Schlagwort-Archive: Ablehnung

Juristentag: An «hiesiger Rechtsgemeinschaft» orientieren

justiz_grossAuf absolute Ablehnung stieß bei den Juristen die Überlegung, die kulturelle oder religiöse Prägungen des Täters als Rechtfertigungsgrund heranzuziehen.

kath.net

Auch in einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft sollten sich Gesetzgebung und Rechtsprechung nach Auffassung des Juristentages vorrangig an den Vorstellungen der «hiesigen Rechtsgemeinschaft» orientieren. Auf dem 70. Juristentag in Hannover sprach sich eine deutliche Mehrheit der Rechtsexperten dafür aus, hiervon abweichende Vorstellungen nur in Ausnahmefällen zu berücksichtigen.

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@Pontifex: Twitter-Kanal Benedikts bereitete Probleme

pontifex_twitter
Wegen nicht abreißender Schmähungen des Papstes erwog der Vatikan im vergangenen Jahr eine Schließung des Twitter-Kanals von Benedikt XVI.

kathweb

Wegen nicht abreißender Schmähungen des Papstes hat der Vatikan im vergangenen Jahr eine Schließung des Twitter-Kanals von Benedikt XVI. erwogen. Das sagte der Präsident des päpstlichen Rats für die sozialen Kommunikationsmittel, Erzbischof Claudio Maria Celli, bei einer Konferenz am Dienstag in Rom.

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Schick: ‘Wer im Dienst der Kirche verspottet wird, hat Teil am Leiden Jesu’

Ludwig Schick, netzeitung.de

Bamberger Erzbischof Schick bei Verleihung der Missio Canonica: „Was Jesus erlebt hat, das zieht sich durch die ganze Kirchengeschichte hindurch und trifft die Kirche zu allen Zeiten“

kath.net

Erzbischof Ludwig Schick hat die Mitarbeiter im kirchlichen Dienst ermuntert, Ablehnung und Spott als Teilhabe am Leiden und Schicksal Jesu zu betrachten. Schon Jesus sei verleumdet worden als Freund der Sünder als Irrlehrer und Aufwiegler, als jemand, der Lehren verbreitete und Forderungen erhebe, die „unerträglich“ und unerfüllbar seien. Dafür sei er den Verbrechertod am Kreuz gestorben. Schick sprach am Donnerstagabend bei der Verleihung der Missio Canonica, der kirchlichen Lehrbeauftragung an Referendarinnen und Referendare in Bamberg.

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Russland: Medwedew gegen Verfassungsrang des Christentums

Dmitri Medwedew, Bild: wikipedia

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew lehnt eine von Abgeordneten vorgeschlagene Erwähnung des orthodoxen Christentums in der Verfassung ab.

Radio Vatikan

Die Verfassung dürfe keine Religion begünstigen, sagte Medwedew am Freitag in einem Interview mehrerer russischer TV-Sender: „Unsere religiöse Überzeugung soll man nicht mit unserem Parteiausweis verknüpfen.“ Kirchennahe Abgeordnete der Regierungspartei Geeintes Russland und der Mitte-Links-Partei Gerechtes Russland hatten verlangt, die Orthodoxie in der Präambel der Verfassung künftig als „Grundlage der nationalen und kulturellen Identität“ zu bezeichnen.

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Kauder: Gott nicht aus der Gesellschaft vertreiben

Bild: wikipedia

Vor einer Verdrängung des Religiösen aus dem öffentlichen Leben hat der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, gewarnt. „Wenn Gott aus der Gesellschaft vertrieben wird, wird es schlimm.

idea.de

Das haben wir in der deutschen Geschichte erlebt“, sagte der Politiker in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Der 63-Jährige steht dem Pietismus nahe. Nach seinen Worten ist das „C“ für ihn ein Halt im Leben. Der Dialog mit dem Islam sollte nach seiner Ansicht nicht dazu führen, dass man die eigene religiöse Überzeugung aufgibt: „Wir Christen haben durch Jesus Christus das unglaubliche Geschenk erhalten, Gott als Vater ansprechen zu können.“ Die entscheidende Passage im Neuen Testament seien die Worte Jesu „Niemand kommt zum Vater denn durch mich“. Kauder: „Das ist das Revolutionäre.“ Das sei etwas anderes als bei den Muslimen, die zu Allah beten. Deswegen müsse klar sein: „Jeder respektiert die Religion des anderen, aber es gibt eben Unterschiede.“ Sich darüber zu verständigen, sei notwendig und richtig.

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Russischer Patriarch:„Homo-Ehen führen in den Weltuntergang“

patriarch_darthViele Staaten entscheiden sich derzeit für Gesetze, die die Home-Ehe ermöglichen. Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill kritisiert das scharf: Er sieht darin den Weg in den Weltuntergang. Die Mehrheit der Russen lehnt Homosexualität strikt ab.

FOCUS ONLINE

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill hat Homo-Ehen scharf kritisiert. Er hält die gleichgeschlechtliche Ehe für den Weg in den Weltuntergang. Zuletzt hätten sich viele Staaten für die Sünde entschieden, in denen eine Minderheit Gesetze durchdrücke, sagte Kirill am Sonntag bei einem Gottesdienst in Moskau der Agentur Interfax zufolge. „Das ist ein sehr gefährliches apokalyptisches Symptom. (…) Denn das bedeutet, dass das Volk den Pfad der Selbstzerstörung einschlägt“, sagte er in der Kasaner Kathedrale am Roten Platz.

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Politisch Inkorrekt: Nach Papst-Rückzug: Feuer frei aus allen Rohren

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Die katholische Kirche und der aus Deutschland stammende Papst erleben in diesen Tagen eine Form der Ablehnung, die jedes Maß verloren hat

Von Klaus Kelle – kath.net/Rheinische Post

Häme und Aggression in Teilen der Öffentlichkeit und der veröffentlichten Meinung kritisierte jüngst der Kölner Kardinal Meisner. Wer das für überzogen hält, sollte sich die Reaktionen auf den angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt anschauen. Vorweg: Niemand muss katholisch oder überhaupt Christ sein, niemand muss an Gott glauben, und niemand muss überhaupt einen Papst mögen.

Doch die Reaktionen eines Teils der deutschen Öffentlichkeit lassen mich am Verstand mancher Zeitgenossen zweifeln. In Online-Foren und sozialen Netzwerken wie Facebook und insbesondere Twitter schüren Kirchenfeinde, anders kann ich es nicht nennen, den Hass.

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Vatikan: Gottesglaube ist kein Parteiprogramm

Gerhard L. Müller links im Bild

Gerhard L. Müller links im Bild

Der Aufruf von deutschen Politikern zur Ökumene stößt bei der katholischen Kirche auf entschiedene Ablehnung. Ihr oberster Glaubenshüter Erzbischof Müller sagt, die Katholiken könnten nicht von den Protestanten verlangen, den katholischen Glauben zu übernehmen. Das gelte auch umgekehrt.

n-tv

Der oberste Glaubenshüter der katholischen Kirche, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat den Einsatz prominenter Katholiken und Protestanten für ein Ende der Kirchenspaltung kritisiert. Deutsche Spitzenpolitiker täten mit Aufrufen wie “Ökumene jetzt!” so als sei Kirche eine politische Partei, sagte der Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre der “Rheinischen Post”. Müller gilt als eingefleischter Erzkonservativer.

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Europas erste Moschee für Homosexuelle

Ludovic-Mohamed Zahed vor einer Pariser Moschee im November 2012 © Charles Platiau/Reuters

Ludovic-Mohamed Zahed vor einer Pariser Moschee im November 2012 © Charles Platiau/Reuters

In Paris eröffnet eine Moschee für Lesben und Schwule. Der Gründer war einst radikaler Salafist – heute kämpft er für einen fortschrittlichen Islam.

Von Johanna RitterZEIT ONLINE

Ludovic-Mohamed Zahed sieht müde und ein wenig blass aus in diesen Tagen, kurz vor der Eröffnung seiner neuen Moschee in Paris. “Ich komme nicht zum Essen und nicht zum Schlafen”, sagt der 35-Jährige. Der Rummel um ihn und sein Projekt wird seit einigen Wochen immer größer: Gegner beleidigen ihn, Unterstützer schicken Mails mit Lob und Fragen, Journalisten fragen nach seiner Geschichte – alle wollen etwas von Zahed. Er selbst will nur eines: in einer Moschee beten, in der er sich als homosexueller Muslim willkommen fühlt.

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Beschneidung: Geist und Fleisch

Beschneidungsbesteck: Juden und Muslime wundern sich über den aktuellen Furor über den Ritus ©DPA

Die Praxis wie auch die Ablehnung der Beschneidung sind in hohem Maß kulturrelativ. Die Unterstellung aber, ganze Bevölkerungsgruppen vergingen sich am Wohl ihrer Kinder, ist abwegig und anmaßend.

Von Reinhard BingenerFrankfurter Allgemeine

Vernunft und Zivilisation können auf archaische Riten rückständiger Minderheiten keine Rücksicht nehmen! Im Namen des Rechts ist es sogar geboten, unaufgeklärte Minderheiten vor der Verstümmelung ihrer Kinder zu schützen! In etwa so legten sich – zwei Jahrtausende vor Erfindung von Talkshow und Internetforum – auch schon griechische und römische Autoren die Sache mit der Beschneidung zurecht. In der longue durée hat sich also wenig geändert: Viele Europäer halten für fortschrittlich, was sie schon immer für fortschrittlich hielten.

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Hessen: Muslime für Abschaffung der Sargpflicht

Muslim-Organisationen werben für die Abschaffung der Sargpflicht – Kommunen und Koalition im hessischen Landtag lehnen dies aber ab. ©DPA

Die Sargpflicht abzuschaffen – diese bitte haben der Zentralrat der Muslime und Islamische Religionsgemeinschaft Hessen im Landtag vorgetragen. Vertreter der großen christlichen Kirchen machten keine Einwände geltend.

Frankfurter Allgemeine

Die in Hessen lebenden Muslime haben für die Abschaffung der Sargpflicht bei Beerdigungen geworben. „Heimat ist da, wo man leben und auch sterben darf“, sagte Hamza Wördemann vom Zentralrat der Muslime Deutschland bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag. Er befürwortete damit eine entsprechende SPD-Initiative. Bestattungen in weißen Tüchern, wie es im Islam üblich sei, werde die Identifikation der Einwanderer mit Deutschland verstärken.

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Schönborn ruft zur Umkehr in Kirche und Gesellschaft auf

Quelle: koptisch.wordpress.com

Wiener Erzbischof bekräftigt in Interviews Ablehnung der Forderungen der Pfarrer-Initiative – Konzentration auf Reformen, die heute möglich sind

kath.net

Angesichts zahlreicher Krisen in Politik, Gesellschaft und Kirche hat Kardinal Christoph Schönborn zur Umkehr aufgerufen. Zugleich hat der Wiener Erzbischof einmal mehr die Forderungen der Pfarrer-Initiative zurückgewiesen und manche Forderungen zudem als theologisch unpräzise formuliert kritisiert. Schönborn äußerte sich in Interviews in den aktuellen Ausgaben des Wochenmagazins “News” und der Tageszeitung “Kurier”.

Die Menschen hätten sich daran gewöhnt, über ihre Verhältnisse zu leben. Nun sei man im Wirtschaftlichen, Sozialen und auch im Menschlichen an Grenzen gekommen: “Korruption fängt nicht bei Strukturen an, sondern bei uns. Schuldenmachen fängt damit an, dass manche mehr haben wollen, als sie können.” Schönborn: “Vielleicht braucht es manches Mal einen ordentlichen Crash, eine Katharsis, die seelische Reinigung, damit es zu Änderungen kommt.” Er sehe jedenfalls hoffnungsvoll die Chance auf eine Umkehr für Kirche und Gesellschaft.

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Rassismus in Europa

Sie bedrohen uns?

Intoleranz, Vorurteile und Diskriminierung sind in Europa weit verbreitet, stellt eine neue Studie fest. Besonders die Ablehnung des Islam und der Muslime sei keine Randerscheinung.

Deutsche Welle

In Europa fühlen sich viele Menschen durch Zuwanderung bedroht. Das geht aus einer Studie der Universität Bielefeld zu “antidemokratischen Mentalitäten” hervor. So ist die Hälfte der Befragten in mehreren Ländern der Ansicht, es gebe bei ihnen zu viele Zuwanderer und deshalb sollten in Krisenzeiten Einheimische ein Vorrecht auf Arbeitsplätze haben. Muslime sind als Einwanderer besonders unbeliebt. Der Sozialpsychologe Andreas Zick, dessen Team die Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung durchführte, sieht Vorurteile und Intoleranz gegenüber Minderheiten in Europa nicht als Randerscheinung: “Es gibt eine große Verbreitung von Islamfeindlichkeit und einen starken Antisemitismus, der insofern neu und versteckter ist, als er mit Kritik an Israel verbunden wird. Wir finden aber auch einen ganz starken Sexismus in vielen europäischen Ländern.”

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