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Anhörung im Bundestag: Gebt die „Pille danach“ frei!

pille_danach28 europäische Staaten sprechen sich für die Freigabe der „Pille danach“ aus. CDU-Gesundheitsminister Hermann Gröhe kratzt das nicht. Dabei fußt vorgeschobene Besorgnis auf überholter Moralvorstellung.

Von Maike HansenCicero

Sonntagnacht, irgendwo in der Republik. Ein Pärchen kommt sich näher, liebt sich. Da passiert es: Das Kondom reißt. Panik. Die nächstgelegene Arztpraxis ist geschlossen.

Es ist ein Szenario, das viele Frauen kennen – und fürchten.

Denn die „Pille danach“ gibt es nur auf Rezept. 460.000 mal wurde dieses im vergangenen Jahr ausgestellt. Doch der Weg dahin ist für Betroffene, die eine Schwangerschaft verhindern wollen, häufig beschwerlich: Sie müssen einen Frauenarzt konsultieren, sich eine Arzneimittelverordnung ausstellen lassen und schließlich eine Apotheke aufsuchen. All das braucht Zeit. Dabei geht es in einer solchen Situation um jede Minute: Je früher die „Pille danach“ geschluckt wird, desto besser wirkt sie.

Es könnte alles viel einfacher sein, wenn die Rezeptpflicht abgeschafft werden würde. Doch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hält nach wie vor an der Beschränkung fest.

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Hessen: Muslime für Abschaffung der Sargpflicht

Muslim-Organisationen werben für die Abschaffung der Sargpflicht – Kommunen und Koalition im hessischen Landtag lehnen dies aber ab. ©DPA

Die Sargpflicht abzuschaffen – diese bitte haben der Zentralrat der Muslime und Islamische Religionsgemeinschaft Hessen im Landtag vorgetragen. Vertreter der großen christlichen Kirchen machten keine Einwände geltend.

Frankfurter Allgemeine

Die in Hessen lebenden Muslime haben für die Abschaffung der Sargpflicht bei Beerdigungen geworben. „Heimat ist da, wo man leben und auch sterben darf“, sagte Hamza Wördemann vom Zentralrat der Muslime Deutschland bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag. Er befürwortete damit eine entsprechende SPD-Initiative. Bestattungen in weißen Tüchern, wie es im Islam üblich sei, werde die Identifikation der Einwanderer mit Deutschland verstärken.

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Meisner: Der dodoeske Taliban von Köln

Protestierende Katholiken vor dem Bonner Münster: "Wir wollen ernst genommen werden"

Er wettert gegen Sex vor der Ehe und sieht sich selbst als “Wachhund” der Kirche – seit 22 Jahren ist der stockkonservative Kölner Kardinal Joachim Meisner im Amt. Nun revoltiert das Kirchenvolk in seinem Bistum und probt den Aufstand.

Von Peter WensierskiSpON

“Was hier in Bonn geschieht, ist einmalig und wohl erstmalig – Katholiken demonstrieren!” Stadtdechant Wilfried Schumacher, oberster Repräsentant der Bonner Katholiken, konnte es als Redner einer “Demo” an diesem Wochenende beinahe selbst kaum fassen, wie rebellisch seine links- und rechtsrheinischen Gemeinden geworden sind.

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