Archiv der Kategorie: Humanismus

Was Rembrandt-Gemälde und die Enthauptungen des IS gemeinsam haben

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Bilder von Menschen, die wegen ihrer Religion sterben mussten, gab es früher und gibt es heute. Das “Vatican-Magazin” hat Gemälde und Handyfotos in einem erschreckenden Vergleich nebeneinander gestellt und aktuelle religiöse Konflikte analysiert.

Von Martina FietzFOCUS ONLINE

Eine Mutter, die ihren sterbenden Sohn in den Armen hält. Ein Mann, der mit ausgebreiteten Armen auf sein Kreuz blickt. Kinder auf der Straße, sinnlos getötet. Abgetrennte Köpfe, die den Betrachter mit leeren Augen anblicken. Die Bilder sind aktuell und alt zugleich. Sie stammen aus dem Irak und aus Syrien sowie aus den großen Museen dieser Welt.

Das “Vatican-Magazin”, das der langjährige Rom-Korrespondent der “Welt”, Paul Badde, herausgibt, hat die Bilder der Märtyrer aus Vergangenheit und Gegenwart gegenübergestellt. Menschen, die damals wie heute wegen ihres Glaubens ihr Leben verloren. Die einen gemalt von großen Künstlern wie Giotto, Caravaggio, Rembrandt oder Zurbarán, die anderen dargestellt in Handy-Momentaufnahmen.

weiterlesen

Historikerin: Trennung von Kirche und Staat in Europa verlief blutig

religion_warDie Trennung von Staat und Kirche in Europa während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts verlief offenbar weniger friedlich als bislang allgemein angenommen.

Von Karsten Packeiserevangelisch.de

Vielerorts hätten fromme Katholiken ebenso wie antiklerikale Kräfte zu Gewalt gegriffen, sagte die Mainzer Historikerin Eveline Bouwers dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bei Auseinandersetzungen um Vorrechte der katholischen Kirche seien in Ländern wie Belgien auch Menschen zu Tode gekommen.

Die Wissenschaftlerin hat sich im Rahmen eines Forschungsprojekts intensiv mit Glaubenskämpfen in den katholischen Staaten Europas befasst, speziell mit den Regionen Bayern, Flandern und Bretagne. Konflikte zwischen katholischer Kirche und Staatsmacht gab es nach ihren Erkenntnissen nicht nur während des “Kulturkampfes” im protestantisch geprägten Deutschen Kaiserreich, sondern auch in katholisch Staaten.

weiterlesen

Vatikan ermittelt gegen Priester in Chile

Von links nach rechts: José Aldunate, Felipe Berríos, Mariano Puga Quelle: site.adital.com.br

Befürwortung gleichgeschlechtlicher Ehe und Kirchenkritik sorgen in Chile für Aufregung. “Kongregation für die Glaubenslehre” ermittelt.

Von Hans Weberamerika21

Aufgrund von Kritiken an der Kirche werden die chilenischen Priester Felipe Berríos, José Aldunate und Mariano Puga derzeit durch die “Kongregation für die Glaubenslehre” untersucht. Dieses Vatikanorgan hat die Ermittlungen aufgenommen, nachdem der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Santiago, Kardinal Ricardo Ezzati, eine Sammlung kritischer Äußerungen der Geistlichen an die Kongregation weitergeleitet hatte.

In den vergangenen fünf Monaten hatten Berríos, Aldonante und Puga Interviews gegeben, in denen sie die Rolle des Klerus bezüglich der Bildungsreform der Regierung Bachelet sowie seine Weigerung, über Schwangerschaftsabbruch zu diskutieren und die Haltung gegenüber der Ehe homosexueller Paare in Frage stellten.

weiterlesen

Israel: Eine “kranke Gesellschaft”

Reuven_RivlinWenn das Staatsoberhaupt des Staates Israel, Reuven Rivlin, feststellt, dass die israelische Gesellschaft “krank” sei, dann muss es wohl stimmen. Spätestens jetzt müssten die Alarmglocken deutscher Antisemiten-Jäger schrillen, nach deren “Maßstäben” er wohl als “lupenreiner Antisemit” zu bezeichnen wäre.

BETWEEN THE LINES—LUDWIG WATZAL

Darüber hinaus müsste er auf Empfehlung eines obskuren Antisemitismus-Experten aus Berlin auf die berühmt-berüchtigte Liste der Top-Antisemiten des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Los Angeles kommen.

Bei einer Veranstaltung der Israelischen Akademie der Wissenschaften zum Thema “Vom Hass des Fremden, zur Akzeptanz des Anderen” (From Hatred of the Stranger to Acceptance of the Other) diagnostizierte Reuven Rivlin  für Israel eine Epidemie der Gewalt, die “in alle Bereiche vorgedrungen” sei. “Es ist Zeit ehrlich zuzugeben, dass die israelische Gesellschaft krank ist und es unsere Pflicht ist, diese Krankheit zu behandeln”, sagt Rivlin in Bezug auf das von der israelischen Armee angerichtet Massaker im Gaza-Streifen. “Die Epidemie der Gewalt ist nicht auf die eine oder andere Gruppe beschränkt, sie ist in alle Bereiche eingedrungen.” “I’m not asking if they’ve forgotten how to be Jews, but if they’ve forgotten how to be decent human beings. Have they forgotten how to converse?”

Atheismus: Ein Besuch in der Kirche der Gottlosen

Foto: The Washington Post/Getty Images In Amerika wächst die Gemeinde der Atheisten

Nur einer von zehn Amerikanern glaubt nicht an Gott. Aber die Gemeinde der Atheisten wächst, sie betreiben sogar schon Kirchen. Ein Abend bei den Gottlosen von New York, inklusive dem Wort “Amen”.

Von Hannes SteinDIE WELT

Im Stone Creek Inn, hatte es geheißen; um sieben Uhr abends; im Hinterzimmer. Als ich ankam, saßen in dem kleinen Raum schon etwa ein Dutzend Leute an verschiedenen Tischen. Fast alle hatten selbst beschriftete Namensetiketten an der Kleidung kleben. Ein freundlicher älterer Herr mit weißem Haarkranz, der Ron hieß, unterhielt sich quer über das Zimmer mit einem anderen älteren Herrn darüber, ob die Beschneidung eines Mannes dessen Sexleben beeinträchtigt.

In dieser offenen Gruppe, die sich regelmäßig in New York trifft, bin ich offenbar richtig, dachte ich, denn für diese Frage interessieren sich doch eigentlich nur Atheisten. Nach mir hatte eine junge schwarze Frau den Raum betreten, deren Namensschild ich nie zu sehen bekam. Sie setzte sich zu Ron an den Tisch, und dann unterhielten die beiden sich darüber, warum es unter jungen schwarzen Frauen verhältnismäßig wenige Atheisten gibt.

Erstens, weil die meisten Schwarzen traditionell und fromm sind; und schwarze Frauen sind es erfahrungsgemäß noch ein bisschen mehr. Sie komme aus Atlanta, sagte die junge Frau, und ihre Familie halte sie naturgemäß für verrückt, habe ihr inzwischen aber vergeben. Dann begann der offizielle Teil des Abends.

weiterlesen

Das Leben ist der Güter höchstes nicht

John Wayne, The Shootist, 1976

John Wayne, The Shootist, 1976

Eine zornige Untersuchung: Was wirklich hinter dem Widerstand gegen die Sterbehilfe steckt. Haltet euch aus unserem Leben heraus, ihr Lebensschützer!

Von Wolfgang BroscheThe European

Der kühne Freitod von Udo Reiter erinnerte mich in seiner lakonischen Konsequenz an einen berühmten Film, den Schwanengesang eines Stars und eines Genres.

Don Siegels „The Shootist“ ist sicher nicht der größte aller Western, aber der erschütterndste. John Wayne, die reaktionäre, raue und zärtliche alte Kanaille, trat mit diesem Film von der Leinwand ab. Er hätte es besser nicht tun können als in der Rolle eines alten Gunman, der seit Wochen von Unterleibsschmerzen geplagt wird. Der Arzt, den er aufsucht, kann ihm nur hilflos die Diagnose Krebs mitteilen und drückt ihm dann ein Fläschchen Laudanum in die Hand. „Hätte ich“, raunt der Arzt, „Ihren Mut, dann wüsste ich, was ich täte, um den mörderischen Schmerzen und dem Verrecken zu entgehen!“

Schnell spricht sich herum, dass der einst gefürchtete Shootist ein todkranker Mann ist. Die Geier warten schon: jüngere Gunmen versammeln sich in der Stadt und warten auf ihre Chance. Wayne schaut sich ein paar Tage in der herbstlichen Stadt um, macht eine letzte Bekanntschaft mit einer stolzen und klugen Witwe, hilft ihr, ihren Sohn wie ein Vater auf den richtigen Lebensweg zu bringen, trinkt die letzten Schlucke Laudanum, die schließlich nicht mehr helfen und bestellt die lauernden Aasgeier in den Saloon.

Es sei sein Geburtstag, sagt er dem Barkeeper, der ihm den letzten Whisky einschenkt, den wolle er feiern. Und er feiert ihn auf seine Art, erledigt die schießwütigen Rotzlöffel, die seine Nachfolge antreten wollen, nebenbei noch ein paar tolldreiste Gangster und wird selbst tödlich getroffen. Noch einmal hat er als Towntamer die Stadt gerettet und ist dabei auf seine Weise gegangen. Das war sein Tod, der Tod als Gunman, der seine Zeit gehabt hat!

John Wayne selbst hatte nicht das Glück, so zu sterben wie in diesem Film. Einmal schon, in den 60ern, hatte er den Krebs besiegt. Ein Jahr nach „The Shootist“ kam er zurück, der Krebs. Man behandelte den Duke zu Tode, schnitt hier und da was weg und der große starke Mann verreckte zwischen Amputationen und Morphium. „Feo, fuerte y formal“ steht auf Waynes Grabstein – er war stolz, er war stark, er hatte Würde … bei all dem Reaktionären, das seine Filme auch hatten, immer ging es in ihnen um die Würde des Individuums. Darum sei ihm dieses Epitaph gegönnt.

weiterlesen

Unrest, instability, intifada — whatever its name, it’s in Hamas’s interest

Security and police are seen at the Ammunition Hill Light Rail station in Jerusalem, where a baby was killed and several injured last night in a terror attack, Thursday, October 23, 2014. (photo credit: Hadas Parush/Flash90)

The simmering violence in Jerusalem, culminating in Wednesday’s fatal terror attack, may not have a moniker, but it is a flame that Hamas wants to spread to the West Bank.

By Mitch GinsburgThe Times of Israel

Whether the violence in Jerusalem since the gruesome murder of Muhammad Abu-Khdeir in July amounts to a Third Intifada will only be clear in hindsight. But what the murder on Wednesday of Chaya Zissel Braun has shown, beyond the ruthlessness of the act and the enduring tension in Jerusalem, is the shrewdness of Hamas’s strategy of overthrowing the Palestinian Authority in the West Bank by, of all things, persistently killing innocent Israelis.

That is one of the ways Israel should view the recent developments in Jerusalem. When Abdel Rahman al-Shaludi, a Hamas member and relative of a former head of the organization’s armed wing, turned his car into a lethal weapon on Wednesday, he was, whether by design or not, acting exactly according to the alleged Hamas coup plans exposed in August.

At the time, the Shin Bet said that it had exposed a Hamas plan to “overthrow the Palestinian Authority and seize control of Judea and Samaria.”

read more

Racial Profiling: “Ihr seid hier nicht in Afrika”

March to end racial profiling © longislandwins @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Vor zwei Jahren wurde Derege Wevelsiep Opfer von Polizeigewalt. Eigentlich eine klare Sache. Dass es zu einem Prozess kommt, grenzt dennoch fast an ein Wunder. Der Fall wirft einmal mehr die Frage auf, inwiefern struktureller Rassismus in der Polizeiarbeit eine Rolle spielt.

Von Philipp WehnerMiGAZIN

Derege Wevelsieps Geschichte hat für viel Aufsehen gesorgt. Mehrere Tausend Menschen gingen im November 2012 in Frankfurt auf die Straßen, um gegen Polizeigewalt im Allgemeinen und die Gewalt gegen Wevelsiep im Speziellen zu demonstrieren. Erst fünf Monate später ist sich die Staatsanwaltschaft überhaupt sicher, dass Wevelsiep am Abend des 17.10.2012 Unrecht geschehen ist.

Nach zwei langen Jahren wird sein Fall nun am 30. Oktober und 6. November 2014 vor Gericht verhandelt. Einer der vier beschuldigten Polizisten muss sich wegen Körperverletzung und Beleidigung im Amt verantworten. Die Anzeige gegen die übrigen drei aufgrund von Hausfriedensbruch, Nötigung und Freiheitsberaubung wurde fallengelassen, weil die Staatsanwaltschaft keinen Tatverdacht sah.

weiterlesen

Tierversuche: Das muss uns die Gesundheit des Menschen wert sein

Bild: animalequality.de

Bild: animalequality.de

Es ist ein klassisches ethisches Dilemma. Um die Funktionsweise des Lebens besser zu erforschen, wird Leben beeinträchtigt oder zerstört. Warum Tierversuche in der Grundlagenforschung leider unverzichtbar sind.

Von Gerhard Heldmaier und Stefan TreueFrankfurter Allgemeine

Die täglichen Berichte über das Leid der Ebola-Erkrankten und deren Angehöriger zeigen, wie hilflos Wissenschaft, Medizin und Politik dieser Epidemie gegenüberstehen. Impfstoffe werden geprüft, stehen aber bis jetzt nicht zur Verfügung, Ebola-spezifische Medikamente zur Behandlung von akut Erkrankten existieren nicht. Es gibt sie nicht, weil uns grundlegende Kenntnisse fehlen. Wir wissen nicht, wie diese Viren in Zellen eindringen, wie sie zerstören und dabei unsere körpereigene Abwehr überlisten und mit welcher Behandlung sie im Körper vernichtet werden könnten. Möglicherweise müssen ganz neue therapeutische Wege beschritten werden. Durch Behandlung mit Erbgutschnipseln (siRNA) gelang kürzlich die Heilung von Rhesus-Affen, die mit dem Ebola-ähnlichen Marburg-Virus infiziert worden waren. Es wird jedoch noch viele Studien mit Tieren und schließlich auch an Menschen erfordern, bis eine erfolgreiche Therapie zur Verfügung steht.

weiterlesen

Rituelle Beschneidung: An vorderster Stelle

Beschneidung jüdisch: Szerne aus dem amerikanischen Serie »Bubala please« © JMB

Das Jüdische Museum beleuchtet in »Haut ab« Haltungen zur rituellen Beschneidung in Judentum, Islam und Christentum.

Von Michael WuligerJüdische Allgemeine

Als ob das Land keine anderen Probleme hätte, steigerte sich Deutschland vor zwei Jahren in einen Akt kollektiver Erregung hinein. In Politik, Medien und Internetforen wurde heftig über die rechtliche und moralische Zulässigkeit der rituellen Beschneidung von jüdischen und muslimischen Jungen gestritten – oft mit explizit antisemitischer Tendenz, obwohl Beschneidungen hierzulande, rein von der Zahl der Betroffenen her, eigentlich eine primär islamische Angelegenheit sind.

Die neue Ausstellung Haut ab! Haltungen zur rituellen Beschneidung, die diese Woche im Jüdischen Museum Berlin eröffnet, will diese Debatte nicht fortführen, schreibt Cilly Kugelmann, Programmdirektorin des Hauses, in ihrem Geleitwort zum Katalog der Schau. Man wolle stattdessen »dem Thema … Tiefe geben« und einen Beitrag zu der Frage leisten, »wie kulturelle Differenzen wahrgenommen und von der säkularen Gesellschaft bewältigt werden«.

weiterlesen

Norwegen: Kirche sucht ein neues Image

Norwegens größte Stabkirche in Heddal. (dpa/picture alliance/Klaus Nowottnick)

Seit 1536 war die evangelisch-lutherische Konfession Staatsreligion in Norwegen. Durch eine Verfassungsänderung im Jahr 2012 wurde die Staatskirche aufgehoben und die Kirchenaufsicht fiel weg. In ihrem Ablösungsprozess vom Staat will die Kirche nun auch ihren Ruf als Moralbehörde loswerden.

Von Ingrid NorbuDeutschlandfunk

Ralf Rückert, Pfarrer aus dem Hessen, hat es wie viele deutsche Geistliche nach Norwegen verschlagen. Seit einigen Jahren beobachtet er dort den Trennungsprozess von Staat und Kirche.

“Im Grunde war es so, dass kirchlicherseits viele die Staatskirche abwickeln wollten. Sicherlich passt es in die norwegische Doktrin einer Gleichbehandlung aller Menschen hinein und es gibt in Norwegen auch Menschen, die der Kirche gegenüber eher nicht nur reserviert, sondern sogar feindlich eingestellt sind, die vielleicht sagen, es ist höchste Zeit, dass die Staatskirche keine Staatskirche mehr ist, aber das Interesse lag eigentlich sehr stark bei der Kirche selbst, die sich vom Staat emanzipieren wollte, während die Politiker da Bedenken hatten, weil sie fürchteten, mit der Aufsicht über die Kirche dann eventuell Teile der Kirche in ein sektiererisches Sondereigenleben hinein zu verlieren. Und die Kirche musste zunächst nachweisen, dass sie bereit ist, die Institution auf einer ganz basisdemokratischen Grundlage zu bilden, bevor der Staat bereit gewesen ist, die Kirche in die Selbstständigkeit zu entlassen.”

weiterlesen

Sterbehilfe: Und wenn du schön stirbst, so stirbst du doch

Bild: letzte-hilfe.de

Bild: letzte-hilfe.de

Der Freitod des ehemaligen MDR-Intendanten Udo Reiter hat die Debatte um selbstbestimmtes Sterben neu entfacht. Doch wie stehen Mediziner und Theologen zu dem heiklen Thema? Ein aktueller Überblick.

Von Matthias KamannDIE WELT

Kommt ein Mann zum Arzt: “Herr Doktor, auch die zweite Chemotherapie hat meinen Krebs nicht besiegt, was soll ich tun?” – “Nun”, sagt der Arzt, “es gibt zwei Möglichkeiten.” Ab hier jedoch funktioniert das Witzemuster nicht mehr. Denn zur Wahl stehen das Hospiz und der Eintritt in einen Sterbehilfeverein. In beiden Fällen ist die Schlusspointe zum Heulen: Der Mann stirbt.

Ans Witzeerzählen zu denken liegt aber nahe in der Debatte über ein Verbot oder eine Regulierung der bislang erlaubten Beihilfe zum frei verantwortlichen Suizid. Denn dieser Streit wird zumal in Talkshows anekdotisch geführt. Ständig gibt es Einzelfallgeschichten von Leuten, die zum Arzt kommen und dann auswählen müssen. Zudem enden fast alle jener Geschichten mit einem Lächeln. Erfreut erzählen Sterbehilfegegner, wie beseligt Hospizpatienten versterben. Genauso zufrieden, so berichten Sterbehelfer, scheiden ihre Klienten aus dem Leben.

weiterlesen

“Neither a Burqa nor a Bikini”

Muslims are like any other people in the world and do not behave differently

In this fine article by the Pakistani-born author, Zehra Mehdi-Barlas, who works as a media relations manager, she argues that ordinary Muslims live and behave the same way as all other people do. Constantly, the Western world denies the recognition of this fact and demands from the Muslims to “run to the rooftop every day with our first cup of coffee and scream out our condemnation”.

BETWEEN THE LINES—LUDWIG WATZAL

The so-called liberal West has to overcome its hung up on Islam and the Muslim people. The West is again ideology-obsessed with Islam as he has been with communism. Therefore, he fought the Vietnam War and now wages war against the Islamic world. It’s true, in the Quran one can find text passages where war and violence have been mentioned. The overwhelming part of the book, however, deals with concepts of “peace and respect” for others, they far exceed the importance of war, writes the author. At the end of her article, Zehra Mehdi-Barlas poses a question to her Western audience: “Why don’t you see us, the ones who are visible everywhere?”

Fox News host to atheists: Accept the ‘culture’ of Jesus in schools when you come to the South

Fox News host Ainsley Earhardt (screen grab)

Fox News host Ainsley Earhardt on Wednesday lashed out at atheists who had asked that Christian plaques be removed from public schools in Texas, saying that they “need to understand the culture” in the South.

By David EdwardsRaw Story

Earlier this year, the Midlothian Independent School District covered Christian plaques at two schools after the Freedom from Religion Foundation (FFRF) threatened to sue. But parents and students protested, and the Midlothian ISD board voted to uncover the plaques.

The FFRF has said that it was considering moving forward with a lawsuit, but the board declined to take up the matter at Monday night’s meeting.

Tiffany Davlin, who organized protests to keep the plaques, told Fox News in a Wednesday interview that the schools should have to keep the plaque because a majority of the parents were Christians and approved of them.

read more

Berliner Polizist soll Abschiebehäftling getreten haben

Ausweiskontrolle, Bild: youtube

Ausweiskontrolle, Bild: youtube

In Berlin ermittelt das Landeskriminalamt gegen einen Polizisten, der einen Abschiebehäftling getreten haben soll.

evangelisch.de

Gegen den Polizeibediensteten im Abschiebegewahrsam von Berlin-Köpenick sei “ein Verfahren wegen Körperverletzung im Amt eingeleitet” worden, sagte ein Polizeisprecher der in Bielefeld erscheinenden “Neuen Westfälischen” (Mittwochsausgabe). Der Vorfall in der Anstalt habe sich bereits am 15. September ereignet.

Das mutmaßliche Opfer habe ein Beschwerdeschreiben verfasst, sagte der Polizeisprecher dem Blatt. Das Schreiben sei über die Beschwerdestelle zum Landeskriminalamt geschickt worden, das nun die Ermittlungen führe. Das Abschiebehäftling sei bereits in sein Heimatland abgeschoben worden.

Bremen will Bestattungsrecht lockern

Themenbild. SRF

Die Bremische Bürgerschaft will am heutigen Mittwoch über ein Gesetz beschließen, nach dem in Bremen erstmals in Deutschland die Asche Verstorbener auch auf privaten Grundstücken verstreut werden darf.

evangelisch.de

Wird der Entwurf angenommen, würde das kleinste Bundesland eine Vorreiterrolle bei der Lockerung des Friedhofszwanges und des Bestattungsrechts in Deutschland übernehmen.

Allerdings muss der ausdrückliche Wille des Verstorbenen schriftlich und beglaubigt festgehalten sein. Außerdem soll eine Person zur “Totenfürsorge” benannt werden, die darüber wacht, ob die wunschgemäße Bestattung auch tatsächlich eingehalten wird.

Pfarrer von Bagdad: „Schlimmer als unter Saddam“

Für Andrew White ist der zu frühe Truppenabzug der USA für die Tragödie der Christen im Irak mitverantwortlich Foto: Mirjam Holmer

Der britische Pfarrer Andrew White hat die Lage der Christen im Irak als „millionenmal schlimmer als unter Saddam Hussein“ bezeichnet. Die Amerikaner hätten das Land zu früh verlassen.

pro Medienmagazin

Der als „Pfarrer von Bagdad“ bekannt gewordene anglikanische Geistliche erklärte auf einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Washington, was derzeit im Irak passiere, könne die „schlimmste Christenverfolgung in der Geschichte“ sein. „Der Grund, warum wir diese Tragödie erleben ist, dass ihr gekommen und dann zu früh gegangen seid“, sagte er mit Blick auf die USA. „Wir waren noch nicht bereit für euren Abzug“, erklärte White und ermutigte die Zuhörer, für Politiker zu stimmen, die gegen den Truppenabzug gewesen seien.

weiterlesen

NASA releases actual recordings from space — and they’re absolutely breathtaking

Image: consequenceofsound

Earlier this year, Lefse Records released The Space Project, in which acts like Beach House, Spiritualized, The Antlers, and more used actual recordings from the Voyager space probe to create songs and soundscapes. Though a neat gimmick, with some intriguing submissions, the resulting album didn’t necessarily reflect the true sonic aesthetic of our solar system. For that, we turn to NASA, who has shared actual electromagnetic recordings taken from throughout our very own solar system.

by Chris CoplanCoS

No one may be able to hear you scream in space, but that whole great, black abyss miles above our heads is just teeming with noises. From the brooding, slightly ambient rumblings of Saturn and its rings to the more romantic Neptune, which sounds like sitting on a back porch in Tennesse in mid-July, our solar system’s soundtrack is as emotionally-nuanced as it is almost cinematic. Just wait till you hear what Uranus sounds like, though.

Listen in below. Or, enjoy live, 24-hour sounds via Radio Astronomy.

Religion und Glaube: 7 Dinge, die nur Atheisten verstehen

Die atheistische Bedrohung

Die atheistische Bedrohung

Atheisten kennen dieses Problem: Kaum sagen sie offen, dass sie nicht an Gott glauben, kommen jede Menge Fragen. Wieso bist du dir so sicher? Was ist, wenn du falsch liegst? Was ist mit dir passiert? Ständig will sie jemand davon überzeugen, dass sie falsch liegen. Und das nervt. Deshalb haben sich die YouTuber von “The Atheist Voice” die gängigsten Vorurteile über Atheisten vorgenommen. Hier stellen sie einiges klar:

The Huffington Post

  1. “Wir haben Moral. Sie kommt nur nicht aus einem heiligen Buch. Ich hoffe, dass die Bibel nicht der einzige Grund ist, warum ihr nicht jeden umbringt, der euch über den Weg läuft.”
  2. “Ich glaube nicht an Gott aber an viele andere Dinge. Es gibt vieles, was meinem Leben Sinn verleiht. Freunde, Familie, meine Arbeit, die ich lebe.”

  3. “Atheisten hassen Gott nicht. Sie glauben nur nicht an ihn. Wir hassen übrigens auch keine Einhörner.”

  4. “Wenn ich falsch liege und es doch einen Gott gibt, wird mir gar nichts passieren. Wieso wäre Gott sauer auf mich, wenn ich nach meinen eigenen Antworten suche, statt alles zu glauben?”

weiterlesen

Kripo-Chef: Lasst die Leute doch einfach kiffen!

Jetzt schon werden Cannabis-Konsumenten in Deutschland nicht strafrechtlich verfolgt – illegal ist der Konsum dennoch. Foto: imago stock&people

Als Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) vertritt André Schulz (44) bundesweit 15000 Kripoleute. Er macht sich im KURIER-Interview dafür stark, dass Drogenkonsum in Deutschland künftig straffrei sein soll.

Berliner Kurier

KURIER: Die US-Regierung hat den Drogenkrieg als verloren bezeichnet. Wie ist das in Deutschland?

André Schulz: Wir denken, dass es intelligentere Lösungen gibt, als sie im Rahmen der Drogenpolitik angewendet werden.

Welche?

Wir fragen uns: Bringt ein Drogenverbot etwas? Sind Drogenkonsumenten wirklich Kriminelle? Muss man sie mit dem Strafrecht verfolgen? Oder sind das Bereiche, die nicht strafbar sein sollten und um die man sich zwar kümmern muss, auch unter dem Aspekt des Kinder- und Jugendschutzes. Aber wo das Strafrecht außen vor bleiben sollte. Wir fragen uns, ob eine komplette Prohibition sinnvoll ist.

weiterlesen