Schlagwort-Archive: Abtreibung

Dodo-Meisner: Eucharistischer Kongress ist eine ‘Gegenbewegung’

meisner_400qKardinal Meisner über Pille danach: Abtreibung ist in katholischen Krankenhäusern auch bei Vergewaltigung „nicht möglich“ – Interview über den neuen und den alten Papst und den Eucharistischen Kongress.

Von Ludwig Ring-Eifel und Andreas Ottokath.net

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Erzbistum Köln laden vom 5. bis 9. Juni zum Eucharistischen Kongress nach Köln ein. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) sprach am Mittwoch mit dem Kölner Kardinal Joachim Meisner über das kommende Großereignis und über den Zustand der Kirche unter dem neuen Papst Franziskus, aber auch über die „Pille danach“ und über Meisners Besuch bei Benedikt XVI.

KNA: Herr Kardinal, Anfang Juni ist Köln Gastgeber des Eucharistischen Kongresses. Warum dieses Treffen?

Meisner: Nach dem schrecklichen Missbrauchsskandal habe ich gespürt: Die Kirche braucht in Deutschland nichts nötiger als die Besinnung auf den Herrn. Ich habe ja mit allen Opfern persönlich gesprochen, soweit das möglich war. Nach den Begegnungen habe ich mich gefragt, wer diese Verwundungen heilen kann. Ich kann es nicht. Das kann nur der Herr selber. Ihn haben wir im Altarsakrament, in den eucharistischen Gestalten von Brot und Wein, mitten unter uns.

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Papst bestätigt Maßregelung von Dachverband der US-Frauenorden

lcwrPräfekt der Glaubenskongregation, Müller, traf mit Spitze der “Leadership Conference of Women Religious” (LCWR) im Vatikan zusammen

kathweb

Papst Franziskus hat die von der vatikanischen Glaubenskongregation unter Benedikt XVI. angeordnete Reform des Dachverbandes der US-amerikanischen Oberinnen von Frauenorden (LCWR) bestätigt. Wie der Vatikan mitteilte, setzte der Präfekt der Kongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, die LCWR-Leitung darüber am Montag bei einer Zusammenkunft im Vatikan in Kenntnis. Müller habe zudem bekräftigt, dass der LCWR wie andere Zusammenschlüsse dieser Art nach dem Kirchenrecht unter vatikanischer Aufsicht stehe. Er müsse den gemeinsamen Interessen der Orden dienen sowie mit den örtlichen Bischofskonferenzen und den einzelnen Bischöfen zusammenarbeiten.

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Der Tod ist ein Meister in katholischen Krankenhäusern

Foto: picture alliance / empics

Weil ihr eine Abtreibung verweigert wurde, starb eine 31-Jährige in einer irischen Klinik an Blutvergiftung. Nun wird der Fall vor Gericht verhandelt – und im katholischen Irland heiß diskutiert.

Von Stefanie BolzenBerliner Morgenpost

Es war der Morgen des 21. Oktober vergangenen Jahres, ein Sonntag. Savita Halappanavar war in der 17. Woche schwanger, ein Wunschkind für sie und ihren Mann Praveen.

Das indische Paar hatte 2008 geheiratet und lebte im irischen Galway, sie arbeitete als Zahnärztin, er als Ingenieur. Savita war gesund, die Schwangerschaft gut verlaufen, bis zu diesem Morgen. Sie klagte über unerträgliche Rückenschmerzen, weshalb die beiden zur Universitätsklinik von Galway fuhren.

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Shereen el Feki: Gustave Flaubert fickte sich sozusagen nilaufwärts

Shereen el Feki: “Sex und die Zitadelle. Liebesleben in der sich wandelnden arabischen Welt” (Aus dem Engl. von Thorsten Schmidt. Hanser, Berlin. 415 S., 24,90 €)

Shereen el Feki hat ein Buch über Sex in den arabischen Ländern geschrieben. Von der Ehe bis zur männlichen Prostitution verrät es dem Westen sämtliche Geheimnisse des islamischen Geschlechterlebens.

Von Necla KelekDIE WELT

Im Frühjahr 2011 spürte der deutsche Schriftsteller Navid Kermani auf dem Tahrir-Platz in Kairo die revolutionäre “Zärtlichkeit der Massen”. Nun wird fast täglich über sexuelle Übergriffe, Grabscher und Vergewaltigungen vom Ort der arabischen Freiheit berichtet. Die Journalistin und Immunologin Shereen el Feki, in Kanada aufgewachsene Tochter eines Ägypters und einer walisischen Mutter, ist in tausendundeinem Tag vom Tahrir-Platz aus durch Ägypten, dem Maghreb und Mittleren Osten gereist, um herauszufinden, ob und wie sich vor und nach dem Sturz der Despoten das Verhältnis der Männer und Frauen zueinander verhält und verändert hat. Es ist eine Anamnese des Zustands der Sexualität in der islamischen Welt, wie sie so bisher unbekannt war.

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Abtreibung: Tötungsideologen fordern Zwang zum Töten

Bild: katholisches magazin

Jeden Tag, jede Stunde seit 35-40 Jahren fallen Hunderte, ja Tausende Kinder dem abscheulichen Verbrechen der Staatstötung zum Opfer.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Eine Massentötung, die mit dem Schutz des staatlichen Gesetzes erfolgt und die politisch oder rassisch motivierten Morde durch die blutigen Ideologien des Nationalsozialismus und des Kommunismus des 20. Jahrhunderts längst in den Schatten stellt. Ideologien, die für ihr Morden nie wagten, das Gesetz zu bemühen. Diese Perversion staatlich lizensierten Tötens blieb der Demokratie, der „Besten aller Regierungsformen“ vorbehalten.

Eine immer größer werdende Zahl von Ärzten verweigert sich jedoch der staatlich gebilligten Mordlogik und erklärt sich zu Gewissensverweigerern. Die jüngsten, etwa vom italienischen Gesundheitsministerium vorgelegten Zahlen besagen sogar, daß die Abtreibungsärzte eine vom Aussterben bedrohte Spezies zu werden scheinen. Italienweit sind mehr als 70 Prozent Gewissensverweigerer, in manchen Regionen sogar mehr als 80 Prozent. An den öffentlichen Krankenhäusern sind die Zahlen noch höher. In der Region Latium mit der Stadt Rom verweigern sich 91 Prozent der Gynäkologen aus Gewissensgründen. In der Stadt und der Provinz Bari in Apulien werden keine Abtreibungen mehr durchgeführt, weil es keinen Arzt mehr gibt, der bereit ist, ungeborene Kinder zu töten.

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Staatsrat von Kolumbien hebt Abtreibungsdekret auf

Bild: Katholisches Magazin

Der Staatsrat von Kolumbien hat das Regierungsdekret aufgehoben, mit dem die Tötung ungeborener Kinder durch Abtreibung straffrei gestellt worden war

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Mit dem Dekret 4444 hatte der Staatspräsident 2006 in Ausnahmefällen die Kindestötung erlaubt, die vom Verfassungsgerichtshof in einem Urteil desselben Jahres genannt worden waren: bei Gefahr für das Leben der Mutter, bei Mißbildung des Fötus und bei einer Schwangerschaft durch Vergewaltigung. Bereits 2009 war das Dekret suspendiert worden.

Der Staatsrat behandelte nicht die Entscheidung des Verfassungsgerichtshof zur Straffreistellung der Abtreibung in Ausnahmefällen. Das stünde ihm nicht zu. Er hob aber das Dekret des Staatspräsidenten mit der Begründung auf, daß zur Regelung der Frage ein ordnungsgemäß zustandegekommenes Staatsgesetz unverzichtbar ist.

Erst wenn ein Gesetz vorhanden ist, kann die Regierung entsprechende Dekrete mit Durchführungsbestimmen erlassen, so der Staatsrat.

Auch atheistische Gefühle können verletzt werden

foto: apa/michael kappeler Überall – vor dem Papst gibt es seit knapp einer Woche kein Entkommen

Die Berichterstattung über den neuen Papst Franziskus I. übersieht, dass diskriminierende Positionen nicht für alle selbstverständlich sind

Von Beate Hausbichler - dieStandart.at

Seit letzte Woche ein neuer Papst gewählt wurde, scheinen wir uns in einer klerikalen Zeitkapsel zu befinden. Und zwar in einer, die uns in die 50 oder 60er-Jahre verfrachtet: Ob beim Thema Sexualmoral, gleichgeschlechtlicher Liebe oder Rechte für Frauen – der neue Papst Jorge Mario Bergoglio alias Franziskus I. gibt sich in diesen Fragen “konservativ”, wie es in den zahlreichen Medienberichten immer wieder sehr milde umschrieben wurde. Abtreibung lehnt er ab, egal in welchem Monat. Schwangere würden schließlich weder “Zahnbürste” noch “Tumor” in sich tragen. Verhütung will Bergoglio auch nicht, das gilt selbstverständlich auch für Kondome, der Schutz vor HIV ist für ihn kein Argument. Und als Argentinien die Ehe für Homosexuelle einführte, war das für ihn ein “Schachzug des Teufels”.

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Zeitenwende für katholische Kirche in den USA

©Getty Images

Die katholische Kirche in den USA ist im Umbruch. Es gibt einen Generationswechsel und eine wachsende Zahl hispanischer Mitglieder. Das wird das Gesicht des amerikanischen Katholizismus sehr verändern.

Deutsche Welle

In den nächsten fünf Jahren wird sich innerhalb der viertgrößten katholischen Landeskirche der Welt ein dramatischer Wandel vollziehen. Dann nämlich wird die Generation der US-Katholiken, die 1940 oder früher geboren wurde, nur noch deutlich weniger als zehn Prozent der Gläubigen stellen und damit demografisch unbedeutend werden. Wie groß dieser Einschnitt ist, macht ein Blick auf die Zahlen deutlich: 1987 gehörten rund ein Drittel aller Erwachsenen amerikanischen Katholiken der sogenannten Prä-Vatikanicum (2. Vatikanisches Konzil – die Red.) II-Generation an und prägten das Gesicht des Katholizismus in den USA, wie wir ihn noch heute kennen.

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F1: Neuer Papst – alter Sack

yoda_2Der neue Papst ist, den bislang vorliegenden Informationen nach zu urteilen, ein reaktionärer alter Sack wie sein Vorgänger, der seinerseits einem reaktionären alten Sack gefolgt war, der wiederum einen reaktionären alten Sack beerbt hatte. Alter Sack I. folgte Alter Sack II., Alter Sack II. aber folgte Alter Sack III., in einem fort, jahrein, jahraus.

Von Deniz Yüceltaz

Ob dieser oder jene alte Sack nun eine Schwäche für die Schwachen („katholische Soziallehre“) hatte oder sich lieber mit esoterischem Klimbim („katholische Dogmatik“) beschäftigte, ist in etwa so relevant wie die Frage, ob er nebenher Briefmarken sammelte oder lieber doch Schmetterlinge.

Der neue alte Sack, der künftig unter dem Künstlernamen Franziskus auftreten wird, hat, so ist zu hören, als er noch Jorge Bergoglio hieß und Erzbischof von Buenos Aires war, gegen die Ehe von Lesben und Schwulen („Plan des Teufels“) und die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare („Kindesmissbrauch“) gekämpft.

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“1000 Kreuze für das Leben”: 80 Teilnehmer – 400 Gegendemonstranten

“Your body, your choice” war das Motto der rund 400 Gegendemonstranten. Foto: Matthias Ahlke

Unter dem Motto “Gebetszug – 1000 Kreuze für das Leben” demonstrierten am Samstag rund 80 Teilnehmer in der Fußgängerzone von Münster gegen Abreibung. Auf der anderen Seite: Rund 400 Gegendemonstranten.

Westfälische Nachrichten

“Raise your voice – your body, your choice” war das Motto der Gegendemonstranten, die vom Hauptbahnhof in die Innenstadt zogen.

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Nachruf: Am Kreuz wird gestorben, nicht abgestiegen

RatzingerJoseph Ratzinger wird kein Kontrastprogramm zum medialen Jugendwahn liefern. Der seit 2005 amtierende Papst ist zurückgetreten und wird in den Abendstunden des letzten Februartages 2013 in der Versenkung verschwinden. Bilder von einem kränkelnden Papst, der sabbernd und zitternd durchs Kirchengestühl geschoben werden muss, wird es von ihm nicht geben. Die Vizegötter, selbsternannt, auf Erden können die Gebrechen des Alters nicht wegbeten. Das wandelnde Theodizee-Problem Johannes Paul II. wird sich so schnell nicht wiederholen. Gut so.

Genaugenommen ist es mir als Ungläubigen egal, wer auf dem heiligen Stühlchen im Vatikan sitzt und meint die Geschicke von rund 1,2 Milliarden gläubigen Menschen regeln zu können. Die letzten Tage jedoch waren schon fast erbrechend voll von Informationen, den scheidenden Papst betreffend. Was uns nicht alles mitgeteilt wird, minutiös erfahren wird die Tagesplanung. Ganz wie bei einem zum Tode verurteilten Verbrecher. Die letzte Mahlzeit als Papst, das Abziehen der Schweizer Garde, das Zerstören des Ringes, Namen, Schall und Rauch, fehlen noch Angaben darüber wann sich der zurückgetretene Apostel die Beißerchen putzt.

Joseph Ratzinger, emeritierter Papst, Pontifex, was auch immer, ist uns in den letzten zwei Wochen als lebender Untoter erschienen. De mortius nil nisi bene, nimmt man die Schlagzeilen der Medien als Richtschnur. Jeden Tag ein neuer Nachruf und jeden Tag neue Verbalinjurien über die Liebe Gottes.

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US-Missbrauchsskandal und Konklave: Mahoney soll draußen bleiben

US-Kardinal Mahony: “Leider kann ich nicht in das Jahr 1980 zurückkehren” AP

Systematisch soll Kardinal Roger Michael Mahony sexuellen Missbrauch in seiner Diözese verheimlicht haben. Dennoch darf er zum Konklave nach Rom fahren und einen neuen Papst wählen. Ein Skandal, finden progressive Katholiken und fordern einen Reiseverzicht.

Von Annette Langer - SpON

Kardinal Mahony darf dabei sein. Er ist einer der 117 Wahlberechtigten, die nach dem Rücktritt von Benedikt XVI. einen neuen Papst wählen dürfen. Er freue sich schon sehr auf das Konklave im März, ließ der emeritierte Erzbischof wissen. Schon bei der Wahl Joseph Ratzingers im Jahr 2005 sei der heilige Geist fast greifbar gewesen, schreibt er in seinem Blog: “Da gab es keine weltlichen Stimmen oder Einflüsse. Es war unglaublich.”

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“Todesengel von Kalkutta”: Abtreibung ist die größte Zerstörerin des Friedens

Anjezë (Agnes) Gonxhe Bojaxhiu © 1986 Túrelio, : Creative Commons CC-BY-SA-2.0 de

„Heutzutage ist die Abtreibung die größte Zerstörerin des Friedens“, sagte die Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa 1985 in einem Interview. Sie bezeichnete es als „unglaublich“, dass eine „Mutter ihr eigenes Kind ermorden“ kann.

kath.net

„Heutzutage ist die Abtreibung die größte Zerstörerin des Friedens, denn sie zerstört das Leben des Kindes, aber sie zerstört ebenso das Gewissen der Mutter, und Jahr für Jahr weiß sie, dass sie ihr eigenes Kind ermordet hat.“ Dies sagte Mutter Teresa (1907-1997), die katholische Friedensnobelpreisträgerin und durch Papst Johannes Paul II. im Jahr 2003 seliggesprochen, 1985 in einem Interview am Rande der „National Catholic Coalition Conference on Women“ in New York. Sie nannte es „unglaublich“, dass eine „Mutter ihr eigenes Kind ermorden“ kann. Das ungeborene Kind sei „als Ebenbild Gottes“ erschaffen worden „um zu lieben und um geliebt zu werden“.

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Was Christen und Muslime verbindet

Die Autorin und Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor (Bild: Privat)

Was haben Christen und Muslime gemeinsam, was trennt sie? Darüber diskutieren derzeit Religionsvertreter bei einer Tagung in Bad Honnef. Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor spricht im Interview über den Sinn solcher Treffen und die Rolle der Religion im säkularen Staat.

Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor über die Schnittmengen der Religionen

Moderation: Matthias Hanselmann - Deutschlandradio Kultur

Matthias Hanselmann: “Ethische Verantwortung in Familie und Erziehung”, so lautet heute und morgen das Thema einer Tagung des Katholisch-Sozialen Instituts in Bad Honnef. Es geht dabei um den christlich-muslimischen Dialog. Vertreter des Erzbistums Köln, der katholischen Kirche, und des Zentralrats der Muslime in Deutschland wollen über Ethik aus christlicher und aus muslimischer Sicht sprechen.

Solche Studientagungen zum christlich-islamischen Dialog gehören mittlerweile zum guten Ton von evangelischen und katholischen Akademien oder Universitäten; auch Katholikentage und Kirchentage haben ihre christlich-islamischen Foren.

Lamya Kaddor ist Islamwissenschaftlerin und Lehrerin an der Hauptschule am Volkspark in Dinslaken, Lehrerin für muslimische Religion, und sie war Gründungsvorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes. Außerdem hat sie ein Buch verfasst mit dem Titel “Muslimisch, weiblich, deutsch – mein Leben für einen zeitgemäßen Islam”.

Wo liegt Trennendes, wo liegen die Gemeinsamkeiten der Religionen, darüber wollen wir jetzt sprechen. Guten Tag, Frau Kaddor!

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BKK-IHV: Religiöser Fundamentalismus von Pro-Life finanziert

bkk_ihvDie Betriebskrankenkasse für Industrie, Handel und Versicherungen bestreitet die bewusste Finanzierung von Spitzeln gegen die Verschreibung der “Pille danach”

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS

Nachdem eine mit K.O.-Tropfen betäubte Frau von zwei katholischen Kliniken in Köln unter Hinweis auf religiös begründete Verbote abgewiesen wurde, kam ans Licht, dass 2011 eine “Detektivin” in zehn kirchlichen Krankenhäusern der Karnevalshochburg zum Schein die Pille danach verlangt hatte. Weil sie in vier Kliniken an eine (organisatorisch nicht zum Krankenhaus gehörige) Notfallpraxis verwiesen worden war, wandte sich ein fundamentalistischer Katholik mit dieser Information an das Erzbistum Köln, das darauf hin über den Diözesan-Caritasverband sicherstellen wollte, dass sich die Ärzte in katholischen Kliniken “gemäß der Lehre der Kirche zu verhalten”.

Am Mittwoch berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung, solche “Detektive” seien über die Gruppe “ProLife” von der Betriebskrankenkasse für Industrie, Handel und Versicherungen (BKK-IHV) bezahlt worden.

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Gestörte Wahrheit bei den Katholen

Kirche_raus_GebärmutterHintergründe zum Kölner Vergewaltigungsfall

Von Petra Lorlebergkath.net

Nur fünf der Kölner Kliniken hätten die „anonyme Spurensicherung“ beim Fall des mutmaßlichen Kölner Vergewaltigungsopfers durchführen können. Hätten auch Kliniken in öffentlicher Hand die Patientin abweisen müssen?

Der Fall des an zwei kirchlichen Kölner Krankenhäusern angeblich „abgewiesenen“ mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers schlägt weiter Wellen. Vor einigen Tagen hatte der „Kölner Stadtanzeiger“ folgendes berichtet: „Eine Notärztin, die eine Vergewaltigung nicht ausschließen konnte“, habe zwei katholische Kliniken „um eine Spurensicherung gebeten, um mögliche Tatspuren gerichtsverwertbar zu sichern. Sie wurde mit der Begründung abgewiesen, die gynäkologischen Untersuchungen zur Beweissicherung seien seit zwei Monaten untersagt, weil damit ein Beratungsgespräch über eine mögliche Schwangerschaft und deren Abbruch sowie das Verschreiben der Pille danach verbunden seien. Ärzte, die sich dieser Regelung widersetzten”, behauptete der „Kölner Stadtanzeiger“ weiter, „müssten mit fristloser Kündigung rechnen.“ Damit wurden die Weichen gestellt: Schuld ist auf jeden Fall die Moralpraxis der Kirche.

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St. Pöltner Moraltheologe: Abtreibung keine Hilfe für eine Betroffene

kath.net

Josef Spindelböck zur ‘Pille danach’-Diskussion: Eine Abtreibung – auch im Sinne einer Nidationshemmung durch eine ‘Pille danach’ (Levonorgestrel) – ist keine wirkliche Hilfe für eine betroffene Frau

Ist die ‘Pille danach’ mit der katholischen Morallehre zu vereinbaren? Diese Frage stellen sich nicht wenige Katholiken nach der Debatte rund um eine Vergewaltigte in Köln. kath.net hat dazu den St. Pöltner Moraltheologen Josef Spindelböck befragt. Dieser äußerte im Gespräch mit kath.net, dass eine Vergewaltigung für eine Frau ein “schlimmes und oft auch traumatisches Ereignis” sei. Betroffenen Frauen dürfe der “nötige menschliche und fachliche Beistand” nicht verweigert werden. “Zugleich gilt es, der Frau zu helfen, im Falle einer Schwangerschaft Ja zu sagen zum Kind, dessen Leben von der Empfängnis an heilig und unverletzlich ist.

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“Pro-Life”: Justin Bieber, Pattie Mallette und Jesus

Singer Justin Bieber (R) and mom Pattie Mallett, Bild: ABC News

Initiative zugunsten von Schwangerschaftszentren produziert Kurzvideo mit Pattie Mallette in der Hauptrolle. Mallette hatte sich mit 17 Jahren gegen die Abtreibung von Justin Bieber entschieden.

kath.net

Die Mutter des Pop-Idols Justin Bieber spielt die Hauptrolle (Foto) im Pro-Life-Film „Crescendo“, der am 28. Februar herauskommen wird, außerdem ist sie die ausführende Produzentin. Der Video-Kurzfilm thematisiert, wie ein Mädchen nach einer Vergewaltigung schwanger wird und nicht abtreiben möchte. Näheres über den Inhalt des historischen Streifens ist noch nicht bekannt. Das Video ist wichtiger Bestandteil einer Initiative, die sich für das Leben einsetzt und Spendengelder zugunsten von Schwangerschaftszentren sammelt.

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R. Marx dilettiert über aggressiven Atheismus – Blödsinn vom Feinsten

Foto: dapd Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx

Reinhard Kardinal Marx betont den Segen von Religion. Sie sei nicht unvernünftig, sondern eine Quelle des Friedens und des Fortschritts. Das müsse den Menschen wieder vermittelt werden.

Von Gernot FaciusDIE WELT

Die Welt: Herr Kardinal, mit welchen Erwartungen geht ein Mann der Kirche in das “Superwahljahr” 2013?

Reinhard Kardinal Marx: Ich beobachte seit Jahren, dass gerade im Wahlkampf die Zuspitzungen und Personalisierungen zunehmen und die Programmatik immer stärker in den Hintergrund tritt. Das finde ich bedauerlich. Wir als Kirche werden nicht aufhören, Fragen des Lebensschutzes, der Familie, der Nachhaltigkeit zu thematisieren. Wir treten für eine gerechte Gesellschaft ein, die allen eine Chance geben muss.

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Pränataldiagnostik: KK und Unions-Christen kritisieren “Selektion” Behinderter

Drei Ultraschall-Untersuchungen gehören zum Standard-Programm der Frauenärzte. (© picture-alliance, dpa)

Unionspolitiker und die katholische Kirche haben davor gewarnt, dass die Pränataldiagnostik zunehmend zur Selektion von Behinderten führt. “Es gibt einen Druck zur Pränataldiagnostik und bei auffälligem Befund zur Abtreibung”, sagte der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Hubert Hüppe (CDU) der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”.

FinanzNachrichten.de

Er beklagte die Doppelgesichtigkeit der Debatte. Einerseits werde beschworen, dass Menschen mit Behinderungen unser Leben bereichern. Andererseits würde mit Leid und Verzweiflung der Eltern behinderter Kinder argumentiert. “Die Pränataldiagnostik befördert in unserer Gesellschaft eine Mentalität der vorgeburtlichen Selektion”, sagte ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz.

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Volker Kauder frömmelt gegen Abtreibung und Sterbehilfe bei den Frömmlern

Volker Kauder (CDU), CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender, sprach bei der pietistischen Glaubenskonferenz vor 4000 Besuchern ©DAPD

4000 Menschen kamen zur pietistischen Glaubenskonferenz in der Stuttgarter Porsche-Arena zusammen. Unionspolitiker Kauder forderte Engagement gegen Abtreibung und Sterbehilfe.

DIE WELT

Der Vorsitzende der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, hat einen besseren Lebensschutz in Deutschland angemahnt. Es sei erschütternd, dass jedes sechste Kind nicht zur Welt komme, weil es vorher abgetrieben wurde, sagte Kauder in der Stuttgarter Porsche-Arena vor 4.000 Besuchern einer Konferenz des Evangelischen Gemeinschaftsverbandes Württemberg.

Kauder warb um mehr Beratung und Unterstützung für Schwangere. “Jede Frau, die ein Kind erwartet, ist ein Geschenk für uns in diesem Land”, sagte der Unionspolitiker.

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