Schlagwort-Archive: CDU

Bürgerentscheid über Potsdamer Garnisonkirche rückt näher

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Während eine Bürgerinitiative bereits 14.000 Unterschriften gegen den Wiederaufbau der Garnisonskirche gesammelt hat, unterstützt die Politik das Projekt weiterhin. In Potsdam läuft alles auf einen Bürgerentscheid hinaus.

evangelisch.de

In Potsdam zeichnet sich ein Bürgerentscheid über den geplanten Wiederaufbau der Garnisonkirche ab. Die Rathauskooperation von SPD, CDU, Grünen, Potsdamer Demokraten und Freien Wählern habe sich auf eine Ablehnung des erfolgreichen Bürgerbegehrens gegen die Garnisonkirche verständigt, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Pete Heuer dem epd am Dienstag in Potsdam. Am 30. Juli ist eine Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung zum Bürgerbegehren geplant. Wird dabei das Bürgerbegehren abgelehnt, könnte als nächste Stufe ein Bürgerentscheid beantragt werden.

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Eine Kanzlerin, welche solches Morden, mit Millionen von Toten, jahrelang duldet, ist keine gute Kanzlerin

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

Die Vereinigung UNEC (Union der Nationen Europäischer Christen, Sitz in Paris) hat an die Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel zu ihrem 60. Geburtstag folgendes Schreiben versandt.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

  1. Juli 2014

Verehrte Frau Bundeskanzlerin !

Als Sohn des 1. Familienministers Europas unter Konrad Adenauer, Dr. Franz-Josef Wuermeling, und seit 51 Jahren als Auslandsdeutscher sowie seit 25 Jahren als Generalsekretär der UNEC (Union der Nationen Europäischer Christen), erlauben Sie mir, Ihnen zu Ihrem heutigen 60. Geburtstag herzlich zu gratulieren.

Viel Lob, auch seitens der Christen, wurde Ihnen bei dieser Gelegenheit ausgesprochen. Ich möchte eine harte Kritik hinzufügen. Der ununterbrochenen Abtreibungsmörderei in Deutschland muss ein Ende gesetzt werden. Eine Kanzlerin, welche solches Morden, mit Millionen von Toten, jahrelang duldet, ist keine gute Kanzlerin. Sie wird in die Geschichte eingehen als eine von jenen schwachen CDU-Politikern, die der Abtreibung von unschuldigen Kindern nicht hundertprozentig widerstanden haben. Entsinnen Sie sich der Vorwürfe, die man heute (teils unberechtigt) Pius XII macht, weil er nicht lautstark genug gegen die Nazis aufgetreten sei. Dasselbe wird Ihnen geschehen in Bezug auf die millionenfache Abtreibung von gottgeschenkten unschuldigen Kindern unter Ihrer Kanzlerschaft.

Sie sind jung (ich bin 77 Jahre alt), Sie haben noch die Möglichkeit, dem Morden in Deutschland ein Ende zu setzen. Das ist wichtiger als alles andere. Gebe Gott Ihnen die Stärke dazu! Das ist mein Gebet zu Ihrem 60. Geburtstag.

Mit ergebenen Grüssen aus Frankreich, Ihr

Winfried Wuermeling, Generalsekretär

 

Christliche Vereinnahmung des NS-Widerstandes

Claus Graf von Stauffenberg, Bild: Mal Both/flickr

Religionspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion: Es sei bemerkenswert, dass im Widerstand viele «den Kompass für ihr mutiges Tun und Handeln in den christlichen Werten fanden»

kath.net

Der religionspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung (CDU), hat an die christliche Basis des Widerstands gegen das NS-Regime erinnert. Es sei bemerkenswert, «dass viele von ihnen den Kompass für ihr mutiges Tun und Handeln in den christlichen Werten fanden», sagte Jung am Donnerstag mit Blick auf den 70. Jahrestag des Attentats der Widerstandsgruppe um Claus Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. Gerade in der heutigen Zeit, in der alles Christliche und Kirchliche mit großem Misstrauen beäugt werde, sollte diese Haltung zum Nachdenken anregen. Das christliche Wertefundament sei weiterhin der Grundpfeiler des Zusammenlebens und bilde die Basis der Verfassung.

KAS kritisiert ewiggestrige Familienpolitik der CDU

Laut der KAS-Studie gelten für 82 Prozent der Befragten alleinerziehende Mütter als Familie Foto: johnhope14 / flickr | CC-BY 2.0

Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) kritisiert in einer Studie die Familienpolitik der CDU. Sie fordert eine Neuausrichtung, die unterschiedliche Lebensmodelle akzeptiere und nicht wie die CDU bestimmte Leitbilder vorgebe.

pro Medienmagazin

Die aktuelle Familienpolitik müsse die Realität stärker abbilden und daher auch mehrere Lebensformen akzeptieren, heißt es in der Studie „Familienleitbilder in Deutschland“, die die CDU-nahe Stiftung am Montag veröffentlicht hat. Sie kommt zwar zu dem Ergebnis, dass ein Ehepaar mit Kind zu 100 Prozent zu den Grundvorstellungen der Familie gehört, aber auch ein unverheiratetes Paar wird von 97 Prozent der Befragten als Familie angesehen.

Laut KAS habe sich das Spektrum von Familienformen inzwischen erweitert: Für rund 88 Prozent der Befragten gelten homosexuelle Paare als Familie. Etwa 85 Prozent zählen Patchwork-Konstellationen zur Kategorie Familie. Auch alleinerziehende Mütter werden von 82 Prozent als Familie anerkannt.

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Bildungsplan: Gegner und Befürworter treffen bei Demo aufeinander

“Ehe und Familie vor” war das Motto der Demonstranten in Stuttgart, … Foto: Leif Piechowski /pro Medienmagazin

Gegner des baden-württembergischen Bildungsplans haben am Samstag in Stuttgart erneut gegen den Gesetzesentwurf der Landesregierung demonstriert, sexuelle Vielfalt in den Lehrplan aufzunehmen. Dabei feierten sie auch die Erfolge der eurokritischen Parteien in Europa.

pro Medienmagazin

Unter dem Motto „Ehe und Familie vor“ versammelten sich am Samstag in Stuttgart Bildungsplangegner zur vierten Demonstration gegen den Gesetzesentwurf der grün-roten Landesregierung. Laut dem Papier sollen Homosexualität und sexuelle Vielfalt in den Lehrplänen aufgegriffen werden. Bei der Kundgebung trafen Demonstranten und Gegendemonstranten aufeinander. Die bei der sogenannten „Demo für alle“ anwesende Publizistin Birgit Kelle sagte: „Das kann doch nicht angehen, das wir so attackiert werden.“

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Kauder mag freikirchlichen Bibelfundamentalismus

Homo_KauderUnionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) warnt davor, die Freikirchen zu diffamieren. “Evangelikale sind in Deutschland keine Fundamentalisten”, sagte der CDU-Politiker, der der evangelikalen Bewegung nahesteht, dem Hamburger Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”.

evangelisch.de

“Die Stigmatisierung einer ganzen Gruppe von Gläubigen ist nicht richtig. Man darf sie nicht als radikal abstempeln”, unterstrich Kauder. “Die evangelikale Bewegung imponiert mir”, erklärte der Politker. Die Gottesdienste dort seien lebendig und würden von vielen jungen Menschen besucht. Die Freikirchen lebten stark aus der Bibel, das finde viele Anhänger.

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Homosexualität: Wie man in der CDU Rheinland-Pfalz so tickt

Screenshot Volker Beck/FB

Screenshot Volker Beck/FB

Mehr zu dem homophoben Christen.

Union verweigert volle Gleichstellung der Homo-Ehe—ganz christlich

Trauung in einer lutherischen Kirche in Göteborg 2001, als die Homo-Ehe noch nicht erlaubt war. AFP

CDU und CSU verhindern auch weiterhin die vollständige Gleichstellung der Homo-Ehe mit der herkömmlichen Ehe. Die Union zieht sich damit eine Mischung aus Empörung und Spott der anderen Parteien im Bundestag zu.

Von Guido BohsemSüddeutsche.de

Die Homo-Ehe soll mit der herkömmlichen Ehe gleichgestellt werden – wenn die obersten Richter in Karlsruhe in den vergangenen Monaten eines ganz deutlich gemacht haben, dann das. Gleich mehrere Urteile verkündeten sie in der Angelegenheit, und alle hatten den gleichen Tenor. In Berlin jedoch tun sich vor allem CDU und CSU sehr schwer damit, dem Willen des Verfassungsgerichtes zu folgen. So dass gleich mehrere Anläufe nötig waren, um auch wirklich alle Regelungen zu ändern, die gleichgeschlechtliche Lebenspartner benachteiligen.

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Bullshistic: Merkel in Sorge um christliche Prägung Europas

Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fürchtet einen Verlust der christlichen Prägung Europas.

kath.net

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fürchtet einen Verlust der christlichen Prägung Europas. Man müsse «sich schon ein bisschen Sorgen machen», ob Europa noch «christlich in umfassendem Sinne» sei, sagte sie am Freitag beim Katholikentag in Regensburg. Persönlich wisse sie nicht, wie sehr das Christentum Europa in hundert Jahren noch prägen werde.

Die Kanzlerin verwies auf das Wort des Verfassungsjuristen Ernst-Wolfgang Böckenförde, eine Gesellschaft lebe von Grundlagen, die sie selbst nicht schaffen könne. Das Christentum sei eben eine dieser Voraussetzungen. «Keine noch so tolle Politik wird das ersetzen können.»

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Protest gegen fundamentalistischen Schweigemarsch im Erzgebirge

Bild: addn.me

Gestern(Montag) protestierten in der erzgebirgischen Kreisstadt Annaberg-Buchholz etwa 50 Menschen gegen einen vom Verband Christdemokraten für das Leben (CDL) angemeldeten Schweigemarsch.

addn.me

Wie schon in den vergangenen fünf Jahren hatten auch gestern erneut mehr als 300 Menschen gegen das Recht auf Abtreibung und jede Form der Sterbehilfe protestiert. Vom bewusst gewählten Startpunkt der Demonstration in Sichtweite des Erzgebirgsklinikums sollte es durch die Innenstadt bis zum Marktplatz der CDU regierten Stadt gehen. Dort sollten unter anderem der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Hartmut Steeb, sowie der Vorsitzende der CDL Sachsen, Joachim Hadlich, sprechen. Doch soweit sollte es nicht kommen. Auf Grund der im Vorfeld angekündigten Gegenproteste wurde die Abschlusskundgebung kurzerhand vor die St. Annenkirche verlegt. Auch in diesem Jahr hatte sich mit der Landtagsabgeordneten Uta Windisch eine Politikerin der CDU an dem Schweigemarsch beteiligt. Anders als in der Vergangenheit (Video) hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende Steffen Flath auf eine Teilnahme verzichtet und sich entschuldigen lassen.

Zu den Protesten gegen den Aufmarsch hatte zuvor die feministische Gruppe “Pro Choice Dresden” aufgerufen. Unter dem Motto: “Mein Körper gehört weder Kirche noch Deutschland – Weg mit §218!” sollte ein Zeichen gegen christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegnerinnen und Abtreibungsgegner gesetzt werden. Der Versuch, den Marsch mit Sprüchen wie “Heidenspaß statt Höllenqual!” oder “Kein Gott! Kein Staat! kein Patriachat!” zu begleiten, wurde durch die anwesende Polizei verhindert.

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AfD: Politische Vergottung

Frauke Petry sieht christliche Werte in der Alternative für Deutschand gut vertreten Foto: Frank Ossenbrink / AfD

Mit sieben Prozent hat es die „Alternative für Deutschland“ (AfD) bei der Europawahl erstmals ins Parlament geschafft. pro hat die evangelische Christin und AfD-Vorsitzende Frauke Petry gefragt, was Deutschland von der jungen Partei erwarten kann.

pro Medienmagazin

Dass Frauke Petry Zeit für die Politik findet, überrascht. Die 38-Jährige ist nicht nur AfD-Gründungsmitglied, sondern auch Unternehmerin, Mutter von vier Kindern und Pfarrersfrau. In ihrem Heimatland Sachsen hat die Partei knapp über zehn Prozent der Stimmen erhalten. Petry hält die Wortwahl des Parteivorsitzenden Bernd Lucke keinesfalls für übertrieben, der die AfD am Wahlabend eine „neue Volkspartei“ genannt hat. Die AfD werde künftig im Europaparlament dafür kämpfen, dass die EU ihre Kompetenzen begrenzen und sparsamer mit Steuergeldern umgehen solle. Auch die ihrer Ansicht nach noch lange nicht überwundene Eurokrise und die hohe Verschuldung der Mitgliedsstaaten beschäftige die Partei. Dabei sei es wichtig, die AfD zwar als Euro-kritisch, nicht aber als Europa-kritisch wahrzunehmen: „Wir wollen, dass Europa ein Erfolgsprojekt bleibt“, sagt Petry und nennt Punkte, an denen Deutschland von der Europäischen Union profitiert, wie offene Grenzen und Märkte. „Aber die Kosten steigen, und niemand in Brüssel sägt gerne den Ast ab, auf dem er sitzt“, erklärt sie. Die AfD sitzt nun auch auf diesem Ast: In Landesparlamente oder in den Bundestag hat es die Partei bisher nicht geschafft.

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Historiker erwartet Abschied vom “C” im Parteinamen der CDU

cdu_tassexcfDie CDU wird sich nach Ansicht des Historikers Paul Nolte langfristig vom “C” im Parteinamen verabschieden.

evangelisch.de

“Eine christliche Rückbindung hat für einen großen Teil der CDU-Wähler keine unmittelbare Bedeutung mehr”, sagte er in einem Interview der “Zeit”-Beilage “Christ & Welt”. Der Traditionsbestand “C” werde noch zwei Jahrzehnte erhalten bleiben. “Abgekürzt fällt das Christliche nicht so auf”, äußerte der in Berlin lehrende Wissenschaftler.

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Union setzt auf Kruzifix-Kampagne

Der Generalsekretär der CDU, Peter Tauber, der Spitzenkandidat der CDU bei der Europawahl, David McAllister, der CSU-Spitzenkandidat Markus Ferber und CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer (von links nach rechts) präsentieren den gemeinsamen Wahlaufruf der Union zur Europawahl.  Bild: wahlaufruf cdu/csu.pdf

Der Generalsekretär der CDU, Peter Tauber, der Spitzenkandidat der CDU bei der Europawahl, David McAllister, der CSU-Spitzenkandidat Markus Ferber und CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer (von links nach rechts) präsentieren den gemeinsamen Wahlaufruf der Union zur Europawahl. Bild: wahlaufruf cdu/csu.pdf

CDU und CSU haben einen gemeinsamen Wahlaufruf verfasst. Bei dessen Vorstellung geht es auch um christliche Werte – dank der Steilvorlage des Sozialisten Schulz.

Von Katharina SchulerZEIT ONLINE

Es geht ums Kreuz an diesem Morgen. Das Kreuz auf bayerischen Berggipfeln und das Kreuz, das die Wähler in einer Woche auf dem Stimmzettel machen sollen. Ein bisschen auch um das Kreuz mit Europa – im übertragenen Sinne.

Die Generalsekretäre von CDU und CSU sind mit ihren jeweiligen Spitzenkandidaten für die Europawahl in die Akademie der Künste in Berlin gekommen, um mit einem gemeinsamen Wahlaufruf in die letzte Wahlkampfwoche zu starten.

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Wahlaufruf CDU/CSU

Norbert Lammert: Auch ein liberaler Staat braucht religiöse Bezüge

Norbert Lammert, Bild. wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-DE

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat die Bedeutung der Religion für den demokratischen Rechtsstaat unterstrichen. Gerade ein liberaler Staat brauche religiöse Bezüge und Begründungen, sagte Lammert am Freitagabend in Würzburg.

Islamische Zeitung

«Ohne Verständnis für die Bedeutung von Religionen gibt es in freien Gesellschaften keinen Halt.» Während Religion von Wahrheiten handele, gehe es bei Politik um Interessen. Beides sei zentral, aber nicht dasselbe. «Wahrheit ist nicht mehrheitsfähig. Interessen sind nicht wahrheitsfähig», erklärte der Bundestagspräsident.

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Neusser CDU zieht Islam-Logo zurück

Nach massiven Protesten wieder aus der Wahlwerbung der Neusser CDU verschwunden: der islamische Halbmond (Bild: blu-news.org)

Nach heftigen Protesten musste die Neusser CDU ihre Wahlwerbung mit dem islamischen Halbmond wieder zurückziehen. Yasar Caliks Ausrede sorgt im Internet für neue Wut.

blu NEWS

Am Ostersonntag wurde bekannt, dass bereits am Gründonnerstag aus dem Wahlkampf-Büro der Neusser CDU Stofftaschen verschenkt wurden, auf denen das für “Christlich” stehende “C” der CDU mit dem islamischen Halbmond versehen wurde (blu-NEWS berichtete). Damit sollte der Kommunal-Wahlkampf des türkischstämmigen Christdemokraten Yasar Calik gegen den ebenfalls türkischstämmigen Hakan Temel von der SPD beworben werden.

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Jesus ist gut für die Polizeikarriere – gut gewendet

Mit seinem Glauben will Bernd Merbitz mehr Menschlichkeit in seinen Dienst einfließen lassen Foto: Marco_Broscheit, flickr | CC-BY 2.0

Von der SED in die CDU, vom Atheisten zum überzeugten Katholiken: Diesen Lebensweg hat Bernd Merbitz, der Polizeipräsident von Leipzig, hinter sich. Die Zeitung Die Welt hat ihn zu seinen Überzeugungen befragt.

pro Medienmagazin

Merbitz sprach erstmals öffentlich über seinen Glauben, als er vor gut 300 Zuhörern für Leipzig als Veranstaltungsort des Katholikentages 2016 werben sollte. In der DDR trotz evangelischer Taufe und katholischer Mutter als Atheist aufgewachsen, fing er nach 1989 an, Fragen zu stellen und wurde neugieriger. Als Christ wäre ihm in der DDR die Karriere im Polizeidienst verwehrt geblieben.

Nach dem Mauerfall wechselte Merbitz auch seine Partei, verließ die SED und trat der CDU bei. Ein besonderes Anliegen ist ihm der Kampf gegen Rechtsextremismus – trotz Drohungen gegen seine Familie, von denen er sich nicht abbringen lassen will. „Ich höre nicht auf“, sagte er im Gespräch mit der Welt.

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Fall Edathy – Bundestag selbst Gegenstand der Untersuchungen ?

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Wurde ein Kindernacktbilderfund von 2004 im Bundestag vertuscht?
Nachdem der Bundestag Ende letzter Woche mit den Stimmen von CDU, CSU, SPD und Grünen eine Geschäftsordnungsänderung verabschiedete, die das Quorum für die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses von faktisch 158 auf 120 Abgeordnete herabsetzt, haben sich Grüne und Linke darauf geeinigt, mit ihren zusammengerechnet 127 Stimmen ein solches Gremium einzuberufen, das mehr Licht in die Affäre Edathy bringen soll.

Aus Union und SPD heißt es, man halte solch einen Untersuchungsausschuss wegen der Innenausschussanhörungen der letzten Monate nicht mehr für notwendig und erwarte sich nichts von ihm, wolle sich aber nicht dem Vorwurf aussetzen, Aufklärungsarbeit durch eine Blockade zu erschweren. Der Innenausschuss hatte zu der Affäre neben dem SPD-Geschäftsführer Thomas Oppermann und dem SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel auch den Bundeskriminalamtschef Jörg Ziercke befragt, der viermal anrücken musste, weil immer neue Ungereimtheiten auftauchten.

Grünen und Linke wollen in dem geplanten Ausschuss deshalb auch die Rolle des Bundeskriminalamts weiter untersuchen und BKA-Mitarbeiter, die bislang gemeinsam mit Ziercke aussagten, noch einmal einzeln und unter “Wahrheitspflicht” anhören. In der Union plant man dagegen, sich vor allem auf das Behörden- und Justizverhalten im rot-grün regierten Niedersachsen zu konzentrieren und zu fragen, wer Edathy eventuell von den bei ihm geplanten Hausdurchsuchungen informiert haben könnte.

Darüber hinaus könnte auch der Bundestag selbst Gegenstand des Untersuchungsausschusses werden: Der Focus berichtet nämlich von einen Angestellten eines IT-Dienstleisters, der 2004 Wartungsarbeiten im Bundestag durchführte und dabei ungefähr 20 Bilder nackter südasiatischer Jungen im Papierkorb von Sebastian Edathys Computer gefunden haben will, die er auf CD sicherte. Als er seinem Vorgesetzten davon erzählte, behauptete der angeblich, er habe die Bundestagsverwaltung über den Fund informiert und der Mitarbeiter solle die CD vernichten und mit niemandem darüber sprechen. Bei der Bundestagsverwaltung und bei der Staatsanwaltschaft Hannover, bei der sich der Mann inzwischen gemeldet haben soll, war für eine Stellungnahme dazu bislang niemand erreichbar.

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80 Festnahmen von Gegendemonstranten – Widerstand gegen Bildungsplangegner

20140405_demofueralle_stuttgart_Bildungsplan_2014-567x410Bildungsplangegner erlebten bei ihrer friedlichen Demo Widerstand
Demonstration gegen den Bildungsplan und Gegendemonstration in Stuttgart – Grußworte der CDU- und FDP-Fraktionsführer des Stuttgarter Landtags – Etwa 80 Festnahmen von Gegendemonstranten – Polizeibericht: Der Widerstand kam aus „dem linken Spektrum“

Nach Angabe des Polizeiberichtes wurden wegen einer Sitzblockade 55 Personen in Gewahrsam genommen. Bereits „im Vorfeld und am Rande der Demonstration sind zehn Personen die mutmaßlich der linken Szene zuzuordnen sind, festgenommen worden. Diese waren in Zusammenhang mit massiven Störungen der letzten Bildungsplan-Versammlung im März als mutmaßliche Täter wiedererkannt worden“, schilderte der Polizeibericht wörtlich. Bei einer weiteren Blockade an anderer Stelle durch ca. 100 Personen versuchte die Polizei auf die Blockierer einzuwirken. Doch „da mehrere Störer dieser Aufforderung nicht nachkamen und teilweise Widerstand leisteten sind zehn von ihnen, die ebenfalls dem linken Spektrum zuzuordnen sind, vorläufig festgenommen und ebenfalls in den Polizeigewahrsam gebracht worden.“

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Fass ohne Boden – Bund will keine Änderung bei Staatsleistungen für Kirchen

413746_4822380_01Die Bundesregierung sieht keine Notwendigkeit, die Staatsleistungen für die Kirchen zu streichen.

 

Man sehe keinen Handlungsbedarf für ein entsprechendes “Grundlagengesetz”, an dem sich die Länder dann orientieren könnten, heißt es in der Antwort auf eine Parlamentarische Anfrage der Linken, die der Zeitung “neues deutschland” (Mittwoch) vorliegt.

“Wenn aufseiten der Länder oder der Kirchen der Wunsch nach Änderung der Staatsleistungen bestehen sollte, ist nach Auffassung der Bundesregierung die jederzeit mögliche, einvernehmliche Lösung auf Länderebene der einfachere und sachgerechtere Weg”, heißt es in der Stellungnahme

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