Schlagwort-Archive: Dämonen

Hollywood weiß, wie Exorzismus geht

Ausschnitt aus dem aktuellen Exorzistenfilm „Erlöse uns von dem Bösen” Foto: Sony Pictures

Horrorfilme haben oft eine seltsam enge Verknüpfung zu biblischen Themen. Dämonen, die schon die Bibel kennt, müssen vertrieben werden – oft mittels Bibelversen; Engel werden angerufen zur Rettung. Der Exorzismus-Film „Erlöse uns von dem Bösen“ des Horror-Meisters Scott Derrickson ist nicht anders. Er greift tief in die Trickkiste und verfehlt seinen gewünschten Effekt nicht.

Von Jörn Schumacherpro Medienmagazin

Der Exorzismus-Film ist ein Filmgenre, das knapp unterhalb des Mainstreams seit Jahrzehnten bunt sprießt. Es gibt genug Menschen, die es genießen, sich im Kinosessel oder auf dem Sofa vor dem Übernatürlichen zu fürchten, das zum Schluss des Films von einem Pater besiegt wird. Dabei bedienen sich die meisten klassischen Horror-Filme der immer gleichen filmischen Tricks. Und doch funktionieren sie immer wieder. Beim Exorzismusfilm stehen fast immer christliche Symbole im Vordergrund, seien es das Weihwasser oder das Kruzifix. Was die Filmtitel angeht, sind wahrscheinlich bereits so gut wie alle Zeilen aus dem Vaterunser schon mindestens einmal verwendet worden. In „Erlöse uns von dem Bösen“, der am Donnerstag in den deutschen Kinos startete, wird sogar fleißig über Glauben, Sünde und Erlösung diskutiert.

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Hölle, Hölle, Hölle: Fast jeden Tag soll in Deutschland ein Exorzismus stattfinden

Live-Mitschnitt eines echten Exorzismus aus dem Jahre 1971

Es gibt immer noch Menschen in Deutschland, die an den Teufel und an Dämonen glauben. Und die davon überzeugt sind, dass man von ihnen besessen sein kann. Der Journalist Marcus Wegner hat sich intensiv mit diesen Menschen und mit dem Phänomen des Exorzismus beschäftigt.

Deutschlandradio Wissen

Eigentlich klingt es eher nach Horrorfilm und Mittelalter: Exorzismus. Dabei ist es sozusagen Alltag in Deutschland. Der Journalist Marcus Wegner sagt, dass fast täglich irgendwo in Deutschland ein Exorzismus stattfindet. Menschen, die glauben, vom Teufel oder von Dämonen besessen zu sein, wenden sich an Priester, Pfarrer oder Geistheiler aus der Esoterik-Szene. Besonders häufig findet man das Phänomen bei evangelikalen Freikirchen.

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Serie „Supernatural”: Zunehmend vergottet

Die Serie „Supernatural”, die seit 2005 erfolgreich läuft, enthält viele Bezüge zum Neuen und Alten Testament, analysierte die österreichische Religionswissenschaftlerin Lisa Kienzl Foto: Giuseppe1999

Die amerikanische Fantasy-Reihe „Supernatural“ enthält zunehmend Elemente aus der Bibel. Das fand die österreichische Religionswissenschaftlerin Lisa Kienzl heraus. Dies zeige, dass es weiter ein starkes Bedürfnis nach mystischen, religiösen und spirituellen Erzählungen in der Gesellschaft gebe, sagt sie.

pro Medienmagazin

In „Supernatural“ kämpfen zwei Männer gegen das Böse, das in Form von Dämonen, mystischen Fabelwesen oder dem Teufel die Welt bedroht. „Figuren und Symbole aus ganz verschiedenen Religionen treten auf, dominant sind jedoch Elemente der jüdisch-christlichen Tradition“, sagte Kienzl gegenüber pro. Die Fantasy-Erfolgsserie läuft seit 2005, in Deutschland ist sie derzeit auf ProSieben MAXX und Sky zu sehen. Die Religionswissenschaftlerin untersuchte die Folgen für ihre Dissertation an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz.

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Vom Eso- in den Gotteswahn

Laura Adams, Bild: jesus.ch

Viele Jahre experimentiert Laura Adams mit Esoterik und Okkultismus. Bis sie Angstzustände bekommt, die sie nicht mehr los wird. Als sie sich an Jesus wendet, wird sie endlich frei.

jesus.ch

Als ich elf Jahre alt war, fing meine Mutter an, sich für übersinnliche Dinge zu interessieren. Sie ging zu Wunderheilern, Kartenlegern und Wahrsagern. Mir war das unheimlich, irgendwie spürte ich, dass das nicht gut war. Doch mit den Jahren wurde das alles ganz normal für mich und ich ging mit meiner Mutter mit. Ich nahm sogar Channeling-Kurse, in denen ich lernte, Kontakt zur übersinnlichen Welt aufzunehmen.

Veränderungen Daheim

Obwohl meine Mutter und ich eigentlich immer ein liebevolles Verhältnis gehabt haben, wurde unsere Beziehung schlechter, als sie anfing, sich mit Esoterik zu beschäftigen. Da war mehr, als die Probleme, die die Pubertät mit sich bringt. Irgendwann sagte mir meine Mutter, dass sie mich Zuhause zwar dulde, aber dass sie mich hasste und wünschte, ich wäre nie geboren. Ich war davon total geschockt und überrumpelt.

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Ist Fantasy-Literatur eine neue Ersatzreligion?

derStandard.at

Fantasy boomt. Engel, Elfen und Dämonen ziehen die Massen an. Doch die Begeisterung für mythische Welten ist für viele mehr als nur ein Hobby. Zum Start des Fantasy-Hörspiels «Pilgrim» spricht Religionswissenschaftler Oliver Krüger über die religiöse Faszination, die vom Fantasy-Genre ausgeht.

Von Deborah SutterSRF

Oliver Krüger, Sie sind Religionswissenschaftler an der Uni Freiburg und haben sich wissenschaftlich mit Fantasy befasst. Können Sie mir erklären, weshalb das Genre derart beliebt ist?

Oliver Krüger: Ja, vielleicht liegt es daran, dass wir die Welt als zu sehr entzaubert wahrnehmen. Es scheint ein grosses Bedürfnis da zu sein nach einer «Remythologisierung» der Welt; wir sehnen uns nach Geschichten mit mythischen Elementen, nach Elementen, die das Leben wieder etwas reicher machen. Die gesamte Welt des mythologischen Erklärens, Geschichten rund um Elfen, Engel und Dämonen sind uns etwas abhandengekommen.

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Comeback: Die Teufel-Gläubigkeit der Christen

Photo Credit: GrandeDuc/Shutterstock.com

Bei Ärzten, Geistlichen und Exorzisten häufen sich die Anfragen Hilfe suchender Menschen. Die meinen, sie seien von einem Dämon oder gar dem Teufel besessen. Das berichtet das Magazin Focus in seiner aktuellen Ausgabe.

pro Medienmagazin

Ärzte, Kirchenleute und Beratungsstellen haben den Eindruck, dass Teufelsaustreibung und Besessenheit für immer mehr Menschen ein reales Problem seien. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter dem Titel „Und erlöse uns von dem Bösen“ in seiner aktuellen Ausgabe. Die Menschen wüßten demnach nicht mehr weiter in einer Welt, in der ihnen das Böse übermächtig erscheine. Daher suchten sie Rat. Unter den Hilfesuchenden fänden sich viele junge Frauen mit Migrationshintergrund aus Osteuropa.

Das Magazin berichtet von dem katholischen Priester des Pallottiner-Ordens Jörg Müller, der alleine aus dem Raum München und Freising hunderte Anfragen von Menschen bekommen habe, die sich nach den Worten Müllers für „dämonisch belastet“ hielten. Der katholische Theologe berichtet von einem Exorzismus, den er selbst beobachtet hat: „Das Augenverdrehen, Schreien, Sprachenwechseln und die tiefe Bassstimme der Frau waren sehr spektakulär, das war ein Grenzfall.“ Offiziell werde der große Exorzismus in Deutschland seit dem Jahr 1976 nicht mehr praktiziert, schreibt der Focus.

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Schisma 2013: Ora et labora

Benedikt von Nursia: “Ora et labora et lege.” Bild: Gerd A.T. Müller/CC-BY-SA-3.0

Die Genese des Kapitalkultes ist eng mit der Geschichte des Christentums verwoben. Kapitalismus als säkularisierte Religion – Teil2

Von Tomasz KoniczTELEPOLIS

Kein Gegensatz scheint krasser als der zwischen Kapitalismus und Christentum. In ihren Repliken auf die Kapitalismuskritik des Papstes, die sein apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium bestimmt, haben die meisten Kapitalismusapologeten gerade diese scheinbaren Abgründe zwischen Kapital und Vatikan betont (siehe Teil 1: Das Schisma von 2013).

Die ungeheure Wachstumsdynamik des Kapitals wird dann gerne der Statik der christlichen, mittelalterlichen Gesellschaften gegenübergestellt. Der christliche Blick auf das Jenseits, die damit einhergehende Selbstbeschränkung und Aufopferung um des ewigen Himmelreichs wegen, stehen der kapitalistischen Orientierung am Diesseits und dem egoistischen Streben nach Glück und Reichtum im Hier und Jetzt entgegen. Jeder könne danach streben, sein ganz persönliches Himmelreich auf Erden zu realisieren, wodurch langfristig die gesamte Gesellschaft profiliere – dies ist das Versprechen, das der Kapitalismus seinen Insassen gibt.

Und nicht zuletzt wird gerne die moderne Rationalität und Effizienz, auf der Wissenschaft und Wirtschaft beruhen, gegen den christlichen “Aberglauben”, gegen die religiöse Irrationalität in Anschlag gebracht. Die dynamische, von einer permanenten wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Umwälzung erfasste kapitalistische Gesellschaft erscheint so als das real existierende Erbe der Periode der bürgerlichen Aufklärung, mit der die Dämonen und die Wahngebilde des finsteren Mittelalters vertrieben sein sollten.

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Exorzismus und Dämonen: Finstere Mächte, mitten unter uns

An Seelsorger und Pastoren gelangen immer wieder Menschen, die sich von finsteren Mächten bedrängt fühlen. SRF/CHRISTA MIRANDA

Dämonenglaube und Teufelsaustreibung – dunkles Mittelalter? Nicht zwingend: Ein Blick auf verschiedene christliche Gemeinschaften zeigt, dass Dämonenglaube und Exorzismus immer noch viele Menschen umtreibt.

Von Christa MirandaSRF

Jeder kennt die Angst vor Schicksalsschlägen, Katastrophen. Gläubigen Menschen hilft da ihr Glaube und für andere tut es manchmal auch der Aberglaube. Ob säkular oder religiös, wir kennen die Gesten und Rituale im Alltag. Und sei es, dass wir um die schwarze Katze und die Zahl 13 einen Bogen machen.

Doch was, wenn die Angst Überhand nimmt? Phänomene von Besessenheit und Austreibungen sind nicht verschwunden, aller Aufklärung zum Trotz. Es gibt stark religiöse Menschen, die sich von finsteren Mächten bedrängt fühlen und Hilfe suchen – nicht nur in der Psychiatrie und bei Ärzten, sondern zunehmend auch bei Seelsorgern, Priestern und Pastoren.

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USA: „Teenage-Exorzistinnen“, krude Theorien, bizarre Rituale

Keine Soap-Opera-Darstellerinnen, auch wenn sie so aussehen, Bild: orf.at

Immer ein Lächeln auf den Lippen, perfekt geföhntes Haar und adrett gekleidet: Brynne Larson sowie Tess und Savannah Scherkenback wirken ganz so, als seien sie einer US-TV-Serie entsprungen. Hört man, was sie sagen, könnte man meinen, Zeuge einer Parodie zu sein. Doch die drei jungen Frauen meinen es ernst: Als „Teenage-Exorzistinnen“ treiben sie Dämonen aus, angeblich.

news ORF.at

Die achtzehnjährige Brynne aus Arizona traf die gleichaltrige Tess und ihre drei Jahre ältere Schwester Savannah vor acht Jahren in einer Karateschule. Alle drei haben den schwarzen Gürtel. Seit mehr als zwei Jahren haben sie mittlerweile ein zweites gemeinsames Hobby: Exorzismus.

Oberexorzist als Vater und „Trainer“

„Trainiert“ wurden und werden sie von Brynne Larsons Vater, Bob Larson. Er ist ehemaliger Fernsehprediger, der wohl bekannteste selbst ernannte Exorzist der USA und Chef seiner eigenen Spiritual Freedom Churches, einer evangelikalen Bewegung. Seit über 30 Jahren führt Larson mittlerweile Exorzierungen durch, 15.000 Dämonen will er schon ausgetrieben haben. Er war in seiner Jugend Musiker in einer Band, nach ein paar Auftritten startete er aber seinen Kreuzzug gegen Satanismus und Okkultes, die er in jeder Form des Rock zu sehen glaubte.

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Exorzist Amorth: Selbst im Vatikan gibt es Anhänger satanischer Sekten

Bild: tz-online.de

Die Kirche muss ihr weitgehendes Schweigen zur Existenz des Teufels und der Hölle beenden. Das fordert der Ehrenpräsident der Internationalen Vereinigung der Exorzisten, Gabriele Amorth.

kath.net

Er ist seit 1986 Exorzist der katholischen Diözese Rom. Vor kurzem erschien im Christiana-Verlag (Kisslegg/Allgäu) ein Interview-Buch über das Leben des
88-Jährigen unter dem Titel „Memoiren eines Exorzisten – Mein Kampf gegen Satan“. Darin vertritt er die Ansicht, dass satanisches Wirken und die Befreiung von dämonischer Besessenheit keine Relikte aus der Vergangenheit seien. Man dürfe sie keineswegs auf die Zeit Jesu beschränken: „Satan ist heute mehr denn je aktiv und versucht die größtmögliche Zahl von Seelen in den ewigen Tod zu treiben.“ Auch heute gelte der Auftrag Jesu Christi, Menschen von Dämonen zu befreien und zu heilen.

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Oberster römischer Exorzist: Papst hat einen Exorzismus vollzogen

Scrshot brightsblog

Scrshot brightsblog

Der betroffene Mann aus Mexiko kam danach zu Amorth und war von vier Dämonen besessen. Besessenheit im Zusammenhang mit mexikanischen Bischöfen und Abtreibungsgesetzgebung

kath.net

Gab es am Pfingstsonntag nach der Hl. Messe einen Exorzismus am Petersplatz oder nicht? Diese Frage beschäftigt derzeit nicht wenige Katholiken und auch Journalisten. Jetzt hat sich dazu auch P. Gabriele Amorth, der oberste Exorzist der Stadt Rom, zu Wort gemeldet und Interpretationen, die meinen, dass dies kein Exorzismus war, klar widersprochen. “Der Papst hat einen Exorzismus vollzogen, wer das bestreitet, der hat es nicht verstanden.”

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Exorzismus boomt

In Polen und Italien boomt der Exorzismus. Auch beim Bistum Trier bitten immer wieder Menschen um Hilfe, weil sie glauben, vom Bösen besessen zu sein. Ein Phänomen, das es keineswegs nur in Horrorfilmen gibt.

Von Katharina Hammermannvolksfreund.de

Das Mädchen ist ans Bett gefesselt. Blutige Male entstellen sein Gesicht und Hass seinen Blick während es den Priester mit obszönen Worten und widernatürlich tiefer Stimme beschimpft. Er bespritzt das Kind mit Weihwasser und vor Schmerzen schreiend windet sich der Dämon, der von dem Mädchen Besitz ergriffen hat. Eine der harmloseren Szenen aus dem Horrorfilm „Der Exorzist“. Bilder, die die Vorstellungen vom Exorzismus zwar prägen, wie keine anderen. Bilder, die aber auch ganz klar ins Reich der Fantasie gehören.

Und so vergisst man leicht, dass das Böse – und dazu zählen auch Dämonen, die in Menschen fahren – Bestandteil des biblischen Weltbildes ist und der Exorzismus ein Ritual, das nach wie vor zur katholischen Praxis zählt. Ja, in einigen Ländern Europas hat er in den vergangenen Jahren einen derart großen Boom erlebt, dass Teufelsaustreibungen dort nun zum kirchlichen Alltagsgeschäft zählen.

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Bibelworte in Blei geritzt – gegen das Böse

Mittelalterliche Beschwörungstäfelchen im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) (Foto: dpa)

Auf Täfelchen geritzte Beschwörungen und Bibelworte waren im Mittelalter als Schutz vor Krankheiten und Dämonen im Umlauf. Archäologen in Halle haben jetzt Texte im großen Umfang entziffert.

Süddeutsche.de

Geheime Beschwörungen und Bibelworte, in Bleitäfelchen geritzt, sollten im Mittelalter vor Dämonen und Krankheiten schützen. Blei galt als magisch heilendes Metall. “Die Stücke wurde als Amulette um den Hals getragen”, sagt Archäologe Arnold Muhl. Zusammen mit seinem Kollegen Mirko Gutjahr hat der Wissenschaftler in monatelanger Kleinarbeit die Texte von acht Beschwörungstäfelchen im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle entziffert. “Es ist die erste große Arbeit zu diesem Thema”, sagt Muhl. Unter dem Titel “Magische Inschriften in Blei” wird die Studie in den kommenden Wochen veröffentlicht.

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Dämonen-Sex macht schwul

Photo Credit: Shutterstock.com

Beim täglichen Lesen der Neuigkeiten aus dem Universum der Götterwelten kommen die krudesten, lächerlichsten Mitteilungen vor. Manche sind so was von schräg, dass man meint sie können nicht von dieser Welt sein. Gottes Zoo ist groß. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Erstaunlich ist es wiederum nicht, welche Sorgen sich die Götterwelt um Sex, Sexualität, Fortpflanzung, Liebe usw. macht. Die zölibateren Opas wollen ja auch mitreden, weil es ihnen Einfluss und Macht sichert.

Die folgende Geschichte wird vom Magazin Charisma angeboten, die natürlich genau wissen, wie Homosexualität entsteht.

Im wissenschaftlichen Konsens zum Thema Homosexualität ist klar, dass diese  eine erbliche, biologische Eigenschaft  ist. Über Wechselwirkungen, Auslöser sind nur Vermutungen bekannt. Noch!

Aber die Welt der Christen ist, wenn es um die Erklärung gewisser Phänomene geht, natürlich nie um eine Antwort verlegen. O.g. Magazin nun hat eine eigene Studie durchgeführt und ist nun in der Lage, dem Rest der Welt, die Enstehung von Homosexualität genauestens zu erläutern.

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Ohne den Tod wäre das Leben ein Horror

Sargträger bei einer Beerdigung: Mitten im Leben vom Tode umfangen zu sein, ist nichts Selbstverständliches mehr – der Gedanke, dass der Mensch sterben muss, wird ausgesperrt dpa

Es ist schwer, sich mit der Willkür des Todes abzufinden. Heutzutage wird er hinter einem Schleier der Diskretion verborgen. Und doch muss sich der Mensch mit der Sterblichkeit versöhnen.

Von Eckhard FuhrDIE WELT

Wir wissen, dass wir sterben müssen. Das macht uns zu Menschen. Im Lichte der Wissenschaft ist nicht viel übrig geblieben von den angeblich prinzipiellen Unterschieden zwischen Mensch und Tier.

Nach der zoologischen Systematik handelt es sich beim Homo sapiens um eine von drei derzeit auf der Erde existierenden Schimpansenarten. Je weiter wir die vielstimmige Schrift der Genetik entschlüsseln, desto fragwürdiger wird die von uns Menschen beanspruchte Sonderstellung in dem, was auch in aufgeklärten Zeiten von vielen trotzig noch “Schöpfung” genannt wird.

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München: Exorzismus auf Teufel komm raus

Exorzismus-Klinik in Fafe, Portugal. Bild: diePresse.com

Offiziell hat die Münchner Erzdiözese keinen Exorzismusbeauftragten, doch ein Ansprechpartner einer geistlichen Gemeinschaft erhält jährlich 300 Anfragen von Menschen, die sich für besessen halten. Sogar einen akuten Fall soll es in München geben: Ein Kampfsportler winde sich wie unter heftigen Schlägen, nun wolle man ihm von der katholischen Kirche helfen lassen.

Von Franziska BrüningSüddeutsche.de

Den Teufel trifft man auf der Bühne im Theater, beim Fasching oder in Filmen wie “The Rite – Das Ritual” mit Anthony Hopkins, der 2011 in den deutschen Kinos lief. Die wenigsten – abgesehen von Satanisten – glauben aber wirklich an ihn. Um so erstaunlicher ist, dass das personifizierte Böse in vielen Religionen, etwa bei Katholiken, orthodoxen Christen oder im Islam noch immer eine Rolle spielt. So wurde sogar Lehrern der privaten evangelischen Lukas-Schule in Laim jüngst vorgeworfen, Schülern mit dem Teufel gedroht zu haben.

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Namibia: Afrikanische Kultur, Klappsmühlen, Dämonen und die Brights

Düne 45, Sossusvlei-Namibia, Bild: dasreiseblog.de

Namibia ist für seine Landschaft berühmt, für die weit offenen Flächen, die spektakulären Dünen und Küstenszenen. Ich möchte einen Vergleich zwischen der geologischen und der intellektuellen Landschaft ziehen.

Von Jochen Becker, Windhoek – Allgemeine Zeitung

Zwei kürzlich gemachte intellektuelle Äußerungen sollen diese typisch namibischen Erscheinungen illustrieren. Seit Wochen folge ich der Diskussion über die Exkommunizierung des Paters Petrus. Dieser katholische Priester hatte sich auf Übersinnliches spezialisiert. Gert Petrus von der Heiligen-Marias-Hilfe-Christengemeinde in Khomasdal glaubte, er sei von Mitgliedern seiner Gemeinde verhext worden. Deshalb entschloss er sich zu Gegenmaßnahmen, die ihm den „nom de guerre“ des „Tokolosche bekämpfenden Priesters“ erwarben.

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Piusbruderschaft weiht angehende Priester zu Exorzisten

Geistliche der Piusbruderschaft weihen neue Priester. Foto dpa

Die Weihe zum Exorzisten gehört für die umstrittene Piusbruderschaft zur Vorbereitung aufs Priesteramt. Sechs Studenten wurden nun in das Ritual eingeführt. In der katholischen Kirche ist das „Austreiben des Bösen“ in heikles Thema.

FOCUS

Die Weihe zum Exorzisten bemächtigt die Studenten nicht, diesen auch ausüben zu dürfen. „Dafür müssen sie zunächst zum Priester geweiht werden und benötigen einen ausdrücklichen Auftrag des Bischofs“, erklärte der Leiter des Priesterseminars der Bruderschaft, Pater Stefan Frey, am Donnerstag. Aus Sicht der katholischen Kirche sind die Weihen der Piusbruderschaft aber gar nicht gültig.

Die umstrittene und erzkonservative Vereinigung hatte sich von der katholischen Kirche abgespalten, weil sie die Neuerungen des Zweiten Vatikanischen Konzils nicht anerkennt. Sie bildet ihre Kleriker nach den Regeln aus, die vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil in der katholischen Kirche gültig waren. Dazu gehören auch die niederen Weihen – unter anderem zum Exorzisten. Die katholische Kirche verzichtet heute auf diese Weihen.

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Glaubenssache Aberglaube

Quelle: file1.npage.de

Rituale im Alltag
Ob Daumen drücken, drei Mal auf Holz klopfen oder eine Abneigung gegen die Zahl 13: Das Leben kennt viele abergläubische Praktiken und Ansichten. Oft aber werden sie gar nicht als solche erkannt.

Main Post

Scherben bringen Glück. Schwarze Katzen sind dagegen Unglücksboten, vor allem, wenn sie unseren Weg von links kreuzen. Und wenn jemand die Daumen und damit die Dämonen drückt und so in Schach halten will, dann kann das geplante Vorhaben gar nicht schiefgehen: Der Glaube an magische, übernatürliche Dinge ist zwar natürlich Glaubenssache, aber alt und weit verbreitet. Immer noch. Aufklärung, Wissenschaft und Vernunftdenken vermochten es nicht, das Irrationale aus der Welt zu verbannen. Auch die Kirche kämpfte vergebens dafür, dass den Menschen nur ihre Glaubensgrundsätze als Heilmittel gegen das Böse und für das Gute genügten. Vielmehr wurde auf Gottvertrauen gesetzt und zugleich auf Schutzmächte in anderen Sphären – sicher ist sicher, so die Devise und die Überzeugung, dass bewährte Traditionen nicht verkehrt sein konnten.

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Nur Beschränkte nehmen alles wörtlich

Nach dem Ende seiner Tätigkeit als Chefredakteur der “Kathpress” hat Richard Barta (1911-1986) als deren Herausgeber einige Jahre lang jeden Donnerstag Kommentare zum Zeitgeschehen, zu aktuellen und grundsätzlichen Fragen verfasst. Als Beispiel für den bleibenden Wert der Gedanken des unvergessenen katholischen Publizisten dokumentiert “Kathpress” einen dieser Kommentare, der vor 30 Jahren, am 14. Juli 1981, unter dem Titel “Ungewissheit und Wagnis” veröffentlicht wurde:

kathweb-Nachrichten

Oh, wie waren wir stolz darauf, dass unser Glaube ein reflektierter Glaube war, reflektiert vom Spiegel unseres Verstandes, gesiebt durch das Sieb unserer Vernunft. Wie die Pharisäer im Evangelium haben wir Gott gedankt, dass wir nicht so sind wie die Einfältigen, die Naiven, die Beschränkten, die das alles wörtlich nehmen, was man ihnen einmal in der Schule gelehrt hat. Die sich herumschlagen mit Sünde und Schuld, mit Geistern und Dämonen, mit Engeln und Teufeln. Das lasse sich doch alles weginterpretieren, haben wir gemeint. Im Namen der Wissenschaft – auch der Theologie – haben wir alles rational zu erklären versucht, Wunder, Heilungen, Erscheinungen.

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