Archiv der Kategorie: Säkulares

Elchspucke gegen Pilzgift und Magenverstimmung

Kontrahent Nummer 1: Ein hungriger Elch
Elche (Alces Alces) haben einen stabilen Magen, selbst sie vertragen aber größere Mengen an giftigen Alkaloiden in der Nahrung nicht gut. Offenbar versuchen sie daher, mit ihrem Speichel an häufig genutzen Fraßstellen dafür zu sorgen, dass Alkaloid produzierende Pilze langsamer wachsen. © pixabay / David Mark / CC0
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Pflanzen sind nicht passiv und wehrlos: wer sie anknabbert, muss damit rechnen vergiftet zu werden. Was macht man dagegen, als Elch, Rentier oder hungriger Vegetarier?

Von Jan OsterkampSpektrum.de

Oft enden Pflanzen im Magen eines Pflanzenfressers – so oft, dass Grünzeug im Laufe der Evolution allerlei Gegenstrategien entwickelt hat. In der Folge entstanden viele Arten, die sich gegen das Verzehrtwerden mit selbst produzierten Gift- und Bitterstoffen wappnen, oder solche, die giftigen Untermietern Unterschlupf bieten, welche dann für die fraßabschreckende Wirkung sorgen. Hungrigen Tieren bleibt dann kaum etwas übrig, als wählerisch zu werden – oder ihrerseits mit Abhärtung zu reagieren, sich also eine möglichst hohe Toleranz gegen viele unterschiedliche Giftstoffe beizubringen. Es muss aber auch eleganter gehen, dachten sich Andrew Tanentzap von der University of Cambridge und seine Kollegen.

Auf Essen spucken

Den aufmerksamen Forschern war zunächst aufgefallen, wie freigiebig große Pflanzenfresser beim Fressen mit ihrem Speichelvorrat umgehen: Statt schlicht Spucke im Maul zum Einweichen ausgerupfter Halme und Blätter zu nutzen, applizieren Reh, Kuh und Co Speichelfäden und -tröpfchen quasi ständig wie nebenbei über die Vegetation unter ihnen. Und das großflächig und, so vermuteten die Forscher, eben nicht grundlos: Pflanzenfresser, so ihre These, reinigen mit den Enzymen ihres Speichels die Pflanzen von Giftstoffen und deren Produzenten. Klingt zunächst plausibel: Tatsächlich finden sich im Speichel ja antibakterielle und neutralisierende Wirkstoffe wie Lysozyme und Lactoferrin-Peptide.

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Judenhass in Deutschland: Antisemitismus ist keine Lawine

Wolfgang Benz (2013), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz, 73, widerspricht Berichten, wonach der Judenhass in Deutschland stark zugenommen habe.

Von Markus DeckerBerliner Zeitung

Herr Benz, seit der Nahost-Konflikt eskaliert, kommt es zu mehr antisemitischen Ausschreitungen. Sehen Sie eine neue Qualität?

Nein, und ich würde auch gerne die Wortwahl „antisemitische Ausschreitungen“ hinterfragen. Denn nach meiner Information hat es antiisraelische Demonstrationen gegeben. In Berlin wurden am Rande einer antiisraelischen Demonstration antisemitische Parolen gerufen. Aber deshalb jetzt von antisemitischen Ausschreitungen in Deutschland zu sprechen, halte ich für übertrieben. Es haben sich zum Teil seltsame Leute zusammengerottet, einige haben blödsinnige Parolen gerufen. Das wird von Interessenten mit großem Medienhall als Wiederaufflammen des Antisemitismus dargestellt, als sei es so schlimm wie nie zu vor.

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Israeli rabbi: It’s okay to kill innocent civilians and destroy Gaza

Image; +972

Dov Lior, a racist Israeli rabbi from the West Bank settlement Kiryat Arba, recently posted a Halakhic ruling allowing to kill innocent civilians, after being asked about the “war” (it’s a massacre) in Gaza.

By Ami Kaufman+972

Here are a few lines from the ruling (pictured above):

“The Torah of Israel guides us in all walks of life, private and public, on how to behave during war and also how to keep moral standards.

The Maharal from Prague (Rabbi Judah Loew – A.K.), in his book Gur Arye, clearly writes that… in all wars the attacked people are allowed to attack fiercely the people from whom the attackers came from and they do not have to check if he personally belongs to the fighters.

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Antisemitismus ist Angriff auf Christen!

Der Altar der Jerusalemer Christ Church vereint jüdische und christliche Symbolik. Hass gegen Juden ist auch ein Angriff gegen Christen, findet unser Kommentator
Foto: Flickr/Ian W Scott | CC-BY-SA 2.0

Gedeiht Hass auf Israel nicht nur in Moscheen, sondern auch in linken Kirchenkreisen? Fest steht: Antisemitismus trifft Christen im Besonderen.

Von Egmond Prillpro Medienmagazin

Wer in diesen Tagen die mediale Berichterstattung verfolgt, wer Augen und Ohren aufmacht, wird hören und sehen: In Paris steckten arabische Demonstranten jüdische Geschäfte an und belagerten eine Synagoge; in Berlin schrieen Hamas-Sympathisanten „Jude, Jude, feiges Schwein“, in Bremen schlug ein Pro-Gaza-Demonstrant einen Mann blutig, der sich schützend vor einen bedrohten Journalisten stellte. Halb Europa scheint auf den Beinen. Und Deutschland geht voran. Eben gab es noch fröhliches Feiern im Siegestaumel der Fußball-WM. Über den Fan-Meilen, in Kleingartenanlagen und auf den Straßen flatterten die Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold. Ein Fest der Freude über und mit unseren Fußballern nach dem Sieg in Rio.

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Wie ich Vegetarier wurde… und wieder damit aufhörte

Bild: Colourbox/HuffPo

Ich war lange Zeit ein ziemlicher Hardcore-Vegetarier. Wer jetzt glaubt, um Vegetarier zu sein, reiche es, einfach nur kein Fleisch zu essen, der irrt gewaltig. Vegetarier sein ist ein Lifestyle, eine Lebenseinstellung, eine Religion.

Von Tobias BöhnkeThe Huffington Post

Die Veränderung fing bei mir langsam an und begann – wie bei so vielen – mit einer Ansteckung durch meine damalige Freundin. Ich war natürlich zu dem Zeitpunkt fest davon überzeugt, dass ich von selbst drauf gekommen bin, schließlich war es wirklich ein schleichender Übergang. Zuerst wurde ich Öko. Alles nur Bio, und zwar “richtig Bio”. Also nicht nur dieser kleine Aufkleber, den man im Supermarkt auf den mit kiloweise Plastik umwickelten Gemüse findet, sondern wirklich Bio.

Ich trat einem Krautgartenverein bei.

Schöne Sache eigentlich. 80m² Feld, keine chemischen Düngemittel, Ungezieferabwehr besteht aus einem Eimer, mit dem man die Schnecken einen Kilometer weit wegbringt und wieder aussetzt – Gespräche mit den anderen Gärtnern darüber, wie die Politiker uns alle beobachten. Wie die Folienstreifen auf den Geldscheinen in Wirklichkeit kleine Microchips sind, die genau sammeln, wie viel Geld du hast und wofür du es so ausgibst. Das war sicherlich auch der Grund, warum viele der Gärtner nie Geld hatten.

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Deutscher Anwaltverein: Rechtsextreme Hintergründe werden aus Gründen des Ansehens nicht ermittelt

Rechtsextreme Hintergründe werden aus Gründen des Ansehens nicht ermittelt © Keith Allison @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Der Deutsche Anwaltverein sieht die Interessen von Opfern rechtsextremer Gewalt immer schlechter vor Gericht vertreten. Opfern werde ein Anwalt nur bei komplexen Sachverhalten genehmigt und Opferanwälte würden schlechter bezahlt als Pflichtverteidiger der Täter.

MiGAZIN

Der Deutsche Anwaltverein (DAV) sieht die Interessen von Opfern rechtsextremer Gewalt immer schlechter vor Gericht vertreten. Gerichte lehnten zunehmend die Beiordnung eines Opferanwalts in Fällen politisch motivierter Gewalttaten ab, erklärte die DAV-Stiftung contra Rechtsextremismus und Gewalt am Freitag in Berlin.

Die 2001 gegründete Stiftung unterstützt bedürftige Gewaltopfer, indem sie die Kosten für Beratung und Vertretung vor Gericht durch einen Rechtsanwalt übernimmt. Im vergangenen Jahr stellte die Stiftung aus Spendenmitteln rund 33.000 Euro zur Verfügung. Geholfen wurde in 21 Fällen mit ausländerfeindlichem Hintergrund.

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The Tides Bring Lego Pieces to This UK Beach

Photo: Kent News & Pictures Ltd.

A container filled with millions of Lego pieces fell into the sea off Cornwall in 1997. But instead of remaining at the bottom of the ocean, they are still washing up on Cornish beaches today – offering an insight into the mysterious world of oceans and tides.

By Mario CacciottoloThe Daily Catch

“Let me see if I can find a cutlass,” says Tracey Williams, poking around some large rocks on Perran Sands with a stick.

She doesn’t manage that, but does spot a gleaming white, pristine daisy on the beach in Perranporth, Cornwall. The flower looks good for its age, seeing as it is 17 years old.

It is one of 353,264 plastic daisies dropped into the sea on 13 February 1997, when the container ship Tokio Express was hit by a wave described by its captain as a “once in a 100-year phenomenon”, tilting the ship 60 degrees one way, then 40 degrees back.

As a result, 62 containers were lost overboard about 20 miles off Land’s End – and one of them was filled with nearly 4.8m pieces of Lego, bound for New York.

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Rocker Tom Petty: ‘No one’s got Christ more wrong than the Christians’

image of Tom Petty steve white photos / Shutterstock.com

Veteran rocker Tom Petty isn’t pulling any punches with his new song “Playing Dumb.”

By David FergusonThe Raw Story

In an interview with Billboard magazine, Petty said that he wrote the song about the decades of child sex abuse in the Catholic church and the elaborate lengths that priests and their leaders have gone to cover up the crimes.

“I’m fine with whatever religion you want to have,” Petty said, “but it can’t tell anybody it’s OK to kill people, and it can’t abuse children systematically for God knows how many years.”

Petty went on to say that he doesn’t understand why people continue to donate to the church, which has paid out millions of dollars in legal settlements to the victims of child-molesting priests.

“If I was in a club, and I found out that there had been generations of people abusing children, and then that club was covering that up, I would quit the club. And I wouldn’t give them any more money,” he said.

“Religion seems to me to be at the base of all wars,” said the Florida-born singer and guitarist. “I’ve nothing against defending yourself, but I don’t think, spiritually speaking, that there’s any conception of God that should be telling you to be violent. It seems to me that no one’s got Christ more wrong than the Christians.”

Petty’s career has spanned more than 30 years, spawning multiple gold and platinum records, including the hit singles “Refugee,” “Don’t Come Around Here No More” and “Won’t Back Down.” He has performed as a solo artist, with his band the Heartbreakers and as a member of the supergroup The Traveling Wilburys alongside rock legend Roy Orbison, ELO founder Jeff Lynne and George Harrison of the Beatles.

Burka-Verbot und Gotteslästerung

Burqua Burka

Burka (CC-by-sa/2.0/en by Rockin’ the Khuff)

Der Vollschleier ist kein religiöses Symbol, sondern mehr ein Zeichen für den Missbrauch der Religion

Von Daniela DahnderFreitag

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Das französische Gesetz zum Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Raum widerspricht nicht der Menschenrechtskonvention. Das ist heikel und doch konsequent. Die Würde des Menschen wird angetastet, wenn er als Individuum unsichtbar ist. Das Verbot ist keine Verteidigung westlicher Werte, sondern des universellen Humanismus. Ähnliche Gesetze gibt es nicht nur in Europa, sondern auch in Ägypten, Tunesien, Syrien und – durch das Kopftuchverbot verschärft – in der Türkei.

Die Burka oder der Nikab mit Sehschlitz sind keine traditionell islamischen Frauenkleider. Erst unter dem erzreaktionären Sultan Abdülhamid verbreiteten Ende des 19. Jahrhunderts Gelehrte in Konstantinopel ein fatales Menschenbild, das beiden Geschlechtern ein Armutszeugnis ausstellt: Männer als triebhafte Wesen, die nichts vom Weibe sehen dürfen, da sie sonst zu zügellosen Draufgängern werden. Frauen reduziert auf Sexualobjekte, teuflisch verführerisch und an Vernunft mangelnd, die Aura einer Scham, die nur durch völlige Verhüllung gelindert werden kann.

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Jesus Did Not Become the God-Klingon

Image: centerforinquiry.net

Yesterday the president signed an executive order barring federal contractors from discriminating against LGBT folks, and happily did not add a religious exemption, and we expressed our appreciation:

Center for Inquiry/The Morning Heresy

Too often religious beliefs are used as an excuse to avoid obeying laws that apply to everyone else, as the regrettable Supreme Court decision in the Hobby Lobby case illustrates. … [This] is a welcome step in the right direction, toward a secular government in which religion can’t be used as a shield for prejudice and unequal treatment.

Our reaction’s been noted by the Washington Times and the Christian Post.

RNS’s David Gibson calls Obama’s decision to allow religious contractors to use religious beliefs as a hiring criteria (which we’re not happy about) a “split-the-baby” solution. And usually, atheists love those kinds of solutions.

The Navy vs. whales? The militarization of dolphins? It’s covered on the latest Point of Inquiry with guest Joshua Horwitz.

CFI-Indiana’s chief and the head of our Secular Celebrant program, Reba Boyd Wooden, is a guest on the State of Belief radio show, guest-hosted by RNS’s Kevin Eckstrom. They talk about, of course, our big win for Secular Celebrants in Indiana. And if you want to be a Secular Celebrant, now’s your chance. Well, in August is your chance.

New Jersey’s Sen. Cory Booker introduces the Access to Birth Control (ABC) Act, which requires pharmacists to actually do their jobs and dispense birth control to women with prescriptions despite any religious objections.

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Ken Ham wants to end the U.S. space program because the aliens are all going to hell

Ken Ham, Quelle: Answers Outreach

Ken Ham, Quelle: Answers Outreach

45 years after the Apollo 11 moon landing, creationism hits a new low

By Sarah GraySALON

On July 20, 1969, Neil Armstrong took those famous first steps on the Moon’s surface, uttering the well-known words: “That’s one small step for man, one giant leap for mankind.”

Sunday marked the 45th anniversary of that momentous Apollo 11 mission. The event left some pondering the next steps for U.S. space exploration.

Not everyone, however, is so thrilled about the U.S. space program.

On Sunday, Ken Ham, president and founder of the creationist organization Answers in Genesis (best known for debating Bill Nye), wrote a blog post calling for the end of the U.S. space program.

Why? Well, according to Ham, who also runs the Creation Museum in Kentucky, there’s no point in spending money on finding extraterrestrial life for a couple of reasons: First, the search is a deliberate rebuking of God, and second because aliens are already damned to hell.

“I’m shocked at the countless hundreds of millions of dollars that have been spent over the years in the desperate and fruitless search for extraterrestrial life,” Ham wrote.

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Gericht: Patienten dürfen Cannabis zur Eigentherapie anbauen

Foto: Getty Images/iStockphoto/Boltenkoff

Chronisch kranke Patienten, denen außer der illegalen Droge Cannabis nichts gegen ihre Schmerzen hilft, dürfen diese in Ausnahmefällen Zuhause selbst zu Therapiezwecken anbauen.

evangelisch.de

Das entschied das Kölner Verwaltungsgericht am Dienstag in einem aufsehenerregenden Urteil nach den Klagen von drei Schwerkranken gegen ein behördliches Anbauverbot.

Der Cannabis-Eigenanbau bleibe im Grundsatz verboten, könne aber unter mehreren Bedingungen als “Notlösung” erlaubt werden, sagte der Vorsitzende Richter Andreas Fleischfresser. Zu den Voraussetzungen gehöre, dass der Patient austherapiert ist, es keine Behandlungsalternative für ihn zu Cannabis gibt und Apotheken-Cannabis unerschwinglich ist. Zwei Klagen wurden abgewiesen, drei waren erfolgreich.

Ministerpräsidentin Dreyer verteidigt Staatskirchenleistungen

Bild: tilly

Bild: tilly

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die staatlichen Zahlungen an die Kirchen verteidigt.

evangelisch.de

Die Mittel für Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser oder Altenpflege erhielten die Kirchen, weil sie den Staat bei zentralen Aufgaben als Sozial-, Bildungs- und Rechtsstaat unterstützten, sagte Dreyer am Montagabend in Dickenschied (Rhein-Hunsrück-Kreis).

Dreyer betonte, staatlichen Unterstützungen diakonischer und karitativer Einrichtungen seien keine ungerechtfertigte Finanzierung von Kirchen. Damit werde auch die Vielfalt von Angeboten und zugleich ein sozialer und kultureller Reichtum der Gesellschaft gefördert, sagte sie bei einer Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Beisetzung von Pfarrer Paul Schneider.

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Anti-israelische Proteste “Wer hat uns das denn eingebrockt?”

Demonstranten auf einer pro-palästinensischen Kundgebung am Wochenende in Frankfurt. (dpa / Boris Roessler)

Rolf Verleger, ehemaliges Direktoriums-Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland, wundert sich nicht über die neue Welle des Antisemitismus im Land. Im Deutschlandfunk warf er Repräsentanten des Judentums vor, jede Kritik an Israel als antisemitisch zu erklären. Es müsse erlaubt sein, die israelische Politik zu kritisieren.

Von Tobias ArmbrüsterDeutschlandfunk

Rolf Verleger, ehemaliges Direktoriums-Mitglied im Zentralrat der Juden, äußerte sich im Deutschlandfunk kritisch zur israelischen Politik gegenüber den Palästinensern. Er selber wolle am Mittwoch an einer Demonstration gegen “das Massaker der Israelis in Gaza” teilnehmen, sagte Verleger.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte sich gestern über eine neue Welle des Judenhasses in Deutschland beklagt. Rolf Verleger sieht diese Einlassung kritisch. Im Deutschlandfunk sagte er: “Wer hat uns das denn eingebrockt?” Wenn Politiker und Medien in Deutschland Israels Politik für richtig hielten und Repräsentanten des Judentums jede Kritik an Israel zur Kritik an Juden erklärten, fordere man antisemitische Parolen geradezu heraus. Man könne ja “nicht jeden Quatsch, den Israel da macht, mitmachen”.

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Obama unterzeichnet Dekret gegen sexuelle Diskriminierung

Barack Obama, Bild. wikimedia.org/CC- 2.0 Generic

US-Präsident Barack Obama hat am Montag ein Dekret gegen sexuelle Diskriminierung am Arbeitsplatz unterzeichnet.

evangelisch.de

Firmen mit Regierungsaufträgen dürfen demnach weder bei der Einstellung noch im Arbeitsalltag Menschen wegen ihrer Gender-Identität oder sexuellen Orientierung benachteiligen. Für Millionen Menschen sei diese Diskriminierung ein reales Problem, sagte Obama amerikanischen Medienberichten zufolge in Washington. Sie wachten morgens auf “im Wissen, dass sie ihren Job verlieren könnten wegen ihrer Identität”.

Die neue “Executive Order” schützt erstmals auch Regierungsangestellte ausdrücklich vor Gender-Identität-Diskriminierung. Schutz vor Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung besteht schon seit längerem im öffentlichen Dienst.

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Ethikunterricht: Ein Stiefkind in Deutschland

Foto: brightsblog

Foto: brightsblog

Ein Drittel der Einwohner Deutschlands ist konfessionslos. Ein Recht auf das Unterrichtsfach Ethik für ihre Kinder haben sie nicht immer. Religion bleibt privilegiert.

Von AchtermannderFreitag

Spätestens mit der Einschulung zeichnen sich in manchen Bundesländern die ersten Konflikte ab. Der erste Schultag meiner Kinder begann vor einigen Jahren mit einem Gottesdienst: Treffpunkt Kirche. Nach dem Gottesdienst liefen alle gemeinsam zur Schule. Denn jedes Kind fieberte der ersten Unterrichtsstunde entgegen. Können wir unser Kind außen vor lassen, da es ohne Transzendenz erzogen worden ist?, war eine Frage, die wir Eltern uns stellten. Wir könnten. Aber das gerade sechs Jahre alt gewordene Mädchen würde es nicht verstehen, wenn es mit seinen Eltern alleine – auf dem Dorf ist man in dieser Angelegenheit meist alleine – vor der Schule warten sollte bis die anderen kommen. Also beugten wir uns den Zwängen und nahmen mit Kind und Schultüte am Einschulungsgottesdienst teil.

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Climate Change Already Having Profound Impacts on Lakes in Europe

Lake Maggiore in Italy is an example of a lake already feeling the effects of climate change. In the 1990s, the population of coldwater fish species such as trout and whitefish declined dramatically. Photo Credit: mbdortmund, Wikimedia Commons.

For perspective on how climate change is affecting lakes, those of us here in the U.S. can just look across the pond, where scientists and the agencies involved in meeting the European Union’s Water Framework Directive have amassed an impressive body of research on the topic.

By Lisa BorreNational Geographic

Not only are extreme weather events such as droughts and intense rainstorms becoming more common, climate warming is leading to increased algal growth and more frequent toxic algal blooms. It also affects the entire aquatic food web, including the number, size and distribution of freshwater fish species, according to the latest research.

New evidence from studies in Europe shows that a warming climate, in particular, is already having a profound impact on lakes, according to Dr. Erik Jeppesen at Aarhus University in Denmark. As I have noted in earlier posts, this is an important issue because other studies show that lake temperatures are on the rise throughout the world.

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Risse im Periodensystem

Bild: ptable.com/

Bild: ptable.com/

Seit Mendelejew vor 150 Jahren das Periodensystem der Elemente aufstellte, enthielt es Lücken. Erst kürzlich konnten Physiker die letzten davon schließen. Doch mit seiner Vollendung scheint das berühmte Schema ironischerweise einen Teil seiner Vorhersagekraft verloren zu haben.

Von Eric ScerriSpektrum.de

Vor vier Jahren berichteten Jurij Oganessian und seine Mitarbeiter am Vereinigten Institut für Kernforschung in Dubna nahe Moskau über die Synthese der ersten Atomkerne von Element 117. Vorläufig mit lateinischen Zahlen als Ununseptium (Uus) bezeichnet, hat es noch keinen richtigen Namen; denn vor der Taufe eines neuen Elements muss es nach altem Brauch zunächst unabhängig bestätigt werden. Das gelang für Uus vor wenigen Monaten am Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt. Damit ist demnächst mit der offiziellen Anerkennung und Namensgebung zu rechnen. Vor 2010 waren schon alle Elemente bis einschließlich 116 sowie die Nummer 118 entdeckt worden. Das Periodensystem ist nun also erstmals in seiner Geschichte vollständig in dem Sinn, dass alle Reihen lückenlos bis zum letzten Platz gefüllt sind. Das gilt zumindest so lange, bis Kernphysiker eventuell noch schwerere Elemente synthetisieren und damit eine weitere Reihe eröffnen.

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Erste Kommunion im Weltraum

Buzz Aldrin betrat am 21. Juli 1969 als zweiter Mensch den Mond Foto: NASA | Public Domain

Vor 45 Jahren landeten die ersten Menschen mit der Apollo-11-Mission auf dem Mond. Astronaut Buzz Aldrin feierte die erste Kommunion auf dem Erdtrabanten.

pro Medienmagazin

Mit den Worten „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!“ setzte Neil Armstrong am 21. Juli 1969 als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond. Etwa 20 Minuten später folgte ihm sein Kollege Buzz Aldrin. Zuvor hatte Aldrin, der damals Mitglied einer presbyterianischen Kirche war, in aller Stille Kommunion gefeiert. Dazu hatte der Astronaut neben Brot und Wein auch einen kleinen silbernen Abendmahlskelch seiner Kirche als Teil seines minimalen persönlichen Gepäcks mit an Bord des Landefahrzeuges „Eagle“ genommen. Im Vorfeld hatte der Pastor seiner Kirche geklärt, dass aus theologischer Sicht keine Einwände gegen diese spezielle Kommunionsfeier bestehen. Wegen eines Rechtsstreites mit religiösem Hintergrund, den die NASA zu dieser Zeit mit einer Atheistin führte, las Aldrin vor der Kommunion die Bibelstelle aus Johannes 15, 5 („Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“) nur im Stillen. Er hatte sich die Bibelstelle auf einem kleinen Zettel notiert.

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Von der Judenfeindschaft zum Antisemitismus

Antisemitismus © MiG

Der moderne Antisemitismus beerbt ältere Formen der Judenfeindschaft. Wurzelnd im christlichen Antijudaismus löst sich der neuzeitliche Judenhass von religiösen Motiven ab, gipfelt im NS-Vernichtungsantisemitismus und wirkt bis in die Gegenwart fort.

Von Gideon BotschMiGAZIN

Antisemitismus ist eine verbreitete Bezeichnung für Judenfeindschaft. Ein weiter Begriff des Antisemitismus, wie er in den Politik-, Sozial- und Kulturwissenschaften üblich ist, umfasst sämtliche Formen von Hass, Vorurteilen und Ressentiments gegen Juden, egal in welchen historischen Kontexten sie auftreten. In diesem Sinne wird Antisemitismus auch in der öffentlichen Debatte wahrgenommen. Demgegenüber untersucht die geschichtswissenschaftliche Antisemitismusforschung ihn zumeist als spezifische Form der modernen Judenfeindschaft. Einer möglichen Universalisierung als quasi zeit-, ort- und kontextloses Phänomen begegnet sie mit Skepsis. Beide Perspektiven können, je nach Fragestellung, sinnvoll sein.

Für den vorliegenden Beitrag wird die historische Terminologie maßgeblich sein, die für ältere oder anders gelagerte Phänomene Begriffe wie Antijudaismus oder Judenfeindschaft verwendet.

Damit sollen historische Kontinuitäten nicht geleugnet werden. Die Judenfeindschaft hat “ihre Wurzeln in religiösen Vorurteilen und Stereotypen, in der christlich-jüdischen Differenz, oder genauer: in der traditionellen Ablehnung des Judentums durch das Christentum und die christliche Welt”. Der moderne Antisemitismus hat sie im 19. Jahrhundert beerbt, in sich aufgenommen und tendenziell abgelöst.

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