Archiv der Kategorie: Wissenschaften

Reformationstag: Wie Martin Luther sich die Juden zurechtlegte

luther_1Debatte ohne Ende: War der Autor der Schrift “Von den Juden und ihren Lügen” von 1542 ein Antisemit? Der Theologe Thomas Kaufmann erklärt: Ja, der Reformator war einer. Aus enttäuschter Liebe.

Von Matthias KamannDIE WELT

Der 31. Oktober ist gefährlich. Denn am Reformationstag liegt es nahe, historische Distanz zu vergessen. Geschehnisse vor fast einem halben Jahrtausend, nach der Veröffentlichung von Martin Luthers Thesen gegen den Ablasshandel zu Allerheiligen 1517, sollen heutige Protestanten in ihrem gegenwärtigen Glauben stärken. Dass dies sehr schwierig ist, lässt sich dem neuen Buch von Thomas Kaufmann entnehmen. Es sei eine “unausweichliche Erkenntnis”, schreibt der Göttinger Professor für evangelische Kirchengeschichte und exzellente Lutherkenner, “dass man sich Luthers Theologie ebenso wenig blindlings anvertrauen kann, wie man sich als zurechnungsfähiger Mensch des 21. Jahrhunderts freiwillig den Heilkünsten eines Baders des 16. Jahrhunderts überlassen würde”.

Aber so wenig man dem Bader vertrauen darf, so wenig kann man ihm vorwerfen, dass er Bader war. Anders gesagt: Wenn heute die Gegner des Protestantismus dem Reformator Martin Luther (1483-1546) die Abweichung von ihren Positionen zur Last legen, dann irren sie. Dann “fehlt nur noch der Vorwurf, dass er nicht Auto fahren konnte”, wie jüngst Lutherbiograf Heinz Schilling auf einer Tagung in Berlin den Polemikern vorhielt. Schilling und Kaufmann plädieren für Luthers konsequente Historisierung. Deren Leistungsfähigkeit beweist Kaufmann jetzt in einem Buch über Luthers Verhältnis zu den Juden.

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Stop Celebrating the Pope’s Views on Evolution and the Big Bang. They Make No Sense.

Verehrungswürdige Puppe.

Verehrungswürdige Puppe.

A famous anecdote from 19th century New England involves Margaret Fuller, an early feminist and ardent exponent of the spiritual movement of transcendentalism. Besotted by her emotions, she once blurted out, “I accept the universe!” When he heard of this, the Scottish philosopher Thomas Carlyle remarked dryly, “Gad—she’d better.”

By Jerry A. CoyneRichard Dawkins-Foundation

While the story may be apocryphal, if you replace Fuller with Pope Francis and “the universe” with “evolution,” then Carlyle’s feelings are identical to mine. For, according to many media outlets (for example, herehere, and here), Pope Francis has just declared that he accepts the fact of evolution.

Gad, he’d better. Evolution has been an accepted scientific fact since about 1870, roughly a decade after the theory was proposed by Darwin in 1859. And there are mountains of evidence supporting it, as documented in my book Why Evolution is True, and no evidence for the religious alternative of divine creation. As Pope Francis tries to nudge his Church into modernity, it wouldn’t look good if he espoused creationism.

But if you parse Francis’s words yesterday, spoken as he unveiled a bust of his predecessor Benedict XVI, you’ll find that tinges of creationism remain. In fact, the Vatican’s official stance on evolution is explicitly unscientific: a combination of modern evolutionary theory and Biblical special creationism. The Church hasn’t yet entered the world of modern science.

The recent history of Catholicism and evolution is spotty. Pope Pius XII claimed that evolution might indeed be true, but insisted that humans were a special exception since they had been bestowed by God with souls, a feature present in no other species. There was further human exceptionalism: Adam and Eve were seen as the historical and literal ancestors of all humanity.

Both of these features fly in the face of science. We have no evidence for souls, as biologists see our species as simply the product of naturalistic evolution from earlier species. (And when, by the way, are souls supposed to have entered our lineage? Did Homo erectus have them?) Further, evolutionary genetics has conclusively demonstrated that we never had only two ancestors: if you back-calculate from the amount of genetic variation present in our species today, the minimum population size of humans within the last million years is about twelve thousand. The notion of Adam and Eve as the sole and historical ancestors of modern humans is simply a fictionone that the Church still maintains, but that other Christians are busy, as is their wont, trying to convert into a metaphor.

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Langzeitstudie: Cannabis-Konsum macht Schüler nicht dumm

Bild: Wikimedia commons/Bogdan (CC BY-SA 3.0)

Bild: Wikimedia commons/Bogdan (CC BY-SA 3.0)

Es gibt zahlreiche Cannabis-Studien, die zeigen, dass Kiffen den IQ schrumpfen lässt. Nun haben britische Forscher herausgefunden, dass daran nicht die Droge Schuld ist. Vielmehr führt die Lebensweise der Konsumenten zu den Leistungseinbußen.

FOCUS ONLINE

Gelegentlicher Cannabis-Konsum führt nicht zu schlechteren Ausbildungsergebnissen oder zu Einbußen intellektueller Fähigkeiten. Das wollen britische Forscher in einer groß angelegten Studie der Universität London nun herausgefunden haben. In der Studie wurde die Langzeitwirkung von Cannabis untersucht. Gemessen wurde der IQ von 2612 Kindern im Alter von 8 Jahren und erneut im Alter von 15 Jahren.

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Thementag Papst und Vatikan auf 3Sat

reptiloider Papst u.Kardinal Bild:katholisches.info

reptiloider Papst u.Kardinal
Bild:katholisches.info

Papst und Vatikan: zu Allerheiligen, dem 01. November, beleuchtet der 3sat-Thementag “Mythos Vatikan” in Dokumentationen und Spielfilmen das Leben und Wirken bedeutender katholischer Würdenträger wie Papst Franziskus, Papst Pius XII. und Papst Johannes Paul II.

SERIENHAI.de

Zu den Highlights des Thementags zählt neben dem aufwendig inszenierten Historiendrama “Die Päpstin (23.10 Uhr) nach dem Bestseller von Donna W. Cross sowie dem zweiteiligen Spielfilm “Pius XII.” (ab 20.15 Uhr) mit James Cromwell in der Titelrolle auch die Dokumentation “Kirche, Ketzer, Kurtisanen – Das Konzil von Konstanz” (19.20 Uhr), eine Erstausstrahlung in 3sat. Sie blickt zurück auf die Zeit vor genau 600 Jahren, als gleich drei Päpste den Stuhl Petri für sich beanspruchten.

Nach der Katastrophe von Avignon beginnt die Zeit der Papstkönige. Sixtus IV. will Rom zum neuen Oberhaupt der Welt machen und lässt die Sixtinische Kapelle bauen, eines der größten Heiligtümer der Christenheit, in dem bis heute das Konklave abgehalten wird. Doch der fromme Franziskaner stürzt den Vatikan in eine erbitterte Fehde gegen den mächtigen und schillernden Clan der Medici: Die Familienoberhäupter sollten durch Francesco de’ Pazzi und Girolamo Riario, einem Neffen von Papst Sixtus IV., ersetzt werden.

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„Reformationsgedenken zu sehr auf Luther zentriert“

ekd_reformation_magazin300Historiker kommentiert kirchliche und staatliche Gedenkaktivitäten zum Jubiläum 2017

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Die kirchlichen und staatlichen Aktivitäten zum Reformationsjubiläum 2017 sind aus Historikersicht „ein Musterfall für das schwierige Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit“. In Ausstellungen, Tourismus-, Schul- und Musikprojekten werde die Erinnerung an die religiöse Erneuerungsbewegung sehr stark auf den Wittenberger Reformator Martin Luther (1483-1546) zugespitzt, schreibt Reformationshistoriker Prof. Dr. Matthias Pohlig vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ auf http://www.religion-und-politik.de. Dies sei einer der Gründe dafür, warum Reformationshistoriker ein Problem mit den Jubiläumsaktivitäten hätten.

„Gerade die Luther-Zentriertheit der Lutherdekade ist für eine historische Forschung, die sich seit Jahrzehnten bemüht, die sozialen, politischen und kulturellen Umbrüche um 1500 zu beschreiben, ohne in die Falle einer Geschichte großer Männer zu tappen, ein Problem“, schreibt der Wissenschaftler in dem Beitrag „Vom Fremdeln mit dem Reformationsjubiläum 2017“. Während die Kirche die Identifikationspotenziale der Reformation suche und mit vielen Jubiläumsaktivitäten einem Bedürfnis nach Identitätsstiftung und Selbstvergewisserung nachkomme, bemühten sich Historiker in kleinteiliger kulturhistorischer Forschung „um Dekonstruktion des allzu vertraut Scheinenden“. Die verbreitete Vorstellung von einem „Luther der Moderne, Vorkämpfer von Freiheit und Toleranz“ komme dabei nicht mehr in Frage, genauso wenig wie das im Rahmen der Lutherdekade diskutierte Gegenteil: „Luther ist eben auch nicht der Unmoderne, Repressive, der Intolerante.“

Prof. Pohlig erörtert in seinem Beitrag verschiedene Gründe, warum viele Historiker nach seiner Einschätzung „mit dem Jubiläumshype fremdeln“. So seien nicht-theologische Reformationshistoriker weniger institutionell und gedanklich in die evangelische Kirche integriert als Kirchenhistoriker und teilten insofern nicht das Ziel der Identitätsstiftung, das sich oft mit Jubiläen verbinde. Zudem sähen akademische Historiker in Formaten der Geschichtsvermittlung wie Dokudramas, Geschichtscomics oder historischen Events die Gefahr einer Verflachung oder Verfälschung. „Auswüchse der Lutherdekade“ seien etwa Luther-Raps und -songs bei YouTube, Ratgeberliteratur, kitschige Bücher mit Lutherzitaten oder das Aussenden von Schülern als „Lutherbotschafter“ in andere Länder. Auch darin liege das Fremdeln begründet.

Eine weitere Ursache sieht der Autor in der Skepsis vieler Historiker gegenüber der Rolle des public intellectuals, in die sich noch in den 1980er Jahren viele Fachkollegen gern begeben hätten. Die damalige „sozialhistorische Debattenfreudigkeit“ habe auch den Blick auf die Reformation geprägt: „Das letzte große Jubiläum, das Lutherjahr 1983 zum 500. Geburtstag des Reformators, stand ganz im Zeichen der erbitterten Ost-West-Systemkonkurrenz.“ Luther sei für Diskussionen über sich verändernde soziale und politische Strukturen und eine „frühbürgerliche Revolution“ herangezogen worden. Damit wurde dem Autor zufolge genau die Leitfrage behandelt, die auch zum Gedenken 2017 im Zentrum stehe: „Was hat Luther mit uns zu tun und was wir mit Luther?“ Heute hingegen sei „just zum Jubiläum weit und breit keine integrierende Perspektive zu sehen“. Wenn Kulturwissenschaftler sich zum Beispiel mit Ritualen um 1520 oder mit dem Verhältnis der Reformatoren zur Körperlichkeit beschäftigten, ließen sich kaum übergreifende Perspektiven generieren. „Eine solche integrierende, Kontroversen stimulierende Perspektive wäre aber nötig, wollte die akademische Reformationsforschung die inhaltlichen Leitlinien von 2017 umfassend mitprägen.“

Den Nutzen der Lutherdekade für die geschichtswissenschaftliche Forschung sieht Prof. Pohlig skeptisch. Zwar sei die Zahl der reformationshistorischen Konferenzen und Publikationen nun erheblich angestiegen. „In diesem Rahmen wird, so mein Eindruck, noch sorgloser als sonst Geld für zweifelhafte Tagungen und zusammenhanglose Sammelbände ausgegeben – ein Indiz für eine Eventisierung auch des Wissenschaftsbetriebs.“ Mit Blick auf den „im engeren Sinne wissenschaftlichen Ertrag“ sei das Reformationsjubiläum „irrelevant“.

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Creationists To Discuss Evolution And Its Alleged Influence On Adolf Hitler’s Nazism

Image: inquisitr.com

Creationists are planning to conduct a university workshop discussing Adolf Hitler’s Nazi ideology and how it was allegedly influenced by Charles Darwin’s theory of evolution.

INQUISITR

Creationist group Creation Summit has announced plans to set up a conference called the Origin Summit at the Michigan State University, a research university that employs dozens of scientists studying evolution.

Creation Summit, a non-profit Christian organization that preaches a literal interpretation of the Bible, has been scheduled to visit the prestigious university on November 1. Speakers include creationist theorists like biologist Jerry Bergman, physicist Donald DeYoung and geneticist John Sanford.

One of the aims of the conference is to explore the possible influences of the theory of evolution on Adolf Hitler’s Nazi ideology, an idea that has already been debunked by historians. According to Science Mag, the summit will also discuss other unscientific statements, bearing titles such as “the big bang is fake,” and “natural selection is NOT evolution.” The creationist group will also discuss Michigan State University scientist Richard Lenski’s groundbreaking, on-going study on the evolution of E.coli, an experiment that demonstrates the observability of evolution on bacterial populations.

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Päpstlicher Kreationisten-Müll

TheCreation_399Die Ergebnisse der Evolutionsforschung widersprechen nach den Worten von Papst Franziskus nicht dem Glauben an einen Schöpfergott. Vielmehr setzten die Evolution wie auch die Urknall-Theorie die Existenz eines Schöpfers voraus, sagte Franziskus am Montag im Vatikan. “Er hat die Wesen geschaffen, und hat sie sich nach den inneren Gesetzen entwickeln lassen, die Er jedem von ihnen gegeben hat, damit sie sich weiterformen, damit sie ihre eigentliche Fülle erreichen können.”

kathweb

Im laufenden und im kommenden Wintersemester stellen Wissenschaftler aus Deutschland, Italien und der Schweiz Repräsentanten der “Gegenreformation” vor. Unter ihnen sind Kaiser Karl V. (1500-1558) und Jesuiten-Gründer Ignatius von Loyola (1491-1556). Die Zeit der Reformation sei nicht nur eine “dunkle Epoche des Konfessionenhasses” gewesen, sondern auch “eine Blütezeit, die das philosophische und theologische Denken außerordentlich befruchtet”, so die Guardini-Stiftung. Zudem würden die Fernwirkungen damaliger Vorstellungen katholischer und evangelischer Identität bis zur Gegenwart beleuchtet.

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Gesetzlicher Feiertag am 31. Oktober 2017?

Bild: EKD

Bild: EKD

Schäuble und Hundt äußern sich gegensätzlich

EKD

Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble unterstützt die Initiative der Bundesländer für einen einmaligen gesetzlichen Feiertag am Reformationstag 2017. „Nutzen wir alle gemeinsam – ob Christen oder Nichtchristen, ob religiös oder areligiös – den einmaligen Feiertag am 31. Oktober 2017, um uns an diese glückliche Wendung in unserer Geschichte zu erinnern, die uns bis heute prägt“, schreibt Schäuble auf der Internetseite http://www.2017gemeinsam.de. Die Reformation habe nicht nur religiös, sondern auch gesellschaftlich und politisch „einen tiefgreifenden Wandel in der europäischen Geschichte“ herbeigeführt. Luthers Lehre von den beiden Reichen habe dazu beigetragen, „dass wir heute in Deutschland in einer freiheitlichen, pluralistischen Demokratie leben können“, so der Bundesfinanzminister. Ein weltanschaulich neutraler Staat wie die Bundesrepublik sei dazu verpflichtet, „nicht nur die Religionsfreiheit zu gewährleisten, sondern auch die Religionsausübung zu ermöglichen“. Dieses kostbare Gut werde insbesondere im Blick auf andere Regionen der Welt, in denen Menschen aus religiösen Gründen verfolgt werden, deutlich.

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Kakao hilft gegen den geistigen Abbau

Kakaofrucht, Botanischer Garten Lund, Schweden

Kakaofrucht, Botanischer Garten Lund, Schweden, Bild: BB

Kakao gegen Altersdemenz: Die im Kakao enthaltenen Flavanole wirken dem geistigen Abbau entgegen, wie eine Studie nun zeigt. Ältere Probanden schnitten nach drei Monaten der regelmäßigen Einnahme von Flavanolen in Gedächtnistests wieder so gut ab wie 30 Jahre jüngere. Zudem verbesserte sich die Funktion in einem für die Erinnerungsbildung wichtigen Hirnareal, wie Forscher im Fachmagazin “Nature Neuroscience” berichten.

SCINEXX.de

Kakao enthält zahlreiche pflanzliche Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. So hemmen die in auch in dunkler Schokolade enthaltenen Flavanole Stresshormone, wirken vorbeugend gegen Gefäßkrankheiten und machen Schnecken schlauer.

Adam Brickman von der Columbia University in New York und seine Kollegen haben nun eine weitere Wirkung überprüft: Schon bei Mäusen hatten sie festgestellt, dass regelmäßige Bewegung und ein Flavanol-haltiges Futter die Funktion des Gyrus dentatus verbesserte, einem Areal im Hippocampus, das für die Bildung neuer Erinnerungen wichtig ist. Den Zellen in diesem Areal wuchsen vermehrt neue Ausläufer, die Zahl der feinen Kapillaren nahm zu und auch die geistigen Leistungen der Tiere verbesserten sich, wie die Forscher berichten.

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Researchers Have Found That Plants Know They Are Being Eaten

Image: businessinsider.com

Vegetarians and vegans pay heed: New research shows plants know when they’re being eaten. And they don’t like it.

By Colin PayneBUSINESS INSIDER

That plants possess an intelligence is not new knowledge, but according to Modern Farmer, a new study from the University of Missouri shows plants can sense when they are being eaten and send out defense mechanisms to try to stop it from happening.

The study was carried out on thale cress, or Arabidopsis as it’s known scientifically, which is closely related to broccoli, kale, mustard greens, and other siblings of the brassica family and is popular for science experiments. It is commonly used in experiments because it was the first plant to have its genome sequenced, and scientists are intimately familiar with how it works.

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Every Black Hole Contains Another Universe, Claims New Study

Bild: NASA/public domain

Bild: NASA/public domain

In modern science, the prevailing opinion supposes that whatever falls into a black hole disappears forever and breaks apart into the component parts. However, a new theory states that black holes do not destroy the matter but rather are a kind of exit gate which lead to other universes just like our own.

CSGLOBE

The new theory was developed by Jorge Pullin of the State University of Louisiana and Rodolfo Gambino of the University of the Republic of Uruguay. The two scientists decided to study the predictions of the theory of quantum gravity in black holes. More specifically, they applied the equations of quantum gravity in a non-rotating black hole with spherical symmetry.

As described in other theories, as the matter approaches the core of the black hole, the gravitational field becomes more and more powerful, but it does not disappear into a spacetime singularity as the prevailing theory states. According to the study results of the two researchers, the matter does not disappear in the middle of the hole but continues its way up the other end and into another universe.

“Like part of a cosmic Russian doll, our universe may be nested inside a black hole that is itself part of a larger universe. In turn, all the black holes found so far in our universe—from the microscopic to the supermassive—may be doorways into alternate realities.”

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Kriminalgeschichte des Christentums: Auf der Rattenlinie

Papst Paul VI. ernennt Josep Ratzinger zum Kardinal, Bild: dpa

Lichtstrahl für Kriegsverbrecher: Papst Franziskus hat Papst Paul VI. selig gesprochen.

Von Gerhard FeldbauerjW

Seit Jorge Mario Bergoglio, auch Papst Franziskus genannt, im Büßerhemd den Katholizismus regiert, verheisst er verschiedene Reformen, um die nach Zehntausenden zählenden Kirchenaustritte zu stoppen.

Medial hat er jedenfalls Erfolg. Seine jüngste Synode wurde als »Lichtstrahl« auf dem Weg zu einer »moderneren und offeneren Kirche« gepriesen. Was von dieser Propaganda zu halten ist, zeigte sich, als Franziskus am Ende dieser Synode, die den katholischen Spezialthemen Sex, Ehe und Familie gewidmet war, Paul VI. (1963–1978) seligsprach.

Denn damit stellte sich Franziskus in die Tradition des Bündnisses der Kurie mit dem Faschismus, die Pius XI. unter Mussolini begründet hatte und das von allen folgenden Päpsten nicht in Frage gestellt wurde. Einzige Ausnahme ist Johannes XXIII. (1958–1963), bzw. Angelo Giuseppe Roncalli, der als päpstlicher Gesandter im Zweiten Weltkrieg unzählige Juden vor dem Holocaust retten konnte.

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Der Anfang im Ende: Die Wiedergeburt Roms

Peter Heather Die Wiedergeburt Roms Aus dem Englischen von Hans Freundl und Heike Schlatterer Verlag: Klett-Cotta, Stuttgart 2014 ISBN: 9783608948561 32,95 €

Peter Heather
Die Wiedergeburt Roms
Aus dem Englischen von Hans Freundl und Heike Schlatterer
Verlag: Klett-Cotta, Stuttgart 2014
ISBN: 9783608948561
32,95 €

Nach “Der Untergang des Römischen Weltreiches” (2009) legt der englische Althistoriker Peter Heather nun mit “Die Wiedergeburt Roms” erneut ein glänzend geschriebenes Buch vor, das über den kulturhistorisch bedeutsamen Transformationsprozess von der Spätantike zum Frühen Mittelalter handelt.

Von Theodor KisselSpektrum.de

Das Thema ist ebenso spannend wie hochaktuell, geht es doch um Globalisierung und Migration. Schon nach wenigen Seiten wird offenkundig: Die Migrationsströme des ersten Jahrtausends christlicher Zeitrechnung sind mit denen der Gegenwart durchaus vergleichbar. Häufiger als politische Verfolgung veranlasste wirtschaftliche Not die Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Das Wohlstands- und Zivilisationsgefälle zwischen den germanischen und slawischen Stammeskulturen einerseits und dem prosperierenden Römischen Reich andererseits setzte eine dynamische Wanderungsbewegung in Gang, die beide Kulturräume nachhaltig veränderte und am Ende ein christliches Europa als neue Einheit hervorbrachte. Als Stabilitätsanker in unruhigen Zeiten erwies sich bald nach der Jahrtausendwende das Papsttum, dessen Stellvertreter Christi auf Erden nach dem Zerfall des Karolinger-Reichs eine neue Art von “Imperium” schufen, das bis auf den heutigen Tag Bestand hat.

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Zeugen Jehovas: Sex mit Teddy und andere Umwege

Bild: wikimedia.org/PD

Bild: wikimedia.org/PD

Die Zeugen Jehovas scheinen skurril und harmlos. Doch ihre Bewusstseinskontrolle funktioniert perfekt. Misha Anouk beschreibt seinen Ausstieg aus der Sekte in einem Buch.

Von Parvin SadighZEIT ONLINE

Feigling nannte einer der Jungs Misha Anouk, als er keine Blutsbrüderschaft schließen wollte beim Winnetou- und Old-Shatterhand-Spiel. Dabei hatte er gar keine Angst, er durfte als Zeuge Jehovas nur kein Blut annehmen oder spenden. Anouk schreibt, er sei immer sicher gewesen, dass seine Eltern ihn liebten; aber auch, dass sie ihn für ihren Glauben sterben lassen würden.

Anouk  ist Jahrgang 1981 und heute kein Zeuge Jehovas mehr. Über seinen Ausstieg hat er ein Buch geschrieben, Goodbye Jehova! heißt es.

Seine Eltern waren vor der Familiengründung beide Missionare, sein Vater ist noch heute eine lokale Führungsperson, ein sogenannter Ältester. Anouk wurde hineingeboren in die “Wahrheit”, wie die Zeugen ihre Lehre nennen. Er beschreibt, wie selbstverständlich die Glaubensinhalte und Pflichten in seiner Kindheit für ihn waren, wie aufreibend sie dann in der Jugend wurden und wie traumatisch das Leben nach den Zeugen Jehovas zunächst war.

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Was Rembrandt-Gemälde und die Enthauptungen des IS gemeinsam haben

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Bilder von Menschen, die wegen ihrer Religion sterben mussten, gab es früher und gibt es heute. Das “Vatican-Magazin” hat Gemälde und Handyfotos in einem erschreckenden Vergleich nebeneinander gestellt und aktuelle religiöse Konflikte analysiert.

Von Martina FietzFOCUS ONLINE

Eine Mutter, die ihren sterbenden Sohn in den Armen hält. Ein Mann, der mit ausgebreiteten Armen auf sein Kreuz blickt. Kinder auf der Straße, sinnlos getötet. Abgetrennte Köpfe, die den Betrachter mit leeren Augen anblicken. Die Bilder sind aktuell und alt zugleich. Sie stammen aus dem Irak und aus Syrien sowie aus den großen Museen dieser Welt.

Das “Vatican-Magazin”, das der langjährige Rom-Korrespondent der “Welt”, Paul Badde, herausgibt, hat die Bilder der Märtyrer aus Vergangenheit und Gegenwart gegenübergestellt. Menschen, die damals wie heute wegen ihres Glaubens ihr Leben verloren. Die einen gemalt von großen Künstlern wie Giotto, Caravaggio, Rembrandt oder Zurbarán, die anderen dargestellt in Handy-Momentaufnahmen.

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Jared Diamond: ‘150,000 years ago, humans wouldn’t figure on a list of the five most interesting species on Earth’

Jared Diamond (HiraV – Own work)

Most people would be overjoyed to receive one of the MacArthur Foundation’s annual “genius grants” – around half a million dollars, no strings attached – but when Jared Diamond won his, in 1985, it plunged him into a depression.

By Oliver BurkemanRaw Stroy/The Guardian

At 47, he was an accomplished scholar, but in two almost comically obscure niches: the movement of sodium in the gallbladder and the birdlife of New Guinea. “What the MacArthur call said to me was, ‘Jared, people think highly of you, and they expect important things of you, and look what you’ve actually done with your career’,” Diamond says today. It was a painful thought for someone who recalled being told, by an admiring teacher at his Massachusetts school, that one day he would “unify the sciences and humanities”. Clearly, he needed a larger canvas. Even so, few could have predicted how large a canvas he would choose.

In the decades since, Diamond has enjoyed huge success with several “big books” – most famously, 1997’s Guns, Germs and Steel – which ask the most sweeping questions it is possible to ask about human history. For instance: why did one species of primate, unremarkable until 70,000 years ago, come to develop language, art, music, nation states and space travel? Why do some civilisations prosper, while others collapse? Why did westerners conquer the Americas, Africa and Australia, instead of the other way round? Diamond, who describes himself as a biogeographer, answers them in translucent prose that has the effect of making the world seem to click into place, each fact assuming its place in an elegant arc of pan-historical reasoning. Our interview itself provides an example: one white man arriving to interview another, in English, on the imposing main campus of the University of California, Los Angeles, in a landscape bearing little trace of the Native Americans who once thrived here. Why? Because 8,000 years ago – to borrow from Guns, Germs and Steel – the geography of Europe and the Middle East made it easier to farm crops and animals there than elsewhere.

Whether such satisfying explanations are in fact true is the subject of vicious jousting between Diamond and many anthropologists. They condemn him as a cultural imperialist, intent on excusing the horrors of colonialism while asserting the moral superiority of the west. (One 2013 article, in an ecology journal, was entitled “F**k Jared Diamond”, the asterisks failing to conceal the general tone of the debate.) Diamond strikes back with equal force, calling his critics “idiots”, unscientific timewasters and purveyors of “politically correct blabber”. So it is slightly disconcerting to meet this strident propagandist for capitalism in his faculty office. In person, Diamond is a fastidiously courteous 77-year-old with a Quaker-style beard sans moustache, and archaic New England vowels: “often” becomes “orphan”, “area” becomes “eerier”. There’s no computer: despite his children’s best efforts, he admits he’s never learned to use one.

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Gene oder Lebewesen – wer bringt hier wen hervor?

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Bibeltreue Christen dementieren sie und amerikanische Schulen verbieten Bücher mit ihr – die Evolutionstheorie ist ein umstrittenes Thema unter Gläubigen und Wissenschaftlern. Natur hat jetzt zwei Aufsätze veröffentlicht, die die Urknall-Theorie erschüttern.

Von Ernst Peter FischerFOCUS ONLINE

In der Fachwelt wird derzeit eine Debatte über die Frage geführt, ob die Theorie der Evolution neu konzipiert werden muss. Ist ein Umdenken der Biologen erforderlich oder kann alles im alten Rahmen bleiben und hat Charles Darwin eigentlich schon alles gewusst?

Die Evolution ist natürlich mehr als irgendeine Idee der Wissenschaft. Sie ist die Basis, auf der das Leben und seine von ihm hervorgebrachten Gestalten verstanden werden, und so lohnt ein Blick auf die gelehrte Diskussion. Dafür gibt es sogar einen noch wichtigeren Grund.

Die Frage, ob die Theorie der Evolution überdacht und neu gefasst werden muss, werden bibeltreue Gegner des biologischen Gedankens gerne hören. Aber sie sollen sich nicht zu früh freuen. Denn was derzeit in der Fachwelt zu dem großen Gedanken von Charles Darwin erörtert wird, könnte zuletzt die Position der Wissenschaft stärken – jedenfalls nach Überzeugung des Berichterstatters.

Tierversuche: Das muss uns die Gesundheit des Menschen wert sein

Bild: animalequality.de

Bild: animalequality.de

Es ist ein klassisches ethisches Dilemma. Um die Funktionsweise des Lebens besser zu erforschen, wird Leben beeinträchtigt oder zerstört. Warum Tierversuche in der Grundlagenforschung leider unverzichtbar sind.

Von Gerhard Heldmaier und Stefan TreueFrankfurter Allgemeine

Die täglichen Berichte über das Leid der Ebola-Erkrankten und deren Angehöriger zeigen, wie hilflos Wissenschaft, Medizin und Politik dieser Epidemie gegenüberstehen. Impfstoffe werden geprüft, stehen aber bis jetzt nicht zur Verfügung, Ebola-spezifische Medikamente zur Behandlung von akut Erkrankten existieren nicht. Es gibt sie nicht, weil uns grundlegende Kenntnisse fehlen. Wir wissen nicht, wie diese Viren in Zellen eindringen, wie sie zerstören und dabei unsere körpereigene Abwehr überlisten und mit welcher Behandlung sie im Körper vernichtet werden könnten. Möglicherweise müssen ganz neue therapeutische Wege beschritten werden. Durch Behandlung mit Erbgutschnipseln (siRNA) gelang kürzlich die Heilung von Rhesus-Affen, die mit dem Ebola-ähnlichen Marburg-Virus infiziert worden waren. Es wird jedoch noch viele Studien mit Tieren und schließlich auch an Menschen erfordern, bis eine erfolgreiche Therapie zur Verfügung steht.

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Jagdverbot NRW: Katzen in den Kochtopf!

alf_katzenWer Katzen schießt, schützt die Natur – und tut was gegen die Massentierhaltung. Das können sich auch populistische Umweltminister mal merken.

Von Heiko Werningtaz.de

Mit der Tierliebe ist es schon eine seltsame Sache. Während Millionen Katzen sorgsamst umhätschelt werden, findet die Mehrheit ihrer Halter nichts dabei, im Supermarkt Schnitzel, Chickenwings oder Whiskas zu kaufen.

Und während Tierschützer mit absurdem Aufwand für das Wohl jedes geriatrisch auffälligen Dackels kämpfen oder mit Millionenbeträgen einzelne Tiere aus Kriegsgebieten heraushauen, kämpfen sie hierzulande dafür, dass Katzen auch weiterhin unbeschwert im Freien herumtollen und dabei eine ansehnliche Blutspur hinter sich herziehen dürfen.

Tatsächlich sind Katzen ein relevantes Problem im Naturschutz, ganze Tierarten haben die Eben-nicht-Stubentiger auf dem Gewissen. Aber sie verrichten ihr unheilvolles Tun keineswegs nur auf abgelegenen Inseln, sondern auch vor unserer Haustür. Neueren Studien zufolge fallen ihnen jährlich allein in den USA 3,7 Milliarden Vögel und 20,7 Milliarden Säugetiere zum Opfer, die Zahl der getöteten Reptilien und Amphibien ist vermutlich noch um einiges höher.

 

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J. Craig Venters “Leben aus dem Labor”: Gott ist da unnötig

Monster aus Menschenhand – Fiktion künstlich erschaffenes Leben: Frankstein-Figur Foto: Afp

Der amerikanische Biochemiker J. Craig Venters meint, im Labor könne jede Art Leben entworfen werden.

Badische Zeitung

Im Jahr 2010 hat J. Craig Venters Forschungsgruppe die erste lebensfähige künstliche Zelle hergestellt. Technik und wachsendes Wissen, behauptet der amerikanische Biochemiker im Buch “Leben aus dem Labor”, eröffnen die Möglichkeit, nahezu jede Art von Leben zu entwerfen. Das besteht für Venter aus biologischen Maschinen, angetrieben von DNA, der Software alles Lebendigen. “Wir gehen von einem Computer-Digitalcode aus, gestalten eine neue Lebensform, synthetisieren mit chemischen Methoden ihre DNA und fahren sie dann hoch, so dass eine neue Lebensform entsteht”, schreibt er: “Die Menschheit steht im Begriff, in eine neue Phase der Evolution einzutreten.”

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