Schlagwort-Archive: Abtreibung

Polen: Abtreibung verweigert – Krankenhauschef entlassen

kirche_polenWeil er einer Frau aus religiösen Gründen die Abtreibung ihres schwer behinderten Fötus verweigerte, ist der Chef eines öffentlichen Krankenhauses in Polen entlassen worden.

hna.de

“Ein Arzt kann eine Abtreibung aus Gewissensgründen ablehnen, ein öffentliches Krankenhaus kann dies aber nicht tun”, sagte ein Sprecher der Warschauer Bürgermeisterin Hanna Gronkiewicz Waltz am Donnerstag. Die Kündigung sei aber noch nicht wirksam, da sich der Professor noch im Urlaub befinde.

Die Frau war schließlich an eine andere Klinik überwiesen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie die 24-Wochenfrist für einen legalen Schwangerschaftsabbruch aber bereits um fünf Tage überschritten.

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Exorzismus: “Der Satan ist ein reales Wesen”

Bild: Bill Flavell, FB

Bild: Bill Flavell, FB

Nach Legitimation der Exorzistenvereinigung AIE bekräftigt Gründer Padre Amorth die Notwendigkeit des Kampfes gegen leibhaftige Dämonen

Von Gerhard MumelterderStandard.at

Der Vatikan hat die internationale Exorzistenorganisation AIE als Rechtsperson anerkannt. “Das ist eine gute Nachricht nicht nur für uns Mitglieder, sondern für die gesamte Kirche”, erklärte der Exorzismusbeauftrage der Diözese Rom, Francesco Bamonte, der Vatikan-Zeitung “Osservatore Romano”. Die 1992 von einigen Priestern gegründete Associazione internazionale esorcisti, der rund 200 Geistliche angehören, gilt damit als Vereinigung nach dem Kirchenrecht.

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Katholische Beseelungs-Bullshistic—pränatale Fruchtwasserträume

Bild: alles-ueber-kinder.net

Es wäre dem menschlichen Leib wesensfremd, nicht vom allerersten Anfang seiner Existenz an beseelt zu sein. Dogmatische Gedanken über Seele und Leib

Von Mag. theol. Michael Gurtnerkath.net

In Diskussionen rund um die Thematik von Abtreibung und Empfängnisverhütung, speziell aber wenn es um die abtreibende Wirkung der sogenannten „Pille danach“ geht, stößt man immer wieder auf eine Problematik, welche es lohnt einer genaueren Untersuchung zu unterziehen. Es handelt sich um das Argument, das zusammengefaßt etwa so widergegeben werden könnte: „Ich bin gegen Abtreibung, aber nicht von der Empfängnis an. Erst ab dem Zeitpunkt, ab dem aus der befruchteten Eizelle ein Mensch geworden ist“.

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Vatikan und Mafia: Das Kreuz mit den Killern

Papst Franziskus mit Jesus-Chip bei einer Messe im kalabrischen Sibari. Bild: ap

Das Verhältnis zwischen Mafia und Vatikan ist komplex. Und die katholische Kirche tut sich schwer damit, sich von der Mafia zu distanzieren.

Von Ambros Waibeltaz.de

„Mafiosi sind exkommunziert.“ So interpretierte Radio Vatikan die deutlichen Worte, die Papst Franziskus bei einer Messe im kalabrischen Sibari am vergangenen Samstag gegen die dort heimische Mafia-Organisation ’Ndrangheta gefunden hatte. Einen Tag später formulierte der Sender schon vorsichtiger: „Hat der Papst die Mafia exkommuniziert?“ Antwort: Nein beziehungsweise schwierig. Denn das Kirchenrecht unterscheide, sagt Radio Vatikan, zwischen der Exkommunikation als „Tatstrafe“ und als „Spruchstrafe“. Im ersten Fall „tritt die Exkommunikation automatisch ein, zum Beispiel bei Abtreibung, Sakrileg, Häresie u. a.“.

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Anhörung im Bundestag: Gebt die „Pille danach“ frei!

pille_danach28 europäische Staaten sprechen sich für die Freigabe der „Pille danach“ aus. CDU-Gesundheitsminister Hermann Gröhe kratzt das nicht. Dabei fußt vorgeschobene Besorgnis auf überholter Moralvorstellung.

Von Maike HansenCicero

Sonntagnacht, irgendwo in der Republik. Ein Pärchen kommt sich näher, liebt sich. Da passiert es: Das Kondom reißt. Panik. Die nächstgelegene Arztpraxis ist geschlossen.

Es ist ein Szenario, das viele Frauen kennen – und fürchten.

Denn die „Pille danach“ gibt es nur auf Rezept. 460.000 mal wurde dieses im vergangenen Jahr ausgestellt. Doch der Weg dahin ist für Betroffene, die eine Schwangerschaft verhindern wollen, häufig beschwerlich: Sie müssen einen Frauenarzt konsultieren, sich eine Arzneimittelverordnung ausstellen lassen und schließlich eine Apotheke aufsuchen. All das braucht Zeit. Dabei geht es in einer solchen Situation um jede Minute: Je früher die „Pille danach“ geschluckt wird, desto besser wirkt sie.

Es könnte alles viel einfacher sein, wenn die Rezeptpflicht abgeschafft werden würde. Doch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hält nach wie vor an der Beschränkung fest.

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Kardinal Lehmann sieht Parallelen von irischem Massengrab und deutschen Kliniken

Karl Lehmann, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

„Abschätziger Umgang mit ungeborenem Leben nach dem Tod“

Cicero

Kardinal Karl Lehmann sieht in dem Massengrab im irischen Tuam mit fast 800 Babyleichen Parallelen zur Praxis in deutschen Kliniken. Er kenne „den abschätzigen Umgang mit ungeborenem Leben nach dem Tod“ aus Gesprächen mit Krankenschwestern, die entgegen aller gesetzlichen Bestimmungen zur Assistenz bei Abtreibungen bereit sein mussten, schreibt der Mainzer Bischof in einem Beitrag für das Magazin Cicero (Juliausgabe). „Wer redet bei uns über solche Unmenschlichkeiten? Ich denke etwa an die Behälter mit abgetriebenen Föten für die kosmetische Industrie.“

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Parallel-Universum Kirchen und Menschenrechte

justiz_grossDie Richter urteilten, die Kirche könne von Religionspädagogen eine Übereinstimmung mit dem kirchlichen Lehramt erwarten. Der Entzug der Lehrerlaubnis sei durch die Autonomie der Kirche unter der Europäischen Menschenrechtskonvention gedeckt.

kath.net

Ein früherer katholischer Priester mit erklärt kirchenkritischen Ansichten hat keinen Anspruch auf eine Beschäftigung als Religionslehrer. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg wies am Donnerstag die Klage eines Spaniers zurück, der sich gegen die Nichtverlängerung seines Lehrervertrags an einer staatlichen Schule gewehrt hatte.

Die Richter urteilten, die Kirche könne von Religionspädagogen eine Übereinstimmung mit dem kirchlichen Lehramt erwarten. Der Entzug der Lehrerlaubnis sei durch die Autonomie der Kirche unter der Europäischen Menschenrechtskonvention gedeckt. Die Entscheidung erging mit neun zu acht Stimmen.

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Katholischer Publizist in Polen skandalisiert Abtreibung bei vergewaltigtem Kind

fronda.pl, Screenshot:bb

fronda.pl, Screenshot:bb

Er tritt in Polen immer wieder öffentliche Diskussionen rund um das Thema Katholizismus los – Tomasz Terlikowski.

Deutschlandradio Kultur

Die Äußerungen des Chefredakteurs der Onlinezeitschrift “Fronda” bei einer Fernsehdebatte haben jetzt für Kritik gesorgt. Es geht um ein elfjähriges Mädchen, das von ihren Cousins vergewaltigt wurde. Die Eltern setzten per Gericht das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch in Polen durch. Terlikowski erklärte, es gebe keinen Anlass zum Mord an einem ungeborenen Kind. Eine Abtreibung sei auch in diesem Fall absurd. Die linke Europa-Abgeordnete Joanna Senszyn, die sich für Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzt, kritisierte, der katholische Publizist wolle sich nur wichtig machen. Ob die Schwangerschaft des Mädchens bereits abgebrochen wurde ist nicht bekannt.

Hillary Clinton will um fromme Wähler werben

us_flagge_bibel_kreuzDie mutmaßliche demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton will um fromme Wähler werben.

Von Konrad Egeevangelisch.de

An den starken Einfluss der christlichen Rechten ist man in den USA seit Jahrzehnten gewöhnt, vor allem bei Auseinandersetzungen über Abtreibung, “Moral” oder die vermeintlich bevormundende Macht der Regierung. Doch aktuell machen linksliberale Christen in der politischen Arena einen Anlauf mit Forderungen nach mehr sozialer Gerechtigkeit. Auch der mutmaßlichen demokratischen Spitzenkandidatin für die nächste Präsidentschaftswahl, Hillary Clinton, sind die Gläubigen wichtig: Jüngst hat die Ex-Außenministerin und unterlegene Präsidentschaftsanwärterin von 2008 zu verstehen gegeben, sie wolle die “frommen” Wähler nicht den Republikanern überlassen.

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Polen: Arzt katholisch?—Sofort wechseln!

Wie stark darf der Glaube die Arbeit von Ärzten beeinflussen? Foto: James Mutter, flickr | CC-BY-NC 2.0

In Polen sorgt eine Erklärung katholischer Ärzte, laut der sie nach der Bibel praktizieren wollen, für Aufregung. Kritiker sehen Patientenrechte gefährdet.

pro Medienmagazin

Mehr als 3.000 gläubige Ärzte haben in Polen eine Erklärung unterzeichnet, nach der sie sich verpflichten, das „Recht Gottes“ und ihr eigenes Gewissen über die Rechte ihrer Patienten zu stellen. In den sechs Grundsätzen, die in der Erklärung enthalten sind, heißt es unter anderem, dass nur Gott über Tod und Empfängnis entscheiden dürfe – Abtreibung und Sterbehilfe seien damit tabu. Auch Verhütung und künstliche Befruchtung seien ein Verstoß gegen Gottes Wort.

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Die pränatalen Fruchtwasserträume des Egon Kapellari

Egon Kapellari, Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0

“Unsere katholische Kirche kann und wird sich mit der Auslöschung noch ungeborener Menschen durch Abtreibung nie abfinden”: Eine klare Absage an jede Aufweichung des Lebensschutzes auch durch aktive Sterbehilfe hat der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari am Sonntag im Grazer Dom erteilt.

kathweb

In seiner Predigt zum “Tag des Lebens” am 1. Juni sagte er wörtlich zum Schwangerschaftsabbruch, die Kirche wisse sich “unverzichtbar verpflichtet, in der öffentlichen Meinung mit Argumenten dagegen anzugehen und in Konfliktsituationen ideelle und materielle Hilfe zu geben”. Die Kirche halte – ob gelegen oder ungelegen – daran fest, “dass auch der Embryo eine Person ist”.

Schon das römische Recht habe ein ungeborenes Kind (“Nasciturus”) als vollwertige, z.B. erbberechtigte Rechtsperson anerkannt, wies Kapellari darauf hin, dass die Kirche “keine katholische Sondermoral” vertrete. Sie suche vielmehr Allianzen für Lebensschutz auch jenseits ihrer Einflusssphären. Auch in der postmodernen Gesellschaft sei das menschliche Leben heute besonders an seinem Anfang und an seinem Ende bedroht. Es gelte ein entschiedenes Nein zu sagen zur Öffnung von Grenzen, die ungeborenes Leben schützen und einen kollektiven Dammbruch verhindern sollen.

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Männlich-religiöse Macht über Gebärmütter?

Manfred Spieker, Bild: uni-osnabrück.de

Sozialethiker fordert Überprüfung der Regelung zur Abtreibung.
Im Deutschen Bundestag gebe es jedoch niemanden, der dazu bereit sei, kritisierte Sozialethiker Manfred Spieker am Donnerstag beim Katholikentag in Regensburg.

kath.net

Eine Überprüfung der gesetzlichen Regelung zum Schwangerschaftsabbruch hat der Osnabrücker Sozialethiker Manfred Spieker angemahnt. Im Deutschen Bundestag gebe es jedoch niemanden, der dazu bereit sei, kritisierte Spieker am Donnerstag beim Katholikentag in Regensburg. Dabei sehe das Gesetz eine erneute Prüfung der vor rund 20 Jahren erfolgten Reform des Paragrafen 218 ausdrücklich vor, so Spieker.

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EU-Kommission weist «One of Us»-Anliegen zurück

EuropaDie EU-Kommission hat die Forderung der europaweiten Bürgerinitiative «One of Us» nach einem Finanzierungsstopp für Embryonenforschung und Abtreibung zurückgewiesen – Die Petition hatte 1,72 Millionen Unterzeichner gefunden.

kath.net

Die EU-Kommission hat die Forderung der europaweiten Bürgerinitiative «One of Us» nach einem Finanzierungsstopp für Embryonenforschung und Abtreibung zurückgewiesen. Nach der Prüfung des Begehrens und Gesprächen mit Organisatoren habe man entschieden, kein Gesetzgebungsverfahren aufzunehmen, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Die Initiative, die von Papst Franziskus und von zahlreichen deutschen Bischöfen unterstützt wird, hatte bis November 1,72 Millionen Unterzeichner gefunden. Die Petition war Ende Februar übergeben worden.

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Protest gegen fundamentalistischen Schweigemarsch im Erzgebirge

Bild: addn.me

Gestern(Montag) protestierten in der erzgebirgischen Kreisstadt Annaberg-Buchholz etwa 50 Menschen gegen einen vom Verband Christdemokraten für das Leben (CDL) angemeldeten Schweigemarsch.

addn.me

Wie schon in den vergangenen fünf Jahren hatten auch gestern erneut mehr als 300 Menschen gegen das Recht auf Abtreibung und jede Form der Sterbehilfe protestiert. Vom bewusst gewählten Startpunkt der Demonstration in Sichtweite des Erzgebirgsklinikums sollte es durch die Innenstadt bis zum Marktplatz der CDU regierten Stadt gehen. Dort sollten unter anderem der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Hartmut Steeb, sowie der Vorsitzende der CDL Sachsen, Joachim Hadlich, sprechen. Doch soweit sollte es nicht kommen. Auf Grund der im Vorfeld angekündigten Gegenproteste wurde die Abschlusskundgebung kurzerhand vor die St. Annenkirche verlegt. Auch in diesem Jahr hatte sich mit der Landtagsabgeordneten Uta Windisch eine Politikerin der CDU an dem Schweigemarsch beteiligt. Anders als in der Vergangenheit (Video) hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende Steffen Flath auf eine Teilnahme verzichtet und sich entschuldigen lassen.

Zu den Protesten gegen den Aufmarsch hatte zuvor die feministische Gruppe “Pro Choice Dresden” aufgerufen. Unter dem Motto: “Mein Körper gehört weder Kirche noch Deutschland – Weg mit §218!” sollte ein Zeichen gegen christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegnerinnen und Abtreibungsgegner gesetzt werden. Der Versuch, den Marsch mit Sprüchen wie “Heidenspaß statt Höllenqual!” oder “Kein Gott! Kein Staat! kein Patriachat!” zu begleiten, wurde durch die anwesende Polizei verhindert.

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Amerikanerin filmt Abtreibung des eigenen Kindes

Emily Lett sorgt in Amerika für Aufsehen, weil sie die Abtreibung ihres eigenen Kindes filmte Foto: Huffington Post / Screenshot pro

Als Emily Lett im November schwanger wurde, war für sie klar, dass sie das Kind abtreiben würde. Jetzt hat sie sogar die Tötung ihres Kindes auf dem Video-Portal YouTube und auf ihrem Facebook-Profil veröffentlicht. Die Reaktionen darauf fallen unterschiedlich aus.

pro Medienmagazin

Lett begründete den Schritt damit, dass es „nicht viele positive Geschichten über Abtreibung“ gebe. Der dreiminütige Film zeigt, wie Lett auf dem Operationstisch liegt und die die Tötung ihres Kindes dank örtlicher Betäubung bewusst miterlebt.

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Die Stimme der Dritten Welt – da passen die Vorstellungen des Katholizismus

Papst Franziskus (Bild: AP)

Papst Franziskus (Bild: AP)

Die Menschen in der Dritten Welt lehnen Abtreibung und Homosexualität mehrheitlich ab. Kirche soll an Peripherie gehen, predigt Papst Franziskus, nicht an der europäischen Mehrheit orientieren, so Vatikanexperte Sandro Magister.

kath.net

Papst Franziskus predigt ein Hinausgehen an die existentielle und geographische Peripherie, um die Realität wirklich kennen zu lernen. Wenn man diesen Vorschlag ernst nehme, dürften nicht Frankreich und Deutschland die Länder sein, welche die Lehre der Kirche zur Homo-Ehe und Kommunion für zivilrechtlich Wiederverheiratete bestimmen, schreibt Vatikanexperte Sandro Magister.

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Die “wahren” Diskriminierten des neuen intoleranten Paradigmas

Die-neuen-DiskriminiertenWas Brendan Eich und Phelim McAleer gemeinsam haben und die verrückte Kehrseite der Viktimisierung .

Vergangene Woche schafften es der Amerikaner Brendan Eich und der Ire Phelim McAleer ungewollt auf die Titelseiten aller führenden internationalen Tageszeitungen. Die Gründe dafür scheinen auf den ersten Blick ganz unterschiedlich, sind aber in der Substanz identisch. Beide Fälle sind Ausdruck derselben ideologisch motivierten Intoleranz gegen Andersdenkende. Die Betroffenen werden ganz unerwartet Opfer von Kampagnen. Die existenzbedrohenden Kampagnen können theoretisch jeden treffen, weshalb die beiden Fälle Symbolcharakter für das aktuell vorherrschende kulturelle Klima haben.

Brendan Eich wurde gezwungen, nach wenig mehr als einer Woche den Posten des geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden des Internet-Giganten Mozilla wieder zu räumen, eines Unternehmens, das er selbst mitbegründet und aufgebaut hatte. Das Unternehmen entwickelte und produziert den beliebten Internetbrowser Firefox. Für das Unternehmen spielte letztlich weder seine Position in der Unternehmensentstehung und –geschichte eine Rolle noch die Tatsache, daß er als einer der Besten in seinem Fachbereich gilt. Von ihm stammt die Erfindung der Programmiersprache Javascript. Ausschlaggebend für seine Entlassung war letztlich nur, was die Homo-Lobby aufgrund ihres ideologischen Scheuklappenblickes forderte. Die LGBT-Jünger warfen Eich nämlich vor, „homophob“ zu sein. Grund war eine 2008 getätigte Spende von 1.000 Dollar für die kalifornische Initiative Proposition 8, die durch eine Volksabstimmung die Ehe als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau in der Verfassung des US-Staates verankerte. Die Initiative war erfolgreich und löste den unerbittlichen Zorn der Homosexuellen aus. In der Zwischenzeit wurde die Verfassungsänderung gekippt, weil US-Richtern die Ideologie einer Homo-Minderheit wichtiger ist, als eine demokratische Wählerentscheidung. Obwohl die Proposition 8 also getilgt wurde, zeigen sich die Homo-Ideologen rachsüchtig. Brendan Eich wurde ein prominentes Opfer, an dem ein Exempel statuiert wurde. Wer sich gegen die Homo-Interessen stellt, dem ergeht es wie dem Kurzzeit-CEO von Mozilla.

Der zweite Fall betrifft Phelim McAleer, einen irischen Journalisten und Autor von politisch nicht korrekten Dokumentationen darunter Not Evil Just Wrong als Gegenaufklärung zu den „unbequemen Wahrheiten“ des ehemaligen US-Vizepräsidenten und linksliberalen Lieblings Al Gore über das „global warming“. Ebenso von FrackNation über eine neue Fördertechnik für Erdöl, Erdgas und Wasser. Man mag über McAleers Thesen unterschiedlicher Meinung sein. Tatsache ist, daß er sein journalistisches Handwerk versteht und den Mut hat, gegen den Strom zu schwimmen.

In den vergangenen Tagen landete auch er auf den Titelseiten verschiedener großer Tageszeitungen wegen seiner jüngsten politisch nicht korrekten Arbeit, der Dokumentation Gosnell – The True Story About America’s Biggest Serial Killer über den amerikanischen Abtreibungsarzt Kermit Gosnell. McAleer wurde zum Opfer einer ideologisch motivierten Zensur durch die beliebte crowdfunding Seite Klickstarter, die frühere Arbeiten des Journalisten noch mitfinanziert hatte.

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Die Gegner der freien Gesellschaft

Logo DEA

Logo DEA

Einen „unüberhörbaren Impuls“ der Evangelikalen hinein in die Kirchen erhofft sich der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), vom „Christustag“ am 19. Juni in Stuttgart.

idea.de

Zu dem wahrscheinlich größten evangelischen Gottesdienst dieses Jahres in der Mercedes-Benz-Arena werden rund 20.000 Christen erwartet. Hinter dem Treffen steht fast die gesamte evangelikale Bewegung. Wie Steeb in seinem Bericht auf der Hauptvorstandssitzung der Allianz am 25. März im thüringischen Bad Blankenburg erklärte, hat die evangelikale Dachorganisation auch einen kirchenpolitischen Auftrag. Gerade die Sorge um die Einheit der Christen über Kirchengrenzen hinweg erfordere einen Ruf, zu den „Ur-Sachen“ und „Ur-Aufträgen“ des Glaubens zurückzukommen.

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Zensur: Facebook löscht Abtreibungsartikel – asozial

„Wir haben den Post entfernt, weil er nicht den Facebook Community Standards entsprach“, meldete Facebook der Onlineredaktion

Die Facebook-Seite von Cicero Online war vorübergehend nicht erreichtbar: Grund war die Löschung eines Artikels, der sich für die Legalisierung von Abtreibung einsetzt.

Cicero

Nutzer der Facebook-Seite von Cicero Online mussten am Mittwochmittag länger warten. Das soziale Netzwerk sperrte die Webseite des Magazins für politische Kultur wegen eines Artikels, der ein Recht auf Abtreibung für alle Frauen einfordert. Facebook löschte den Link zu dem Text in der Cicero-Online-Timeline. Zur Begründung hieß es, der Seitenbetreiber habe gegen die „Facebook Community Standards“ verstoßen. Hasserfüllte, drohende oder obszöne Inhalte seien nicht erlaubt, noch Inhalte, die Individuen oder eine Gruppe attackierten. Ein wiederholter Verstoß gegen Facebooks Richtlinien könne zur Sperrung des Accounts führen.

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Rom: Abtreibung auf der Krankenhaus-Toilette

Mit nackten Brüsten kniet am 23. Dezember eine Aktivistin der Frauenrechtsgruppe Femen vor einer Kirche in der Hauptstadt Madrid. Auf Oberkörper und Arme hatte sie die Slogans… – Foto: AFP

In Ländern wie Italien und Spanien wird Frauen eine Abtreibung immer schwerer gemacht. Auch hierzulande gibt es Gegenden, in denen ein legaler Abbruch kaum möglich ist. Doch kein weiteres Kind wird geboren, keines „gerettet“, wo Abtreibung verboten ist oder geächtet wird.

Von Andrea DernbachDER TAGESSPIEGEL

In Italien ist in der vergangenen Woche eine Debatte über die Odyssee einer Schwangeren in Rom entbrannt. Die Frau wollte eine (legale) Spätabtreibung, nachdem im fünften Schwangerschaftsmonat feststand, dass der Fötus unheilbar krank war und seine Geburt kaum überleben würde. Doch sie traf zunächst nur auf Ärzte, die sich als Abtreibungsgegner zu erkennen gaben. Schließlich bekam sie einen Termin in einer Klinik – und erlebte dort die Abtreibung unter entwürdigenden Bedingungen, wie sie schreibt. Hilfe des Personals null, die letzte Phase spielte sich unter großen Schmerzen in einer Toilette ab.

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