Schlagwort-Archive: Alois Glück

Wahl Dodo des Monats März 2013

Dodo des Monat Februar 2013

Dodo des Monat Februar 2013

Die Zumutungen des Monats März, im religiösen Sinne, waren für säkulare, ungläubige Geister besonders hart. Die Impertinenz religiöser, insbesonderer katholischer Medieninhalte war bedrückend. Hier nun einige der bedeutensten religiotischen Leistungen der vergangenen vier Wochen:

  1. Wolfgang Huber, “Huber kritisiert Gegner des Tanzverbots an Karfreitag.”
  2. Joachim Meisner, “Dodo-Meisner im österlichen Selbstmitleid.”
  3. ZDF, “Zentrales Deutsches Kirchenfernsehen.”
  4. Robert Zollitsch, “Kein weiter so, wie bisher – natürlich nicht für seine Kirche.”
  5. Thomas Nonte, “Gott hat Freude am Sport und etwas Doping?
  6. Deutsche Evangelische Allianz, “Evangelikale laufen Sturm gegen Grüne.”
  7. Brigitte Hahn, “Expertin der Katholen-Sekte warnt vor Satanisten-Sekte.”
  8. Aiman Mazyek, “...über religiöse und atheistische Fundamentalisten.”
  9. Alois Glück, “Deutsche Katholiken protestieren gegen Papst-Artikel “Alter Sack” in der “taz”.”
  10. Landtag Brandenburg, “Theologen-Ausbildung für das “Fliegende Spaghetti-Monster” demnächst in Brandenburg.”
  11. Ilse Aigner, “Linke und Grüne kritisieren Kruzifix im Bundesverbraucherministerium.
  12. Thomas Söding, “Weil die Bibel existiert muss Jesus gelebt haben!.”
  13. Katherina Reiche, “Volladoptionsrecht: „Sie verhalten sich da verfassungswidrig”.”
  14. Horst Seehofer, “(Hete) und katholische Treue in der Ehe.”

Die Wahl ist bis zum 07. April 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird am 08. April 2013, hier auf dem Blog, in einer Laudatio gewürdigt.

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Katholische Wahrheit: Lügen, tricksen, verschleiern, bescheißen

Nach dem Abbruch der Missbrauchsaufklärung durch die katholische Kirche hagelt es Kritik (Bild: AP)

Die Katholische Kirche will nicht schuld sein, und die Wissenschaftler des Kriminologischen Instituts Niedersachsen wollen es auch nicht: Nach dem Aus für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche werden weitere Details bekannt. Juristischem Druck der Kirche will sich der Kriminologe Christian Pfeiffer nicht beugen.

dradio.de

Inzwischen wurden weitere Details zu dem Streit zwischen der Kirche und dem Institutsleiter Christian Pfeiffer bekannt. Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Hans Langendörfer, räumte im Deutschlandfunk ein, es habe Differenzen über die Auswertung von Tonband-Interviews gegeben. Hier gehe es um delikate Daten, die einen besonderen Schutz von Persönlichkeitsrechten erforderten. Von Kontrolle oder Zensur könne jedoch nicht die Rede sein. Auch den Verwurf, die katholische Kirche habe brisante Akten vernichtet, bestreitet er.

Pfeiffer dagegen bekräftigte seine Vorwürfe. Und er denkt auch nicht daran, sich an eine Unterlassungserklärung der Bischöfe zu halten. Diese sei rechtlich ungültig, sagte Pfeiffer dem Evangelischen Pressedienst. Die Kirche will es dem Kriminologen damit untersagen, wegen der aufgekündigten Zusammenarbeit von Zensur zu sprechen.

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Katholische Kirche geht juristisch gegen Pfeiffer vor(ARD)

Kirche geht gegen Pfeiffer vor(ZEIT ONLINE)

Eklatantes Systemversagen

A.Glück: Katholische Kirche ist nicht auf dem Rückzug

Alois Glück (© dr )

ZdK-Präsident Alois Glück spürt in der katholischen Kirche eine positive Eigendynamik. Im Vergleich zu den Erschütterungen nach dem Missbrauchsskandal gebe es nun eine wesentlich offenere Gesprächskultur.

domradio.de

KNA: Herr Glück, das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat mit seiner jüngsten Entscheidung Streiks in kirchlichen Einrichtungen unter bestimmten Bedingungen erlaubt – eine Niederlage für die Kirchen?
Glück: Insgesamt haben die Richter den sogenannten Dritten Weg, also die arbeitsrechtliche Sonderstellung der Kirchen, bestätigt. Gleichzeitig wurde ein Akzent gesetzt im Hinblick auf die Rechte der Mitarbeiter, indem Streiks als letzte Möglichkeit akzeptiert werden. Was das im Einzelnen aber zu bedeuten hat, lässt sich erst nach der Lektüre der schriftlichen Urteilsbegründung sagen.

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Nobert Lammert hofft auf die Einheit der Kirche

Die Spaltung in katholische und evangelische Christenheit sei ein “großer Anachronismus unserer Zeit”, sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Als Person und Politiker, der sich “von einem christlichen Menschenbild leiten” lasse, würdigte die Eugen-Biser-Stiftung am Samstag in München Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Zum zehnjährigen Jubiläum der Stiftung vergab die Institution an Lammert den Eugen-Biser-Preis. Der Preis wird seit Bestehen der Stiftung in unregelmäßigen Abständen vergeben.

Von Dr. Gerald Schneider - idowa

Laudator Prof. Paul Kirchhof, Vorsitzender des Kuratoriums der Eugen-Biser-Stiftung und ehemaliger Bundesverfassungsrichter, würdigte Lammert als einen Politiker, der das Recht als Ausdruck unserer Kultur verstehe. Er stelle politische Macht unter das Maß des Rechts und suche, “die unterschiedlichen kulturellen Traditionen und Erfahrungen in unserer Gesellschaft in einer weltoffenen Kultur zusammenzuführen”. In diesem Sinne sei Lammert ein Mensch, “der Vertrauen verdient, aber auch anderen Menschen mit Vertrauen begegnet”.

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Alois Glück: Brutale Kommunikationskultur in der katholischen Kirche

Alois Glück, Bild: dradio.de

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat eine bessere Kommunikationskultur in der katholischen Kirche gefordert.

dpa/Bild

Der innerkirchliche Umgang sei «manchmal erschreckend bis brutal», sagte Glück in Essen laut einer Mitteilung des Bistums Essen vom Freitag. Manche Personen in Leitungsfunktionen verfielen, ähnlich wie in der Politik, in autoritäre Reflexe. Glück hatte sich am Donnerstag bei einer Tagung , des obersten Laiengremiums im Bistum, zum derzeit laufenden Dialogprozess in der katholischen Kirche geäußert.

2. Vatikanisches Konzil: Dodo Kissler ex cathedra

Vollversammlung des Konzils im Petersdom, Bild: heiligenlexikon.de

Vor 50 Jahren begann das Zweite Vatikanische Konzil. Es war durch und durch katholisch. Nicht alle, die sich auf das Konzil berufen, kennen dessen Texte. Zeit für eine Klarstellung.

Von Alexander KisslerFOCUS ONLINE

Sogar eine Sonderbriefmarke im Nennwert von 45 Cent wird erscheinen. Vom kommenden Donnerstag an kann jeder, der es mag, seine Postkarte in Erinnerung an ein historisches Ereignis frankieren. Genau 50 Jahre sind vergangen, seit in Rom die katholische Kirche ihr Zweites Vatikanisches Konzil eröffnete. An den Ehrungsfeierlichkeiten landauf, landab wäre nichts auszusetzen; der Mensch ist ein nostalgisches Wesen, das gerne zurückblickt. Die Konzilsjubeltage der Altvorderen indes befremden. Je geringer nämlich die Kenntnis der Konzilstexte ist, desto lauter wird dem Konzil applaudiert. Je weniger das Konzil bekannt ist, desto verbissener wird dessen Anerkennung gefordert. Darum kann die Devise dieser Tage nur lauten: Rettet das Konzil in seiner wahren Aussage!

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Die Selbstbeweihräucherung der Bischöfe und ein kaputter CDUler

Gesprächsforum der Kirche in Hannover (© kna )

Manche waren verblüfft, als Bischof Ackermann für die Gruppe der Bischöfe zum Ende des zweiten Dialogforums der Kirche Ergebnisse zum Abschluss der Debatte präsentierte: Kirchliches Arbeitsrecht, wiederverheiratete Geschiedene, Frauenförderung und politisches Engagement auch für den Lebensschutz. Das ist nun das bischöfliche Arbeitsprogramm.

domradio.de

Die Stimmung unter den 300 Delegierten aus allen 27 Diözesen und vielen Bereichen des kirchlichen Lebens war da schon weitaus diffuser. Doch die Bischöfe hatten sich vorgenommen, dass sie nicht mit dem Vorwurf nach Hause gehen, nichts geliefert zu haben. Das ist ihnen gelungen.

Die Bischöfe waren diszipliniert. Als zum Abschluss der Debatte jede Gruppe am Saalmikrophon ihre Zusammenfassung vortragen sollte, da schaffte das in der vorgegebenen Zeit nur der Trierer Bischof Stephan Ackermann. “Eine Punktlandung”, kommentierte das der Moderator beim zweiten Dialogforum der katholischen Kirche in Deutschland, das am Samstag in Hannover zu Ende ging.

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Kardinal Brandmüller sieht den deutschen Katholizismus in einer desolaten Lage, gelähmt und schwach.

Kirche lehnt Regeln für PID-Zentren kategorisch ab

Meisner lehnt die PID rigoros ab. ©dr

Alle Befürchtungen bestätigt

domradio.de

Der Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur umstrittenen Präimplantationsdiagnostik (PID) stößt auf scharfe Kritik bei Kirche und Politikern der Union und der Grünen. Die Verordnung habe “alle Befürchtungen bestätigt“, sagte der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten.

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU), sagte der Tageszeitung “Die Welt” (Freitagsausgabe), die Verordnung zu den Gentests an Embryonen sei “so formuliert, dass letztlich alle PIDs durchgeführt werden können, die nur verlangt werden”. Zudem kritisierte Hüppe, dass die Ethikkommissionen alle Anträge genehmigen müssten, wenn sie den gesetzlichen Kriterien entsprechen.

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Katholikentag: Kritische Worte

Bild: org.at

Am Sonntag ist der Deutsche Katholikentag in Mannheim zu Ende gegangen. Zuvor machten Vertreter von Reformbewegungen ihrem Unmut Luft. Harsche Kritik an den Forderungen nach Reformen kam vom Freiburger Bischof.

ORF.at

Im zähen Ringen um Kirchenreformen hat sich der Ton zum Abschluss des Katholikentags verschärft. Prominente Katholiken und Basisgruppen übten in Mannheim Kritik an der Amtskirche, der sie mangelnde Dialog- und Veränderungs-bereitschaft vorwerfen.

Gauck appelliert für Dialog

Zum breiten und offen geführten Dialog ermunterte der Bundespräsident Joachim Gauck die Bischöfe. Gleichzeitig machte sich der Protestant und ehemalige Pfarrer auch für die Ökumene stark. An die Christen appellierte er, sich stärker in der Politik zu engagieren.

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Katholikentag zwischen Reformen und Wut

Eine Ordensschwester steht in der Sultan-Selim-Moschee während des 98. Katholikentags. Quelle: dpa

Die katholische Kirche kommt nur in kleinen Schritten voran, wenn es um Reformen geht. Beim Katholikentag prallten konträre Weltsichten aufeinander: Die der Reformer – und die der Kirchenoberen.

Handelsblatt

Katholiken in Feierlaune – aber die Kritik an der Amtskirche und der Wunsch nach Reformen sind unüberhörbar: Nach dem 98. Katholikentag hoffen die Laien auf neue Impulse bei der Suche nach Auswegen aus der Kirchenkrise.

„Wir haben eine lebendige, glaubensstarke und vitale Kirche erlebt“, bilanzierte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück. Allerdings sei bei vielen der 80.000 Besucher, die bis Sonntag unter dem Motto „Einen neuen Aufbruch wagen“ in Mannheim weilten, auch Unruhe und Anspannung deutlich geworden, wie es mit ihrer Kirche weitergeht.

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Reformen sind nicht gleich Protestantisierung

Vom 16. bis 20. Mai 2012 werden viele aktuelle gesellschaftliche und innerkirchliche Fragen auf dem 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim diskutiert. Rund 60.000 Glaeubige werden zum groessten Laientreffen der Katholiken in Deutschland erwartet. Der rote Rucksack stellt das Symbol der Veranstaltung dar. ©DAPD

Der Katholikentag ist die erste große Etappe auf dem Weg zu einem innerkirchlichen Dialog. Hier wird sich zeigen, ob sich eine Aufbruchsstimmung entwickelt, welche die bleierne Zeit überwindet.

Von Gernot FaciusWELT ONLINE

Jedes Event hat sein Symbol. Beim 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim mit dem etwas ungelenken Motto “Einen neuen Aufbruch wagen” ist es ein roter Rucksack. Das robuste Gepäck versinnbildlicht in seiner Schlichtheit das Konzilswort vom pilgernden Gottesvolk, die Botschaft: Kirche in ihrer tradierten Sozialgestalt ist nicht das letzte Wort. Pilgerschaft ist immer Bewegung und Erneuerung.

Die katholische Kirche in Deutschland müht sich seit Monaten, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Unter dem Eindruck des Missbrauchsskandals sind im Jahr 2010 mehr als 180.000 Katholiken ausgetreten. Es ist nicht zu viel gesagt: Ohne diese Erschütterungen hätten sich die Bischöfe nicht zu dem Dialogprozess über den Reformstau durchgerungen.

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Von der Bedeutungslosigkeit des politischen Katholizismus

Joachim Gauck: Fast nur Freunde (© dapd )

Die Frage steht im Raum – nicht erst seit der jüngsten Talkshow von Günther Jauch am Sonntag im Ersten. Pastorentochter Angela Merkel, aufgewachsen im brandenburgischen Templin, als Bundeskanzlerin und jetzt womöglich auch noch der evangelische Theologe Joachim Gauck aus Rostock als Bundespräsident. “Ist das nicht zuviel protestantischer Osten?”, wollte der Moderator mit Unschuldsmiene von seinen Gästen wissen.

domradio.de

Eine Steilvorlage für den stets streitbaren Heiner Geißler. Dieser Vorgang werfe auch “ein Licht auf die zunehmende Bedeutungslosigkeit des politischen Katholizismus in Deutschland”, wetterte der ehemalige CDU-Generalsekretär.

Für Geißler, der vor seiner politischen Karriere mit dem Eintritt in den Jesuitenorden liebäugelte, liegt der Fall klar. Dass mit Gauck, Katrin Göring-Eckardt, Margot Käßmann und Wolfgang Huber gleich vier namhafte Vertreter der evangelischen Kirche für die Nachfolge des zurückgetretenen Katholiken Christian Wulff im höchsten Staatsamt genannt wurden, sei kein Personalproblem der Parteien, so Geißler. “Es ist ein Problem der Kirche und zwar des Vatikan, der Kurie, die sich vertikal in die Höhe spiritualisiert und die politische Dimension des Evangeliums vollkommen aus dem Auge verliert.”

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ZdK-Präsident Glück fordert europäisch Debatte über Werte und Leitbilder

Alois Glück, Quelle: wikipedia

Eine einseitige Ausrichtung auf materielle Werte, ein egoistischer Anspruch auf Freiheit ohne Verantwortung und ein kurzfristiges Erfolgsdenken sind nach Überzeugung des Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, die Quellen vieler gegenwärtiger Krisen.

Presseerklärung

Dies gelte auch für die Schuldenkrise in Europa, betonte Glück vor der Herbstvollversammlung des ZdK am Freitag, dem18. November 2011. Hier zeige sich besonders drastisch ein Grundübel und eine zunehmende Selbstgefährdung der westlichen Zivilisation. “Wir geben ständig mehr aus als wir erarbeiten und einnehmen”, so der ZdK-Präsident wörtlich. “Wenn wir uns vor Augen halten, dass wir trotz Rekordeinnahmen im Staatshaushalt mit einer höheren Verschuldung für das kommende Jahr planen, haben auch wir auch keinen Grund zu deutscher Selbstgerechtigkeit.”

In diese Situation hinein sei die Eigendynamik der ökonomischen Krise, insbesondere die Verselbständigung der Finanzwirtschaft auch zum politisch kaum mehr beherrschbaren Problem geworden. Die Schuld dafür dürfe man aber nicht allein den Akteuren in den Märkten zuschieben. Die Marktkräfte hätten mit harter Klarheit und Konsequenz erzwungen, was die Politik seit Jahren nicht schafft, nämlich die Folgen der Überschuldung und die damit verbundenen Konsequenzen offengelegt. Die Herrschaft der Märkte mit dem Maßstab des augenblicklichen Nutzens und der Möglichkeit der strategischen Spekulation auf potenzielle Gewinne sei zu einem zentralen Problem des politischen Handelns und des weiteren Vertrauens in die Demokratie und die politischen Akteure geworden, warnte Glück. Er kritisierte, dass inzwischen die Rating-Agenturen die mächtigsten Bewertungsinstanzen politischer Entscheidungen sind, ohne selber eine Verantwortung zu haben.

Es sei auch nicht hinzunehmen, dass die Gewinne privatisiert und ohne eigene Risiken eingefahren würden, Verluste aber von allen anderen getragen werden müssten. Solche Situationen und Entwicklungen halte auf Dauer kein Gemeinwesen aus.

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Benny fordert mehr Laizismus

Es war die letzte Rede des Papstes während seines Deutschlandbesuches – und eine mit überraschendem Inhalt. Im Freiburger Konzerthaus hat Benedikt XVI. das Bild einer neuen katholischen Kirche gezeichnet: “entweltlicht”, abgekoppelt von Staat und politischen Privilegien.

SpON

Papst Benedikt XVI. hat die katholische Kirche in Deutschland überraschend aufgefordert, auf staatliche Privilegien zu verzichten. Bei einer Rede vor 1500 Gästen im Freiburger Konzerthaus sagte der 84-Jährige am Sonntag: “Die von materiellen und politischen Lasten und Privilegien befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden, wirklich weltoffen sein. Sie kann ihre Berufung zum Dienst der Anbetung Gottes und zum Dienst des Nächsten wieder unbefangener leben.”

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Die naiven Katholen …
[...]Mehr als ein Dutzend Predigten und Ansprachen hat Papst Benedikt in Deutschland gehalten. Doch nach dem viertägigen Besuch in seinem Heimatland bleiben offene Fragen und enttäuschte Hoffnungen. Kirchenkritiker äußerten sich am Montag ebenso desillusioniert wie Vertreter der evangelischen Kirche. Dagegen werteten die Bischöfe und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken den viertägigen Besuch in Berlin, Thüringen und Freiburg als großen Erfolg. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, sagte mit Verweis auf den großen Zuspruch bei den Papstmessen: «Die Behauptung, dass die deutschen Katholiken Rom und dem Papst kritisch gegenüberstehen, ist nun wirklich widerlegt.» Auch bei der Ökumene habe es Fortschritte gegeben. «Jetzt besteht die Chance, dass beide Kirchen das Reformationsjubiläum 2017 gemeinsam gestalten können», sagte Glück der «Passauer Neuen Presse» … Der Tübinger Theologe Hans Küng schrieb in einem Gastbeitrag für die «Freie Presse» (Montag), Papst Benedikt XVI. habe ein offenes Ohr und ein «hörendes Herz» versprochen. Tatsächlich habe er aber mit versteinertem Herz auf die Reformanliegen der meisten deutschen Christen reagiert und sei zudem ein Haupthindernis für die ökumenische Verständigung mit der evangelischen Kirche. Der frühere EKD-Ratsvorsitzende Manfred Kock kritisierte den Papstbesuch als «Demonstration des römischen Zentralismus». Die von Benedikt repräsentierte Kirche «entzieht sich in einer bedrückenden dogmatischen Verengung sogar Diskussionen über Fragen, die gar keine ewigen Glaubenswahrheiten sind», sagte Kock dem «Kölner Stadt-Anzeiger»[...]

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum – PID Gesetz Spezial

 

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Kardinal Meisner:
[...]Das Votum der Abgeordneten für eine begrenzte Zulassung der PID sei falsch und wende sich „gegen das Leben und seine unantastbare Würde“. Gesundheit und Glück seien ohne Zweifel hohe Werte, sie dürften jedoch „nicht mit der Tötung menschlichen Lebens erkauft“ werden, so der Kardinal. Mit der Entscheidung sei „ein weiterer Stein aus dem Fundament gebrochen, auf dem die Menschenwürde“ ruhe[...]

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SPD: Katholische Sozialdemokratie

Gemeinsame Presseerklärung über die Begegnung der Präsidien der SPD und des ZdK

Pressemitteilung 193/11

Das Präsidium der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands unter Leitung des Vorsitzenden Sigmar Gabriel und das Präsidium des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) unter der Leitung seines Präsidenten Alois Glück haben sich am 20. Juni 2011 in Berlin zu einem zweistündigen Gespräch getroffen.

Gesprächsthemen waren der Zusammenhalt der Gesellschaft, die Situation der katholischen Kirche in Deutschland, das Verhältnis von Staat und Religion, die Debatte um die Präimplantationsdiagnostik (PID) und die Zukunft von Wehrdienst und Freiwilligendiensten.

Am Anfang des Gesprächs stand die Beobachtung, dass die Bindungskraft von Großorganisationen abnimmt, obwohl bei den Menschen die Sinn- und Orientierungssuche spürbar größer wird. Im Blick auf die katholische Kirche bestand Einigkeit, dass der erlittene Vertrauensverlust nach der Aufdeckung zahlreicher Fälle sexuellen Missbrauchs und ihrer Aufarbeitung eine große Herausforderung sei. Gleichzeitig bestand Einigkeit darüber, dass die Kirche für die Gesellschaft einen wichtigen Dienst leistet. Insbesondere bei Katholiken- wie Kirchentagen sei öffentlich zu erleben, dass der gelebte Glaube weiterhin gesellschaftlichen Zusammenhalt stifte und das Gemeinwesen positiv präge.

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Bündnis 90/Die Grünen spielen lieber mit den religiösen “Schmuddelkindern”
[...]Die Parteimitglieder und Interessierten, die bisher noch hoffnungsvollen Zweifel hegten, bekamen nun via Newsletter eine bittere Gewissheit eingeschenkt. Büncnis 90/Die Grünen und die Kirchen – das ist eine Herzenssache. So ist nicht nur der zusammenfassende Beitrag zum Empfang der Bundestagsfraktion beim Kirchentag in Dresden übertitelt, sondern unter diesem Motto stand auch der Abend, zu dem die Fraktion zahlreiche Promis aus der religiösen Ecke bat. Dazu gehörten u.a. Nikolaus Schneider (EKD-Ratsvorsitzender), Wolgang Huber (ehem. EKD-Ratsvorsitzender), Ellen Ueberschär (Generalsekretärin des Kirchentages) und Hans-Jochen Jaschke (Erzbistum Hamburg) kamen. Auch die CSU-Politiker Günther Beckstein und Alois Glück kamen in ihren klerikalen Funktionen als Vizepräses der EKD-Synode (Beckstein) bzw. Präsident des Zentralkomitees der Katholiken (Glück). Auch Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden, und Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, kamen zu dem Empfang der Grünen[...]

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Der nächste liberale Kleriker ist reif … Erzbischof von Barcelona
[...]Schon länger ist bekannt, dass Sistach sowie einige andere katalonische Bischöfe entgegen der vatikanischen Vorgaben ihren Diözesen erlauben, mit Krankenhäusern zusammenzuarbeiten, welche Abtreibungen und Sterilisationen durchführen und die sogenannte „Pille danach“ verabreichen, welche gezielt frühabtreibend wirkt. Kardinal Sistach war außerdem erst vor wenigen Wochen heftig kritisiert worden, weil er seinen Diözesanpriester Manel Pousa nicht bestraft hatte. Pousa hatte zuvor zugegeben, die Abtreibung bei mindestens zwei jungen Frauen finanziell unterstützt zu haben, außerdem hatte er homosexuelle „Trauungen“ durchgeführt und sich gegen das Zölibat der Priester geäußert.[...]

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Große Aufregung über Züricher Volksentscheid
[...]Der frühere Chef-Bioethiker des Vatikan, Kardinal Elio Sgreccia, hat die Entscheidung der Bürger des Kantons Zürich, Sterbehilfe auch für Ausländer weiterhin zu erlauben, scharf kritisiert. Töten sei kein Recht, sondern ein Verbrechen, zitierte die Mailänder katholische Tageszeitung “Avvenire” Sgreccia in ihrer Onlineausgabe am Montag … Das Ergebnis der Abstimmung fördere eine Praxis, die in anderen Ländern eine Straftat darstelle, sagte der frühere Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben. Der Kardinal äußerte zudem die Befürchtung, dass der Ausgang des Volksentscheids auch andere Länder dazu verleiten könne, ihre Gesetze zu missachten und das “moralische Recht mit Füßen zu treten”[...]

Atheisten-Klage abgelehnt
[...]Die Beschwerde eines Atheisten, den Obamas Formel “So wahr mir Gott helfe” in seinem Präsidenteneid der USA störte, wurde vom Supreme Court nicht zugelassen. Dies berichtete “The Boston Globe”. Der Beschwerdeführer Michael Newdow hatte argumentiert, dass ein Bezug der Regierung auf Gott gegen die Verfassung verstoße und außerdem seine eigene religiöse Einstellung verletze.[...]

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