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Streit über Katholikentag 2016 in Leipzig: Teure Toleranz

Bild: gbs Hochschulgruppe Jena

Bild: gbs Hochschulgruppe Jena

Ausgerechnet im armen Leipzig soll 2016 der Deutsche Katholikentag stattfinden – und mit einer Million Euro von der Stadt unterstützt werden. Seit Monaten gibt es deswegen Streit, nun muss der Stadtrat entscheiden.

Von Jeniffer StangeSpON

Plötzlich stand Moses auf dem Leipziger Marktplatz. Nicht der leibhaftige Prophet aus der Bibel, sondern sein übergroßes Ebenbild aus Pappmaché verkündete auf einer nachgebauten Steintafel das 11. Gebot: “Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen.”

Da wussten viele Bürger nicht mal, dass der 100. Deutsche Katholikentag 2016 in Leipzig gefeiert werden soll. Ganz zu schweigen von der Summe, die das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) bei der Stadt für die Organisation des Festes beantragt hat: eine Million Euro.

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Niedersachsen: CDU warnt vor Homosexuellen an Schulen

CDU-Schulexpertin Karin Bertholdes-Sandrock hat Angst um Schüler, die mit Homosexuelle alleine in einem Raum gelassen werden Bild: Wiki Commons / Martin Rulsch / CC-BY-SA-3.0-DECC-BY-SA-4.0

Mit dumpfen Argumenten machen die Christdemokraten Stimmung gegen Aufklärung an Schulen – es wird etwa davor gewarnt, Homosexuelle ohne Aufsicht an Schüler heran zu lassen.

QUEER.DE

In Niedersachsen bringt sich die CDU in Stellung gegen die Pläne der Landesregierung, über sexuelle Vielfalt an Schulen aufzuklären. Rot-Grün hatte einen entsprechenden Antrag (Drucksache 17/1333) bereits im März in den Landtag eingebracht. Damit soll festgelegt werden, dass Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität “an der Schule verbindlich thematisiert werden [muss], um alle Kinder und Jugendlichen bei der Entwicklung ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität zu unterstützen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und Diskriminierung durch Ausgrenzung und Mobbing vorzubeugen”.

Die CDU lehnt dieses Ansinnen kategorisch ab. Zwar unterstütze man das Ziel, “zu Toleranz zu erziehen”, erklärte CDU-Schulexpertin Karin Bertholdes-Sandrock gegenüber der “Nordwest-Zeitung”. “Aber Kinder und Jugendliche dürfen auch nicht überfordert werden”, so die Lehrerin. Es sei falsch, Antworten zu Themen zu geben, “die die Kinder gar nicht beschäftigen”.

Für die Politikerin sind Homosexuelle dabei offenbar gefährliche Personen, die in Gegenwart von Schülern immer beaufsichtigt werden müssten: “Auf keinen Fall”, warnte die 62-jährige Landtagsabgeordnete, “kann es sein, dass beispielsweise Schwule und Lesben in den Klassen allein gegenüber den Kindern auftreten”.

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Die AfD mag „Happy Birthday“ nicht

Frauke Petry, Bild: youtube.com

Die AfD-Vorsitzende im sächsischen Landtag, Frauke Petry, hält es für bedenklich, wenn auf Kindergeburtstagen vor allem das englische Lied „Happy Birthday“ gesungen wird: „Wir treten dafür ein, dass die deutsche Sprache gepflegt wird.“

Frankfurter Allgemeine

Die Vorsitzende der „Alternative für Deutschland“ (AfD) im sächsischen Landtag, Frauke Petry, mag sich nicht damit anfreunden, wenn auf Kindergeburtstagen das Lied „Happy Birthday“ gesungen wird. Die Politikerin, die gerade mit ihrer Partei erstmals in einen Landtag eingezogen ist, sagt in der „Bild am Sonntag“, es störe sie, wenn auf Kindergeburtstagen nicht auch deutsche Lieder gesungen würden. „Wir treten dafür ein, dass die deutsche Sprache gepflegt wird“, sagt Petry der Zeitung. „Mir geht es dabei um Ausgewogenheit.“

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Lausitzer Rundschau erneut von Nazis angegriffen

Bild: Twitter @Rene_Wappler

Bild: Twitter @Rene_Wappler

Spremberg gilt als Hochburg der Neonazi-Szene in Brandenburg. Die hat es auf die Redaktion der Lausitzer Rundschau abgesehen.

Von Alexander FröhlichDER TAGESSPIEGEL

Erneut ist im südbrandenburgischen Spremberg auf die Redaktion der Lausitzer Rundschau in der Nacht zu Freitag ein Anschlag verübt worden. Auf den großen Fensterscheiben sprühten Unbekannte mehrere große Hakenkreuze sowie antisemitische Sprüche wie „Juden“, „kill them“ und „Wir kriegen euch alle“. Auch drei große Werbeaufsteller zur Landtagswahl wurden umgestoßen, ein Plakat der CDU wurde großflächig mit dem Spruch „Judasverein“ und einem Davidstern besprüht. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und des Verdachtes der Volksverhetzung.

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AfD: Calvinistisch, rechtspopulistische Alternative

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) hat es am Sonntag das erste Mal in ein Landesparlament geschafft. Sie kämpft mit dem Vorwurf, rechtspopulistisch zu sein. Ein Gespräch mit der sächsischen Landesvorsitzenden Frauke Petry.

pro Medienmagazin

In einem pro-Interview haben Sie gesagt, dass durch Ihre vielfältigen Aufgaben mit Ehrenamt, Unternehmen und Parteiarbeit wenig Zeit bleibt für Ihre Familie. Wie organisieren Sie sich, wenn nun noch das Landtagsmandat dazukommt?

Es ist klar, dass ich die Tätigkeit als Geschäftsführerin meiner Firma nicht mehr vollständig ausüben kann. Da wird es eine Vertretung geben müssen. Ich werde meine Zeit in der Firma auf einen Tag in der Woche reduzieren müssen, um dem Mandat voll zur Verfügung zu stehen. Das heißt wiederum – und das ist ein positiver Nebeneffekt – dass ich neben den Sitzungswochen und Ausschusssitzungen in Dresden auch Zeit für den Wahlkreis haben werde. Ich erwarte zwar nicht, dass ich sehr viel mehr zu Hause bin, als ich es in den letzten Jahren war, aber doch sehr viel mehr als in den letzten Monaten. Was die politische Tätigkeit angeht, haben wir uns in Sachsen professionalisiert, sodass ich bei weitem nicht mehr so viel alleine mache wie noch vor einem Jahr. Ich messe das immer an Abenden, an denen ich meinen Kindern Gute-Nacht-Geschichten vorlesen kann. Da ist mein Ziel, das zumindest in der Hälfte der Woche tun zu können.

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So wahr mir die Verfassung helfe

Landtag Schleswig-Holstein, Bild: schleswig-holstein.de

Kieler Politiker streiten über Gottesbezug im Gesetz

Von Dieter HanischND

In der schleswig-holsteinischen Landespolitik ist ein heftiger Streit entbrannt, ob in der Landesverfassung, deren Reformierung derzeit ansteht, künftig ein Gottesbezug in der Präambel auftauchen soll oder nicht. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hält sich da an die Meinung der CDU, die das befürwortet. Andere Sozialdemokraten sprechen sich ausdrücklich dagegen aus, desgleichen auch Vertreter der anderen Regierungsparteien, also der Grünen und des Südschleswigschen Wählerverbandes. Sie wissen die FDP und Piraten an ihrer Seite.

Die Auflistung eines gesellschaftsbasierenden Grundwertekanons in der Verfassung ist parteiübergreifend unbestritten. Das haben die Sitzungen eines dazu einberufenen Sonderausschusses ergeben. Lediglich der Hinweis auf Gott löst eine kontroverse Debatte aus – und die scheint das Vorhaben zu blockieren. Denn für die Verabschiedung der reformierten Verfassung im Landtag, die eigentlich noch in diesem Jahr erfolgen soll, wird eine Zwei-Drittel-Mehrheit benötigt, die sich momentan aber keineswegs abzeichnet. Für die Verfassungsänderung müssten mindestens 46 der 69 Mandatsträger stimmen.

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Volker Kauders christlich-völkisches Geburtsrecht

Homo_KauderSo eben im Bundestag, in der Debatte Waffenlieferungen und “humanitäre” Hilfe für die Krissten und Jesiden im Irak.

“Alles tun, damit wir nicht in dieser Region jesidenfrei und christenfrei werden. Denn das sind angestammte Gebiete. Und diese Menschen haben dort ein Geburtsrecht.”

[Volker Kauder, CDU, soeben im Dt. Bundestag]

Linke gegen Lebensschützer

Marsch für das Leben vor dem Kanzleramt: Jedes Jahr organisieren Lebensschützer eine Demonstration, zu der Tausende kommen Foto: Thomas Schneider: AG Welt|flickr | CC-BY-NC-ND 2.0

In einer Anfrage hat sich die Linksfraktion im Deutschen Bundestag über Lebensschützer in Deutschland erkundigt. Offenbar sorgen sich die Politiker über Zulauf der Szene. Anlass ist der diesjährige „Marsch für das Leben“ am 20. September.

pro Medienmagazin

Die Bundesregierung weiß wenig über die Szene der Lebensschützer in Deutschland. Hinweise darauf, dass Abtreibungsgegner Ärzte oder Frauen bedroht oder bedrängt haben, gibt es offenbar nicht. Das zumindest ist das Ergebnis einer kleinen Anfrage der Linksfraktion zum Thema.

Ende Juli befragten die Abgeordneten Cornelia Möhring, Diana Golze und Karin Binder die Bundesregierung offiziell zu deren Wissen über Abtreibungsgegner. Auch die Haltung von Union und SPD zu Schwangerschaftsabbrüchen ist Thema der Drucksache. Die Politiker wollten wissen, wie viele Teilnehmer die Demonstration „Marsch für das Leben“ hat, die jährlich in Berlin stattfindet und von Lebensschützern organisiert wird.

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Der sächsische Biblebelt und die AfD

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Die Wahlen in Sachsen stehen vor der Tür und die Frage lautet nicht, ob die CDU regiert, sondern, wie sie es dabei mit der AfD hält. Denn diese könnte der sächsischen Union eine sichere Wähler_innenbasis entreißen.

Von Göttinger Demokratie-ForschungCicero

Die Beschlusslage scheint eindeutig. Nach der Europawahl ließ Angela Merkel die Union in einer Selbstverpflichtung erklären, man werde nicht mit der AfD koalieren, auch nicht in irgendeiner Art und Weise kooperieren. Für die kommenden Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg gilt indes schon wieder die Sprachregelung, dass jeder Landesverband selbst entscheiden möge, mit wem er sondiere, mit wem er Koalitionsgespräche führe und letztlich auch, mit wem er ein Regierungsbündnis für die kommenden Jahre eingehe.

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Pragmatismus: Wer Grün wählt, wird Schwarz bekommen

kretschmann150Winfried Kretschmann geht in die Offensive: Der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg wünscht sich im Interview eine Koalition seiner Partei mit der CDU nach der Wahl in Sachsen – als mögliches Modell für den Bund.

Ein Interview von Florian Gathmann und Severin WeilandSpON

Als er vor drei Jahren Ministerpräsident in Baden-Württemberg wurde, war es eine Sensation – nun peilt Winfried Kretschmann seine Wiederwahl im Frühjahr 2015 an. “Ich habe keine Angst vor der CDU”, sagt der Grünen-Politiker aus dem christdemokratischen Stammland. Bei der Landtagswahl in Sachsen plädiert er für eine Koalition mit den Christdemokraten: “Schwarz-Grün in Sachsen wäre hilfreich, um unsere Optionen auf Bundesebene zu erweitern, keine Frage.”

Die Grünen auf Bundesebene sieht er auf dem richtigen Weg, auch wenn dieser “mühsam” sei. “Wir wollen raus aus dem 10-Prozent-Turm, damit die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl Regierungsoptionen haben” sagt Kretschmann.

Obwohl er zwei große Waffenproduzenten in seinem Bundesland hat, unterstützt Kretschmann die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Gabriel, Rüstungsexporte zu erschweren. “Wir müssen das Schritt für Schritt reduzieren”, so der Grünen-Politiker.

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CDU-Expertin fordert Politiker(Eltern)-Führerschein

Christina Schwarzer (37, evangelisch, ledig, kinderlos) aus Neukölln, Bild: BZ

„Eltern sind das größte Hindernis, wenn es um gleiche Chancen für alle Kinder geht“.

Von Bettina IrionBZ

Frau Schwarzer, Sie fordern einen Elternführerschein. Sollen Menschen erst einen Kurs machen, bevor sie Kinder bekommen?

Nein, darum geht es nicht. Ich möchte, dass wir Eltern unterstützen, die mit der Erziehung ihrer Kinder aus den unterschiedlichsten Gründen überfordert sind.

Wie stellen Sie sich das vor?

Wird zum Beispiel bei der Schuleingangsuntersuchung festgestellt, dass das Kind nicht richtig sprechen kann, dass es ungepflegt ist, große motorische Defizite aufweist, stark über- oder untergewichtig ist, dürfen wir es nicht bei Ermahnungen belassen. Eltern sollten in diesem Fall verpflichtet werden, an Kursen teilzunehmen, in denen sie lernen, wie man sein Kind wäscht, wie man mit ihm spricht, wie man auch ohne viel Geld seine Freizeit gemeinsam verbringen kann oder ein gesundes Essen kocht.

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Franco-Opfer fordern Entschuldigung von Merkel

Das von der Legion Condor zerstörte Gernika. Bild: Deutsches Bundesarchiv (183-H25224). Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Beim Spanien-Besuch wird die Kanzlerin an die Bomben der Legion Condor erinnert, sie soll auch die von der Wehrmacht angerichteten Schäden anerkennen.

Von Ralf StreckTELEPOLIS

Wenn sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag und Montag in Spanien aufhält, wird sie von Opfern der Franco-Diktatur an die “historische Schuld” für die Unterstützung der Putschisten ab 1936 erinnert. Wenn sie mit dem spanischen Ministerpräsident Mariano Rajoy am Sonntag auf dem Jakobsweg in die Pilgerstadt Santiago de Compostela zieht, wird sie mit der Forderung konfrontiert, sich öffentlich bei den Opfer für die Unterstützung der Putschisten durch Nazi-Deutschland entschuldigen. Sie soll zudem den von der Wehrmacht “angerichteten Schaden” anerkennen.

Das geht aus einem Brief hervor, den der Präsident Vereinigung zur Wiedererlangung der historischen Erinnerung (ARMH) der Kanzlerin für die Opfer der Diktatur geschrieben hat. Spanien werde immer an seine Schulden und ihre Rückzahlung an Deutschland erinnert, “doch es existiert auch eine enorme Schuld des Landes, dem Sie vorstehen, gegenüber den Opfern der Franco-Diktatur”, schreibt Emilio Silva der Kanzlerin.

Die ARMH erinnert auch an die “Bomben der Legion Condor, die auf die Zivilbevölkerung spanischer Städte herabregneten und den Beginn eines totalen Kriegs markierten”. Die Unterstützung derer, die unter Francisco Franco die Republik stürzten, sei entscheidend für den Sieg der Putschisten gewesen und habe Spanien über Jahrzehnte eine blutige Diktatur gestürzt. Die Deutschen kämpften in Spanien ohne Hoheitsabzeichen, standen jedoch unter deutschem Oberbefehl. Erinnert wird an Zehntausende, die aus ihren Häusern gezerrt und erschossen wurden und noch immer in Massengräbern verscharrt liegen, an 30.000 geraubten Kinder, an Folter, Vergewaltigungen und die Internierung in Konzentrationslagern.

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Homophobie CDU-MdB: Homos sind Vögel, Heteros sind Fische (oder andersrum)

Marian Wendt, Bild: Deutscher Bundestag/Achim Melde/QUEER.DE

Mit einem hinkenden Vergleich will der Jungspund unter den CDU-Bundestagsabgeordneten zeigen, dass Homosexuelle weniger Rechte verdienen als Heterosexuelle.

QUEER.DE

Die “Welt” hat am Dienstag den 29-jährigen CDU-Politiker Marian Wendt als neuen Konservativen im Bundestag porträtiert. Besonders angetan war Autor Frédéric Schwilden von der Tatsache, dass der ledige Wendt nur heterosexuelle Beziehungen als schutzwürdig ansieht: Er “meint es nicht böse, wenn er die Homo-Ehe ablehnt”, heißt es milde im Teasertext zum Artikel. Der aus dem sächsischen Torgau stammenden Wendt darf in der Hamburger Tageszeitung darstellen, warum er Homosexuelle für nicht gleichbehandlungswürdig hält:

Ein Gleichnis soll seine Position zur Homo-Ehe erklären. Es geht um den natürlichen Gang der Zeugung: “Der Fisch kann nicht fliegen, der Vogel nicht schwimmen. Und auch wenn der Fisch es will, er wird niemals fliegen können”.

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Staatsbürgerschaft: Das dumme Dahergerede der CDU

cdu-csu-fraktion-bundestag-logoDie Union fordert, muslimischen Straftätern die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen. Das ist dummes Dahergerede. Dem Missbrauch wären dann Tür und Tor geöffnet.

Von Heribert PrantlSüddeutsche.de

Die Staatsangehörigkeit ist keine süße Belohnung für gute Lebensführung. Sie ist da und bleibt da; und zwar auch dann, wenn der Staat seinen Bürger lieber ganz anders hätte: nicht so blöd, nicht so querulatorisch, nicht so krank, nicht so verbrecherisch. Staatsangehörige sind alle: die ganz guten und ganz schlechten Menschen und natürlich die vielen dazwischen. Staatsangehörige sind auch diejenigen, die sich gar nicht als Bürger betrachten wollen, weil ihnen dieser Staat nicht passt.

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Haseloff: Diskussionen über Zuschüsse zu Kirchentagen sind legitim

Bild: tilly

Bild: tilly

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) spricht sich für eine Debatte über die staatliche Mitfinanzierung von Kirchentagen aus.

evangelisch.de

“Sicherlich sollte die Finanzierungsstruktur der Kirchentage, so wie sie in den vergangenen 60 Jahren erfolgt ist, diskutiert werden”, sagte Haseloff der “Leipziger Volkszeitung” (Dienstagsausgabe). Dennoch sehe er die Spendenbereitschaft im öffentlichen Bereich und bei Sponsoren gegeben. Hintergrund ist eine aktuelle Debatte über die Beteiligung der Stadt Leipzig am Katholikentag 2016.

Haseloff, der selbst Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist, nannte es legitim, über die staatlichen Zuschüsse zu beraten.

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CDU-Vize: “Wir sollten gewaltbereite Islamisten ausbürgern”

Thomas Strobl, Bild. wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de

Die Islamverbände hätten sich zu wenig von antisemitischen Parolen distanziert, beklagt CDU-Vize Thomas Strobl. Und für fanatische Rückkehrer aus den Kampfgebieten sei in Deutschland kein Platz.

Von Claudia Kade und Karsten KammholzDIE WELT

Die Welt: Herr Strobl, ein prägender Satz des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff wird wieder aktuell: Gehört der Islam für Sie zu Deutschland?

Thomas Strobl: Der Islam gehört insofern zu Deutschland, als dass hier einige Millionen Muslime dauerhaft leben und ihren Glauben praktizieren. Deshalb gibt es hier in diesem Land selbstverständlich auch Moscheen. Aber die Wurzeln Deutschlands liegen ganz klar im Christentum. Deutschland ist ein von der christlich-abendländischen Kultur geprägtes Land.

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Volker Kauder warnt vor ‘christenfreier Zone’ im Irak

Homo_KauderUnions-Fraktionsvorsitzender: Es sei zum Verzweifeln, dass es keinen Aufschrei gegen die Brutalität gebe, mit der die Islamisten in dem Land vorgingen.

kath.net

Der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder (CDU) sieht die Gefahr, dass große Teile des Irak zur «christenfreien Zone» werden könnten. Es sei zum Verzweifeln, dass es keinen Aufschrei gegen die Brutalität gebe, mit der die Islamisten in dem Land vorgingen, sagte Kauder am Donnerstag im Interview mit dem Deutschlandfunk.

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CDU/CSU-Fraktion findet “Menschenvertreibung” in Mossul “abscheulich”

cdu-csu-fraktion-bundestag-logoNach einem Ultimatum der islamistischen Terrortruppe ISIS sind am Wochenende die letzen der dort lebenden Christen aus der nordirakischen Stadt Mossul geflohen. Die Islamisten hatten den Christen, die in ihrer Heimat bleiben und nicht konvertieren wollten, den „Tod durch das Schwert“ angedroht. Ihnen blieben nur Stunden zur Flucht. Die CDU/CSU-Fraktion verurteilt das Vorgehen der ISIS als „abscheuliches Verbrechen“ und „Verstoß gegen das Recht auf Religionsfreiheit“.

CDU/CSU-Bundestagsfraktion

„Mit Entsetzen müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass das ‚Feindbild Christentum‘ im Irak und der gesamten Region des Nahen Ostens so präsent ist wie nie“, erklärte die Vorsitzende der AG Menschenrechte, Erika Steinbach. Sie wies darauf hin, dass die Vertreibung der Christen durch radikal-islamistische Kräfte seit Jahren unvermindert anhalte und mit großer Brutalität fortgesetzt werde. „Die Menschen fliehen, um das bloße Überleben retten zu können.“

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und religionspolitische Sprecher der Fraktion, Franz Josef Jung, rief die Bundesregierung auf, alle ihr zur Verfügung stehenden diplomatischen Wege zu nutzen, um „ein Ende des Terrorregimes zu erwirken, unter dem vor allem Christen, aber auch Muslime leiden“. Er machte auf die Dimension des Verbrechens aufmerksam: In Mossul werde die christliche Kultur in einer der Wiegen des Christentums in Gänze ausgelöscht.

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Bürgerentscheid über Potsdamer Garnisonkirche rückt näher

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Während eine Bürgerinitiative bereits 14.000 Unterschriften gegen den Wiederaufbau der Garnisonskirche gesammelt hat, unterstützt die Politik das Projekt weiterhin. In Potsdam läuft alles auf einen Bürgerentscheid hinaus.

evangelisch.de

In Potsdam zeichnet sich ein Bürgerentscheid über den geplanten Wiederaufbau der Garnisonkirche ab. Die Rathauskooperation von SPD, CDU, Grünen, Potsdamer Demokraten und Freien Wählern habe sich auf eine Ablehnung des erfolgreichen Bürgerbegehrens gegen die Garnisonkirche verständigt, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Pete Heuer dem epd am Dienstag in Potsdam. Am 30. Juli ist eine Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung zum Bürgerbegehren geplant. Wird dabei das Bürgerbegehren abgelehnt, könnte als nächste Stufe ein Bürgerentscheid beantragt werden.

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Eine Kanzlerin, welche solches Morden, mit Millionen von Toten, jahrelang duldet, ist keine gute Kanzlerin

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

Die Vereinigung UNEC (Union der Nationen Europäischer Christen, Sitz in Paris) hat an die Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel zu ihrem 60. Geburtstag folgendes Schreiben versandt.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

  1. Juli 2014

Verehrte Frau Bundeskanzlerin !

Als Sohn des 1. Familienministers Europas unter Konrad Adenauer, Dr. Franz-Josef Wuermeling, und seit 51 Jahren als Auslandsdeutscher sowie seit 25 Jahren als Generalsekretär der UNEC (Union der Nationen Europäischer Christen), erlauben Sie mir, Ihnen zu Ihrem heutigen 60. Geburtstag herzlich zu gratulieren.

Viel Lob, auch seitens der Christen, wurde Ihnen bei dieser Gelegenheit ausgesprochen. Ich möchte eine harte Kritik hinzufügen. Der ununterbrochenen Abtreibungsmörderei in Deutschland muss ein Ende gesetzt werden. Eine Kanzlerin, welche solches Morden, mit Millionen von Toten, jahrelang duldet, ist keine gute Kanzlerin. Sie wird in die Geschichte eingehen als eine von jenen schwachen CDU-Politikern, die der Abtreibung von unschuldigen Kindern nicht hundertprozentig widerstanden haben. Entsinnen Sie sich der Vorwürfe, die man heute (teils unberechtigt) Pius XII macht, weil er nicht lautstark genug gegen die Nazis aufgetreten sei. Dasselbe wird Ihnen geschehen in Bezug auf die millionenfache Abtreibung von gottgeschenkten unschuldigen Kindern unter Ihrer Kanzlerschaft.

Sie sind jung (ich bin 77 Jahre alt), Sie haben noch die Möglichkeit, dem Morden in Deutschland ein Ende zu setzen. Das ist wichtiger als alles andere. Gebe Gott Ihnen die Stärke dazu! Das ist mein Gebet zu Ihrem 60. Geburtstag.

Mit ergebenen Grüssen aus Frankreich, Ihr

Winfried Wuermeling, Generalsekretär