Archiv der Kategorie: Humanismus

Säkulare Grüne fordern die Rücknahme des Beschneidungsgesetzes (§ 1631d BGB)

Nachdem die Debatte zur Genitalbeschneidung von Jungen etwas abgeebbt ist, möchte der Bundesweite Arbeitskreis Säkulare Grüne mit diesem Positionspapier eine ernsthafte und sachliche Diskussion bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (zum Beispiel in frauen- gesundheits-, menschenrechts- und religionspolitischen Gremien) und darüber hinaus hervorrufen.

Bundesweiter Arbeitskreis Säkulare Grüne

Kinder – eigenständige Träger*innen von Menschenrechten

In den letzten Jahrzehnten hat in Deutschland ein gesellschaftlicher Paradigmenwechsel hinsichtlich der Beurteilung der Rechtspositionen von Kindern stattgefunden. Allgemein akzeptiert ist mittlerweile, dass Kinder eigenständige Träger*innen von Menschenrechten sind, mit der Folge, dass auch die überkommenen Elternrechte auf Bestimmung und Prägung des Kindes eingeschränkt sind. Kinder werden nicht mehr vorrangig als Eigentum der Eltern oder der Familie betrachtet. Eine Betrachtung „vom Kind her“ ist im Vordringen. Bedeutsamer Ausdruck dieser Entwicklung ist das Anfang dieses Jahrhunderts geschaffene gesetzliche Verbot der Anwendung von Gewalt gegen Kinder und das Verbot entwürdigender Maßnahmen als Erziehungsmittel. Die Rechtsordnung muss Kindern Schutz gewähren, nötigenfalls gegen die eigenen Eltern, deren Erziehungsmaßnahmen und auch deren religiösen Vorstellungen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat an dieser Entwicklung einen maßgeblichen Anteil und orientiert sich auf eine Verstärkung der Positionen von Kindern im sozialen Umfeld und in der Gesellschaft. Der Bericht der Grünen-Kinderkommission von 2006 fordert „eine Politik, die das Wohl und die Rechte der Kinder in den Mittelpunkt stellt“ und lehnt die Fixierung auf „die Rolle, die Kinder als zu erziehendes Objekt … spielen“ ab. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – als Menschen- und Bürgerrechtspartei – formuliert eindeutig: „Ein Perspektivenwechsel zu einer kindzentrierten Politik ist ein bedeutender Schritt hin zu einer konsequenten Anwendung von Bürger*innenrechten. Das so genannte Kindeswohl definiert sich heute allzu oft aus der Sicht der Erwachsenen. Auch im Rechtssystem ist ein Perspektivenwechsel hin zu einer stärkeren Rechtsposition von Kindern überfällig.“

weiterlesen

Kinderschänder missbrauchten 1400 Kinder aus einer Stadt

Bild: WAZ

Bild: WAZ

Die Zahl ist schockierend, die Bilanz traurig: In der englischen Stadt Rotherham sind 1400 Kinder innerhalb von 16 Jahren sexuell missbraucht und verschleppt worden. Besonders erschreckend: Die Kinderschänder waren der Kommunalverwaltung teilweise bekannt.

FOCUS ONLINE

Etwa 1400 Kinder sind in der englischen Stadt Rotherham in den vergangenen 16 Jahren sexuell ausgebeutet und missbraucht worden. Das ergab eine unabhängige Untersuchung, die die Kommunalverwaltung in Auftrag gegeben hatte. Die Täter hätten Mädchen und Jungen vergewaltigt, entführt, in andere nordenglische Städte gebracht, geschlagen und eingeschüchtert, sagte die Autorin des Berichts, Alexis Jay, am Dienstag.

Genitalverstümmelung bei Frauen: Wider die Scham

beschneidungTausende Opfer weiblicher Genitalverstümmelung leben in Deutschland. Sie leiden nicht nur unter den körperlichen Folgen des grausamen Rituals, sondern sind verunsichert, beschämt, traumatisiert. Im Berliner Waldfriede-Krankenhaus finden die Frauen Hilfe.

Von Margarete HuchtSpON

Tief im Berliner Süden, wo es grün ist und die Badeseen vor der Haustür liegen, liegt das Desert Flower Center. Seit knapp einem Jahr gibt es die Einrichtung am Waldfriede-Krankenhaus im Stadtteil Zehlendorf. Dort wird Opfern weiblicher Genitalverstümmelung medizinische und psychologische Unterstützung angeboten.

weiterlesen

Welt als Gehirnversuch, Unsicherheit zu reduzieren

Foto: Stefan F. Sämmer Univ.-Prof. Dr. Thomas Metzinger/Uni Mainz

Thomas Metzinger über “das Selbst”, psychoaktive Drogen und die Dimension der Zukunft in der ethischen Debatte. Teil 2

Der Philosoph Thomas Metzinger erblickt aufgrund der rasanten Entwicklung der Neurowissenschaften einen erhöhten Reflexionsbedarf in der Philosophie und eine nicht minder drängende Notwendigkeit, politisch zu handeln.

Zu Teil 1: “Ein physikalisch determiniertes System könnte einen hohen Grad an Autonomie besitzen”

Von Reinhard JellenTELEPOLIS

Herr Metzinger, welche Kritikpunkte an ihrer “Philosophie des Selbst” fanden Sie am unangebrachtesten – und gab es welche, aus denen Sie etwas lernen konnten?

Thomas Metzinger: Eine Sache, die in Being No One[1] und auch in der überarbeiteten Neufassung des “Ego-Tunnels” fast vollständig fehlt, ist die Theorie des so genannten Predictive Coding, die zu großen Teilen von dem britischen Mathematiker Karl Friston entwickelt wurde und die mich und viele junge Leute in meiner Gruppe sehr beschäftigt.

Diese Theorie sagt, dass alle geistigen Inhalte kontrafaktische Inhalte sind, eine vom Gehirn dargestellte Wahrscheinlichkeitsverteilung, immer nur eine Möglichkeit, eben die beste Hypothese, die das System im Moment über die Außenwelt hat – oder auch über seinen eigenen Zustand.

Es gibt im Moment in der Kognitionswissenschaft und den informierten Teilen der Philosophie des Geistes eine regelrechte Hysterie, weil viele kluge Leute den Eindruck haben, dass dies die Anfänge des übergreifenden formalen, begrifflichen Rahmens sein könnten, nach dem wir so lange gesucht haben. Zum Beispiel lässt uns diese Theorie auf einer tieferen mathematischen Ebene verstehen, warum Handeln und Wahrnehmen im Grunde dasselbe sind, nämlich die kontinuierliche Minimierung eines Vorhersagefehlers.

Sie liefert uns aber auch ein neues Verständnis davon, was Aufmerksamkeit eigentlich ist: Was wir als “die Welt” erleben, ist in Wirklichkeit ein generatives Modell in unserem Gehirn, das kontinuierlich versucht, Unsicherheit zu reduzieren und “hässliche Überraschungen” zu vermeiden, indem es automatisch immer neue Vorhersagen erzeugt, testet und auf diese Weise die kausale Struktur der Außenwelt extrahiert. Das Problem: Die notwendige Mathematik ist für Philosophen mit einer normalen universitären Ausbildung nicht zu beherrschen. Wir brauchen in der Philosophie des Geistes jetzt auf einmal junge Leute, die nicht nur empirisch gut informiert sind, sondern auch solche, die Mathematik studiert haben.

Ich lerne viel von den kritischen Zuschriften wissenschaftlich gebildeter Leser aus aller Welt (die ich leider nicht mehr alle beantworten kann), aber es gibt natürlich auch das Rauschen an der Oberfläche, die klassischen Missverständnisse: Wenn es doch gar kein Selbst gibt, wer ist es denn dann, der sich täuscht oder die ominöse “Illusion des Selbst” aus dem Esoterikbuchladen hat?

Nun, es ist die Person als Ganzes, und sie wird vom Organismus zur Person genau dadurch, dass sie in einen sozialen Kontext eingebettet ist, der evolutionär und kulturgeschichtlich eben genau dadurch entstanden ist, dass Wesen das subpersonale Selbstmodell in ihrem Gehirn zu großen Teilen nicht als ein Modell erleben konnten und sich deshalb mit seinem Inhalt identifiziert haben. Das transparente Selbstmodell war die Brücke von der Biologie in die Kultur.

weiterlesen

All You Need To Know About the 10 Percent Brain Myth, in 60 Seconds

The reality is that we already use 100 percent of our brains _DJ_/Flickr

The new Luc Besson movie Lucy, starring Scarlett Johansson, opens tomorrow in theaters countrywide. It’s based on the immortal myth that we use only 10 percent of our brains.

By Christian JarrettWIRED

Johansson’s character is implanted with drugs that allow her to access 100 percent of her brain capacity. She subsequently gains the ability to learn Chinese in an instant, beat up bad guys, and throw cars with her mind (among other new talents). Morgan Freeman plays neuroscientist Professor Norman, who’s built his career around the 10 percent claim. “It is estimated most human beings use only 10 percent of the brain’s capacity,” he says, “Imagine if we could access 100 percent.”

As it happens, I’ve written a book all about brain myths (Great Myths of the Brain; due out this November). I thought I’d use what I learned to give you a 60-second explainer on the 10 percent myth.

read more

“Neuro-Bashing” als Nachfolger des “Veganer-Bashings”

Foto: Stefan F. Sämmer Univ.-Prof. Dr. Thomas Metzinger/Uni Mainz

Thomas Metzinger über die Hirnforschung und die Willensfreiheitsdebatte. Teil 1

Von Reinhard JellenTELEPOLIS

Der Philosoph Thomas Metzinger hat mit seinem Buch Der Ego-Tunnel eine Debatte über die Übertragbarkeit von Ergebnissen aus der Neuro-Wissenschaft in die Philosophie und zur Autonomie des Willens ausgelöst. Zur erweiterten Neu-Auflage des Buches sprach Telepolis mit dem Autor.

Herr Metzinger, welche umwälzenden Erkenntnisse hat die Gehirnforschung in der Öffentlichkeit so prominent gemacht – und wie sind sie für den Alltag und andere Wissenschaften fruchtbar zu machen?

Thomas Metzinger: Da müssten Sie eigentlich eher einen Hirnforscher fragen als einen Philosophen. Echte Revolutionen sind in der Wissenschaft eher selten, denn die Stärke der wissenschaftlichen Methode besteht ja gerade darin, dass sie inkrementell (also in vielen kleinen Schritten) fortschreitet. Bei Parkinson und multipler Sklerose versteht man jetzt zum Beispiel die zu Grunde liegenden Mechanismen wesentlich besser, aber Depressionen und die Schizophrenie sind Beispiele dafür, dass Erkenntnisfortschritt sich leider nicht immer direkt in neuen, funktionierenden Therapien niederschlägt.

Andererseits gibt es einen interessanten Teilaspekt der aktuellen Entwicklung: Aus der Neurowissenschaft entsteht Neurotechnologie, und eine kleine Teilmenge dieser Neurotechnologien werden auch Bewusstseinstechnologien sein. Ich leite ja in Mainz die Forschungsstelle Neuroethik, wie ich aber in der erweiterten Neuauflage meines Buchs deutlich gemacht habe, brauchen wir im Grunde sogar so etwas wie eine “Bewusstseinsethik”: In der Zukunft wird es Technologien geben, die immer direkter, präziser und auch immer selektiver auf das neuronale Korrelat des subjektiven Erlebens selbst zugreifen.

Was aber ist ein “guter” Bewusstseinszustand? Darüber müssen wir uns gesellschaftlich verständigen. Wir kommen um eine ethische Grundlagendiskussion nicht herum. Wichtige Zielvorstellungen sind für mich Leidensverminderung, Selbsterkenntnis, Nachhaltigkeit und die Erhöhung von geistiger Autonomie.

weiterlesen

Stolze U.S.-Admiräle kapitulieren vor evangelikalen Fundamentalisten

us_flagge_bibel_kreuzAktivisten, Veteranen und Aktive verteidigen in der Armee den 1. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, in dem die Einführung einer Staatsreligion und die Bevorzugung oder Benachteiligung einzelner Religionen untersagt sind.

Von petrapezRadio Utopie

Eigentlich müssten sich die mit Orden und Sternen geschmückten Generäle und Admiräle der U.S-Armee, allen voran diejenigen in der U.S. Navy, vor Wut in die Finger beissen, nachdem sie ihre bunten Epauletten von den Schultern gerissen haben.

Da ruft der Vorsitzende des U.S.-Generalstabs General Martin E. Dempsey zu den Waffen, um als Vorwand, im Irak immer noch ein Wörtchen mit zu reden, die mitfinanzierten I.S.-Milizen zur Strecke zu bringen anstatt die Verfassung in seiner Truppe durchzusetzen.

Es ist eine Offenbarung einer Niederlage, nicht die biblische, auch wenn es in diesem Fall um dieses heilige Buch der Christen geht.

Nach jahrzehntelangem Kampf erreichten Zehntausende einschliesslich Veteranen und aktive Militärangehörige, dass die Bibel nicht mehr in jedem der 24000 Zimmer der Kasernen und Unterkünfte der Militärstützpunkte innerhalb der U.S.A. und Übersee ausgelegt werden. Die Bücher wurden von den eifrigen Missionaren der The Gideons International gespendet.

weiterlesen

Auch deutsche Juden überlegen auszuwandern

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Der Antisemitismus der Islamisten hierzulande verängstigt die Juden. Er führt dazu, dass einige von ihnen wie ihre französischen Glaubensbrüder an eine Ausreise denken. Das darf nicht geschehen.

Von Filipp PiatovDIE WELT

Das Warschauer Getto ist kein guter Ort, um sich zu erinnern. Nicht, wenn man aus Deutschland kommt und aufwendige Denkmäler gewöhnt ist. In Warschau ist die Geschichte ein Teil des Alltags geworden, die Überreste der Gettomauer stehen inmitten von Wohnhäusern. Nur eine kleine Plakette erinnert an die Bedeutung der Mauer, die Hunderttausende Juden auf engstem Raum zusammenpferchte. Die Juden selbst haben ihren Platz im Warschauer Alltag verloren. Das ehemalige Zentrum des europäischen Judentums schafft es nicht einmal, eine einzige Synagoge am Freitagabend zu füllen.

Die Folgen für das jüdische Leben in Deutschland und Polen, Täter- und Opferland, verbinden Parallelen. In beiden Ländern wurde die ansehnliche jüdische Minderheit bis auf ein Minimum dezimiert, doch während man in Deutschland zumindest auf höchster politischer Ebene darum bemüht ist, jüdisches Leben zu fördern, kam in Polen angesichts der eigenen Opferzahlen die Wiederherstellung jüdischen Lebens zu kurz. Wie in so vielen Ländern trennte man immer jüdische von einheimischen Opfern.

weiterlesen

Bericht: Deutscher aus IS-Geiselhaft in Syrien freigekauft

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Nach rund einem Jahr Gefangenschaft in Syrien ist ein 27-jähriger Deutscher einem Medienbericht zufolge aus der Geiselhaft der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) freigekommen.

evangelisch.de

Der Mann aus Brandenburg soll im Juni für eine “substanzielle Gegenleistung” freigelassen worden sein, wie die “Welt am Sonntag” unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete. Das Bundeskriminalamt, der Krisenstab des Auswärtigen Amtes und der Bundesnachrichtendienst seien mehrere Monate mit dem Fall betraut gewesen.

Das Auswärtige Amt wollte dies weder bestätigen noch dementieren. “Wir sagen dazu nichts”, teilte eine Sprecherin am Sonntag mit. Gegenüber der “Welt am Sonntag” dementierte das Außenamt, eine Lösegeldzahlung in irgendeiner Art geleistet zu haben.

weiterlesen

Der Erzbischof bezahlte Kindersex mit Medikamenten

missbrauch_katholAls Botschafter des Papstes in der Dominikanischen Republik soll Erzbischof Wesolowski jahrelang Jungen missbraucht haben. Doch der Bischof läuft frei in Rom herum – vom Vatikan geschützt.

Von Constanze ReuscherDIE WELT

Er hatte schon ein paar Bier getrunken, als er durch die Rotlichtviertel von Santo Domingo zog, genügend Geld in der Tasche, auf der Suche nach schnellem Sex. Er suchte nach ganz jungen Männern, er suchte nach Kindern. Er nannte sich nur “Josie”. Viele wussten dennoch, wer er war: Der Botschafter des Heiligen Stuhls, der vatikanische Nuntius, vom Papst in die Dominikanische Republik entsandt – der polnische Erzbischof Josef Wesolowski.

Im Schatten der ältesten katholischen Kathedrale Amerikas betrieb er jahrelang sexuellen Missbrauch. Gemeinsam mit dem polnischen Pater Wojciech Gil soll er sich mit jungen Messdienern in seinem Haus am Strand vergnügt haben. Zwei weitere Geistliche aus seiner Botschaft stehen unter Verdacht, Frauen und Kinder zum Sex gezwungen haben. Ein dominikanischer TV-Sender soll Wesolowski dabei gefilmt haben, wie er ein Kinderbordell in Santo Domingo betrat.

weiterlesen

Franco-Opfer fordern Entschuldigung von Merkel

Das von der Legion Condor zerstörte Gernika. Bild: Deutsches Bundesarchiv (183-H25224). Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Beim Spanien-Besuch wird die Kanzlerin an die Bomben der Legion Condor erinnert, sie soll auch die von der Wehrmacht angerichteten Schäden anerkennen.

Von Ralf StreckTELEPOLIS

Wenn sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag und Montag in Spanien aufhält, wird sie von Opfern der Franco-Diktatur an die “historische Schuld” für die Unterstützung der Putschisten ab 1936 erinnert. Wenn sie mit dem spanischen Ministerpräsident Mariano Rajoy am Sonntag auf dem Jakobsweg in die Pilgerstadt Santiago de Compostela zieht, wird sie mit der Forderung konfrontiert, sich öffentlich bei den Opfer für die Unterstützung der Putschisten durch Nazi-Deutschland entschuldigen. Sie soll zudem den von der Wehrmacht “angerichteten Schaden” anerkennen.

Das geht aus einem Brief hervor, den der Präsident Vereinigung zur Wiedererlangung der historischen Erinnerung (ARMH) der Kanzlerin für die Opfer der Diktatur geschrieben hat. Spanien werde immer an seine Schulden und ihre Rückzahlung an Deutschland erinnert, “doch es existiert auch eine enorme Schuld des Landes, dem Sie vorstehen, gegenüber den Opfern der Franco-Diktatur”, schreibt Emilio Silva der Kanzlerin.

Die ARMH erinnert auch an die “Bomben der Legion Condor, die auf die Zivilbevölkerung spanischer Städte herabregneten und den Beginn eines totalen Kriegs markierten”. Die Unterstützung derer, die unter Francisco Franco die Republik stürzten, sei entscheidend für den Sieg der Putschisten gewesen und habe Spanien über Jahrzehnte eine blutige Diktatur gestürzt. Die Deutschen kämpften in Spanien ohne Hoheitsabzeichen, standen jedoch unter deutschem Oberbefehl. Erinnert wird an Zehntausende, die aus ihren Häusern gezerrt und erschossen wurden und noch immer in Massengräbern verscharrt liegen, an 30.000 geraubten Kinder, an Folter, Vergewaltigungen und die Internierung in Konzentrationslagern.

weiterlesen

Ein Gotteskraut als Massendroge

Kokastrauch / Bild: EPA

Der Anbau der Kokapflanze sichert das Überleben der bolivianischen Bauern. Doch was zunächst für den Inlandskonsum gedacht war, hat einige Regionen der Welt ins Chaos gestürzt.

Von Andreas FinkDie Presse.com

Man muss ihn nicht sonderlich zart anfassen. Der Kokastrauch ist ein zähes Gewächs, das ist leicht zu erkennen, wenn man Doña Elvira bei der Ernte zusieht. Mit jahrzehntelanger Übung lässt sie die flexiblen Zweige der brusthohen Pflanze von innen nach außen durch ihre robusten Finger gleiten. Die abgerupften Blätter, oval, saftig grün, etwa fünf Zentimeter lang, sammelt sie in jenem Mehlsack, den sie sich um den Bauch gebunden hat. Binnen dreier Minuten hat sie die Staude entlaubt und nimmt sich die nächste vor.

Erntealltag in den Yungas, den Regenwäldern an Boliviens östlichem Andenabhang. Eine Landschaft, die akademische Maler kaum perfekter hätten ins Bild setzen können, voll gierigem Grün, stürzenden Wasserfällen, rollenden Hügeln, über deren Gipfel sich Nebelfetzen verhaken, und dem verschneiten Hochgebirge im Hintergrund. Jenseits des Tals hockt auf einem Bergrücken die Provinzmetropole Coroico. Und am Hang gegenüber geht Vegetation in Rauch auf, ein neues Feld entsteht, für noch mehr Koka.

weiterlesen

Religiotie: ‚Geschmacklos und pervers’ – scharfe Kritik an Richard Dawkins

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin

Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins hat die Abtreibung von Kindern mit Down Syndrom als ‚moralische Pflicht’ bezeichnet. Behindertenverbände und Lebensschützer lassen kein gutes Haar an dieser Aussage – Mit der Stellungnahme von 1000plus

kath.net

Vertreter von Behindertenverbänden und Lebensschützer haben Richard Dawkins scharf kritisiert. Der britische Evolutionsbiologe hatte behauptet, Eltern hätten die moralische Verantwortung, Babys mit Down-Syndrom abtreiben zu lassen.

Das wichtigste Ziel sei es, „Leiden zu vermeiden, wo immer es möglich ist“, ließ Dawkins über den Kurznachrichtendienst „Twitter“ verlauten. Eltern, deren ungeborene Kinder mit Down-Syndrom diagnostiziert würden, sollten diese daher abtreiben lassen. Eine andere Entscheidung sei, schrieb Dawkins wörtlich, „unmoralisch“.

weiterlesen

Der Islam hat zivilisatorisch vollkommen versagt

We-Want-Islam

Der Islam kennt die Reformation nicht, er hat den schmerzhaften Kampf zwischen Philosophie, Wissenschaft und Kirche nicht durchgemacht

Der Islam gehört nicht zu Europa. Die Freiheit, Kern der europäischen Aufklärung, ist ihm fremd – er hat die Moderne seit der Renaissance verpasst.

Von Josef LudinDIE WELT

Jeder Mensch, unabhängig davon, welcher Rasse oder Religion er angehört, kann sich als Individuum in Europa heimisch fühlen, vorausgesetzt, er akzeptiert und integriert die wesentlichen Werte der europäischen Zivilisation. Sie wurden über Jahrhunderte in schweren Kämpfen zwischen Staat und Religion, zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Philosophie, Wissenschaft, Kunst und Glauben erstritten.

Der Kern der europäischen Aufklärung ist die Freiheit des Individuums. Diese Freiheit ist das höchste der Güter, sie geht einher mit der Freiheit, Überliefertes infrage zu stellen, ein anderes Leben als das vom Kollektiv vorgeschriebene zu wählen. Diese Freiheit wurde oft mit dem Leben bezahlt.

weiterlesen

Umfrage: Mehrheit der Israelis lehnt interreligiöse Ehe ab

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Eine große Mehrheit der israelischen Bevölkerung ist gegen eine Ehe mit einem Partner, der nicht der eigenen Religion angehört.

evangelisch.de

Die Zeitung “Haaretz” veröffentlichte am Freitag eine Studie, der zufolge 75 Prozent der befragten Juden nur einen jüdischen Partner heiraten würden. Unter den arabischen Teilnehmern der Umfrage sprachen sich 65 Prozent gegen eine Ehe außerhalb der eigenen Religionszugehörigkeit aus.

weiterlesen

NSU-Abschlussbericht: Thüringer Behörden versagten auf ganzer Linie

NSU-Abschlussbericht: Thüringer Behörden versagten auf ganzer Linie © MiG

Die Thüringer Sicherheitsbehörden haben im Kampf gegen den NSU komplett versagt. Zu diesem Ergebnis kommt der NSU Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtages. In dem Bericht wird sogar gezielte Sabotage nicht ausgeschlossen.

MiGAZIN

Die Thüringer Sicherheitsbehörden haben im Kampf gegen den rechtsextremen „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) komplett versagt. Zu diesem Ergebnis kommt der Untersuchungsausschuss des Landtags in seinem am Donnerstag in Erfurt veröffentlichten Abschlussbericht. Die drei mutmaßlichen Terroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe werden unter anderem für den Mord an zehn Menschen verantwortlich gemacht. Böhnhardt und Mundlos starben 2011, Zschäpe steht derzeit in München vor Gericht.

weiterlesen

Abortion & Down Syndrome: An Apology for Letting Slip the Dogs of Twitterwar

dawkinsThose intrepid enough to venture onto my Twitter feed will have noticed a new feeding frenzy yesterday (20th August 2014), for which I apologise. The issue is the morality of abortion following screening for Down syndrome.

By Richard DawkinsRichard Dawkins-Foundation

Down Syndrome, or Trisomy 21, results from the presence of an extra copy (or partial copy) of Chromosome 21. Symptoms vary but usually include characteristic facial features especially eye shape, abnormal growth patterns, and moderate mental disability. Life expectancy is reduced, and those who survive through adulthood often need special care as though they are children. Parents who care for their children with Down Syndrome usually form strong bonds of affection with them, as they would with any child. These feelings are sincere and mutual, and probably account for some of the hate tweets I have been experiencing (see below).

Screening for the chromosomal abnormality is normally offered, especially to older mothers who are more likely to have a child with the condition. When Down Syndrome is detected, most couples opt for abortion and most doctors recommend it.\

Yesterday a woman on Twitter, one of our respected regulars on RichardDawkins.net, said she would be unsure what to do if she found a fetus she was carrying had Down Syndrome. I replied to her, beginning my reply with @ which – or so I thought (I’m told Twitter’s policy on this might recently have changed) – meant it would not go to all my million followers but only to the minority of people who follow both her and me. That was my intention. However, it doesn’t stop people who go out of their way to find such tweets, even if they don’t automatically pop up on their Twitter feeds. Many did so, and the whole affair blew up into the feeding frenzy I mentioned.

Here is what I would have said in my reply to this woman, given more than 140 characters:

Obviously the choice would be yours. For what it’s worth, my own choice would be to abort the Down fetus and, assuming you want a baby at all, try again. Given a free choice of having an early abortion or deliberately bringing a Down child into the world, I think the moral and sensible choice would be to abort. And, indeed, that is what the great majority of women, in America and especially in Europe, actually do.  I personally would go further and say that, if your morality is based, as mine is, on a desire to increase the sum of happiness and reduce suffering, the decision to deliberately give birth to a Down baby, when you have the choice to abort it early in the pregnancy, might actually be immoral from the point of view of the child’s own welfare. I agree that that personal opinion is contentious and needs to be argued further, possibly to be withdrawn. In any case, you would probably be condemning yourself as a mother (or yourselves as a couple) to a lifetime of caring for an adult with the needs of a child. Your child would probably have a short life expectancy but, if she did outlive you, you would have the worry of who would care for her after you are gone. No wonder most people choose abortion when offered the choice. Having said that, the choice would be entirely yours and I would never dream of trying to impose my views on you or anyone else.”

read more

Scientists Found a Way to Email Brain Waves

Brain-to-brain communication at work. Image: PLOS One

Brain-to-brain communication at work. Image: PLOS One

Researchers have successfully communicated words from one brain to another over the internet.

By Jordan PearsonMOTHERBOARD

Brain wave-sensing technology, which utilizes electroencephalography-powered headsets, has already been demonstrated to do all kinds of impressive things, such as piloting an aircraft or controlling a robot. Now, researchers are investigating how to telepathically communicate with the tech.

An international team of researchers was able to use electroencephalography (EEG) to convert the words “hola” and “ciao” from a person’s brain waves into binary. That data was transmitted from a subject in India to another subject in France, where the process was successfully reversed. In other words, the researchers say they’ve created a brain-to-brain communication system.

An EEG setup usually only involves brain-to-computer communication. Electrodes attached to the skull capture electrical currents in the brain associated with various action-thoughts, like moving your left arm, and a computer interface analyzes that signal and maps it to a control output, like a robot.

In their study, published yesterday in PLOS One, the researchers decided to close the brain-computer control loop by putting another brain on the other end of the system, to receive the signals processed by the computer interface.

read more

Richard Dawkins: It would be ‘immoral’ not to abort a fetus with Down syndrome

dawkinsNoted atheist and evolutionary theorist Richard Dawkins stirred up controversy again by saying that it would be immoral for a mother not to abort a fetus if she knew that it had Down syndrome.

By Scott KaufmanThe Raw Story

The exchange began yesterday morning as Dawkins and some of his Twitter followers were discussing the case of a woman in Ireland who was denied an abortion at 8 weeks and forced by local authorities to undergo a caesarean section 17 weeks later after she threatened to go on a hunger strike.

As that conversation progressed, one of his followers asked him a hypothetical question, which he responded to:

 

He was quickly attacked by those who know people with Down syndrome who are happy, productive members of society; and then criticized more abstractly by those who claim that he was advocating eugenics. Dawkins returned to Twitter late last night to insist that he was advocating nothing of the sort:

 

He then answered critics who claimed he was telling women what to do if their fetus was detected to have Down syndrome:

 

Dumme Fragen zu Schwulen? Mr. Sulu hat coole Antworten

George Takei on Facebook. Screenshot: BB

George Takei on Facebook. Screenshot: BB

Blöde Fragen? Können zu blöden Antworten führen. Oder zu lustigen.

Huffington Post

George Takei, bekannt durch seine Rolle als Leutnant Hikaru Sulu oder Mr. Sulu in „Raumschiff Enterprise“, ist homosexuell, buddhistisch verheiratet mit seinem Manager Brad Altman, seit 2005 setzt er sich öffentlich für gleichgeschlechtliche Ehen ein. Für das Portal „Buzzfeed“ hat er ziemlich genial auf wenig geniale Fragen zu Schwulen geantwortet.

Warum sind Schwule so gern Flugbegleiter?

Takei: „Wir sind es gewohnt, von Fremden angeschrien zu werden, Dinge durch Engstellen zu drücken und täglich mit Flüssigkeiten bekleckert zu werden.“

weiterlesen