Archiv der Kategorie: Naturalismus

Wie Atheisten ihren Ruf überwinden können, arrogant zu sein.

Bild: RDF

Ich kann es religiösen Gruppen nachempfinden, deren Auftrag es ist, jeden auf der Welt zu bekehren, seit ich der Meinung bin, dass die Welt besser wäre, wenn jeder „das Licht“ des säkulären Humanismus sehen würde.

Von Herb SilvermanRichard Dawkins-Foundation

Doch, ob religiös oder säkulär, glaube ich, dass die beste Form des Missionierens ist, mit gutem Beispiel voranzugehen. Ich denke, Matthäus 7:16 trifft es auf den Punkt: „An Ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“

Im Folgenden nun zwei Aufzählungen, die sich auf die Interaktionen von Atheisten mit religiösen Menschen beziehen. Die erste beinhaltet Vorschläge, wie wir deren Sicht auf Atheisten ändern können, und in der zweiten geht es darum, wie wir in mancherlei Hinsicht nicht so verschieden sind von den Religionsanhängern. Anstatt den Wechsel zum Atheismus anzustreben, möchten wir Atheisten meiner Ansicht nach, dass unser Weltbild respektiert wird in einer Kultur, die mindestens zwei Gründe hat, uns nicht zu mögen:

Der erste ist, dass man Atheisten nicht trauen kann, weil sie nicht an einen richtenden Gott glauben, der sie nach dem Tod bestraft oder belohnt.

Diese Behauptung ist albern und erniedrigend. Ich werde immer wieder in Gesprächen und in Talk Shows gefragt: „Was hält dich von Vergewaltigung, Mord, oder all dem ab, von dem du meinst davonzukommen?“ Meine Antwort ist: „Ich hoffe, dass Sie mit dieser Einstellung weiter an einen Gott glauben.“

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Erste Felskunst vom Neandertaler

Felsritzung des Neandertalers aus der Gorham-Höhle in Gibraltar © Stuart Finlayson

Kreuze im Stein: Auf Gibraltar haben Forscher den ersten Beleg für Felskunst des Neandertalers entdeckt. Die tiefen, in Stein eingeritzten Linien zeugen davon, dass auch der Eiszeitmensch bereits abstrakt denken konnte und seine Gedanken in Form von Symbolen ausdrückte, konstatieren die Wissenschaftler im Fachmagazin “Proceedings of the National Academy of Sciences”. Bisher hatte man dies dem Neandertaler nicht zugetraut.

scinexx.de

Kunst, Schmuck und die Nutzung von Symbolen gelten als entscheidender Schritt in der geistigen Entwicklung des Menschen. Lange allerdings hielt man den vor rund 40.000 Jahren ausgestorbenen Neandertaler für zu primitiv, um diese Form abstrakter Darstellungen zu nutzen. Gestützt wurde dies dadurch, dass die frühesten Beispiele von Felsmalereien und Ritzzeichnungen in Europa erst durch den eingewanderten Homo sapiens, unsre Vorfahren, geschaffen wurden – so dachte man jedenfalls bisher.

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Neil deGrasse Tyson on liberal science denial and GMOs

neilneil

Neil deGrass Tyson, Image: RDF

Science denial is a major epidemic in the US, public policy is suffering while the Republican Party refuses to accept climate change, religious groups are fighting to inject creationism into the classroom all the while the countries scientific literacy falls behind the rest of the industrialized world.

By Dan ArelRichard Dawkins-Foundation

However, we are wrong to say that science denial is a problem only coming from the right, or so says astrophysicist and host of the popular Cosmos series, Neil deGrasse Tyson, who sat down with me for a one-on-one interview, and when asked about the Rights constant denial of science and how we can address it, he brought up a different issue:

“It’s wrong to simply attack the right for science denial. Liberals cannot claim to fully embrace science, there is plenty of science denial from the left.”

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Genmutationen als Risikofaktoren für niedrigen IQ identifiziert

Image: nature.com

Mutationen im Gen SETD5 dürften eine Rolle bei der Entwicklung geistiger Behinderungen spielen.

derStandard.at

Eine geistige Behinderung liegt laut gängiger medizinischer Definition bei einem Intelligenzqotienten (IQ) von unter 70 vor. Betroffen sind etwa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung.

Dabei handelt es sich allerdings um eine sehr heterogene Erkrankung – und in den meisten Fällen ist es sehr schwierig, die genetische Ursache dafür festzustellen. Ein Forscherteam um Gaia Novarino vom IST Austria identifizierte nun Mutationen in einem Gen namens SETD5 als Risikofaktoren für eine Behinderung. Die Ergebnisse wurden im “European Journal of Human Genetics” veröffentlicht.

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All Of Feynman’s Lectures Now Available Online Completely Free

Photo credit: Richard Feynman, immortalised on this stamp, was the author of the most popular physics lectures of all time, now online in HTML.

Richard Feynman is regarded by many as one of the greatest physicists of the 20th Century for his work on, among other things, quantum electrodynamics and superfluidity. On top of these Nobel-winning achievements he is one of the most imitated physics teachers of all time, and now you too can sit in on his classes.

By Stephen LuntzIFLScience!

For visual learners, videos of Feynman in full flight are already available, but now the capacities of the Internet have been put to use to make the lecture notes even better.

HTML versions of the lectures mean you can zoom diagrams in and out and text is easy to read on your smart phone. The “high quality up-to-date copy of Feynman’s legendary lectures,” is a collaboration of The Feynman Lectures Website and Caltech, where Feynman gave these lectures in the first place.

For those studying physics at university this is a great resource, but even if you just want to learn about the world around you Volume 1 will help you understand the way objects move along with a guide included on how radiation and heat work. Volume 2 introduces electromagnetism and light, while Volume three explains (as much as anyone can) quantum mechanics. After studying the last section you will have no excuse for falling for all the pseudoscience dressed up as credible with a few quantum references.

So what are you waiting for? Go and watch!

H/T io9.

Wort und Wissen vs. AK Evolutionsbiologie

Naturwissenschaftliche Rundschau Heft 7/2014 (Cover) Bild: hpd.de

Vor einigen Monaten wurde unter der Überschrift “Schwarzwälder Grundtypen-Kreationismus” die 7. Auflage 2013 des “evolutionskritischen Lehrbuchs” der Wort und Wissen (W+W)-Mitglieder Reinhard Junker und Siegfried Scherer rezensiert.

hpd.de

In der Juli-Ausgabe der Naturwissenschaftlichen Rundschau ist ein offener Dialog W+W – AK EvoBio (siehe Anlage) veröffentlicht.

Auf der Rückseite des als professionelles Lehrbuch aufgemachten Propaganda-Werks der Schwarzwälder Kreationisten-Vereinigung W+W ist der folgende aufschlussreiche Text abgedruckt: “Ist Evolution bewiesen? Die experimentelle evolutionsbiologische Forschung hat gezeigt, dass die Fähigkeit zur mikroevolutiven Veränderung eine faszinierende Grundeigenschaft des Lebens ist. Darf Makroevolution – die Entstehung komplexer Strukturen und Grundbaupläne – damit ebenfalls als empirische Tatsache gelten? Die Autoren dieses Lehrbuchs sind nicht dieser Meinung”.

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Gesunde Ernährung: Vitamine auf dem Prüfstand

Bild: salutejournal.it

Trotz jahrzehntelanger Forschung: Der Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln bleibt unklar.

Von Melinda Wenner Moyer—Spektrum.de

Es war im Jahr 1911, als der polnische Biochemiker Casimir Funk herausfand, was hinter der bis dahin mysteriösen neurologischen Erkrankung namens Beriberi steckt. Diese war besonders dort verbreitet, wo sich die Menschen vorwiegend von geschältem oder “poliertem” Reis ernährten. Funk fütterte damals kranke Tauben mit einer Substanz, die er beim Reispolieren isoliert hatte. Und in der Tat: Die Tauben erholten sich innerhalb von zwölf Stunden. Daraufhin stellte er die These auf [1], dass einige rätselhafte Krankheiten, wie auch Beriberi und Skorbut, auf einen Mangel an Nährstoffen zurückgehen, vergleichbar denen aus Reisschalen. Die Substanzen hielt er für “vitale Amine”, welche er kurz “Vitamine” nannte.

Obwohl viele mit der Idee liebäugelten, dass Vitamine bestimmte Krankheiten verhindern oder kurieren könnten, so wetterten auch viele aus dem medizinischen Establishment dagegen. Funks Kollegen am Lister-Institut für präventive Medizin in London stellten seine These in Frage und wollten ihn dazu bringen, den Begriff “Vitamin” in seinen Veröffentlichungen nicht zu gebrauchen. Außerdem kam ein 1917 erschienener Leitartikel in der Fachzeitschrift “Journal of the American Medical Association” zu dem Schluss, dass der Ausdruck Mangelerkrankung zwar inzwischen gängig geworden war, dass dieses Konzept aber eine sehr vage Erklärung sei, die unkritisch übernommen wurde [2].

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Der eine Gott macht Schluss mit den vielen Therapeuten

Ein Hindu-Heiligtum am Ganges in der nordindischen Stadt Allahabad. Foto: REUTERS

Ein Gespräch mit Harald Strohm, der seit Jahren über die indische Götterwelt und die Religionen Altirans forscht.

Frankfurter Rundschau

„Die Geburt des Monotheismus im alten Iran“ heißt Ihr neues Buch. Wieso Iran? Ich dachte, der Monotheismus sei eine jüdische Erfindung mit einem gescheiterten ägyptischen Vorläufer, dem Pharao Echnaton.
Der jüdische Monotheismus reicht nicht weiter zurück als bis ins siebte, achte vorchristliche Jahrhundert. Echnaton ist um 1350 vor Christus zu datieren. Jan Assmann hat den in meinen Augen weitgehend geglückten Versuch unternommen, die 600 Jahre dazwischen zu überbrücken und damit Echnaton als Keim des jüdischen Monotheismus auszuweisen. Allerdings gab es in diesen Jahrhunderten auch in Iran einen Monotheismus. Seine Anfänge zu datieren, fiel lange schwer. Inzwischen herrscht aber weitgehender Konsens, dass sie auf etwa 1000 vor unserer Zeitrechnung anzusetzen sind. Sein Urheber war der Prophet Zarathustra und Ahura Mazda dessen Monotheos. Ich teile aber die Ansicht Helmut Humbachs und anderer, dass Zarathustras Monotheismus in priesterlichen Kreisen bereits eine lange, bis mindestens in die Mitte des zweiten Jahrtausends hochreichende Vorgeschichte gehabt haben muss. Dennoch: Zarathustra war der eigentliche Begründer einer Weltreligion, die dann mehr als 1 500 Jahre von Millionen von Menschen praktiziert wurde.

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Eine Bastille für die Bestie Mensch

Das Monster baut sich seine eigenen Mauern: Man Rays Sade-Porträt nach zeitgenössischen Beschreibungen. / Bild: Beck Verlag

Er wurde als Monster und Staatsfeind behandelt, war Dutzende Jahre hinter Gitter: Das abenteuerliche Leben und das radikale Werk des Marquis de Sade sind auch 200 Jahre nach seinem Tod mit nichts vergleichbar.

Von Anne-Catherine SimonDie Presse

Im Oktober 1763 hat ein junger attraktiver Adeliger in einer Absteige außerhalb von Paris ein Rendezvous mit einer Gelegenheits-Prostituierten, das bald zum Gerichtsfall werden wird. Vor der verängstigten Jeanne Testard schändet er zwei Hostien, ein Kelch wird als Sperma-Gefäß zweckentfremdet, die junge Frau bekommt eine Einladung zum gegenseitigen Auspeitschen sowie wie zur Darmentleerung auf ein Kruzifix. Sie schlägt beides aus, muss sich aber noch obszöne Verse anhören.
Dieser erste amtsbekannte „Akt der Ausschweifung“ des Marquis de Sade gehört nicht zu den Dingen, die einem geistesgeschichtlich zum Jahr 1763 als Erstes einfallen. Bekannter ist zum Beispiel, dass „Wolferl“ Mozart wenige Tage davor der Kaiserin Maria Theresia auf den Schoß gehüpft ist, oder dass Kant in jenem Jahr seine Schrift „Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes“ veröffentlicht hat. In Frankreich verteidigt derweil Jean-Jacques Rousseau sein neues Werk „Emile oder über die Erziehung“, in dem er postuliert: Der Mensch ist von Natur aus gut.
Der Mensch gut? Gott beweisbar? Da konnte Donatien Alphonse François de Sade nur lachen.

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Grönland und Antarktis: Böse Überraschungen

Bild: RP Online

Wissenschaftler gehen davon aus, dass es in Grönland und der Antarktis künftig mit der Eisabnahme schneller gehen könnte als bisher gedacht.

Von Wolfgang PomrehnTELEPOLIS

Drei Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven haben mit Hilfe des europäischen Satelliten CryoSat-2 die Veränderungen in den Höhen der grönländischen und antarktischen Eismassen kartiert. Dabei kam heraus, dass die Eisschilde derzeit pro Jahr rund 500 Kubikkilometer Eis verlieren. Das entspricht einem Gletscher der Größe Hamburgs mit einer Dicke von 600 Metern. Die Autoren haben ihre Ergebnisse im Fachblatt TheCryosphere veröffentlicht.

An Bord des Satelliten ist ein sogenanntes Altimeter, mit welchem der Abstand des Satelliten zur Oberfläche gemessen werden kann. Das geschieht entweder mit Radar- oder Laserstrahlen, die ausgesendet und deren Reflektion am Untergrund aufgefangen wird. Aus der Laufzeit und der genauen Position des Satelliten lässt sich dann die Höhe des Reliefs berechnen. Die Unsicherheit der Messungen, schreiben die Autoren in ihrem Abstract, habe in 80 Prozent der Messungen unter drei Metern gelegen.

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Experimentelles Ebola-Medikament wirkt bei Affen extrem zuverlässig

CD Murin, EO Saphire and AB Ward / The Scripps Research Institute Above: Image of ZMapp drug cocktail for Ebola treatment.

Der experimentelle Wirkstoff “ZMapp” dämmt das Ebola-Virus zumindest bei Affen auch fünf Tage nach der Infektion noch wirksam ein.

Von Daniela ZeibigSpektrum.de

Im Zuge der schweren Ebola-Epidemie in Westafrika verabreichten Ärzte Patienten bereits vereinzelt das bisher nicht zugelassene Medikament “ZMapp”. Auf die Wirksamkeit des Antikörpermixes, der das tödliche Virus an der Verbreitung und Vermehrung im Körper hindern soll, deuteten bisher nur erste Ergebnisse aus Tierversuchen hin. Eine neue Studie, die Forscher um Gary Kobinger von der Public Health Agency of Canada jetzt im Fachmagazin “Nature” veröffentlichten, liefert nun neue Hinweise darauf, wie zuverlässig das Antiserum zumindest bei Affen tatsächlich hilft.

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Can the World Really Set Aside Half of the Planet for Wildlife?

Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)

Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)

The eminent evolutionary biologist E.O. Wilson has an audacious vision for saving Earth from a cataclysmic extinction event

By Tony HissSmithsonian Magazine

Battles are where the fun is,” said E.O. Wilson, the great evolutionary biologist, “and where the most rapid advances are made.” We were sitting in oversized rocking chairs in a northwest Florida guest cottage with two deep porches and half-gallons of butter-pecan ice cream in the freezer, a Wilson favorite. He’d invited me here to look at what he considers a new approach to conservation, a new ecological Grail that, naturally, won’t happen without a fight.

Wilson, 85, is the author of more than 25 books, many of which have changed scientific understanding of human nature and of how the living part of the planet is put together.

Known as the father of sociobiology, he is also hailed as the pre-eminent champion of biodiversity: Wilson coined the word “biophilia” to suggest that people have an innate affinity for other species, and his now widely accepted “theory of island biogeography” explains why national parks and all confined landscapes inevitably lose species.

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Westafrika: Ebola-Virus mutiert schnell

Partikel des Ebola-Virus © CDC / gemeinfrei

Viele Mutationen: Das in Westafrika grassierende Ebola-Virus unterscheidet sich genetisch schon an 300 Stellen von früheren Stämmen. Darunter sind auch einige DNA-Abschnitte, die für Diagnose und Therapie wichtig sind. Das belegt die bisher umfassendste Genanalyse von Virenproben der aktuellen Epidemie. Die neuen, im Fachmagazin “Science” veröffentlichten Daten zeigen aber auch, wie und wann das Virus nach Westafrika kam.

scinexx.de

Inzwischen hat sich die Ebola-Epidemie auch in die Demokratische Republik Kongo ausgebreitet, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO vor wenigen Tagen meldete. Knapp 1.500 Menschen sind beim aktuellen Ebola-Ausbruch bereits gestorben, darunter auch mehr als 240 Ärzte und medizinische Helfer und ein Ende ist nicht abzusehen.

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Richard Dawkins Would Fail Philosophy 101

dawkinsRichard Dawkins recently tweeted that knowingly birthing a baby with Down syndrome is immoral. That claim is not only offensive—it’s nonsensical.

By Elizabeth PicciutoTHE DAILY BEAST

Lately, Richard Dawkins seems to scan the world for sore spots, take a good poke, and revel in the ensuing outcry. A few weeks ago, he proclaimed that stranger rape is worse than date rape. Last Wednesday, he tweeted that if a fetus was diagnosed with Down syndrome, the mother should “abort it and try again. It would be immoral to bring it into the world if you have the choice.” Predictably, he was deluged with angry responses; as of this writing, he is still responding to critics.

During this latest battle, his most vocal opponents have been pro-life, but you don’t have to be pro-life to take issue with what he’s been saying. If you believe, as Dawkins purports to, that your moral opinions should be informed by empirical evidence and logic, then that alone is excellent reason to object to the totality of what he’s been saying.

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Leben wir in einem Hologramm?

Das Holometer-Expierment soll Hinweise auf ein hologafisches Universum finden. © Fermilab

Alles nur eine Illusion? Ein einzigartiges Experiment soll herausfinden, ob wir in einem holografischen Universum leben – einem Kosmos, dessen drei Dimensionen nur eine Projektion winziger zweidimensionaler Grundbausteine sind. Das klingt verrückt, ist aber in der Quantenphysik denkbar. Das “Holometer” in den USA soll dieser Frage auf den Grund gehen und hat nun seine Arbeit aufgenommen.

scinexx.de

Ein Hologramm erzeugt die Illusion eines dreidimensionalen Bildes, dennoch ist die Information dafür nur in zwei Dimensionen gespeichert – auf einer speziellen Fotoplatte. Und so ähnlich stellt sich eine Theorie über die Natur unseres Universums auch den Kosmos vor: als Projektion winziger Grundeinheiten, die nur zwei Dimensionen besitzen. Diese “Grundpixel” der Raumzeit verbergen sich der Theorie des holografischen Universums nach in der kleinstmöglichen Größenordnung des Raums, der Plancklänge von 10 hoch minus 33 Zentimetern.

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Playing God

“We are as gods,” says Stewart Brand, “and we might as well get good at it.”

Playing God is a BBC documentary in the Horizon series, hosted by Adam Rutherford. The documentary discusses synthetic biology, the potential of science “breaking down nature into spare parts” and then rebuilding it back up as we wish.

By Kevin RussellSerious Wonder

“Playing God is actually the highest expression of human nature. The urges to improve ourselves, to master our environment, and to set our children on the best path possible have been the fundamental driving forces of all of human history. Without these urges to ‘play God’, the world as we know it wouldn’t exist today.”
― Ramez Naam, More Than Human: Embracing the Promise of Biological Enhancement

Evolution nachgestellt—Acht Monate an Land aufgezogen: Forscher bringen Fischen laufen bei

Eigentlichen Flösselhechte (Polypterus) , Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Vor 400 Millionen Jahren kamen die ersten Wirbeltiere an Land – und entwickelten sich zu den Vorläufern der Amphibien. Den Prozess dieses Landgangs haben Forscher nun in einem ungewöhnlichen Versuch mit speziellen Fischen nachgestellt.

FOCUS ONLINE

In einem ungewöhnlichen Versuch haben Wissenschaftler nachgestellt, wie Wirbeltiere vor 400 Millionen Jahren das Land erobert haben könnten. Dazu zogen sie Fische, die Luft atmen können, außerhalb des Wassers auf. Die anatomischen Veränderungen der Tiere spiegeln weitgehend Fossilienfunde aus der Übergangsphase wider, schreiben die kanadischen Forscher in der Zeitschrift “Nature”.

NUKLEOSYNTHESE: Astrophysik im Untergrund

Lithium entstand, so die Theorie, im Universum direkt nach dem Urknall und damit noch vor den ersten Sternen. Bild: NASA/JPL-Caltech

Die Astrophysik wird ein hartnäckiges Problem nicht los: Das Element Lithium kommt nicht in den Mengen in Sternen vor, die rechnerisch für die Lithium-Entstehung direkt nach dem Urknall vorhergesagt werden. Doch die Berechnungen stimmen – das konnte jetzt erstmals auch experimentell im Untertagelabor im italienischen Gran-Sasso-Bergmassiv bestätigt werden.

astronews.com

Lithium ist neben Wasserstoff und Helium eines der drei Elemente, die nicht erst innerhalb von Sternen erzeugt werden müssen. Stattdessen – so die Theorie – sind sie schon früh durch die sogenannte primordiale Nukleosynthese entstanden. Das heißt: Im nur wenige Minuten alten Universum haben sich Neutronen und Protonen zu den Kernen der ersten drei Elemente verbunden. Am Laboratory for Underground Nuclear Astrophysics (LUNA) wurde die Kernentstehung von Lithium nun von einem internationalen Forscherteam nachgestellt. Daran beteiligt waren auch Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR).

In dem italienischen Untertagelabor feuerten die Wissenschaftler Heliumkerne auf schweren Wasserstoff (sogenanntes Deuterium), um Energien wie kurz nach dem Urknall zu erreichen. So sollte gemessen werden, wie viel Lithium unter Bedingungen entsteht, die denen im Frühstadium des Universums ähneln. Das Ergebnis des Experiments: Die Daten bestätigten die theoretischen Vorhersagen, die mit den beobachteten Lithium-Konzentrationen im Universum nicht vereinbar sind.

“Zum ersten Mal überhaupt konnte mit unserem Experiment die Lithium-6-Produktion in einem Teil des Urknall-Energiebereichs untersucht werden”, erklärt Daniel Bemmerer vom HZDR. Lithium-6 (drei Neutronen, drei Protonen) ist eines der beiden stabilen Isotope des Elements. Die Entstehung von Lithium-7, welches über ein zusätzliches Neutron verfügt, wurde bereits 2006 von Bemmerer am LUNA untersucht.

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Fukushima: Tepco verliert die Kontrolle

Hochrisikozone: Arbeiter in Fukushima versuchen, Grundwasser mit einem Eiswall unter der Erde abzufangen ©AP

Mehr als drei Jahre nach dem Atomunglück von Fuskushima sickert weiter radioaktiv belastetes Wasser ins Meer. Der Kraftwerkbetreiber Tepco wollte das mit einem Eiswall im Boden verhindern. Doch der hält nicht.

Von Carsten GermisFrankfurter Allgemeine

Im Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie in Tokio schlug die Nachricht ein wie eine Bombe. Der Versuch der Elektrizitätswerke von Tokio (Tepco), die Situation mit dem radioaktiv belasteten Wasser in der Atomruine in Fukushima unter Kontrolle zu bekommen, hat in der letzten Woche einen schweren Rückschlag erlitten. Tepco räumte in einer offiziellen Mitteilung ein, dass alle Versuche gescheitert sind, den Zufluss hoch radioaktiv belasteten Wassers in die Verbindungstunnel zwischen den Reaktoren 2 und 3 zu stoppen. Tepco-Ingenieure arbeiten seit Monaten daran, mit einer neuen Gefriertechnik zu verhindern, dass über die unterirdischen Kanäle immer wieder hoch radioaktiv belastetes Wasser nach außen dringt. Das offizielle Eingeständnis, damit gescheitert zu sein, weckt Zweifel am Konzept von Tepco und Meti.

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Weird Cell-Shaped Structure Discovered In Mars Meteorite

Scanning electron microscope image of a mysterious oval structure in the Nakhla Mars meteorite. | Elias Chatzitheodoridis, Sarah Haigh, Ian Lyon

Scientists have found a strange structure resembling a microbial cell inside a Martian meteorite, but they’re not claiming that it’s evidence of Red Planet life.

By Mike WallHuffington Post/Space.com

The researchers discovered the microscopic oval object within the Nakhla Mars meteorite, which fell to Earth in Egypt in 1911. While the structure’s appearance is intriguing, it most likely formed as a result of geological rather than biological processes, team members said.

“The consideration of possible biotic scenarios for the origin of the ovoid structure in Nakhla currently lacks any sort of compelling evidence,” the scientists write in a new study published this month in the journal Astrobiology. “Therefore, based on the available data that we have obtained on the nature of this conspicuous ovoid structure in Nakhla, we conclude that the most reasonable explanation for its origin is that it formed through abiotic processes.” [The Search for Life on Mars (A Photo Timeline)]

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