Schlagwort-Archive: Apotheker

Eso-Bullshit: TV-Werbung für Schüßler-Salze

In einer Kampagne der Deutschen Homöopathie-Union (DHU) sind seit dem 14. Oktober Schüßler-Salze erstmals in einem TV-Spot zu sehen. Rund um die Kernaussage “Das Original seit 1873″ stehen Apotheker und Apotheken aus vier Epochen, die die DHU Schüßler-Zeit von 1873 bis heute begleiten.

Die Werbung ist auf ZDF, RTL, Sat.1, Kabel1 und VOX zu sehen. Zeitgleich gibt es eine Anzeigen-Kampagne in Printmedien.

Dodo-Universität: Zwischen Esoterik und Wissenschaft

Die Akkupunktur gehört zu chinesischen Heilmethoden (Bild: Stock.XCHNG)

Streit um Alternativmedizin an der Uni Frankfurt/Oder

Deutschlandfunk

Seit einigen Monaten sorgt das Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften der Viadrina-Universität in Frankfurt/Oder für Aufregung: Es bietet den Masterstudiengang Komplementäre Medizin an. Eine berufsbegleitende Weiterbildung für alternative Heilmethoden. Die brandenburgische Landesregierung hält das ungewöhnliche Institut, das erst vor sechs Jahren gegründet wurde, für überflüssig, die Uni will die Einrichtung behalten.

Dozent:
“Beginnen wir mal wirklich bei null. Dieses Zeichen Qi sieht so aus.”.

Viadrina Frankfurt/Oder, im Studiengang Kulturwissenschaften – Komplementäre Medizin.
Der Dozent, ein China-Experte, zeichnet eine Art Sternchen, rechts darüber ein umgedrehtes L – und obendrauf so etwas wie ein breites F.

Dozent:
“Dieses Zeichen Qi hat sehr viele Bedeutungen. Es kann heißen psychischer Ausdruck. Aber hier sind wir eher heilkundlich orientiert, und deshalb untersuche ich das Qi hier als seine Bedeutung als Lebenskraft.”

Im Seminarraum: rund 30 gestandene Frauen und Männer: Ärzte, Apotheker, Heilpraktiker. Darunter Inge Mangelsdorf, 55 Jahre alt. Die Hannoveraner Toxikologin hat sich für die ungewöhnliche Master-Weiterbildung entschieden, weil sie selbst einmal körperlich schwer gelitten hat.

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Alternative Heilverfahren: Kritiker sind Extremisten

Bei der Akupunktur gibt es Hinweise auf Wirksamkeit. Deshalb sollte sie weiter erforscht werden, sagt Edzard Ernst. Für andere sogenannte alternative Heilverfahren wie Homöopathie sollte dagegen endlich Schluss sein. (© OBS)

Sogenannte alternative Heilverfahren sind auf dem Vormarsch. Doch für viele Methoden fehlen Belege für eine Wirksamkeit, andere widersprechen den Naturgesetzen. Wer darauf hinweist, muss sich derzeit auf ruppige Reaktionen aus der Szene gefasst machen. Besonders betroffen davon ist Edzard Ernst, einer der renommiertesten Kritiker der Paramedizin.

Interview: Markus C. Schulte von DrachSüddeutsche.de

Edzard Ernst ist einer der bekanntesten Wissenschaftler im Bereich der sogenannten alternativen Heilverfahren, die er an der University of Exeter in Großbritannien erforscht hat. Zugleich ist er einer der schärfsten Kritiker von Verfahren wie der Homöopathie oder der anthroposophischen Medizin. Das verschafft ihm wenig Freunde in der Szene. Und derzeit weht der Gegenwind besonders scharf.

SZ.de: Sie hätten heute in München einen Vortrag zum Thema Akupunktur halten sollen. Aber der Veranstalter, das Wissenschaftszentrum der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur, hat den Vortrag überraschend abgesagt. Warum?

Edzard Ernst: Ich bin vom Vorsitzenden mit einer äußerst seltsamen Begründung ausgeladen worden: Man wolle nicht den Eindruck erwecken, in ein laufendes Verfahren an der Universität Zürich einzugreifen. Dort wird zurzeit entschieden, wer den Lehrstuhl für Naturheilkunde übernehmen soll.

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Europas Christen fühlen sich wie neue Hexen

Themenbild, dw.de

Sind sie in ihrer eigenen Heimat tatsächlich immer weniger sicher? Europas Christen fühlen sich mitten im Abendland verfolgt. Viel stärker als etwa Muslime seien sie ausgegrenzt, würden vom Gesetzgeber diskriminiert und zum Ziel von Hassverbrechen – auch in Deutschland.

Von Jan Grundmannnews.de

Erst machten die Christen Europa groß, die gemeinsame Religion einte die unterschiedlichen Staaten des Abendlandes. Doch nun macht Europa die Christen klein und diskriminiert sie. Dies zumindest beklagen einige Vertreter der Religion mit dem Kreuz – und sprechen gar von einer Christen-Verfolgung mitten in Europa.

Zu den Wortführern in Sachen Christenverfolgung zählt das österreichische «Dokumentationsarchiv für Intoleranz gegen und Diskriminierung von Christen in Europa». Deren Chefin Gudrun Kugler warnt: «Studien zeigen, dass 85 Prozent aller anti-religiös motivierten ‹hate crimes› gegen Christen gerichtet sind». Damit seien Christen die am meisten verfolgte Religion der Welt.

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Der Viadrina-Shitstorm und das Institut für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften

Hat wenig mit Schulmedizin zu tun: Massage mit Klangschalen. Bild: ap

„Wir sind die Speerspitze der Aufklärung“

Professor Harald Walach leitet das Institut für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften, wo kürzlich eine Masterarbeit zum Hellsehen für Furore sorgte.

Von Edith Krestataz

taz: „Völlige Entgleisung akademischer Qualitätsstandards“, urteilt die Süddeutsche Zeitung über die Bewertung einer Masterarbeit zum Hellsehen an Ihrem Institut. Das sind ziemlich heftige Anschuldigungen.

Harald Walach: Wir haben dazu öffentlich Stellung bezogen. Und wir versuchen so transparent wie möglich zu kommunizieren und unsere Position darzustellen. Das ist nicht immer einfach in einem Klima, in dem, im Wesentlichen von bestimmten Segmenten der Bloggerszene, sehr aggressiv gegen uns gehetzt wird.

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