Archiv der Kategorie: Wissenschaften

Daniel Loxton on TAM 2014: A Rare and Beautiful Thing

From July 10–13, the James Randi Educational Foundation’s “The Amazing Meeting 2014” conference in Las Vegas brought together many of the most engaging voices in science and skepticism for a challenging and joyful celebration of ideas. The Skeptics Society was in the spotlight, with Michael Shermer, Donald Prothero, and Junior Skeptic’s Daniel Loxton taking the stage for feature presentations.

This is Loxton’s well-received speech on skeptical history, titled “A Rare and Beautiful Thing.”

„Herr der Ringe“ ist ein Genre für sich

Vor 60 Jahren schrieb Tolkien den Herr der Ringe. Das christliche Weltbild sei in der Trilogie klar vorhanden, meint Christian Rendel
Foto: Zanastardust / flickr | CC-BY 2.0

J.R.R. Tolkiens Geschichte „Der Herr der Ringe“ entstand vor 60 Jahren. Fantasy-Experte Christian Rendel über Tolkien und das Weltbild seiner Fantasy-Romane.

pro Medienmagazin

Die britischen Fantasy-Autoren C.S. Lewis und J.R.R. Tolkien waren nicht nur Kollegen, sondern auch gute Freunde. Beide haben sich sagenhafte Welten ausgedacht und Geschichten über Abenteuer und Machtkämpfe geschrieben. C.S. Lewis steht für die Narnia-Bücher, Tolkien hat den Herrn der Ringe geschrieben, der heute 60 Jahre alt wird. Christian Rendel liebt beide Buchreihen, die Narnia-Reihe hat er sogar ins Deutsche übersetzt. Er ist Mitglied der Inkling-Gesellschaft, die sich besonders mit den Büchern von Tolkien und Lewis beschäftigt.

Herr der Ringe feiert 60. Geburtstag. Was fasziniert Sie an Tolkiens Werk?

Tolkiens „Herr der Ringe“ und das ganze Werk, das als Hintergrund dahintersteht, ist eigentlich ein Genre für sich. Ein absolut einzigartiges Werk. Es ist eine riesige Erzählung, aber es ist noch viel mehr als das. Tolkien hat eine Welt mit einer eigenen Sprache, eigener Geschichte bis hin zur Kosmologie geschaffen.

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Neil deGrasse Tyson’s Brief Response for Ken Ham

Image: Friendly Atheist

The highlight of Friday’s episode of Real Time with Bill Maher had to be the cutaway to Neil deGrasse Tyson during a joke about how Ken Ham doesn’t think we should spend so much money looking for life on other planets since they haven’t been “saved”:

By Hemant MehtaFriendly Atheist

Concise and punchy. I like it.

Let me toss out this theory, though: Given the way Tyson looked at Maher right after the joke, and the way Maher said “Beautiful reading” afterwards, I’m almost certain the teleprompter said “That’s fucked up” but Tyson couldn’t bring himself to say it. He went with the milder choice and the joke hit, but not as hard as it could have. But no one was upset, because it’s Neil deGrasse Tyson.

Die Energiewende wird digital: Und Strom gibt es künftig (fast) umsonst

© : Brightsoruce

Eike Wenzel gilt als einer der renommiertesten deutschen Trend- und Zukunftsforscher und hat sich als erster deutscher Wissenschaftler mit den LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) beschäftigt. An dieser Stelle schreibt er darüber, warum uns die Anfang August in Kraft tretende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) nicht interessieren muss. Denn den tiefgreifenden Wandel der Energieversorgung wird sie kaum beeinflussen.

Wirtschaftswoche Green

Schauen wir doch einmal weit nach vorne, über das Jahr 2030 hinaus. Es gibt verlässliche Anzeichen dafür, dass wir in dieser nicht mehr allzu fernen Zukunft über die neueste EEG-Deformation herzlich lachen werden. Es gibt sogar verlässliche Anzeichen dafür, dass wir dann überhaupt keine Energieversorger mehr brauchen.

Bis dahin werden wir eine rasante Transformation in eine neue Wertschöpfungskultur und eine neue Weltwirtschaftsordnung vollzogen haben. Ein Forscher, der dafür interessante Argumente zusammen getragen hat, ist der Ökonom Jeremy Rifkin.

Rifkin weist in seinem neuen Buch „The Zero Marginal Cost Society“ auf den Zusammenhang hin, dass atemberaubende Produktivitätsfortschritte in der Kommunikations- und Umwelttechnologie dazu führen, dass Energie und Information auf lange Sicht zum Selbstkostenpreis zu bekommen sind.

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Ancient Egyptian Carving Linked To King Tut’s Father Is Discovered In Sudan

An Egyptian carving, originally created for Queen Tiye’s temple, was discovered in a tomb (shown here) at the site of Sedeinga in Sudan. | V. . Francigny/Sedeinga Mission

A newly discovered Egyptian carving, which dates back more than 3,300 years, bears the scars of a religious revolution that upended the ancient civilization.

By Owen JarusLiveScience/HuffingtonPost

The panel, carved in Nubian Sandstone, was found recently in a tomb at the site of Sedeinga, in modern-day Sudan. It is about 5.8 feet (1.8 meters) tall by 1.3 feet (0.4 m) wide, and was found in two pieces.

Originally, it adorned the walls of a temple at Sedeinga that was dedicated to Queen Tiye (also spelled Tiyi), who died around 1340 B.C. Several centuries after Tiye’s death — and after her temple had fallen into ruin — this panel was reused in a tomb as a bench that held a coffin above the floor. [See Photos of the Egyptian Carving and Sedeinga Tomb]

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Die Bedeutung des Korans und der Thora

Koran Heilige Schriften sind Texte, denen innerhalb einer Religionsgemeinschaft eine besondere Bedeutung zukommt. Im Judentum und dem Islam werden diese Texte als direkt von Gott offenbart angesehen werden – mit Konsequenzen auch für das alltägliche Leben.
Aus der Reihe: Heilige Schriften und ihre Bedeutung im Judentum und im Islam – Teil 1: Der Schriftkanon und die Möglichkeiten der Interpretation

Von Rüdiger AchenbachDeutschlandfunk

Welche Möglichkeiten der Interpretation gibt es? Welche Bedeutung haben diese Schriften im Gottesdienst und im alltäglichen Leben? Wie sieht man die Rolle der Erzväter und Propheten? Gibt es so etwas wie ein Konkurrenzdenken unter den Offenbarungsreligionen. Wie stehen das Judentum und der Islam zur Religionsfreiheit?

  • Über diese und ähnliche Fragen diskutiert Rüdiger Achenbach mit Dr. Edna Brocke, jüdische Religionshistorikerin, Gerald Beyrodt, jüdischer Publizist, Serdar Günes, Dozent für Islamwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main, und Abdul Ahmad Rashid, Islamwissenschaftler und Redakteur beim ZDF.

Rüdiger Achenbach: Bei Heiligen Schriften handelt es sich um Texte, denen innerhalb einer Religionsgemeinschaft eine besondere religiöse Autorität zukommt. Entscheidende Merkmale für Heilige Schriften – aus dem Blick der Religionswissenschaft – sind mythische oder sogar göttliche Herkunft und die Beschränkung auf eine festgelegte Auswahl von Schriften, also auf einen festgelegten Schriftkanon. Ein solcher Kanon ist zum Beispiel die Hebräische Bibel. Frau Brocke, was weiß man über die Entstehung dieses Kanons und welche Inhalte hatte er?

Edna Brocke: Also, seine Entstehung umfasst einen Zeitraum von circa 1000 Jahren. Und eigentlich ist das Prinzip der Entstehung dieser Schriften so gewesen, dass nie fest war, wo Anfang und wo Ende ist, sondern immer da, wo von der Lebensrealität der Menschen das Hauptinteresse war, wanderte das Zentrum dieser Textsammlung. Erst als sich das Christentum entwickelte oder begann, zu entstehen, wurden diese sehr, sehr vielen Schriften kanonisiert. Das heißt, sie bekamen vorne und hinten einen Deckel. So entstand die Jüdische Bibel oder die Hebräische Bibel, was die Christen das sogenannte Alte Testament nennen.

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How Many Stars Are In The Universe?

A Hubble Space Telescope image of the distant universe.
Credit: NASA.
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Looking up into the night sky, it’s challenging enough for an amateur astronomer to count the number of naked-eye stars that are visible. With bigger telescopes, more stars become visible, making counting impossible because of the amount of time it would take. So how do astronomers figure out how many stars are in the universe?

By Elizabeth HowellSpace.com

The first sticky part is trying to define what “universe” means, said David Kornreich, an assistant professor at Ithaca College in New York State. He was the founder of the “Ask An Astronomer” service at Cornell University.

“I don’t know [the answer] because I don’t know if the universe is infinitely large or not,” he said. The observable universe appears to go back in time by about 13.7 billion light-years, but beyond what we could see there could be much, much more. Some astronomers also believe that we may live in a “multiverse” where there would be other universes like ours contained in some sort of larger entity.

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Ist die Sonne wirklich gasförmig?

Screeshot Video “Dr. Pierre-Marie Robitaille: The Cosmic Microwave Background”

Warum ein Radiologieprofessor aus Ohio eine Revolution der Astrophysik auslösen könnte.

Von Alexander UnzickerTELEPOLIS

In den zahlreichen Youtube-Kommentaren zu den Vorträgen von Pierre-Marie Robitaille, Professor an der Ohio State University, findet sich eine etwas aus der Reihe fallende Bemerkung: Die Tochter einer Patientin bedankt sich überschwänglich, dass dank einer von Robitaille entwickelten Technik der Tumor ihrer Mutter so frühzeitig entdeckt worden sei, dass sie geheilt werden konnte. In der Tat hielt Robitaille zeitweise sogar den “Weltrekord” in hochauflösender Kernspintomographie.

Man möchte meinen, dass ein Forscher an der Spitze der wissenschaftlichen Hierarchie nicht freiwillig in einem anderen Gebiet ganz unten anfängt. Dennoch widmet sich Robitaille seit mehr als zehn Jahren der der Grundlagenphysik, und seine Ergebnisse könnten dazu führen, dass Teile der Astrophysik neu geschrieben werden müssen. Aber der Reihe nach.

Stimmt ein uraltes Gesetz?

Robitailles Untersuchungen beginnen unspektakulär bei einem fast vergessenen Gesetz der Thermodynamik. Es wurde 1860 von Gustav Kirchhoff aufgestellt und besagt, dass die durch Wärme bedingte Lichtabstrahlung eines Körpers nicht von den Materialeigenschaften abhängig ist. Robitaille argumentiert, dass es in dieser Allgemeinheit nicht zutrifft.

Als ich zum ersten Mal den Artikel überflog, war mir dessen Relevanz völlig entgangen – man muss als Physiker unter Hunderten von Artikeln schnelle Bauchentscheidungen treffen, wofür man seine Zeit investiert, und hier schien mir in etwas altbackener Weise eine eher uninteressante Frage untersucht. Erst durch den Vortrag folgte ich Robitailles Argumentation zum Kirchhoffschen Gesetz näher.

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Mensch und Willensfreiheit

Marco Stier
Willensfreiheit
Verlag: Ernst Reinhardt, München 2014
ISBN: 9783497024346
19,90 €

“Ein Pfund Menschenhirn gab, außer vielem Wasser, zwei Drachmen Laugensalzgeist, 1 2/3 Unzen ranziges Öl, 40 Gran flüchtiges Salz.” Mit diesen Worten des deutschen Naturforschers Samuel Thomas von Soemmerring (1755-1830) beginnt das amüsant und verständlich geschriebene Buch von Marco Stier, der als Philosoph und Historiker arbeitet. Wie kann von einer so unspektakulären Stoffmischung ein freier Wille ausgehen?

Von Claudia Borchard-TuchSpektrum.de

Viele Forscher bestreiten, dass es den freien Willen gibt. Der Philosoph Marco Stier kennt ihre Einwände. “Wenn die Hirnforscher Recht haben, dann ist das Gefühl, sich nach reiflicher Überlegung frei entscheiden zu können, nur eine Illusion”, stellt er fest. Stier geht auf die Versuche des amerikanischen Physiologen Benjamin Libet (1916-2007) ein, die unter Neurowissenschaftlern und Philosophen noch immer zu den meistdiskutierten Experimenten zählen. In den 1980er-Jahren hatte Libet die zeitliche Abfolge zwischen einer Handlung, ihrer Einleitung auf neuronaler Ebene und dem dazugehörigen bewussten Willensakt untersucht. Die Versuchspersonen bewegten ihre Hände zu einem selbst gewählten Zeitpunkt, den sie an einer Uhr ablesen konnten. Währenddessen wurde die elektrische Aktivität der Muskeln und des Gehirns aufgezeichnet. Das Ergebnis war für Libet selbst überraschend. Das Gehirn leitet die Bewegung etwa 500 Millisekunden vor ihrem Beginn ein. Der Willensakt jedoch, also die Entscheidung, die Hand zu bewegen, wird den Teilnehmern erst 200 Millisekunden vor Ausführen der Bewegung bewusst – also nachdem das Gehirn die Handlung bereits eingeleitet hat. Viele Wissenschaftler haben hieraus weitreichende Schlüsse in Sachen Willensfreiheit gezogen. Ihrer Meinung nach zeigen die Libet-Experimente, dass menschliches Handeln nicht von bewussten Entscheidungen abhängt, sondern von unbewussten Hirnprozessen.

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Facebook: Gutmenschentum zwischen Katzenvideos

Bild: Süddeutsche.de

Wer auf Facebook die Gesichter getöteter Kinder postet, will damit sein Interesse an der Weltrettung zeigen. Doch solche Bilder zu veröffentlichen, zeugt von moralischer Überheblichkeit und Respektlosigkeit gegenüber den Opfern.

Von Vera SchroederSüddeutsche.de

In meiner aktuellen Facebook-Timeline fragt mein Freund F., ob jemand ein paar geheime Urlaubstipps für den Gardasee hat. Darunter zeigt M. ein lustiges Video, in dem ein großer, brauner Hund mit riesigen Schlappohren versucht, einen auf dem Küchentisch stehenden Fressnapf zu erwischen, wobei die haarigen Ohren bei jedem Hüpfer sehr komisch in die Luft fliegen.

Und noch eins darunter hat G. gerade eine Bildergalerie geteilt. Fünf Bilder, auf denen die zerfetzten Körper getöteter Kinder zu sehen sind. Erloschene Gesichter, tote, noch geöffnete Augen, verstaubte, blutbefleckte Reste von Kleidungsstücken oder Körperteilen. “Gaza 2014. Ohne Worte” schreibt G. dazu.

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100 Jahre nach Kriegsbeginn: Selbstkritik der Kirchen

17 Millionen Menschen starben im Ersten Weltkrieg. Im Laufe der Woche haben sich die beiden großen Kirchen zu ihrer eigenen Rolle während des Krieges kritisch geäußert
Foto: LutzBruno / Wikipedia | CC-BY 3.0

100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges üben sich die beiden großen Kirchen in Selbstkritik bezüglich ihres damaligen Verhaltens. Protestanten äußerten sich „tief beschämt“ darüber, die Katholische Kirche bekannte, „Schuld auf sich geladen haben“.

pro Medienmagazin

„Obwohl die katholische Kirche wegen ihres universalen Charakters stets Distanz zum Nationalismus des 19. Jahrhunderts gehalten hatte, traten am Anfang des Weltkrieges Bischöfe, Priester und Gläubige in großer Zahl an die Seite derer, die den Krieg als moralische und geistige Erneuerung begrüßten“, heißt es in der Erklärung der Katholischen Kirche.

Die Bischöfe würdigten zugleich „das mutige Verhalten einzelner Katholiken, darunter Pfarrer und Militärgeistliche, die in Opposition zum Zeitgeist für Frieden und Versöhnung eingestanden sind“. Der damalige Papst Benedikt XV. habe sich als unermüdlicher Mahner für den Frieden hervorgetan. In den konkreten Situationen habe er aber wenig ausrichten können.

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Maher to Neil deGrasse Tyson: Republicans hate you for being black and smarter than them

Image: The Raw Story

Friday night on HBO’s Real Time with Bill Maher, Maher asked astrophysicist Neil deGrasse Tyson why it is that Republicans seem to dislike him so much.

By David FergusonThe Raw Story

As evidence, Maher showed Tyson the National Review Neil deGrasse Tyson cover story called “Smarter Than Thou,” in which writers for the conservative news organ bemoaned the burgeoning “puffed-up ‘nerd’ culture” in the U.S. as people speak out on behalf of science and against religious quackery and superstition.

Maher opined that Republicans dislike Tyson because “you’re a scientist and you’re a black one” and it upsets them that Tyson is demonstrably “smarter than they are, so it’s terrible, it’s like Obama: a black person taking a white person’s job because they’re better at it, how dare he!”

Tyson said, “There appears to be some jealousy that the ‘nerd’ set, the geek set tends to vote Democrat and I think they want some of those geeks.”

“I didn’t get that,” Maher said. “I think one thing that they really don’t like something that ‘Cosmos’ gets at almost every week, is that we are very insignificant. And somehow this offends them, which seems stupid.”

Insignificance could “depress you, sure,” said Tyson, but if you look more deeply, he said, you see how everything is connected.

Brustkrebs: Licht behindert Therapie

Brustkrebs-Schleife

Brustkrebs-Schleife

Viele Brustkrebsbehandlungen scheitern, weil die Tumorzellen gegen den Wirkstoff resistent werden. Diese Reaktion könnte einen überraschenden Auslöser haben.

Von Daniel LingenhöhlSpektrum.de

Etwa bei der Hälfte aller Brustkrebspatientinnen, die mit dem Wirkstoff Tamoxifen behandelt werden, entwickelt der Tumor Resistenzen gegen das Mittel: Der Behandlungserfolg wird dadurch erschwert. Steven Hill von der Tulane University und seine Kollegen hegen nun einen überraschenden Verdacht, was diese Resistenzen zumindest teilweise auslösen könnte: nächtliches Licht am Krankenbett. Dieses hemme die körpereigene Produktion des Hormons Melatonin und sorge so dafür, dass die Krebszellen sich unvermindert teilen und widerstandsfähig werden können, so die Mediziner: Sie hatten Menschliche Brustkrebszellen in Ratten implantiert und die Tiere dann wechselnden Lichtverhältnissen ausgesetzt.

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Plagiatsfall: “Massive Interventionen” für eine “schlechte Verliererin”

Annette Schavan (Bild: Wikimedia Commons/Laurence Chaperon, CC-BY-SA 3.0)

Annette Schavan (Bild: Wikimedia Commons/Laurence Chaperon, CC-BY-SA 3.0)

Wollte ein Netzwerk Annette Schavan retten? Der Dekan, der das Plagiatsverfahren gegen die damalige Bildungsministerin betrieb, kritisiert in seinem Abschlussbericht Einflussversuche durch Politiker und Wissenschaftler.

Von Roland PreußSüddeutsche.de

Die Hauptpersonen der Plagiatsprüfung im Fall Annette Schavan hatten immer beharrlich geschwiegen: Der Dekan der Philosophischen Fakultät in Düsseldorf, Bruno Bleckmann, und sein Prodekan Stefan Rohrbacher wehrten Presseanfragen zu Gesprächen zwei Jahre lang stets ab. Informationen gab es von Bleckmann nur in wenigen Mitteilungen und einem verlesenen Statement, als die Uni Düsseldorf der damaligen Bundesbildungsministerin im Frühjahr 2013 den Doktortitel wegen Plagiaten entzog.

Dafür durften sie umso mehr einstecken: Politiker bezeichneten das Plagiatsverfahren als skandalös und dilettantisch, Wissenschaftler attackierten die Düsseldorfer Kollegen.

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Christenträume: Wissenschaftler entdecken—es gibt keine Atheisten

Bild: jesus.ch

Während Atheisten glauben, dass es nichts Göttliches gibt, haben Wissenschaftler nun herausgefunden, dass es Atheisten gar nicht gibt. Laut der Forscher sind metaphysische Gedankenprozesse so tief im menschlichen Gehirn verankert, dass sie nicht auszulöschen sind.

jesus.ch

Die Behauptung, dass jeder Mensch an etwas Höheres glaubt, geht aus Studien verschiedener Wissenschaftler hervor. «Wenn man das menschliche Denken untersucht, muss man erkennen, dass Atheismus physisch gesehen nicht möglich ist», so Graham Lawton aus London, selbst Atheist, in der Zeitschrift «New Scientist». «Die Studien zeigen, dass auch überzeugte Atheisten an religiösen Mustern festhalten.»

Laut den Untersuchungen werde der Mensch bereits gläubig geboren. Von Anfang an suche er nach religiösen Mustern, nach Karma, Gott, Schicksal oder kosmischer Gerechtigkeit. «Die kognitiven Eigenschaften des Gehirns tragen die Veranlagung zu glauben in sich», erklärt der Wissenschaftler Pascal Boyer, Professor der Washington-University in St.Louis, USA. «Doch Menschen sind sich ihrer religiösen Meinungen und Ideen nur teilweise bewusst.»

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Warum auch ein Atheist tiefe religiöse Gefühle haben kann

batman_atheistDer amerikanische Philosoph Ronald Dworkin plädiert für ein Umdenken in unserem Verständnis von Religion.

Von Pierfrancesco BasileTages Anzeiger

2011 hielt Ronald Dworkin an der Universität Bern die prestigeträchtigen Einstein Lectures. Da er bald danach starb, konnte er seinen Vorlesungen nicht den letzten Schliff geben. Was er hinterlassen hat, ist allerdings kein Fragment, sondern eine stilistisch reife Abhandlung mit einer provozierenden These: Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn wir einsehen würden, wie wenig der Glaube an einen personalen Gott mit wahrer Religiosität zu tun hat.

Denn auch das Leben eines Ungläubigen, meint Dworkin, könne von tiefen religiösen Gefühlen durchdrungen sein. Albert Einstein ist sein Paradebeispiel eines «religiösen Atheisten»: Dieser behauptete zwar, dass Gott nicht würfle; damit meinte er aber lediglich, dass das Universum ein in sich geschlossenes Ganzes sei, das keine Zufälle dulde.

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Skeptiker suchen weiter nach Wundern

Wünschelrute, Bild: wikimedia.org/PD

An der Uni Würzburg stellten Kandidaten ihre angeblich übersinnlichen Fähigkeiten unter Beweis – und scheiterten.

MAIN POST

Glauben Sie, dass man sich mit meditativer Gymnastik messbar leichter machen oder das Keimen von Sesamsamen mit spiritueller Bestrahlung beeinflussen kann? Mit Leuten, die glauben, solche Fähigkeiten zu besitzen, haben es der Würzburger Skeptiker Rainer Wolf und seine Kollegen von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) zu tun. Einmal im Jahr laden die Skeptiker Frauen und Männer, die überzeugt sind, übersinnliche Kräfte zu haben, zu den Psi-Tests ein an die Universität Würzburg.

Rainer Wolf, Physiker und habilitierter Biologe, und sein Kollege Martin Mahner, Deutschlands einziger hauptamtlicher Skeptiker, Biologe und Wissenschaftsphilosoph, glauben nicht an Hokuspokus. Aber sie setzen sich mit wissenschaftlichen Methoden mit diesem auseinander.

„Der Erfolg unserer Kandidaten würde eine wissenschaftliche Revolution auslösen.“

Rainer Wolf, Physiker und Biologe

Symphony of Science — We Are Stardust

We are star dust, reaching out to the universe. The 15th Symphony of Science video featuring Neil DeGrasse Tyson, Richard Feynman and Lawrence Krauss. Materials used are from:

Cosmic Quandaries with Neil DeGrasse Tyson
10 Questions for Neil DeGrasse Tyson
Beyond Belief 2006 with Neil DeGrasse Tyson
The Most Astounding Fact
A Universe from Nothing – Lawrence Krauss
Feynman “Fun to Imagine” Interviews
Journey to the Edge of the Universe
Finding Life Beyond Earth (NOVA)
Wonders of the Universe (BBC)
Sunshine

via Troythulu

Die vermeintlichen Knochen der “Heiligen Drei Könige”

Dreikönigsschrein, Bild: wdr5.de

Die Legende der drei Weisen aus dem Morgenland war im Mittelalter derart lebendig, dass die Ankunft ihrer vermeintlichen Überreste in Köln vor 850 Jahren einen Begeisterungssturm auslöste – und den Bau einer riesigen Kathedrale.

Von Mathias SchulenburgDeutschlandfunk

Es muss ein großes Spektakel gewesen sein: Rainald von Dassel, engster Vertrauter des Kaisers Friedrich Barbarossa und Erzbischof von Köln, zog am 23. Juli des Jahres 1164 von Mailand kommend mit großem Gefolge in Köln ein, im Gepäck Skelett-Teile, die unter anderem als den legendären Weisen aus dem Morgenlande zugehörig deklariert waren. Ein Geschenk Kaiser Friedrich Barbarossas, in Mailand geraubt.

Indes: Die beraubten Mailänder machten wenig Gewese aus dem unerhörten Verlust. In ihren Inventarlisten stand aber auch nichts von den Weisen oder Magiern, die später als Heilige Drei Könige Karriere machen sollten. Waren die Knochen etwa nicht echt?

“Die können nicht echt sein”

“Die Frage nach der Echtheit der Knochen, das heißt ob die auch wirklich die der drei Könige sind, kommt immer wieder”,

sagt der Kölner Kunsthistoriker Helmut Fußbroich,

“Aber da kann man, ohne rot zu werden, sagen, nä, die können nicht echt sein, weil es sich eben um eine Geschichte handelt, die keine Historie erzählen will, sondern eine religionspädagogische Absicht dahinter steckt, nämlich um zu zeigen, dass die Heiden begriffen haben, wer da geboren worden ist, während die Juden das eben noch nicht begriffen hatten. Darum geht es dem Evangelisten Matthäus.”

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Human Brain Project Meinung: Eine Milliarde Euro für ein Hirngespinst?

Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project

Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project

Das ambitionierte Human-Brain-Projekt steht zunehmend in der Kritik. Ein Hirnforscher vom Max-Planck für Experimentelle Medizin fasst die grundsätzlichen Einwände zusammen.

Von Nils BroseSpektrum.de

Ein Großprojekt, das die Hirnforschung in völlig neue Dimensionen führen wird, kündigten die Protagonisten an. “Radikal unreif”, “zum Scheitern verurteilt” und “reine Geldverschwendung”, urteilen nun die Skeptiker. Weniger als ein Jahr nach seinem Stapellauf ist das Human-Brain-Projekt, ein so genanntes Flaggschiff der europäischen Wissenschaftsförderung, in schwere See geraten. In einem offenen Brief an die Europäische Kommission haben im Juli mehrere hundert Forscher das Management des eine Milliarde Euro teuren Vorzeigeprojekts kritisiert und eine stärkere Kontrolle eingefordert.

Zweifel am Human-Brain-Projekt sind nichts Neues. Dessen in vielen Vorträgen und PR-Auftritten der Projektleiter formulierte Kernidee, das menschliche Gehirn mit Hilfe von Supercomputern zu simulieren, hat schon während des umfangreichen Lobbyings dafür zahlreiche Kritiker auf den Plan gerufen. Und auch das Flaggschiff-Förderprinzip der Europäischen Kommission, milliardenschwere Megaprojekte mit dutzenden Instituten und Laboren an Stelle einzelner exzellenter Wissenschaftler zu unterstützen, wurde von Anfang an grundsätzlich in Frage gestellt.

Doch die Kritik der wissenschaftlichen Welt in Europa und anderswo verhallte ungehört. Seit 2013 fließen die EU-Millionen in das von Henry Markram an der Schweizer École Polytechnique Fédérale in Lausanne koordinierte Projekt – und werden in den Sand gesetzt, wie viele Neurowissenschaftler meinen. Ihnen geht der offene Brief an die Europäische Kommission mit seinem Fokus auf das Management des Großvorhabens, die zu eng gefasste thematische Ausrichtung auf die Informationstechnologie und die fehlende Transparenz und Kontrolle bei strategischen Entscheidungen über die genaue Projektausrichtung noch nicht weit genug. Die Kritik der Hirnforscher ist viel fundamentaler.

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