Archiv der Kategorie: Freidenker

Der kurdische Widerstand verkörpert das Gute

Kurden-Kämpferinnen, Bild: FOCUS ONLINE/bearb.BB

Kurden-Kämpferinnen, Bild: FOCUS ONLINE/bearb.BB

Die Kurden führen einen Stellvertreterkrieg für den Westen gegen die IS-Barbaren. Sie sind ein ernsthafter säkularer Akteur im Nahen Osten geworden, während die Türkei die Werte des Westens verrät.

Von Andrea SeibelDIE WELT

Gute Kurden, schlechte Kurden. Kaum eine Minderheit, die verfolgt wird, wie es die Kurden besonders in der Türkei erleben mussten, ist rein und ohne Schuld. Gewalt wird zum einzigen Mittel gegen Gewalt und kann zu unheilbaren Verrohungen führen.

Gerade in den Tagen, in denen mit Schlagstöcken und Macheten bewaffnete Kurden sich mit Islamisten auf deutschen Straßen Schlachten lieferten, wurde das klar. Und doch ist diese Minderheit etwas Besonderes, denn die Bürde, die sie bereit scheint, zu tragen, ist enorm.

Nur von amerikanischen Luftschlägen unterstützt, die nicht immer erfolgreich schienen, kämpfen Kurden schon seit Wochen, damit die syrische Stadt Kobani nicht an den IS fällt. Das ist das Gute an den Kurden.

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“Nietzsche war ein politisch unkorrekter Denker”

Friedrich Nietzsche, 1882 (Photographie von Gustav Adolf Schultze) Bild: wikimedia.org/PD

Philosoph Sommer erklärt, warum Nietzsche bis heute aktuell ist

Moderation: Korbinian Frenzel—Deutschlandradio Kultur

Für das politische Tagesgeschäft tauge die Philosophie Friedrich Nietzsches nicht, sagt der Nietzsche-Kenner Andreas Urs Sommer. Doch von dem politisch unkorrekten Denker könne man lernen, eigene Werte in Frage zu stellen.

Korbinian Frenzel: Das mit dem toten Gott, das kennt man, “Gott ist tot”. Friedrich Nietzsche, der deutsche Philosoph, hat ganzen Generationen von Nihilisten und auch von jenen, die sich darin im Aufbrausen in Teenagertagen zumindest mal geübt haben, eine Blaupause geliefert und natürlich noch viel mehr als das.

Sonst gäbe es nicht die Veranstaltung, zu der heute Nietzsche-Kenner aus der ganzen Welt zusammenkommen in Naumburg an der Saale. Ein internationaler Kongress, bei dem der Mann, der den Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt trägt, natürlich nicht fehlt. Jetzt reden wir mit ihm, Andreas Urs Sommer, der Direktor der Friedrich-Nietzsche-Stiftung. Guten Morgen!

Andreas Urs Sommer: Guten Morgen, Herr Frenzel!

Frenzel: Vor 114 Jahren ist Nietzsche gestorben. Erlauben Sie mir die kleine große Frage zum Auftakt: Warum sollte er uns heute außerhalb des Seminarraums noch interessieren?

Sommer: Er ist ein Philosoph, der durch seine Irritationskraft noch immer irritiert und eben die Leute fasziniert. Wenn Sie Nietzsche lesen, dann sind Sie nicht versetzt in den Seminarraum, sondern Sie sind in unendliche Weiten und unendliche Höhen katapultiert.

Und das ist ein Sog, dem man sich auch heute als Leserin oder Leser nur noch schwer entziehen. Wenn Sie ein Nietzsche-Seminar anbieten, haben Sie die Bude normalerweise voll, aber auch wenn Sie auf der Straße jemanden nach Nietzsche fragen, hat sie oder er dann doch eine Idee zu diesem Philosophen. Er ist ein Philosoph, der sich erstaunlich frisch gehalten hat, weil er ein so großes Irritationspotenzial besitzt.

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Drohung des Bundeskanzleramtes: Wir veröffentlichen den Brief, in dem uns Altmaier mit Strafanzeige droht

Droht Leakern mit Anzeige: Kanzleramtschef Altmaier. Bild: kuxma. Lizenz: Creative Commons BY-SA 3.0.

Unsere Berichterstattung zur weltweiten Totalüberwachung und der Rolle des BND schadet dem Staatswohl. Das behauptet der Chef des Bundeskanzleramtes in einem Brief an den Geheimdienst-Untersuchungsausschuss und droht Leakern mit Strafanzeige. Wir teilen diese Einschätzung nicht – und veröffentlichen den Brief.

Von Andre MeisterNETZPOLITIK.ORG

Heute Mittag haben wir erfahren, dass das Bundeskanzleramt “NSA-Aufklärern” mit Strafanzeige droht. Jetzt liegt uns der Inhalt dieses Briefs vor – den wir selbstverständlich veröffentlichen.

Der Chef des Bundeskanzleramtes Peter Altmaier listet darin vier Pressemeldungen auf, darunter Das große Speichern (Spiegel), Codewort Eikonal – der Albtraum der Bundesregierung (Süddeutsche) und unsere Berichte Aussagegenehmigung: Wir veröffentlichen die Liste an Sachen, die BND-Mitarbeiter dem Parlament nicht sagen dürfen und Internes Protokoll: BND-Präsident und Kanzleramts-Chef hatten “große Sorge” vor Aufklärung zu BND-Aktivität.

Alle vier Berichte berufen sich auf eingestufte Unterlagen – und das Kanzleramt bemängelt, dass diese öffentlich geworden sind. Dass diese Informationen nun der Öffentlichkeit bekannt sind, schade dem “Staatswohl” und “der Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland”. Der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses Sensburg sowie Bundestags-Präsident Lammert werden daher aufgefordert, den Ausschuss zu “sensibilisieren”. Gibt es weiterhin Leaks, droht das Kanzleramt mit “Strafanzeige gegen Unbekannt”.

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Auch Atheisten brauchen ein Weltbild

biblische_MoralMit ihrer Kritik an Religionen machen es sich Atheisten oft zu einfach. Statt die Gläubigen zu verunglimpfen, sollten sie ihnen ein eigenes Weltbild entgegensetzen.

Von Jan DieckhöferZEIT ONLINE

Unter Artikeln über die Grausamkeiten der IS-Kämpfer lese ich viele Kommentare, die in der Religion allgemein oder speziell im Islam die Ursache des Übels sehen. Religion sei offensichtlich Unsinn und gehöre abgeschafft, dann werde die Welt besser, meinen die einen. Andere halten dagegen, der Islam werde von den IS-Mördern nur für ihre Zwecke missbraucht. Eigentlich habe islamistischer Terror nichts mit dem Islam zu tun.

Als Atheist neige ich dazu, mich der ersten Gruppe anzuschließen. Ich bin überzeugt, dass es keinen Gott gibt, der mir Regeln vorschreibt, auf die ich mich auch dann berufen kann, wenn ich grausam handle. Voltaire sagt: “Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen.” In diesem Sinne wäre die Welt ohne Religion tatsächlich besser, genau wie sie ohne solche Absurditäten wie Nationalismus und Rassenideologie auch besser wäre.

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On the Mechanics of Defamation

Image:RDF

Let me briefly illustrate how this works. Although I could cite hundreds of examples from the past two weeks alone, here is what I woke up to this morning: Some person who goes by the name of @dan_verg_ on Twitter took the most easily misunderstood sentence in The End of Faith out of (its absolutely essential) context, attached it to a scary picture of me, and declared me a “genocidal fascist maniac.” Then Reza Aslan retweeted it. An hour later, Glenn Greenwald retweeted it again.

By Sam HarrisRichard Dawkins-Foundation

That took less than two seconds of their time, and the message was sent to millions of people. I know one thing to a moral certainty, however: Both Greenwald and Aslan know that those words do not mean what they appear to mean. Given the amount of correspondence we’ve had on these topics, and given that I have repeatedly bored audiences by clarifying that statement (in response to this kind of treatment), the chance that either writer thinks he is exposing the truth about my views—or that I’m really a “genocidal fascist maniac”—is zero. Aslan and Greenwald—a famous “scholar” and a famous “journalist”—are engaged in a campaign of pure defamation. They are consciously misleading their readers and increasing my security concerns in the process.

No matter how completely opposed I may have been to another person’s views, I have not behaved like that. I have never knowingly distorted the positions I criticize, whether they are the doctrines of a religion or the personal beliefs of Francis Collins, Eben Alexander, Deepak Chopra, Reza Aslan, Glenn Greenwald, or any other writer or public figure with whom I’ve collided. The crucial boundary between hard-hitting criticism and defamation is knowing that you are misrepresenting your target.

Here is the statement in context (p. 52−53):

The power that belief has over our emotional lives appears to be total. For every emotion that you are capable of feeling, there is surely a belief that could invoke it in a matter of moments. Consider the following proposition:

Your daughter is being slowly tortured in an English jail.

What is it that stands between you and the absolute panic that such a proposition would loose in the mind and body of a person who believed it? Perhaps you do not have a daughter, or you know her to be safely at home, or you believe that English jailors are renowned for their congeniality. Whatever the reason, the door to belief has not yet swung upon its hinges.

The link between belief and behavior raises the stakes considerably. Some propositions are so dangerous that it may even be ethical to kill people for believing them. This may seem an extraordinary claim, but it merely enunciates an ordinary fact about the world in which we live. Certain beliefs place their adherents beyond the reach of every peaceful means of persuasion, while inspiring them to commit acts of extraordinary violence against others. There is, in fact, no talking to some people. If they cannot be captured, and they often cannot, otherwise tolerant people may be justified in killing them in self-defense. This is what the United States attempted in Afghanistan, and it is what we and other Western powers are bound to attempt, at an even greater cost to ourselves and to innocents abroad, elsewhere in the Muslim world. We will continue to spill blood in what is, at bottom, a war of ideas.

There is an endnote to this passage that reads:

We do not have to bring the membership of Al Qaeda “to justice” merely because of what happened on Sept. 11, 2001. The thousands of men, women, and children who disappeared in the rubble of the World Trade Center are beyond our help—and successful acts of retribution, however satisfying they may be to some people, will not change this fact. Our subsequent actions in Afghanistan and elsewhere are justified because of what will happen to more innocent people if members of Al Qaeda are allowed to go on living by the light of their peculiar beliefs. The horror of Sept. 11 should motivate us, not because it provides us with a grievance that we now must avenge, but because it proves beyond any possibility of doubt that certain twenty-first-century Muslims actually believe the most dangerous and implausible tenets of their faith.

The larger context of this passage is a philosophical and psychological analysis of belief as an engine of behavior—and the link to behavior is the whole point of the discussion. Why would it be ethical to drop a bomb on the leaders of ISIS at this moment? Because of all the harm they’ve caused? No. Killing them will do nothing to alleviate that harm. It would be ethical to kill these men—once again, only if we couldn’t capture them—because of all the death and suffering they intend to cause in the future. Why do they intend this? Because of what they believe about infidels, apostates, women, paradise, prophecy, America, and so forth.

Aslan and Greenwald know that nowhere in my work do I suggest that we kill harmless people for thought crimes. And yet they (along with several of their colleagues) are doing their best to spread this lie about me. Nearly every other comment they’ve made about my work is similarly misleading.

Both Aslan and Greenwald are debasing our public discourse and making honest discussion of important ideas increasingly unpleasant—even personally dangerous. Why are they doing this? Please ask them and those who publish them.

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The accused:

fictionThe Atheist Republic “Religion is Fiction” bumper sticker elicited outrage from a visitor. Apparently, even though very few confirmed facts can be found in religious texts or theology, “fiction” is a word simply too outrageous to bear.

Atheist Republic

ewNO said, “i am so offended by this sticker as i saw it i nearly threw up with such disgrace. If someone wants to believe in religion they can don’t tell them it is false or fiction because you might as well say that everything you believe in is fiction to us because we don’t believe in it we respect you not believing in god but don’t bring us down because we do.”

See all our nauseating bumper stickers

Blogger Kaveh Mousavi — Now on Patheos — Describes First-Hand What’s It’s Like To Be an Atheist in Iran

Image: Friendly Atheist

Kaveh Mousavi (a pseudonym) is, according to his online bio,

an atheist ex-Muslim living in Iran, subject to one of the world’s remaining theocracies… He was born at the tenth anniversary of the Islamic Revolution of Iran. He has ditched the Islamic part, but has kept some of the revolutionary spirit.

By Terry FirmaFriendly Atheist

While he was getting his brand new Patheos blog set up, Kaveh wrote a guest post over at Dan Fincke‘s place, in which he describes what it’s like to be an atheist in Iran. As you can imagine, “picnic” and “walk in the park” aren’t in Kaveh’s lexicon.

It shapes your life maybe more than any other thing about you. If you are not a 12-Imam Shiite, you lose most of the opportunities in life. And if you are not a practicing member of one of the four “official” religions, Islam, Christianity, Judaism, and Zoroastrianism, you officially don’t exist. In the forms you have to fill out to get jobs or register for anything, these options are the only four options. According to the Islamic Republic, you have no right to have jobs, study in universities, open a bank account, or live, unless you belong to one of these four religions.

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Salman Rushdie slams ‘Islamophobe’ label: It’s right to be hostile to extremism

Salman Rushdie, (andersphoto / Shutterstock.com)

In a speech denouncing the Islamic extremist group ISIS (the Islamic State in Iraq and Syria) and the “hate-filled rhetoric” of Islamic extremism, author Salman Rushdie warned that the world must come to grips with what he called “a new age of religious mayhem” perpetrated by Muslim fanatics.

By David FergusonRaw Story

U.K. news daily The Telegraph reported that Rushdie was addressing the audience at the PEN/Pinter Prize lecture, where he was honored for his achievements in literature. His 1989 book The Satanic Verses was considered blasphemy by hardline Muslims and as a result, Iran’s Ayatollah Khomeini declared a fatwa on Rushdie’s life, meaning that by the dictates of the Muslim faith, the author must be killed.

Rushdie spent several years in hiding from zealots and fanatics who were out to silence him. Now, he said in his speech at the British Library on Sunday night, he sees young British Muslims being seduced by what he called “jihadi-cool” and worries that they will be used as foot soldiers to the nascent ultra-extremist movement forming in Syria and its neighbor Iraq.

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„Kein Islam ohne Islamismus“

brennender_koranIst der Islam friedlich oder stiftet er zur Gewalt an? Über diese Frage streiten sich der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad und die Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin Lamya Kaddor.

Cicero

LAMYA KADDOR legte soeben gemeinsam mit Michael Rubinstein „So fremd und doch so nah – Juden und Muslime in Deutschland“ vor. Sie schrieb auch „Muslimisch, weiblich, deutsch! Mein Weg zu einem zeitgemäßen Islam“ und gab, gemeinsam mit Rabeya Müller, einen „Koran für Kinder und Erwachsene“ heraus. Sie ist Gründungsmitglied und Erste Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes e. V. und lehrte am „Centrum für Religiöse Studien“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

HAMED ABDEL-SAMAD gab im Juli 2014 bekannt, dass er Deutschland nach 19 Jahren verlassen werde: „Deutschland wird immer ungemütlicher für Menschen wie mich. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Warnung. Ja, ich bin müde geworden und kann den Druck nicht mehr aushalten.“ Im Sommer 2013 erließ ein ägyptischer Geistlicher einen Mordaufruf nach einem islamkritischen Vortrag Abdel-Samads in Kairo. Der Autor ( u. a. „Der islamische Faschismus“, „Mein Abschied vom Himmel“) habe den Propheten beleidigt

Herr Abdel-Samad, sind Sie eigentlich noch Muslim?
Hamed Abdel-Samad: In einem konfessionellen Sinn gewiss nicht, kulturell schon eher. Ich habe mir den Islam nicht ausgesucht, aber er fließt gewissermaßen durch meine Adern. Ich bekomme ihn nicht los.

Ist es denn überhaupt möglich, aus dem Islam auszutreten?
Lamya Kaddor: Das kommt auf die Perspektive an und wie man einen solchen Austritt versteht. Viele islamische Theologen bejahen dieses Recht, andere lehnen es ab.
Abdel-Samad: Das ist typisch für den Islam. Man findet immer jemanden, der haarklein begründet, warum eine Sache so und nicht anders sein müsse – und man findet jemanden, der das Gegenteil ebenso islamisch begründet.
Kaddor: In allen Religionen gibt es verschiedene Interpretationen. Das ist nichts Besonderes.

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Atheisten rüsten zum Suizid

Gibt es ein Recht auf einen pünktlichen Tod? Bild: Cicero/picture alliance

Ein Lobbybündnis wirbt für die Sterbehilfe. Es sind die gleichen, die früher für die Abtreibung mobil machten: Atheisten. Daran wird deutlich, dass es beim begleiteten Suizid weniger um den Tod als um die Gottesfrage geht.

Von Alexander KisslerCicero

Der brachiale Selbstmord des Udo Reiter war der Auftakt zu einem heißen Herbst des Sterbens. Genauer: der Sterbehilfe, denn um diese wird im November der Deutsche Bundestag ringen. Soll wie bisher alle „Suizidbeihilfe“ straffrei bleiben? Generell oder nur dann, wenn Ärzte sich ihrer ausnahmsweise annehmen? Mit welchen Regularien müssen „Sterbehilfe-Vereine“ rechnen, mit Verbot oder Minderem? Ohne Fraktionszwang wollen die Volksvertreter in diesen schwierigen Fragen ihrem Gewissen folgen.

Seit Anfang dieser Woche machen die Befürworter passiver und indirekter Sterbehilfe mobil. Das „Recht der Ärzte, (…) Suizidwilligen zu helfen,“ stehe unter dem Schutz der Verfassung und dürfe nicht eingeschränkt werden. Auf Bussen und an Bahnstationen wirbt ein „Bündnis für Selbstbestimmung bis zum Lebensende“ für die Losung „Mein Ende gehört mir“ – ein Slogan, so direkt wie einst das Motto der Abtreibungsverbotsgegner.

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Religion and Politics… and Science

Carlin_ReligionIn my 1999 book How We Believe I outlined a three-tiered taxonomy of the relationship of science and religion: (1) the Conflicting-Worlds Model holds that science and religion are in a struggle to determine the truth, in which one is right and the other wrong; (2) the Same-Worlds Model contends that science and religion are two equally valid ways of examining reality; and (3) the Separate-Worlds Model argues that each tradition inhabits different domains of knowledge—facts and values—and rarely the twain shall meet. For years I held and defended the Separate-Worlds Model while acknowledging that there are some areas of conflicts; if you believe that the earth is 6,000 years old, for example, your belief is in direct conflict with the geologically dated age of 4.6 billion years.

By Michael ShermerCATO Unbound

More and more, however, I see science and religion in conflict, not only in such factual questions about nature (growing by the year as the sphere of science expands into the ether of religious tenets), but in moral matters as well. In my next book, The Moral Arc: How Science and Reason Lead Humanity Toward Truth, Justice, and Freedom, I argue that morals and values can be established and defended through science and reason. Inspired by Galileo and Newton, Enlightenment thinkers consciously applied the methods of science to solve social, political, economic, and moral problems. The experimental methods and analytical reasoning of science created the modern world of liberal democracies, civil rights and civil liberties, equal justice under the law, free minds and free markets, and prosperity the likes of which no human society in history has ever enjoyed. I claim that we owe this salubrious state of affairs primarily to science and reason—and most emphatically not to religion—and thus I am inclined to join the Classical Liberal position in Kevin Vallier’s instructive four-tiered taxonomy (Libertarian, Religious Conservative, Secular Progressive, and Classical Liberal), albeit for reasons that differ from his.

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Wir sind Weltmeister im Massaker-Zuschauen

Kurden Demo – © Djura Stankovic

In Ruanda haben wir nichts gemacht, auch in Srebrenica und Gorazde, in Halabdscha und Ghouta nicht. Wir haben rote Linien gezogen, nur um zuzusehen, wie sie überschritten wurden. Wir sind weit weg.

Von Henryk M. BroderDIE WELT

Anfang April dieses Jahres, es war ein Freitag und die meisten Abgeordneten waren schon ins Wochenende abgereist, fand im Deutschen Bundestag eine Feier zur Erinnerung an den Völkermord in Ruanda statt, bei dem vor 20 Jahren innerhalb weniger Wochen etwa 800.000 Tutsi von Angehörigen der Hutu-Stämme abgeschlachtet wurden. Bevor das Morden losging, hatte sich eine “Friedenstruppe” aus Ruanda zurückgezogen.

Der Festredner bei der Gedenkfeier war der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Er sagte unter anderem, die “internationale Gemeinschaft” habe versagt, “als sie in Ruanda vor 20 Jahren inmitten der Gewalt ihre Blauhelmsoldaten abzog”. Und er mahnte: “Die eine Lehre, die an einem Gedenktag wie heute zu ziehen ist, heißt: niemals wieder!”

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Veganes Hundefutter: Gemüse und Tofu statt Knochen

Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)

Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)

Auf tierische Lebensmittel zu verzichten ist nichts Exotisches mehr. Doch manche Veganer ernähren nicht nur sich, sondern auch ihre Haustiere vegan. Der Handel reagiert schon darauf.

Von Anna Ringle-Brändlistern.de

Wenn Leila nach einer Wurst schnappt, dann ist es nicht einfach ein gewöhnliches Wiener Würstchen. Sondern Tofuwurst. Karotten sind bei dem Mischlingshund auch hoch im Kurs. Der adoptierte Straßenhund aus Rumänien lebt wie sein Potsdamer Frauchen seit Jahren vegan. Auf Leilas Speiseliste stehen unter anderem noch: Birnen, Nüsse, Linsen, Reis und vegane Tierfuttermischungen, die Marion Abels zukauft. Die 42-Jährige will damit ein Zeichen gegen die Fleisch- und Milchindustrie setzen. Der Handel hat die Zielgruppe vegan lebende Haustiere längst für sich entdeckt.

900 000 Deutsche ernähren sich vegan, gibt der Vegetarierbund Deutschland an, der sich bei seinen Angaben auf Studien stützt. Sie essen nicht nur wie Vegetarier kein Fleisch, sondern auch keine Tierprodukte wie Milch, Eier oder Honig. Die Zahl der Veganer sei stark steigend, sagt Pressesprecherin Stephanie Stragies. “Immer mehr Menschen werden gleich vegan und machen nicht erst einen Umweg über das vegetarische Leben.” Mit den Veganern wächst offenbar auch die Zahl der Haustiere, die vegan leben. Wie viele es sind, ist aber unbekannt.

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Marsch für das Leben: Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

 

marsch_für_das_LebenKnappe Entscheidung, aber die rückwärtsgewandte Bewegung, unter der Ägide des Bundesverbandes Lebensrecht , “Marsch für das Leben”, ist der Gewinner.
“Gott macht keinen Müll” verkündete das evangelikale “pro Medienmagazin” seine Berichterstattung zum Ereignis. Schon bei dieser Überschrift muss man sich fragen, sind die alle blöd, blind, taub, gehirnlos? Wer einmal in eine Kinderklinik musste, weiß was ich meine. Die ach so unschuldigen Geschöpfe, des liebenden Gottes leiden unsägliches. Da ja in den Augen der Fundamental-Religioten “Gott Alles” ist, ist er auch Krankheit, Siechtum, Leid, bei gerade geborenen Kindern. Gott ist ein Pfuscher. Die Wirbelsäule ein einziges Dilemma, das Knie nicht besser, die lichtempfindliche Schicht des Auges auf der falschen Seite, hinzu kommen Zellen deren Teilung nicht nach göttlichem Plan verläuft, zu Schaden gekommene Chromosome, all das macht göttlichen Müll, stimmt der Zeitpunkt kann man ihn entsorgen, ansonsten muss das Gottesgeschöpf entsorgt werden.

Eltern haben ein prinzipielles Recht auf gesunde Kinder, der Riss in der Schöpfung, der durch das leise Zucken des Schmerzes beim kranken Kind auftreten kann ist zu verhindern. Das machen aber Mittel und Methoden von Medizin und Wissenschaft. Beten ist Gottes Müll im wahrsten Sinne des Wortes. Wird der Religiot krank geht er zum Arzt, warum eigentlich? Ein taffer Gottesglaube sollte es richten.

Der “Marsch für das Leben” vermittelt ein reaktionäres Familien-und Menschenbild. Diese selbsternannten “Lebensschützer” kriminalisieren Frauen und stellen sie als Mörderinnen dar. Diese Sicht ist inhuman und kulturrassistisch. Im Allgemeinen entscheiden sich Frauen sehr bewusst für eine Schwangerschaft, die Religiotie stellt Frauen als gedankenlos dar, ganz so, als würden sie öfters abtreiben.

Beratung und Begleitung schwangerer Frauen ja, ebenso, wenn gewüscht, ihrer Partner, alles andere ist eine Entscheidung der Frau, allein oder mit ihrem Lebensgefährten. Ein Mitspracherecht haben Gottesknechte in der Sache nicht. Nicht zu vergessen, die emanzipatorischen Aspekte in Verbindung mit einer angemessenen Familienplanunspolitik, dort ist die Gesellschaft, die Politik gefragt. Hüten wir uns vor der Einrede durch religiotische Fundamentalisten, die in ihrem Extremismus wahrscheinlich auch einen Morula-Keim taufen würden und dann die Öffnung suchen, wo sie den Jesus-Keks reinstecken können.

Und vergessen wir nicht, Gott ist der größte Mörder am Leben. Im Märchenbuch der Christen hat er die gesamte Schöpfung des Planeten räudig ersaufen lassen. Noah und die seinen durften Tiere retten, nicht Menschen.

Wer Frauen kriminalisiert, Lebensentwürfe, die nicht den christlichen Geboten entsprechen, verdammt, schreit Morgen nach dem Mutterkreuz, Mütter sind die schaffenden Kräfte für die christliche Gemeinde. Einen Trend rückwärts zu konservativen, reaktionären Entwicklungen ist in Deutschland auszumachen, gerade so, als will man die Errungenschaften der Aufklärung ausmerzen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

“Partei der Humanisten” gegründet

Logo der Partei "Initiative Humanisten"

Logo der Partei “Initiative Humanisten”

Am 4. Und 5. Oktober trafen sich in Berlin im Konferenzzentrum Amano Rooftop Teilnehmer der inzwischen über 700 Mitglieder starken Facebook-Gruppe “Initiative Humanismus”, um die vor über einem Jahr beschlossene Gründung einer humanistischen Partei zu vollziehen.

hpd.de

Im Laufe der sehr ausführlichen Vorbereitungszeit wurde auch der Punkt intensiv besprochen, ob es überhaupt Sinn mache, humanistische weltanschauliche Vorstellungen zur Basis einer politischen Partei zu machen. Schließlich gibt es eine durchaus rege humanistische Szene, die in Form von Verbänden, Stiftungen und Vereinen wertvolle Arbeit leistet, um unserer Weltanschauung die Beachtung zu erwirken, die ihr nach unserer Meinung zukommt.
Auch in manchen politischen Parteien gibt es Arbeitskreise, die sich dem Teilgebiet des Laizismus und der Trennung von Religion und Staat widmen – bisher allerdings mit relativ bescheidenem Erfolg, da die Parteispitzen diese Anregungen in aller Regel nicht ausreichend unterstützen.

Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war daher: Praktisch alle humanistischen Forderungen an unsere Gesellschaft sind politischer Natur, ergo können sie auch nur direkt auf der politischen Ebene letztlich durchgesetzt werden. Häufig wurde die Frage laut: “Was macht ihr denn, wenn es über die ‘humanistischen’ Themen hinaus an ‘normale’ Politikfelder geht?” Allein die Frage ist bereits ein Missverständnis, suggeriert sie doch, man könne humanistische Prinzipien hintanstellen, wenn es um Fragen wie Familie und Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft oder Außen- und Sicherheitspolitik geht – um nur diese Beispiele zu nennen.

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Zoff zwischen Biobauern und Veganern

Hier demonstrieren sie noch gemeinsam gegen die Agrarindustrie: Biobauern, Tierschützer, Vegetarier und Veganer. Bild: imago/epd

Beim „Wir haben es satt“-Kongress werden tiefe Gräben in der alternativen Agrarbewegung deutlich. Es geht um die Frage: Dürfen Landwirte Tiere halten?

Von Jost Maurintaz.de

Vegane Aktivisten gehen zunehmend auf Distanz zur Bewegung für eine alternative Landwirtschaft. Das zeigte sich beim ersten „Wir haben es satt“-Kongress, den die Organisatoren der Demonstrationen gegen die Agrarindustrie unter dem selben Motto am Wochenende in Berlin veranstaltet haben. Nach Angaben der Veranstalter besuchten mehr als 400 Teilnehmer den Kongress.

„Wir sind nicht eine Bewegung. Ich fühle mich von euch im Stich gelassen, wenn es um Tierrechte geht“, sagte Erasmus Müller von der veganen Organisation Animal Rights Watch (Ariwa) unter anderem in Richtung des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND). „In dieser Hinsicht sind wir keine Bewegung mehr.“ Für seinen emotionalen Beitrag bei einer Podiumsdiskussion über Tiere in einer bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft erntete er viel Applaus im Publikum.

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So funktioniert die Pastafari-Religion

Die “Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters” predigt Spaß am Glauben. Wirklich ernst nehmen kann man den Kult jedoch nicht.

Von Kerstin HenseB.Z.Berlin

Hinter dem was für einen Außenstehenden so albern wirkt, verbirgt sich für die 120 Gemeindemitglieder eine “kritisch-satirische” Religion. “Wir sind die einzig wissenschaftliche Religion weltweit”, behauptet Rüdiger Weida (62). Der ehemalige Sozialarbeiter hat die Kirche zum Fliegenden Spaghettimonster bereits 2006 gegründet. Die Welle schwappte aus den USA rüber und war nach eigenen Angaben eine Gegenbewegung zu Evangelikalen und Kreationisten in den USA.

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Die Kirche der Gottlosen

Die atheistische Bedrohung

Die atheistische Bedrohung

Ihr Ziel: Gemeinschaft – aber bitte ohne Gott. Ihr Motto: „Lebe besser, hilf öfter, staune mehr“. idea-Reporter Karsten Huhn war bei Gründungsveranstaltung in Berlin vor Ort, die vom (atheistischen) Humanistischen Verband Deutschland bezahlt wurde.

kath.net

Bisher gab es weltweit 28 atheistische „Sonntagsversammlungen“. Am vergangenen Sonntag kamen 35 weitere hinzu – darunter in Brüssel, Paris, Washington D. C. und Hamburg.

Ein Sonntagnachmittag in Berlin, Ernst-Reuter-Platz, nahe dem Zoologischen Garten. Eine Gruppe von etwa 150 Leuten singt und klatscht im Stehen zu den Klängen von „I’m walking on sunshine“ (Ich laufe auf dem Sonnenschein), einem Gute-Laune-Song, wie man ihn aus dem Frühstücksradio kennt. „Wir sind eine gottlose Gemeinschaft, die das Leben feiert“, erklärt die Moderatorin des Nachmittags, Sue Schwerin von Krosigk. Im Hauptberuf ist sie Drehbuchautorin („Das Bernstein-Amulett“, „Liebling, nach der Hochzeit bin ich weg!“) für ARD- und ZDF-Produktionen.

„Wir lassen Gott einfach weg“

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Reza Aslan is Wrong About Islam and This is Why

Image: Friendly Atheist

This is a guest post written by Muhammad Syed and Sarah Haider (right). They are co-founders of Ex-Muslims of North America, a community-building organization for ex-Muslims across the non-theist spectrum, and can be reached at @MoTheAtheist and @SarahTheHaider.

By Hemant MehtaFriendly Atheist

This past week, a clip of Reza Aslan responding to comedian Bill Maher’s comments about Islamic violence and misogyny went viral.

Maher stated (among other things) that “if vast numbers of Muslims across the world believe, and they do, that humans deserve to die for merely holding a different idea or drawing a cartoon or writing a book or eloping with the wrong person, not only does the Muslim world have something in common with ISIS, it has too much in common with ISIS.” Maher implied a connection between FGM and violence against women with the Islamic faith, to which the charming Aslan seems to be providing a nuanced counterbalance, calling Maher “unsophisticated” and his arguments “facile.” His comments were lauded by many media outlets, including Salon and the Huffington Post.

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