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Baptisten-Lümmel Jody Hice: Weniger Waffen in den USA wären verheerend

Jody Hice, Bild: wonkette.com

Jody Hice, Bild: wonkette.com

Christian Gonder sprach mit dem populären Baptisten-Prediger Dr. Jody Hice: mehr Sicherheit durch weniger Waffen?

Kreis Anzeiger

Der schmale Mann mit der sanften Stimme sieht aus wie der typische Ostküsten-Eierkopf aus einem Woody-Allen-Film. Lässig schlendert er durch den Gemeindesaal seiner Baptistenkirche, begrüßt Brüder und Schwestern und verschwindet anschließend im Königreichssaal. Dr. Jody Hice, 52, ist ein amerikaweit bekannter Pfarrer, Schriftsteller sowie Radio- und Fernsehmoderator. Als Kandidat der Republikaner kandidierte er 2010 für ein politisches Mandat in Washington – scheiterte aber knapp. Vor allem in den Südstaaten, im sogenannten „Bible Belt“, wo die Baptisten ihren Schwerpunkt haben, gilt Hice als feste Größe. Christian Gonder sprach mit ihm über Konsequenzen des Massakers an Kindern in Newtown.

Doktor Hice, wie viele Kinder müssen noch sterben, bevor US-Politiker das liberale Waffengesetz in Amerika verschärfen?

Eine Verschärfung des Waffenrechts hätte verheerende Folgen für die amerikanische Nation, die seit der Verabschiedung der Verfassung 1791 das fundamentale Freiheitsrecht besitzt, Schusswaffen zu tragen. Den Gründungsvätern ging es damals weder ums Jagen noch um das Recht auf Selbstverteidigung. Der zweite Zusatzartikel ist ein Widerstandsrecht, konstituiert in Lockes Gesellschaftsvertrag und absolut notwendig. Nur eine bewaffnete Gesellschaft kann sich gegen eine tyrannische Regierung wehren, die uns unsere Freiheit rauben will.

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Oklahoma: 10 Jahre Kirchgang als Strafe

Bild: huffpo

Seltsame Rechtssprechnung durch einen Bezirksrichter in Oklahoma.

Zwei 16-jährige sind in den Morgenstunden des 04. Dezembers 2011 in einem Pickup unterwegs. Zumindest der Fahrer steht unter Alkohol-oder Drogeneinfluss. Er verliert die Kontrolle über das Fahrzeug und fährt gegen einen Baum. In Folge des Zusammenstosses stirbt sein Freund.

Nun wurde der Fahrer des Autos durch einen Bezirkrichter verurteilt, zu 10 Jahren Kirchgang. Dort soll der Junge durch Gebete lernen seinen Fehler einzusehen, auch wenn das Urteil gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten verstösst. Darüberhinaus soll er seine Schule beenden. Die Eltern und der Anwalt der Opferfamilie stimmten der richterlichen Entscheidung zu.

Ryan Kiesel,Geschäftsführer der ACLU-Niederlassung in Oklahoma stellt dazu fest, dass dieses Urteil eindeutig gegen den ersten Verfassungszusatz verstoße. So wie es Kiesel versteht, hat der Richter schon in vorhergehenden Gerichtverhandlungen kirchliche Aspekte in die Urteile einfließen lassen. Das gänge eindeutig zu weit.

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B. Pitt: Zwischen Atheismus und Agnostizismus

Pitt bei der Deutschland-Premiere von Inglourious Basterds in Berlin (2009), Foto: wikipedia

Dankesreden von Oscar-Gewinnern beginnen meist mit “Oh, mein Gott!” und enden in vielen Fällen auch mit der Bitte an Ihn, uns alle zu segnen.

Von Martina PockSüddeutsche.de

Das ist von Brad Pitt nicht zu erwarten. Wenn der gleich zweimal für die begehrte Trophäe nominierte Schauspieler einen Oscar gewinnen sollte, dann ganz ohne Gottes Hilfe. Denn Pitt “pendelt irgendwo zwischen Agnostik und Atheismus”, wie er dem US-amerikanischen Hollywood Reporter verriet.

Sehr offen spricht Pitt darüber, warum er vor vielen Jahren die Kirche verließ und warum er seine langjährige Partnerin Angelina Jolie noch immer nicht geheiratet hat.

“Ich wurde sehr religiös erzogen, aber ich habe keinen großen Bezug zu Religion”, erklärte Pitt und verweist auf seine Kindheit und Jugend im Bible Belt.

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Gottlose outen sich in München

Michael Wladarsch, Sprecher des Bundes für Geistesfreiheit, diskutiert mit bayerischen Staastminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Wolfgang Heubisch (FDP), über Blasphemie. Foto: Andreas Sturm

Während am kommenden Wochenende rund 100.000 Protestanten zum Evangelischen Kirchentag in Dresden reisen werden, plant der “Bund für Geistesfreiheit” eine Veranstaltung ganz anderer Art: In München lädt die Gruppe am kommenden Sonntag zum “Gottlosentreffen” ein. Die Organisatoren wollen zeigen, dass Konfessionslose auch ein Herz haben.

pro Medienmagazin

“Ein Treffen von Atheisten kann zeigen, dass es viele Menschen gibt, die mit dem religiösen Aberglauben aufgeräumt haben und trotzdem keine kleinen Kinder fressen. Lassen wir die Dogmatiker in ihrem eigenen Saft schmoren und zeigen das fröhlich lachende Gesicht der Ungläubigen.” So fasst der “Bund für Geistesfreiheit” zusammen, worum es beim “Ersten Münchner Gottlosentreffen” am Sonntag, 5. Juni, ab 11 Uhr gehen soll. Laut Sprecher Michael Wladarsch ist es das erste Zusammenkommen seiner Art in Deutschland. Vorbild ist die “Out Campaign” des wohl bekanntesten Atheisten-Aktivisten der Welt: Richard Dawkins. Im Rahmen seiner Kampagne kommen Atheisten zusammen, um sich auszutauschen und öffentlichkeitswirksam aufzutreten. Dawkins machte 2007 Schlagzeilen, als er erklärte, mit seiner Kampagne ausgerechnet im amerikanischen Süden, dem “Bible Belt”, auftreten zu wollen.

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Söhne Mannheims und die Apokalypse

Apokalypse Now? Die Söhne Mannheims veröffentlichen ihr viertes Album 'Barrikaden von Eden'. © Söhne Mannheims

Immer für eine Kontroverse gut: Seit Xavier Naidoo 1998 sein Debütalbum veröffentlichte, ist Deutschland mit seiner Soul-Musik und seinen religiösen Texten vertraut.

Von Eric Leimann - m&c musik

Im Jahr 2000 traten dann die befreundeten und vielköpfigen Söhne Mannheims erstmals auf den Plan, bei denen Keyboarder Michael Herberger eine wichtige Rolle spielt. Seitdem durften sich ‘die Söhne’ über mehrere Nummer-eins-Alben in den deutschen Charts freuen. 2007 komplettierte der gläubige Münsteraner Henning Wehland das vielköpfige Projekt – mit seiner Band H-Blockx war er früher schon mal ein Rockstar.

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