Schlagwort-Archive: Benedikt XVI.

Papst Franziskus traut Paare mit Kindern

Bild: youtube

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Erstmals leitete der Papst eine Hochzeitsmesse im Petersdom. Zugelassen waren auch Paare, von denen ein Partner schon verheiratet war.

Die Presse.com

Papst Franziskus hat erstmals eine Hochzeitszeremonie im Petersdom geleitet und dabei auch Paare mit bereits vorhandenen Kindern getraut. Zu den 20 Paaren, die für die Trauung am Sonntag ausgesucht wurden, gehörten auch welche, die schon zusammenleben. “Das sind Paare wie alle anderen”, erklärte die Diözese Rom zur Auswahl. Zugelassen wurden auch Hochzeitspaare, von denen ein Partner schon einmal verheiratet war und dessen Ehe annulliert wurde.

Anfang Oktober will eine Bischofssynode in Rom über die Lehren der katholischen Kirche zu Familie und Sexualmoral beraten. Dabei zeichnet sich ab, dass einige Regeln auf den Prüfstand gestellt werden sollen. Päpstliche Trauungen sind im Vatikan selten. Johannes Paul II. hatte in seiner Amtszeit zwei Hochzeitsfeiern zelebriert, Benedikt XVI. gar keine.

Papst: “Wenn die Kräfte schwinden trete ich zurück”

Papst Franziskus (Bild: AP)

Papst Franziskus (Bild: AP)

Papst äußert sich bei “fliegender Pressekonferenz” auf Rückflug aus Seoul auch über mögliche weitere Reiseziele sowie die geplante Umwelt-Enzyklika – Franziskus: Wenn die Kräfte schwinden, trete ich zurück wie Benedikt XVI.

kathweb

Papst Franziskus will die Vereinten Nationen in New York besuchen. Ein solcher Besuch lasse sich “vielleicht” mit einer zum Reise katholischen Weltfamilientag in Philadelphia im September 2015 verbinden, die er unternehmen wolle, sagte er am Montag vor mitreisenden Journalisten auf dem Flug von Seoul nach Rom. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon habe ihn dazu eingeladen, erinnerte Franziskus, der bei der “fliegenden Pressekonferenz” auch zu möglichen weiteren Reisezielen und dem Stand der Arbeiten an der geplanten Umwelt-Enzyklika Stellung nahm. Erneut bekundete er auch seine Absicht im Fall nachlassender Kräfte wie sein Vorgänger Benedikt XVI. als Papst zurückzutreten.

Die USA-Reise Franziskus’ zum 8. katholischen Weltfamilientag, der vom 22. bis 27. September 2015 stattfindet, war bislang noch nicht offiziell bestätigt, galt aber als sehr wahrscheinlich. Franziskus erwägt nach eigenem Bekunden zudem einen Besuch des US-amerikanischen Parlaments in Washington. Hierzu liege eine Einladung von Präsident Barack Obama vor. “Vielleicht machen wir die drei Städte zusammen”, sagte er bei der “fliegenden Pressekonferenz”. Weiter deutete er an, dass er hierbei auch einen Abstecher zum Marienwallfahrtort Guadalupe in Mexiko unternehmen könnte.

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Evolution in der Grundschule? – Unbedingt!

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Kinder hören in Grundschulen von Gottes Schöpfung, Evolution steht nicht in den Lehrplänen. Unser Autor hat den katholischen Theologen Michael Hauber gefragt: Sollte Evolution schon vor der fünften Klasse im Unterricht besprochen werden?

Von Markus C. Schulte von DrachSüddeutsche.de

SZ.de: Kinder bekommen im Religionsunterricht an Grundschulen die Schöpfungsgeschichte beigebracht. Das habe ich in einem Artikel behauptet und wurde dafür von einigen Theologinnen und Theologen kritisiert – unter anderem von Ihnen, Herr Hauber. Stimmt das denn nicht?

Michael Hauber: Es entsteht der Eindruck, es würde dort ausschließlich das sogenannte Sechs-Tage-Werk gelehrt. Schon in der Bibel gibt es aber eine zweite, etwas andere Schöpfungserzählung, die auf die Zeitangaben verzichtet. Selbst dort wird also nicht suggeriert, die Welt sei in sechs Tagen erschaffen worden. Und im Religionsunterricht geschieht das auch nicht.

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Vatikan: Exorbitanter Bescheidenheits-Anfall

Porzellanfigur Villeroy & Boch, Bild: Ebay.

Der Papst zeigt sich erneut bescheiden: Franziskus hat mit der langjährigen Tradition gebrochen, für den Vatikan ein Kaffee- und Tafelservice der Firma Villeroy & Boch anzunehmen.

religion ORF.at

Das derzeitige Oberhaupt der katholischen Kirche habe kein Geschirr gewollt, sagte Wendelin von Boch-Galhau (71), Aufsichtsratschef des Keramikkonzerns, der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag-Ausgabe). „Ich denke, das hängt mit der großen Bescheidenheit zusammen, mit der dieser Papst ausgestattet ist, und mir ist das durchaus sympathisch.“ Bei den bisherigen Geschenken an Päpste habe es sich stets um Knochenporzellan gehandelt, „feinste Qualität mit dem jeweiligen päpstlichen Wappen“.

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Papst Franz: „Wer nicht zu Gott betet, betet den Teufel an“

Verehrungswürdige Puppe.

Verehrungswürdige Puppe.

Der Vatikan hat die „Internationale Vereinigung der Exorzisten“ offiziell anerkannt. Schon unter Papst Franziskus’ Vorgänger Benedikt XVI. hatte die katholische Kirche wieder deutlich mehr Teufelsaustreiber zugelassen.

Von Jörg BremerFrankfurter Allgemeine

Der Vatikan hat die „Internationale Vereinigung der Exorzisten“ (Aie) offiziell anerkannt und ihre Statuten gebilligt. Das berichtete am Donnerstag die päpstliche Tageszeitung „L`Osservatore“. Der derzeitige Chef der Organisation, der italienische Ordensgeistliche Francesco Bamonte, sagte in einer ersten Reaktion,  er hoffe, dass nun mehr Priester der „oft ausgeblendeten oder unterschätzten dramatischen Situation“ jener Beachtung schenkten, die „vom Teufel besessen“ seien.

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Bild: Bill Flavell, FB

Bild: Bill Flavell, FB

Missionsbischof Kräutler: Um Priesterberufungen beten? „Da mache ich nicht mit“

Erwin Kräutler, Bild: katholisches.info

Erwin Kräutler, Bild: katholisches.info

Für den linksfreundlichen österreichischen Missionsbischof Erwin Kräutler ist Beten um Priesterberufungen Schnee von gestern. Das sei das „Konzept“ von Benedikt XVI. gewesen.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Kräutler beharrt in einem Interview mit der Tageszeitung Die Presse auf „regionale Lösungen der Zölibatsfrage“. Solchen gegenüber habe sich Papst Franziskus, von dem Kräutler am vergangenen 4. April im Vatikan empfangen worden war, „sehr offen“ gezeigt. Der Papst wünsche sich „Vorschläge“ zur Zölibatsfrage.

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Wenn das katholische Gehirn ins Kondom rutscht

Bild: abendzeitung-münchen.de

Benedikt XVI. wurde von der halben Welt beschimpft, als er 2009 während seines Afrika-Besuchs sagte: „Kondome lösen nicht die Probleme Afrikas“, sie seien keine geeignete Form der Aids-Bekämpfung. Nun bestätigte die US-Gesundheitsbehörde, daß der Papst recht hatte: Kondome taugen nicht.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Jahrzehntelang wurde in den USA und im Gefolge ebenso in Europa wie in den Ländern der Dritten Welt Kondom-Propaganda betrieben, entweder von NGO’s oder durch Regierungen oder beiden zusammen. Wer Widerspruch anmeldete und Kritik wagte, wurde als „Massenmörder“ beschimpft, an erster Stelle Papst Benedikt XVI. Dem dumm dreist Aids-Tote angelastet wurden. Im Internet finden sich noch tonnenweise ebenso geistlose wie verächtliche Beschimpfungstiraden und blasphemische Darstellungen der Kondom-Propagandisten gegen Johannes Paul II. und Benedikt XVI. oder auch die Gottesmutter Maria (siehe Bild). Von den unzähligen respektlosen und geschmacklosen Karikaturen gegen die beiden Päpste ganz zu schweigen. Und nun ist alles anders.

Die dem US-Gesundheitsministerium unterstehenden Centers for Disease Control and Prevention (CDC), in ihrer heutigen Form vom US-Kongreß 1992 errichtet, gaben das Scheitern der jahrzehntelangen Kondom-Politik bekannt. Der Grund? Weil Kondome nicht sicher sind. Welche Konsequenzen daraus gezogen werden? Mitnichten jene, die vernünftigerweise zu erwarten wären. Mit ziemlicher Sicherheit wird sich auch niemand bei Papst Benedikt XVI. und der Katholischen Kirche entschuldigen. Soviel Redlichkeit dürfte den Barrikadenkämpfern für freien Sex, Verhütung und Abtreibung eher fehlen.

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Der Neokatechumenale Weg – Kikos Weg

Kiko Argüello beim Weltjugendtagsvortreffen 2005 in Amsterdam, Bild: wikimedia.org/public domain

Der Neokatechumenale Weg ist eine der mächtigsten Bewegungen des Katholizismus. Aussteiger werfen ihm und seinem Gründer Kiko Argüello sektiererische Tendenzen vor.

Von Raoul LöbbertZEIT ONLINE

Die Ära Meisner in Köln endet mit einem Satz, der zum Skandal wird. “Eine Familie von euch”, sagt der Kölner Kardinal am 24. Januar bei einer Veranstaltung des Neokatechumenalen Wegs, “ersetzt mir drei muslimische.” Der Satz schafft es bis ins ZDF-“heute journal”. Der Zentralrat der Muslime vergleicht Meisner mit Sarrazin. Selbst die Bundesregierung distanziert sich von der “persönlichen Meinung eines katholischen Würdenträgers”, die bis heute als Videoschnipsel durchs Netz geistert. Doch wen hat Meisner mit “euch” genau gemeint? Wer oder was ist der Neokatechumenale Weg?

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Die spirituellen Fallschirmjäger des Vatikan

Kloster Thalbach, Bregenz, Bild: wikimedia.org

Eine Frau sucht im Kloster des Ordens “Das Werk” Geborgenheit. Sie findet sektenartige Strukturen, wird sexuell missbraucht und ein Opfer religiösen Fundamentalismus.

Von Kai Biermann – ZEIT ONLINE

Manche reisen nach dem Abitur in die Welt, manche suchen sich eine Lehrstelle, viele studieren. Klara geht ins Kloster. Es ist das Jahr 2003. Der Krieg im Irak hat gerade begonnen, in Österreich regiert zum zweiten Mal die FPÖ mit, Arnold Schwarzenegger wird Gouverneur in Kalifornien. Für Klara ist das alles fernes Rauschen. Viel lauter ist eine Stimme in ihr, die sagt, sie sei berufen. Klara ist neunzehn Jahre alt.

Sie ist in Süddeutschland aufgewachsen, mit sechs Geschwistern und der Überzeugung, dass die Kirche Halt und Trost gibt. “Seit ich sechzehn war, wollte ich Nonne werden”, sagt sie. Heute will sie davon erzählen, um andere zu warnen. Es war ein Wunsch, an dem sie fast zugrunde ging.

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Vatikan-Korrespondent nennt Benedikt XVI. ‘Ratte’

the_tabletDie linkskatholische Zeitschrift “The Tablet” hat ihren Rom-Korrespondenten wegen einer abfälligen Bemerkung über Benedikt XVI. auf Facebook vorläufig beurlaubt

kath.net

Die katholische Zeitschrift «The Tablet» hat ihren Rom-Korrespondenten wegen einer abfälligen Bemerkung über Benedikt XVI. auf Facebook vorläufig beurlaubt. Das bestätigte die Chefredakteurin der in London erscheinenden internationalen Wochenschrift, Catherine Pepinster, am Dienstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Eine Untersuchung sei im Gang. Die Herausgeber und die Redaktion des «Tablet» distanzierten sich von den Äußerungen Mickens’, erklärte Pepinster. «The Tablet» gilt als linksorientiert und Gruppen wie «Wir sind Kirche» nahestehend.

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Joachim Meisner: Der selbsternannte „Wachhund Gottes“

meisner_400q Joachim Meisner, der ebenso einflussreiche wie umstrittene Kölner Erzbischof und Kardinal, geht in den Ruhestand.

Von Gerhard KieferBadische Zeitung

Joachim Meisner kann spalten und versöhnen, umgänglicher sein als mancher Dorfpfarrer und sein Publikum doch wieder vor den Kopf stoßen – so poliert der Kölner Kardinal seit langem sein Image als Polarisierer. Mittlerweile ist Meisner in so viele Fettnäpfchen getreten, dass manche ihn den “Steinbrück der deutschen Bischöfe” nennen. Doch der Erzbischof ist, wie immer man zu ihm steht, eine prägende Persönlichkeit des deutschen Episkopats. Am Sonntag nimmt der 80-jährige “Wachhund Gottes” (Meisner über Meisner) im Kölner Dom Abschied von der größten und reichsten der 27 deutschen Diözesen, die er 25 Jahre souverän bis autoritär geleitet hat. Unter den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. galt er gar als einer der einflussreichsten Kardinäle der Weltkirche.

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Benedikt XVI.: Amtsverzicht war gültig – Ende des „Verwirrspiels“ oder neue Medienente?

Bild: br.de

Der Vatikanist Andrea Tornielli veröffentlichte zwei Sätze von Papst Benedikt XVI., die angeblich aus einem Antwortschreiben desselben an ihn stammen würden. Darin erklärt er, sein Amtsverzicht sei „gültig“, es habe dafür keinen anderen Grund gegeben als sein Alter. „Spekulationen“ dazu seien „absurd“. Ebenso bestätigte er die Echtheit von ihm zugeschriebenen Sätzen, die ausgerechnet der häretische Theologe Hans Küng verbreitete.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Gibt es in der Kirche zwei Päpste? Benedikt XVI. unterzeichnet als Papst und verwendet Papier mit dem Briefkopf „emeritierter Papst“. Franziskus bezeichnet sich als „Bischof von Rom“ und unterzeichnet nur mit „Franciscus“. Der traditionsverbundene Blog „Chiesa e post concilio“ sieht hinter dem angeblichen Brief Benedikts XVI. ein durchsichtiges Manöver der regierenden Kirchenleitung, verbreitete Zweifel und ein Unbehagen im gläubigen Volk zum Schweigen zu bringen. Tornielli hat das angebliche „Schreiben“ nicht abgedruckt. Vor allem kommt es nicht ihm zu, an Stelle des Heiligen Stuhls zu dementieren oder richtigzustellen. Schon gar nicht Dinge von solcher Tragweite. Vor allem aber ist Tornielli nicht mit den Acta Apostolica Sedis zu verwechseln. Kurzum, die Meldung erinnert an eine andere Medienente im vergangenen Sommer, als ein „großer Unbekanter“ von einem angeblichen Besuch bei Benedikt XVI. berichtete und davon, daß dieser gesagt habe, der Heilige Geist habe ihm zum Rücktritt geraten (siehe eigenen Bericht Benedikts Rücktritt: „Gott hat es mir gesagt“? – Medienente des „großen Unbekannten“). Tornielli sei in dieser Aktion nur ausführendes, wahrscheinlich selbst mißbrauchtes Organ anderer, so „Chiesa e post concilio“. Wir dokumentieren den Kommentar als Beitrag zur aktuellen Diskussion in der Kirche.

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Tornielli zitiert einige Sätze Benedikts XVI., die zu „einem Brief“ werden

von Chiesa e post concilio

Die Nachricht hat bereits die Runde um die Welt gemacht. Tornielli veröffentlicht einen „Brief“ von Benedikt XVI., in dem der „emeritierte Papst“ seinen Amtsverzicht für gültig erklärt und bestätigt, daß es keinen anderen Grund dafür gibt als das „vorgerückte Alter“. Zudem bestätigt er, Hans Küng (!) die vielzitierten Worte über die „Identität der Sichtweise“ zwischen ihm und Franziskus geschrieben zu haben, und seinen Willen bis zum Ende seiner Tage nichts anderes als ein „Beter“ sein zu wollen.

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Vatikan: Franziskus-Artikel vom Rolling-Stone-Musikmagazin zu oberflächlich

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©Rolling Stone

Lombardi: Um das Positive des neuen Papstes herauszustreichen, meine der Autor, das Pontifikat seines Vorgängers Benedikt XVI. besonders schlechtmachen zu müssen. Dies geschehe mit überraschender Grobheit

kath.net

Vatikansprecher Federico Lombardi hat die Titelgeschichte des US-Musikmagazins «Rolling Stone» über Papst Franziskus als «oberflächlich» kritisiert. Um das Positive des neuen Papstes herauszustreichen, meine der Autor, das Pontifikat seines Vorgängers Benedikt XVI. besonders schlechtmachen zu müssen, sagte Lombardi am Mittwoch. Dies geschehe mit überraschender Grobheit.

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@Pontifex: Twitter-Kanal Benedikts bereitete Probleme

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Wegen nicht abreißender Schmähungen des Papstes erwog der Vatikan im vergangenen Jahr eine Schließung des Twitter-Kanals von Benedikt XVI.

kathweb

Wegen nicht abreißender Schmähungen des Papstes hat der Vatikan im vergangenen Jahr eine Schließung des Twitter-Kanals von Benedikt XVI. erwogen. Das sagte der Präsident des päpstlichen Rats für die sozialen Kommunikationsmittel, Erzbischof Claudio Maria Celli, bei einer Konferenz am Dienstag in Rom.

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“Wort zum Sonntag”: Facelifting zum 60. Geburtstag

Foto: epd-bild/Stephan Born Die evangelische Pastorin Annette Behnken (44) aus Wennigsen bei Hannover gehört seit einem Jahr zum Sprecherteam beim “Wort zum Sonntag”.

Seit 60 Jahren gibt es in der ARD das “Wort zum Sonntag”. Zum Geburtstag erhält die älteste Verkündigungssendung im deutschen Fernsehen ein komplett neues Outfit. Gefeiert wurde am Montag in Hamburg.

Von Diemut Roetherevangelisch.de

Am Anfang war der Kabelbruch. Das erste “Wort zum Sonntag”, das eigentlich am 1. Mai 1954 im damaligen Gemeinschaftsprogramm der ARD gesendet werden sollte, konnte wegen einer technischen Störung nicht übertragen werden. So war es der Hamburger Pastor Walter Dittmann, der am 8. Mai 1954 erstmals das “Wort zum Sonntag” sprach. Er machte das Bild und das damals noch sehr ungewohnte Medium Fernsehen zum Thema – 1954 gab es gerade mal 80.000 Fernsehhaushalte in Deutschland.

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Katholische Kirche in Deutschland: Grumpy old Poops

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Der enge Vertraute und Biograf des früheren Papstes Benedikt XVI., Peter Seewald, hat die katholische Kirche in einem Gastbeitrag für das Magazin Focus scharf kritisiert. In der deutschen Bischofskonferenz gebe es ein eklatantes Versagen.

pro Medienmagazin

Die katholische Kirche in Deutschland ist laut Seewald „müde, ausgezehrt, lahm und langweilig“. Das schrieb er in einem Gastbeitrag für das am Montag erscheinende Wochenmagazin Focus, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Versagen und Versäumnisse der deutschen Bischofskonferenz sind inzwischen eklatant: Neunzig Prozent der eigenen Mitglieder kommen nicht mehr zum Gottesdienst – aber wo bleibt die Kampagne, um das Stammpublikum nicht nur als Steuerzahler zu halten?“

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Frauen als Priester? Nein, als Kardinäle!

Bild: wdr2.de

Der Papst und die Frauenfrage. Ein Gespräch mit Johanna Rahner.

Von Evelyn FingerZEIT ONLINE

DIE ZEIT: Frau Rahner, die E-Mails römischer Katholiken enden neuerdings mit der Abschiedsformel “Schöne Grüße aus dem revolutionären Rom!” Ist dort Revolution?

Johanna Rahner: Ich höre, im Vatikan wird wieder gelacht. Das scheint unter Benedikt nicht so üblich gewesen zu sein. Da ist eine neue Atmosphäre. Aber Revolution hieße strukturelle Veränderung, neue Machthabe, Ende alter Männerbünde. Das sehe ich nicht.

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Reza Aslan: “Ich war von Jesus besessen”

Der Autor Reza Aslan über sein Faible für den Erlöser

Von Evelyn FingerZEIT ONLINE

DIE ZEIT: Mister Aslan, warum ein Buch über Jesus? Die Liste der Autoren ist doch bereits endlos: von den Evangelisten bis zu Hans Küng und Papst Benedikt, von Nikos Katzanzakis bis James Frey.

Reza Aslan: Weil trotzdem etwas fehlt. 90 Prozent der Forschungsliteratur beurteilt Jesus aus der Perspektive des christlichen Glaubens. Ich wollte die erste populäre Biografie schreiben, deren Quelle nicht das Evangelium ist, sondern das Palästina des 1. Jahrhunderts.

ZEIT: Welche Autoren haben Sie beeindruckt?

Aslan:John Dominic Crossan mit Jesus. A Revolutionary Biography und John P. Meier mit A Marginal Jew. Aber beide sind sehr akademisch.

ZEIT: Was ist Ihre Pointe?

Aslan: Ein armes Kind aus Palästina, ein ungebildeter Nobody gründet eine Bewegung, die die mächtigste Regierung der Welt in Rage bringt. Dieser Jesus ist so hinreißend, dass man zu seinem Anhänger werden kann, auch ohne ein Christ zu sein.

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Warengruppe 92: Päpste steigern Umsätze enorm

Bücher von Benedikt XVI. und über Franziskus haben dem religiösen Buchmarkt ein sattes Umsatzplus beschert. Der Umsatz in der Warengruppe 92 (Religion/Philosophie) stieg um 23,5 Prozent, so die Erkenntnis von media control® GfK International.

glaubeaktuell.net

Die Marktforscher hatten das erste Halbjahr 2013 mit dem Vorjahreszeitraum verglichen. Das morgen erscheinende BÖRSENBLATT-Spezial Religion erläutert die Ergebnisse des Vergleichs näher. Demnach haben Bücher von und über die Päpste durchaus die Güte zum Bestseller. Laut Verlag Herder sei allein Band 3 von Benedikts Jesus-Trilogie bislang mehr als 100.000-mal verkauft worden.

Die Warengruppe 54 (Religion/Theologie) hingegen musste ein Minus von 4,6 Prozent verkraften. Für das 2. Halbjahr 2013 setzt der Handel auf das neue katholische Gesangbuch »Gotteslob«(Anm.Blog: mit Bayern-Hymne), das mit einer Erstauflage von 3,6 Millionen Exemplaren an den Start geht.

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Franz: “Ein Christ kann nicht Antisemit sein”

Bild: AP

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Franziskus ein erster Sonderaudienz für jüdische Delegation: “Ein Christ kann nicht Antisemit sein”

Von Johannes Schidelko - kathweb

Schon mehrfach ist Papst Franziskus in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit mit Vertretern des Judentums zusammengetroffen. Bereits zum Ende des Konklaves teilte er der jüdischen Gemeinde seiner Bischofsstadt Rom offiziell seine Wahl mit. Nach seiner Amtseinführung empfing er eine Woche später die angereisten nicht-katholischen und nicht-christlichen Delegationen zu einem Treffen. Aber erst am Montag hielt er seine erste größere Rede an die Dialogpartner vom International Jewish Committee on Interreligious Consultations. Auffallend sprach er seine Gäste dabei mit “liebe ältere Brüder'” an. Eine Formulierung, die Benedikt XVI. zuletzt bewusst vermieden hatte.
Auffallend war bei aller Kontinuität zu seinem Vorgänger, dass Franziskus die Juden als “ältere Brüder” bezeichnete. Diesen Begriff hatte Johannes Paul II. (1978-2005) in die vatikanische Terminologie eingeführt – auch wenn er auf den polnischen Nationaldichter Adam Mickiewicz zurückgeht. Dem Theologe Benedikt XVI. gefiel die Bezeichnung freilich nicht so sehr, weil ihm das Bild nicht ganz korrekt schien. Er sprach lieber von “Vätern im Glauben”, ein Terminus, der zweifellos noch genauer die zeitliche und kausale Bezogenheit der beiden Religionen betonte.

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