Archiv der Kategorie: Brights

Dodo Mixa zieht Vergleich von Jesus und Tebartz-van Elst

Quelle: HFR

Quelle: HFR

Ein Ex-Bischof spendet dem anderen Ex-Bischof Trost – passend zu Ostern. Walter Mixa muntert Franz-Peter Tebartz-van Elst mit den Worten auf, auch “Jesus war ungerechtem Urteil und Spott ausgesetzt”.

DIE WELT

Der ehemalige Augsburger katholische Bischof Walter Mixa (72) empfindet großes Mitleid mit seinem Amtsbruder Franz-Peter Tebartz-van Elst (54). “Ich kann mir gut vorstellen, dass sich mein bischöflicher Mitbruder ganz aktuell in einem Gemütszustand großer Verlassenheit und Traurigkeit befindet”, sagte Mixa mit Blick auf den früheren Limburger Bischof in einem Interview der “Bild am Sonntag”.

Da helfe der Glaube und das Wissen darum, dass “Jesus Christus selbst, der ohne Sünde gewesen ist, dennoch ungerechtem Urteil und dem Spott der Menge ausgesetzt war”, sagte Mixa.

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Daniel Dennett’s seven tools for thinking

Daniel Dennett: ‘Often the word “surely” is as good as a blinking light locating a weak point in the argument.’ Photograph: Peter Yang/August

Cognitive scientist and philosopher Daniel Dennett is one of America’s foremost thinkers. In this extract from his new book, he reveals some of the lessons life has taught him

By Daniel Dennetttheguardian

1 USE YOUR MISTAKES

We have all heard the forlorn refrain: “Well, it seemed like a good idea at the time!” This phrase has come to stand for the rueful reflection of an idiot, a sign of stupidity, but in fact we should appreciate it as a pillar of wisdom. Any being, any agent, who can truly say: “Well, it seemed like a good idea at the time!” is standing on the threshold of brilliance. We human beings pride ourselves on our intelligence, and one of its hallmarks is that we can remember our previous thinking and reflect on it – on how it seemed, on why it was tempting in the first place and then about what went wrong.

I know of no evidence to suggest that any other species on the planet can actually think this thought. If they could, they would be almost as smart as we are. So when you make a mistake, you should learn to take a deep breath, grit your teeth and then examine your own recollections of the mistake as ruthlessly and as dispassionately as you can manage. It’s not easy. The natural human reaction to making a mistake is embarrassment and anger (we are never angrier than when we are angry at ourselves) and you have to work hard to overcome these emotional reactions.

Try to acquire the weird practice of savouring your mistakes, delighting in uncovering the strange quirks that led you astray. Then, once you have sucked out all the goodness to be gained from having made them, you can cheerfully set them behind you and go on to the next big opportunity. But that is not enough: you should actively seek out opportunities just so you can then recover from them.

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Sibylle Lewitscharoff: Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Sibylle Lewitscharoff (Bild: Wikimedia Commons/Lesekreis, CC0/Public Domain)Souverän hat die hochdekorierte Autorin Sibylle Lewitscharoff den Dodo des Monats März gewonnen. Zu keinem Zeitpunkt bestand Zweifel am Gewinn des Preises. Der Eso-Schwan der SPD hatte keine Chance.

In  der renommierten Veranstaltungsreihe “Dresdner Reden”, im Schauspielhaus der Elbmetropole, passierte es. Die Veranstalter mögen es, wenn zugespitzte Formulierungen das Publikum aus der sonntäglichen Lethargie reißen. Lewitscharoff sollte keine Enttäuschung werden.
So erklärte sie denn dem illustren Publikum das pränatale Diagnostik der blanke Horror sei. Fortpflanzungsmediziner wurden als “Frau Doktor und Herr Doktor Frankenstein” bezeichnet.Das „drastische biblische Onanieverbot“, so Lewitscharoff, erscheine ihr heute „geradezu als weise“, angesichts der ihr grotesk und widerwärtig erscheinenden Vorstellung, dass ein Mann in eine Kabine geschickt werde, um unter Umständen mithilfe von Pornographie an einer Zeugung beteiligt zu werden.

Was sagt uns das? Lewitscharoff scheint eine gespaltene Persönlichkeit zu sein, eine Schriftstellerin, durchaus geschätzt und eine bigotte Frömmlerin, die mal so richtig die Sau raus lässt. Das was sie, durch künstliche Befruchtung gezeugte Halbwesen nennt, ist sie selbst. Auf der einen Seite respektable Literatur und auf der anderen evangelikaler Fundamentalismus, der die Menschen schreiend davon rennen lässt. Janus-Köpfigkeit nennt man das wohl.

Doch nicht genug, halbe Sachen sind Lewitscharoffs Plattitüden nicht. Sie holt die Nazi-Keule heraus und schlägt, Godwin’s Law lässt grüßen, so richtig zu.

Das gegenwärtige Fortpflanzungsgemurkse vergleicht sie mit den “Kopulationsheimen der Nationalsozialisten”. Eingerichtet und betrieben um blonde Frauen mit dem Samen von blonden, blauäugigen SS-Männern zu versorgen.

Sie weiß um das moralische Argument, welches sachlich nicht zu widerlegen ist. So macht sie Ärzte, die in der Fortpflanzungsmedizin tätig sind, zu SS-Männern. Und da man auf ein moralische Argument nur moralisch, scharf erwidern kann: es geht nicht noch dämlicher Frau Lewitscharoff.
Über die Kinder, die mit Hilfe moderner Reproduktionsmethoden geboren werden meint sie:

“Nicht ganz echt sind sie in meinen Augen, sondern zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas.”

Kulturrassismus einer Büchner-Preisträgerin. Das zweifelhafte Geschöpf Lewitscharoff, in perfekter Unzulänglichkeit der eigenen Person, urteilt über Geschöpfe, die sich durch nichts von anders gezeugten Geschöpfen unterscheiden.
Gar nicht auszudenken wie Lewitscharoff, als Wissenschaftsfeindin, mit anderen Errungenschaften von Medizin und Technik umgeht. Es gibt nichts trennenderes als ein gutes evangelikales Menschenbild, da wird der Rassismus vom Heiligen Geist herabgeredet. Alle Menschen sind gleich, bei den Christen nicht, die haben feine Unterschiede. Insofern ist sie eine würdige Vertreterin ihrer Glaubensgemeinschaft.

Vielleicht sollte die Dame es ja mal mit Ohrensex versuchen oder die Droge wechseln.

In dem Sinne zum Büchner-Preis die kotztütenblaue Dronte. Herzlichen Glückwunsch.

Wahl Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Der Monat März ist Geschichte und hier sind die übelsten Kandidaten für den Preis der Ewiggestrigkeit:
  1. Sibylle Lewitscharoff, “…künstliche Befruchtung und Halbwesen.”
  2. Deutscher Presserat, “…rügt FAZ wegen Limburg-Berichten.”
  3. Bill Gates, “Glaube an Gott ergibt Sinn.”
  4. Hartmut Steeb, “Familienschutz und Freiheitsrechte...”
  5. Lothar Käser, “Christliche Kultur und professorale Bullshistic.”
  6. Gesine Schwan, “Esoterische Heilung mit der SPD.”
  7. Bodo Ramelow, “Exegese des Alten Testaments.”
  8. Irmgard Schwaetzer, “Kirche muss sich in die Politik einmischen.”
  9. Forum Deutscher Katholiken, “Politik und Medien dürfen nicht in die Kirche hineinregieren.
  10. Petitionsausschuss Deutscher Bundestag, “Gott bleibt im Grundgesetz.
  11. Ludwig Schick, “Erst kommt die Moral, dann das Essen.”
  12. Frank Otfried July, “fordert revidierten Bildungsplan in B/W.”
  13. Reinhard Marx, “Staat kann keine eigene Religion machen.”
  14. Herman van Rompuy, “…in religiöser Umnachtung.”
  15. Johanna Haberer, “Muslimisches “Wort zum Freitag”.”
  16. Aiman Mazyek, “Muslime und Christen sind Wertegemeinschaft.”
  17. Winfried Kretschmann, “Bildungsplan orientiert sich am christlichen Menschenbild.”

Die Wahl ist bis zum 07. April 2014, 18:00 befristet. Der Sieger wird am 08.04.2014, hier auf dem Blog, in einer Laudatio gewürdigt werden.

Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß!

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Matthias Matussek: Dodo des Monats Februar 2014

Dodo des Monats Februar 2014

Dodo des Monats Februar 2014

Matthias_MatussekDer Mentor des Trash-Katholizismus in Deutschland hat gewonnen. Beeindruckend sein Durchmarsch an die Spitze monatlicher Ewiggestrigkeit. Selbstbezeichnend nennt er sich homophob und findet das gut so.  Völlig seinem verdorrten christlichen Weltbild verhaftet hat er keine Ahnung was Humanismus eigentlich meint, selbst die Aussage, dass alle Menschen gleich sind, ist ihm wesensfremd.
Homophobie ist allen abrahamitischen Religionen wesenseigen. Den Widerspruch, dass alle Menschen Gottes-ebenbildlich seien, also auch Homosexuelle, löst man als gläubiger Kathole nicht auf. Matussek spricht gar von homosexueller Ideologie. Solch Schwachsinn kann nur erklären, wer sich von zölibateren alten Männern Eheberatung wünscht. Widerspruchsfrei ist diese Konstruktion nicht denkbar.

Homosexualität ist eine Spielart der Natur. Betroffene können sich nicht ihre sexuelle Identität aussuchen. Im Tierreich, letztlich ist Nacktaffe Matussek gar nicht soweit davon entfernt, existiert Homosexualität bei über 1.500 Tierarten. Flamingos, Giraffen, Delphine, Schimpansen, Pinguine, selbst Löwen können schwul sein. Wenn Matussek einen Arsch in der Hose hätte, würde er in der afrikanischen Savanne schwulen Löwenmännern erzählen wie man sich als Löwenmännchen verhält, dass auch Löwen so etwas nicht tun.  Homosexualität gehört, nach christlichen, jüdischen und islamischen Schriften zur Schöpfung. Die Wahrnehmung ist eine andere. Stigmatisierung, Ausgrenzung, weil Homosexuelle nicht für neuen Religionsnachwuchs sorgen und damit die Macht der Priester brechen.
Homosexualität ist ein sicherer Beweis für die Wirkungslosigkeit von Gebeten. Schlagt Kreuze, betet den Rosenkranz, schmeisst euch in den Dreck, der Schwule bleibt schwul. Während Gott schweigend seine Schöpfung duldet, brüllen seine Anhänger auf. Die Furcht der Machtlosigkeit des imaginären Schöpfers kann nur mit blinden, fanatischen Aktionismus betäubt werden. So wie Gebete keine Naturkatastrophen, Straftaten, Unfälle usw. verhindern, scheitern sie an der Homosexualität klaglos. Die Großmäuligkeit der göttlichen Anhängerschar wird zum Rassismus und genau das ist Matussek, ein Rassist, mit einem erbärmlichen Menschenbild.

Mit seinen dummen, menschenverachtenden Sprüchen zu Homosexualität kann sich das deutsche Episkopat nur über Matussek schämen. Wird in Rom die Neuevangelisierung der Welt beschlossen ist er das Gegenprogramm. Eine Religion die eine Stimme wie Matussek nötig hat ist weltfremd. Die Realität ist eine andere. Gläubige Katholiken halten sich nicht an die Lehrinhalte ihrer Kirche, die Dogmatik wird vom Kirchenvolk belächelt.

Während die Kirchen sich schwer tun die Missbrauchsfälle an Kindern und Jugendlichen lückenlos aufzuklären, maßen sie sich an Menschen wegen ihrer sexuellen Identität Vorschriften zu machen, sie gesellschaftlich auszugrenzen. Instrumente wie Matussek liefern die Argumente, wohl wissend, dass die Lebensverhältnisse der Menschen andere sind.

Die grenzdebile Katholen-Folklore des Herrn Matussek braucht die Welt nicht, DIE WELT schon.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Daniel C. Dennett: The De-Darwinizing of Cultural Change

Think for a moment about a termite colony or an ant colony—amazingly competent in many ways, we can do all sorts of things, treat the whole entity as a sort of cognitive agent and it accomplishes all sorts of quite impressive behavior. But if I ask you, “What is it like to be a termite colony?” most people would say, “It’s not like anything.” Well, now let’s look at a brain, let’s look at a human brain—100 billion neurons, roughly speaking, and each one of them is dumber than a termite and they’re all sort of semi-independent. If you stop and think about it, they’re all direct descendants of free-swimming unicellular organisms that fended for themselves for a billion years on their own. There’s a lot of competence, a lot of can-do in their background, in their ancestry. Now they’re trapped in the skull and they may well have agendas of their own; they have competences of their own, no two are alike. Now the question is, how is a brain inside a head any more integrated, any more capable of there being something that it’s like to be that than a termite colony? What can we do with our brains that the termite colony couldn’t do or maybe that many animals couldn’t do?

It seems to me that we do actually know some of the answer, and it has to do with mainly what Fiery Cushman was talking about—it’s the importance of the cultural niche and the cognitive niche, and in particular I would say you couldn’t have the cognitive niche without the cultural niche because it depends on the cultural niche.

By Daniel Dennettedge.org

The Conversation

Wahl Dodo des Monats Februar 2014

Dodo des Monats Februar 2014

Dodo des Monats Februar 2014

Es ist wieder soweit. Die Wahl für den Dodo des Monats Februar 2014 steht an.
Hier sind die Kandidaten:
  1. Norbert Geis, “und die Missbrauchswelt der katholischen Kirche.”
  2. Hermann Gröhe, “lehnt die Freigabe der “Pille danach” ab.”
  3. Volker Kauder, “und seine Obsessionen.”
  4. Matthias Matussek, “Ich bin wohl dumm...”
  5. Stefan Ackermann, “Mildes Strafe für Missbrauchstäter.”
  6. Anja Wilhelm, “Schamanen-Bachelor in Homöopathie.”
  7. Petra Lorleberg, “Peter Maffay und der Aufschrei der Katholiban.”
  8. Bund deutscher Zeitungsverleger, “Gaby Wentland: Retterin der gefallenen Mädchen.”
  9. Udo Di Fabio, “Zurückhaltung im Gespräch über Religion.”
  10. Schweizer Bundesgericht, “Sauausländer” ist nicht diskriminierend.”
  11. Friedrich-Wilhelm Bieneck, “untersagt Hexenkostüme.”
  12. Thilo Sarrazin, “Männer sind klüger als Frauen.”
  13. Friedhelm Hofmann, “Würzburgs katholische Krämerseelen.”

Die Wahl ist bis zum 07. März 2014 18:00 befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird in einer Laudatio, hier auf dem Blog, am 08. März gewürdigt werden. Viel Spaß!

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Peter Maffay und der Aufschrei der Katholiban

Peter Maffay, Bild: wikimedia.org

Peter Maffay wurde vom Essener Bistumsmagazin Bene interviewt. Die dort von ihm verkündeten Lebenseinstellungen und Weltsichten führen auf kath.net zu katholischer Kritik, sowohl gegen Maffay selbst als auch gegen das Bistumsmagazin.

Die Zugehörigkeit zu einer Konfession

Peter Maffay:

„ist für mich mehr als zweitrangig. Die Festlegung auf eben diese Zugehörigkeit, evangelisch, protestantisch, katholisch, buddhistisch bedeutet mir gar nichts, weil es an der Instanz nichts ändert. Und weil ich natürlich auch ablehne, wenn einer für sich den besseren Gott beansprucht. Das ist, glaube ich, nicht gottgewollt. So hat er uns die Aufgabe nicht gestellt.“

Deutliche Worte, in ihrer Betonung nicht zu überhören. Petra Lorleberg, die Autorin der Kritik auf kath.net hätte nun anderes erwartet.

kath.net:

Das Interview erschien unter dem Titel „Glauben Sie an Gott, Herr Maffay?“. Ein solcher Titel in einer offiziellen Bistumszeitschrift erweckt im Leser die Erwartung, christliches Gedanken- und Glaubensgut präsentiert zu bekommen, wenn schon nicht in breiter Fülle, dann doch wenigstens in einiger Verdünnung. Diese Erwartung wird grundlegend enttäuscht.

Aha, nun outet sich Maffay als einer, den Glauben nicht primär berührt und schon wird der Mensch uninteressant. Der Mensch Maffay, der als Ausländer nach Deutschland kam und dem das Anderssein oft genug zu verstehen gegeben wurde, bis hin zur medialen Ignoranz seiner Musik enttäuscht, weil er nicht gottesfürchtig ist.

Lorleberg geht noch weiter.

Petra Lorleberg

Maffay erläuterte im Interview – ohne jegliche Korrektur durch den Interviewer – seine private Sicht auf Glaube, Kirche und Religion[...]

Der Interviewer hätte nach ihrer Meinung also Maffay korrigieren müssen, gottgewollt und vor allem gottesfürchtig. Seine private(sic) Sicht auf Glaube, Kirche und Religion, danach befragt, interessiert Lorleberg nicht, der Strohmann den sie gebaut hat steckt nicht nur in den Augen sondern blockiert ihr Denksystem.

Maffay persönlicher Glaube interessiert nicht, Lorleberg verlangt institutionalisierte Gottesgläubigkeit, alles andere ist ihr suspekt. Christen müssen in die Kirche gehen, dort wird man aber so wenig Christ, wie man Auto wird, wenn man in eine Garage geht.

Peter Maffay:

„An Gott glaube ich. Aber oft nicht an sein Bodenpersonal, das laufend, wie man ja aus der Presse entnehmen kann, auch heute noch Mist baut, das in den vergangenen Jahrhunderten Menschen unterjocht, Missbrauch betrieben, Elend erzeugt und Kriege heraufbeschworen hat. Das haben die Menschen gemacht. Das hat nicht der liebe Gott gemacht.“

Maffays persönlicher Glaube an einen Gott sei ihm unbenommen. Lorleberg stört sich weiterhin daran, dass im Interview noch nicht einmal das Wort Christ vorgekommen sei. Lorleberg wirkt gegen den 65jährigen Maffay wie eine Schranze vom Katholischen Frauenbund, Kreissäge aufm Kopf und bis zur Unterlippe zugeknöpft, die Frage, ob sie etwas von Rockmusik versteht, getraut man sich dann gar nicht mehr zu stellen. So schreibt die Anti-Mission der Evangelisierungskampagne des Papstes. Wer dann noch katholisch wird, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

KiKA: Dodo des Monats Januar 2014

Dodo des Monats Januar 2014

Dodo des Monats Januar 2014

kikaAls Tahsins Beschneidungsfest beim KiKA über den Ticker rutschte verspürte ich erste Anzeichen einer einsetzenden Schnappatmung. Und die aufdämmernde Gewissheit, dass ist eine gewollte Sendung, ich hörte die wohltönenden Worte interreligiöser Dialog, Kultur, Tradition, dieses ganze euphemistische Gelabere, welches uns, gerade in der Beschneidungsdebatte um die Ohren gehauen wurde. Der KiKA ist als Spartenprogramm der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten werbefrei und bietet ein zielgruppenorientiertes Programm für 3- bis 13-jährige Zuschauer. Trick- und Realprogramme werden neben Serien und Spielfilmen, Magazinen und Informationsprogrammen ausgestrahlt. So liest sich das völlig neutral und doch ist gerade beim KiKA eine gehörige Portion religiöse Indoktrination Mittel zum Zweck.
Als Erwachsener ist man ja die Vergottung des Programms der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten schon fast gewöhnt, Nonnen, Priester, Bischöfe und sehr seltsam aussehende Monsignori fleuchen über die Mattschscheibe, dass es nur eine Pracht ist. Mörder wollen Priester werden und Theologie studieren, der Bischof bekommt eine Gewissenskrise, die völlig unverständlich ist. Sein Kirchengründer Paulus war ein vielfacher Mörder, der sich auch noch krimineller Methoden bediente. Bevor wir nun in Resignation verfallen drücken wir die Fernbedingung und schicken die digitale Leidkultur des Christentums ins Nirwana.
Kinder sind noch nicht so sensibilisiert, sie sehen nicht die falschen und verlogenen Botschaften der Götterwelt ihrer Eltern.
Als wenn es keine Schutzrechte gibt, die besonders bei Kindern anzuwenden sind, völlig unkritisch nölt die KiKA-Redaktion ein anatolisch-islamisches Beschneidungsfest den Kleinen um die Ohren. Zu mindestens die Männer in besagter Redaktion müssten es wissen, die Vorhaut macht einen nicht zum Mann und ihre Abwesenheit erst recht nicht. Die Traditionen und Kultur bronzezeitlicher Götzenverehrung sollte und darf heute keine Rolle mehr spielen. Alles was dieser kleine Junge von sich gab, hat er zigfach von seinen Eltern gehört, eine Alternative für ihn gab es nicht. Der Vater wollte es so.

Die Redaktion des KiKA schreibt an den Herausgeber der Plattform Humanist News u.a. folgendes:

Sie beziehen sich auf die Ankündigung der Sendung “Tahsins Beschneidungsfest” aus der Reihe “Schau in meine Welt!” und befürchten eine verherrlichende Darstellung.

“Schau in meine Welt!” ist ein Format, das – wie es der Titel bereits ankündigt – unsere jungen Zuschauer einlädt, Lebenswelten von Kindern in der ganzen Welt kennenzulernen. Dabei stellen die Protagonisten ihre Lebenswelt selbst vor: Gezeigt wird die Innensicht und das, was für die Kinder selbstverständlich und normal ist: Saskham hat uns seine Welt als Hinduist in Berlin miterleben lassen. Sanjanya zeigte uns sein Leben als Mönch im Buddhistischen Kloster. Omer lud uns zu seiner Bar Mitzwa-Feier in Jerusalem ein. Und auch Lydia hat als Aborigine in Australien religiöse Überzeugungen, die dem hiesigen Zuschauer nicht geläufig sind.

In der von Ihnen angesprochenen Sendung berichtet Tahsin, ein elfjähriger muslimischer Junge, wie er sich zusammen mit seiner Familie auf das aus seinem religiösen Kontext heraus wichtige Sünnet-Fest in der Türkei vorbereitet. Er lässt uns teilhaben an seinen Gedanken, an seiner Vorfreude, an seinen Bedenken, und bietet jedem Einzelnen an, einen unverstellten Blick in sein Leben zu erhalten. Für ihn ist das Beschneidungsfest eines der Ereignisse seines Lebens, das er nie vergessen wird.

Aha, die Macher vom Kinderkanal wollen tatsächlich weismachen, dass die Lebenswelten der Kinder buddhistisch, hinduistisch, jüdisch manifestiert sind. Diese Kindern spielen nicht, haben keine anderen Hobbys, Interessen, Leidenschaften als ihre Religion. Wie blöd muss man sein um das zu glauben, KiKA-blöd. Das ist die Essenz des Formats. Religiöse Lebensinhalte, die scheinbar zu den bestimmenden Perspektiven kindlicher Weltsicht gehören.

Da ist ja Malala klüger, ein Mädchen, der die Taliban in den Kopf geschossen hatten, weil sie in die Schule wollte. Solche Informationen passen aber nicht zu Verdummungsfaktor des Formats.
Das Leben eines kleinen Atheisten wird wohl im Format nicht gezeigt, warum auch? Passt nicht zur Religionisierung nachwachsender Generationen. Statt Aufklärung und Wissensvermittlung erfolgt die religiöse Unterweisung von Kindern.

Zum Abschluß noch Immanuel Kant auf den Weg:
“Ich nehme erstlich folgenden als einen keines Beweises benötigten Grundsatz an: alles, was  außer dem guten Lebenswandel der Mensch noch tun zu können vermeint, um Gott wohlgefällig zu werden, ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes.”(Kant, Werke, Bd. 7, Darmstadt 1968, S.842.)

Schau in meine Welt ist Afterdienst. Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Januar 2014

Dodo des Monats Januar 2014

Dodo des Monats Januar 2014

Neues Jahr, neue Dummheiten, hier sind die wichtigsten:

  1. Eckhard Fuhr, “Tierethik: Wer Tierrechte will, bahnt der Euthanasie den Weg.”
  2. Gregor Gysi, “Katholische Kirche ist Teil der APO.”
  3. Joachim Meisner, “…religiöser Kulturrassismus.”
  4. Irmgard Schwaetzer, “Verbot der Suizidbeihilfe.”
  5. Ludwig Schick, “Wer im Dienst der Kirche verspottet wird, hat Teil am Leiden Jesu.”
  6. Hermann Gröhe, “Verbot jeglicher organisierten Suizidbeihilfe.”
  7. Wolfgang Huber, “…über die vergottete Menschenwürde.”
  8. Bundeswehr, “…rekrutiert auch Minderjährige als Soldaten.”
  9. Charles M. Huber, “Homo-Gleichstellung ist Hetero-Diskriminierung.”
  10. KiKA, “Facepalm: Beschneidungsfeier…
  11. Markus Spieker, “Christen sollten sich in den Medien auf Christus konzentrieren.”
  12. Wolfgang Thierse, “… über die diffusen Botschaften von Gotteshäusern.
  13. Oberste Gerichtshof Österreich, “Pädophilie-Vorwurf gegen Mohammed beleidigt Islam.”

Die Wahl ist bis zum 07. Januar 2014 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Sieger wird am 08. Januar, hier auf  dem Blog, in einer Laudatio gewürdigt werden. Viel Spaß!

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Gottes schwule Schöpfung

Homo_KauderAllgemeine Erklärung der Menschenrechte(Auszug)

Artikel 1

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2

Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebiets, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Man sollte meinen, dass die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte fixierten Normative ausreichend seien. Die Praxis belehrt uns eines besseren. Zwischen Anspruch und tagtäglicher Umsetzung gibt es erhebliche Widersprüche. Homosexuelle werden als outgroup markiert, ähnliche Verfahren kennen wir aus der Geschichte zur Genüge. In Großbritannien entblöden sich Politiker insofern nicht, dass sie Homosexuelle für Stürme, Fluten und alle anderen möglichen Katastrophen verantwortlich machen. Gott spielt im Szenarium um die Homosexualität eine entscheidende Rolle. Während bis zum Hochmittelalter der “Analverkehr” als Sünde, im christlichen Sinne verstanden wurde, wurde die “Sodomie” ab dem 13. Jahrhundert mit dem Tode bestraft, durch den Scheiterhaufen. Weltliche Gesetze, auf der Grundlage kirchlicher Normen, waren die Wegbereiter für die Verfolgung und Aburteilung homosexueller Männer. In Norditalien, Spanien, aber auch in den Niederlanden, England und Frankreich wüteten die Moralapostel besonders harsch.
Der Begriff der Homosexualität wurde aber erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geprägt.
Der Grund für die gesellschaftliche Ausgrenzung der Homosexuellen ist einfach. In der Regel begründeten sie keine Familie und entzogen sich damit der Reproduktion neuer Religioten. Sie führten das Sakrament der heiligen Ehe und Familie ad absurdum. Alles sollte sich ändern.
So verabschiedete der Preußische Landtag, am 23. Januar 1874, ein Gesetz über die Einführung der Zivilehe, das auch Scheidungen zuließ. Ein Jahr später wird dieses Gesetz auf das gesamte Deutsche Reich übertragen. Reichskanzler Otto von Bismarck setzte sich auf diese Art gegen den politischen Katholizismus und Papst Pius IX. durch. Kulturkampf nannte man das seinerzeit. Der allmächtige Gott der Christen ließ das heilige Sakrament der Ehe und Familie im preußischen Landtag krachend zu Boden gehen. Kein Blitz, Siechtum und andere Plagen ließen seinen Zorn erkennen. Abgeklatscht fühlte sich wohl nur die römische Spukgestalt.
Preußen war es auch, welches 1794 die auf “Sodomie” festgelegte Todesstrafe in eine Zuchthausstrafe umwandelte. In den folgenden Jahrzehnten wandelt sich Homosexualität von einer Straftat in eine psychische Krankheit um. Homosexuelle wurden als erblich belastete Perverse gesehen, die man notfalls auch Zwangsbehandeln konnte. Und hier kommen wir zu den christlichen Eiferern jedweder Art. Die Religionen kämpfen um den Nachwuchs, sie brauchen neue Religioten. Verlieren sie die Auseinandersetzung um die Selbstbestimmung der Frauen, Kinder zu gebären, gibt es keine Zöglinge mehr. Das ist der Grund weshalb Pfaffen unbedingt in den Gebärmüttern der Frauen beten wollen. Nimmt man den Menschen die Angst vor dem Tod, ist es ganz aus mit den Schwarzkitteln. Selbstbestimmtes Sterben, wer denkt da noch an die letzte Ölung?
Völlig idiotisch wird es, wenn zukünftige Kardinäle Homosexualität mit erhöhtem Blutdruck vergleichen, die Therapierbarkeit Schwulen scheint ihnen wieder Hoffnung zu machen.

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Papst Franz: Dodo des Monats Dezember 2013

Dodo des Monats Dezember 2013

Dodo des Monats Dezember 2013

papst_jesus_puppeDie menschliche Reproduktion, sprich Fortpflanzung spielt im Leben der Pfaffen, insbesondere der katholischen, eine bedeutende Rolle, werden doch damit neue Gläubige reproduziert. Insofern ein lebensnotwendiger Aspekt frömmelnder Altmänner-Herrlichkeit, die auch schon mal mit Puppen spielt.

Betrachten wir nun den vertikalen Gentransfer des imago dei im Lichte der Mythen-und Sagenwelt des Christentums. Wurde anfänglich noch ein Klumpen Lehm göttlich beatmet, entsprechende Formung vorausgesetzt, gab es als Zugabe des Unaussprechlichen eine Gespielin. Die hier angewendete Technologie gestaltete sich etwas schwieriger, aus der Rippe des männlichen Ebenbildes Gottes wurde nun eine weibliche Gestalt geschöpft. Da auch Eva dem imago dei entsprochen haben soll ist davon auszugehen, dass der Schöpfergott Mann und Frau zugleich ist, wie sonst hätte er wissen sollen, wie Frau aussieht?

Nach dem Sündenfall wurde es ganz kompliziert, da hat der alte Tattergreis ein sehr verworrenes procedere entwickelt, geradezu teuflichen Charakters. Lassen wir die profane Mechanik des Geschlechtsaktes außen vor, es kommt wie es kommen muss, der Samenerguss des Nachkommens von Adam wird herausgeschleudert, dass sind 20-150 Millionen Spermien, alle haben nun ein Ziel, die Eizelle, die von Frau Eva göttlicherweise bereitgestellt wurde. Das große Sterben beginnt. Die Spermien bewegen sich dank ihres flagellenartigen Schwanzes in den Eileiter von Eva. Auf dem Weg dorthin werden sie aber erst zeugungsfähig, weil weibliche Enzyme Proteine an den Spermien entfernen müssen. Dieser Vorgang dauert mehrere Stunden, in dieser Zeit können die Spermien keine Eizelle befruchten. Das ist göttlicher Sadismus. Hinzu kommt, im sauren Milieu der Scheide sterben Millionen von Spermien ab. Nur wenige Hundert erreichen den Eileiter von Frau Eva. Ein Spermium hat nun die Gelegenheit an die Eizelle anzudocken, diese Göttlichkeit entnehmen wir mal der Wikipedia:

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Wahl Dodo des Monats Dezember 2013

Dodo des Monats Dezember 2013

Dodo des Monats Dezember 2013

Der letzte Dodo des Jahres 2013 steht zur Wahl. Wie immer hat sich reichlich obskures und ewiggestriges angesammelt. Hier sind die Kandidaten:
  1. Sigmar Gabriel, “und die sozialdemokratische Kompetenz des Papstes.”
  2. Wolfgang Baake, “die Notwendigkeit für Politiker zu beten.”
  3. Hans Michael Heinig, “Der Staat braucht die Kirchen als Kooperationspartner.”
  4. Nikolaus Schneider, “Das Subsidiaritätsprinzip ist ein Segen, für Staat und Kirchen.”
  5. Papst Franz, “Abgetriebene Babys sind Opfer einer atheistischen Wegwerfkultur.”
  6. Bernd Siggelkow, “Freikirchenfundi will Jugendamt abschaffen.”
  7. Peter Tauber, “Abtreibungsgegner und Fundi.“
  8. Rainer Maria Woelki, “Beten mit dem Tablet Computer.”
  9. Gerhard Krempel, “…droht dem Vatikan.”
  10. Dietmar Woidke, “Kirchen sollen sich regelmäßig einmischen.”
  11. Robert Zollitsch, “Kirche darf keine neue Enteignung, bei Staatsleistungen, akzeptieren.”
  12. CSU, “Wer betrügt, der fliegt.”
  13. Frank Heinrich, “…verteidigt evangelikale Fundamentalisten.”
  14. Dirk Evers, “Kann man Gott wissenschaftlich beweisen?”
  15. Joachim Meisner, “Kirchen hat sich dem Worte Gottes anzupassen – nicht den Menschen.”
  16. Ralf Meister, “Kirchen für ethische Fragen unersetzbar.”

Die Wahl ist bis zum 07. Januar 2014, 18:00 Uhr, befristet. Der Gewinner wir in einer Laudatio, hier auf dem Blog, am 08. Januar gewürdigt werden. Mehrfachabstimmung ist möglich. Viel Spaß!

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Daniel Dennett on Tools To Transform Our Thinking

Filmed at the Royal Geographical Society on 22nd May 2013.
Daniel Dennett is one of the world’s most original and provocative thinkers. A philosopher and cognitive scientist, he is known as one of the ‘Four Horseman of New Atheism’ along with Richard Dawkins, Sam Harris and the late Christopher Hitchens.

On May 22nd he came to Intelligence Squared to share the insights he has acquired over his 40-year career into the nature of how we think, decide and act. Dennett revealed his favourite thinking tools, or ‘intuition pumps’, that he and others have developed for addressing life’s most fundamental questions. As well as taking a fresh look at familiar moves — Occam’s Razor, reductio ad absurdum — he discussed new cognitive solutions designed for the most treacherous subject matter: evolution, meaning, consciousness and free will.

By acquiring these tools and learning to use them wisely, we can all aspire to better understand the world around us and our place in it.

Atheisten in 13 Ländern von Hinrichtung bedroht und in Deutschland diskriminiert

Wahrscheinlich gibt es keinen Gott, sorge dich nicht, erfreu dich an deinem Leben

Wahrscheinlich gibt es keinen Gott, sorge dich nicht, erfreu dich an deinem Leben

Atheisten in Deutschland leiden unter “schwerer Diskriminierung”. Das findet die “Internationale Humanistische Ethische Union”. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss freidenkerischer, humanistischer und atheistischer Organisationen.

Deutschlandradio Kultur

In ihrem Bericht zum Tag der Menschenrechte verweisen sie unter anderem auf den deutschen Strafrechtsparagrafen 166. Damit wird die Beschimpfung religiöser und weltanschaulicher Bekenntnisse geahndet, wenn sie den öffentlichen Frieden stört. Auch weltweit sieht der Bericht Atheisten großem Druck ausgesetzt: In 13 Staaten würden sie gar wegen ihrer Überzeugung, es gebe keinen Gott, mit dem Tod bedroht.