Archiv der Kategorie: Humanismus

US-Bericht: Religionsfreiheit ist „universales Gut“

us_flagge_bibel_kreuzDie amerikanische Regierung hat die Verfolgung von Gläubigen in vielen Teilen der Welt beklagt. Der Bericht zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit prangert unter anderem die Glaubensfreiheit in Nordkorea, dem Iran und Irak an.

pro Medienmagazin

Nordkorea stehe für die absolute und brutale Unterdrückung religiöser Aktivität, erklärte US-Außenminister John Kerry bei der Vorstellung des Berichts am Montag. Religiöse Minderheiten würden aus ihren Familien herausgerissen und in Arbeitslager gesperrt. „Sie werden gefangen genommen, geschlagen, gefoltert und getötet“, sagte Kerry. Schon der Besitz einer Bibel könne mit Haftstrafen belegt werden. Auch die Situation in China prangerte Kerry an. Dort würden Christen verfolgt und tibetanische Buddhisten würden schon eingesperrt, wenn sie nur ein Foto des Dalai Lama besäßen. Uigurische Moslems dürften ihre Kinder zudem nicht religiös erziehen und während des Ramadan nicht fasten. In Usbekistan gebe es vermehrt Razzien bei Versammlungen von Gläubigen, außerdem werde religiöse Literatur konfisziert und zerstört.

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18-Jähriger wirft Molotow-Cocktails auf Wuppertaler Synagoge

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Drei Täter haben in der Nacht mehrere Brandsätze auf den Eingang der Wuppertaler Synagoge geschleudert. Die Polizei nahm einen 18-Jährigen fest — zwei Verdächtige konnten flüchten. Eine Zeugin hatte den Anschlag beobachtet und die Polizei gerufen.

WAZ

Brandanschlag auf die Neue Bergische Synagoge in Wuppertal-Barmen: Drei Täter haben am frühen Dienstagmorgen mehrere Molotow-Cocktails in den Eingang des jüdischen Gotteshauses geworfen. Eine Anwohnerin hatte gegen 2.15 Uhr die Feuerwehr alarmiert.

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Grünen-Politikerin Künast gegen strafrechtliches Verbot der Sterbehilfe

Renate Künast, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/HaraldKrichel

Die Grünen-Politikerin Renate Künast hat sich für eine organisierte Sterbehilfe, jedoch unter strengen Auflagen ausgesprochen.

evangelisch.de

“Gemeinnützige Sterbehilfevereine muss es geben und sie sollten auch in Deutschland erlaubt sein”, sagte Künast der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung” (WAZ, Dienstagausgabe). Sie sollten allerdings an starke Regeln gebunden sein. So könnten beispielsweise nur solche Vereine zugelassen werden, die sich an “bestimmte Kriterien und Mindeststandards halten.”

Aus der Beihilfe zum Freitod dürfe kein Kapital geschlagen werden, sagte die Vorsitzende des Rechtsausschusses des Bundestags. Die Abgrenzung zwischen gemeinnützig, gewerblich und profitorientiert sei schwierig. Klare Regeln könnten jedoch einen Dammbruch verhindern.

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Es gibt ja genug Gründe, uns Juden nicht zu mögen

jesus_schaukel “Wir” haben die Vielweiberei abgeschafft, Jesus ans Kreuz genagelt, den Kommunismus und den Ödipuskomplex erfunden. Und jetzt beklagen wir uns auch noch, weil “Feuerwerkskörper” auf Israel fliegen!

Von Henryk M. BroderDIE WELT

Ein flüchtiger Bekannter, der früher ein Versandantiquariat betrieb, hat sich vor Kurzem mit einer Mail bei mir in Erinnerung gebracht: “Henryk, 435 Tote? Reicht Euch das nicht? 18 israelische Soldaten ebenfalls tot? Warum konnte Dein Netanjahu das nicht vermeiden? Geopfert auf dem Altar des Friedens oder des Krieges?”

Wenig später schickte er eine Mail an das Simon Wiesenthal Center und setzte mich ins CC: “Dear Simon Wiesenthal Centre in New York, if you (Israel) kill/murder 500 people (mostly innocent, even babies) in a couple of days, destroy hospitals etc, then please, don’t be surprised how the ,mob’ in the streets reacts.”

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Facebook: Gutmenschentum zwischen Katzenvideos

Bild: Süddeutsche.de

Wer auf Facebook die Gesichter getöteter Kinder postet, will damit sein Interesse an der Weltrettung zeigen. Doch solche Bilder zu veröffentlichen, zeugt von moralischer Überheblichkeit und Respektlosigkeit gegenüber den Opfern.

Von Vera SchroederSüddeutsche.de

In meiner aktuellen Facebook-Timeline fragt mein Freund F., ob jemand ein paar geheime Urlaubstipps für den Gardasee hat. Darunter zeigt M. ein lustiges Video, in dem ein großer, brauner Hund mit riesigen Schlappohren versucht, einen auf dem Küchentisch stehenden Fressnapf zu erwischen, wobei die haarigen Ohren bei jedem Hüpfer sehr komisch in die Luft fliegen.

Und noch eins darunter hat G. gerade eine Bildergalerie geteilt. Fünf Bilder, auf denen die zerfetzten Körper getöteter Kinder zu sehen sind. Erloschene Gesichter, tote, noch geöffnete Augen, verstaubte, blutbefleckte Reste von Kleidungsstücken oder Körperteilen. “Gaza 2014. Ohne Worte” schreibt G. dazu.

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Kirche gegen Staat: Kirchenasyl als letzter Schutz vor Abschiebung

Bild: br.de

Überall in Bayern riskieren Pfarrer den Streit mit dem Staat. Mehr als 70 Kirchenasyle sind derzeit bekannt. Damit bewahren die Pfarrer Flüchtlinge vor der Abschiebung. Das ist wider das Gesetz. Ein Konflikt zwischen Kirche und Staat – und der Ton wird schärfer.

Von Kristina Sauerer und Moritz PomplB5aktuell

Kirchenasyl ist eine Jahrhunderte alte Schutztradition. Nach den Worten von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann aber ist der Widerstand der Pfarrer gegen den Staat “de facto ein klarer Rechtsbruch”.

“Jeder, der ein solches Kirchenasyl ausruft, muss sich selbst bewusst sein, dass sich seine Kirchengemeinde damit an den absoluten Rand unseres Rechtsstaats begibt.”

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zum Kirchenasyl.

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CBS airs violently anti-Christian song

In the early hours of Thursday morning, “The Late Late Show with Craig Ferguson” on CBS featured a guest musical performance with vehemently anti-religious lyrics, including a line wishing the mother of Jesus “would’ve had an abortion.”

Kristeen Young was host Craig Ferguson’s guest, performing her song, “Pearl of a Girl,” which takes all three of the world’s major, monotheistic religions to task for allegedly repressing women.

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Lyrics:

I never knew I was a girl until they stopped to tell me

I never knew I was disturbed until they dropped three volumes on me

But in the Bible/Torah/Quran there are really no good roles for me except concubine and wash woman

I used to be the sad one now I just wanna stab them it’s so severe its brutal….

They’ve needed to have the law so they can legally bind us

They’ve needed to have the church so they can morally ground us

They’ve needed most of the dough they must be so scared of us

So their stories are of ghosts I only wish the virgin would’ve had an abortion.

Christenträume: Wissenschaftler entdecken—es gibt keine Atheisten

Bild: jesus.ch

Während Atheisten glauben, dass es nichts Göttliches gibt, haben Wissenschaftler nun herausgefunden, dass es Atheisten gar nicht gibt. Laut der Forscher sind metaphysische Gedankenprozesse so tief im menschlichen Gehirn verankert, dass sie nicht auszulöschen sind.

jesus.ch

Die Behauptung, dass jeder Mensch an etwas Höheres glaubt, geht aus Studien verschiedener Wissenschaftler hervor. «Wenn man das menschliche Denken untersucht, muss man erkennen, dass Atheismus physisch gesehen nicht möglich ist», so Graham Lawton aus London, selbst Atheist, in der Zeitschrift «New Scientist». «Die Studien zeigen, dass auch überzeugte Atheisten an religiösen Mustern festhalten.»

Laut den Untersuchungen werde der Mensch bereits gläubig geboren. Von Anfang an suche er nach religiösen Mustern, nach Karma, Gott, Schicksal oder kosmischer Gerechtigkeit. «Die kognitiven Eigenschaften des Gehirns tragen die Veranlagung zu glauben in sich», erklärt der Wissenschaftler Pascal Boyer, Professor der Washington-University in St.Louis, USA. «Doch Menschen sind sich ihrer religiösen Meinungen und Ideen nur teilweise bewusst.»

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Michigan mayor says giving atheists equal treatment is like favoring the Nazis or the KKK

Image: Father leading his son in prayer to receive Jesus via Shutterstock]

A Michigan mayor compared atheists to Nazis and the Ku Klux Klan to defend his decision to exclude secular groups from setting up a “reason station” alongside a “prayer station” on public property, reported the Detroit Free Press.

By Travis GettysThe Raw Story

The American Civil Liberties Union and two secular groups have sued the city of Warren and Mayor Jim Fouts on behalf of an atheist resident who asked to set up the booth in a City Hall atrium.

Fouts has allowed a local Christian church group to hand out religious materials and pray with visitors at City Hall since 2009.

But he rejected a proposal by Freedom From Religion member Douglas Marshall to discuss atheism and free thinking alongside the Christian activists.

The federal lawsuit claims Fouts violated Marshall’s First Amendment rights and seeks a court order allowing him to set up the reason station, along with unspecified damages.

“Defendants have favored and are favoring religion over nonreligion, and religious belief over disbelief, in violation of the Establishment Clause of the First Amendment,” the suit argues.

Fouts said the lawsuit was part of a “continuing saga by a group of people who, in my opinion, promote conflict rather than resolution and understanding.”

The mayor said Marshall intended the reason station to stand in opposition to the prayer station, and he said that was disparaging and antagonistic to the prayer group.

“The city has certain values that I don’t believe are in general agreement with having an atheist station, nor in general agreement with having a Nazi station or Ku Klux Klan station,” Fouts said. “I cannot accept or will not allow a group that is disparaging of another group to have a station here.”

Europarat rügt Kastration von Sexualstraftätern in Deutschland

justiz_grossDer Europarat hat Deutschland erneut aufgefordert, die freiwillige chirurgische Kastration von Sexualstraftätern abzuschaffen.

evangelisch.de

Die Kastration sei eine “medizinisch nicht notwendige Verstümmelung”, unterstreicht das Antifolterkomitee des Europarats laut Mitteilung von Freitag in einem in Straßburg veröffentlichten Bericht. Laut den Experten stellten seit dem Jahr 2000 29 Straftäter einen Antrag auf Kastration in Form einer Entfernung der Hoden. Elf dieser Anträge wurden bewilligt.

Trotz der Freiwilligkeit lehnen die Menschenrechtler des Europarats die deutsche Praxis ab, weil sie der Ansicht sind, dass die Männer die Folgen des Eingriffs nicht immer überschauen. So sei nicht gesichert, dass die Maßnahme tatsächlich die gewünschten Ergebnisse wie etwa einen niedrigeren Testosteronspiegel bringe.

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Mehr als 800 Bootsflüchtlinge starben 2014 im Mittelmeer

Ein brennendes Flüchtlingsboot – Szene aus einem “Report Mainz” Video © Report Mainz

Seit Beginn des laufenden Jahres sind Angaben der Vereinten Nationen zufolge bereits mehr als 800 Bootsflüchtlinge ums Leben gekommen; das ist mehr als im Gesamtjahr 2013, im Jahr 2012 waren es 500.

MiGAZIN

Immer mehr Bootsflüchtlinge sterben bei der gefährlichen Passage über das Mittelmeer nach Europa. Seit Beginn des Jahres seien mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Donnerstag in Genf mit.

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Statt Gift-Cocktail: US-Richter will die Todesstrafe mit der Guillotine vollstrecken

The Maiden (Scottish guillotine), Bild: wikimedia.org/CC-3.0-unported

Exekutionen sind grauenhaft, meint der prominente US-Bundesgerichtsvorsitzende Alex Kozinski. Doch wenn in Amerika auch künftig Todesurteile vollstreckt werden sollen, dann wenigstens schnell und sicher. Die neueste Forderung: Am besten Kopf ab.

Von Peter GruberFOCUS ONLINE

Alex Kozinski liebt dramatische Rhetorik, besonders dann, wenn es um die Todesstrafe geht. „Exekutionen sind brutale Barbarei und nichts kann das beschönigen“, konstatiert der vorsitzende Richter am neunten US-Berufungsgericht in San Francisco. Anstatt „humane Hinrichtungen“ zu propagieren, sollte sich die Öffentlichkeit deshalb offen zu ihren Tötungspraktiken bekennen: „Wenn wir als Gesellschaft schon für den Vollzug der Todesstrafe sind, dann müssen wir uns auch der Tatsache stellen, dass der Staat hier in unserem Namen eine grauenhafte Brutalität begeht.“

Evangelikalen “Islam-Kenner” steckt die Luther-Rose in beiden Augen

So sollte es sein.

So sollte es sein.

Evangelischer Pfarrer: “Juden würden im Islam nur geduldet, wenn sie „kuschen“, aber überall dort, wo es ihnen wirtschaftlich gutgehe und sie Einfluss hätten, blühe der islamische Antisemtismus”.

kath.net

Der evangelikale Islam-Kenner Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl) hat die jüngste Welle antisemitischer Gewalt in Deutschland verurteilt und Kritik am Islam geübt. „Der Antisemitismus ist tief im Koran verankert“, sagte er im Gespräch mit idea. Juden würden im Islam nur geduldet, wenn sie „kuschen“, aber überall dort, wo es ihnen wirtschaftlich gutgehe und sie Einfluss hätten, blühe der islamische Antisemitismus. Bei den antiisraelischen Protesten kommt es nach Meinung Troegers zu „merkwürdigen Allianzen“ zwischen Muslimen und Linksextremisten. Der Antisemitismus beider Gruppen habe zwar völlig andere Wurzeln: „Dennoch bilden sie immer öfter eine Koalition.“ Auch warnt Troeger davor, gegenüber muslimischen Extremisten zu schnell klein beizugeben: „Zu früh nachzugeben, ermuntert muslimische Radikale.“ Gerade Christen müssten jetzt ihre Verbundenheit mit Israel bekunden.

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Symphony of Science — We Are Stardust

We are star dust, reaching out to the universe. The 15th Symphony of Science video featuring Neil DeGrasse Tyson, Richard Feynman and Lawrence Krauss. Materials used are from:

Cosmic Quandaries with Neil DeGrasse Tyson
10 Questions for Neil DeGrasse Tyson
Beyond Belief 2006 with Neil DeGrasse Tyson
The Most Astounding Fact
A Universe from Nothing – Lawrence Krauss
Feynman “Fun to Imagine” Interviews
Journey to the Edge of the Universe
Finding Life Beyond Earth (NOVA)
Wonders of the Universe (BBC)
Sunshine

via Troythulu

EU-Gericht straft Polen ab

justiz_grossDer Mittäterschaft schuldig: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt Polen wegen der illegalen Inhaftierung von zwei Terrorverdächtigen in einem geheimen CIA-Gefängnis. Die US-Agenten hätten so die Möglichkeit gehabt, auf polnischem Territorium zu foltern.

Süddeutsche.de

  • Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt Polen, weil die dortigen Behörden der CIA bei der Inhaftierung zweier Terrorverdächtiger auf einem Militärstützpunkt im Land geholfen haben sollen.
  • Die CIA-Agenten hätten so die Möglichkeit gehabt, die beiden Männer auf polnischem Territorium zu foltern.
  • Beide Terrorverdächtige sind mittlerweile seit mehr als zehn Jahren in Guantánamo inhaftiert. Vor ein US-Gericht wurden sie bisher nie gestellt.

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Atheist TV Promo – Launching July 29 at 7 pm Eastern

American Atheists is excited to announce what is believed to be the first atheism-dedicated television channel, Atheist TV. 

In partnership with internet-streaming service Roku, which offers devices similar to cable boxes to bring hundreds of channels of content to your TV, American Atheists will bring together dozens of atheist content creators, including The Richard Dawkins Foundation, to present the first on-demand television station that presents exclusively atheist, humanist, and freethought programming.

In addition, American Atheists is making available its recently-digitized historic video archives spanning more than 50 years of activism.

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Read the full press release announcing Atheist TV here.

Read the full press release announcing the launch date of July 29 and the launch party here.

USA Sadismus: Hinrichtung wird zu zweistündigem Todeskampf

Der wegen des Mordes an seiner Ex-Freundin und deren Vater im Jahr 1989 verurteilte Joseph Rudolph Wood hat bei der Exekution laut seinem Anwalt “mehr als eine Stunde lang nach Luft geschnappt und geschnaubt” Foto: AP

Wieder gerät eine US-Hinrichtung zu einem Martyrium für den Verurteilten: Fast zwei Stunden dauert der Todeskampf von Joseph Wood. Sein Anwalt spricht von Pfusch. Die Opferfamilie verspürt Genugtuung.

DIE WELT

Bei einer Hinrichtung in den USA ist es offenbar erneut zu Pannen gekommen: Nach fast zweistündigem Todeskampf ist ein verurteilte Mörder im Staat Arizona qualvoll gestorben. Am Mittwoch wurde Joseph Rudolph Wood um 15.49 Uhr (Ortszeit) für tot erklärt, wie das Büro der örtlichen Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Die Exekution begann demnach um 13.52 Uhr.

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Koalition streitet über Sterbehilfe

Soll ein Sterbehilfeverbot nur Vereine betreffen, die damit Gewinn machen wollen? Darüber wollen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages diskutieren. Flatline, Bild: ipscell.com

Sterbehilfe-Verbot oder nicht? Mit dieser Frage will sich der Deutsche Bundestag nach der Sommerpause beschäftigen. Derzeit zeichnen sich zwei Optionen ab: Die organisierte Suizidbeihilfe könnte komplett verboten werden. Oder es könnten Spielräume bleiben.

pro Medienmagazin

Die kirchenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Kerstin Griese, machte diese Woche Schlagzeilen damit, dass sie ein strafrechtliches Verbot organisierter Sterbehilfe im Gegensatz zum CDU-geführten Gesundheitsministerium ablehnt. Gegenüber pro erläuterte sie: „Ich suche nach einer mittleren Position zwischen einem unangemessenen harten strafrechtlichen Verbot und einer vermeintlich liberalen Position, die alles zulässt.“

Dorn im Auge sind ihr vor allem jene Vereine, die Menschen die Selbsttötung als Dienstleistung anbieten. Dies geschehe ohne persönliche Bindung zur Person. Besser Zahlende würden bevorzugt behandelt, und: „Besonders schwierig finde ich, dass damit Suizide bei psychisch Kranken und körperlich Gesunden ermöglicht werden. Depression ist behandelbar, die meisten Menschen können Lebensmut zurück gewinnen.“ Nun müsse juristisch geprüft werden, ob solche Angebote mit den Mitteln des Vereins- oder des Betäubungsmittelrechts zu unterbinden seien. Neben solchen Vereinen gibt es zum Beispiel auch ehrenamtliche Sterbehilfeorganisationen.

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Interview mit Rolf Verleger: „In Israel gibt es eine Kultur des Hasses“

So sollte es sein.

So sollte es sein.

Vertreter jüdischer Organisationen beklagen antisemitische Hetze bei Demonstrationen, die sich gegen die Politik Israels in Gaza richten. Der Psychologie-Professor Rolf Verleger, ehedem Direktoriumsmitglied im Zentralrat der Juden, empfiehlt seinen Glaubensbrüdern, vor der eigenen Tür zu kehren.

Interview Armin KäferStuttgarter Zeitung

Herr Verleger, ist hundertprozentige Solidarität mit Israel Pflicht für jeden Juden?

Ich sehe das nicht so. Pflicht für uns Juden ist von alters her eine moralische Lebensführung, wie sie uns von Gott vorgezeichnet wurde. Wenn das unvereinbar ist mit der konkreten Politik eines Staates, muss man zwischen zwei Pflichten wählen: zwischen Moral und Nationalismus. Als Bürger der Bundesrepublik Deutschland fällt es mir nicht schwer, eine Wahl zu treffen.
Wie konnte es dazu kommen, dass der Nahostkonflikt erneut derart eskaliert?
Was auf palästinensischer Seite abläuft, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich kann nur für meine Seite sprechen und damit gewissermaßen vor meiner Tür kehren. Im Lande Israel gewinnen zusehends nationalreligiöse Strömungen die Oberhand. Die sagen: „Gott hat uns dieses Land geschenkt. Wir müssen unsere Feinde zerschmettern.“ So denken die auch im 21. Jahrhundert noch.

Viele laute Stimmen gegen Antisemitismus

Der ewige Jude

Bild: bb

Die judenfeindlichen Äußerungen bei Demonstrationen gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen schlagen immer höhere Wellen. Kanzlerin Merkel macht deutlich: “Das werden wir nicht hinnehmen. “Bundespräsident Gauck versicherte den deutschen Juden seine Solidarität und forderte die Deutschen zu mehr Zivilcourage auf.

evangelisch.de

“Ich möchte alle Deutschen und alle Menschen, die hier leben, auffordern, immer dann ihre Stimme zu erheben, wenn es einen neuen Antisemitismus gibt, der sich auf den Straßen brüstet”, sagte Bundespräsident Joachim Gauck am Mittwoch in Berlin. Er bekundete den hier lebenden Juden seine Solidarität. Ihre Sorgen nehme er sehr ernst, sagte Gauck in einem Telefonat mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ließ über Vize-Regierungssprecher Georg Streiter ausrichten, antisemitische Straftaten würden konsequent verfolgt. Die Äußerungen seien ein Angriff auf Freiheit und Toleranz und der Versuch, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu erschüttern. “Dies können und werden wir nicht hinnehmen”, betonte die Regierungschefin.

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