Schlagwort-Archive: Benedikt XVI.

“Homo-Angriff auf Papsteintrag bei Wikipedia”

Bild: Katholisches Magazin

Wenn Bilder lügen: Papst Franziskus mit Diktator Videla

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Die verschiedenen Gruppen, Lager, Gemeinschaften, Länder und Orden beobachten mit größter Aufmerksamkeit die ersten Schritte, Gesten und Aussagen des neuen Papstes. Eine Beobachtungshaltung, die geteilt ist zwischen Freude und Sorge. Freude, Signale zu entdecken, die mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmen, Sorge, daß das Gegenteil der Fall ist. Man trifft Jesuiten, die zufrieden auf den ersten Mitbruder auf dem Stuhl Petri blicken und solche, die mürrisch abwinken, wenn man ihnen dazu gratulieren will. Das Pontifikat hat aber erst begonnen. Es ist zu früh, wirkliche Schlußfolgerungen zu ziehen. Das Petrusamt hat eine eigene Dynamik, sein Inhaber wird sich selbst dessen Last und unendlicher Gnade erst langsam bewußt.

Radikale Linke: Antiklerikaler Kampf geht auch gegen Papst Franziskus weiter

Die radikale Linke war sich hingegen in ihrem Urteil sofort sicher und zögerte keinen Augenblick, ihren antiklerikalen Kampf auch gegen Papst Franziskus fortzusetzen. Immer mit den gleichen Parolen, immer mit den gleichen Methoden. Gegen Pius XII. wurde die Nazi-Keule geschwungen, die Ostblock-Geheimdienste und die sowjetische Propagandamaschinerie versuchten Johannes Paul II. zu diskreditieren, gegen Benedikt XVI. wurde wieder die Nazikeule gefuchtelt, indem manipulativ präsentierte Fotos in Umlauf gebracht wurden, die eine Nähe zum Nationalsozialismus nahelegen sollten. Eine Nähe, die es in der katholischen Familie Ratzinger nie gegeben hat.

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Herr Lehmann: Vatileaks-Affäre und die vatikanische Schweigemauer

Karl Kardinal Lehmann (2001)Bild: wikipedia/Bistum Mainz

Mainzer Kardinal beklagt in “Focus”-Interview vatikanische Schweigemauer: “Wir stellen Fragen, aber niemand beantwortet sie”

kathweb

Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann erwartet sich unter dem neuen Papst eine Aufarbeitung der Vatileaks-Affäre. In einem Interview des in München erscheinenden Nachrichten-Magazins “Focus” (Samstag) sagte Lehmann, die zum Konklave versammelten Kardinäle hätten hierüber auf Nachfrage nichts Neues erfahren. “Dabei hatte man den Eindruck, wir stellen Fragen, aber niemand beantwortet sie”, so der Kardinal. Benedikt XVI. habe das Geheimdossier über den Skandal um den Diebstahl von vertraulichen Papieren aus seinem Arbeitszimmer nur seinem Nachfolger vorbehalten.

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F1 der Ratzinger-Klon

Aus Ratzingers Retorte: Benedikt XVI. und sein Nachfolger Kardinal Jorge Mario Bergoglio, damals noch Erzbischof von Buenos Aires (Vatikan, 13.1.2007) Foto: AP Photo/L’Osservatore Romano

Nach Benedikt XVI. wurde nun erstmals ein Mann aus Lateinamerika zum Papst gewählt. Ändern wird sich dadurch im Vatikan nichts

Von Uta Ranke-HeinemannjW

Als im Jahr 2005 Ratzinger zum Papst gewählt wurde, hatte ich große Hoffnungen, daß er es fertigbringen könnte, die zweitausendjährige Geschichte der Kirche, geprägt von Unterdrückung, Kriegen, Frauenfeindlichkeit, Sexualfeindlichkeit, Homosexuellenfeindlichkeit, zu überwinden.

Ich kannte Ratzinger von unserer gemeinsamen Studienzeit in München 1953/1954 und hatte ihn als sanften, bescheidenen, sympathischen jungen Mann in Erinnerung. Ratzinger fiel mir damals auf als sehr intelligent. Er war der Star unter den Studenten. Und ich sehe uns noch, wie wir beide einsam in einem der großen Hörsäle nebeneinander sitzen und die Thesen unserer Doktorarbeiten ins Lateinische übersetzen. Eine gegenseitige Achtung war seitdem verblieben. Da ich mich mit 17 Jahren auf der Schulbank des Essener Burggymnasiums mit meinem Klassenkameraden Edmund Ranke verlobt hatte, hatte ich unter den Studenten einen gesucht, der für mich als Verlobte in Frage kam und mir nicht plötzlich einen Kuß auf die Backe drückt, wenn wir stundenlang mutterseelenallein abends in einem der großen, leeren Hörsäle sitzen und übersetzen. Er hatte schon immer die Aura eines Kardinals, hoch intelligent bei Abwesenheit jeglicher Erotik. Und über 50 Jahre habe ich geglaubt, daß er unter Johannes Paul litt.

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Konklave der Angst?

Coelestin V., als Papst am 13. Dezember 1294 zurückgetreten – vielleicht nicht ohne Zutun seines Nachfolgers, des berüchtigten Bonifaz VIII. Bild: Marie-Lan Nguyen/gemeinfrei

Viele Medien verbreiten vor der Papstwahl aberwitzige Personalkarusselle. Sinnvoller wäre es, zum Amtsverzicht von Benedikt XVI. und zum Chaos der Römischen Kirche unbequeme Fragen zu stellen

Von Peter BürgerTELEPOLIS

Die berühmten Bischöfe aus den ersten Jahrhunderten der Kirche, auch die Bischöfe von Rom, wurden von den Gläubigen gewählt. Bis heute ist bei jeder Weihe eines Priesters zwingend die Frage vorgeschrieben, ob denn auch das Volk befragt worden sei. Indessen wird das Volk in der lateinischen Kirche nie befragt, so dass schon die Klerikerweihe mit einer Lüge beginnt. Alle Kandidaten für Bischofsstühle, auch für den von Rom, gehen somit in nachapostolischer Betrachtung aus einer illegalen Hierarchie-Bildung hervor. Das gilt wohlgemerkt in theologischer, nicht in demokratietheoretischer Hinsicht. Am wenigsten haben die Getauften und Ortskirchen auf dem ganzen Globus Einfluss auf die Ernennung von Kardinälen, denen vor neun Jahrhunderten das anmaßende, alleinige Privileg der Papstwahl willkürlich verliehen worden ist. Das Verfahren der ägyptischen Kopten, im letzten Papstwahlgang ein blind gezogenes Los entscheiden zu lassen, kann geradezu biblisch genannt werden im Vergleich mit dem ganz und gar unbiblischen Prozedere des Konklaves der Kirche von Rom. Das sollte man beim kommenden Schauspiel im Vatikan nicht vergessen.

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“Vatileaks”: Kardinäle setzen es auf ihre Agenda

Bild: vatileaks.com

Für den ehemaligen Papst schien das Thema abgeschlossen, doch jetzt setzen die Kardinäle es auf die Agenda.

Deutschlandradio Kultur

Bis zur Wahl eines neuen Papstes wollen die Kardinäle mehr zur “Vatileaks”-Affäre wissen. Laut Medienberichten erklärte ein französischer Kardinal, man wolle erfahren, was im Vatikan passiert, der in den letzten Jahren immer wieder erschüttert worden ist. Auch Kardinäle aus Südafrika und den USA fordern Aufklärung vor der Papstwahl. Wenn sie eine gute Entscheidung treffen wollten, müsse man über die Weitergabe von Dokumenten an die Medien mehr Informationen haben.

Deschner und Ratzinger: “Wir sind müde”

Besucher auf dem Petersplatz im Vatikan beim letzten Angelus-Gebet. Der Papst gibt sein Amt, Karlheinz Deschner sein Opus magnum ab. Bild: dpa

Hat Gott Humor? Papst Benedikt XVI. gibt sein Amt auf. Und Karlheinz Deschner, der schärfste Kritiker des Christentums, schließt sein Opus magnum ab.

Von Alexander Wallasch – taz

„Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben.“

So sprach’s Benedikt XVI., der „emeritierte Bischof von Rom“, wie sein Titel dann ab dem 28. Februar 2013, 20 Uhr, lauten wird.

Ein Burn-out? Auf jeden Fall kein Einzelschicksal. Denn andere ermüden im hohen Alter ebenfalls am übergroß abgesteckten Lebenswerk.

Radikaler Kirchenkritiker

Karlheinz Deschner (geb. 1924) ist so ein Benedikt-XVI.-Leidensgenosse. Und obendrein wird der von „allen Kirchenkritikern unseres Jahrhunderts belesenste, radikalste und leidenschaftlichste“ (SZ) zum unfreiwilligen Anwalt eines humorvollen Gottes:

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Ratzinger widersprechen hieß den Job riskieren

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Der Apostel Petrus versuchte, übers Wasser zu gehen. Das gelang nicht, weil auch der Glaube die Gesetze der Natur nicht außer Kraft setzen kann. Eine Wahrheit, die Benedikt XVI. zuweilen vergaß.

Von Alan PosenerDIE WELT

Den Apostel Petrus muss man auch deshalb mögen, weil er neben seinen vielen anderen Vorzügen, allen voran die Demut, als inoffizieller Schutzheiliger der Wissenschaftler gelten muss. Eines Nachts nämlich stellte der Fischer auf dem See Genezareth einen Versuch an: Würde es ihm möglich sein, allein vom Glauben getragen, übers Wasser zu gehen? Bekanntlich ging er unter. Und hatte damit bewiesen, dass der Glaube die Gesetze der Natur nicht außer Kraft setzt.

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Papstrücktritt – mehr ist nicht zu sagen

B16 und der Bethlehem-Stern: Der Kosmos spricht über Christus

Komet Hale-Bopp am Abend des 8.April 1997, Bildautor: Bernhard Kindermann

Benedikt XVI. beschäftigt sich im dritten Jesus-Buch mit astronomischer Forschung zum Weihnachtsstern – Himmelserscheinung ist eine “Absage an die Astrologie”

kath.net

Im seinem dritten Jesus-Band zu den Kindheitserzählungen beschäftigt sich Papst Benedikt XVI. unter anderem mit dem Stern von Bethlehem – auch aus wissenschaftlicher Sicht. Die im Matthäusevangelium erwähnte Himmelserscheinung, die die “Sterndeuter aus dem Osten” zur Krippe führte, kann auch astronomisch erklärt werden, legt der Heilige Vater dar und fügt auch seine theologische Deutung hinzu: “Der Kosmos spricht von Christus”, so das Resümee des Papstes.

Während frühe kirchliche Überlieferungen und Hymnen den Weihnachtsstern bloß bildhaft beschrieben – nämlich als etwas “Wunderbares”, das “die Sonne an Schönheit und Leuchtkraft” übertrifft – so habe die moderne Astronomie die Frage nach dem Stern neu gestellt, stellt der Papst fest.

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Vom völkischen Größenwahn des Katholizismus

Vorige Woche im Vatikan. Der Papst ernennt 6 Kardinäle und nutzt die Gelegenheit, in Arroganz und Impertinez kaum zu übertreffender Art, den weltumspannenden Anspruch der katholischen Kirche zu betonen.

B16:

[...] Die Kirche sei “katholisch”, weil sich die christliche Botschaft an allen Menschen richte, [...]Zwar habe sich Jesu Mission zu Lebzeiten auf das jüdische Volk beschränkt. Von Anfang an sei sie jedoch darauf ausgerichtet gewesen, “allen Völkern das Licht des Evangeliums zu bringen”.

Die katholische Kirche sei im Auftrag Jesu verpflichtet jede ethnische, nationale und religiöse Spaltung zu überwinden. Tränen in den Augen knien die Katholen darnieder. Der Pappa gibt ihnen Größe zurück, verbal. Nach den Schlüpfrigkeiten unter priesterlicher Soutane, vor allem gegen Kinder, endlich wieder eine Frohbotschaft. Es kann nur eine Kirche Christi geben, natürlich die katholische. Ihre Universalität gründe letztlich auf der Universalität des “einzigen göttlichen Heilsplans für die Welt”.

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Der Papst in heilig-geistiger Umnachtung

Papst kritisiert Gleichgültigkeit gegenüber Gott
Warnung vor “praktischem Atheismus”

domradio.de

Papst Benedikt XVI. warnt vor einer wachsenden Gleichgültigkeit gegenüber Gott. Die größte Gefahr für den Glauben komme heute nicht mehr durch den klassischen Atheismus, sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Mittwoch während der Generalaudienz im Vatikan.

Beunruhigender seien heute vielmehr Tendenzen, die das Streben nach absoluter Wahrheit als belanglos für das tägliche Leben erklärten. Der Papst sprach von einem “praktischen Atheismus”, der letztlich “noch zerstörerischer” als die theoretische Bestreitung der Existenz Gottes in früheren Jahrhunderten sei.

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Titanic: Ratzingers treue Provokateure

Das August-Cover der “Titanic”

Die Satirezeitschrift “Titanic” wehrt sich auf ihre Weise gegen das Verbot eines Papst-Titels: Sie zeigt eine neue Fotomontage von Benedikt XVI. mit beflecktem Gewand.

Süddeutsche.de

Das Satiremagazin Titanic hat im Streit mit dem Vatikan um ein Verbot eines Papst-Titelbildes nachgelegt: Die Zeitschrift zeigt Benedikt XVI. im August erneut auf dem Titel – dieses Mal mit bunten Kussmündern und Handabdrücken auf dem weißen Gewand sowie roter Farbe an den Händen. Die Überschrift dazu lautet “kein Grund zu klagen”.

“Eigentlich müssten wir ihn damit versöhnt haben”, sagte Chefredakteur Leo Fischer.

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Der Papst in Pipi-Kacka-Land

Man kann ihn auch von hinten sehen: Benedikt XVI.
Foto: Johannes Simon

Benedikt XVI. läßt Titanic verklagen. Ist das komisch

Von Wiglaf Droste - jW

»Anwaltsbüro«, samtet Gabi Rittigs Stimme ins Telefon, dann spricht jemand am anderen Ende der Verbindung, und Frau Rittig antwortet: Ja, der Papst habe juristische Schritte gegen die Titanic unternommen, ja, sie vertrete das Satiremagazin juristisch, und sie erklärt dem Anrufer freundlich und unaufgeregt, nein, Titanic habe nicht behauptet, der Papst sei inkontinent.

Das Telefon klingelt nahezu pausenlos am Mittwoch im Frankfurter Büro der Rechtsanwältin Gabriele Rittig, zu deren bevorzugten Klienten auch die Titanic gehört: Frau Rittig ist die Hausjustitiarin des Blattes, also quasi consigliere. Mit jedem Anrufer spricht sie klar und geduldig, der Hessische Rundfunk bekommt ein paar Sätze fürs Fernsehn, dann klingelt wieder das Telefon, und die Journalisten wollen alle, alle nur das eine und gleiche: Papstklage, Papstklage, Papstklage. Nicht wenige von ihnen werden sich am nächsten Tag darüber mokieren, wie man eine so geschmacklose Angelegenheit so aufblasen und so »hoch hängen« könne und was das denn bitte mit »Pressefreiheit« zu tun habe, hinter der eine angebliche Satire sich verstecke.

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Piraten im Vatikan – oder die Hoffnung stirbt zuletzt

Bild: vatileaks.com

Das vermeintliche Enthüllungsbuch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi ist ein Machwerk, um dem Papst und der Aura seiner Macht zu schaden. Aber es wird nicht gelingen

Von Paul BaddeWELT ONLINE

Liebe Brüder und Schwestern!” waren die ersten Worte Benedikt XVI. am Nachmittag des 19. April 2005. “Nach dem großen Papst Johannes Paul II. haben die Herren Kardinäle mich gewählt, einen einfachen, bescheidenen Arbeiter im Weinberg des Herrn.” Nieselregen ging über dem Petersplatz nieder. Immer wieder breitete der neue Papst auf der Loggia des Petersdoms die Arme aus über den vielen Zehntausenden unter ihm, die ihm und seinem Pontifikat entgegenjubelten. Dachte er Montagfrüh vielleicht an diesen Augenblick zurück?

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Dem Papst fehlt

Bild: WAZ

Dass Benedikt XVI. kein Händchen hat fürs Personal, das weiß man aus seinen Zeiten als Uni-Professor. Dass es unklug war, Tarcisio Bertone zum Kardinalstaatssekretär, zum Spitzenmann der Kurie zu befördern, auch daran besteht kein Zweifel.

Von Paul KreinerWAZ

Bertone mag Ratzinger als Theologe in der Glaubenskongregation, als „Mann fürs Grobe“, viel geholfen haben, ihm fehlen aber die Manager-Fähigkeiten zum Führen eines Behördenapparats und jegliches politisches Gespür. Das wirkt sich als Lücke in der Kirchenleitung umso gravierender aus, als auch Benedikt XVI. mit politischem Gespür nicht eben gesegnet ist.

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Stoiber: Kirche soll mehr missionieren

Der Privatsekretär des Papstes, Georg Gänswein (r.), mit Bayerns ehemaligem Ministerpräsidenten Edmund Stoiber .Bild: dpa

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber mahnt zu einem selbstbewussten Vertreten des christlichen Glaubens in Deutschland. Im Gespräch mit FOCUS Online wünscht sich Stoiber zudem mehr Missionierung durch die Kirche in unserer Gesellschaft.

Von Martina FietzFOCUS ONLINE

FOCUS Online: Sie erinnern sich in Ihrem Beitrag für das Buch „Prominente über den Papst“ daran, dass Sie in Ihrer Eigenschaft als bayerischer Ministerpräsident Benedikt XVI. 2006 bei seinem Heimatbesuch auf dem Flughafen in München begrüßt haben. Was ist Ihnen damals durch den Kopf gegangen?

Edmund Stoiber: Das war für mich ein sehr bewegendes Ereignis. Ich kenne Josef Ratzinger seit 1969. Ich bin ihm in seinen verschiedenen Positionen begegnet – als Professor, als Erzbischof von München und Freising, als Vorsitzender der Glaubenskongregation und als Papst. Wenn dieser weltumspannende und polyglotte Mann seine Heimat besucht, die er so sehr liebt, keine offizielle Deutschland-Visite abstattet, sondern explizit einen Besuch zu Hause, dann ist das ein hoch emotionales Ereignis…

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Vatileaks: Kardinalskommission soll aufklären

Bild: vatileaks.com

Benedikt XVI. hat drei Kardinäle beauftragt, Licht in die Angelegenheit zu bringen: den früheren vatikanischen ‘Justizminister’ Julian Herranz, den ehemaligen Präfekten der Missionskongregation Jozef Tomko und den emeritierten Bischof von Palermo

kath.net

Eine neue Kardinalskommission soll klären, wie vatikanische Geheimdokumente an die Medien gespielt und dort veröffentlicht werden konnten. Benedikt XVI. habe drei pensionierte Kardinäle beauftragt, Untersuchungen in alle Richtungen einzuleiten und Licht in die Angelegenheit zu bringen, heißt es in einem Vatikankommunique vom Mittwoch.

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Etwas Küng zum Sonntag

Hans Küng, Bild: dpa

Der Theologe und Kirchenkritiker Hans Küng über Trost durch Glauben, die Freude, fremde Galaxien zu betrachten, und die Freiheit, das Ende des Leben selbst zu bestimmen. Ein Ostergespräch.

Berliner Zeitung

Vor zwei Tagen wurde Hans Küng 84 Jahre alt. Seit den Sechzigerjahren ist der katholische Theologe, der immer wieder im Clinch liegt mit der römischen Amtskirche, mit seinen theologischen Büchern ein Bestsellerautor. Benedikt XVI. kennt er seit einem halben Jahrhundert. Die zwei Bände über Jesus von Nazareth, die der Papst 2008 und 2011 vorlegte, mögen Hans Küng zum Widerspruch gereizt und ihn zu seinem neuesten Buch „Jesus“ animiert haben.

Wir treffen Hans Küng am Tag des Frühlingsanfangs in seinem Haus in Tübingen. Es ist warm, kurz nach drei Uhr am Nachmittag. Hinter ihm steht die Bücherwand mit den grünen Bänden der Bibliothek der Kirchenväter und den weißen Rücken der 36-bändigen Serie „Religionen der Menschheit“. Vor ihm liegt ein prächtiger spanischer Bildband mit den Weltraum-Fotos des Hubble-Teleskops.

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Twitter und @BenedictusPPXVI

Benedikt XVI. bekommt sein eigenes Twitter-Konto, auf dem er seine wichtigsten Ansprachen veröffentlichen wird. @BenedictusPPXVI lautet das Konto, das im Vatikan für den Papst eingerichtet wird, sagte Erzbischof Claudio Maria Celli.

Salzburger Nachrichten

Celli erläuterte, dass der Papst künftig seine Ansprachen beim sonntäglichen Angelus-Gebet auf Twitter veröffentlichen wird. Schon am Mittwoch hatte das Twitter-Konto @Pope2YouVatican die Mitteilungen des Papstes zum Aschermittwoch in 40 Tweets verschickt. Der Papst hatte bereits am 28. Juni 2011 sei erstes “Tweet” anlässlich des Starts des Nachrichtenportals News.va verschickt. Auf News.va werden Nachrichten aus den zahlreichen Presseorganen des Vatikan im Internet zusammengeführt.

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