Archiv der Kategorie: Geschichte

Ancient Egyptian Carving Linked To King Tut’s Father Is Discovered In Sudan

An Egyptian carving, originally created for Queen Tiye’s temple, was discovered in a tomb (shown here) at the site of Sedeinga in Sudan. | V. . Francigny/Sedeinga Mission

A newly discovered Egyptian carving, which dates back more than 3,300 years, bears the scars of a religious revolution that upended the ancient civilization.

By Owen JarusLiveScience/HuffingtonPost

The panel, carved in Nubian Sandstone, was found recently in a tomb at the site of Sedeinga, in modern-day Sudan. It is about 5.8 feet (1.8 meters) tall by 1.3 feet (0.4 m) wide, and was found in two pieces.

Originally, it adorned the walls of a temple at Sedeinga that was dedicated to Queen Tiye (also spelled Tiyi), who died around 1340 B.C. Several centuries after Tiye’s death — and after her temple had fallen into ruin — this panel was reused in a tomb as a bench that held a coffin above the floor. [See Photos of the Egyptian Carving and Sedeinga Tomb]

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Die Bedeutung des Korans und der Thora

Koran Heilige Schriften sind Texte, denen innerhalb einer Religionsgemeinschaft eine besondere Bedeutung zukommt. Im Judentum und dem Islam werden diese Texte als direkt von Gott offenbart angesehen werden – mit Konsequenzen auch für das alltägliche Leben.
Aus der Reihe: Heilige Schriften und ihre Bedeutung im Judentum und im Islam – Teil 1: Der Schriftkanon und die Möglichkeiten der Interpretation

Von Rüdiger AchenbachDeutschlandfunk

Welche Möglichkeiten der Interpretation gibt es? Welche Bedeutung haben diese Schriften im Gottesdienst und im alltäglichen Leben? Wie sieht man die Rolle der Erzväter und Propheten? Gibt es so etwas wie ein Konkurrenzdenken unter den Offenbarungsreligionen. Wie stehen das Judentum und der Islam zur Religionsfreiheit?

  • Über diese und ähnliche Fragen diskutiert Rüdiger Achenbach mit Dr. Edna Brocke, jüdische Religionshistorikerin, Gerald Beyrodt, jüdischer Publizist, Serdar Günes, Dozent für Islamwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main, und Abdul Ahmad Rashid, Islamwissenschaftler und Redakteur beim ZDF.

Rüdiger Achenbach: Bei Heiligen Schriften handelt es sich um Texte, denen innerhalb einer Religionsgemeinschaft eine besondere religiöse Autorität zukommt. Entscheidende Merkmale für Heilige Schriften – aus dem Blick der Religionswissenschaft – sind mythische oder sogar göttliche Herkunft und die Beschränkung auf eine festgelegte Auswahl von Schriften, also auf einen festgelegten Schriftkanon. Ein solcher Kanon ist zum Beispiel die Hebräische Bibel. Frau Brocke, was weiß man über die Entstehung dieses Kanons und welche Inhalte hatte er?

Edna Brocke: Also, seine Entstehung umfasst einen Zeitraum von circa 1000 Jahren. Und eigentlich ist das Prinzip der Entstehung dieser Schriften so gewesen, dass nie fest war, wo Anfang und wo Ende ist, sondern immer da, wo von der Lebensrealität der Menschen das Hauptinteresse war, wanderte das Zentrum dieser Textsammlung. Erst als sich das Christentum entwickelte oder begann, zu entstehen, wurden diese sehr, sehr vielen Schriften kanonisiert. Das heißt, sie bekamen vorne und hinten einen Deckel. So entstand die Jüdische Bibel oder die Hebräische Bibel, was die Christen das sogenannte Alte Testament nennen.

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How Many Stars Are In The Universe?

A Hubble Space Telescope image of the distant universe.
Credit: NASA.
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Looking up into the night sky, it’s challenging enough for an amateur astronomer to count the number of naked-eye stars that are visible. With bigger telescopes, more stars become visible, making counting impossible because of the amount of time it would take. So how do astronomers figure out how many stars are in the universe?

By Elizabeth HowellSpace.com

The first sticky part is trying to define what “universe” means, said David Kornreich, an assistant professor at Ithaca College in New York State. He was the founder of the “Ask An Astronomer” service at Cornell University.

“I don’t know [the answer] because I don’t know if the universe is infinitely large or not,” he said. The observable universe appears to go back in time by about 13.7 billion light-years, but beyond what we could see there could be much, much more. Some astronomers also believe that we may live in a “multiverse” where there would be other universes like ours contained in some sort of larger entity.

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Mensch und Willensfreiheit

Marco Stier
Willensfreiheit
Verlag: Ernst Reinhardt, München 2014
ISBN: 9783497024346
19,90 €

“Ein Pfund Menschenhirn gab, außer vielem Wasser, zwei Drachmen Laugensalzgeist, 1 2/3 Unzen ranziges Öl, 40 Gran flüchtiges Salz.” Mit diesen Worten des deutschen Naturforschers Samuel Thomas von Soemmerring (1755-1830) beginnt das amüsant und verständlich geschriebene Buch von Marco Stier, der als Philosoph und Historiker arbeitet. Wie kann von einer so unspektakulären Stoffmischung ein freier Wille ausgehen?

Von Claudia Borchard-TuchSpektrum.de

Viele Forscher bestreiten, dass es den freien Willen gibt. Der Philosoph Marco Stier kennt ihre Einwände. “Wenn die Hirnforscher Recht haben, dann ist das Gefühl, sich nach reiflicher Überlegung frei entscheiden zu können, nur eine Illusion”, stellt er fest. Stier geht auf die Versuche des amerikanischen Physiologen Benjamin Libet (1916-2007) ein, die unter Neurowissenschaftlern und Philosophen noch immer zu den meistdiskutierten Experimenten zählen. In den 1980er-Jahren hatte Libet die zeitliche Abfolge zwischen einer Handlung, ihrer Einleitung auf neuronaler Ebene und dem dazugehörigen bewussten Willensakt untersucht. Die Versuchspersonen bewegten ihre Hände zu einem selbst gewählten Zeitpunkt, den sie an einer Uhr ablesen konnten. Währenddessen wurde die elektrische Aktivität der Muskeln und des Gehirns aufgezeichnet. Das Ergebnis war für Libet selbst überraschend. Das Gehirn leitet die Bewegung etwa 500 Millisekunden vor ihrem Beginn ein. Der Willensakt jedoch, also die Entscheidung, die Hand zu bewegen, wird den Teilnehmern erst 200 Millisekunden vor Ausführen der Bewegung bewusst – also nachdem das Gehirn die Handlung bereits eingeleitet hat. Viele Wissenschaftler haben hieraus weitreichende Schlüsse in Sachen Willensfreiheit gezogen. Ihrer Meinung nach zeigen die Libet-Experimente, dass menschliches Handeln nicht von bewussten Entscheidungen abhängt, sondern von unbewussten Hirnprozessen.

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Facebook: Gutmenschentum zwischen Katzenvideos

Bild: Süddeutsche.de

Wer auf Facebook die Gesichter getöteter Kinder postet, will damit sein Interesse an der Weltrettung zeigen. Doch solche Bilder zu veröffentlichen, zeugt von moralischer Überheblichkeit und Respektlosigkeit gegenüber den Opfern.

Von Vera SchroederSüddeutsche.de

In meiner aktuellen Facebook-Timeline fragt mein Freund F., ob jemand ein paar geheime Urlaubstipps für den Gardasee hat. Darunter zeigt M. ein lustiges Video, in dem ein großer, brauner Hund mit riesigen Schlappohren versucht, einen auf dem Küchentisch stehenden Fressnapf zu erwischen, wobei die haarigen Ohren bei jedem Hüpfer sehr komisch in die Luft fliegen.

Und noch eins darunter hat G. gerade eine Bildergalerie geteilt. Fünf Bilder, auf denen die zerfetzten Körper getöteter Kinder zu sehen sind. Erloschene Gesichter, tote, noch geöffnete Augen, verstaubte, blutbefleckte Reste von Kleidungsstücken oder Körperteilen. “Gaza 2014. Ohne Worte” schreibt G. dazu.

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100 Jahre nach Kriegsbeginn: Selbstkritik der Kirchen

17 Millionen Menschen starben im Ersten Weltkrieg. Im Laufe der Woche haben sich die beiden großen Kirchen zu ihrer eigenen Rolle während des Krieges kritisch geäußert
Foto: LutzBruno / Wikipedia | CC-BY 3.0

100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges üben sich die beiden großen Kirchen in Selbstkritik bezüglich ihres damaligen Verhaltens. Protestanten äußerten sich „tief beschämt“ darüber, die Katholische Kirche bekannte, „Schuld auf sich geladen haben“.

pro Medienmagazin

„Obwohl die katholische Kirche wegen ihres universalen Charakters stets Distanz zum Nationalismus des 19. Jahrhunderts gehalten hatte, traten am Anfang des Weltkrieges Bischöfe, Priester und Gläubige in großer Zahl an die Seite derer, die den Krieg als moralische und geistige Erneuerung begrüßten“, heißt es in der Erklärung der Katholischen Kirche.

Die Bischöfe würdigten zugleich „das mutige Verhalten einzelner Katholiken, darunter Pfarrer und Militärgeistliche, die in Opposition zum Zeitgeist für Frieden und Versöhnung eingestanden sind“. Der damalige Papst Benedikt XV. habe sich als unermüdlicher Mahner für den Frieden hervorgetan. In den konkreten Situationen habe er aber wenig ausrichten können.

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Die vermeintlichen Knochen der “Heiligen Drei Könige”

Dreikönigsschrein, Bild: wdr5.de

Die Legende der drei Weisen aus dem Morgenland war im Mittelalter derart lebendig, dass die Ankunft ihrer vermeintlichen Überreste in Köln vor 850 Jahren einen Begeisterungssturm auslöste – und den Bau einer riesigen Kathedrale.

Von Mathias SchulenburgDeutschlandfunk

Es muss ein großes Spektakel gewesen sein: Rainald von Dassel, engster Vertrauter des Kaisers Friedrich Barbarossa und Erzbischof von Köln, zog am 23. Juli des Jahres 1164 von Mailand kommend mit großem Gefolge in Köln ein, im Gepäck Skelett-Teile, die unter anderem als den legendären Weisen aus dem Morgenlande zugehörig deklariert waren. Ein Geschenk Kaiser Friedrich Barbarossas, in Mailand geraubt.

Indes: Die beraubten Mailänder machten wenig Gewese aus dem unerhörten Verlust. In ihren Inventarlisten stand aber auch nichts von den Weisen oder Magiern, die später als Heilige Drei Könige Karriere machen sollten. Waren die Knochen etwa nicht echt?

“Die können nicht echt sein”

“Die Frage nach der Echtheit der Knochen, das heißt ob die auch wirklich die der drei Könige sind, kommt immer wieder”,

sagt der Kölner Kunsthistoriker Helmut Fußbroich,

“Aber da kann man, ohne rot zu werden, sagen, nä, die können nicht echt sein, weil es sich eben um eine Geschichte handelt, die keine Historie erzählen will, sondern eine religionspädagogische Absicht dahinter steckt, nämlich um zu zeigen, dass die Heiden begriffen haben, wer da geboren worden ist, während die Juden das eben noch nicht begriffen hatten. Darum geht es dem Evangelisten Matthäus.”

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Elchspucke gegen Pilzgift und Magenverstimmung

Kontrahent Nummer 1: Ein hungriger Elch
Elche (Alces Alces) haben einen stabilen Magen, selbst sie vertragen aber größere Mengen an giftigen Alkaloiden in der Nahrung nicht gut. Offenbar versuchen sie daher, mit ihrem Speichel an häufig genutzen Fraßstellen dafür zu sorgen, dass Alkaloid produzierende Pilze langsamer wachsen. © pixabay / David Mark / CC0
CC0

Pflanzen sind nicht passiv und wehrlos: wer sie anknabbert, muss damit rechnen vergiftet zu werden. Was macht man dagegen, als Elch, Rentier oder hungriger Vegetarier?

Von Jan OsterkampSpektrum.de

Oft enden Pflanzen im Magen eines Pflanzenfressers – so oft, dass Grünzeug im Laufe der Evolution allerlei Gegenstrategien entwickelt hat. In der Folge entstanden viele Arten, die sich gegen das Verzehrtwerden mit selbst produzierten Gift- und Bitterstoffen wappnen, oder solche, die giftigen Untermietern Unterschlupf bieten, welche dann für die fraßabschreckende Wirkung sorgen. Hungrigen Tieren bleibt dann kaum etwas übrig, als wählerisch zu werden – oder ihrerseits mit Abhärtung zu reagieren, sich also eine möglichst hohe Toleranz gegen viele unterschiedliche Giftstoffe beizubringen. Es muss aber auch eleganter gehen, dachten sich Andrew Tanentzap von der University of Cambridge und seine Kollegen.

Auf Essen spucken

Den aufmerksamen Forschern war zunächst aufgefallen, wie freigiebig große Pflanzenfresser beim Fressen mit ihrem Speichelvorrat umgehen: Statt schlicht Spucke im Maul zum Einweichen ausgerupfter Halme und Blätter zu nutzen, applizieren Reh, Kuh und Co Speichelfäden und -tröpfchen quasi ständig wie nebenbei über die Vegetation unter ihnen. Und das großflächig und, so vermuteten die Forscher, eben nicht grundlos: Pflanzenfresser, so ihre These, reinigen mit den Enzymen ihres Speichels die Pflanzen von Giftstoffen und deren Produzenten. Klingt zunächst plausibel: Tatsächlich finden sich im Speichel ja antibakterielle und neutralisierende Wirkstoffe wie Lysozyme und Lactoferrin-Peptide.

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Der erste Geheimdienst entstand gegen Katholiken

Foto: picture-alliance / Mary Evans Pi “Es liegt weniger Gefahr darin, zu viel zu fürchten als zu wenig”: In diesem Sinne knüpft Sir Francis Walsingham (Geoffrey Rush; r.) auch in dem Film “Elizabeth. Das goldene Königreich” (2007) für seine Königin (Cate Blanchett) ein dichtes Netz aus Informanten

Um Königin Elizabeth I. von England gegen päpstliche Attentäter zu schützen, schuf ihr Staatssekretär Francis Walsingham den ersten modernen Agentenring. Mit durchschlagendem Erfolg.

Von Ulli KulkeDIE WELT

Es war alles lange geplant. Die englische Königin Elizabeth sollte ermordet und so die Herrschaft der Protestanten beendet werden, fortan mit der katholischen Maria Stuart auf dem Thron. Fast gleichzeitig würde die gewaltigste Seestreitkraft der damaligen Zeit, Spaniens Armada, das Inselreich überfallen, um die Machtübernahme der Katholiken von außen abzusichern. Europa hätte eine neue Ordnung erhalten, mit Auswirkungen womöglich bis in unsere Zeit.

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Philosophie: Heideggers umstrittenes NS-Verhältnis

Martin Heidegger (Pinselzeichnung von Herbert Wetterauer) Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

1966 wurde der Philosoph Martin Heidegger von dem “Spiegel”-Journalisten Rudolf Augstein interviewt. Darin äußerte sich der öffentlichkeitsscheue Heidegger erstmals zu seinem Verhältnis zum Nationalsozialismus. Der Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister beschäftigt sich in seinem aktuellen Buch mit der Frage, wie es dazu kam.

Von Thomas PalzerDeutschlandfunk

Es besitzt seine eigene Pointe, wenn für Heideggers Philosophie Begriffe wie Entbergung, Unverborgenheit oder Lichtung von zentraler Bedeutung sind, während der Philosoph selbst das Geheimnis liebte, die Verschleierung und die List. So hat der “Meister aus Deutschland”, wie ihn der Biograf Rüdiger Safranski einst tituliert hat, es etwa selbst bestimmt, dass man seine Notizbücher erst nach Abschluss der Gesamtausgabe veröffentlichen dürfe. Das ist inzwischen passiert – und die “Schwarzen Hefte” haben sich als geeignet erwiesen, die Diskussion um Heidegger neu zu entfachen und seine – ganz im Sinn des Erfinders – frag-würdige Philosophie bis auf Weiteres der zahllosen Fragen für würdig zu befinden.

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Ken Ham wants to end the U.S. space program because the aliens are all going to hell

Ken Ham, Quelle: Answers Outreach

Ken Ham, Quelle: Answers Outreach

45 years after the Apollo 11 moon landing, creationism hits a new low

By Sarah GraySALON

On July 20, 1969, Neil Armstrong took those famous first steps on the Moon’s surface, uttering the well-known words: “That’s one small step for man, one giant leap for mankind.”

Sunday marked the 45th anniversary of that momentous Apollo 11 mission. The event left some pondering the next steps for U.S. space exploration.

Not everyone, however, is so thrilled about the U.S. space program.

On Sunday, Ken Ham, president and founder of the creationist organization Answers in Genesis (best known for debating Bill Nye), wrote a blog post calling for the end of the U.S. space program.

Why? Well, according to Ham, who also runs the Creation Museum in Kentucky, there’s no point in spending money on finding extraterrestrial life for a couple of reasons: First, the search is a deliberate rebuking of God, and second because aliens are already damned to hell.

“I’m shocked at the countless hundreds of millions of dollars that have been spent over the years in the desperate and fruitless search for extraterrestrial life,” Ham wrote.

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Risse im Periodensystem

Bild: ptable.com/

Bild: ptable.com/

Seit Mendelejew vor 150 Jahren das Periodensystem der Elemente aufstellte, enthielt es Lücken. Erst kürzlich konnten Physiker die letzten davon schließen. Doch mit seiner Vollendung scheint das berühmte Schema ironischerweise einen Teil seiner Vorhersagekraft verloren zu haben.

Von Eric ScerriSpektrum.de

Vor vier Jahren berichteten Jurij Oganessian und seine Mitarbeiter am Vereinigten Institut für Kernforschung in Dubna nahe Moskau über die Synthese der ersten Atomkerne von Element 117. Vorläufig mit lateinischen Zahlen als Ununseptium (Uus) bezeichnet, hat es noch keinen richtigen Namen; denn vor der Taufe eines neuen Elements muss es nach altem Brauch zunächst unabhängig bestätigt werden. Das gelang für Uus vor wenigen Monaten am Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt. Damit ist demnächst mit der offiziellen Anerkennung und Namensgebung zu rechnen. Vor 2010 waren schon alle Elemente bis einschließlich 116 sowie die Nummer 118 entdeckt worden. Das Periodensystem ist nun also erstmals in seiner Geschichte vollständig in dem Sinn, dass alle Reihen lückenlos bis zum letzten Platz gefüllt sind. Das gilt zumindest so lange, bis Kernphysiker eventuell noch schwerere Elemente synthetisieren und damit eine weitere Reihe eröffnen.

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Von der Judenfeindschaft zum Antisemitismus

Antisemitismus © MiG

Der moderne Antisemitismus beerbt ältere Formen der Judenfeindschaft. Wurzelnd im christlichen Antijudaismus löst sich der neuzeitliche Judenhass von religiösen Motiven ab, gipfelt im NS-Vernichtungsantisemitismus und wirkt bis in die Gegenwart fort.

Von Gideon BotschMiGAZIN

Antisemitismus ist eine verbreitete Bezeichnung für Judenfeindschaft. Ein weiter Begriff des Antisemitismus, wie er in den Politik-, Sozial- und Kulturwissenschaften üblich ist, umfasst sämtliche Formen von Hass, Vorurteilen und Ressentiments gegen Juden, egal in welchen historischen Kontexten sie auftreten. In diesem Sinne wird Antisemitismus auch in der öffentlichen Debatte wahrgenommen. Demgegenüber untersucht die geschichtswissenschaftliche Antisemitismusforschung ihn zumeist als spezifische Form der modernen Judenfeindschaft. Einer möglichen Universalisierung als quasi zeit-, ort- und kontextloses Phänomen begegnet sie mit Skepsis. Beide Perspektiven können, je nach Fragestellung, sinnvoll sein.

Für den vorliegenden Beitrag wird die historische Terminologie maßgeblich sein, die für ältere oder anders gelagerte Phänomene Begriffe wie Antijudaismus oder Judenfeindschaft verwendet.

Damit sollen historische Kontinuitäten nicht geleugnet werden. Die Judenfeindschaft hat “ihre Wurzeln in religiösen Vorurteilen und Stereotypen, in der christlich-jüdischen Differenz, oder genauer: in der traditionellen Ablehnung des Judentums durch das Christentum und die christliche Welt”. Der moderne Antisemitismus hat sie im 19. Jahrhundert beerbt, in sich aufgenommen und tendenziell abgelöst.

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First pictures from inside the ‘crater at the end of the world’

The first scientific expedition has just returned from the site, now the experts are working with satellite pictures to fix the moment when the crater has formed. Pictures: Marya Zulinova, press service of the Governor YaNAO

Experts examine the newly-discovered hole in the earth in Siberia.

By Anna LiesowskaThe Siberian Times

The crater on the Yamal Peninsula was caused by aliens, a meteorite, a stray missile, or an explosive gas cocktail released due to global warming, according to various theories in recent days.

Images of the remarkable phenomenon have gone round the world since The Siberian Times highlighted helicopter images of the giant hole earlier this week.

The first expedition to the scene – the scientists have just returned – took these epic pictures of the hole, including the darkening pattern on the inner rim.

Now they are using Russian satellite pictures to fix the moment when it suddenly formed.

They found the crater – around up to 70 metres deep – has an icy lake at its bottom, and water is cascading down its eroding permafrost walls.

It is not as wide as aerial estimates which suggested between 50 and 100 metres.

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Freihandelsabkommen TTIP: Angriff auf den Klimaschutz

Bild: fuer-mensch-und-umwelt.de

Eine Studie zeigt: Die Ölindustrie will das geplante Freihandelsabkommen TTIP nutzen, um Klimaschutz-Vorschriften auszuhebeln. Vor allem die mächtige Lobby aus den USA legt sich dafür kräftig ins Zeug.

Von Silvia LiebrichSüddeutsche.de

Klimaschutz gehört nicht gerade zu den obersten Prioritäten der Ölindustrie. Die mächtige Lobby versucht immer wieder, strengere Vorschriften zum Schutz der Umwelt aufzuweichen oder gar ganz zu verhindern. Genau deshalb haben die Vertreter der Energiekonzerne nun offenbar auch das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der Europäischen Union ins Visier genommen.

Das geht zumindest aus einer Studie (PDF) hervor, die von den Umweltschutzorganisationen Friends of the Earth, Greenpeace und anderen nun veröffentlicht wurde.

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Garnisonkirche: Stolpe versteht Kritik an Wiederaufbauplänen

Manfred Stolpe, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) hat Verständnis für die Kritik am geplanten Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche geäußert.

evangelisch.de

“Es ist bei manchen der Eindruck entstanden, dass es ein Elitenprojekt ist”, sagt er dem Berliner Tagesspiegel (Samstagsausgabe). Die Befürworter hätten bisher nicht genug begründet, was sie vorhätten.

In der barocken Potsdamer Garnisonkirche eröffneten die Nationalsozialisten kurz nach Hitlers Machtübernahme feierlich den Reichstag. Das Gotteshaus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die Ruine wurde 1968 gesprengt. Seit einigen Jahren bemüht sich ein Kuratorium um eine Wiedererrichtung der Kirche. Dagegen hat sich die Initiative “Potsdam ohne Garnisonkirche” formiert, die einen Volksentscheid anstrebt. Das amtliche Ergebnis des Bürgerbegehrens soll am Montag veröffentlicht werden.

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Die Gräueltat

Uri Avnery, Bild: uri-avneri.de

BOMBEN FALLEN auf Gaza und Raketen auf Israel, Menschen sterben und Häuser werden wieder zerstört.
Immer wieder ohne Zweck. Wieder mit der Sicherheit, dass wenn es vorbei ist, wird alles im Wesentlichen so sein wie vorher.
Aber ich kann kaum auf die Sirenen hören, die vor Raketen warnen, die nach Tel Aviv fliegen. Ich kann das Entsetzliche, das in Jerusalem geschah, nicht aus meinem Gedächtnis reißen.

Von Uri AvneryFrieden für Israel und Palästina

WENN EINE Bande Neo-Nazis einen 16-Jährigen Jungen in einem Londoner jüdischen Viertel bei Dunkelheit zum Hydepark geschleppt hätte, ihn dort geschlagen, ihm Benzin in den Mund gegossen, ihn damit übergossen  und dann angezündet hätte – was wäre dann geschehen?

Wäre England dann in einem Sturm von Zorn und Entrüstung geraten?

Hätte nicht die Königin ihrem Entsetzen Ausdruck verliehen?

Wäre  nicht der Ministerpräsident zur Wohnung der trauernden  Familie geeilt, um sich für die ganze Nation zu entschuldigen?

Wäre nicht die Führung der Neo-Nazis, ihre aktiven Unterstützer und Gehirnwäscher, angeklagt und verurteilt worden?

Vielleicht in England. Vielleicht in Deutschland.

Nicht hier.

DIE ABSCHEULICHE Gräueltat fand in Jerusalem statt. Ein palästinensischer Junge wurde entführt und bei lebendigem Leibe verbrannt. Kein rassistisches Verbrechen kam diesem in Israel  nah.

Menschen lebend verbrennen, ist überall eine Scheußlichkeit. In einem Staat, der behauptet „jüdisch“ zu sein, ist dies sogar noch schlimmer.

In der jüdischen Geschichte kommt nur ein Kapitel dem Holocaust nahe: die spanische Inquisition. Diese katholische Institution folterte Juden und verbrannte sie lebendig auf dem Scheiterhaufen. Später geschah dies manchmal bei russischen Pogromen. Sogar der fanatischste Feind Israels könnte sich so eine entsetzliche Sache nicht in Israel vorstellen.

Nach israelischem Gesetz ist Ost-Jerusalem kein besetztes Land. Es ist ein Teil des souveränen Israel.

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Researchers: Children exposed to religion have difficulty distinguishing fact from fiction

["Child praying" on Shutterstock]

A study published in the July issue of Cognitive Science determined that children who are not exposed to religious stories are better able to tell that characters in “fantastical stories” are fictional — whereas children raised in a religious environment even “approach unfamiliar, fantastical stories flexibly.”

By Scott KaufmanThe Raw Story

In “Judgments About Fact and Fiction by Children From Religious and Nonreligious Backgrounds,” Kathleen Corriveau, Eva Chen, and Paul Harris demonstrate that children typically have a “sensitivity to the implausible or magical elements in a narrative,” and can determine whether the characters in the narrative are real or fictional by references to fantastical elements within the narrative, such as “invisible sails” or “a sword that protects you from danger every time.”

However, children raised in households in which religious narratives are frequently encountered do not treat those narratives with the same skepticism. The authors believed that these children would “think of them as akin to fairy tales,” judging “the events described in them as implausible or magical and conclude that the protagonists in such narratives are only pretend.”

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Naturgeschichte des Glaubens

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Warum glauben Menschen an Gott? Welchen Zweck erfüllt Religiosität? Plausible Antworten darauf finden sich neuerdings aus evolutionstheoretischer und verhaltensbiologischer Perspektive.

Von Franz M. WuketisWiener Zeitung

Religiöser Glaube tritt in sehr unterschiedlichen Ausprägungen auf und ist in allen menschlichen Kulturen beziehungsweise Gesellschaften anzutreffen. Einschließlich der verschiedenen Formen des Aberglaubens, Anbetungen von Kultgegenständen, Weltuntergangsmythen, Beschwichtigungsritualen und so weiter kann dieser Glaube – ähnlich den mit ihm oft verbundenen moralischen Vorstellungen – zu den anthropologischen Universalien gezählt werden.

Homo religiosus
Daher wurde der Mensch auch als ein “Homo religiosus” bezeichnet. Von allen bekannten Lebewesen auf der Erde ist er die einzige Spezies mit einer Disposition zu religiösem Glauben, der sich nicht zuletzt in der Hoffnung auf ein “Weiterleben” nach dem Tod im “Jenseits” manifestiert.

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Christliche Vereinnahmung des NS-Widerstandes

Claus Graf von Stauffenberg, Bild: Mal Both/flickr

Religionspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion: Es sei bemerkenswert, dass im Widerstand viele «den Kompass für ihr mutiges Tun und Handeln in den christlichen Werten fanden»

kath.net

Der religionspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung (CDU), hat an die christliche Basis des Widerstands gegen das NS-Regime erinnert. Es sei bemerkenswert, «dass viele von ihnen den Kompass für ihr mutiges Tun und Handeln in den christlichen Werten fanden», sagte Jung am Donnerstag mit Blick auf den 70. Jahrestag des Attentats der Widerstandsgruppe um Claus Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. Gerade in der heutigen Zeit, in der alles Christliche und Kirchliche mit großem Misstrauen beäugt werde, sollte diese Haltung zum Nachdenken anregen. Das christliche Wertefundament sei weiterhin der Grundpfeiler des Zusammenlebens und bilde die Basis der Verfassung.