Archiv der Kategorie: Freidenker

Staatsleistungen an die Kirchen: Bundesregierung verweigert Verfassungsauftrag

Pressemitteilung vom 16.04.2014
Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) kritisiert die Erklärung der Bundesregierung, keinen Handlungsbedarf bezüglich einer Ablösung der Staatsleistungen an die Kirche zu sehen.

“Das Grundgesetz sieht vor, dass die sog. Staatsleistungen an die Kirchen abzulösen sind und dass der Bund die Grundsätze hierfür aufzustellen hat. Mit ihrer Erklärung, hier nichts unternehmen zu wollen, verweigert sich die Bundesregierung diesem Verfassungsauftrag”, sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA.

“Der Hinweis auf eine möglich einvernehmliche Lösung zwischen den Kirchen und den Bundesländern wird dem Verfassungsauftrag nicht gerecht. Von einer einvernehmlichen Lösung ist im Verfassungstext nicht die Rede.
Die einzig angemessene Lösung für die Ablösung der Staatsleistungen ist ihre ersatzlose Einstellung. Der Hinweis auf Entschädigungsansprüche aus den sog. Säkularisationen im Jahr 1803 geht fehl, denn selbst wenn man diese Ansprüche als begründet ansehen wollte, wären sie durch die in diesem langen Zeitraum geleisteten Zahlungen als abgegolten zu betrachten.
Die bestehenden Regelungen führen dazu, dass auch Konfessionslose die Kirchen durch ihre allgemeinen Steuern mitfinanzieren. Dies ist mit einer Trennung von Staat und Kirche unvereinbar.”

Hintergrund:

  • In einer Antwort auf eine Anfrage der Linken erklärte die Bundesregierung, keinen Handlungsbedarf für ein entsprechendes Grundlagengesetz zur Ablösung der Staatsleistungen zu sehen und verwies auf eine einvernehmliche Lösung auf Länderebene.
  • Die Antwort der Bundesregierung im Wortlaut (Elektronische Vorabfassung, PDF)
  • Art. 138 (1) Weimarer Reichsverfassung (WRV), der gemäß Art. 140 Teil des Grundgesetzes ist, bestimmt: (1) Die auf Gesetz, Vertrag oder besonderen Rechtstiteln beruhenden Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften werden durch die Landesgesetzgebung abgelöst. Die Grundsätze hierfür stellt das Reich auf.
  • Die jährliche Höhe der Staatsleistungen beläuft sich Schätzungen zufolge auf etwa 480 Millionen Euro. Da sich die Leistungen in unterschiedlichster Form aus zahlreichen öffentlichen Haushalten geleistet werden, sind genaue Zahlen nicht verfügbar.

Über den IBKA

Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die allgemeinen Menschenrechte – insbesondere die Weltanschauungsfreiheit – und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen. Wir treten ein für individuelle Selbstbestimmung, wollen vernunftgeleitetes Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.

Ansprechpartner

Rainer Ponitka
Tilsiter Str. 3
51491 Overath
Tel.: 02206 8673261
Mobil: 0170 8122250
E-Mail: rainer.ponitka@ibka.org
Druckfähiges Portrait
Web: http://www.ibka.org

Berliner Religionslosigkeit

Christen sind insgesamt die größte Religionsgruppe in Berlin. Besonders Orthodoxe und Freikirchen sind in den vergangenen Jahren gewachsen Foto: pro (Grafik)

In Berlin gibt es fast doppelt so viele religiöse wie religionslose Menschen – zumindest der Statistik zufolge. Besonders Orthodoxe und Freikirchen haben zugelegt. Das zeigen Daten des Zensus, die Volontäre der Evangelischen Journalistenschule ausgewertet haben.

pro Medienmagazin

Während Katholische und Evangelische Kirche in den vergangenen zwei Jahrzehnten Mitglieder verloren haben, können Orthodoxe und Freikirchen Zuwachs verzeichnen: Gehörten 1990 noch 43.421 zu einer dieser beiden Gruppen, waren es 2011 über 200.000. Auch Muslime gibt es heute mehr als zur Erhebung im Jahr 1990. Ihre Anzahl stieg von 132.055 auf knapp 250.000.

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Abmahnung: “Gottlos glücklich” sollte aus Schaufenster verschwinden

Bild: DA/Facebook

Bild: DA/Facebook

“Gottlos glücklich” lautet die Botschaft des “Düsseldorfer Aufklärungsdienstes” im Schaufenster eines Ladenlokals an der Friedrichstraße. Der Hausbesitzer hat seinen Mieter dafür abgemahnt und ihn aufgefordert, die Beschriftung von dem Fenster zu entfernen. Ohne Erfolg.

RP Online – Anne Peters

Auf Facebook berichtete der “Düsseldorfer Aufklärungsdienst” (DA) am Montag von einer Abmahnung, die der Mieter des Ladenlokals an der Friedrichstraße, Antiquar Uwe Zappel, erhalten haben soll. Darin wird die atheistische Initiative aufgefordert, die Beschriftung “Halb Düsseldorf ist konfessionsfrei. Wir sind da. Gottlos glücklich” zu entfernen. Und das innerhalb von 24 Stunden, bis Dienstag um 12 Uhr.

Der “Düsseldorfer Aufklärungsdienst” hat daraufhin Anwälte eingeschaltet. “Unsere Anwältin hat schon reagiert und es komplett abgebügelt”, schreibt der Aufklärungsdienst am Dienstag auf Facebook. Ricarda Hinz von der Initiative bestätigt diese Meldung. Man habe damit argumentiert, dass eine so kurzfristige Aufforderung nicht rechtens sei und die Abmahnung erfolgreich abgewiesen.

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Polen: Pastafaris bald eingetragene Glaubensgemeinschaft?

Bild: polen-heute.de

Vor einem Jahr hat Minister Boni die Eintragung der Pastafaris als Glaubensgemeinschaft abgelehnt. Heute haben die Anhänger des Spaghettimonsters vor einem Verwaltungsgericht Recht bekommen, ihr Antrag muss nochmal geprüft werden. Doch bis zur Eintragung kann noch viel Zeit vergehen.

Von Lukas PlewniaPolen Heute

Der Streit tobt in Polen schon lange: Können die Anhänger des fliegenden Spaghettimonsters als eingetragene Glaubensgemeinschaft anerkannt werden? Ziemlich genau vor einem Jahr wurde die Entscheidung vom damaligen Minister für Öffentliche Verwaltung und Digitalisierung Michal Boni mit Nein beantwortet. Diese Gruppierung sei nicht geschaffen worden, um als Glaubensgemeinschaft zu wirken, so Boni. Sein Ministerium habe Gutachten eingeholt, die belegten, dass sich Atheisten mit Hilfe dieses Pseudo-Glaubens über Glaubensgemeinschaft lustig machen wollten.

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10²³: Globuli-Überdosis der Skeptiker blieb ohne Folgen

10_23»Homöopathie – nichts drin, nichts dran« riefen 13 Frauen und Männer am Maxplatz, ehe jeder von ihnen ein Fläschchen mit hochdosierten Globuli exte. Zuvor hatten sie der Reihe nach angegeben, was sie zu sich nehmen werden und was ihnen laut homöopathischer Lehre nach der Einnahme droht – von Augenzucken über Malaria bis hin zum Tiefschlaf.

Traunsteiner Tagblatt

Angst vor schädlichen Auswirkungen hatten die Beteiligten nicht. Sie gehören einer regionalen Skeptiker-Bewegung an, die mittels Selbstversuch auf ironische Weise auf die Unwirksamkeit von Homöopathie aufmerksam machen wollte. »Denn das Dilemma ist, dass die naturwissenschaftliche Argumentation an die Wand prallt, wenn es um so emotional besetzte Themen geht«, so Dr. Edmund Berndt, Autor von »Der Pillendreh: Ein Apotheker packt aus«, gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt. Wirklich gelungen ist ihnen das nicht – nur wenige Passanten interessierten sich für die Aktion.

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Mitteilung: Düsseldorfer Aufklärungsdienst erhält Abmahnung wegen “Verletzung religiöser Gefühle”

Bild: DA/Facebook

Bild: DA/Facebook

Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!), die erste säkulare Iniative Düsseldorfs, hatte zu kollektiven Kirchenaustritten am Gründonnerstag (17. April) aufgerufen. Jetzt hat die DA! eine Abmahnung des Hauseigentümers erhalten; weil die Schaufenstergestaltung des Ladenlokals religiöse Gefühle verletzt, soll sie bis heute 12 Uhr entfernt werden.

Aus dem Text der Abmahnung:

Die hier in den Schaufenstern vorhandene Dekoration ist offensichtlich darauf ausgerichtet, die religiösen Gefühle von Passanten (gleich welcher Konfession) zu verletzen. Dies ist für unsere Mandantin nicht Akzeptabel. Weitergehende Schadensersatzansprüche, insbesondere für den Fall von Beschädigungen der Schaufenster behalten wir uns ausdrücklich vor.
In Anbetracht der anstehenden Osterfeiertage und des Umstandes, dass sich in unmittelbarer Nähe eine katholische Kirchengemeinde befindet, fordern wir Sie hiermit auf, bis spätestens zum 15.04.2014, 12:00 Uhr dafür Sorge zu tragen, dass die Dekoration aus dem Schaufenster entfernt wird und uns dies schriftlich zu bestätigen. Eine Kontrolle durch unser Büro wird gesondert erfolgen. Bei fruchtlosem Verstreichenlassen dieser Frist behalten wir uns weitere Maßnahmen unsererseits ausdrücklich vor. Die damit verbundenen erheblichen Mehrkosten wären dann ebenfalls von Ihnen zu erstatten.

Die beauftragte Anwaltskanzlei macht weiter € 572,- an Kosten geltend.

via Düsseldorfer Aufklärungsdienst/Facebook

In Gedenken an Christopher Hitchens

Heute wäre Hitchens 65 Jahre alt geworden.

Trügerische Statistiken über die Verteilung der Weltanschauungen

In offiziellen Statistiken und in Diskussionen ist bisher immer die Rede von 4,9 Prozent Muslimen, die angeblich in Deutschland leben. Das entspräche bei derzeit rund 80 Millionen Bürgern insgesamt einer Zahl von 3,9 Millionen muslimischer Bürger. Laut Forschungsgruppe Weltanschauungen (fowid) beträgt der Prozentsatz muslimischer Mitbürger für 2013 inzwischen nur 4,2 Prozent, das wären dann 3,4 Mill. Muslime.

hpd – Uwe Lehnert

Die Gültigkeit dieser Zahlen ist unbedingt anzuzweifeln und damit auch die daraus abgeleiteten politischen Folgerungen.

Verteilung der Weltanschauungen in Deutschland 2013 – Daten nach Forschungsgruppe Weltanschauungen (fowid)

Verteilung der Weltanschauungen in Deutschland 2013 – Daten nach Forschungsgruppe Weltanschauungen (fowid)

Als Muslim wird in Deutschland – überall in Europa? – grundsätzlich bezeichnet, wer aus einem muslimisch geprägten Land zu uns gekommen ist. Eine solche pauschale Kennzeichnung ist für die registrierende Bürokratie zwar bequem, führt aber zu unsauberen, letztlich falschen statistischen Aussagen.

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Safranski hält Heidegger für einen Antisemiten

ruediger-safranski-106~_v-image512_-6a0b0d9618fb94fd9ee05a84a1099a13ec9d3321Schriftsteller Rüdiger Safranski sagt über den Philosophen Heidegger, er sei ein «Denker, von dem wir noch stärker, als das bisher möglich war, nun bemerken müssen, dass in sein philosophisches Denken Antisemitismus eingeflossen ist».

kath.net

Osnabrück (kath.net/KNA) Der Schriftsteller Rüdiger Safranski (Foto) sieht den Philosophen Martin Heidegger (1889-1976) als Antisemiten. In einem Interview mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Mittwoch) sagte der Autor, Heidegger sei ein «Denker, von dem wir noch stärker, als das bisher möglich war, nun bemerken müssen, dass in sein philosophisches Denken Antisemitismus eingeflossen ist».
Safranski hat mit dem Buch «Ein Meister aus Deutschland. Heidegger und seine Zeit» jüngst ein Standardwerk über den Philosophen vorgelegt. Die als «Schwarze Hefte» bezeichneten Denktagebücher des international stark rezipierten Philosophen, die seit ihrem Erscheinen für eine neue Debatte um Heidegger gesorgt haben, enthielten keinerlei Hinweis auf die dramatischen Unterdrückungs- und Verfolgungsmaßnahmen der Nationalsozialisten.

«Von brennenden Synagogen, von der Deportation der Juden oder von Konzentrationslagern, von der Zerstörung der Demokratie oder anderem Gräßlichen ist gar nicht die Rede. Privat wird ihn das beschäftigt haben, aber all diese Themen hält er nicht für einen würdigen Gegenstand philosophischen Nachdenkens», sagte Safranski. Dies zeige bei aller raumgreifenden metaphysischen Spekulation «eine unglaubliche Verengung und einen Mangel an Empathie».

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Kirchenkritiker Karlheinz Deschner ist tot

Bild: Wikimedia Commons/Mathias Schindler (CC-BY-SA 3.0)

Bild: Wikimedia Commons/Mathias Schindler (CC-BY-SA 3.0)

Bissig, bisweilen gnadenlos sprang er mit Kirche und Klerus um. Doch im Gespräch entpuppte sich Karlheinz Deschner als stiller, nachdenklicher Mensch. Am Morgen des 8. April ist der „warmherzige Melancholiker“, wie ihn sein Lektor genannt hatte, der Autor der „Kriminalgeschichte des Christentums“, im Alter von 89 Jahren in einer Klinik seines Wohnortes Haßfurt gestorben. Dies teilte seine Mitarbeiterin Gabriele Röwer am Mittwoch mit.

Main Post – Ralph Heringlehner

Regale an allen Wänden, Tausende Bücher bis unter die Decke: Das Zimmer, in das Karlheinz Deschner den Besucher bat, verriet den Intellektuellen. Reden, erklärte er beinahe entschuldigend, liege ihm nicht. Ganz präzise, wie das eben nur schriftlich geht, wollte er seine Gedanken immer fassen. Konsequent (manche sagten: stur) dachte er sie zu Ende und zog seine Schlüsse. So einer – gleich gar, wenn er gegen die Kirche wettert – ruft Widerstand hervor. Man schrieb gegen Deschner an, gab ein dickes Buch heraus. 1971 stand er wegen „Kirchenbeschimpfung“ in Nürnberg vor Gericht. Der Fall wurde wegen Geringfügigkeit eingestellt.

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Daniel Dennett’s seven tools for thinking

Daniel Dennett: ‘Often the word “surely” is as good as a blinking light locating a weak point in the argument.’ Photograph: Peter Yang/August

Cognitive scientist and philosopher Daniel Dennett is one of America’s foremost thinkers. In this extract from his new book, he reveals some of the lessons life has taught him

By Daniel Dennetttheguardian

1 USE YOUR MISTAKES

We have all heard the forlorn refrain: “Well, it seemed like a good idea at the time!” This phrase has come to stand for the rueful reflection of an idiot, a sign of stupidity, but in fact we should appreciate it as a pillar of wisdom. Any being, any agent, who can truly say: “Well, it seemed like a good idea at the time!” is standing on the threshold of brilliance. We human beings pride ourselves on our intelligence, and one of its hallmarks is that we can remember our previous thinking and reflect on it – on how it seemed, on why it was tempting in the first place and then about what went wrong.

I know of no evidence to suggest that any other species on the planet can actually think this thought. If they could, they would be almost as smart as we are. So when you make a mistake, you should learn to take a deep breath, grit your teeth and then examine your own recollections of the mistake as ruthlessly and as dispassionately as you can manage. It’s not easy. The natural human reaction to making a mistake is embarrassment and anger (we are never angrier than when we are angry at ourselves) and you have to work hard to overcome these emotional reactions.

Try to acquire the weird practice of savouring your mistakes, delighting in uncovering the strange quirks that led you astray. Then, once you have sucked out all the goodness to be gained from having made them, you can cheerfully set them behind you and go on to the next big opportunity. But that is not enough: you should actively seek out opportunities just so you can then recover from them.

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Sibylle Lewitscharoff: Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Sibylle Lewitscharoff (Bild: Wikimedia Commons/Lesekreis, CC0/Public Domain)Souverän hat die hochdekorierte Autorin Sibylle Lewitscharoff den Dodo des Monats März gewonnen. Zu keinem Zeitpunkt bestand Zweifel am Gewinn des Preises. Der Eso-Schwan der SPD hatte keine Chance.

In  der renommierten Veranstaltungsreihe “Dresdner Reden”, im Schauspielhaus der Elbmetropole, passierte es. Die Veranstalter mögen es, wenn zugespitzte Formulierungen das Publikum aus der sonntäglichen Lethargie reißen. Lewitscharoff sollte keine Enttäuschung werden.
So erklärte sie denn dem illustren Publikum das pränatale Diagnostik der blanke Horror sei. Fortpflanzungsmediziner wurden als “Frau Doktor und Herr Doktor Frankenstein” bezeichnet.Das „drastische biblische Onanieverbot“, so Lewitscharoff, erscheine ihr heute „geradezu als weise“, angesichts der ihr grotesk und widerwärtig erscheinenden Vorstellung, dass ein Mann in eine Kabine geschickt werde, um unter Umständen mithilfe von Pornographie an einer Zeugung beteiligt zu werden.

Was sagt uns das? Lewitscharoff scheint eine gespaltene Persönlichkeit zu sein, eine Schriftstellerin, durchaus geschätzt und eine bigotte Frömmlerin, die mal so richtig die Sau raus lässt. Das was sie, durch künstliche Befruchtung gezeugte Halbwesen nennt, ist sie selbst. Auf der einen Seite respektable Literatur und auf der anderen evangelikaler Fundamentalismus, der die Menschen schreiend davon rennen lässt. Janus-Köpfigkeit nennt man das wohl.

Doch nicht genug, halbe Sachen sind Lewitscharoffs Plattitüden nicht. Sie holt die Nazi-Keule heraus und schlägt, Godwin’s Law lässt grüßen, so richtig zu.

Das gegenwärtige Fortpflanzungsgemurkse vergleicht sie mit den “Kopulationsheimen der Nationalsozialisten”. Eingerichtet und betrieben um blonde Frauen mit dem Samen von blonden, blauäugigen SS-Männern zu versorgen.

Sie weiß um das moralische Argument, welches sachlich nicht zu widerlegen ist. So macht sie Ärzte, die in der Fortpflanzungsmedizin tätig sind, zu SS-Männern. Und da man auf ein moralische Argument nur moralisch, scharf erwidern kann: es geht nicht noch dämlicher Frau Lewitscharoff.
Über die Kinder, die mit Hilfe moderner Reproduktionsmethoden geboren werden meint sie:

“Nicht ganz echt sind sie in meinen Augen, sondern zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas.”

Kulturrassismus einer Büchner-Preisträgerin. Das zweifelhafte Geschöpf Lewitscharoff, in perfekter Unzulänglichkeit der eigenen Person, urteilt über Geschöpfe, die sich durch nichts von anders gezeugten Geschöpfen unterscheiden.
Gar nicht auszudenken wie Lewitscharoff, als Wissenschaftsfeindin, mit anderen Errungenschaften von Medizin und Technik umgeht. Es gibt nichts trennenderes als ein gutes evangelikales Menschenbild, da wird der Rassismus vom Heiligen Geist herabgeredet. Alle Menschen sind gleich, bei den Christen nicht, die haben feine Unterschiede. Insofern ist sie eine würdige Vertreterin ihrer Glaubensgemeinschaft.

Vielleicht sollte die Dame es ja mal mit Ohrensex versuchen oder die Droge wechseln.

In dem Sinne zum Büchner-Preis die kotztütenblaue Dronte. Herzlichen Glückwunsch.

Religionsfreie Zone 2014 im Filmhauskino Köln und mobile Ent-Taufung

Bild. IBKA

Am Freitag, 18. April 2014 lädt der IBKA NRW im siebten Jahr in Folge ab 18:00 Uhr zur ‘Religionsfreien Zone’ im Kölner Filmhaus.

IBKA

Das Grundgesetz sagt in Artikel 140/ Artikel 139 WRV: “Die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe … gesetzlich geschützt.”
Am Karfreitag besonders ist vor allem christliche Besinnlichkeit Pflicht. Das nordrheinwestfälische Feiertagsgesetz schützt bestimmte „stille“ Tage, die der christliche Glaube mit Trauer und Andacht verknüpft – besonders leidig für Menschen, die an rein gar nichts glauben. Auch ihnen sind am Karfreitag öffentliche Feiern außerhalb der eigenen Wohnung untersagt – selbst wenn solche Feiern die Andacht der Christen weder akustisch noch räumlich stören.

Der IBKA in NRW erklärt im siebten Jahr in Folge am Karfreitag das Kino des Kölner Filmhaus zur „Religionsfreien Zone“ und setzt so ein Zeichen gegen staatlich verordnete Trauer. Für alle, die sich auch an diesem Tag weder das vernunftgeleitete Denken noch den Heidenspass verbieten lassen!

Es werden zwei Filme gezeigt:

19:00 Uhr – Footloose

Ren McCormack zieht aus einer Metropole in die Kleinstadt Bomont im Mittelwesten Amerikas. Dort hat Reverend Moore Rockmusik und das Tanzen verbieten lassen.

21:30 Uhr – Die Nonne

Ein Plädoyer für ein unabhängiges und couragiertes Leben. Der Film basiert auf Denis Diderots Roman “La Réligieuse”, einem Klassiker der französischen Aufklärung.

Eintritt pro Film € 5,–
ermäßigt € 4,–
Double-Feature € 8,–
ermäßigt € 7,–
Eintritt zu den Info- und Büchertischen im Foyer frei!

Ort: Filmhauskino Köln, Maybachstraße 111, 50670 Köln

Neben Informationen über die Arbeit des IBKA wird die mobile Ent-Taufung angeboten, die sich seit 2008 eines regen Zuspruchs erfreut.
Interessierte können sich am Büchertisch des Alibri Verlages umsehen, des Aschaffenburger Forums für Utopie und Skepsis.

Veranstalter: IBKA NRW
Veranstaltungs-Flyer als PDF (162 KB) zum Downloadschwarzes Schaf

Weitere säkulare Aktionen am Karfreitag in NRW:

  • Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst
    zeigt um 20:00 Uhr “Das Leben des Brian”
    Ort: Friedrichstraße 93, 40217 Düsseldorf
  • Die Initiative Religionsfrei im Revier trifft sich in Erinnerung an den angedrohten Bußgeldbescheid für die Vorführung des Films “Das Leben des Brian” im Sozialen Zentrum, Josephstr. 2, 44791 Bochum. Nähere Information über die Website von RiR.

 

Sonderschau in Kassel: Tod bei Buddhisten und Atheisten

Buddhistischer Friedhof Wien , Bild: euxus.eu

Bestattungsrituale fremder Religionen und Kulturen zeigt das Museum für Sepulkralkultur in Kassel in seiner neuen Dauerausstellung. Einen Schwerpunkt stellten besondere Grabstätten für Angehörige anderer Religionen in Deutschland dar, hieß es am Donnerstag zur Vorstellung der Sonderschau in dem Spezialmuseum zu den Themen Tod und Bestattung.

evangelisch.de

Das Spektrum reiche dabei vom Friedhof für Konfessionslose in Berlin,  über einen chinesischen Friedhof in Hamburg bis hin zu einem buddhistischen Gräberfeld in Hannover.

In dem neuen Ausstellungsbereich mit dem Titel “Religionen – Rituale und Sitten zum Tod” werde über Bestattungssitten in zahlreichen Religionen und Kulturen informiert, sagte Sprecherin Jutta Lange in Vertretung des erkrankten Direktors Reiner Sörries am Donnerstag. Die Anregung dazu sei unter anderem auch von ausländischen Besuchern gekommen, die Informationen über den Tod in anderen Religionen vermisst hätten.

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Wahl Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Dodo des Monats März 2014

Der Monat März ist Geschichte und hier sind die übelsten Kandidaten für den Preis der Ewiggestrigkeit:
  1. Sibylle Lewitscharoff, “…künstliche Befruchtung und Halbwesen.”
  2. Deutscher Presserat, “…rügt FAZ wegen Limburg-Berichten.”
  3. Bill Gates, “Glaube an Gott ergibt Sinn.”
  4. Hartmut Steeb, “Familienschutz und Freiheitsrechte...”
  5. Lothar Käser, “Christliche Kultur und professorale Bullshistic.”
  6. Gesine Schwan, “Esoterische Heilung mit der SPD.”
  7. Bodo Ramelow, “Exegese des Alten Testaments.”
  8. Irmgard Schwaetzer, “Kirche muss sich in die Politik einmischen.”
  9. Forum Deutscher Katholiken, “Politik und Medien dürfen nicht in die Kirche hineinregieren.
  10. Petitionsausschuss Deutscher Bundestag, “Gott bleibt im Grundgesetz.
  11. Ludwig Schick, “Erst kommt die Moral, dann das Essen.”
  12. Frank Otfried July, “fordert revidierten Bildungsplan in B/W.”
  13. Reinhard Marx, “Staat kann keine eigene Religion machen.”
  14. Herman van Rompuy, “…in religiöser Umnachtung.”
  15. Johanna Haberer, “Muslimisches “Wort zum Freitag”.”
  16. Aiman Mazyek, “Muslime und Christen sind Wertegemeinschaft.”
  17. Winfried Kretschmann, “Bildungsplan orientiert sich am christlichen Menschenbild.”

Die Wahl ist bis zum 07. April 2014, 18:00 befristet. Der Sieger wird am 08.04.2014, hier auf dem Blog, in einer Laudatio gewürdigt werden.

Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß!

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