Archiv der Kategorie: Freidenker

Skurriles Experiment: Verraten Tote Geheimwörter?

Robert Thouless, Bild: wdr.de

Der britische Parapsychologe Robert Thouless (1894-1984) wollte nach seinem Tod ein Schlüsselwort aus dem Jenseits übermitteln. Bisher hat es niemand empfangen

Das Experiment, das Robert Thouless 1948 startete, hatte folgenden Ablauf: Er verschlüsselte eine Nachricht in einer Form, die seiner Meinung nach nicht zu knacken war, und kündigte an, nach seinem Tod – sofern möglich – die Lösung aus dem Jenseits zu übermitteln. Sollte dies gelingen, dann wäre bewiesen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und dass Tote mit Lebenden kommunizieren können. Eine der größten Sensationen der Wissenschaftsgeschichte wäre perfekt.

Von Klaus SchmehTELEPOLIS

Ein Experiment in drei Anläufen

Im Frühjahr 2011 schaute ich mir in der Universitätsbibliothek von Cambridge (Großbritannien) einen Karton voller Unterlagen zu diesem Experiment an. Robert Thouless (1894-1984) war Psychologe und interessierte sich auch für die Parapsychologie. Er trug wesentlich dazu bei, die Forschung in diesem Bereich professioneller zu gestalten, doch wie bisher alle seine Kollegen scheiterte er am wichtigsten Punkt: Er konnte nicht nachweisen, dass es parapsychologische Effekte (z. B. Telepathie) überhaupt gibt.

Thouless veröffentlichte Details zu seinem Experiment 1948 in einem Artikel in den Proceedings of the Society for Psychical Research. Die verschlüsselte Nachricht, die er publizierte, lautet wie folgt (später wurde sie als Nachricht A bezeichnet):

CBFTM HGRIO TSTAU FSBDN WGNIS BRVEF BQTAB
QRPEF BKSDG MNRPS RFBSU TTDMF EMA BIM

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Walter Witt: “Die Bibel ist ein Märchenbuch”

BibelRentner inspirierte Plakataktion „Die Bibel ist (k)ein Märchenbuch“.

kath.net

Der bekennende Atheist Walter Witt hat in Hamburg eine öffentliche Diskussion über die Bibel ausgelöst: Seit zehn Jahren verbreitet der ehemalige Postbeamte seinen Leitsatz „Die Bibel ist ein Märchenbuch“ auf Plakaten, Hauswänden und Fußwegen. Er verschickte auch mehrmals im Jahr Postkarten mit dem Satz an christliche Werke wie zum Beispiel Bibel TV.

Inzwischen schreiben viele Passanten dazu ihre Kommentare auf die Plakate. Einer reagierte mit der Frage „Wie kommst du da drauf?“ und bat um Argumente. Ein anderer verwies auf den 2. Petrusbrief (1,16), wo es heißt: „Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen.“

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Pfingstmission: Besser ohne Gott

©Haas

Pfingsten ist das Fest der Missionen: Wolf Steinberger ist überzeugter Atheist.

Von Louisa T. Braun und Michael HaasMekur-online.de

Wolf Steinberger, 59, hat Humor. Und er provoziert gerne. Vor ein paar Jahren, da ließ er eine „Heidenspaß-Party“ steigen, für Nichtgläubige, am tanzfreien Karfreitag. Das gab Ärger, bis heute dauert der Rechtsstreit an. Dann, 2008, rief er den Blasphemie-Preis „Der freche Mario“ ins Leben, der religiöse Karikaturen prämiert. Ganz schön respektlos.

„Ich würde aufhören, wenn sie mich in Ruhe ließen“, sagt der Atheist aus Wolfratshausen. Kruzifixe in Klassenzimmern, Glockengeläut: Er fühlt sich belästigt von der Beeinflussung des Alltags durch Religion. Er will mehr Toleranz, weniger „blinden Gehorsam“ der Gläubigen. „Wir lassen die ja auch in Ruhe beten.“

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Karlheinz Deschner und Sturzbäche von Blut

Karlheinz Deschner 1999 Foto: Georg Pöhlein

Gespräch mit Gabriele Röwer. Über das Werk des Kirchenkritikers Karlheinz Deschner, den Abschluß seiner »Kriminalgeschichte des Christentums« und seine Prognose für den neuen Papst

Interview Stefan Huth -jW

Joseph Ratzinger trat unlängst als Papst Benedikt XVI. zurück. Wenn ein kirchenkritischer Historiker wie Karlheinz Deschner zurückblickt – welchen Platz nimmt dieser Papst in der Geschichte der Päpste ein?

Die bedeutendsten Päpste des 20. Jahrhunderts waren, wie Deschner in seiner über 1000 Seiten umfassenden »Politik der Päpste« darlegt, stark politisch orientiert: Leo XIII (1878-1903) – »Ego sum Petrus«, »ich will eine große Politik führen« – die Faschistenpäpste Pius XI. und Pius XII. sowie schließlich Johannes Paul II. Dessen Nachfolger aber, Joseph Ratzinger, vordem Tübinger Professor für Dogmatik und Fundamentaltheologie, dann Präfekt der Glaubenskongregation (vor Zeiten »die heilige Inquisition«) setzte als Benedikt XVI. die Machtpolitik seiner Vorgänger nicht fort. Vielmehr suchte er durch Systematisierung und Festigung des Dogmengebäudes ein Bollwerk zu schaffen gegen die Gefahr wachsender Erodierung seiner Kirche, die in Westeuropa immer mehr Mitglieder an säkulare Strömungen verlor, in der restlichen Welt vor allem an die Evangelikalen.

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Atheisten-Happening in London: Gottesdienst ohne Gott

Auch viele Menschen, die nicht an einen Gott glauben, sehnen sich nach jenen Ritualen, die eine Kirchengemeinde zusammenschweißen. Das zeigt ein Beispiel aus Großbritannien: In London finden regelmäßig Sonntagsversammlungen für Ungläubige statt – mit Gesang und Predigt, aber ganz ohne Gott.

Von Christina KüfnerDeutschlandradio Kultur

Eine knappe Stunde noch, dann wird die Conway Hall – ein holzgetäfelter Festsaal im Zentrum von London – zu einem völlig gottlosen Ort. Sanderson Jones steht auf der Bühne und geht mit seinen Musikern noch einmal durch, wie alles ablaufen soll.

Erst die Begrüßung, dann einige Lesungen. Dazwischen Musik und Gesang, zum Schluss eine Ansprache. Vom Ablauf her ist die “Sunday Assembly”, die Sonntagsversammlung für Ungläubige, einem Gottesdienst verblüffend ähnlich. Das sei auch gar nicht verwunderlich, sagt Sanderson Jones während er sein Manuskript sortiert. Denn bis auf die Sache mit Gott laufe in den Kirchen ja eigentlich auch alles richtig.

“Es werden Lieder gesungen und Vorträge gehalten, die einen dazu bringen über sein eigenes Leben nachzudenken. Außerdem ist da dieses tolle Gemeinschaftsgefühl. Nur leider steht im Zentrum von alldem etwas, an das ich einfach nicht glauben kann.”

Sanderson Jones sieht – paradoxerweise – aus wie ein Bilderbuch-Jesus: Knapp zwei Meter groß, blondes langes Haar, dazu ein rauschender Vollbart. Von Beruf ist der 32-jährige Brite Komiker. Zusammen mit einer Kollegin aus der Londoner Comedy-Szene hat er die Sonntagsversammlungen für Atheisten ins Leben gerufen. Nicht, um sich über die Kirche lustig zu machen. Sondern weil er findet, dass man keinen Glauben haben muss, um gemeinsam singen, feiern und nachzudenken zu können.

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Atheismus und Religion: Wie Pech und Schwefel

Bild. The European

 

Atheismus und Religion stehen in einer wechselseitigen Beziehung. Je stärker der eine, desto stärker die andere. Erlösung brauchen wir von keinem der beiden.

Von Detlef PollackTheEuropean

Der Atheismus ist auf dem Vormarsch. Die religionskritischen Schriften von Richard Dawkins, der die Schöpfungsvorstellungen der Religionen als unvereinbar mit der Evolutionstheorie ansieht, sind Bestseller. Berufsatheisten wie Michael Schmidt-Salomon bringen im Fernsehen Kardinäle und andere Kirchenvertreter argumentativ in Bedrängnis – der Atheismus als weltanschauliches Bekenntnis ist in die deutsche Öffentlichkeit zurückgekehrt.

Wer gedacht hatte, dass Freigeisterei, Darwinismus und Religionskritik unwiderruflich dem 19. Jahrhundert angehören und heute einer gelasseneren Sicht auf die Dinge gewichen sind, sieht sich getäuscht. Das kämpferische Eintreten für Positionen des Atheismus drängt auf Beachtung.

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Atheismus: Mit Gott geht der Sinn

Bild: TheEuropean

Der Atheismus schöpft seine Legitimation aus der Wissenschaft. Diese versucht, die Grundfragen der menschlichen Existenz restlos zu klären. Doch wer beantwortet die neuen Fragen, die sich dadurch stellen?

Von Wolfgang HuberTheEuropean

Religion gibt es in der Neuzeit nur mit Widerspruch. Der Glaube an Gott wird stets von Protest begleitet. Kein Wunder, dass die sprachmächtigsten Atheisten häufig gelernte Christen waren. Damit, dass Martin Luther das Recht der Geistlichen zur Heirat durchsetzte, schuf er nicht nur der Glaubenskultur, sondern auch dem Atheismus einen Nährboden: das evangelische Pfarrhaus.

Niemand zeigt das eindrucksvoller als Friedrich Nietzsche, der sich mit einer „Umwertung aller Werte“ von dem befreien will, was sein Leben so lange prägte. Doch auch er wird die Frage nach Gott nicht los und schickt deshalb einen „tollen Menschen“ aus, der mit einer Laterne nach Gott sucht: „Gott ist tot. Wir haben ihn getötet.“

Heute tritt der Atheismus nicht nur mit dem Anspruch auf, eine Spielart der Gottessuche von vielen zu sein. Vielmehr fordert er eine absolute Geltung ein, wie sie zuvor nur von bestimmten Formen der Religion vertreten wurde. Die neuen Atheisten nennen sich die „Brights“, die Erleuchteten. Mit den Mitteln der Wissenschaft wollen sie den Gottesglauben als bloßen Wahn entlarven. Der Traum, die Religion zum Verschwinden zu bringen, ist noch nicht ausgeträumt. Heute begegnet er uns in der Gestalt eines kämpferischen Atheismus, der ein Monopol in Glaubensfragen reklamiert.

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Atheismus und Rituale: Ohne Gott in die Kiste

cc by cc by sa mugley

Eines der größten Mankos des Atheismus ist, dass er kein vernünftiges Bestattungsritual kennt. Es bräuchte einen Dichter oder Philosophen, um diese Lücke zu füllen – er könnte sich ruhig bei der Religion bedienen.

TheEuropean

Der Tod ist kein Ereignis des Lebens. Den Tod erlebt man nicht“, schreibt Wittgenstein und spielt damit auf den griechischen Denker Epikur an: „Solange wir da sind, ist der Tod nicht da, wenn aber der Tod da ist, dann sind wir nicht da.“

Recht haben beide. Diejenigen von uns, die nicht plötzlich oder im Schlaf sterben, werden den Tod zwar erleben, aber nicht überleben: Nach dem letztem Atemzug bleibt nichts zurück außer dem Körper. Es gibt keine Seele, die diese Hülle verlässt. Der Tod ist die komplette und endgültige Auslöschung des Bewusstseins. Wir sind Tiere, wenngleich außergewöhnliche, und damit physikalische Wesen. Wenn der Körper schlapp macht, dann gibt er – im wahrsten Sinne des Wortes – den Geist auf. Danach ist nichts. Game over.

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Wir brauchen einen Zentralrat der Atheisten!

Michael Schmidt-SalomonDer Atheismus treibt bizarre missionarische Blüten: Für die einen ist die Freiheit von der Religion wichtiger als die Religionsfreiheit – die anderen schwingen sich zu Fürsprechern des Judentums auf.

Von Henryk M. Broder - DIE WELT

Angeblich gibt es keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten. Das ist natürlich Unsinn. “Warum ist die Banane krumm?” ist eine dumme Frage. “Warum ist es am Rhein so schön?” ebenso. Oder: “Wo war Gott, als die ;Titanic’ unterging?” Jedenfalls nicht an Bord des Schiffs.

Die dümmsten Fragen aber sind diejenigen, mit denen der Frager eine Antwort provozieren will, die in sein Konzept passt. “Sind wir nicht alle Gottes Kinder?” Oder: “Machen wir es uns nicht zu einfach, wenn wir …?”

In diese Abteilung gehört auch eine Frage, die an den Philosophen und Religionskritiker Michael Schmidt-Salomon, Leiter der Giordano-Bruno-Stiftung “zur Förderung des evolutionären Humanismus”, im Zusammenhang mit der Islamkonferenz neulich gestellt wurde. Das Online-Magazin “Telepolis” fragte ihn:

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Die GRÜNE pädophile Vergangenheit

Bild: dpa

In den 80ern soll die grüne Bundespartei eine AG, die sich für die Legalisierung von Sex mit Kindern aussprach, finanziell unterstützt haben. Cohn-Bendit: „Das war Mainstream.“

taz

Die Grünen haben sich in den 1980er Jahren möglicherweise weit stärker für die Interessen von Pädophilen eingesetzt als bisher bekannt. So sei die sogenannte Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle, die sich offen für eine Legalisierung von Sex mit Kindern aussprach, direkt von der Bundespartei und der Bundestagsfraktion finanziert worden, berichtete das Magazin Spiegel am Samstag unter Berufung auf Unterlagen aus dem Parteiarchiv.

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David Bowie verärgert mit neuem Video die katholische Kirche

Im Video zu ‘The Next Day’ tritt Bowie als Christus in einem Strip-Club auf. Die katholische Kirche ist darüber ‘not amused’.

Die Reaktionen auf Bowies “The Next Day” -Video waren so sicher wie das Amen in der Kirche. Mit seinem neuen Video ist Bowie mal wieder in die Rolle des Enfant Terrible geschlüpft und hat einige Katholiken gegen sich aufgebracht. Das Video, in dem Bowie als Christus und Gary Oldman als Priester in einem Strip-Club auftreten, wurde deshalb kurzerhand nach seiner YouTube-Premiere vom Dienst entfernt, später am Tag allerdings wieder online gestellt.

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Nonne Megan Rice, 83, bricht in US-Atomlager ein

AP

Sie will ein Zeichen setzen gegen Krieg: Die 83-jährige amerikanische Nonne Megan Rice bricht in eine Uran-Anlage ein und besprüht sie mit Bibelsprüchen. Jetzt drohen ihr 20 Jahre Haft. Unglücklich ist sie deswegen nicht.

Von Frauke Lüpke-Narberhaus - SpON

Zweieinhalb Stunden hat das Gericht am Mittwoch beraten, dann erklärte es Megan Rice für schuldig. Schuldig, die nationale Sicherheit gefährdet zu haben. Schuldig, weil sie in den Y-12 National Security Complex eingedrungen ist, eine Atomanlage im amerikanischen Oak Ridge, Tennessee. Megan Rice ist 83 Jahre alt, etwas kurzatmig und Nonne. Vielleicht muss sie bald 20 Jahre ins Gefängnis.

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Dodo Monat April 2013: Bayrischer Rundfunk-Redaktion Wissenschaft

Dodo des Monat April 2013

Dodo des Monat April 2013

brHomöopathie ist die sanfte Art der Heilung. “Schulmedizin” aggressiv, harte, nicht unbedingt wirksame Drogen, zweifelhafter Heilungserfolg zumal noch evidenzbasiert. Das will Mensch nicht, Mensch will glauben und so gläubig wie die Wissenschaftsredaktion des Bayrischen Rundfunks wird man nur im homöopathischen Vollrausch. Homöopathisches Petroleum könnte die Ursache sein. Diejenigen, die von der Gabe des homöopathischen Mittels Petroleum profitieren, neigen dazu sehr reizbar, ärgerlich und streitsüchtig zu sein. Sie können verwirrt sein und sich sogar in gewohnter Umgebung verlaufen. Manchmal empfinden sie eine Dualität in ihrer Persönlichkeit, was sich in dem eigenartigen Gefühl zeigt, sie seien “doppelt” oder in der Mitte geteilt. Fälle von Komasaufen sind noch nicht berichtet worden.
Der Homöopath übernimmt die Rolle des Priesters und Arztes, der Patient, welcher der aggressiven “Schulmedizin” so kritisch skeptisch gegenübersteht, lässt sich vom Allmachtglauben einlullen, Zuckerkügelchen tun nicht weh und im Zweifelsfall schaden sie nicht.
Geradezu dumm-dreist vermittelt die Redaktion in der Sendung den Eindruck, Homöopathie helfe, da sie auch in der Tiermedizin Erfolge vorweise. Über die Konditionierung des Verhaltens von Tieren denken die Herrschaften gar nicht nach. Wissen wird im Bayrischen Rundfunk außerordentlich verdünnt, hochpotenziert und natürlich geschüttelt eingesetzt.  Wissensvermittlung wird hier in C30 Verdünnungen produziert. Das Informationsbit der Sendung hat sich dann irgendwo im Sonnensystem befunden.

Der Moderator der Sendung, Gunnar Mergne, schwurbelt dann auch, bar jeder Vernunft:

“Wenn die HP eine Wirkung hat, dann ist sie mit naturwissenschaftlichen Gesetzen nicht zu erklären”[...]die Logik der Zahlen scheint übermächtig zu sein.“

Die Wissenschaftsbankrotteure des Bayrischen Rundfunks auf einer intellektuellen Schmalspurbahn. Beim Bayrischen Rundfunk hat das gute Tradition, am 22. Mai 1986 blendete sich der Bayerische Rundfunk für die Dauer der Ausstrahlung einer Folge der Kabarettsendung Scheibenwischer aus dem gemeinsamen Fernsehprogramm der ARD aus, nachdem sich Helmut Oeller, der Fernsehdirektor des BR, der an einigen Passagen des Manuskriptes Anstoß nahm, mit seiner Forderung nach Absetzung der Folge nicht hatte durchsetzen können. Diese Maßnahme rief bundesweite Proteste hervor.

Staatsnähe, CSU-Hörigkeit, Parteilichkeit, Wissensfeindlichkeit, man möchte den Machern des Senders ein freundliches saludos amigos zurufen. Im Rundfunkbeirat sind die Kirchen gut vertreten. Der Münchner Domdekan und sein evangelischer Kollege wachen darüber, dass der Bayerische Rundfunk seine Aufgaben gemäß dem Gesetz erfüllt. Seine Mitglieder sind verpflichtet, sich für die Interessen des Rundfunks und seines Publikums einzusetzen.

Ich meine, wenn Politiker ihre Familien-Clans im Parlament beschäftigen und so in die öffentlichen Töpfe greifen, warum sollte sich nicht die Homöopathen-Lobby in Bayern mal so eine kleine Sendung kaufen, wertneutral bezuschussen.

Niemand von den “Wissenschaftsredakteuren” kommt auf die Idee nachzufragen, wie denn die Grundlagen der Mikrobiologie, der Physiologie oder der Biochemie funktionieren, wenn Homöopathie funktionieren soll. Leben, wie wir es kennen, wäre schlicht unmöglich.

Kritik, skeptischen Meinungen wurden in der besagten Sendung überhaupt nicht dargestellt. Im Bayrischen Rundfunk wurde das Hohelied der Homöopathie gegrölt, Herbert Hackl, der Macher der Sendung, die letzte noch verbliebene Gehirnzelle beanspruchend beantwortet die Frage eines Kommentators der Sendung, warum nicht Edzard Ernst zu Worte gekommen ist:

Mit Herrn Ernst wollte ich nicht sprechen! Er wiederholt nur immer die gleichen Argumente und geht seinerseits nicht auf neuere Studien ein. Übrigens hat Herr Ernst früher selbst zu Homöopathie geforscht. Allerdings nach allgemeiner wissenschaftlicher Meinung methodisch ziemlich schlecht.

Das ist Idiotie(Punkt)

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

“Ich bete, dass es die Kirche in der jetzigen Form noch lange gibt”

Bild: Ecowin Verlag

Manfred Deix über die katholische Kirche

Von Reinhard JellenTELEPOLIS

Einen bunten Strauß voll herrlicher Kirchenschelten und entzückender Blasphemien bringt uns Manfred Deix, der zur Freude des Publikums in seinem neuesten Bildband Der heilige Deix die katholische Kirche maliziös untersucht. Ein Gespräch mit dem genialen Maler, Karikaturisten und Beach-Boys-Fan.

Herr Deix, der Katholizismus ist ja eine sehr sinnliche und derbe Religion, in welcher trotz aller Jenseiterei die niederen Regionen des Menschseins sehr wohl ihren Platz haben: Wie sehr hat Sie der Katholizismus als Künstler beeinflusst?

Manfred Deix: Der Katholizismus hat mich von Kleinauf beschäftigt. Ich bin katholisch erzogen worden: Erstkommunion, Firmung und alles, was dazu gehört. Als Sechsjähriger bin ich durch einen Religionslehrer täglich mit Religion konfrontiert worden und habe das erst einmal hingenommen, wie alle anderen auch. Als ich dann aber neun oder zehn Jahre alt geworden bin, habe ich gemerkt, dass hier etwas nicht ganz stimmt. Und mit elf wurde ich dann mit dem Phänomen der Homosexualität bekannt, obwohl ich mir damals gar nicht so recht vorstellen konnte was das ist: Ich hatte nämlich einen Religionslehrer, der immer recht nah an mir und meinen Tisch gestanden ist und mit mir sehr charmant war.

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16-Year-Old Girl Arrested and Charged With a Felony For Science Project Mistake

Photo Credit: WTSP-TV

No one was hurt. Nothing was damaged. The criminalization of school kids has gone too far.

By Steven HsiehAlternet.org

A Florida teen with an exemplary record is facing federal charges after conducting what a classmate calls “a science project gone bad.”

16-year-old Kiera Wilmot is accused of mixing housing chemicals in a small water bottle at Bartow High School, causing the cap to fly off and produce a bit of smoke. The experiment was conducted outdoors, no property was damaged, and no one was injured.

cont’d

Wahl Dodo des Monats April 2013

Dodo des Monat April 2013

Dodo des Monat April 2013

Es scheint als ob Politik und Kirchenvertreter im Monat April darüber stritten, wer von ihnen den größten polit-religiösen Blödsinn von sich gibt. Hier eine Auswahl:
  1. Winfried Kretschmann, “Kirche soll sich stärker einmischen.”
  2. Bayrischer Rundfunk, “…und die homöopathischen Wissensfeinde.”
  3. Bundesarbeitsgericht, “…christliche Parallelwelten.”
  4. Holger Doetsch, “Der homosexuelle Friede mit der katholischen Kirche.”
  5. Siegfried Kauder, “Straftat Genitalverstümmelung.”
  6. Andreas Laun, “Himmeldumm und homophob.”
  7. Fa. Ströer, “ …Kundenbeschwerden bei Ströer.”
  8. Reinhard Marx, “Religiös motivierte Gewalt ist Blasphemie.”
  9. Joachim Meisner,”Roma sind in unsere Zivilisation nicht zu integrieren.”
  10. Präsidium CDU, “Wenn die Politik mit der Kirche ins Bett geht.”
  11. Joachim Herrmann, ” Innenminister mit Gottvertrauen.”
  12. Norbert Lammert, “Der liberale Staat braucht religiöse Begründungen.”
  13. Angela Merkel, “Zu Gast beim Homo-Heilern.”
  14. Julia Klöckner, “…das fehlende Kreuz im NSU-Gerichtssaal.”
  15. Reinhard Junker, “Wo Biologie mit der Bibel unterrichtet werden soll.”
  16. BAG Grüne ChristInnen, “ …auf Kifferjagd.”
  17. P€€r Steinbrück, “…will getrennten Schulsport für Muslime.”
  18. Christa Meves, “Schwule sind unnatürliche Konstrukte.”

Die Wahl ist bis zum 07.Mai 2013 18:00 befristet. Der Gewinner wird am 08. Mai in einer Laudatio, hier auf dem Blog, gewürdigt. Viel Spaß.

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Sam Harris: What Martial Arts Have to Do With Atheism

toshiro_copyAn interview with Sam Harris about self-defense and the seduction of faith

by Graeme Wood – THEATLANTIC

Sam Harris is best known as a vocal opponent of religious faith. But he is also a student of martial arts and armed self-defense, and a practitioner of daily silent meditation.

In the May issue of The Atlantic, Graeme Wood recounts the experience of learning meditation and Brazilian jiu-jitsu with him. Harris is finishing his next book, Waking Up: Science, Skepticism, Spirituality, about self-transcendence in the absence of religion. Following their encounter, Wood caught up with Harris to discuss violence, faith, and meditation.

Would you rather be attacked by one person with a knife, or several unarmed individuals equally intent on killing you?

Both situations are invitations to a track meet: You want to run. One of my teachers, Mark Mikita, specializes in knife fighting, mostly derived from the Filipino martial arts, and one of his teachers told him: “If you train with me for ten years, and someone pulls a knife on you, and you just turn and run, then your training has been successful.” The problems of a knife and multiple attackers are similar, in that they rarely end well for a person who is alone and unarmed.

cont’d

Mormonen-Porno zum Selberbasteln

Bild:20min.ch

Bild:20min.ch

Das World Wide Web ist nach wie vor ein wahres Füllhorn an kuriosen Fundstücken. Neustes Beispiel: Mormonenkonforme Porno-Bilder – mit Herstellungs-Anleitung!

20 minuten ONLINE

Wer gläubiger Mormone ist, darf keine nackten Frauen begaffen – schon gar nicht in lüsterner Absicht, schreibt der Blog «Slightly Warped». Im Mormonentum ist Pornokonsum verboten. Punkt.

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Richard Dawkins has lost: meet the new new atheists

Secular humanism is recovering from its Dawkinsite phase – and beginning a more interesting conversation

By Theo Hobson -THE SPECTATOR

The atheist spring that began just over a decade ago is over, thank God. Richard Dawkins is now seen by many, even many non-believers, as a joke figure, shaking his fist at sky fairies. He’s the Mary Whitehouse of our day.

So what was all that about, then? We can see it a bit more clearly now. It was an outpouring of frustration at the fact that religion is maddeningly complicated and stubbornly irritating, even in largely secular Britain. This frustration had been building for decades: the secular intellectual is likely to feel somewhat bothered by religion, even if it is culturally weak. Oh, she finds it charming and interesting to a large extent, and loves a cosy carol service, but religion really ought to know its place. Instead it dares to accuse the secular world of being somehow -deficient.

cont’d

Sam Harris: On “Islamophobia” and Other Libels

Sam Harris, Bild: wikipedia

A few of the subjects I explore in my work have inspired an unusual amount of controversy. Some of this results from real differences of opinion or honest confusion, but much of it is due to the fact that certain of my detractors deliberately misrepresent my views. The purpose of this article is to address the most consequential of these distortions.

samharris.org

A general point about the mechanics of defamation: It is impossible to effectively defend oneself against unethical critics. If nothing else, the law of entropy is on their side, because it will always be easier to make a mess than to clean it up. It is, for instance, easier to call a person a “racist,” a “bigot,” a “misogynist,” etc. than it is for one’s target to prove that he isn’t any of these things. In fact, the very act of defending himself against such accusations quickly becomes debasing. Whether or not the original charges can be made to stick, the victim immediately seems thin-skinned and overly concerned about his reputation. And, rebutted or not, the original charges will be repeated in blogs and comment threads, and many readers will assume that where there’s smoke, there must be fire.

Such defamation is made all the easier if one writes and speaks on extremely controversial topics and with a philosopher’s penchant for describing the corner cases—the ticking time bomb, the perfect weapon, the magic wand, the mind-reading machine, etc.—in search of conceptual clarity. It literally becomes child’s play to find quotations that make the author look morally suspect, even depraved.

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