Archiv der Kategorie: Brights

Der Metzger Allahs in Wien

König Abdullah, Bild: BB

König Abdullah, Bild: BB

Bei Spiegel-Online lesen wir heute, dass in Saudi-Arabien fünf Anwälte zu hohen Haftstrafen verurteilt wurden. Ihr Vergehen, kritische Kommentare zur Situation im Land auf der Kurznachrichtenplattform Twitter. Sie können von Glück sagen, dass ihnen im saudi-arabischen Barbarentum nicht der Kopf von den Schultern gehauen wird.

Doch zum Thema. Das “König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog” (KAICIID), in Wien, wurde im Herbst 2012 eröffnet und wird größtenteils von Saudi-Arabien finanziert. Man könnte schallend lachen über soviel Idiotie in den Begrifflichkeiten, interreligiöser und interkultureller Dialog. Dialog beruht auf Austausch durchaus gegensätzlicher Meinungen und da wo notwendig den Versuch eines Kompromisses, wenn denn die Positionen zu konträr scheinen. Dialog kann man in Saudi-Arabien nicht, wer nicht der Auffassung des bigotten, extremistischen Herrschers und seiner Prediger ist wird massakriert, gefoltert, ausgepeitscht, weggesperrt oder eben exekutiert. Ende des Dialogs.
Es war der politische Wille Österreichs, dem Menschenrechtsverletzer Saudi-Arabien eine Plattform zu bieten und sich selbst als Alibi für diese Menschenrechtsverletzungen anzudienen.
Vollgestopft mit Petrol-Dollars, kaufte der absolutistische Monarch aus der Wüste das Wiener Palais Sturany, dort sollen also Dialoge stattfinden. Da die Immobilie exterritorialen Status besitzt wollen wir nicht hoffen, dass im Hof gleich eine Exekutionsstätte für Andersmeinende eingerichtet wurde, denen man als Gnadenbeweis nur die Zunge abschneidet.

Zur dummen Äußerung der ehemaligen Justizministerin Österreichs, Claudia Bandion-Ortner, dass nicht jeden Freitag in Saudi-Arabien eine Hinrichtung stattfinden würde, muss man nichts weiter sagen, unter Preisgabe rechtsstaatlicher, humanistischer Positionen ist sie als Vizegeneralsekretärin des Abdullah-Zentrums dem Herrscher tief ins Rektum gekrochen.

Dialog ist Rede und Gegenrede, vielleicht sollte sich das Wüsenzentrum in Wien umbenennen, in Zentrum für interkulturelle und interreligiöse Monologe.

Vergessen wir nicht, der alte wahhabitische Stammeshäuptling hat in diesem Jahr alle anders-und un-Gläubigen, einschließlich der Atheisten und Agnostiker zu Terroristen erklärt. Mit solchen Individuen, derartig vom Gotteswahn besessen, diskutiert man nicht.

Denken wir an Hamza Kashgari, Raif Badawi und Mohammad Salama, die für ihre Meinung gemaßregelt wurden, denken wir an all jene, die den unmenschlichen Rechtssystem eines senilen Herrschers zum Opfer fielen.

Marsch für das Leben: Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

 

marsch_für_das_LebenKnappe Entscheidung, aber die rückwärtsgewandte Bewegung, unter der Ägide des Bundesverbandes Lebensrecht , “Marsch für das Leben”, ist der Gewinner.
“Gott macht keinen Müll” verkündete das evangelikale “pro Medienmagazin” seine Berichterstattung zum Ereignis. Schon bei dieser Überschrift muss man sich fragen, sind die alle blöd, blind, taub, gehirnlos? Wer einmal in eine Kinderklinik musste, weiß was ich meine. Die ach so unschuldigen Geschöpfe, des liebenden Gottes leiden unsägliches. Da ja in den Augen der Fundamental-Religioten “Gott Alles” ist, ist er auch Krankheit, Siechtum, Leid, bei gerade geborenen Kindern. Gott ist ein Pfuscher. Die Wirbelsäule ein einziges Dilemma, das Knie nicht besser, die lichtempfindliche Schicht des Auges auf der falschen Seite, hinzu kommen Zellen deren Teilung nicht nach göttlichem Plan verläuft, zu Schaden gekommene Chromosome, all das macht göttlichen Müll, stimmt der Zeitpunkt kann man ihn entsorgen, ansonsten muss das Gottesgeschöpf entsorgt werden.

Eltern haben ein prinzipielles Recht auf gesunde Kinder, der Riss in der Schöpfung, der durch das leise Zucken des Schmerzes beim kranken Kind auftreten kann ist zu verhindern. Das machen aber Mittel und Methoden von Medizin und Wissenschaft. Beten ist Gottes Müll im wahrsten Sinne des Wortes. Wird der Religiot krank geht er zum Arzt, warum eigentlich? Ein taffer Gottesglaube sollte es richten.

Der “Marsch für das Leben” vermittelt ein reaktionäres Familien-und Menschenbild. Diese selbsternannten “Lebensschützer” kriminalisieren Frauen und stellen sie als Mörderinnen dar. Diese Sicht ist inhuman und kulturrassistisch. Im Allgemeinen entscheiden sich Frauen sehr bewusst für eine Schwangerschaft, die Religiotie stellt Frauen als gedankenlos dar, ganz so, als würden sie öfters abtreiben.

Beratung und Begleitung schwangerer Frauen ja, ebenso, wenn gewüscht, ihrer Partner, alles andere ist eine Entscheidung der Frau, allein oder mit ihrem Lebensgefährten. Ein Mitspracherecht haben Gottesknechte in der Sache nicht. Nicht zu vergessen, die emanzipatorischen Aspekte in Verbindung mit einer angemessenen Familienplanunspolitik, dort ist die Gesellschaft, die Politik gefragt. Hüten wir uns vor der Einrede durch religiotische Fundamentalisten, die in ihrem Extremismus wahrscheinlich auch einen Morula-Keim taufen würden und dann die Öffnung suchen, wo sie den Jesus-Keks reinstecken können.

Und vergessen wir nicht, Gott ist der größte Mörder am Leben. Im Märchenbuch der Christen hat er die gesamte Schöpfung des Planeten räudig ersaufen lassen. Noah und die seinen durften Tiere retten, nicht Menschen.

Wer Frauen kriminalisiert, Lebensentwürfe, die nicht den christlichen Geboten entsprechen, verdammt, schreit Morgen nach dem Mutterkreuz, Mütter sind die schaffenden Kräfte für die christliche Gemeinde. Einen Trend rückwärts zu konservativen, reaktionären Entwicklungen ist in Deutschland auszumachen, gerade so, als will man die Errungenschaften der Aufklärung ausmerzen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

Der Monat September ist Geschichte und eine Füllen von obskuren, irrationalen, fundamentalistischen Aussagen, Meinungen, aus Politik und Religion, haben sich angesammelt. Die Kandidaten sind letztlich eine Auswahl aus dem ganzen Müll, der  im Laufe eines Monats produziert wird. Hier sind die Kandidaten:
  1. Reinhard Marx, “will Gesundheitspolitik mit dem Strafgesetzbuch regeln.”
  2. WDR, “manipuliert Ukraine-Konflikt mit altem Panzerbild.”
  3. Volker Kauder, “…christlich-völkisches Geburtsrecht.”
  4. Christine Lieberknecht, “mit Bibelversen gegen die AfD.”
  5. Yasmin Fahimi, “erklärt den Islam.”
  6. Karin Bertholdes-Sandrock, “warnt vor Homosexuellen an Schulen.”
  7. Jean-Claude Hollerich, “droht mit Kulturkampf in Luxemburg.”
  8. Malu Dreyer, “wünscht sich gemeinsames Abendmahl.”
  9. Günther Jauch, “gerät der Dschihad-Talk aus dem Ruder.”
  10. Papst Franz, “beschwört den Teufel.”
  11. Peter Frey, “Eklat im ZDF-Fernsehrat.”
  12. Deutsche Bischofskonferenz, “Aufklärung der Missbrauchsfälle kommt nicht voran.
  13. Aiman Mazyek, “Kopftuchurteil ist Rückschlag für Integration.”
  14. Wolfgang Thierse, “Kirche ist Anwalt der Ausgegrenzten.”
  15. Bundesarbeitsgericht, “Kirchliche Einrichtungen dürfen Kopftuch verbieten.”
  16. “Marsch für das Leben”, “Gott macht Müll.”
  17. Martin Walser, “im Gotteswahn.”
  18. Volkshochschule Mainz, “Esoterische Angebote im Programm.”
  19. Stadtrat Leipzig, ” 700 Millionen € Schulden, 1 Million für die Katholen.”

Die Wahl ist bis zum 07. Oktober 2014, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird am 08.10., hier auf dem Blog, gewürdigt. Viel Spaß!

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Dodo Bonelli und die “Entmythologisierung” Sigmund Freuds

Raphael_M_BonelliSie ist 186 Zentimeter lang und 83 Zentimeter breit: Die wohl berühmteste Couch der Welt des österreichischen Neurologen, Psychologen und zugleich Kulturtheoretiker Sigmund Freud (1856-1939). Auf ihr hatte Freud fast ein halbes Jahrhundert lang seine Behandlungsmethode – die Psychoanalyse – entwickelt. Sie steht jedoch heute nicht etwa in Wien, wo Freud seine Hauptwerke verfasste und u.a. die Grundlagen der Psychoanalyse erarbeitete, sondern in London, wo Freud vor 75 Jahren, am 23. September 1939, starb.

kathweb

Will man heute Freud angemessen gedenken, so braucht es ein gehöriges Maß an “Entmythologisieren”, zeigt sich der Wiener Psychiater und Leiter der Forschungsgruppe Neuropsychiatrie an der Sigmund Freud Universität Wien, Raphael Bonelli, überzeugt. Das Denkmal muss gestürzt werden, um klarer zu sehen, was man ihm heute tatsächlich alles verdankt. Denn es wäre ebenso vermessen, Freud zum großen Übervater zu stilisieren, wie ihn und seine Beobachtungen und Methoden einfach zu alten Eisen zu legen, so Bonelli im Gespräch mit “Kathpress”.

Besondere Beachtung verdiene dabei laut Bonelli Freuds Verhältnis zur Religion sowie seine ausgeprägte Wissenschaftsgläubigkeit. “Freud hat Religion schlichtweg abgelehnt, sie gar als Pathologie behandelt.” Religion sei für ihn immer “ein Reibebaum” gewesen: “Er hat sie abgelehnt, aber zugleich hat ihn Religion auch fasziniert”. Der Grund für diese Ablehnung sei “schlichtweg der Zeitgeist” gewesen: Es entsprach der Stimmung des ausgehenden 19. Jahrhunderts, dass Technik alles und Religion nichts war. “Darwin hat die Entstehung des Menschen erklärt, alles schien technisch machbar.”

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Dodo des Monats August 2014: Michael Blume

Dodo des Monats August 2014

Dodo des Monats August 2014


michael-blume“Atheistische Populationen verebben”, so dumm wie falsch.
Es gab mal eine Zeit, um nicht zu sagen es war einmal, da waren Kinder Reichtum und die Ursachen sind damals wie heute sozial und wirtschaftlich begründet. Man möchte meinen das Michael Blume noch in dieser alten Zeit hängt, die heutige Realität als eine Art holistische Wellenfront abtut.

Unbenommen sein Glaube an den imaginären Freund, richtig auch die Tatsache, dass säkulare Gesellschaften momentan einen Prozess der Stagnation durchlaufen, während religiöser Mainstream, der auch den Fundamentalismus ermöglicht und bedingt, auf dem Vormarsch ist. Genau das macht dummes Geschwätz zu dem noch gefährlich.
Religionswissenschaftler Blume hat sich mit allen möglichen beschäftigt, von Engelkunde, Wirkung und Wissenschaft, über die Illuminaten, Baptisten, Quäker, Freimaurer, Rosenkreuzer und dem menschlichen Hunger nach Göttern. Sein Lieblingswort “Evolution.” Und Darwin ist sein Lieblingsfeind, die “Darwinisten”, welch ein Wort, sind diejenigen an denen er seinen göttlichen Unfug abarbeitet. In all seinen “Werken” lässt Blume etwas vermissen, die Distanz des Wissenschaftlers zum Objekt der Forschung, das kritische Hinterfragen der eigenen Position in der Sichtweite der Forschungsergebnisse. Statistiken, Studien, Analysen werden durch ihn regelrecht vergottet. Und so sind all seine “Sachbücher” religiös verbrämte, subjektiv eingefärbte persönliche Meinungen. Das Wort Wissenschaftstheorie möchte man gar nicht in den Mund nehmen.
Blume ist  Kreationist, das Wirken des imaginären Freundes, der himmlischen Spukgestalt, zieht sich wie ein roter Faden durch seine Argumentation, Gott in den Knochen, im Gehirn und in den Genen, bleibt die Frage ob Gott auch im Rectum steckt.

Die Feststellung, dass es “ohne Religion an Kindern fehlen” würde ist sozialdarwinistisch und passt zu ihm. Nur religiöse Menschen handeln moralisch, setzen Blagen in die Welt und sorgen dafür das die Menschheit nicht ausstirbt. Soweit der krude Stuss.
Hier überträgt er die Theorie der Auslese(Darwin) auf soziale, wirtschaftliche und moralische Verhältnisse der menschlichen Gesellschaft. Religiöse Menschen sind sozial, weil sie mehr Kinder in die Welt setzen.

Blume will es den Darwinisten, den Evolutionsbiologen, Genetikern uvam. zeigen, nämlich, ihr entzaubert Gottes Schöpfung in erbärmlicher Art und Weise und ich der Religionswissenschaftler Blume entzaubere euch.

Er stellt sich auf das statistische Mittel seiner eigenen Hypothesen und erklärt dem Rest der Welt, dass sie alle Unrecht haben.

Michael Blume

Ein Beispiel: Wenn ich glaube, dass es zu Gottes ersten Worten in der Bibel gehört, wenn er sagt: “Seid fruchtbar und mehret euch”, dann spielt es für religiöse Menschen eine Rolle, dass wir den Auftrag haben, eine Familie zu gründen und kinderreich zu sein. Zum anderen ist da die Motivation. Wenn wir als Menschen nicht nur vor uns hinleben, sondern uns wirklich einer Sache verschreiben wollen, brauchen wir tiefe religiöse Überzeugungen. Und das beides zusammen bewirkt diesen ganz starken Effekt.

So ein Blödsinn, wir brauchen eben keine tiefen religiösen Überzeugungen um ein gutes Leben zu leben. Blume betreibt hier Afterdienst Gottes, ganz im Kantschen Sinne.

Grundlegend und abschließend, die Aufklärung ist an Herrn Blume vorbei gegangen, getreu dem Motto, die Intelligenz verfolgt dich, du bist schneller.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo, ich bin der festen Überzeugung, dass weitere folgen werden.

Vatikan: Dodo Schavan tritt Dienst an

Annette Schavan (Bild: Wikimedia Commons/Laurence Chaperon, CC-BY-SA 3.0)

Annette Schavan (Bild: Wikimedia Commons/Laurence Chaperon, CC-BY-SA 3.0)

Die neue deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan, überreicht Papst Franziskus am Montagvormittag ihr Beglaubigungsschreiben.

Radio Vatikan

Damit tritt sie offiziell ihren Dienst an. Schavan folgt auf Botschafter Reinhard Schweppe, der im Juli altersbedingt aus dem Amt schied. Die frühere Bundesministerin für Bildung und Forschung ist die erste Frau, die Deutschland beim Heiligen Stuhl vertritt. Derzeit gehören dem dort akkreditierten diplomatischen Corps rund 20 Frauen als Botschafterinnen an.

Wahl Dodo des Monats August 2014

Dodo des Monats August 2014

Dodo des Monats August 2014

Der Monat August hatte es, hinsichtlich Religiotie, Sozialdarwinismus und jede Menge obskuren Äußerungen, in sich. Thematisch bestimmend, Sterbehilfe und natürlich die IS-Barbaren in Syrien und dem Irak. Erstmals eine Doppelnominierung, ließ sich inhaltlich und sachlich nicht vermeiden.

Die Wahl ist bis zum 07. September 2014, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird am 08.September, hier auf dem Blog, gewürdigt werden.

  1. Anton Losinger,”Pädo-Sekte im Ethikrat.”
  2. Frank Ulrich Montgomery, “Ärzte sind keine Tötungsmedikamentebeschaffer.”
  3. Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V.,” Mit Bibel gegen Multikultigedöns.”
  4. Michael Blume(1), “Gottesspuren in Genen und Gehirn.”
  5. Pierre Vogel,”…fodert Jesiden auf zu konvertieren.”
  6. Volker Kauder, “Verantwortung vor Gott.”
  7. Marian Wendt, “Homos sind Vögel, Heteros Fische.”
  8. Andreas Laun, “Antisemitsimus, kognitive Dissonanzen und Geschichtsklitterung.”
  9. James Kirchik, “Islamophobie und Antisemitismus: Die neuen alten Juden.”
  10. Franz Josef Jung, “Lebensschutz ist Gebot des Christentums.”
  11. Nikolaus Schneider, “Frieden schaffen, mit mehr Waffen.”
  12. Silvia Löhrmann, “Jesus wertet nicht.”
  13. Katrin Göring-Eckardt, “ für Militäreinsatz gegen IS.”
  14. Norbert Lammert, “Kirchen sollen Öffentlichkeit verdummbibeln.”
  15. Wolfgang Huber, “Einen Stahlhelm für Sozialethiker Huber.”
  16. Klaus Krämer, “Menschen haben Recht auf christliche Botschaft.”
  17. Norbert Rosenboom, “Regelschule mit ein bisschen Waldorf-Pädagogik.”
  18. Caritas Köln, “Baby zu laut, Familie fliegt aus der Wohnung.
  19. Michael Blume(2), “Atheistische Populationen verebben”:Ohne Religion fehlt es an Kindern.”

Viel Spaß!

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Torsten Albig: Dodo des Monats Juli 2014

Dodo des Monats Juli 2014

Dodo des Monats Juli 2014



torsten_albigUnglaubliches, Unerhörtes und Unvorstellbares ist im Norden Deutschlands passiert. Schleswig-Holstein wurde am 12. Januar 1950, mit der durch den Landtag verabschiedeten Landsatzung, Bundesland. Eine Landesverfassung wollte man sich mit der Einheit Deutschlands geben. So weit, so gut. Den Autoren der nördlichen Landesverfassung unterlief ein unglaublicher Fehler, die Landsatzung hatte keinen Gottesbezug.

Die Kieler Affäre um den damaligen Ministerpräsidenten Uwe Barschel führte 1990 zu einer umfassenden Verfassungs- und Parlamentsreform, die im Gesetz zur Änderung der Landessatzung für Schleswig-Holstein vom 13. Juni 1990 mündete.
So umfassend war die Reform nicht, Gott hatte immer noch keinen Eingang in die Verfassung des Landes gefunden.
Im April 2013 wurde durch die Fraktionen des Landtages ein Sonderausschuss “Verfassungsreform” eingerichtet, u.a. soll geprüft werden inwieweit man eine Präambel einführen kann. Und diese Präambel soll natürlich einen Gottesbezug erhalten. 64 Jahre kamen die Menschen in Schleswig-Holstein ohne jedweden Gottesbezug in ihrem grundlegenden Landesgesetz aus. Nichts passierte, Gott ließ es zu und die Menschen dachte nicht weiter darüber nach. Nach allgemeiner Einschätzung braucht es keinen Gottesbezug, hat ja auch funktioniert. Das wäre Denkökonomie. In der Debatte zum Gottesbezug in der Landesverfassung scheint es aber nur Wolfgang Kubicki zu sein, der zu rationalem Denken fähig ist.

Torsten Albig nun, im Kieler Landtag:”eine Verfassung ohne Gott sei für ihn “unvorstellbar.” Das ist anstaltsreif. 60% der Menschen in Schleswig-Holstein seien Kirchenmitglieder. Das Land brauche “eine Verfassung, die zu diesem Glaubens- und Wertegerüst passt”. Wieviele von den 60% gehen denn überhaupt noch in die Kirche? Wieviele sind denn nur noch dem Taufregister nach Angehörige ihrer Kirche? Das Kulturchristentum der Menschen braucht keine Kirchen und die Austrittszahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Politiker jedweder Coleur reden den Pfaffen das Wort, negierend, dass sie völlig an der Lebensrealität der Menschen vorbeireden. Das hat Albig mit den meisten Politikern gemeinsam, Realitäts-und Lebensfremdheit. Gott ist die Präambel der Landesverfassung scheißegal, es ist wieder einmal das Bodenpersonal, welches sich religiös prostituiert.

Nur der weltanschaulich neutrale Staat kann allen Individuen seines Gemeinwesen gerecht sein. Erst jüngst ist die römische Spukgestalt,, katholischer Vize-Gott, beim Spiel mit der Politik grandios gescheitert. Vor rund 8 Wochen wurde im Vatikan ein Friedensgebet für den Nahen Osten installiert. Wochen später waren die Friedenswünsche aller Beteiligten einen Dreck wert. Gebete sind intellektuelle Autoerotik und bei etlichen Menschen wirken sie auch so.

Irdische Gesetze sind für oder gegen die Menschen, aber eben weltlich und befinden sich nicht im göttlichen Erfahrungsraum. Politiker denen Gott in der Politik fehlt, solche Zustände unglaublich finden, sollten professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, die Zurechnungsfähigkeit darf angezweifelt werden.

Bliebe noch die Frage zu klären, was mit den 40% Nicht-Christen, Anders-und Ungläubigen passiert? Die haben sich dann den obskuren Gotteswahn-Vorstellungen ihrer Politiker zu unterwerfen. Demokratie sieht anders aus. Albig dilettiert in religiösen Dingen, 40% seiner Bevölkerung sind eine Größe auf die verzichtet werden kann.

Zum Abschluss ein Zitat von Immanuel Kant:

Ich nehme erstlich folgenden Satz als einen keines Beweises benötigten Grundsatz an: alles, was außer dem guten Lebenswandel der Mensch noch tun zu können vermeint, um Gott wohlgefällig zu werden ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes.

(Kant, Werke Bd.7, Darmstadt 1968, S.842)

Herr Albig, herzlichen Glückwunsch zum Dodo und viel Spaß beim Afterdienst.

Wahl Dodo des Monats Juli 2014

Dodo des Monats Juli 2014

Dodo des Monats Juli 2014

Wenn es um Dummes, Ewiggetriges und Obskures geht, gibt es kein Sommerloch. Hier sind die Kandidaten des Monats Juli:

  1. Landesregierung Niedersachsen, “Kirchgeld von den Ungläubigen.”
  2. Malu Dreyer, “…und die Staatskirchenleistungen.”
  3. Kirchenasyl, “Recht in der christlichen Parallelwelt.”
  4. Lann Hornscheidt, “Professoraler Gender-Blödsinn.”
  5. Burkhard Jung, “…bezahlt den Katholikentag selbst.”
  6. Mario Götze, “dankt Gott.”
  7. Torsten Albig, “Verfassung ohne Gott unvorstellbar.”
  8. ZDF, “manupuliert bei Deutschlands Beste.”
  9. Forum Deutscher Katholiken, “Christliche Neugestaltung statt perverser Bildungspläne.”
  10. Akif Pirinçci, “provoziert Mordaufruf.”
  11. Nicolaus Fest, “nennt Islam Integrationshindernis.”
  12. Eberhard Troeger, “evangelikaler Fundi mit Pseudo-Islam-Kenntnissen.
  13. Norbert Lammert, “solidarisiert sich mit Dodo Schavan.”
  14. Rainer Wink, “Reichsdeutscher Stadtrat der AfD.”

Die Wahl ist bis zum 07. August 2014 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß.
Der Gewinner wird am 08. August hier auf dem Blog gewürdigt.

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Horst Seehofer: Dodo des Monats Juni 2014

Dodo des Monats Juni 2014

Dodo des Monats Juni 2014


seehoferEs ist ein Kreuz mit dem Katholiken Seehofer. Schwadronierte er  doch jüngst auf dem evangelischen Bayerischen Kirchentag über die Grundlagen sittlicher Ordnung im Lande. Genaugenommen können die Christen im blau-weißen Gottesstaat aufatmen, denn mit den Sitten, christlichen noch dazu, hat es der Herr Ministerpräsident nicht so genau. Er lebt in Sünde, ein Dauersünder vor dem Herrn, der sich auch schon mal an den Jesus-Chip heranmogelt. So geschehen am 16. April 2012. B16, Ratzebene feierte seinen 85.Geburtstag und der bayrische Landesvater genoss das zweifelhafte Privileg an den Geburtstagsfeierlichkeiten teilnehmen zu dürfen. Seehofer, geschieden wiederverheirateter Katholik, ließ sich persönlich von der römischen Spukgestalt die Kommunion reichen. Der Keks wurde Fleisch vom Fleische des Gottessohnes und der Wein Blut, so die Mär. Nichts passierte, der imaginäre himmlische Freund ließ den Frevel geschehen. Seehofer ließ das Dogma der katholischen Kirche wackeln, der Vizegott ließ es zu. Gemäß gängiger Interpretation des Kirchenrechts ist die Ehe nach katholischer Lehre unauflöslich. Geschiedene gelten vom Empfang der Kommunion als ausgeschlossen.

Betretenes Schweigen, der Vatikan tat das, was er am besten kann, Schweigen. Die Staatskanzlei des Herrn Seehofer ließ mitteilen, religiöse Privatangelegenheiten. So dumme Antworten kann man nur in Bayern geben, ohne gewaltige politische Konsequenzen befürchten zu müssen.

Zu den christlichen Sitten des Herrn Seehofer gehört auch das Zeugen von außerehelichen Kindern. Katholiken haben hier, gegenüber anderen Christen, einen entscheidenden Vorteil, die Beichte, sind sie mit ihrer Spukgestalt im Reinen ist die Welt wieder in Ordnung, die anderen müssen auf das göttliche Gericht warten.

Horst Seehofer:

„Wir sind seit Jahrhunderten ein christlich geprägtes Land und wollen es auch bleiben – bei allem Respekt vor Muslimen und anderen Religionsgemeinschaften.”

Seehofer ist ein religiöser Eiferer. Deshalb bleiben die Kreuze auf den Berggipfeln, in den Klassenzimmern und den Amtsstuben. Seit Jahrhunderten ist das so. Der angeblich weltanschaulich-neutrale Staat wird von Politikern vereinnahmt, die nichts besseres zu tun haben als ihre religiösen Überzeugungen zur Maxime ihres politischen Handelns zu machen. Obwohl die Mitgliederzahlen der Kirchen schrumpfen, beschwört man das Christentum, gegen den Trend, Politiker haben die Rolle des Feudaladels übernommen, eine Allianz die sich lohnt, für beide Seiten, die Politik und die Kirchen, ausgenommen und für dumm verkauft das gemeine Wahlvolk.
Religion als Privatsache wird nicht akzeptiert, ebenso wenig wird die Tatsache anerkannt, dass rund ein Drittel der Bevölkerung ungläubig ist. Die Durchhalte-Parolen den Christen-Gott zu beschwören erinnern teilweise an die Durchhaltebefehle der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Seehofer selbst ist das lebende Beispiel dafür, dass die Sitten des Christentums für die Mülltonne sind. Die Lebensrealität ist eine andere, weil die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Verhältnisse sich geändert haben. Will man diese Veränderungen nicht sehen ist man bestenfalls dumm zu nennen, hat man dem Zustand der Dummheit abgeholfen und besteht weiterhin auf seinen überholten Ansichten wird es gefährlich, entweder man sucht sich professionelle Hilfe oder aber nimmt billig die Verblödung seiner gläubigen Untertanen in Kauf.
Der Gerechtigkeit halber muss man sagen, dass das kein Alleinstellungsmerkmal von Bayern ist, das Land wird hart von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bedrängt. Je geringer die Breitengrade um so größer die Religiotie.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Juni 2014

Dodo des Monats Juni 2014

Dodo des Monats Juni 2014

Der Monat Juni brachte eine Fülle von religiotischer und politischer Ewiggestrigkeit. Hier sind die Kandidaten:

  1. L.Schick, “Kirche leidet unter öffentl. Anklagen.”
  2. PETA, “Trügerische Kampagne zum Autismus.”
  3. Horst Seehofer, “Die Kreuze bleiben in den Klassenzimmern.”
  4. Winfried Kretschmann, “Religion sollte sich im öffentl. Raum bewegen.”
  5. Hannelore Kraft, “…will Verhältnis von Staat und Kirche verbessern.”
  6. Peter Barrenstein, “…findet Kinderarbeit manchmal sinnvoll.”
  7. Joachim Gauck, “Deutschland muss notfalls zu den Waffen greifen.”
  8. Joachim Herrmann, “…möchte Christenflüchtlinge bevorzugen.”
  9. Ulrich Kronenberg, “Gegen das Böse hilft manchmal nur Waffengewalt.
  10. Volker Kauder, “will mit Steuergeldern Christen unterstützen.”
  11. Studiengemeinschaft “Wort und Wissen, “über die Dominanz des Naturalismus.
  12. Peter Frey, “Die Gesellschaft braucht Kirche.”
  13. Katholische Militärseelsorge, “Drohnen als ethischer Fortschritt.”
  14. Franz-Josef Overbeck, “über Gewalt, Zerstörung und Drohnen.”
  15. Nikolaus Schneider, “polit-religiöse Scheinwelt.”
  16. Henk van Benthem, “ CDU-Ratsherr treibts mit pro-Köln.”
  17. Frank-Walter Steinmeier, “warnt vor konfessionellen Spaltungen un Europa.

Die Wahl ist bis zum 07.07. 2014 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am 08.07., hier auf dem Blog, gewürdigt werden. Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß.

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Andreas Laun: Dodo des Monats Mai 2014

Dodo des Monats Mai 2014

Dodo des Monats Mai 2014



weihbischof-andreas-launIn Anbetracht dessen, was Herr Andreas Laun an Einlassungen zu Tagesthemen, menschlichen Problemen, sozial, persönlich von sich gibt, erlaube ich mir die heutige Laudatio mit einem Bibelvers zu eröffnen.
Matthaeus 5,3(Lutherbibel 1912):

Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.

Dem Evangelisten Matthäus werden o.g. Worte unterstellt. Mit Macht drängt sich die Ahnung empor, der hat den Laun gekannt. So einen Prototyp des geistig Armen kann nur der Herr allein persönlich initiiert haben. Ich hoffe für Laun, dass er dereinst in sein Himmelsreich kommt, es ist aber eher zu vermuten, dass er in der Hölle landet, wegen Blasphemie, Zweifel an der Schöpfung seines Meisters und Gottes. Wenn Alles Gottes Schöpfung ist, dann eben auch Schwule, Lesben, Transen und Bisexuelle, beim Nacktaffen Mensch, wie bei anderen Geschöpfen.
Laun, als Hilfsbischof des Erzbischofs von Salzburg, Mitglied der Kinderfickersekte namens katholische Kirche, maßt sich an Teile der göttlichen Schöpfung zu diskreditieren
Andreas Laun

Die Gefahr des Missbrauchs ist bei homosexuellen Menschen höher als bei Heterosexuellen”.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ganze Heerscharen notgeiler Priester haben im Namen des katholischen Gottes, Schutzbefohlene, Kinder, Jugendliche sexuell missbraucht, in einer Intensität, dass ganze Diözesen in den USA Konkurs gehen, weil die finanziellen Forderungen, als materielle Wiedergutmachung, sie in den Ruin treiben. Homosexualität mag bei dem einen oder anderen Priester eine Rolle gespielt haben, aber seine Brüder haben auch jede Menge Pädo-Gelüste, das mag den Autoerotiker Laun nicht anfechten, er sollte sich aber mit den Seinen auseinandersetzen und nicht den Stab, ganz klischeehaft, über andere brechen.

Andreas Laun

“Wer für Adoption von Kindern durch Homosexuelle redet, missachtet Frauen und damit auch seine eigene Mutter!”

Anhand solcher idiotischen Sprüche entsteht der Eindruck des Spiels guter Bulle, böser Bulle. Guter Bulle ist der Erzbischof von Salzburg, böser Bulle, der auch schon mal tiefschlagen darf, Laun. Laun testet aus, wie weit kann man theologisch gehen, er steckt auch die Prügel ein, wenn es denn welche zu verteilen gibt. Der Mann ist habilitierter Moraltheologe, er deutet also Moral in Märchenbüchern und versucht diese in die Realität zu transformieren, so was gehört eigentlich in die Klappse.
Man stelle sich vor, Laun war im Kandidatenkreis der Personen, die den Posten des Erzbischofs von Salzburg bekommen sollten. Das war dann wohl selbst den Vatikan zu blöde und der nicht so ecclesiogen-naiv greinende Lackner bekam den Posten.

Christliche Nächstenliebe, das Menschenbild sind menschenfeindlich. Homosexuelle stören die Reproduktion des Menschen in ganz simpler Christengläubigkeit, also hat man sie über Jahrhunderte verteufelt, ausgegrenzt und da wo nötig ausgemerzt. Wenn dirty ol’man Laun über Kinder, Frauen, Sexualität spricht ist das durchaus herpeserregend. Nach der christlichen Bestimmung über Sexualität, Gebärmütter und beseelte Morulakeime, erwächst das nächste Problem, die ausdifferenzierten Zellhaufen, sprich Kinder, müssen getauft werden und wehe wenn nicht, dann stehen solche Typen wie Laun vor euch, Freddy Krueger ist nichts dagegen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Mai 2014

Dodo des Monats Mai 2014

Dodo des Monats Mai 2014

Der Monat Mai hatte eine Fülle von obskuren, religiotischen Ereignissen, die Akteure, meistens aus der Politik. Was so nicht verwunderlich ist, die Trennung von Staat und Kirche eine politische Metapher.

Hier sind die Kandidaten:

  1. Angela Merkel,”…in Sorge um die christliche Prägung Europas.”
  2. Joachim Gauck, “Deutschland nicht auf dem Weg in eine gottlose Gesellschaft.”
  3. Aiman Mazyek, “Militante Atheisten polemisch gegen Muslime.”
  4. Kolpingwerk Deutschland, “…beklagt Satire bei ARD und ZDF.”
  5. Christoph Schönborn, “Die Existenz Gottes ist keine wissenschaftliche Frage.”
  6. Margot Käßmann, “…für christliche Symbole im öffentlichen Raum.”
  7. Andreas Püttmann, “Wirtschaft profitiert von religiösen Menschen.”
  8. Manfred Pohl, “Gott die Summe aller Neuronen…
  9. Clemens Discherl, “rügt moralischen Rigorismus in der Tierrechtsszene.
  10. Thomas Feist, “und die Rede eines “Iraners” vor dem Bundestag.”
  11. Rolf Berend, “Religion ist keine Privatsache.”
  12. Volker Kauder, “im christlichen Gottesrausch.”
  13. Dieter Hecking, “Jesus liebt mich gehört auf den Fußballplatz.”
  14. Andrea Nahles, “tut die Kritik von den Kirchen mehr weh als vom DGB.”
  15. Anton Losinger, “und das Kreuz im öffentlichen Raum.”
  16. Papst Franz, “Marsmännchen haben Recht auf Taufe.”
  17. Norbert Lammert, “auch ein liberaler Staat braucht religiöse Bezüge.”
  18. Andreas Laun, “Homosexuelle sind eher Kinderschänder.”

Die Wahl ist bis zum 07.06.2014 18:00 befristet. Mehrfachauswahl ist möglich.

Der Gewinner mit mit einer Laudatio, hier auf dem Blog, am 08.06. gewürdigt werden. Viel Spaß!

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Manfred Lütz: Dodo des Monats April 2014

Dodo des Monats April 2014

Dodo des Monats April 2014


Manfred_LützGünther Beckstein oder Manfred Lütz, ein Kopf an Kopf-Rennen, letztlich haben 5 Stimmen den Sieg von Günter Beckstein verhindert. Der Mann sieht in den 10 Geboten des Christen Gottes die Grundlagen der Politik, ist schon ernüchternd genug, Innenminister und bayrischer Ministerpräsident, da wundert einen doch nicht wirklich was so im Amigo-Ländle alles abgeht.

Gewinner ist Manfred Lütz, katholischer Theologe, Arzt und Bestseller-Autor. Er ist Facharzt für Nervenheilkunde, Psychiatrie und Psychotherapie und stellte bereits vor Jahren fest, dass die Falschen behandelt werden. Dem kann man nur beipflichten.

Manfred Lütz

„Wenn wir als Christen wirklich der Überzeugung sind, dass der Glaube an Jesus Christus der wahre Glaube ist und dass er auch zum Glück führt, dann müssen wir das doch anderen Menschen auch mitteilen und nicht egoistisch für uns behalten“…

Jesus Christus, wahrer Glaube, Glück, die Geschichte seines Glaubens sieht anders aus. Abgesehen davon, dass wohl alle Religioten die Auffassung vertreten, dass ihr Glaube der einzig Wahre sei. Dort will ja Lütz fischen gehen, anderen die Pseudo-Boschaften der Bibel und des analphabetischen Herzi-Jesulein verkünden, aus katholischer Sicht gewinnt der Sponti-Spruch, “kommt zu uns, wir haben Kekse” eine ganz besondere Bedeutung.

Lütz nimmt nun die Heiligsprechung zweier Päpste zum Anlass und will dem Christentum zu neuem Glanze verhelfen. Die Fragwürdigkeit des Rituals stört den Psychiater in ihm nicht. Nicht das Hautpartikel, Schuppen oder blutbefleckte Stofffetzen nahezu abgöttisch verehrt werden. Wem so was gefällt der klaut auch Reizwäsche von der Wäscheleine. Fetischismus nennt man das wohl, im katholischen Ritual werden daraus Reliquien. Nimmt man noch die jesufleisch werdenden Kekse und den blutwerdenden Wein hinzu ist man mitten im besten Splattermovie. Vernunftbegabte Wesen können sich glücklich schätzen wenn katholische Gläubige nach dem Ritual wieder zur Normalität zurückkehren und sich durchaus entsprechend verhalten und die Gruselgeschichten aus der Bibel, mit ihren Botschaften, nicht Realität werden lassen.

Erinnern wir uns, Manfred Lütz ist Mitglied im Direktorium der Päpstlichen Akademie für das Leben, er gehört zu den Menschen, die anderen vorschreiben wollen, wie sie sterben wollen. In Ethikkommissionen bringen sie ihre abstrusen moralischen Vorstellungen ein, hoffend, dass es gelingen möge für alle Menschen christliche Regelwerke zu erlassen. Politische Gottesknechte, längst in der Rolle des mittelalterlichen Feudaladels angekommen, dienen sich ihnen als willfährige Erfüllungsgehilfen an. Dem Ungläubigen bleibt dann nur die Flucht, nämlich dorthin, wo selbstbestimmtes Leben und Sterben möglich ist.

Christlicher Egoismus wäre der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit sehr förderlich, wenn alle Christen ihren Glauben und die damit verbundenen außerordentlichen Erfahrungen für sich behalten würden, in ihren Gemeinden können sie sich dann untereinander austauschen.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

Dodo Laun: Homosexuelle sind eher Kinderschänder

weihbischof-andreas-launEin katholischer Bischof aus Österreich packt wieder mal das Klischee vom schmutzigen Schwulen aus, der es auf die Kleinsten abgesehen hat.

QUEER.DE

In einem Beitrag für das Nachrichtenportal kath.net beschuldigt der Salzburger Weihbischof Andreas Laun Schwule und Lesben, eher Kinder zu missbrauchen als Heterosexuelle. “Die Gefahr des Missbrauchs ist bei homosexuellen Menschen höher als bei Heterosexuellen”, so Laun. Daher dürften gleichgeschlechtliche Paare nicht das Recht erhalten, Kinder zu adoptieren.

Der 71-Jährige begründet seinen Vorwurf damit, dass Homosexualität an sich eine “Unordnung” sei. Damit “ist zu erwarten, dass sich diese auch in einer anderen Richtung manifestieren kann, nicht muss, aber eben kann!” Dies sei “kein pauschales moralisches Urteil über alle Homosexuelle”, sondern sage etwas über “die Wahrscheinlichkeit eines Missbrauchs” aus.

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Wahl Dodo des Monats April 2014

Dodo des Monats April 2014

Dodo des Monats April 2014

Im Monat April hat sich reichlich Obskures, aus Politik, Religion und Gesellschaft angesammelt, hier sind die Kandidaten:

  1. Günther Beckstein, “10 Gebote sind auch Leitlinien für die Politik.”
  2. Josef Blotz, “Ohne Glauben kann ich kein Soldat sein.”
  3. Margot Käßmann, “Es muss politische Predigt geben.”
  4. Bundesregierung, “Keine Änderungen bei Staatsleistungen.”
  5. Evangelische Allianz Halver, “Kinder werden eine 4,5m hohe Arche bauen.”
  6. Barack Obama, “Oster-Gebetsfrühstück-Bullshistic.”
  7. Bernd Merbitz, “Jesus ist gut für die Polizeikarriere.”
  8. Uwe Becker, “Tanzverbot am Karfreitag.”
  9. Carsten “Storch” Schmelzer, “Das letzte Wort haben nicht die Ärzte, sondern Gott.”
  10. Reinhard Marx, “Nein zu aktiver Sterbehilfe.”
  11. Volker Kauder, “fordert Religionsfreiheit für die Türkei.”
  12. Anton Losinger, “Sterbehilfe – Einbruch in die Kultur des Lebens.
  13. Lann Hornscheidt, “Nichts ist weiblicher als das “X”.”
  14. Helmut Kukacka, “Pastafaris wolen das Zusammenleben der Gesellschaft vergiften.”
  15. Manfred Lütz, “Für eine mehr missionierende Kirche.”
  16. Udo Pollmer, “Vegetarier meinen, sie seien etwas Besseres.”
  17. Rudolf Böhmler, “Gebetsfrühstück in der Bundesbank.”
  18. Udo Di Fabio, “warnt vor der Erosion der Kirchen.”

Die Wahl ist bis zum 07. Mai 2014 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß!
Der Gewinner wird mit einer Laudatio, hier auf dem Blog, am 08.05. gewürdigt werden.

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Dodo Mixa zieht Vergleich von Jesus und Tebartz-van Elst

Quelle: HFR

Quelle: HFR

Ein Ex-Bischof spendet dem anderen Ex-Bischof Trost – passend zu Ostern. Walter Mixa muntert Franz-Peter Tebartz-van Elst mit den Worten auf, auch “Jesus war ungerechtem Urteil und Spott ausgesetzt”.

DIE WELT

Der ehemalige Augsburger katholische Bischof Walter Mixa (72) empfindet großes Mitleid mit seinem Amtsbruder Franz-Peter Tebartz-van Elst (54). “Ich kann mir gut vorstellen, dass sich mein bischöflicher Mitbruder ganz aktuell in einem Gemütszustand großer Verlassenheit und Traurigkeit befindet”, sagte Mixa mit Blick auf den früheren Limburger Bischof in einem Interview der “Bild am Sonntag”.

Da helfe der Glaube und das Wissen darum, dass “Jesus Christus selbst, der ohne Sünde gewesen ist, dennoch ungerechtem Urteil und dem Spott der Menge ausgesetzt war”, sagte Mixa.

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Daniel Dennett’s seven tools for thinking

Daniel Dennett: ‘Often the word “surely” is as good as a blinking light locating a weak point in the argument.’ Photograph: Peter Yang/August

Cognitive scientist and philosopher Daniel Dennett is one of America’s foremost thinkers. In this extract from his new book, he reveals some of the lessons life has taught him

By Daniel Dennetttheguardian

1 USE YOUR MISTAKES

We have all heard the forlorn refrain: “Well, it seemed like a good idea at the time!” This phrase has come to stand for the rueful reflection of an idiot, a sign of stupidity, but in fact we should appreciate it as a pillar of wisdom. Any being, any agent, who can truly say: “Well, it seemed like a good idea at the time!” is standing on the threshold of brilliance. We human beings pride ourselves on our intelligence, and one of its hallmarks is that we can remember our previous thinking and reflect on it – on how it seemed, on why it was tempting in the first place and then about what went wrong.

I know of no evidence to suggest that any other species on the planet can actually think this thought. If they could, they would be almost as smart as we are. So when you make a mistake, you should learn to take a deep breath, grit your teeth and then examine your own recollections of the mistake as ruthlessly and as dispassionately as you can manage. It’s not easy. The natural human reaction to making a mistake is embarrassment and anger (we are never angrier than when we are angry at ourselves) and you have to work hard to overcome these emotional reactions.

Try to acquire the weird practice of savouring your mistakes, delighting in uncovering the strange quirks that led you astray. Then, once you have sucked out all the goodness to be gained from having made them, you can cheerfully set them behind you and go on to the next big opportunity. But that is not enough: you should actively seek out opportunities just so you can then recover from them.

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Sibylle Lewitscharoff: Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Sibylle Lewitscharoff (Bild: Wikimedia Commons/Lesekreis, CC0/Public Domain)Souverän hat die hochdekorierte Autorin Sibylle Lewitscharoff den Dodo des Monats März gewonnen. Zu keinem Zeitpunkt bestand Zweifel am Gewinn des Preises. Der Eso-Schwan der SPD hatte keine Chance.

In  der renommierten Veranstaltungsreihe “Dresdner Reden”, im Schauspielhaus der Elbmetropole, passierte es. Die Veranstalter mögen es, wenn zugespitzte Formulierungen das Publikum aus der sonntäglichen Lethargie reißen. Lewitscharoff sollte keine Enttäuschung werden.
So erklärte sie denn dem illustren Publikum das pränatale Diagnostik der blanke Horror sei. Fortpflanzungsmediziner wurden als “Frau Doktor und Herr Doktor Frankenstein” bezeichnet.Das „drastische biblische Onanieverbot“, so Lewitscharoff, erscheine ihr heute „geradezu als weise“, angesichts der ihr grotesk und widerwärtig erscheinenden Vorstellung, dass ein Mann in eine Kabine geschickt werde, um unter Umständen mithilfe von Pornographie an einer Zeugung beteiligt zu werden.

Was sagt uns das? Lewitscharoff scheint eine gespaltene Persönlichkeit zu sein, eine Schriftstellerin, durchaus geschätzt und eine bigotte Frömmlerin, die mal so richtig die Sau raus lässt. Das was sie, durch künstliche Befruchtung gezeugte Halbwesen nennt, ist sie selbst. Auf der einen Seite respektable Literatur und auf der anderen evangelikaler Fundamentalismus, der die Menschen schreiend davon rennen lässt. Janus-Köpfigkeit nennt man das wohl.

Doch nicht genug, halbe Sachen sind Lewitscharoffs Plattitüden nicht. Sie holt die Nazi-Keule heraus und schlägt, Godwin’s Law lässt grüßen, so richtig zu.

Das gegenwärtige Fortpflanzungsgemurkse vergleicht sie mit den “Kopulationsheimen der Nationalsozialisten”. Eingerichtet und betrieben um blonde Frauen mit dem Samen von blonden, blauäugigen SS-Männern zu versorgen.

Sie weiß um das moralische Argument, welches sachlich nicht zu widerlegen ist. So macht sie Ärzte, die in der Fortpflanzungsmedizin tätig sind, zu SS-Männern. Und da man auf ein moralische Argument nur moralisch, scharf erwidern kann: es geht nicht noch dämlicher Frau Lewitscharoff.
Über die Kinder, die mit Hilfe moderner Reproduktionsmethoden geboren werden meint sie:

“Nicht ganz echt sind sie in meinen Augen, sondern zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas.”

Kulturrassismus einer Büchner-Preisträgerin. Das zweifelhafte Geschöpf Lewitscharoff, in perfekter Unzulänglichkeit der eigenen Person, urteilt über Geschöpfe, die sich durch nichts von anders gezeugten Geschöpfen unterscheiden.
Gar nicht auszudenken wie Lewitscharoff, als Wissenschaftsfeindin, mit anderen Errungenschaften von Medizin und Technik umgeht. Es gibt nichts trennenderes als ein gutes evangelikales Menschenbild, da wird der Rassismus vom Heiligen Geist herabgeredet. Alle Menschen sind gleich, bei den Christen nicht, die haben feine Unterschiede. Insofern ist sie eine würdige Vertreterin ihrer Glaubensgemeinschaft.

Vielleicht sollte die Dame es ja mal mit Ohrensex versuchen oder die Droge wechseln.

In dem Sinne zum Büchner-Preis die kotztütenblaue Dronte. Herzlichen Glückwunsch.

Wahl Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Der Monat März ist Geschichte und hier sind die übelsten Kandidaten für den Preis der Ewiggestrigkeit:
  1. Sibylle Lewitscharoff, “…künstliche Befruchtung und Halbwesen.”
  2. Deutscher Presserat, “…rügt FAZ wegen Limburg-Berichten.”
  3. Bill Gates, “Glaube an Gott ergibt Sinn.”
  4. Hartmut Steeb, “Familienschutz und Freiheitsrechte...”
  5. Lothar Käser, “Christliche Kultur und professorale Bullshistic.”
  6. Gesine Schwan, “Esoterische Heilung mit der SPD.”
  7. Bodo Ramelow, “Exegese des Alten Testaments.”
  8. Irmgard Schwaetzer, “Kirche muss sich in die Politik einmischen.”
  9. Forum Deutscher Katholiken, “Politik und Medien dürfen nicht in die Kirche hineinregieren.
  10. Petitionsausschuss Deutscher Bundestag, “Gott bleibt im Grundgesetz.
  11. Ludwig Schick, “Erst kommt die Moral, dann das Essen.”
  12. Frank Otfried July, “fordert revidierten Bildungsplan in B/W.”
  13. Reinhard Marx, “Staat kann keine eigene Religion machen.”
  14. Herman van Rompuy, “…in religiöser Umnachtung.”
  15. Johanna Haberer, “Muslimisches “Wort zum Freitag”.”
  16. Aiman Mazyek, “Muslime und Christen sind Wertegemeinschaft.”
  17. Winfried Kretschmann, “Bildungsplan orientiert sich am christlichen Menschenbild.”

Die Wahl ist bis zum 07. April 2014, 18:00 befristet. Der Sieger wird am 08.04.2014, hier auf dem Blog, in einer Laudatio gewürdigt werden.

Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß!

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