Schlagwort-Archive: Alois Glück

ZdK-Präsident Glück: Glaube kann nicht länger Gehorsamsglaube sein

jesus_schaukelDer Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat keine Angst vor einem Umbruch in der katholischen Kirche.

evangelisch.de

“Immer schon hat die Kirche Veränderungen erlebt, auch solche, die sie kräftig durchgerüttelt haben”, sagte Glück am Donnerstagabend in Köln. Für den ZdK-Präsidenten steht fest, dass der Skandal um sexuellen Missbrauch in der Kirche und dessen Aufarbeitung zu einer größeren Offenheit in der katholischen Kirche beigetragen hat.

“Für die Kirche ist Glaubwürdigkeit unerlässlich, um dem Wort Gottes Gehör zu verschaffen”, sagte Glück vor rund 120 Zuhörern. Das heißt seiner Ansicht nach auch, dass der Glaube “nicht mehr länger Gehorsamsglaube” sein könne. Glaube müsse sich entwickeln aus Erfahrung zu einem Verantwortungsglauben, sagte Glück in seinem Vortrag zum Thema “Ist die Kirche nur noch eine Randerscheinung?”

ZdK: Deutschland befindet sich zunehmend in einer “Schicksalsgemeinschaft”

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, hat Bundespräsident Joachim Gauck in der Debatte um mehr deutsches Engagement in internationalen Konflikten verteidigt.

evangelisch.de

“Ich halte es für absolut richtig und wichtig, dass der Bundespräsident darauf hinweist, dass wir international mehr Verantwortung übernehmen müssen”, sagte Glück dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Montagsausgabe).

Deutschland befinde sich weltweit zunehmend in einer “Schicksalsgemeinschaft” und sei deswegen von Konflikten in der Welt immer mehr selbst betroffen. “In dem Zusammenhang können militärische Einsätze zum Schutze von Menschen auch die Teilnahme der Bundesrepublik erfordern”, sagte Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

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Katholikentag: Polit-religiöses Herzi-Jesulein-Treffen

Von links: Alois Glücks Ehefrau Katharina, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, Bundespräsident Joachim Gauck, der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Foto: epd

Der Katholikentag in Regensburg soll Brücken bauen. Papst Franziskus illustriert das Motto mit einem Hinweis auf den Fall der Berliner Mauer. Bischof Rudolf Voderholzer nennt den Schwangerschaftsabbruch ein “Massaker im Mutterleib”. Bundespräsident Gauck findet, die Christen müssen mit einer Stimme sprechen.

Von Joachim Frank—Frankfurter Rundschau

ZdK-Präsident beklagt autoritäres Gebaren junger Priester

Katholischer Pfarrer in einer Messe, dts

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, beklagt eine Neigung zu autoritärem Denken und Auftreten bei jungen katholischen Priestern. Wir haben die hochproblematische Entwicklung, dass sich vom Priesteramt immer mehr auch junge Männer angezogen fühlen, die ins überhöhte Selbstverständnis des Würdenträgers zurückfallen und klerikal-autoritäre Verhaltensmuster leben, sagte Glück im Interview mit der Welt (Donnerstagausgabe).

UNTERNEHMEN-HEUTE.de

Manche, so Glück, brächten es zum Beispiel fertig, Frauen aus den Altarräumen zu verweisen. Glück kritisierte in diesem Zusammenhang die priesterzentrierte Richtung innerhalb der katholischen Kirche. Diese nehme es in Kauf, dass wir immer weniger Menschen erreichen, was in jener Richtung aber keine kritische Selbstreflexion auslöse, sondern oft eine selbstgerechte Haltung nach dem Motto, dass alles nur am Zeitgeist liege. Glück weiter: Es gibt in unserer Kirche gefährliche Selbstschutzreflexe.

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Kastler: ” Ja zum Kreuz – nein zu Schulz!”

EuropaEuropawahl: Empörte Reaktionen erntete der SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz für seine Äußerung gegen das Kreuz – Bayerns Vizepräsidentin Aigner: Es ist „ein Unding, das Kreuz gleichzusetzen mit rückwärtsgewandten, extrem konservativen Bewegungen“

kath.net

„Maßlos enttäuscht“ zeigte sich Martin Kastler, Nürnberger CSU-Europaabgeordneter über die Äußerungen des SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Martin Schulz, bezüglich des Kreuzes im öffentlichen Raum: „Da zeigt der SPD-Politiker Schulz wieder mal sein wahres Gesicht – ich traue ihm und seinen SPD-Genossen europapolitisch keinen Millimeter – auch aus Erfahrung!“ Dies gab der Europaabgeordnete in einer Presseaussendung bekannt.

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Religiöse Symbole: Katholiken-Komitee widerspricht SPD-Spitzenkandidat

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Kreuze oder andere religiöse Symbole an öffentliche Wände? Darüber streiten sich der EU-Spitzenkandidat der Sozialdemokratien, Martin Schulz, und Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

evangelisch.de

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, wendet sich gegen die Forderung des SPD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Martin Schulz, religiöse Symbole aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Dies sei ein gravierender Angriff auf die Tradition und Rechtsordnung in Deutschland, sagte Glück am Freitag in Bonn. “Religion ist aber keine Privatsache”, ergänzte der Repräsentant der katholischen Laienorganisation.

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Dodo Laun: Homosexuelle sind eher Kinderschänder

weihbischof-andreas-launEin katholischer Bischof aus Österreich packt wieder mal das Klischee vom schmutzigen Schwulen aus, der es auf die Kleinsten abgesehen hat.

QUEER.DE

In einem Beitrag für das Nachrichtenportal kath.net beschuldigt der Salzburger Weihbischof Andreas Laun Schwule und Lesben, eher Kinder zu missbrauchen als Heterosexuelle. “Die Gefahr des Missbrauchs ist bei homosexuellen Menschen höher als bei Heterosexuellen”, so Laun. Daher dürften gleichgeschlechtliche Paare nicht das Recht erhalten, Kinder zu adoptieren.

Der 71-Jährige begründet seinen Vorwurf damit, dass Homosexualität an sich eine “Unordnung” sei. Damit “ist zu erwarten, dass sich diese auch in einer anderen Richtung manifestieren kann, nicht muss, aber eben kann!” Dies sei “kein pauschales moralisches Urteil über alle Homosexuelle”, sondern sage etwas über “die Wahrscheinlichkeit eines Missbrauchs” aus.

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Katholiken ignorieren Sexualmoral der Kirche

konklaveDie Katholiken in Deutschland leben nicht nach der Lehre ihrer Kirche. Das ist nach SPIEGEL-Informationen das Teilergebnis einer Umfrage, die der Vatikan in Auftrag gegeben hat. Laien-Vertreter appellieren an die Bischöfe, alle Zahlen offenzulegen.

SpON

Der Vatikan hat eine Umfrage zum Themenkomplex Familie und Sexualmoral durchführen lassen. Nun liegen Ergebnisse vor – nur was soll mit ihnen geschehen? Laien-Vertreter verlangen Transparenz von den deutschen Bischöfen. “Wir fordern die Bischöfe auf, die Ergebnisse der Umfrage ungeschminkt und ungeschönt nach Rom zu geben, aber auch in Deutschland zu veröffentlichen”, sagt der Bundesvorsitzende der Basis-Bewegung “Wir sind Kirche”, Christian Weisner, dem SPIEGEL – “so schwer es den Bischöfen auch fallen mag”. (Lesen Sie die ganze Geschichte hier im neuen SPIEGEL.)

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Katholische Kirche: Mut zur Steißlage

Alois Glück, Bild: wikipedia

Der Vorsitzende der katholischen Laien, Alois Glück, sieht ein Klima des Pessimismus in der Kirche. Zur Überwindung setzt er auf den Papst – für Glück ein “Pionier der angstfreien Kommunikation”.

Von Thomas SchmidDIE WELT

Die Welt: Herr Glück, Sie sind wieder zum Vorsitzenden des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken gewählt worden. Wird Sie der noch immer neue Papst bei Ihrer Arbeit beflügeln?

Alois Glück: Der neue Papst hat in unserer Kirche viele Kräfte freigesetzt. Er ist ein Pionier der angstfreien Kommunikation in der Kirche. Wenn ich das sage, ist das einerseits eine traurige Situationsbeschreibung. Wie steht es um die Kirche, wenn angstfreie Kommunikation als etwas Neues begrüßt werden muss. Andererseits geht von dieser Haltung des Papstes eine große Ermutigung an alle Gläubigen aus.

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Katholiken protestieren gegen Freigabe der „Pille danach“

pille_danachDer Bundesrat will die „Pille danach“ rezeptfrei in Apotheken verkaufen lassen. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken warnt vor einer „falschen Entwicklung“.

Frankfurter Allgemeine

Der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, warnt vor einer Freigabe der „Pille danach“. Dieses Medikament rezeptfrei abzugeben, wie es der Bundesrat am Freitag gefordert hatte, sei „nicht im Sinne eines qualitativen Gesundheitsschutzes“, sagte Glück dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Ich halte das für eine falsche Entwicklung, zumal es auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist.“

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Katholiken lassen Sakramente für Wiederverheiratete zu

Foto: Getty Images/iStockphoto/zimmytws
Wiederverheiratete Katholiken dürfen nun zumindest in der Diözese Freiburg wieder am katholischen Leben teilnehmen.

Katholiken, die nach einer Scheidung wieder geheiratet haben, fühlen sich von der Kirche oft ausgeschlossen. Die neue Ehe gilt als Sünde. Nun reicht die katholische Kirche Betroffenen die Hand: Die Diözese Freiburg gibt Wiederverheirateten Zugang zu Sakramenten und kirchlichen Ämtern.

evangelisch.de

Nach jahrelanger Diskussion will sich die katholische Kirche in Deutschland um Wiederverheiratete bemühen. Die Diözese Freiburg veröffentliche eine entsprechende Handreichung für Seelsorger, wie das Seelsorgeamt der Diözese am Montag der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Sie werde diese Woche versandt und habe deutschlandweit Signalcharakter. Freiburg ist die zweitgrößte der 27 deutschen Diözesen.

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Update:

Vatikan: Dokument über wiederverheiratete Geschiedene hat “keinen Einfluss”

Der Vatikan hat zurückhaltend auf den geänderten Umgang der Erzdiözese Freiburg mit wiederverheirateten Geschiedenen reagiert. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat es begrüßt, dass wiederverheirateten Geschiedenen im Erzbistum Freiburg die Heilige Kommunion ermöglicht werden soll.

evangelisch.de

Das Dokument, das diesen Personenkreis zu Sakramenten wie der Kommunion und der Beichte zulasse, gehe nicht auf den Diözesanadministrator Erzbischof Robert Zollitsch zurück, betonte der stellvertretende Vatikansprecher Ciro Benedettini der römischen Tageszeitung “La Repubblica” vom Dienstag zufolge.

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A. Glück: Was auf Dauer mit der Tradition begründet wird, hat keinen Bestand

Der Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück (Bild: AP Archiv)

Im Interview der Woche spricht Alois Glück über die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Ämtern der katholischen Kirche und den Umgang mit Homosexuellen. Er schaut auf die ersten 100 Tage von Papst Franziskus im Amt und das Verhältnis des Heiligen Vaters zur Kurie.

Alois Glück im Gespräch mit Matthias GierthDeutschlandfunk

Matthias Gierth: Herr Glück, vor 100 Tagen ist Jorge Mario Bergoglio zum Papst gewählt worden. Welches waren für Sie die herausragenden Momente dieser ersten Zeit?

Alois Glück: Wie sehr dieser Papst auf die Menschen wirkt, was es für eine Botschaft ist und wie die Menschen darauf reagieren in so einer großen Zahl – auf die Zuwendung dieses Papstes zu den Menschen. Es sind vor allem seine Gesten, so wie sie sie erleben in diesem Amt – so menschennah, so wirklichkeitsnah. Und das gibt vielen Menschen Hoffnung. Er setzt Kräfte frei in unserer Kirche, die auch genau in diesem Sinne sich angesprochen fühlen und auch pastoral und Seelsorge und Glaube verstehen. Auf der anderen Seite will ich gleich hinzufügen: Es hat in sich natürlich auch die Gefahr einer Übererwartung, dass dieser Papst alles richtet. Aber ich finde, es ist geradezu phänomenal. Das geht an bei dem, was ich in Gesprächen erlebe von Menschen, ja, die sich mehr oder minder oft schon enttäuscht abgewandt haben und es geht bis zu diesem unglaublichen Zuspruch beim Angelus auf dem Petersplatz, der regelmäßig jetzt zu klein ist.

Gierth: Aber wie ist das zu erklären, dass er zu einem solchen Hoffnungsträger in der katholischen Kirche in so kurzer Zeit geworden ist – mithilfe einiger Gesten der Bescheidenheit.

Glück: Wobei natürlich die Menschen spüren: Diese Gesten sind eben nicht nur Gesten, sondern es ist sein Wesen, es ist sein Glaube, es ist seine Theologie. Nun ja, und letztlich ist es wohl eine starke Reaktion, weil viele Menschen Kirche anders erlebt haben. Und jetzt kommt da jemand, der so ganz anders erlebt wird: Der Papst, der Seelsorger ist von seinem Verständnis und von seiner Art her.

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Wahl Dodo des Monats März 2013

Dodo des Monat Februar 2013

Dodo des Monat Februar 2013

Die Zumutungen des Monats März, im religiösen Sinne, waren für säkulare, ungläubige Geister besonders hart. Die Impertinenz religiöser, insbesonderer katholischer Medieninhalte war bedrückend. Hier nun einige der bedeutensten religiotischen Leistungen der vergangenen vier Wochen:

  1. Wolfgang Huber, “Huber kritisiert Gegner des Tanzverbots an Karfreitag.”
  2. Joachim Meisner, “Dodo-Meisner im österlichen Selbstmitleid.”
  3. ZDF, “Zentrales Deutsches Kirchenfernsehen.”
  4. Robert Zollitsch, “Kein weiter so, wie bisher – natürlich nicht für seine Kirche.”
  5. Thomas Nonte, “Gott hat Freude am Sport und etwas Doping?
  6. Deutsche Evangelische Allianz, “Evangelikale laufen Sturm gegen Grüne.”
  7. Brigitte Hahn, “Expertin der Katholen-Sekte warnt vor Satanisten-Sekte.”
  8. Aiman Mazyek, “...über religiöse und atheistische Fundamentalisten.”
  9. Alois Glück, “Deutsche Katholiken protestieren gegen Papst-Artikel “Alter Sack” in der “taz”.”
  10. Landtag Brandenburg, “Theologen-Ausbildung für das “Fliegende Spaghetti-Monster” demnächst in Brandenburg.”
  11. Ilse Aigner, “Linke und Grüne kritisieren Kruzifix im Bundesverbraucherministerium.
  12. Thomas Söding, “Weil die Bibel existiert muss Jesus gelebt haben!.”
  13. Katherina Reiche, “Volladoptionsrecht: „Sie verhalten sich da verfassungswidrig”.”
  14. Horst Seehofer, “(Hete) und katholische Treue in der Ehe.”

Die Wahl ist bis zum 07. April 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird am 08. April 2013, hier auf dem Blog, in einer Laudatio gewürdigt.

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Katholische Wahrheit: Lügen, tricksen, verschleiern, bescheißen

Nach dem Abbruch der Missbrauchsaufklärung durch die katholische Kirche hagelt es Kritik (Bild: AP)

Die Katholische Kirche will nicht schuld sein, und die Wissenschaftler des Kriminologischen Instituts Niedersachsen wollen es auch nicht: Nach dem Aus für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche werden weitere Details bekannt. Juristischem Druck der Kirche will sich der Kriminologe Christian Pfeiffer nicht beugen.

dradio.de

Inzwischen wurden weitere Details zu dem Streit zwischen der Kirche und dem Institutsleiter Christian Pfeiffer bekannt. Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Hans Langendörfer, räumte im Deutschlandfunk ein, es habe Differenzen über die Auswertung von Tonband-Interviews gegeben. Hier gehe es um delikate Daten, die einen besonderen Schutz von Persönlichkeitsrechten erforderten. Von Kontrolle oder Zensur könne jedoch nicht die Rede sein. Auch den Verwurf, die katholische Kirche habe brisante Akten vernichtet, bestreitet er.

Pfeiffer dagegen bekräftigte seine Vorwürfe. Und er denkt auch nicht daran, sich an eine Unterlassungserklärung der Bischöfe zu halten. Diese sei rechtlich ungültig, sagte Pfeiffer dem Evangelischen Pressedienst. Die Kirche will es dem Kriminologen damit untersagen, wegen der aufgekündigten Zusammenarbeit von Zensur zu sprechen.

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Katholische Kirche geht juristisch gegen Pfeiffer vor(ARD)

Kirche geht gegen Pfeiffer vor(ZEIT ONLINE)

Eklatantes Systemversagen

A.Glück: Katholische Kirche ist nicht auf dem Rückzug

Alois Glück (© dr )

ZdK-Präsident Alois Glück spürt in der katholischen Kirche eine positive Eigendynamik. Im Vergleich zu den Erschütterungen nach dem Missbrauchsskandal gebe es nun eine wesentlich offenere Gesprächskultur.

domradio.de

KNA: Herr Glück, das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat mit seiner jüngsten Entscheidung Streiks in kirchlichen Einrichtungen unter bestimmten Bedingungen erlaubt – eine Niederlage für die Kirchen?
Glück: Insgesamt haben die Richter den sogenannten Dritten Weg, also die arbeitsrechtliche Sonderstellung der Kirchen, bestätigt. Gleichzeitig wurde ein Akzent gesetzt im Hinblick auf die Rechte der Mitarbeiter, indem Streiks als letzte Möglichkeit akzeptiert werden. Was das im Einzelnen aber zu bedeuten hat, lässt sich erst nach der Lektüre der schriftlichen Urteilsbegründung sagen.

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Nobert Lammert hofft auf die Einheit der Kirche

Die Spaltung in katholische und evangelische Christenheit sei ein “großer Anachronismus unserer Zeit”, sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Als Person und Politiker, der sich “von einem christlichen Menschenbild leiten” lasse, würdigte die Eugen-Biser-Stiftung am Samstag in München Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Zum zehnjährigen Jubiläum der Stiftung vergab die Institution an Lammert den Eugen-Biser-Preis. Der Preis wird seit Bestehen der Stiftung in unregelmäßigen Abständen vergeben.

Von Dr. Gerald Schneider - idowa

Laudator Prof. Paul Kirchhof, Vorsitzender des Kuratoriums der Eugen-Biser-Stiftung und ehemaliger Bundesverfassungsrichter, würdigte Lammert als einen Politiker, der das Recht als Ausdruck unserer Kultur verstehe. Er stelle politische Macht unter das Maß des Rechts und suche, “die unterschiedlichen kulturellen Traditionen und Erfahrungen in unserer Gesellschaft in einer weltoffenen Kultur zusammenzuführen”. In diesem Sinne sei Lammert ein Mensch, “der Vertrauen verdient, aber auch anderen Menschen mit Vertrauen begegnet”.

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Alois Glück: Brutale Kommunikationskultur in der katholischen Kirche

Alois Glück, Bild: dradio.de

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat eine bessere Kommunikationskultur in der katholischen Kirche gefordert.

dpa/Bild

Der innerkirchliche Umgang sei «manchmal erschreckend bis brutal», sagte Glück in Essen laut einer Mitteilung des Bistums Essen vom Freitag. Manche Personen in Leitungsfunktionen verfielen, ähnlich wie in der Politik, in autoritäre Reflexe. Glück hatte sich am Donnerstag bei einer Tagung , des obersten Laiengremiums im Bistum, zum derzeit laufenden Dialogprozess in der katholischen Kirche geäußert.

2. Vatikanisches Konzil: Dodo Kissler ex cathedra

Vollversammlung des Konzils im Petersdom, Bild: heiligenlexikon.de

Vor 50 Jahren begann das Zweite Vatikanische Konzil. Es war durch und durch katholisch. Nicht alle, die sich auf das Konzil berufen, kennen dessen Texte. Zeit für eine Klarstellung.

Von Alexander KisslerFOCUS ONLINE

Sogar eine Sonderbriefmarke im Nennwert von 45 Cent wird erscheinen. Vom kommenden Donnerstag an kann jeder, der es mag, seine Postkarte in Erinnerung an ein historisches Ereignis frankieren. Genau 50 Jahre sind vergangen, seit in Rom die katholische Kirche ihr Zweites Vatikanisches Konzil eröffnete. An den Ehrungsfeierlichkeiten landauf, landab wäre nichts auszusetzen; der Mensch ist ein nostalgisches Wesen, das gerne zurückblickt. Die Konzilsjubeltage der Altvorderen indes befremden. Je geringer nämlich die Kenntnis der Konzilstexte ist, desto lauter wird dem Konzil applaudiert. Je weniger das Konzil bekannt ist, desto verbissener wird dessen Anerkennung gefordert. Darum kann die Devise dieser Tage nur lauten: Rettet das Konzil in seiner wahren Aussage!

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Die Selbstbeweihräucherung der Bischöfe und ein kaputter CDUler

Gesprächsforum der Kirche in Hannover (© kna )

Manche waren verblüfft, als Bischof Ackermann für die Gruppe der Bischöfe zum Ende des zweiten Dialogforums der Kirche Ergebnisse zum Abschluss der Debatte präsentierte: Kirchliches Arbeitsrecht, wiederverheiratete Geschiedene, Frauenförderung und politisches Engagement auch für den Lebensschutz. Das ist nun das bischöfliche Arbeitsprogramm.

domradio.de

Die Stimmung unter den 300 Delegierten aus allen 27 Diözesen und vielen Bereichen des kirchlichen Lebens war da schon weitaus diffuser. Doch die Bischöfe hatten sich vorgenommen, dass sie nicht mit dem Vorwurf nach Hause gehen, nichts geliefert zu haben. Das ist ihnen gelungen.

Die Bischöfe waren diszipliniert. Als zum Abschluss der Debatte jede Gruppe am Saalmikrophon ihre Zusammenfassung vortragen sollte, da schaffte das in der vorgegebenen Zeit nur der Trierer Bischof Stephan Ackermann. “Eine Punktlandung”, kommentierte das der Moderator beim zweiten Dialogforum der katholischen Kirche in Deutschland, das am Samstag in Hannover zu Ende ging.

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Kardinal Brandmüller sieht den deutschen Katholizismus in einer desolaten Lage, gelähmt und schwach.

Kirche lehnt Regeln für PID-Zentren kategorisch ab

Meisner lehnt die PID rigoros ab. ©dr

Alle Befürchtungen bestätigt

domradio.de

Der Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur umstrittenen Präimplantationsdiagnostik (PID) stößt auf scharfe Kritik bei Kirche und Politikern der Union und der Grünen. Die Verordnung habe “alle Befürchtungen bestätigt“, sagte der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten.

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU), sagte der Tageszeitung “Die Welt” (Freitagsausgabe), die Verordnung zu den Gentests an Embryonen sei “so formuliert, dass letztlich alle PIDs durchgeführt werden können, die nur verlangt werden”. Zudem kritisierte Hüppe, dass die Ethikkommissionen alle Anträge genehmigen müssten, wenn sie den gesetzlichen Kriterien entsprechen.

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