Schlagwort-Archive: B16

Zwei Päpste, F1 & B16 – spooky

Bild: youtube

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Privates Treffen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die wunderschöne Umarmung zwischen Benedikt XVI. und Papst Franziskus

kath.net

Papst Franziskus ist am Samstagmittag zu einem Besuch bei seinem Vorgänger Benedikt XVI. in Castel Gandolfo eingetroffen. Gegen 12.15 Uhr landete der Helikopter nach 15-minütigem Flug aus dem Vatikan am päpstlichen Sommersitz in den Albaner Bergen. Benedikt XVI. holte Franziskus am Landeplatz in den den Gärten der Ville Pontificie ab.

Nach einem privaten Gespräch in der Bibliothek des Palastes werden Papst Franziskus und sein Vorgänger gemeinsam zu Mittag essen. Eine Uhrzeit für die Rückkehr des Papstes nach Rom ist nicht geplant.

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Dodo-Meisner: Deutsche haben den Papst nicht geschätzt

meisner_400qNach dem Rücktritt von Benedikt XVI. hat Kardinal Joachim Meisner die Deutschen scharf angegriffen: Es habe ihn “immer verletzt”, wie abschätzig der Papst von seinen Landsleuten behandelt worden sei.

DIE WELT

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat harsche Kritik an den Deutschen für ihren Umgang mit dem scheidenden Papst Benedikt XVI. geübt. “Es hat mich immer verletzt, wie abschätzig, ja hämisch in Deutschland über den Papst gesprochen wurde”, sagte Meisner dem Online-Auftritt der “Frankfurter Rundschau”.

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Vom völkischen Größenwahn des Katholizismus

Vorige Woche im Vatikan. Der Papst ernennt 6 Kardinäle und nutzt die Gelegenheit, in Arroganz und Impertinez kaum zu übertreffender Art, den weltumspannenden Anspruch der katholischen Kirche zu betonen.

B16:

[...] Die Kirche sei “katholisch”, weil sich die christliche Botschaft an allen Menschen richte, [...]Zwar habe sich Jesu Mission zu Lebzeiten auf das jüdische Volk beschränkt. Von Anfang an sei sie jedoch darauf ausgerichtet gewesen, “allen Völkern das Licht des Evangeliums zu bringen”.

Die katholische Kirche sei im Auftrag Jesu verpflichtet jede ethnische, nationale und religiöse Spaltung zu überwinden. Tränen in den Augen knien die Katholen darnieder. Der Pappa gibt ihnen Größe zurück, verbal. Nach den Schlüpfrigkeiten unter priesterlicher Soutane, vor allem gegen Kinder, endlich wieder eine Frohbotschaft. Es kann nur eine Kirche Christi geben, natürlich die katholische. Ihre Universalität gründe letztlich auf der Universalität des “einzigen göttlichen Heilsplans für die Welt”.

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Vom Märchenonkel mit den roten Schuhen

Hmm, da schreibt einer drei Bücher über eine fiktive Gestalt und verkauft die Schwarten auch noch als Tatsachenbericht. Die Schreiberlinge, einschlägiger Medien überschlagen sich und sprechen bereits jetzt von einem Weltbestseller. Eine Jesus-Trilogie schreibt der Märchenonkel. Reine Fiktion, Respekt für diese herausragende Leistung. Man nimmt einen beliebigen Ansatz und sieht zu, wo es einen so hinschreibt. Der letzte Band der Trilogie erscheint in einer Auflage von einer Million Exemplaren. Angesichts von 1,3 Milliarden Katholen weltweit, eine Promilleleistung.

Bei der Sache mit Maria verlässt den Vizegott die Logik. Da weiß er nicht mehr so richtig wie er die Geschichte entwickeln soll, vor allem schlüssig.

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Grüßaugust trifft Spukgestalt

Montage: brightsblog

Wie wir den Medien entnehmen konnten plant der Grüßaugust der Deutschen einen Besuch bei der römischen Spukgestalt, in der Zeit vom 05. bis 06. Dezember 2012. Immerhin ein Staatsbesuch. Der Präsident der Bundesrepublik Deutschland fährt zum Befehlsempfang zum letzten absolutistisch regierenden Monarchen Europas.

Nichts ist dem Heiligen Stuhl ferner als Demokratie, Mitsprache seiner Untertanen, Menschenrechte, Meinungsfreiheit. Permanent verstösst der Kirchenfürst gegen eben jene Rechte, die ein wesentliches Ergebnis der Aufklärung sind. Frauen sind die Einfallspforte des Teufels, mit der billigen Ausrede, Jesu Jünger waren keine Frauen, also könnten diese auch nicht in der Nachfolge der Apostel stehen, redet man sich raus. Homosexualität, gleichgeschlechtliche Ehen und Partnerschaften sind den Autoerotikern des rudimentären Imperium Romanum ein Greuel. Die, die sich offiziell jedweder Beziehung zum anderen Geschlecht entsagen, sehen sich kompetent in Fragen Partnerschaft, Sexualität, Kinder. Letztere liegen ihnen besonders am Herzen, klein und handlich sind sie hervorragend unter der Soutane zu verstecken und erfahren dort oftmals das wahre Christentum. Knirschend beugt man sich dem öffentlichen Druck, pädophile Priester weltlicher Gerichtsbarkeit übergeben zu müssen. Überzeugt ist das katholische Regime in Rom nicht, ist deren Königreich doch nicht von dieser Welt.

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Papst: Dialog von Wissenschaft und Glauben überlebensnotwendig – Für wen?

Bild: evangelisch.de

Vom Dialog von Glaube und Wissenschaft hängt das Schicksal der Menschheit ab. Das hat der Papst an diesem Donnerstag vor Vertretern der päpstlichen Akademie der Wissenschaften im Vatikan unterstrichen. In einer Grundsatzrede über den Sinn und Zweck des wissenschaftlichen Fortschrittes ging der Papst ausführlich auf das Thema der Plenarsitzung der Akademie ein, die am Mittwoch zu Ende ging: „Komplexität und Analogie in der Wissenschaft: Theoretische, methodologische und epistemologische Aspekte“. Benedikt XVI.:

muenchner kirchenradio

„Im großen menschlichen Unternehmen des Strebens nach Entschlüsselung der Geheimnisse der Menschheit und des Universums bin ich überzeugt davon, dass wir einen fortgesetzten Dialog und weitere Zusammenarbeit zwischen den Welten der Wissenschaft und des Glaubens brauchen, um eine Kultur des Respektes für die Menschheit, die menschliche Würde und Freiheit, die Zukunft der Menschheitsfamilie und für eine langfristige und nachhaltige Entwicklung unseres Planeten aufzubauen. Ohne dieses Zusammenspiel verlassen die großen Fragen der Menschheit den Bereich der Vernunft und Wahrheit und werden dem Irrationalen, dem Mythos, der Gleichgültigkeit preisgegeben, was der Menschheit, dem Weltfrieden und unserem letzten Schicksal sehr schadet.“

„Anglicanorum coetibus“ für Lutheraner?

Bild: katholisches.info

Nach den Anglikanern folgt Martin Luther? – Papst Benedikt XVI. und die Rückkehr der Lutheraner nach Rom

Von Il Foglio/Giuseppe NardiKatholisches Magazin für Kirche und Kultur

„Nach den Anglikanern Martin Luther”, so bringt der Vatikanist Paolo Rodari eine wichtige Agenda Papst Benedikts XVI. auf den Punkt. „Das Undenkbare könnte bald Wirklichkeit werden“, und das während des Pontifikats eines deutschen Papstes: die Rückkehr der Lutheraner zur Einheit mit Rom. „Könnte es für die evangelischen Christen eine ähnliche Lösung geben wie „Anglicanorum coetibus“ für die Anglikaner?“ Das wurde vor wenigen Tagen Kurt Kardinal Koch, als Deutschschweizer ebenfalls aus dem deutschen Sprachraum stammend, der in der Kirche vielfach noch heute als Land der Reformation gesehen wird, von der Nachrichtenagentur Zenit gefragt. Kardinal Koch ist als Nachfolger von Walter Kardinal Kasper, womit sich der „deutsche Kreis“ zum Thema Reformation passend schließt, im Vatikan für die Ökumene zuständig.

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Wie der Vatikan das Evangelium “geistlich verwüstet”

Papst Benedikt XVI. beobachtet “geistliche Verwüstung”. Er sieht aber auch Hoffnung.

Von Paul Kreiner - DER TAGESSPIEGEL

Mit einem feierlichen Gottesdienst auf dem Petersplatz in Rom hat Benedikt XVI. am Donnerstag an das Zweite Vatikanische Konzil erinnert, dessen Eröffnung sich an diesem Tag zum 50. Male jährte. Gleichzeitig leitete der Papst, umgeben von vielen Kardinälen und einigen hundert Bischöfen aus der Weltkirche, ein „Jahr des Glaubens“ ein. Dieses soll neben einer innerkirchlichen Selbstbesinnung auch eine „Neuevangelisierung“ in den zunehmend entchristlichten Teilen der modernen Gesellschaft bewirken und bis zum Ende des regulären Kirchenjahrs im November 2013 dauern.

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Küng: Joseph Ratzinger lebt in einer Scheinwelt

Hans Küng Hans Küng übt scharfe Kritik an Papst und Vatikan. Foto: F. Kraufmann/Archiv

50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat der Tübinger Theologe Hans Küng erneut die katholische Kirche und Papst Benedikt XVI. scharf kritisiert. Seit Beginn der 80er Jahre lebe Joseph Ratzinger, der heutige Papst, in einer Scheinwelt,

SÜDWEST PRESSE

sagte Küng der in Ulm erscheinenden “Südwest Presse”. “Verschärft hat er das noch, weil er nur Ja-Sager” als Berater berufen habe. Auf dem Petersplatz in Rom werde “Macht zelebriert, geführt von Jubel-Katholiken”, während die Kirche in den Gemeinden ausblute. Küng hofft auf “eine Reform von unten”. Küng war 1962 als Berater am Zweiten Vatikanischen Konzil beteiligt.

Benny: Theologie verhindert gewalttätige Religion oder Vernunft

Eine Theologie, die wirklich katholisch ist, bewirkt, dass es nicht zu Exzessen einer grausamen, von der Vernunft nicht durchdrungenen Religion kommt, und ebenso nicht zu Exzessen einer Vernunft, die sich gegen die Religion stellt: Das betonte Papst Benedikt XVI. am Freitag vor der Vollversammlung der Internationalen Theologenkommission im Vatikan.

kathweb

Ein Theologe müsse ein “Mensch des Advents” sein, sagte der Papst. Er müsse von der Hoffnung auf ein immer tieferes Verstehen der Glaubengeheimnisse erfüllt sein, wobei unter diesen das schwierige Geheimnis des “trinitarischen Monotheismus” zentralen Stellenwert habe. Es müsse durch die Vernunft und den Glauben in der Tiefe ergründet werden.

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Wahl Dodo des Monats Oktober 2011

Dodo des Monat Oktober 2011

Die Kandidaten für Wahl zum Dodo des Monats Oktober 2011:

  1. Josef(Benny) Ratzinger; “Abwesenheit Gottes ist die Ursache für Gewalt und Konzentrationslager.”
  2. Ludwig Schick; “Schicks Halloween Bullshistic.”
  3. Verwaltungsgericht Freiburg; “Kein Recht auf Ethik-Unterricht.”
  4. Matthias Matussek; “Zum Reformationstag einen Luther-Verschnitt.”
  5. Wilfried Blume-Beyerle; “Rammstein: Kein Konzert zum Totensonntag.”
  6. Gregor Gysi; “Die begrenzte Erkenntnisfähigkeit...”
  7. Günther Beckstein; “Jesus starb für die CSU.”
  8. Iwailo Schmidt; “Heilende Energien in der Kirche.”
  9. Mauro Piacenza; “Wie der Atheismus das Blut der christlichen Botschaft aussaugt.”
  10. Christian Wulff; “Familie der Piusbruderschaft eingeladen.

Die Wahl ist bis zum 07.November 2011 befristet. Nach 18:00 abgegebene Stimmen werden nicht mehr gezählt. Mehrfachauswahl möglich.

Viel Spaß.

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Dodo-Kissler: Käßmann ist latent demagogisch

Ex-EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann, dpa

Ex-Bischöfin Margot Käßmann hat sich in einem Interview mit dem Papstbesuch auseinandergesetzt und Benedikt XVI. vorgeworfen, die evangelische Kirche misszuverstehen. Ihre Bemerkungen sind putzig, egoman und unsouverän.

Von Alexander KisslerFOCUS ONLINE

Vermutlich steht es so im Handbuch für den kleinen Propagandisten: Nichts schadet dem Gegner mehr, als leidenschaftlich Ansichten zurückzuweisen, die dieser nie geäußert hat. Irgendwann muss dieser sich rechtfertigen für Sätze, die er nicht ausgesprochen hat. Treibt man das Spiel energisch genug, ist der Gegner bald genau das, wozu du ihn machst. Aus der Defensive kommt er nicht heraus. Bingo.

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Missbrauchsopfer: “Wenn ich Kirchenglocken höre, wird mir schlecht”

Er weiß um die Schuld. Doch das Gespräch darüber soll vertraulich sein: Benedikt XVI. bei seiner Ankunft in Erfurt.Foto: dpa /picture alliance/dpa

Zwei Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche erzählen von ihrem Treffen mit Benedikt XVI. in Erfurt. Opferverbände kritisieren die exklusive, private Unterredung.

Von Marie von MallinckrodtWELT ONLINE

Sonja F. fällt es schwer, zu Hochzeiten oder Taufen von Freunden und Verwandten zu gehen. Die 35-Jährige erträgt die katholischen Gottesdienste nicht, die Rituale, die Gebete, die Gewänder. Besonders bei der Wandlung und den Worten „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“ –, da wird ihr „übel, mulmig“.

Sie war neun Jahre alt, als sie in einer kleinen Gemeinde in Nordrhein-Westfalen Messdienerin wurde, das erste Mädchen in diesem Amt in jenem Ort, den sie nicht nennen möchte. Was ihr dort in den Kirchenräumen seit ihrem siebten Lebensjahr von einem Priester immer wieder angetan wurde, kann sie nur schwer erzählen.

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A. Schavan: 150.000€ für Privataudienz bei Benny

Annette Schavan bei ihrer Privataudienz beim Papst, Quelle: Focus

Eine Privataudienz beim Papst könnte für Bildungsministerin Schavan ein unangenehmes Nachspiel haben. Die CDU-Abgeordnete flog Ende März mit der Flugbereitschaft der Bundeswehr nach Rom – obwohl es auch Linienverbindungen gab.

Focus.de

Sie sei als studierte Theologin vor 40 Jahren wegen des „C“ in die CDU gegangen, bekannte Annette Schavan einst in einem Interview. Ausgerechnet ihr christlicher Glaube könnte der Bundesbildungsministerin nun aber zum Verhängnis werden. Hintergrund ist eine persönliche Audienz der 56-Jährigen bei Papst Benedikt XVI. Die CDU-Politikerin nahm Ende März an einer Generalaudienz teil und hatte im Anschluss daran noch ein kurzes Gespräch mit dem Heiligen Vater.

Nach Informationen des „Spiegel“ nahm Schavan für ihre dreitägige Visite in die italienische Hauptstadt aber die Flugbereitschaft der Bundeswehr in Anspruch – obwohl es an den betreffenden Tagen mehrere Linienverbindungen von Berlin nach Rom gab. Nach Angaben des Magazins kostete die Reise rund 150 000 Euro, da die CDU-Ministerin auch den Rückflug nach Münster/Osnabrück auf Steuerzahlerkosten absolvierte, um in Nordhorn einen Vortrag zu halten. Schavan selbst begründet beide Sonderflüge mit zeitlichen Gründen.

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Herr Zollitsch und die Kirchensteuer

Quelle: wikipedia

Die Kirchensteuerdebatte kocht wieder hoch: “Augsburger Allgemeine” übt Kritik an Interpretation der Papstworte durch Freiburger Erzbischof Zollitsch

kath.net

Die “Augsburger Allgemeine” übt in einem Kommentar Kritik an der Interpretation der Papstworte in Freiburg durch Erzbischof Robert Zollitsch. Papst Benedikt hat bei seiner Ansprache am Sonntag vor den “engagierten Laien” von einer “Ent-Weltlichung der Kirche gesprochen. “Die von materiellen und politischen Lasten befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden, wirklich weltoffen sein.” KATH.NET hat berichtet. Zollitsch hatte anschließend via Medien gemeint, dass der Papst nichts gegen die deutsche Kirchensteuer einzuwenden habe.

Daniel Wirsching schreibt in der “Augsburger Allgemeinen” dazu: “Salopp zusammengefasst bedeutet es ein radikales ‚Zurück zu den Wurzeln‘ – und liest sich unter anderem als Kritik an der Deutschen Bischofskonferenz, die oft an einem Strang zieht, mitunter aber an unterschiedlichen Enden.” Wirsching erinnert dann daran, dass das, was der Papst gesagt hat, nicht so neu sei und dies auch für die Passagen zur Streichung von staatlichen Privilegien gelte. “Benedikt ist hier recht eindeutig, die Interpretation seiner Worte durch Erzbischof Zollitsch dagegen etwas fragwürdig. Wäre es dem Papst nur um ein Signal zum Innehalten gegangen, hätte er das Thema nicht derart ausbuchstabiert. Nein, der Papst – bekanntermaßen kein Freund der Kirchensteuer – meint es ernst mit seiner Botschaft: Inhalt vor Strukturen. Welche konkreten Folgen das haben könnte, wird sich zeigen”, betont Wirsching.

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Papstbesuch: Evangelikale und Freikirchen ziehen Bilanz

Die evangelischen Reaktionen sind weithin positiv – Bekennende Gemeinschaften: Ein Gewinn für alle

kath.net

Ein weithin positives Fazit des Deutschlandbesuchs von Papst Benedikt XVI. haben führende Vertreter der theologisch konservativen Protestanten und der Freikirchen gezogen. Sie äußerten sich in Beiträgen für die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).

Der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), würdigte das „unerschütterliche Eintreten“ des Papstes für die Erneuerung des Glaubens und der Umkehr zu Gott. Damit sei der Besuch für alle Christen in Deutschland bei aller konfessioneller Verschiedenheit Ermutigung und Gewinn gewesen. Kein Papst habe den Reformator Martin Luther (1483-1546) so gewürdigt wie Benedikt XVI., sagte Rüß zur Begegnung mit evangelischen Kirchenvertretern am 23. September im Erfurter Augustinerkloster, wo Luther sechs Jahre als Mönch lebte. Dort bekannte der Papst, dass auch ihn die zentrale Lebensfrage des Reformators „Wie kriege ich einen gnädigen Gott?“ immer wieder neu treffe.

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Er kam, sprach und enttäuschte

(© Reuters)

Vergesst Gott nicht! Mit dieser Botschaft ist Benedikt XVI. vier Tage durch Deutschland gereist. Als Gelehrter hat er dabei überzeugt – als Papst jedoch enttäuscht. Nicht nur die Protestanten, sondern vor allem die Anhänger seiner Konfession. Der Besuch wird die Gräben in der katholischen Kirche des Landes vertiefen.

Von Matthias Drobinskisueddeutsche.de

Die Sonne schien über dem Besuch von Papst Benedikt XVI., die Gottesdienste mit dem Pontifex waren ergreifend, zu ihnen kamen 300.000 Gläubige, mehr als erwartet. Und doch ist dieser dritte Papst-Besuch in Deutschland alles in allem eine Enttäuschung.

Im Bundestag hat Joseph Ratzinger, der Gelehrte, klug geredet und jene beschämt, die ihm nicht zuhören wollten. Als Papst Benedikt jedoch hat er die evangelischen Christen, vor allem aber viele Katholiken brüskiert. Er hat ihnen vorgeworfen, glaubensschwach und strukturverfettet zu sein; die Bemühungen der deutschen Bischöfe, mit den Gläubigen in einen Dialog zu kommen, hat er nicht erwähnt. Der Besuch wird die Gräben in der katholischen Kirche des Landes eher vertiefen. In England hat der Papst die Skepsis ihm gegenüber in Begeisterung verwandeln können – in Deutschland nicht.

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Merkels Bilderbuch für B16

Die SPD und die römische Spukgestalt

Der Besuch der römischen Spukgestalt, gemeinhin als Joseph Ratzinger bekannt, oder besser mit seinem Künstlernamen Benedikt XVI. wirft seine antidemokratischen Schatten voraus. Proteste stehen an, immer mehr Menschen sind mit den moralischen Ansprüchen und der wirklichen Umsetzung derselben, ganz weltlich betrachtet, auf Kriegsfuß. Der Nachfolger des Apostels Paulus auf dem Heiligen Kackstühlchen von Rom soll ja im deutschen Bundestag seine irrationalen Gedankenkonstrukte verbreiten dürfen. Trotz unaufgeklärten Missbrauchsvorfällen, trotz Homophobie, Kondom-Verbot und jede Menge reaktionärem Gedankengut, wird dem Undemokraten Ratzinger eine demokratische Plattform gegeben, um seine Sudeleien verkünden zu können.

Religionskritische Mitglieder der SPD künden Protest an. Das sorgt für erheblichen Wirbel in der Partei. Die Religioten Thierse, Steinmeier und etliche andere wollen dem Popanz aus Rom ärschlings beglücken. Der kirchenkritische SPD-Abgeordnete Rolf Schwanitz stört da. Zu dem hofft Schwanitz, dass viele SPD-Abgeordnete, aus Protest, der zu erwartenden Geisterbahn aus Rom, fernbleiben.

Die SPD-Fraktionsführung plant nun einen ganz demokratischen Coup. Man will die, eventuell, leerbleibenden Sitzreihen, mit ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten auffüllen. Der Eindruck des sichtbaren Protestes gegen den Papst soll ganz sozialdemokratisch vermieden werden. Mit Gründlichkeit geht man an die Ermittlung des Bedarfs von Lückenfüllern. Angeblich habe man eine entsprechende Umfrage gestartet.

Kirchenkritiker Schwanitz beschwerte sich unterdessen über die “gezielte Skandalisierung” der Papst-kritischen Laizisten in der SPD.

Die SPD macht den deutschen Bundestag, mit solchen Aktionen, vollends zum Kasperle-Theater deutschen Parlamentarismus. Wenn dem so ist, bleibt nur noch zu sagen, Igitt SPD.

DRadio-Wissen

Papsttreue Vereinigung und der Herr Wowereit

Zusammenschluss papsttreuer Vereinigungen: Der Berliner Bürgermeister, der Verständnis für Proteste gegen die kirchliche Sexuallehre habe, könne aus der Geschichte sehen, dass sich die Kirche immer geweigert hat, Gottes Gebot außer Kraft zu setzen.

kath.net

Der Zusammenschluss papsttreuer Vereinigungen (ZPV) e. V. hat in einer Presseaussendung zu Bürgermeister Klaus Wowereits (siehe Foto) „großem Verständnis“ für die Proteste gegen die katholische Sexuallehre Stellung genommen. „Nach dem Bericht der FAZ in „Inland in Kürze“ vom 27.08.2011 sowie in Kath.net vom gleichen Tage hat der Regierende von Berlin, Klaus Wowereit, “’großes Verständnis’ für Proteste gegen die Sexuallehre der katholischen Kirche während des Besuchs von Papst Benedikt XVI. in Berlin Ende September“. Die katholische Kirche vertrete mit ihrer Lehre Thesen, „die weit in die zurückliegenden Jahrtausende gehören, aber nicht in die Neuzeit“.

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