Archiv der Kategorie: Psychologie

Babys schreien, damit Eltern keine Geschwister zeugen

Bild: swissmom.ch

Ganz schön schlau: Babys wecken ihre Eltern nachts, damit sie keinen weiteren Nachwuchs – und damit mögliche Konkurrenten – zeugen. Eine ausgetüftelte Strategie, die den lieben Kleinen die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Eltern einbringen soll.

Kölner Stadt-Anzeiger

Was wäre das für eine Idylle, könnten frischgebackene Eltern einfach mal durchschlafen. Das Glück über das Neugeborene wäre wahrscheinlich gleich dreimal so hoch. Doch dass Babys nachts so oft schreien, hat womöglich einen triftigen evolutionären Grund: Sie wollen verhindern, dass ihre Eltern weiteren Nachwuchs – und damit mögliche Konkurrenten – zeugen.

Mütterliche Müdigkeit als Strategie des Babys

So argumentiert jedenfalls der Harvard-Professor David Haig, der seine Forschungsergebnisse kürzlich im Oxford-Fachjournal „Evolution, Medicine, and Public Health“ veröffentlicht hat. Für seinen Artikel hat er zahlreiche Studien zum Thema analysiert.

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10²³: Globuli-Überdosis der Skeptiker blieb ohne Folgen

10_23»Homöopathie – nichts drin, nichts dran« riefen 13 Frauen und Männer am Maxplatz, ehe jeder von ihnen ein Fläschchen mit hochdosierten Globuli exte. Zuvor hatten sie der Reihe nach angegeben, was sie zu sich nehmen werden und was ihnen laut homöopathischer Lehre nach der Einnahme droht – von Augenzucken über Malaria bis hin zum Tiefschlaf.

Traunsteiner Tagblatt

Angst vor schädlichen Auswirkungen hatten die Beteiligten nicht. Sie gehören einer regionalen Skeptiker-Bewegung an, die mittels Selbstversuch auf ironische Weise auf die Unwirksamkeit von Homöopathie aufmerksam machen wollte. »Denn das Dilemma ist, dass die naturwissenschaftliche Argumentation an die Wand prallt, wenn es um so emotional besetzte Themen geht«, so Dr. Edmund Berndt, Autor von »Der Pillendreh: Ein Apotheker packt aus«, gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt. Wirklich gelungen ist ihnen das nicht – nur wenige Passanten interessierten sich für die Aktion.

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Wenn der Herrgott Blut sehen möchte: Göttliche Heimsuchungen und animalische Triebe

gotteswahn.jpg

Auf dem Papier sind die Kriterien, nach denen ein Täter in Deutschland und in Amerika als unzurechnungsfähig gilt, nicht allzu verschieden. In der Praxis ist diese Verteidigungslinie jenseits des Atlantiks jedoch schwerer durchzufechten. Martin Rath zeichnet die Spuren der “insanity”-Verteidigung vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart nach.

Legal Tribune – Martin Rath

Zwei Attentate, auf den britischen König George III. und den US-Präsidenten Ronald Reagan, verübt am 15. Mai 1800 und am 30. März 1981, markierten für das angelsächsische Recht bemerkenswerte Wendepunkte in der Wahrnehmung von Straftaten, die im Wahnzustand begangen wurden. Dass damit zwei Staatsoberhäupter ihre Rolle auf der rechtshistorischen Bühne bekamen, deren geistige Gesundheit jeweils selbst aus guten Gründen in Zweifel stand – der britische Monarch aus der berüchtigten hannoveranischen Adelsfamilie fiel psychisch völlig aus, Reagan wurde noch vor seiner manifesten Demenz-Erkrankung auffällig – zählt dabei zu den freundlichen, wenn auch randständigen Ironien des Wahns im Recht.

Gar nicht ironisch und noch weniger freundlich ist die – vermutlich vorsichtige – Schätzung, der zufolge von den rund 2,5 Millionen Strafgefangenen der USA über 280.000 als schizophren oder manisch-depressiv diagnostiziert werden müssten und weitere knapp 550.000 psychisch Kranke unter strafrechtlicher Bewährungsaufsicht stehen, statt primär behandelt zu werden.

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Studie “When God Demands Blood: Unusual Minds and the Troubled Juridical Ties of Religion, Madness, and Culpability”

Hoppel Dich frei – Düsseldorfer Atheisten rufen zum Kirchenaustritt auf

onlineImage…die Austrittsgebühr wird selbstverständlich erstattet. 

Aktion in Düsseldorf
Atheisten rufen zum Kirchenaustritt am Gründonnerstag auf

DA Düsseldorfer Aufklärungsdienst

Düsseldorf (idea) – Die atheistische Initiative „Düsseldorfer Aufklärungsdienst“ ruft zu kollektiven Kirchenaustritten am Gründonnerstag (17. April) auf. Wer dies tut, bekommt anschließend von der Organisation 30 Euro geschenkt. Damit will sie den Ausgetretenen genau die Summe geben, die beim Amtsgericht für diesen Schritt als Gebühr gezahlt werden muss. Die Aktion steht unter dem Motto „Hoppel dich frei“ – Ostern bezeichnet die Initiative dabei als „Hasenfest“. Ferner veranstaltet sie vom 4. bis 10. April die Aktionswoche „Sieben Tage lang gottlos glückliches Beisammensein“. Außerdem werden religionskritische Filme im „humanen Weltladen“ der Organisation gezeigt. Auf der Fensterscheibe des Ladens heißt es: „Wir sind gottlos glücklich. Halb Düsseldorf ist konfessionslos.“ Wie die Initiative auf ihrer Facebook-Seite verkündet, will sie informieren, dass „Düsseldorf „nun mehrheitlich religionsfrei lebt und es somit von säkularem Interesse ist, dass sich auch die Kommunalpolitik von religiösen Institutionen aller Art emanzipiert“.

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Studie über Klimaskeptiker wegen Klagedrohungen zurückgezogen

klimawandel

Psychologen weisen anhand von Onlinebeiträgen nach, dass Klimaskeptiker zu Verschwörungstheorien neigen. Wegen angeblicher Verleumdung wird der Befund nun nicht veröffentlicht.

Tages-Anzeiger

Es waren nur wenige, die mit einer Verleumdungsklage drohten. Doch das reichte den Herausgebern der Open-­Access-Plattform «Frontiers in Psychology»: Sie zogen den entsprechenden wissenschaftlichen Beitrag zurück und entfernten ihn aus dem Internet. Die offizielle Begründung der Herausgeber lautet unter anderem: «Der gesetzliche Kontext ist ungenügend klar.»

Die Drohungen waren von Exponenten der Klimaskeptiker ausgesprochen worden. Diese akzeptieren den wissenschaftlich anerkannten Befund nicht, dass der Klimawandel durch das Verhalten des Menschen verursacht wird und dadurch ein Risiko für die Gesellschaft besteht. Im zurückgezogenen Artikel fühlten sich verschiedene Skeptiker in ihrer Persönlichkeit angegriffen.

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Die zurückgezogene Studie als PDF.

80 Festnahmen von Gegendemonstranten – Widerstand gegen Bildungsplangegner

20140405_demofueralle_stuttgart_Bildungsplan_2014-567x410Bildungsplangegner erlebten bei ihrer friedlichen Demo Widerstand
Demonstration gegen den Bildungsplan und Gegendemonstration in Stuttgart – Grußworte der CDU- und FDP-Fraktionsführer des Stuttgarter Landtags – Etwa 80 Festnahmen von Gegendemonstranten – Polizeibericht: Der Widerstand kam aus „dem linken Spektrum“

Nach Angabe des Polizeiberichtes wurden wegen einer Sitzblockade 55 Personen in Gewahrsam genommen. Bereits „im Vorfeld und am Rande der Demonstration sind zehn Personen die mutmaßlich der linken Szene zuzuordnen sind, festgenommen worden. Diese waren in Zusammenhang mit massiven Störungen der letzten Bildungsplan-Versammlung im März als mutmaßliche Täter wiedererkannt worden“, schilderte der Polizeibericht wörtlich. Bei einer weiteren Blockade an anderer Stelle durch ca. 100 Personen versuchte die Polizei auf die Blockierer einzuwirken. Doch „da mehrere Störer dieser Aufforderung nicht nachkamen und teilweise Widerstand leisteten sind zehn von ihnen, die ebenfalls dem linken Spektrum zuzuordnen sind, vorläufig festgenommen und ebenfalls in den Polizeigewahrsam gebracht worden.“

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Toleranz statt Sex – Grüner Schleichweg für geschlechtliche Vielfalt im Unterricht

BawueSchüler in Baden-Württemberg sollen lernen, was sexuelle Vielfalt ist. Klerikale Gruppen toben. Nun nimmt Grün-Rot einen Schleichweg.

taz

STUTTGART taz | Rosa oder Blau, so sieht Kindererziehung für die rund 600 Teilnehmer der dritten Demonstration gegen den Bildungsplan in Baden-Württemberg aus. Mit Luftballons in Rosa oder Blau zogen sie am vergangenen Wochenende wieder durch Stuttgart, geschützt von 500 Polizisten. Sie wollen ihre Kinder schützen vor dem Monster „Frühsexualisierung“, das in schleimigem Grün auf ein Demoschild gemalt war. Seit drei Monaten tobt der Protest, weil an baden-württembergischen Schulen ab 2015 „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gelehrt werden soll.

Bislang hielt die Landesregierung selbstbewusst dagegen. Am Dienstag nun die Überraschung: Grün-Rot rückt davon ab, dass „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ als Querschnittsthema in allen Fächern in den Bildungsplan aufgenommen werden soll. Die Regierungskoalition präsentiert dafür jedoch eine neue Idee: Die bislang fünf Leitprinzipien im Bildungsplan sollen in Leitperspektiven umbenannt und um eine sechste Leitperspektive ergänzt werden.

Deren Titel lautet „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“. Unter dieser Überschrift soll Toleranz nicht nur gegenüber homosexuellen, bi-, trans- und intersexuellen Menschen gelehrt werden, sondern auch gegenüber der sozialen Herkunft, Religion, Kultur oder Ethnie von Menschen. Ob das nun Schwächung oder Stärkung der ursprünglich geplanten Erziehung zur Akzeptanz sexueller Vielfalt ist, wird unterschiedlich ausgelegt.

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Gender Zentrum und die Queerschläge des Nikolaus Schneider

dhimmi_des_jahresDer Ratsvorsitzende der EKD hat bei der Eröffnung des umstrittenen “Gender”-Zentrums der Evangelischen Kirche die katholische Journalistin Birgit Kelle attackiert

Hannover (kath.net/red/idea)
Nikolaus Schneider, der Ratsvorsitzende der EKD, hat am Montag bei der Eröffnung des umstrittenen “Gender”-Zentrums der Evangelischen Kirche die katholische Journalistin Birgit Kelle attackiert. Dies berichtet das Magazin PRO. Kelle hatte in jüngster Zeit mehrfach das umstrittene Gender-Mainstreaming kritisiert und als “wirre Ideologie” bezeichnet, der sich Christen entgegenstellen müssten. “Solche polemische Kritik und die Zustimmung zu ihr lassen darauf schließen, dass mit „Gender Gefühle und Ängste bei Menschen angesprochen werden“, meinte Schneider. Kelles „Aufschrei gegen einen vermeintlichen Genderwahn“ verstehe er als eine „populistische Anbiederei an veränderungsunwillige konservative Kreise“.

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Milliardengeschäft Todsünde – Der Ursprung des Kapitalismus findet sich im Paradies

Hoelle-TeufelDie sieben Todsünden führen auf direktem Weg in die Hölle. Bis dahin lässt sich mit ihnen aber noch viel Geld verdienen. Zahlreiche Firmen tun nichts anderes, als die sündigen Laster zu befriedigen.

FOCUS MONEY ONLINE

Kirche und Wirtschaft sind sich in einem Punkt einig: Die Sünde  ist ein Milliardenmarkt. In jedem Menschen steckt sie, sie weckt Begierden, Bedürfnisse und Bußbereitschaft. Würde es sie nicht schon geben, man müsste sie – rein ökonomisch betrachtet – glatt erfinden.

Nur drei Sätze braucht die Bibel, um die Entstehung dieses Marktes zu erklären: „Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen. … Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er aß. Da gingen beiden die Augen auf, und sie erkannten, dass sie nackt waren.“

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US – Studie : Internet vermindert religiöse Zugehörigkeit

a63da59a50Forscher in den USA haben den Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Religiosität und der Zunahme der Internetnutzung untersucht. Je mehr die Menschen im Internet surfen, umso ungläubiger werden sie.

pro Medienmagazin

Die Untersuchung des Computerwisssenschaftlers Allen Downey zeigt, dass es eine Verbindung zwischen Unglaube und Internetnutzung gibt. Der Wissenschafler kommt nach Angaben des Wissenschaftsmagazins MIT Technology Rewiew zu dem Ergebnis, dass die Zunahme der Internetnutzung in den USA in den beiden vergangenen Jahrzehnten ein signifikantes Absinken der religiösen Zugehörigkeit verursacht hat. Die Studie liefere eine signifikante Korrelation der Werte. Die Studie sagt aus, dass das Internet einen höheren Einfluss darauf hat, ob jemand religiös ist oder nicht, als andere mögliche Einflussfaktoren es tun, wie zum Beispiel Einkommen und Bildung der Person, deren Sozio-ökonomischer Status oder ob sie auf dem Land oder in der Stadt wohnt. „Die Nutzung des Internets verringert die Chance, Mitglied einer Religionsgemeinschaft zu sein“, sagt Downey.

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Medizinische Grauzone “künstlicher Scheintod”

OP an einer Schußwunde, Camp Bastion Medical Facility, Helmand, Afghanistan. Foto: POA(Phot) Sean Clee; Lizenz: Open Government Licence

Schwefelwasserstoff, Kälte und die “Unsterblichkeit”
Forschungen zu den Themen “suspended animation” (in der deutschen Wikipedia unter dem Stichwort “Scheintod”) und “metabolic flexibility” suchen nach einer sicheren Methode, Menschen in einen winterschlafähnlichen Zustand zu versetzen und sie wiederzuerwecken – ohne dass sie Schaden nehmen.

Von Marcus HammerschmittTELEPOLIS

1999 wurde eine norwegische Skiläuferin aus Eiswasser geborgen, in dem sie über eine Stunde untergetaucht gewesen war. Ihr Herz schlug angeblich nicht mehr und ihre Körpertemperatur betrug 13,9 Grad. Dass sie nicht nur wieder aufwachte, sondern ohne größere Schäden überlebte, muss ihren Rettern und ihr selbst wie ein Wunder vorgekommen sein.

Die Kanadierin Erika Nordby verließ 2001 als Kleinkind ihr Elternhaus, nur mit einer Windel und einem T-Shirt bekleidet. Die Außentemperatur betrug -24 Grad Celsius. Als sie gefunden wurde, hatte ihr Herz ebenfalls zu schlagen aufgehört und ihre Körpertemperatur betrug 16,1 Grad Celsius.

Der Japaner Mitsutaka Uchikoshi überlebte 2006 einen Kletterunfall. Vierundzwanzig Tage blieb er vermisst, dann wurde er aufgefunden – er hatte kaum einen Puls, bei einer Körpertemperatur von 22 Grad Celsius. Angeblich war er die ganze Zeit ohne Verpflegung gewesen (also auch ohne Wasser) und er erinnerte sich an keine Minute seines dreineinhalbwöchigen “Winterschlafs”.

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Ernährungsstudien: Mediale Luftnummern

Zwiebeln, Bild: wikimedia.org

Welche Ernährung welchen Krankheiten vorbeugen, darüber gibt es viele Studien. Doch meist halten diese Untersuchungen nicht, was die Medienberichte versprechen. Bei näherer Betrachtung erweisen sich die vollmundigen Versprechungen als Luftnummern.

Von Ulrike GebhardtSpektrum.de

Ernährungsthemen stehen hoch im Kurs. Wer im Wartezimmer ein paar Zeitschriften durchblättert, wird sich kaum retten können vor Tipps. Mit der richtigen Kost, so der Tenor, schlägt das Herz kräftiger, die Haut wird straffer, die Haare fülliger und die Immunabwehr schlagkräftiger. Meist gibt es hierbei jedoch ein kleines Problem: Die präsentierten Neuigkeiten sind aus dem Zusammenhang gerissene Einzelergebnisse. “Die Medien wollen immer gern fundamentale Aussagen machen und stellen Einzelergebnisse groß heraus”, bemängelt Katja Schneider von der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Die Ernährungswissenschaftlerin und ihre Kollegen verfolgen einen komplett anderen Ansatz. Sie versuchen mit Hilfe der Ernährungsökologie dem vielschichtigen Thema gerecht zu werden (Interview siehe unten).

Doch was sind das eigentlich für Einzelstudien, die hinter den Schlagzeilen stehen, und welche Aussagekraft haben sie? Drei Beispiele zeigen die Kluft zwischen Forschungsergebnis und Berichterstattung.

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Überlegungen zu einem Stück Fleisch im Kochtopf meiner Tochter

Bild: Tom Appleton

Ich musste die Kamera zücken, denn keine verbale Beschreibung hätte dem puren, fleischgewordenen Horror dieser Slow-Cooker-Monstrosität gerecht werden können. War es der gehäutete Schädel eines Bären, der da vor sich hin schmorte? Dort – schien mir – erkannte ich ein ausgerissenes Auge, und da – ein Ohr? Und hier – ein Knochen, der aus der Nase ragte? Nein, es handelte sich um ein ganz normales Stück Corned Beef, wurde ich belehrt. So kommt es vom Fleischer. So sieht es aus, während es kocht. Später schmeckt es dann sogar richtig gut.

Von Tom AppletonTELEPOLIS

Na, ich war dankbar, dass ich zu dieser Verköstigung nicht eingeladen war. Der Anblick reichte mir vollkommen, um mich das Grausen zu lehren. Ein bisschen erinnerte mich das Ganze an die in großen Weckgläsern eingemachten Exponate der pathologisch-anatomischen Sammlung im Wiener Narrenturm, durch den es auch, wie ich soeben erfahre, Führungen von “VermittlerInnen” gibt, die, wie es auf der dazugehörigen Webseite heißt, “mehrheitlich MedizinstudentInnen oder promovierte JungärztInnen” sind.

Einen Moment lang glaubte ich, einer typisch wienerischen Perversion aufzusitzen, der Anblick von in Formaldehyd eingelegten Monsterföten, werde von den weiblichen Reizen junger Medizinerinnen untermalt oder gesteigert – eben “vermittelt” – bis ich erkannte, dass es sich lediglich um ein Binnen-I handelte, dass es also genauso gut auch männliche Vermittler geben könnte. Vielleicht mit etwas elektronischer Musikuntermalung aus dem Roboter-Labor? Zuhaus bei Doktor Frankenstein, mit Leichners Bühnen-Make-up im Gesicht?

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Acht ekelhafte Dinge, die Sie jeden Tag essen, ohne es zu wissen

Bild: shutterstock

Otto von Bismarck hatte schon Recht, als er sagte: “Gesetze sind wie Würste. Man sollte besser nicht dabei sein, wenn sie gemacht werden.” Und das gilt leider auch fürs Essen.

Kleine Warnung noch: Möglicherweise können Sie bestimmte Lebensmittel nicht mehr genießen, wenn Sie weiterlesen.

glm/HuffPost USA

Shutterstock:  In den Inhaltsstoffen als “Castoreum” aufgelistet Wo ist es drin? Lebensmittel mit Vanille-Geschmack Auch wenn Sie sich kaum vorstellen können, dass Biber Anal Sekret gut schmeckt, wird es häufig als Ersatz für echte Vanille verwendet.

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Heiliger Zorn: Wenn Religion psychisch krank macht

charismatic

Religion kann Ängste oder Schuldgefühle auslösen. Sektenaussteiger und ehemalige Fundamentalisten berichten bei einem Treffen in Köln über ihre Erfahrungen.

Die Welt – Thomas Becker

Er kann sich noch genau an jenen Tag vor mehr als zehn Jahren erinnern, als er aus der katholischen Kirche austrat. Das Gefühl, endlich frei zu sein, übermannte ihn. Als er nach dem Behördengang im Auto saß, genoss er den Blick auf die friedlich daliegende Winterlandschaft im Hunsrück. Dann aber stieg die Angst wieder in ihm auf. Wenn er jetzt von der Straße abkommen sollte, wäre das nicht die gerechte Strafe Gottes?

Der Mann, der hier Markus heißen soll, möchte seinen richtigen Namen nicht nennen. Er ist 47 Jahre alt und brannte einst für seinen Glauben. Über die Jahre hat er eine ekklesiogene Neurose ausgebildet – eine Neurose, die aus religiösen Vorstellungen und kirchlicher Sozialisation herrührt. Psychologen verwenden den Begriff für Menschen, die durch ihren Glauben starke Schuldgefühle, Zwänge oder Frigidität entwickelt haben.

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