Schlagwort-Archive: Ärzte

Mediziner schlagen straffreien Suizidhilfe durch Ärzte unter Auflagen vor

sterbenIn der Sterbehilfe-Debatte haben Mediziner, Ethiker und Juristen einen Vorschlag präsentiert, der Suizid-Beihilfe in Ausnahmefällen bei Schwerstkranken zulassen will.

evangelisch.de

Ärzte sollen demnach dann straffrei bleiben, wenn sie nach einem persönlichen Gespräch und der Prüfung durch einen zweiten unabhängigen Mediziner einem unheilbar Kranken mit begrenzter Lebenserwartung bei der Selbsttötung helfen, sieht der am Dienstag in München vorgelegte Gesetzentwurf vor.

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Ärzte nicht zu Tötungsassistenten machen

Huber Hüppe, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung, Bild: aachener-zeitung.de

Politiker Hüppe warnt vor einer Legalisierung der Beihilfe zur Selbsttötung.

kath.net

Der CDU-Gesundheitspolitiker Huber Hüppe hat sich nachdrücklich gegen eine legale Beihilfe zur Selbsttötung durch Ärzte gewandt. „Der Forderung, dass Ärzte als Tötungsassistenten tätig werden, ist entschieden zu widersprechen“, sagte Hüppe am Montag in Berlin. Dies würde die Rolle der Mediziner grundlegend verändern, warnte der CDU-Politiker. „Statt wie bisher dem Patienten gegenüber das unbedingte Ja der Solidargemeinschaft zu dessen Existenz zu repräsentieren, würde er dem Patienten nun die Option einer Beendigung seiner Existenz zur Wahl stellen“.

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Montgomery: Ärzte sind keine “Tötungsmedikamentebeschaffer”

Frank Ulrich Montgomery, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, hat Forderungen, Ärzten die Beihilfe zum Suizid zu erlauben, widersprochen.

evangelisch.de

“Der Arzt als billiger Tötungsmedikamentebeschaffer, das kann ja wohl nicht gemeint sein”, sagte er der “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (Samstagsausgabe). Die moderne Palliativmedizin biete auch Schwerstkranken viele Möglichkeiten, ihr Leben schmerzlos und in Würde zu Ende zu leben.

Die Folgen einer Regelung, die Beihilfe zum Suizid zur ärztliche Aufgabe machen würde, wolle er sich nicht ausmalen. “Das sind ja nicht nur todbringende Infusionen”, sagte Montgomery. “Am Ende gäbe es noch eine Abrechnungsziffer für Beihilfe zum Selbstmord. Nein, das ist Tötung auf Verlangen, und die ist falsch, sie verstößt gegen ärztliche Ethik.”

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Polen: Streit um „Glaubenserklärung“ von Lehrern

kirche_polenNach einer Reihe von Ärzten denken jetzt auch einige Lehrer in Polen über eine eigene „Glaubenserklärung“ nach, die unter anderem den Vorrang göttlichen Rechts vor dem des Staates betonen soll.

religion ORF.at

Seit einigen Tagen sorgt ein von dem rechtsgerichteten Blogger Janusz Gorzynski verfasster Entwurf einer solchen Erklärung in polnischen Medien für Debatten. Die Glaubenserklärung beinhaltet das Versprechen, sich als Lehrer nach den Werten des Evangeliums zu richten und sich um die eigene sowie um die Erlösung seiner Schutzbefohlenen zu kümmern.

Man verpflichtet sich, die jungen Menschen zur Liebe zur katholische Kirche zu erziehen und ihnen den Respekt für das menschliche Leben in allen Phasen seiner Entwicklung, von der Empfängnis bis zum natürlichen Ende, zu lehren. In dem Blog ist inzwischen eine heftige Diskussion der Anhänger und Gegner der Glaubenserklärung der Lehrer im Gange.

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Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem—monetärer Mummenschanz

Einzug der Ritter, Bild: youtube

Einzug der Ritter, Bild: youtube

Konservativ, katholisch, elitär verbunden. Das sind die Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Ihre Aufgabe: Sammeln und im Nahen Osten die Fahne der Christenheit hochhalten. Auch jetzt, auch im Krieg.

Von Ewald HetrodtFrankfurter Allgemeine

Zu den großen, aber exklusiven Clubs dieser Welt zählt der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Mit Millionenbeträgen unterstützen rund 30.000 Katholiken in mehr als 30 Ländern karitative Einrichtungen ihrer Kirche in Israel, Palästina und Jordanien. Peter Gattineau aus Wiesbaden gehört dazu. „Wer wirklich helfen will, braucht Geld“, sagt er.

Geld spielte schon bei der Entstehung des Ordens eine gewisse Rolle. Wenn der katholische Adel nach Jerusalem pilgerte, ließ er sich den Ritterschlag am Grab des Auferstandenen etwas kosten. Davon profitierte der lateinische Patriarch, mit dem Rom seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in Jerusalem vertreten ist. Im Jahr 1868 gründete Papst Pius IX. für die Grabesritter aus aller Welt den Laienorden in seiner heutigen Form. 20 Jahre später wurden Frauen zugelassen. Die deutsche Statthalterei des Ordens erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg einen Aufschwung.

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Transphobie: Größte protestantische US-Kirche: Es gibt keine Transsexualität

Ronnie Floyd, der neue Chef der Südstaatenbaptisten, gilt als erbitterter Gegner von Homo- und Trans-Rechten. Bild: queer.de

Die Synode der 16 Millionen Mitglieder zählenden Southern Baptist Convention hat am Dienstag in Baltimore beschlossen, dass Transsexualität nicht existiert.

QUEER.DE

Die überwiegende Mehrheit der 5.000 Delegierten unterstützte die transphobe Resolution. Darin heißt es unter anderem, dass “Geschlechtsidentität nur vom biologischen Geschlecht und nicht von der eigenen Wahrnehmung” bestimmt werde. Transsexuelle würden demnach “Gottes Gesetze missachten”.

Transpersonen werden in der Resolution aufgefordert, nicht zu Ärzten oder Psychologen zu gehen, sondern zu beten: “Wir laden alle Transgender ein, Jesus Christus zu vertrauen und einen neuen Weg durch das Evangelium zu finden”. Transsexuelle dürften nur Mitglied der Kirche sein, wenn sie ihre Geschlechtsidentität “bereuen”.

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Die Religionen der Ärzte—medizinische Pseudo-Ethik

Themenbild. suedtirolnews.it

Im Nachbarland Polen verpflichten sich 3.000 Ärzte, auf der Grundlage ihres katholischen Glaubens, Abtreibungen, künstliche Befruchtung und Rezepte für Verhütungsmittel zu verweigern.

Die Aktion ein sicherer Hinweis darauf, dass es mit der weltanschaulichen Neutralität, auch im Gesundheitswesen, bergab geht. Als Patient kann man unter solchen Voraussetzungen nicht mehr davon aus gehen, dass der behandelnde Arzt, das Wohl, die Gesundheit und die Verbesserung der Lebenssituation im Auge hat, sondern primär seine religiöse Pseudo-Ethik. Ein Vertrauensverhältnis Arzt-Patient will unter solchen Umständen wohl nicht mehr gedeien. Ganz abgesehen davon muss man sich fragen, was derart eingestellte Ärzte machen, wenn sie feststellen, dass der Patient andersgläubig oder gar ungläubig ist.
Medizin-Ethik wird weltanschaulichen, religiösen Bekenntnissen geopfert, leidtragend wird der Patient sein. Misstrauen ist angesagt, kann ich mir doch nicht mehr sicher sein entsprechend der ärztlichen Kunst behandelt zu werden, sondern nach Maßstäben die der Geisterwelt der Bibel entsprungen sind.
Vielleicht sollte für Ärzte die weltanschaulich-religiöse Kennzeichen-Pflicht eingeführt werden, evangelisch, katholisch, jüdisch, islamisch usw. Der Patient wird durch die Offenbarung der Religion in die Lage versetzt, einem ihn genehmen Arzt zu wählen. Das würde auch der Intention der freien Arztwahl entsprechen.
Problematisch, geht es um Einrichtungen, wie Krankenhäusern, Pflegeheime usw. die per se von den Kirchen betrieben werden, da kann man gleich einen Bogen machen. Therapien die Katholizismus, Protestantismus enthalten sollten dann für jene gelten, die sich zu diesen Glaubenskonstrukten bekennen. Vielleicht hilft ja beten, stirbt sich auf alle Fälle schöner.
Vielleicht sollte man sich auch Gedanken darüber machen medizinische Religiotie entsprechend zu behandeln, weltanschaulich neutral natürlich.

Ansonsten kann nur gelten, religiotische Ärzte haben mich mit ihren Pfoten nicht zu berühren.

Evolutionstheorie: Spinnen die Amerikaner?

books_dawkins

@perth_atheist

Richard Dawkins hat gestern ein Foto von vier Buchcovern über Twitter weitergeleitet, zusammen mit einer Anleitung zum Atheismus: 1. mindestens eines der Bücher lesen (darunter eins von Dawkins sowie die Bibel), 2. nachdenken – das sollte seiner Meinung nach genügen.

Von Alexander MäderStuttgarter Zeitung

Man darf wohl davon ausgehen, dass dieser Aufruf an seine Anhänger gerichtet ist und sich Dawkins nicht davon erhofft, jemanden umzustimmen. Schade eigentlich, dass es keine so profilierten Autoren gibt, die sich an eine andere Zielgruppe wenden: Menschen, in deren Leben sowohl Wissenschaft als auch Glaube eine Rolle spielen. Diese Gruppe ist viel größer als die der wissenschaftsaffinen Atheisten (und vielleicht ist diese diffuse Breite auch der Grund, warum es Autoren schwer fällt, sich zu profilieren).

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Comeback: Die Teufel-Gläubigkeit der Christen

Photo Credit: GrandeDuc/Shutterstock.com

Bei Ärzten, Geistlichen und Exorzisten häufen sich die Anfragen Hilfe suchender Menschen. Die meinen, sie seien von einem Dämon oder gar dem Teufel besessen. Das berichtet das Magazin Focus in seiner aktuellen Ausgabe.

pro Medienmagazin

Ärzte, Kirchenleute und Beratungsstellen haben den Eindruck, dass Teufelsaustreibung und Besessenheit für immer mehr Menschen ein reales Problem seien. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter dem Titel „Und erlöse uns von dem Bösen“ in seiner aktuellen Ausgabe. Die Menschen wüßten demnach nicht mehr weiter in einer Welt, in der ihnen das Böse übermächtig erscheine. Daher suchten sie Rat. Unter den Hilfesuchenden fänden sich viele junge Frauen mit Migrationshintergrund aus Osteuropa.

Das Magazin berichtet von dem katholischen Priester des Pallottiner-Ordens Jörg Müller, der alleine aus dem Raum München und Freising hunderte Anfragen von Menschen bekommen habe, die sich nach den Worten Müllers für „dämonisch belastet“ hielten. Der katholische Theologe berichtet von einem Exorzismus, den er selbst beobachtet hat: „Das Augenverdrehen, Schreien, Sprachenwechseln und die tiefe Bassstimme der Frau waren sehr spektakulär, das war ein Grenzfall.“ Offiziell werde der große Exorzismus in Deutschland seit dem Jahr 1976 nicht mehr praktiziert, schreibt der Focus.

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Ärzte und Sexualberater bemängeln Beschneidungsgesetz

Bild:stern.de

Ältere Kinder sollen besser über “mögliche Einschränkungen der sexuellen Erlebnisfähigkeit” aufgeklärt werden

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS

Am 12. Dezember 2012 verabschiedete der Bundestag nach einem kontrovers diskutierten Urteil des Landgerichts Köln einen neuen Paragrafen [1631d http://dejure.org/gesetze/BGB/1631d.html%5D, der im Bürgerlichen Gesetzbuch regelt, dass die elterliche Personensorge “auch das Recht [umfasst], in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll”.

Ärzte stellen diesem neuen Gesetz ein Jahr später ein schlechtes Zeugnis aus: Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Pressekonferenz der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ), des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) und mehrerer anderer Organisationen kritisierte der Kinderarztsprecher Ulrich Fegeler, dass Absatz 2 des neuen Paragrafen in den ersten sechs Monaten nach der Geburt auch religiösen Zeremonienmeistern, die keine ausgebildeten Ärzte sind, Beschneidungen erlaubt, obwohl diese kein “simpler Schnitt”, sondern ein “hochpräziser Eingriff” seien.

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Exorzismus und Dämonen: Finstere Mächte, mitten unter uns

An Seelsorger und Pastoren gelangen immer wieder Menschen, die sich von finsteren Mächten bedrängt fühlen. SRF/CHRISTA MIRANDA

Dämonenglaube und Teufelsaustreibung – dunkles Mittelalter? Nicht zwingend: Ein Blick auf verschiedene christliche Gemeinschaften zeigt, dass Dämonenglaube und Exorzismus immer noch viele Menschen umtreibt.

Von Christa MirandaSRF

Jeder kennt die Angst vor Schicksalsschlägen, Katastrophen. Gläubigen Menschen hilft da ihr Glaube und für andere tut es manchmal auch der Aberglaube. Ob säkular oder religiös, wir kennen die Gesten und Rituale im Alltag. Und sei es, dass wir um die schwarze Katze und die Zahl 13 einen Bogen machen.

Doch was, wenn die Angst Überhand nimmt? Phänomene von Besessenheit und Austreibungen sind nicht verschwunden, aller Aufklärung zum Trotz. Es gibt stark religiöse Menschen, die sich von finsteren Mächten bedrängt fühlen und Hilfe suchen – nicht nur in der Psychiatrie und bei Ärzten, sondern zunehmend auch bei Seelsorgern, Priestern und Pastoren.

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Meisner kann aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Rio

meisner_400qErzbistum Köln widerspricht einem Bericht des “Kölner Stadtanzeigers”, in dem behauptet wurde, dass Meisner nicht zum Weltugendtag fahre, weil sich seine Begeisterung für Papst Franziskus in Grenzen halte

kath.net

Das Erzbistum Köln weist einen Pressebericht des “Kölner Stadtanzeigers” zurück, in dem behauptet wurde, dass Kardinal Joachim Meisner nicht nach Rio zum Weltjugendtag fliegen werde, weil sich seine Begeisterung für den Papst Franziskus in Grenzen halt. Gegenüber der KNA teilte ein Sprecher mit, dass Meisner mit Rücksicht auf sein Alter und seine Gesundheit von Ärzten die interkontinentale Flugreise untersagt worden.

ARD-Arztserien: “Süß parfümierter Hirnschiss”

dpa

Sie hat 2011 schmerzhaft erfahren, wie es Patienten in einem deutschen Krankenhaus ergehen kann: Im SPIEGEL-Gespräch kritisiert die ARD-Journalistin Sonia Mikich vor allem die Arztserien ihres Senders: “Dieser Kitsch führt dazu, dass die Leute nicht mehr skeptisch sind und Fragen stellen.”

SpON

Die ARD-Fernsehjournalistin Sonia Mikich kritisiert die Arztserien des Senders. “Ich verüble meiner ARD tatsächlich sehr, dass sie diesen süß parfümierten Hirnschiss mitmacht”, sagte Mikich in einem Gespräch mit dem SPIEGEL. “Diese Arztserien stabilisieren ein Bild der Klinik als sterile Welt, in der alles gutläuft, wo ein Arzt ein Heilsbringer ist, und man sich vertrauensselig ausliefern kann. Das halte ich für falsch.”

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Warten auf göttliche Heilung?

Foto: sridgway / flickr

Bereits das zweite Kind einer amerikanischen Familie ist verstorben, weil die strenggläubigen Eltern auf Arztbesuche verzichteten. Sie hofften auf Heilung durch Gott. Die Vorgehensweise hält Joel White von der Freien Theologischen Hochschule (FTH) Gießen für „vermessen und anmaßend“.

pro Medienmagazin

Der acht Monate alte Brandon litt unter starkem Husten und Durchfall, berichtet die Tageszeitung Die Welt. Die Eltern Catherine und Herbert Schaible, die der „First Century Gospel Church“ in Philadelphia (USA) angehören, wollten das Kind aber nicht ärztlich behandeln lassen. Dies sei Sünde, begründeten sie ihre Entscheidung. Die Bibel verbiete einen Arztbesuch. Sie hofften daher auf die Heilung des Kindes durch Gott. Brandon habe trotz der Krankheit Nahrung zu sich genommen, daher seien sie von einer Verbesserung des Gesundheitszustands ausgegangen.

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Christian Couple Kills Their Second Child… with Prayer

Dodo-Universität: Zwischen Esoterik und Wissenschaft

Die Akkupunktur gehört zu chinesischen Heilmethoden (Bild: Stock.XCHNG)

Streit um Alternativmedizin an der Uni Frankfurt/Oder

Deutschlandfunk

Seit einigen Monaten sorgt das Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften der Viadrina-Universität in Frankfurt/Oder für Aufregung: Es bietet den Masterstudiengang Komplementäre Medizin an. Eine berufsbegleitende Weiterbildung für alternative Heilmethoden. Die brandenburgische Landesregierung hält das ungewöhnliche Institut, das erst vor sechs Jahren gegründet wurde, für überflüssig, die Uni will die Einrichtung behalten.

Dozent:
“Beginnen wir mal wirklich bei null. Dieses Zeichen Qi sieht so aus.”.

Viadrina Frankfurt/Oder, im Studiengang Kulturwissenschaften – Komplementäre Medizin.
Der Dozent, ein China-Experte, zeichnet eine Art Sternchen, rechts darüber ein umgedrehtes L – und obendrauf so etwas wie ein breites F.

Dozent:
“Dieses Zeichen Qi hat sehr viele Bedeutungen. Es kann heißen psychischer Ausdruck. Aber hier sind wir eher heilkundlich orientiert, und deshalb untersuche ich das Qi hier als seine Bedeutung als Lebenskraft.”

Im Seminarraum: rund 30 gestandene Frauen und Männer: Ärzte, Apotheker, Heilpraktiker. Darunter Inge Mangelsdorf, 55 Jahre alt. Die Hannoveraner Toxikologin hat sich für die ungewöhnliche Master-Weiterbildung entschieden, weil sie selbst einmal körperlich schwer gelitten hat.

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Erstaunliche Botschaft einer lesbischen Schwester in Christus

regenbogenlichter„Ihr wollt uns nicht sehen, weil ihr uns entweder ignoriert oder weil es eure Gemeinde durcheinander bringen könnte. Wir SIND eure Gemeinde.“

kath.net

In einem erstaunlichen Brief wendet sich eine homoerotisch empfindende Christin an ihre Glaubensgeschwister. Dieser Brief, der von evangelischen Christen aus den USA stammt, verdient es, genauer gelesen zu werden:

„Viele von euch glauben, dass es uns in euren Gemeinden, euren Schulen, in eurer Nachbarschaft nicht gibt. Ihr glaubt, dass wir nur wenige sind und dass man uns leicht erkennen kann. Ich sage Euch aber: wir sind viele. Wir sind eure Lehrer, eure Ärzte, eure Buchhalter und Hochschulsportler. Uns gibt es in allen Hautfarben, Typen und Körpergrößen. Wir sind Singles, Ehemänner und Ehefrauen, Mütter und Väter. Wir sind eure Söhne und Töchter, eure Nichten und Neffen, eure Enkelkinder. Wir arbeiten im Kindergottesdienst mit, sitzen in euren Kirchenbänken, singen in euren Chören und stehen auf euren Kanzeln. Ihr wollt uns nicht sehen, weil ihr uns entweder ignoriert oder weil es eure Gemeinde durcheinander bringen könnte. Wir SIND eure Gemeinde. Wir kommen Woche für Woche in eure Kirchen, weil wir Orientierung und einen Hoffnungsschimmer suchen, dass wir uns verändern können. Wir haben genauso wie ihr Jesus in unser Herz aufgenommen. Genau wir ihr wollen wir sein, wie Christus uns haben will. Wir beten jeden Tag um Gottes Führung, wie ihr es auch tut. Und genauso wie ihr versagen wir oft.

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Expertin der Katholen-Sekte warnt vor Satanisten-Sekte

Bild: fireheads.at

Sektenexpertin Brigitte Hahn: „Wir brauchen eine viel größere Aufmerksamkeit für das Thema.“

Von Andreas Otto - kath.net

Die Münsteraner Sektenexpertin Brigitte Hahn warnt vor der Gefahr durch Satanisten. In deren Zeremonien würden schon Kinder extremer sexualisierter und anderer Gewalt ausgesetzt, sagte die Leiterin des «Arbeitskreises Rituelle Gewalt» der Bistümer Essen, Münster und Osnabrück am Montag im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Münster. Sie forderte eine viel größere Aufmerksamkeit für das Thema.

KNA: Frau Hahn, Sie haben vor einigen Tagen eine große Fachtagung zum Thema satanische Sekten organisiert. Wegen der starken Nachfrage konnten viele Experten gar nicht teilnehmen. Wie verbreitet ist das Problem?

Hahn: Es gibt keine soliden Zahlen, aber deutliche Anhaltspunkte. 2005 gab es unter 1.000 Psychotherapeuten von Krankenkassen im Münsterland und im Ruhrgebiet eine Befragung. 120 davon berichteten von Klienten, die Erfahrungen mit satanistischen Ritualen haben. Umfragen in Rheinland-Pfalz und im Saarland ergaben ähnliche Rückmeldungen. Meine Erkenntnisse beruhen auf zahlreichen Ausstiegsbegleitungen.

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SPD-BT-Fraktionsdebatte: Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz!

Screenshot brightsblog

Screenshot brightsblog

Thema und Beschreibung des Vorschlags

Die religiöse Diskriminierung in der Arbeitswelt muss ein Ende haben! In allen Sozialeinrichtungen, die aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, müssen die Grundrechte, insbesondere Religions-­ und Weltanschauungsfreiheit, gewährleistet sein.

SPD-Bundestagsfraktion – Fraktionsdebatten

Das Betriebsverfassungsgesetz muss auch für kirchliche Sozialeinrichtungen gelten. Es ist nicht einzusehen, weshalb für kirchliche Einrichtungen andere Bestimmungen gelten sollten als für die AWO. Der „besondere Tendenzschutz“ für Religionsgemeinschaften (BetrVG § 118, Abs. 2) muss aufgehoben werden.

Angestellte kirchlicher Institutionen sollen die gleichen Rechte wie andere Arbeitnehmer haben, also einen Betriebsrat bilden und streiken dürfen.

Religionsgesellschaften als Arbeitgeber im sozialen oder medizinischen Bereich dürfen nicht in die private Lebensführung ihrer Angestellten eingreifen.

Das heißt 1,3 Millionen Arbeitsplätze verschlossen für Juden, Muslime, Atheisten, Agnostiker, Buddhisten, Homosexuelle, Geschiedene und Wiederverheiratete.

Sozialeinrichtungen sind keine kirchlichen Einrichtungen!

Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten oder Beratungs­einrichtungen müssen auf die Bedürfnisse der Patienten, Betagten, Kinder und Ratsuchenden ausgerichtet sein. Aus deren Interessen ergeben sich die qualitativen Standards, an denen die Arbeit ausgerichtet sein und nach denen das Personal ausgesucht werden muss. Die Religionszugehörig­keit darf keine Rolle dabei spielen, ob ein qualifizierter, engagierter Mensch eine Arbeitsstelle erhält oder nicht.

Ärzte „verkündigen“ nicht,sie behandeln Patienten!

Ärztinnen, Altenpfleger, Kindergärtnerinnen oder Schuldner­coaches haben keinen Verkündigungsauftrag. Sie heilen Kranke, pflegen Alte, erziehen Kinder oder beraten ver­ schuldete Menschen – wer der evangelischen oder katho­lischen Kirche nicht angehört, ist dadurch für diese Tätigkeiten ebenso wenig disqualifiziert wie Menschen, die ein zweites Mal heiraten oder in einer homosexuellen Partnerschaft leben.

Antidiskriminierungsbestimmungen müssen konsequent umgesetzt werden!

Die gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland und Europa sind eindeutig: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevor­zugt werden“ (Artikel 3 des Deutschen Grundgesetzes). „Diskriminierungen insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, (…) der Religion oder der Weltanschauung, der politischen oder sonstigen Anschauung, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung sind verboten“ (Artikel 21 der Charta der Grundrechte der europäischen Union).

Frank Schirrmachers Schwierigkeiten mit Dan Dennett und den Brights

Frank Schirrmacher, Bild: tip-berlin.de

Sorgfaltspflichten. Wenn Frank Schirrmacher einen Bestseller schreibt

In diesen Tagen ist Frank Schirrmachers neuer Bestseller erschienen. Ego. Das Spiel des Lebens heißt er, und wovon auch immer er handeln mag, er wird monatelang auf der Liste des Spiegel stehen, in allen Zeitungen mit ernster Gebärde rezensiert werden, eine wichtige und längst überfällige Debatte anfachen oder lostreten, und Alexander Kluge wird sich seinen Inhalt in einem Selbstgespräch mit dem Autor zu eigen machen. Von diesem Buch kann hier nicht weiter die Rede sein; trotzdem soll Ihre Kaufentscheidung massiv und nachhaltig beeinflusst werden.

Von Joachim RohloffMerkur Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken

[...]

Eine der Thesen dieses Buches lautet, wir alle seien überfordert von der Unmenge an Informationen, die pausenlos auf uns einstürzten, und könnten nicht mehr unterscheiden, was wichtig und was unwichtig ist. Wir Informationsüberladenen sollten uns bekennen. Der Philosoph Daniel Dennett hat das Genre der intellektuellen Selbstbezichtigung unlängst in einem Artikel für die »New York Times« wunderbar neu belebt. Und von ihm können wir lernen: »Wir sind keine Minderheit, wahrscheinlich sind wir die leidende Mehrheit.« So übersetzt Schirrmacher »a silent majority«, was zweifellos nicht ganz korrekt ist. Dann fährt er fort: Wir sind überall. Wir könnten Ihre Brüder und Schwestern oder Ihre Töchter und Söhne sein. Wir sind Krankenschwestern und Ärzte, Polizisten und Lehrer, Journalisten und Wissenschaftler. Wir sind auch schon in den Kindergärten und Schulen. (17)

Und an diesen Worten, eher Paraphrase als Zitat, weshalb sie auch nicht in Anführungszeichen erscheinen, gibt es nur wenig auszusetzen. Bei Dennett heißt es: »We are all around you: we’re doctors, nurses, police officers, schoolteachers, crossing guards and men and women serving in the military. We are your sons and daughters, your brothers and sisters.«(3) Aber wer sind die Leute eigentlich, von denen Dennett spricht und die er »the brights« nennt? »What is a bright? A bright is a person with a naturalist as opposed to a supernaturalist world view. We brights don’t believe in ghosts or elves or the Easter Bunny – or God.«[...]

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Klinik-Skandal: Aufsichtsrat wirft Bistum Gängelung der Ärzte vor

Erzbischof Kardinal Joachim Meisner Foto: dapd

Ein Aufsichtsratsmitglied der katholischer Kliniken wirft der Bistumsleitung vor, Ärzte zu gängeln. Die Kirche baue mit ihrem „Alles-oder-nichts-Prinzip“ zusätzlich Druck auf. Das führe zu „Kurzschluss-Reaktionen“ wie in dem Kölner Fall.

Von Joachim FrankKölner Stadt-Anzeiger

Kardinal Joachim Meisner hat sich tief beschämt über die Abweisung einer vergewaltigten Frau durch zwei katholische Kliniken in Köln gezeigt. Was der jungen Frau widerfahren sei, „hätte nie geschehen dürfen“, schreibt der Kölner Erzbischof in einer persönlichen Erklärung am Dienstag.

Das Opfer „suchte Hilfe in großer Not und fand keine Aufnahme“. Dies widerspreche christlichem Auftrag und Selbstverständnis. „Es gab und gibt auch keine kirchliche Anweisung, Vergewaltigungsopfer anders zu behandeln oder gar abzuweisen“, betont der Erzbischof. Warum dies im Dezember 2012 trotzdem geschehen sei, müsse „jetzt genau erforscht“ werden. „So etwas darf sich auf keinen Fall wiederholen.“

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