Schlagwort-Archive: Energiewende

Die Energiewende wird digital: Und Strom gibt es künftig (fast) umsonst

© : Brightsoruce

Eike Wenzel gilt als einer der renommiertesten deutschen Trend- und Zukunftsforscher und hat sich als erster deutscher Wissenschaftler mit den LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) beschäftigt. An dieser Stelle schreibt er darüber, warum uns die Anfang August in Kraft tretende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) nicht interessieren muss. Denn den tiefgreifenden Wandel der Energieversorgung wird sie kaum beeinflussen.

Wirtschaftswoche Green

Schauen wir doch einmal weit nach vorne, über das Jahr 2030 hinaus. Es gibt verlässliche Anzeichen dafür, dass wir in dieser nicht mehr allzu fernen Zukunft über die neueste EEG-Deformation herzlich lachen werden. Es gibt sogar verlässliche Anzeichen dafür, dass wir dann überhaupt keine Energieversorger mehr brauchen.

Bis dahin werden wir eine rasante Transformation in eine neue Wertschöpfungskultur und eine neue Weltwirtschaftsordnung vollzogen haben. Ein Forscher, der dafür interessante Argumente zusammen getragen hat, ist der Ökonom Jeremy Rifkin.

Rifkin weist in seinem neuen Buch „The Zero Marginal Cost Society“ auf den Zusammenhang hin, dass atemberaubende Produktivitätsfortschritte in der Kommunikations- und Umwelttechnologie dazu führen, dass Energie und Information auf lange Sicht zum Selbstkostenpreis zu bekommen sind.

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CDU Nordrhein-Westfalen fragte: ‘Gibt es eine christliche Politik?’

Bild: wikipedia

Vorsitzender der nordrhein-westfälischen CDU, Armin Laschet (Aachen): Zum christlichen Menschenbild“ „kann auch ein Jude, ein Moslem oder ein Agnostiker ,Ja’ sagen“

kath.net

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski (Düsseldorf), hat Christen aufgerufen, sich in die Politik einzubringen. Er war auf der Regionalkonferenz der nordrhein-westfälischen CDU am 7. Mai in Bonn Teilnehmer einer Diskussionsrunde zur Frage „Gibt es eine christliche Politik?“. Rekowski sagte: „Sich an Gottes Gerechtigkeit erinnernd einzubringen, ist dran und tut der politischen Kultur sehr gut.“ Die Veranstaltung bildete den Auftakt zu insgesamt acht Regionalkonferenzen, in denen die Landes-CDU über grundlegende Themen und Grundwerte der Partei diskutiert.

Der Präses äußerte hohen Respekt vor allen, die sich politisch engagierten. Insbesondere in der evangelischen Kirche gebe es unterschiedliche Auffassungen, welche politischen Konsequenzen sich aus dem christlichen Glauben ergeben. Fest stehe: Der Glaube schärfe das Gewissen und gebe orientierende Maßstäbe, die in die politische Diskussion eingebracht werden können: „Aber er kann nach evangelischem Verständnis nicht zu einem Maßnahmenkatalog führen.“ Ein Beispiel sei das Thema Energiewende: „Da können und wollen wir nicht aus der biblischen Tradition Maßstäbe kommunizieren. Die Dinge sind manchmal im Detail sehr kompliziert. Die christliche Orientierung liefert kein Navigationssystem, sondern eher die Kompassnadel, die die Richtung anzeigt.“

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“Earth Hour”: Dunkle Skylines als Klima-Symbol

Leifeng Pagoda in Hangzhou, Zhejiang province,Bild: ibtimes.com

“Menschheit läuft Gefahr, Kontrolle zu verlieren”

Mit der Weltbevölkerung wächst der globale Energiehunger. Zur “Earth Hour” gehen heute in über 7.000 Städten eine Stunde lang die Lichter aus. Im heute.de-Interview erklärt Klimaforscher Anders Levermann, warum der Menschheit die Zeit davonläuft.

heute.de

heute.de: Zur “Earth Hour” gehen heute in tausenden Städten eine Stunde lang die Lichter aus. Eine Mahnung zum Klimaschutz…

Anders Levermann: …die ich voll unterstütze. Wir beobachten einen Anstieg des Energieverbrauchs pro Person bei gleichzeitigem Wachstum der Weltbevölkerung. Daraus ergibt sich ein enorm steigender Energiebedarf. Aber Energie für sich genommen ist nicht das Problem, sondern der Ausstoß von Treibhausgasen. Aber eines ist klar: Wir müssen energieeffizienter werden und gleichzeitig weg von fossilen Energieträgern.

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Nikolaus Schneider kritisiert geheime Waffenexporte

Nikolaus Schneider (in Bad Neuenahr): Letzter Jahresbericht als Präses im Rheinland Bild: DPA

Im März endet nach zehn Jahren die Amtszeit von Nikolaus Schneider als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. In seinem letzten Jahresbericht ging er mit der Bundesregierung ins Gericht. Der EKD-Ratsvorsitzende kritisierte Waffenexporte und die hohen Kosten der Energiewende.

SpON

Der scheidende rheinische Präses Nikolaus Schneider hat die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung scharf gerügt. In seinem letzten Jahresbericht reichten die Themen von sozialer Gerechtigkeit bis hin zu Waffenexporten.

“Ich halte es für unverantwortlich, dass Länder wie Ägypten oder Saudi-Arabien mit Waffen auch aus unserem Land immer weiter aufgerüstet werden”, sagte Schneider vor der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Religion und Klimaschutz

Geograf Dieter Gerten hat die Zusammenhänge zwischen Religion und Klimawandel untersucht. © dpa

Klimawandel ist keine Glaubenssache, aber der Umgang damit zum Teil schon, meint Dieter Gerten vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Religion beeinflusse den Klimaschutz häufig zum Guten, manchmal aber auch zum Schlechten, erläutert er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Hannoversche Allgemeine

Inwiefern unterstützen Religionen den Klimaschutz?
Religionen sagen oft aus einer anderen Sichtweise das, was wir als Naturwissenschaftler auch sehen: Beim Klimawandel und anderen globalen Themen laufen wir auf schwerwiegende Probleme zu oder haben sie schon. Im Christentum gibt es dabei einen sehr starken Blick auf die Armen, weil Klimawandel vor allem sie treffen wird. Und das ist natürlich für Christen ein sehr starkes Motiv, etwas gegen die Erderwärmung zu tun. Es gibt auf Gemeinde-Ebene sehr viele Aktivitäten, aber auch von Bischöfen. Sogar der Papst hat zum Klimaschutz aufgefordert.

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A.Glück: Katholische Kirche ist nicht auf dem Rückzug

Alois Glück (© dr )

ZdK-Präsident Alois Glück spürt in der katholischen Kirche eine positive Eigendynamik. Im Vergleich zu den Erschütterungen nach dem Missbrauchsskandal gebe es nun eine wesentlich offenere Gesprächskultur.

domradio.de

KNA: Herr Glück, das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat mit seiner jüngsten Entscheidung Streiks in kirchlichen Einrichtungen unter bestimmten Bedingungen erlaubt – eine Niederlage für die Kirchen?
Glück: Insgesamt haben die Richter den sogenannten Dritten Weg, also die arbeitsrechtliche Sonderstellung der Kirchen, bestätigt. Gleichzeitig wurde ein Akzent gesetzt im Hinblick auf die Rechte der Mitarbeiter, indem Streiks als letzte Möglichkeit akzeptiert werden. Was das im Einzelnen aber zu bedeuten hat, lässt sich erst nach der Lektüre der schriftlichen Urteilsbegründung sagen.

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Caritas und Diakonie: Selbsterfindung mit Staatsknete

Der Deutsche Caritasverband besteht aus 900 lokalen Organisationen, dazu gehören auch der Malteser-Hilfsdienst und Bahnhofsmissionen.
Altenpflege und Krankenhäuser betreibt die Caritas an 5000 Standorten. Die Marktanteile sinken tendenziell.
Werkstätten für Behinderte gehören ebenso zu den klassischen Einrichtungen.
Flüchtlingshilfe ist ein relativ neuer Bereich, wegen des geringen kirchlichen Bezugs intern umstritten.
Bild: obs

Ob Kita-Ausbau, Ganztagsschule oder Altenpflege – in den Wachstumsfeldern des Sozialstaats spielen die kirchlichen Wohlfahrtsträger Caritas und Diakonie die entscheidenden Rollen. Unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit haben sie ein expansives Perpetuum mobile konstruiert: Sie erfinden sich selbst immer neue Aufgaben, der Staat gibt das Geld.

Von Konrad FischerWirtschaftswoche

Wenn Hans-Georg Liegener neue Märkte erschließt, dann macht er dazu ein verdrießliches Gesicht. Das bereitet vielleicht weniger Freude, als Rohbauten zu taufen oder mit noblen Füllfederhaltern Verträge zu unterzeichnen. Aber so sind nun mal die Regeln des Geschäfts. Wer hier erfolgreich sein will, braucht den Trauerblick.

“Dass viele Menschen heute ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können, macht uns traurig und betroffen”, sagt Liegener. Er leitet die Caritas Krefeld, das Sozialunternehmen der katholischen Kirche am Niederrhein. Neben ihm sitzen ein Umweltminister, ein Herr von der Verbraucherzentrale und einer vom Energieversorger. Durch die Energiewende steigen die Preise für Strom, und jeden der vier betrifft das Folgeproblem der steigenden Zahl von säumigen Stromzahlern irgendwie. Den Mann von den Stadtwerken kosten sie Umsätze, der Verbraucherzentrale bescheren sie übervolle Sprechstunden und dem Umweltminister politischen Ärger. Und Herrn Liegener von der Caritas?

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Wasser ist ein Terrorist

Professor Harald Lesch in Aktion – in der Turnhalle an der Wendelsteinstraße erklärte er die Welt des Wetters. Foto: jro

„An der Windkraft führt kein Weg vorbei.” Davon ist Harald Lesch überzeugt. Der Professor für Naturphilosophie und theoretische Astrophysik sprach in der vollbesetzten Turnhalle an der Wendelsteinstraße zum Thema „Klima und Energie”.

Von Susanne Edelmann - merkur-online.de

Gleich zu Beginn stellte er klar: „Ich will Ihnen nichts verkaufen, ich bin Mitglied in keiner Partei, habe keine Aktien und bin evangelisch.“ Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite und so bereits das Ziel des Arbeitskreises Energiewende als Veranstalter des Vortrags erreicht. Dessen Mitglied Willi Frisch hatte zuvor betont: „Humor entkrampft und das tut uns bei diesem komplexen Thema ganz gut.“

Lesch erläuterte die Auswirkungen des Klimawandels: „Wer gegen den Treibhauseffekt argumentiert, muss gegen die ganze Physik argumentieren: Erdoberfläche und Meere erwärmen sich, das Wasser verdampft, steigt in die Atmosphäre auf und kondensiert. Das führt zu den extremen Wetterlagen mit Stürmen, Starkregen und Überschwemmungen. Wasser ist ein Terrorist: Wehe, wenn diese unglaublichen Energien schlagartig freigesetzt werden.“ Zum Beispiel beim sibirischen Permafrost: „Der taut ab und wird zu Matsch. Dabei entsteht Methan, das noch viel schlimmer ist als Kohlendioxid.“ Die Energieversorgung heute verursache nicht nur hohe Kosten, sondern sei mit schuld an diesen Klimaveränderungen. Deshalb lautete die Forderung des Professors: „Die Energiegewinnung der Zukunft darf keine Belastung für nachfolgende Generationen darstellen! Also: regenerativ statt fossil und atomar, dezentrale statt zentrale Erzeugung, kommunale Betriebe statt Großkonzerne.“

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Na klar, steckt die ganzen verstand-verkrüppelten Religioten in die Politik, mit Gott und beten klappt’s dann besser, wozu noch Bildung, Religionsunterricht müsste doch reichen
[...]Hannover/Hamburg (epd). Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) hat die evangelische Kirche als wichtige Ratgeberin für die Wirtschaft gewürdigt. Sie rufe vor allem “die Grundwerte der sozialen Marktwirtschaft ins Bewusstsein”, sagte McAllister der Zeitschrift “Christ und Welt”, die am Donnerstag in Hamburg als Beilage zur “Zeit” erschienen ist. Die Kirche erinnere daran, das Gleichgewicht zwischen Eigeninteresse und ökonomischer, sozialer und ökologischer Verantwortung nicht aus den Augen zu verlieren. “Es ist gut, wenn die Gesellschaft diese Stimme hört”, sagte der Ministerpräsident. Er nahm die evangelische Kirche damit in Schutz gegen den Vorwurf, es fehle ihr an wirtschaftspolitischer Kompetenz. Der Bürgerrechtler und frühere Pfarrer Joachim Gauck hatte der Zeitschrift zufolge nach dem Evangelischen Kirchentag Anfang Juni in Dresden gesagt, dort habe er eine fast infantile Ablehnung ökonomischer Realitäten erlebt. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag, Hubertus Heil, wünschte sich gegenüber “Christ und Welt” mehr Präsenz von Christen in politischen Debatten. “Wir brauchen ein Christentum nicht nur der Sonn- und Kirchentage, sondern auch einen engagierten politischen Protestantismus im Alltag”, sagte er. Beim Kirchentag in Dresden habe er jedoch “auch naive wirtschaftspolitische Auffassungen vernommen”[...]

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Merkel: Die Irrationale in der Politik

Für Angela Merkel ist das christliche Menschenbild der geeignete Ratgeber zur Lösung der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Probleme. Dies machte die Bundeskanzlerin am Freitag bei der Bundestagung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) in Berlin deutlich. Bei der Neuwahl des Bundesvorstandes wurde der EAK- Bundesvorsitzende, der Parlamentarische Staatsekretär Thomas Rachel, mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt.

pro Medienmagazin

Die Tagung stand unter dem Motto: “Unsere Schöpfungsverantwortung – Orientierung für eine nachhaltige Umwelt- und Klimapolitik”. Merkel nahm das Thema zum Anlass, um den 67 Delegierten und etwa 300 Gästen ihre Position zur Energiewende zu erläutern und illustrierte dies am Beispiel der sozialen Marktwirtschaft. Das christliche Menschenbild gebe den Menschen Würde, beziehe aber auch die Verantwortung des Einzelnen ein, sagte sie. Auf diese Weise sei die soziale Marktwirtschaft zu einer Erfolgsgeschichte in Deutschland geworden. Die Bundeskanzlerin erinnerte: “Scheinbar unvereinbares konnte vereint werden, der Widerspruch von Kapital und Arbeit konnte so gelöst werden.”

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