Geld.

Er sprach sich zwar für mehr Einrichtungen für Behinderte in Cornwall aus, damit diese nicht in teure Institutionen außerhalb der Grafschaft geschickt werden müssten. Allerdings sei er über die hohen Summen „besorgt“, die für die Versorgung einzelner Behinderter aufgewendet würden, fuhr er gegenüber der Nachrichtenagentur „Disability News Service“ (DNS) fort, die sich auf Nachrichten zum Thema Leben mit Behinderung spezialisiert hat.

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