Archiv der Kategorie: Geschichte

Thementag Papst und Vatikan auf 3Sat

reptiloider Papst u.Kardinal Bild:katholisches.info

reptiloider Papst u.Kardinal
Bild:katholisches.info

Papst und Vatikan: zu Allerheiligen, dem 01. November, beleuchtet der 3sat-Thementag “Mythos Vatikan” in Dokumentationen und Spielfilmen das Leben und Wirken bedeutender katholischer Würdenträger wie Papst Franziskus, Papst Pius XII. und Papst Johannes Paul II.

SERIENHAI.de

Zu den Highlights des Thementags zählt neben dem aufwendig inszenierten Historiendrama “Die Päpstin (23.10 Uhr) nach dem Bestseller von Donna W. Cross sowie dem zweiteiligen Spielfilm “Pius XII.” (ab 20.15 Uhr) mit James Cromwell in der Titelrolle auch die Dokumentation “Kirche, Ketzer, Kurtisanen – Das Konzil von Konstanz” (19.20 Uhr), eine Erstausstrahlung in 3sat. Sie blickt zurück auf die Zeit vor genau 600 Jahren, als gleich drei Päpste den Stuhl Petri für sich beanspruchten.

Nach der Katastrophe von Avignon beginnt die Zeit der Papstkönige. Sixtus IV. will Rom zum neuen Oberhaupt der Welt machen und lässt die Sixtinische Kapelle bauen, eines der größten Heiligtümer der Christenheit, in dem bis heute das Konklave abgehalten wird. Doch der fromme Franziskaner stürzt den Vatikan in eine erbitterte Fehde gegen den mächtigen und schillernden Clan der Medici: Die Familienoberhäupter sollten durch Francesco de’ Pazzi und Girolamo Riario, einem Neffen von Papst Sixtus IV., ersetzt werden.

weiterlesen

„Reformationsgedenken zu sehr auf Luther zentriert“

ekd_reformation_magazin300Historiker kommentiert kirchliche und staatliche Gedenkaktivitäten zum Jubiläum 2017

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Die kirchlichen und staatlichen Aktivitäten zum Reformationsjubiläum 2017 sind aus Historikersicht „ein Musterfall für das schwierige Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit“. In Ausstellungen, Tourismus-, Schul- und Musikprojekten werde die Erinnerung an die religiöse Erneuerungsbewegung sehr stark auf den Wittenberger Reformator Martin Luther (1483-1546) zugespitzt, schreibt Reformationshistoriker Prof. Dr. Matthias Pohlig vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ auf http://www.religion-und-politik.de. Dies sei einer der Gründe dafür, warum Reformationshistoriker ein Problem mit den Jubiläumsaktivitäten hätten.

„Gerade die Luther-Zentriertheit der Lutherdekade ist für eine historische Forschung, die sich seit Jahrzehnten bemüht, die sozialen, politischen und kulturellen Umbrüche um 1500 zu beschreiben, ohne in die Falle einer Geschichte großer Männer zu tappen, ein Problem“, schreibt der Wissenschaftler in dem Beitrag „Vom Fremdeln mit dem Reformationsjubiläum 2017“. Während die Kirche die Identifikationspotenziale der Reformation suche und mit vielen Jubiläumsaktivitäten einem Bedürfnis nach Identitätsstiftung und Selbstvergewisserung nachkomme, bemühten sich Historiker in kleinteiliger kulturhistorischer Forschung „um Dekonstruktion des allzu vertraut Scheinenden“. Die verbreitete Vorstellung von einem „Luther der Moderne, Vorkämpfer von Freiheit und Toleranz“ komme dabei nicht mehr in Frage, genauso wenig wie das im Rahmen der Lutherdekade diskutierte Gegenteil: „Luther ist eben auch nicht der Unmoderne, Repressive, der Intolerante.“

Prof. Pohlig erörtert in seinem Beitrag verschiedene Gründe, warum viele Historiker nach seiner Einschätzung „mit dem Jubiläumshype fremdeln“. So seien nicht-theologische Reformationshistoriker weniger institutionell und gedanklich in die evangelische Kirche integriert als Kirchenhistoriker und teilten insofern nicht das Ziel der Identitätsstiftung, das sich oft mit Jubiläen verbinde. Zudem sähen akademische Historiker in Formaten der Geschichtsvermittlung wie Dokudramas, Geschichtscomics oder historischen Events die Gefahr einer Verflachung oder Verfälschung. „Auswüchse der Lutherdekade“ seien etwa Luther-Raps und -songs bei YouTube, Ratgeberliteratur, kitschige Bücher mit Lutherzitaten oder das Aussenden von Schülern als „Lutherbotschafter“ in andere Länder. Auch darin liege das Fremdeln begründet.

Eine weitere Ursache sieht der Autor in der Skepsis vieler Historiker gegenüber der Rolle des public intellectuals, in die sich noch in den 1980er Jahren viele Fachkollegen gern begeben hätten. Die damalige „sozialhistorische Debattenfreudigkeit“ habe auch den Blick auf die Reformation geprägt: „Das letzte große Jubiläum, das Lutherjahr 1983 zum 500. Geburtstag des Reformators, stand ganz im Zeichen der erbitterten Ost-West-Systemkonkurrenz.“ Luther sei für Diskussionen über sich verändernde soziale und politische Strukturen und eine „frühbürgerliche Revolution“ herangezogen worden. Damit wurde dem Autor zufolge genau die Leitfrage behandelt, die auch zum Gedenken 2017 im Zentrum stehe: „Was hat Luther mit uns zu tun und was wir mit Luther?“ Heute hingegen sei „just zum Jubiläum weit und breit keine integrierende Perspektive zu sehen“. Wenn Kulturwissenschaftler sich zum Beispiel mit Ritualen um 1520 oder mit dem Verhältnis der Reformatoren zur Körperlichkeit beschäftigten, ließen sich kaum übergreifende Perspektiven generieren. „Eine solche integrierende, Kontroversen stimulierende Perspektive wäre aber nötig, wollte die akademische Reformationsforschung die inhaltlichen Leitlinien von 2017 umfassend mitprägen.“

Den Nutzen der Lutherdekade für die geschichtswissenschaftliche Forschung sieht Prof. Pohlig skeptisch. Zwar sei die Zahl der reformationshistorischen Konferenzen und Publikationen nun erheblich angestiegen. „In diesem Rahmen wird, so mein Eindruck, noch sorgloser als sonst Geld für zweifelhafte Tagungen und zusammenhanglose Sammelbände ausgegeben – ein Indiz für eine Eventisierung auch des Wissenschaftsbetriebs.“ Mit Blick auf den „im engeren Sinne wissenschaftlichen Ertrag“ sei das Reformationsjubiläum „irrelevant“.

weiterlesen

Creationists To Discuss Evolution And Its Alleged Influence On Adolf Hitler’s Nazism

Image: inquisitr.com

Creationists are planning to conduct a university workshop discussing Adolf Hitler’s Nazi ideology and how it was allegedly influenced by Charles Darwin’s theory of evolution.

INQUISITR

Creationist group Creation Summit has announced plans to set up a conference called the Origin Summit at the Michigan State University, a research university that employs dozens of scientists studying evolution.

Creation Summit, a non-profit Christian organization that preaches a literal interpretation of the Bible, has been scheduled to visit the prestigious university on November 1. Speakers include creationist theorists like biologist Jerry Bergman, physicist Donald DeYoung and geneticist John Sanford.

One of the aims of the conference is to explore the possible influences of the theory of evolution on Adolf Hitler’s Nazi ideology, an idea that has already been debunked by historians. According to Science Mag, the summit will also discuss other unscientific statements, bearing titles such as “the big bang is fake,” and “natural selection is NOT evolution.” The creationist group will also discuss Michigan State University scientist Richard Lenski’s groundbreaking, on-going study on the evolution of E.coli, an experiment that demonstrates the observability of evolution on bacterial populations.

read more

Päpstlicher Kreationisten-Müll

TheCreation_399Die Ergebnisse der Evolutionsforschung widersprechen nach den Worten von Papst Franziskus nicht dem Glauben an einen Schöpfergott. Vielmehr setzten die Evolution wie auch die Urknall-Theorie die Existenz eines Schöpfers voraus, sagte Franziskus am Montag im Vatikan. “Er hat die Wesen geschaffen, und hat sie sich nach den inneren Gesetzen entwickeln lassen, die Er jedem von ihnen gegeben hat, damit sie sich weiterformen, damit sie ihre eigentliche Fülle erreichen können.”

kathweb

Im laufenden und im kommenden Wintersemester stellen Wissenschaftler aus Deutschland, Italien und der Schweiz Repräsentanten der “Gegenreformation” vor. Unter ihnen sind Kaiser Karl V. (1500-1558) und Jesuiten-Gründer Ignatius von Loyola (1491-1556). Die Zeit der Reformation sei nicht nur eine “dunkle Epoche des Konfessionenhasses” gewesen, sondern auch “eine Blütezeit, die das philosophische und theologische Denken außerordentlich befruchtet”, so die Guardini-Stiftung. Zudem würden die Fernwirkungen damaliger Vorstellungen katholischer und evangelischer Identität bis zur Gegenwart beleuchtet.

weiterlesen

Gesetzlicher Feiertag am 31. Oktober 2017?

Bild: EKD

Bild: EKD

Schäuble und Hundt äußern sich gegensätzlich

EKD

Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble unterstützt die Initiative der Bundesländer für einen einmaligen gesetzlichen Feiertag am Reformationstag 2017. „Nutzen wir alle gemeinsam – ob Christen oder Nichtchristen, ob religiös oder areligiös – den einmaligen Feiertag am 31. Oktober 2017, um uns an diese glückliche Wendung in unserer Geschichte zu erinnern, die uns bis heute prägt“, schreibt Schäuble auf der Internetseite http://www.2017gemeinsam.de. Die Reformation habe nicht nur religiös, sondern auch gesellschaftlich und politisch „einen tiefgreifenden Wandel in der europäischen Geschichte“ herbeigeführt. Luthers Lehre von den beiden Reichen habe dazu beigetragen, „dass wir heute in Deutschland in einer freiheitlichen, pluralistischen Demokratie leben können“, so der Bundesfinanzminister. Ein weltanschaulich neutraler Staat wie die Bundesrepublik sei dazu verpflichtet, „nicht nur die Religionsfreiheit zu gewährleisten, sondern auch die Religionsausübung zu ermöglichen“. Dieses kostbare Gut werde insbesondere im Blick auf andere Regionen der Welt, in denen Menschen aus religiösen Gründen verfolgt werden, deutlich.

weiterlesen

Every Black Hole Contains Another Universe, Claims New Study

Bild: NASA/public domain

Bild: NASA/public domain

In modern science, the prevailing opinion supposes that whatever falls into a black hole disappears forever and breaks apart into the component parts. However, a new theory states that black holes do not destroy the matter but rather are a kind of exit gate which lead to other universes just like our own.

CSGLOBE

The new theory was developed by Jorge Pullin of the State University of Louisiana and Rodolfo Gambino of the University of the Republic of Uruguay. The two scientists decided to study the predictions of the theory of quantum gravity in black holes. More specifically, they applied the equations of quantum gravity in a non-rotating black hole with spherical symmetry.

As described in other theories, as the matter approaches the core of the black hole, the gravitational field becomes more and more powerful, but it does not disappear into a spacetime singularity as the prevailing theory states. According to the study results of the two researchers, the matter does not disappear in the middle of the hole but continues its way up the other end and into another universe.

“Like part of a cosmic Russian doll, our universe may be nested inside a black hole that is itself part of a larger universe. In turn, all the black holes found so far in our universe—from the microscopic to the supermassive—may be doorways into alternate realities.”

read more

Kriminalgeschichte des Christentums: Auf der Rattenlinie

Papst Paul VI. ernennt Josep Ratzinger zum Kardinal, Bild: dpa

Lichtstrahl für Kriegsverbrecher: Papst Franziskus hat Papst Paul VI. selig gesprochen.

Von Gerhard FeldbauerjW

Seit Jorge Mario Bergoglio, auch Papst Franziskus genannt, im Büßerhemd den Katholizismus regiert, verheisst er verschiedene Reformen, um die nach Zehntausenden zählenden Kirchenaustritte zu stoppen.

Medial hat er jedenfalls Erfolg. Seine jüngste Synode wurde als »Lichtstrahl« auf dem Weg zu einer »moderneren und offeneren Kirche« gepriesen. Was von dieser Propaganda zu halten ist, zeigte sich, als Franziskus am Ende dieser Synode, die den katholischen Spezialthemen Sex, Ehe und Familie gewidmet war, Paul VI. (1963–1978) seligsprach.

Denn damit stellte sich Franziskus in die Tradition des Bündnisses der Kurie mit dem Faschismus, die Pius XI. unter Mussolini begründet hatte und das von allen folgenden Päpsten nicht in Frage gestellt wurde. Einzige Ausnahme ist Johannes XXIII. (1958–1963), bzw. Angelo Giuseppe Roncalli, der als päpstlicher Gesandter im Zweiten Weltkrieg unzählige Juden vor dem Holocaust retten konnte.

weiterlesen

Der Anfang im Ende: Die Wiedergeburt Roms

Peter Heather Die Wiedergeburt Roms Aus dem Englischen von Hans Freundl und Heike Schlatterer Verlag: Klett-Cotta, Stuttgart 2014 ISBN: 9783608948561 32,95 €

Peter Heather
Die Wiedergeburt Roms
Aus dem Englischen von Hans Freundl und Heike Schlatterer
Verlag: Klett-Cotta, Stuttgart 2014
ISBN: 9783608948561
32,95 €

Nach “Der Untergang des Römischen Weltreiches” (2009) legt der englische Althistoriker Peter Heather nun mit “Die Wiedergeburt Roms” erneut ein glänzend geschriebenes Buch vor, das über den kulturhistorisch bedeutsamen Transformationsprozess von der Spätantike zum Frühen Mittelalter handelt.

Von Theodor KisselSpektrum.de

Das Thema ist ebenso spannend wie hochaktuell, geht es doch um Globalisierung und Migration. Schon nach wenigen Seiten wird offenkundig: Die Migrationsströme des ersten Jahrtausends christlicher Zeitrechnung sind mit denen der Gegenwart durchaus vergleichbar. Häufiger als politische Verfolgung veranlasste wirtschaftliche Not die Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Das Wohlstands- und Zivilisationsgefälle zwischen den germanischen und slawischen Stammeskulturen einerseits und dem prosperierenden Römischen Reich andererseits setzte eine dynamische Wanderungsbewegung in Gang, die beide Kulturräume nachhaltig veränderte und am Ende ein christliches Europa als neue Einheit hervorbrachte. Als Stabilitätsanker in unruhigen Zeiten erwies sich bald nach der Jahrtausendwende das Papsttum, dessen Stellvertreter Christi auf Erden nach dem Zerfall des Karolinger-Reichs eine neue Art von “Imperium” schufen, das bis auf den heutigen Tag Bestand hat.

weiterlesen

Was Rembrandt-Gemälde und die Enthauptungen des IS gemeinsam haben

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Bilder von Menschen, die wegen ihrer Religion sterben mussten, gab es früher und gibt es heute. Das “Vatican-Magazin” hat Gemälde und Handyfotos in einem erschreckenden Vergleich nebeneinander gestellt und aktuelle religiöse Konflikte analysiert.

Von Martina FietzFOCUS ONLINE

Eine Mutter, die ihren sterbenden Sohn in den Armen hält. Ein Mann, der mit ausgebreiteten Armen auf sein Kreuz blickt. Kinder auf der Straße, sinnlos getötet. Abgetrennte Köpfe, die den Betrachter mit leeren Augen anblicken. Die Bilder sind aktuell und alt zugleich. Sie stammen aus dem Irak und aus Syrien sowie aus den großen Museen dieser Welt.

Das “Vatican-Magazin”, das der langjährige Rom-Korrespondent der “Welt”, Paul Badde, herausgibt, hat die Bilder der Märtyrer aus Vergangenheit und Gegenwart gegenübergestellt. Menschen, die damals wie heute wegen ihres Glaubens ihr Leben verloren. Die einen gemalt von großen Künstlern wie Giotto, Caravaggio, Rembrandt oder Zurbarán, die anderen dargestellt in Handy-Momentaufnahmen.

weiterlesen

Jared Diamond: ‘150,000 years ago, humans wouldn’t figure on a list of the five most interesting species on Earth’

Jared Diamond (HiraV – Own work)

Most people would be overjoyed to receive one of the MacArthur Foundation’s annual “genius grants” – around half a million dollars, no strings attached – but when Jared Diamond won his, in 1985, it plunged him into a depression.

By Oliver BurkemanRaw Stroy/The Guardian

At 47, he was an accomplished scholar, but in two almost comically obscure niches: the movement of sodium in the gallbladder and the birdlife of New Guinea. “What the MacArthur call said to me was, ‘Jared, people think highly of you, and they expect important things of you, and look what you’ve actually done with your career’,” Diamond says today. It was a painful thought for someone who recalled being told, by an admiring teacher at his Massachusetts school, that one day he would “unify the sciences and humanities”. Clearly, he needed a larger canvas. Even so, few could have predicted how large a canvas he would choose.

In the decades since, Diamond has enjoyed huge success with several “big books” – most famously, 1997’s Guns, Germs and Steel – which ask the most sweeping questions it is possible to ask about human history. For instance: why did one species of primate, unremarkable until 70,000 years ago, come to develop language, art, music, nation states and space travel? Why do some civilisations prosper, while others collapse? Why did westerners conquer the Americas, Africa and Australia, instead of the other way round? Diamond, who describes himself as a biogeographer, answers them in translucent prose that has the effect of making the world seem to click into place, each fact assuming its place in an elegant arc of pan-historical reasoning. Our interview itself provides an example: one white man arriving to interview another, in English, on the imposing main campus of the University of California, Los Angeles, in a landscape bearing little trace of the Native Americans who once thrived here. Why? Because 8,000 years ago – to borrow from Guns, Germs and Steel – the geography of Europe and the Middle East made it easier to farm crops and animals there than elsewhere.

Whether such satisfying explanations are in fact true is the subject of vicious jousting between Diamond and many anthropologists. They condemn him as a cultural imperialist, intent on excusing the horrors of colonialism while asserting the moral superiority of the west. (One 2013 article, in an ecology journal, was entitled “F**k Jared Diamond”, the asterisks failing to conceal the general tone of the debate.) Diamond strikes back with equal force, calling his critics “idiots”, unscientific timewasters and purveyors of “politically correct blabber”. So it is slightly disconcerting to meet this strident propagandist for capitalism in his faculty office. In person, Diamond is a fastidiously courteous 77-year-old with a Quaker-style beard sans moustache, and archaic New England vowels: “often” becomes “orphan”, “area” becomes “eerier”. There’s no computer: despite his children’s best efforts, he admits he’s never learned to use one.

read more

J. Craig Venters “Leben aus dem Labor”: Gott ist da unnötig

Monster aus Menschenhand – Fiktion künstlich erschaffenes Leben: Frankstein-Figur Foto: Afp

Der amerikanische Biochemiker J. Craig Venters meint, im Labor könne jede Art Leben entworfen werden.

Badische Zeitung

Im Jahr 2010 hat J. Craig Venters Forschungsgruppe die erste lebensfähige künstliche Zelle hergestellt. Technik und wachsendes Wissen, behauptet der amerikanische Biochemiker im Buch “Leben aus dem Labor”, eröffnen die Möglichkeit, nahezu jede Art von Leben zu entwerfen. Das besteht für Venter aus biologischen Maschinen, angetrieben von DNA, der Software alles Lebendigen. “Wir gehen von einem Computer-Digitalcode aus, gestalten eine neue Lebensform, synthetisieren mit chemischen Methoden ihre DNA und fahren sie dann hoch, so dass eine neue Lebensform entsteht”, schreibt er: “Die Menschheit steht im Begriff, in eine neue Phase der Evolution einzutreten.”

weiterlesen

Allahs gierige Räuber

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Die IS-Dschihadisten finanzieren sich aus Plünderungen und illegalem Antiken-Handel. Abnehmer sind Sammler in Europa, inzwischen auch in China und seit einigen Jahren zunehmend in den Golfstaaten.

Von Martina DoeringBerliner Zeitung

In der Ruinenstadt Palmyra, um die antiken Stätten von Ebla, Apamea, Karkemisch oder Rakka reiht sich Erdloch an Erdloch. Dort sind seit Monaten Raubgräber am Werk, die den Boden nach antiken Objekten durchwühlen, zum Teil mit hochmodernem Gerät. In den Tempelanlagen und Resten assyrischer, babylonischer und byzantinischer Herrscher werden Stücke aus Wandfriesen herausgebrochen, Statuen die Köpfe abgeschlagen, Mosaiken großflächig aus dem Boden geschnitten.

Syrien wie der Irak gehören zum alten Kulturkreis Mesopotamien, die Anfänge dieser Kultur reichen tausende Jahre zurück. Und alle Völker, die dort herrschten, haben ihre Zeugnisse hinterlassen: Sumerer, Babylonier, Assyrer. Unter jedem Hügel in der flachen Landschaft befinde sich, so heißt es unter Archäologen, ein Tempel, ein Palast, die Grabstätte eines Königs.

weiterlesen

‘Miss Hitler 2014′ — Young Women Compete In World’s Most Disgraceful Beauty Contest

Second Prize, Image: Addicting Info What self-respecting Nazi wants to walk the streets without this season’s must-have: a pendant combining the classic German Iron Cross and Third Reich heraldry?

This isn’t satire. The “Miss Hitler 2014″ pageant is a real thing. Young women are right now competing for the “Miss Ostland 2014″ crown by posting sexy Nazi selfies to the “Adolf Hitler” fan page on VKontakte (Russian Facebook).

By Kerry-AnnAddicting Info

Reichskommissariat Ostland is the 1941 Baltic territory Nazi occupation under which over 1 million Jews were killed.

As Vocativ reports:

“Russian and Ukrainian Nazis and the people who love them, are voting for their favorite pictures of proud, beautiful anti-Semitic women posted to the site’s ‘Adolf Hitler’ group page. Boasting more than 7,000 followers, the page describes itself as a group of Russians and Ukrainians who pay tribute to Hitler, history’s best-known goose-stepping genocidal maniac.”

So, who are the women putting themselves forward as contestants?

read more

Schutzschild der Erde: Rasante Magnetfeld-Umpolung verblüfft Geoforscher

Bild: NASA/PD The Importance of Being Magnetized Despite its magnetic field, Earth is losing its atmosphere to space at about the same rate as planets that lack this protective barrier against the solar wind. Scientists now are beginning to question whether magnetic fields really are vital to helping a planet hold on to its atmosphere. Upcoming missions, such as NASA's MAVEN mission to Mars, will help astrobiologists understand how the loss of planetary atmospheres is tied to solar activity. The work could shed new light on how a planet's habitability is effected by its local space environment.

Bild: NASA/PD
The Importance of Being Magnetized
Despite its magnetic field, Earth is losing its atmosphere to space at about the same rate as planets that lack this protective barrier against the solar wind. Scientists now are beginning to question whether magnetic fields really are vital to helping a planet hold on to its atmosphere. Upcoming missions, such as NASA’s MAVEN mission to Mars, will help astrobiologists understand how the loss of planetary atmospheres is tied to solar activity. The work could shed new light on how a planet’s habitability is effected by its local space environment.

Vor 786.000 Jahren wechselte das Magnetfeld der Erde seine Richtung um 180 Grad. Die Umpolung dauerte offenbar nur hundert Jahre und wird sich wiederholen. Dann sind Menschen, Stromnetze und Satelliten gefährdet.

Von Holger DambeckSpON

Die Kompassnadel zeigt nach Norden – so lernen es Kinder im Geografie-Unterricht. Doch in der Erdgeschichte hat das Magnetfeld immer wieder die Richtung gewechselt – im Mittel alle 250.000 Jahre. Die Nadel hätte also mal nach Süden, mal nach Norden gezeigt, wenn es damals schon Kompasse gegeben hätte.
Die letzte langjährige Umpolung, die sogenannte Brunhes-Matuyama-Umkehr, liegt fast 800.000 Jahre zurück. Und sie geschah viel schneller als bislang bekannt, wie ein internationales Forscherteam nun bei Untersuchungen in Italien herausgefunden hat. In gerade mal hundert Jahren habe sich der Wechsel vollzogen, schreiben sie im Fachblatt “Geophysical Journal International”.

AfD-Vortrag: “Alliierte bauten die Gaskammern von Dachau”

Foto: picture-alliance / akg-images Ein Blick in die Gaskammern des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Dachau (Foto aus dem Jahr 1946)

Kruder Geschichtsrevisionismus: Ein AfD-Mann aus Schleswig-Holstein sagt bei einem Vortrag, Hitler habe den Zweiten Weltkrieg nicht geplant. Den Alliierten wirft er “erbarmungslose Propaganda” vor.

DIE WELT

Ein Mitglied des AfD-Kreisverbandes Stormarn (Schleswig-Holstein) hat bei einem Vortrag behauptet, die Gaskammern der Nationalsozialisten im Konzentrationslager Dachau seien erst im Nachhinein von den Alliierten eingerichtet worden — um zu täuschen. Das sagte Dirk Helms am Donnerstagabend bei einem Vortrag auf der AfD-Veranstaltung “Deutsche Selbstwahrnehmung” in Stockelsdorf am Donnerstagabend, wie die “Lübecker Nachrichten” berichteten.

Der Beginn des Zweiten Weltkrieges ist nach Helms’ Meinung nicht von Hitler geplant gewesen. Die Alliierten hätten eine “erbarmungslose Propaganda” betrieben. Er zitierte auch Carl Schmitt, einen Juristen, der wegen seines Einsatzes für das NS-Regime sehr umstritten ist. Helms erzählte zudem von einem angeblichen KZ-Überlebenden, der Schülern eine ausgedachte Geschichte erzählt habe, jedoch nie ein Konzentrationslager von innen gesehen habe.

weiterlesen

Temple Mount defaced with anti-Semitic graffiti

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

Vandals daub swastikas on floor within compound and equate them with Star of David; police investigating.

By Times of Israel staff

Police opened an investigation Sunday after graffiti was found in the Temple Mount compound depicting a swastika as the equivalent of a Star of David.

The incident came on the heels of a call by Palestinian Authority President Mahmoud Abbas for Palestinians to defend the Temple Mount, the location of the al-Aqsa mosque and the site of heated clashes between Palestinians and Israeli security forces over the past several weeks.

Police spokesman Micky Rosenfeld said authorities had opened a probe into the incident after finding at least three instances of the graffiti daubed on the floor inside the holy site.

Pictures posted online by the Israeli news portal 0404 showed two different places where the symbols had been painted in blue, one on stairs leading to the Temple Mount and another in an unidentified location.

read more

Geburt der Gegenwart: Alles im Fluss

Achim Landwehr Geburt der Gegenwart  Verlag: S. Fischer, Frankfurt M. 2014 ISBN: 9783100448187 24,99 €

Achim Landwehr
Geburt der Gegenwart
Verlag: S. Fischer, Frankfurt M. 2014
ISBN: 9783100448187
24,99 €

Der “Kriegs- Mord- und Todt- Jammer- und Noth-Calender” des thüringischen Pfarrers Abraham Seidel (gest. 1680) erfreute sich lange Zeit enormer Beliebtheit. Mehr als 170 Jahre lang, von 1678 bis 1849, fand das Werk Absatz. Das Besondere an ihm war, dass es nicht nur die übliche Auffassung bediente, wonach die menschliche Zivilisation seit den Zeiten des himmlischen Paradieses permanent im Abstieg begriffen sei und unausweichlich aufs Verderben zusteuere. Sondern es stellte auch zeitgenössische politische Ereignisse in den Fokus und wandte den Blick somit der Gegenwart zu.

Von Martin SchneiderSpektrum.de

Der “Calender” markierte damit einen Paradigmenwechsel, wie der Historiker Achim Landwehr im vorliegenden Buch beschreibt. Im 17. Jahrhundert löste man sich langsam von der christlichen Heilsgeschichte, wonach die ferne Vergangenheit eine goldene gewesen sei, während sich nun ein steter Niedergang vollziehe und Gott für die Zukunft den Weltuntergang und das Jüngste Gericht vorherbestimmt habe. Die Reflexion der Gegenwart hatte in diesem Zeitschema fast keinen Platz gehabt – nun jedoch, in der Neuzeit, änderte sich die Situation. Man hatte blutige Konfessions- und Bürgerkriege überstanden, ebenso Wirtschaftskrisen, Klimaverschlechterungen und verheerende Seuchen. Sogar die Türkengefahr und die Pest, zuvor als göttliche Strafgerichte sowie als Aufruf zu Buße und Umkehr gedeutet, wusste man gegen Ende des 17. Jahrhunderts hinter sich. Es stimmte offenkundig nicht, dass alles immer schlechter wird, und auch die Apokalypse ließ trotz vieler Ankündigungen auf sich warten. Somit richtete sich die Aufmerksamkeit der Menschen verstärkt auf das Jetzt.

weiterlesen

Norbert Lammert betätigt sich als Narr

“Dem Christentum sind sind die Felle davongeschwommen”, sagt Kurt Flasch Foto: pro

Kurt Flasch hat ein vielbeachtetes Buch geschrieben, in dem er erklärt, warum er den christlichen Glauben ablehnt. Am Donnerstag bemühten sich Bundestagspräsident Norbert Lammert und Autorin Felicitas Hoppe, ihn zu widerlegen.

pro Medienmagazin

Für den Historiker Kurt Flasch ist das Christentum wenig mehr als ein „höherer Optimismus“, der sich aus einer Religion speist, der die „Felle davon geschwommen sind“. „Glaubt ihr wirklich, was im Glaubensbekenntnis steht?“, fragte er am Donnerstag die versammelte Hörerschaft bei der Katholischen Akademie zu Berlin. Eine Antwort verlangte diese Frage nicht, der Autor reagierte zugleich auf beide möglichen Entgegnungen. In heutigen Zeiten sei ein Gott als metaphysischer Weltenschöpfer nicht mehr erklärbar, die Wissenschaft stehe dem im Weg. Wer aber nicht an den ursprünglich in der Bibel dargestellten Gott glaube, der könne es auch gleich lassen.

Den Beginn des Untergangs christlicher Weltdeutungshoheit verknüpft Flasch mit der Erfindung der historisch-kritischen Bibelanalyse. Wer nicht mehr an den Teufel oder gar an die Auferstehung Jesu glaube, der könne sich schwerlich Christ nennen. Wer sich aber als solcher bezeichnet und besagtes Credo gewissentlich mitspricht, ist für Flasch ebenfalls ein Narr.

weiterlesen

 

Schein-Therapien und der Placebo-Effekt

Wirkung ohne Wirkstoff – Wie funktionierern Placebos? © freeimages

Placebos lindern Schmerzen, hemmen Entzündungen und lösen Asthma – und enthalten doch keinerlei wirksame Bestandteile. Trotzdem wirken diese Schein-Therapien bei vielen Menschen verblüffend gut. Aber warum? Wie funktioniert der Placebo-Effekt?

scinexx.de

“Placebo” – Ich werde gefallen: So nannten schon rund 250 Jahren Mediziner ihre Schein-Arzneien. Sie verabreichten ihren Patienten Pillen aus Brot und Zucker oder Tränke aus gefärbtem Wasser, um diese zu beruhigen, ihnen Linderung bei unheilbaren Krankheiten zu verschaffen oder schlicht, um Geld zu verdienen. Doch schon damals stellte man fest: Die Schummel-Kuren wirken.

Inzwischen weiß man, dass Placebos reale und physiologisch messbare Veränderungen im Körper auslösen können. Ihre Wirkung geht damit weit über einen rein psychologischen Effekt hinaus. Was aber genau den Placebo-Effekt verursacht, wie er sich manifestiert und warum nicht jeder gleichermaßen anfällig ist, das haben Forscher erst in den letzten Jahren zumindest in Teilen herausgefunden.

weiterlesen

Stiftung startet Plakat-Kampagne mit Porträts NS-Überlebender

Bild: Ich lebe noch!

Bild: Ich lebe noch!

Mit einer großangelegten Plakatkampagne will die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft um mehr Unterstützung für noch lebende NS-Opfer in Osteuropa werben.

evangelisch.de

Unter dem Motto “Ich lebe noch” werden ab kommendem Montag mehr als 500 Plakate in Berlin zu sehen sein, teilte die Stiftung am Donnerstag mit. Auch an Autobahnen der Region sollen auf großen Leuchttafeln Porträts und Lebensgeschichten von insgesamt sechs Überlebenden gezeigt werden. Nach den Plänen der Stiftung soll die Kampagne auch auf andere Städte im Bundesgebiet ausgeweitet werden. Dazu würden jedoch noch Sponsoren gesucht, sagte Sprecher Wolf Fenner.

weiterlesen