Schlagwort-Archive: Erfurt

Protest gegen Bundeswehr-Musikgottesdienst in Dresden

BuWe_Frauenkirche In Sachsen regt sich Widerstand gegen einen geplanten „musikalischen Gottesdienst“ der Bundeswehr in der Dresdner Frauenkirche. Dabei soll am 30. April ein Musikkorps aus Erfurt spielen.

idea.de

. Wie die Zeitung „Dresdner Neueste Nachrichten“ am 5. April berichtet, haben 20 aktive und ehemalige Mitarbeiter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ein Protestschreiben an Landesbischof Jochen Bohl (Dresden) und das Pfarrbüro der Frauenkirche gerichtet. Darin beantworten sie die Frage, ob in einer „so symbolträchtigen Kirche“ die Bundeswehr als Veranstalter eines Gottesdiensten auftreten darf, mit einem „klaren Nein“. Die Unterzeichner begründen ihre Haltung mit der Trennung von Staat und Kirche.

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Deutsche Bischofskonferenz: Die Qual der Wahl

Bild: ©KNA

Bild: ©KNA

Am Mittwoch wählen die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz bei ihrer Vollversammlung in Münster einen neuen Vorsitzenden. Gesucht wird ein Nachfolger für Erzbischof Robert Zollitsch, der nach seinem bereits im Herbst vergangenen Jahres erfolgten Rücktritt als Freiburger Oberhirte nun auch das Amt an der Spitze der Konferenz altersbedingt abgibt.

katholisch.de

Der Ablauf der Wahl ist im Statut der Deutschen Bischofskonferenz geregelt. Gemäß Artikel 13 ist für die Wahl des Konferenzvorsitzenden eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder der Vollversammlung erforderlich, erst ab dem dritten Wahlgang genügt die einfache Mehrheit. Gewählt werden muss der Vorsitzende – dessen Amtszeit sechs Jahre beträgt – laut Artikel 28 aus dem Kreis der Diözesanbischöfe ; Weihbischöfe dürfen den Vorsitzenden zwar mitwählen, kommen selbst für den Spitzenposten aber nicht in Frage.

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Erbistum Köln: Wundersamer Geldsegen

Bild: tilly

Bild: tilly

Unter Erzbischof Joachim Meisner, der nun in Ruhestand geht, mehrte das Bistum Köln sein Vermögen mit fragwürdigen Investments. Bei den Bedürftigen wurde dafür gespart.

Von Kerstin Kohlenberg und Daniel MüllerZEIT ONLINE

Im Kölner Dom steigt in dicken Schwaden Weihrauch auf, und es sieht aus, als schwebe Joachim Kardinal Meisner auf einer Wolke durch das mächtige Hauptportal in die dunkle Kathedrale hinein. Das festliche weiß-goldene Messgewand, der walnussgroße Ring an der Hand, der Hirtenstab, den er wie ein Zepter hält – dem Erzbischof folgen die ehrfürchtigen Blicke von 1.500 Gläubigen.

Es ist eine der letzten Gelegenheiten, Meisner bei einer Predigt zu erleben, bevor der Papst in diesen Tagen seinen Rücktritt vom Amt des Erzbischofs annehmen wird. Ein Vierteljahrhundert hat die Ära Meisner in Köln gedauert, in einer Region, die so katholisch geprägt ist wie kaum eine andere in Deutschland.

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Erzbistum Köln und der naive Traum “katholischer Demokratie”

meisner_400qDer Kölner Kardinal Meisner hat seinen Rückzug angekündigt. Nun hoffen viele, das größte deutsche Bistum könnte zu mehr Demokratie finden.

Von Matthias Lohre - taz

Wie sonst wo auf der Welt, so schreitet auch der Kölner Erzbischof unter Orgelklang durchs Kirchenschiff zum Altar. Und wie überall predigt er, betet und segnet. Doch diese Messe am Morgen des Dreikönigstages ist etwas Besonderes.

Joachim Kardinal Meisner schreitet durch den Dom, flankiert von Bischöfen aus mehreren Ländern. Die Orgel braust wie ein Orkan, und in den Stuhlreihen stehen Tausende Besucher. Der Kölner Erzbischof ist einer der mächtigsten Männer der katholischen Kirche.

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Gott sei Dank: Nur wenig bekennende Atheisten in Deutschland

Bild: politikforen.net

Meinungsforscher: Nicht einmal jeder fünfte leugnet Gott

kath.net

Atheisten sind in Deutschland eine kleine Minderheit. Nicht einmal jeder fünfte Bürger (17 Prozent) ist ein Gottesleugner. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts für neue soziale Antworten (INSA) in Erfurt unter mehr als 2.000 Bürgern. Der Studie zufolge ist selbst unter jenen, die keiner Kirche oder Religionsgemeinschaft angehören, nur jeder Dritte Atheist. Von den befragten Protestanten erklärten 8 Prozent, dass es keinen Gott gibt; bei den Katholiken waren es 6 Prozent.

Atheisten vor allem bei Linken und Piraten

Kaum überraschen können die Ergebnisse im Bezug auf die Politik. Überdurchschnittlich viele Atheisten finden sich unter den Linken (32 Prozent) und den Piraten (31 Prozent). Am geringsten ist die Zahl bei den Anhängern von CDU/CSU (9 Prozent) und FDP (15 Prozent). Auch bei den Grünen (16 Prozent) und den Sozialdemokraten (17 Prozent) finden sich relativ wenige Atheisten.

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Prorektor Uni Greifswald: Jesus passt in jedes Milieu

“Jesus war den Menschen zugewandt”. Michael Herbst fordert zum Blick über den Tellerrand auf. Foto: pro

“Das Evangelium muss sprachfähig gemacht werden.” Diese Überzeugung vertrat Michael Herbst, Theologieprofessor und Prorektor der Universität Greifswald in einem Themenforum des Gnadauer Zukunftskongresses 2013 in Erfurt. Er forderte die Teilnehmer dazu auf, über den eigenen Tellerrand zu schauen und auf die Menschen zuzugehen.

pro Medienmagazin

Damit Menschen mit dem Wort Gottes erreicht werden können, muss das Evangelium in die Lebenswelten der Menschen – die verschiedenen Milieus – sprechen; davon ist Herbst überzeugt. Es gebe in Deutschland bestimmte Gruppen, in denen sich die Menschen heimisch fühlen. Diese Milieus dürften aber nicht mit “Klassen” oder “Schichten” gleichgesetzt werden. Denn die “Schichtzugehörigkeit” sage noch nichts über den Lebensstil der jeweiligen Person aus, so Herbst. Ein Milieu zeichne sich durch bestimmte Werte, Freizeitverhalten, Weltbilder und eine bestimmte Mentalität aus. “Milieus sind Lebenswelten für sich, die sich scharf voneinander abgrenzen”, sagte Herbst.

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A.Glück: Katholische Kirche ist nicht auf dem Rückzug

Alois Glück (© dr )

ZdK-Präsident Alois Glück spürt in der katholischen Kirche eine positive Eigendynamik. Im Vergleich zu den Erschütterungen nach dem Missbrauchsskandal gebe es nun eine wesentlich offenere Gesprächskultur.

domradio.de

KNA: Herr Glück, das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat mit seiner jüngsten Entscheidung Streiks in kirchlichen Einrichtungen unter bestimmten Bedingungen erlaubt – eine Niederlage für die Kirchen?
Glück: Insgesamt haben die Richter den sogenannten Dritten Weg, also die arbeitsrechtliche Sonderstellung der Kirchen, bestätigt. Gleichzeitig wurde ein Akzent gesetzt im Hinblick auf die Rechte der Mitarbeiter, indem Streiks als letzte Möglichkeit akzeptiert werden. Was das im Einzelnen aber zu bedeuten hat, lässt sich erst nach der Lektüre der schriftlichen Urteilsbegründung sagen.

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BAG: Kirchliche Arbeitnehmer dürfen streiken

Foto: DAPD

Bundesarbeitsgericht lockert kirchliches Streikverbot
Mitarbeiter in kirchlichen Einrichtungen dürfen künftig unter bestimmten Umständen für bessere Arbeitsbedingungen streiken. Das entschied das Bundesarbeitsgericht am Dienstag in Erfurt.

FRANKENPOST

Ausgeschlossen bleiben Arbeitskämpfe der deutschlandweit rund 1,3 Millionen Mitarbeiter bei den Kirchen und Wohlfahrtsverbänden aber, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine Einigung unter sich finden. Allerdings müssen künftig bei diesem sogenannten Dritten Weg anders als bisher die Gewerkschaften eingebunden werden. Sowohl kirchliche Arbeitgeber wie Gewerkschaften feierten das Urteil als Sieg.

Bislang waren bei Diakonie und Caritas – den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden – Arbeitskämpfe verboten. Dumpinglöhne und Leiharbeit im Sozialsektor hatten aber vor allem die Diakonie in Verruf gebracht. Geklagt hatten nun kirchliche Arbeitgeber, die der Gewerkschaft Verdi und dem Marburger Bund den Aufruf zum Streik untersagen lassen wollten.

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Diakonie: Kein Streikrecht in kirchlichen Einrichtungen

Eberhard Grüneberg kann Arbeitskämpfe innerhalb der Kirche mit der Philosophie und der Herangehensweise sozialer Kirchenarbeit nicht vereinbaren. Archivfoto: Lutz Prager

Wenige Tage vor der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts zum Streikrecht in kirchlichen Einrichtungen hat sich die Diakonie Mitteldeutschland gegen Arbeitskämpfe innerhalb der Kirche ausgesprochen.

thueringer allgemeine.de

Grüneberg zufolge habe sich der sogenannte Dritte Weg bewährt, bei dem der Dialog im Mittelpunkt stehe. Tarife und Arbeitsbedingungen würden in arbeitsrechtlichen Kommissionen verhandelt. Zugleich räumte er aber ein, dass die Akzeptanz dieses Vorgehens nachgelassen habe. Die Diakonie Mitteldeutschland betreibt in Sachsen-Anhalt und Thüringen nach eigenen Angaben 1600 Einrichtungen mit rund 27.000 Mitarbeitern.

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ACHTUNG Erfurt! Die evangelikalen Fundi-Missionare kommen!

Luther-Legenden: Vom Blitzschlag bis zum Tintenfass

Auf der Wartburg bei Eisenach hatte der Wuppertaler Ästhetik-Professor Bazon Brock im September 2009 zusammen mit dem Künstler Moritz Götze den legendären Tintenfass-Wurf von Martin Luther nachgestellt. Foto: epd/Ulrich Kneise

Um Martin Luther haben sich im Laufe der Zeit viele Legenden gebildet. Hat der Reformator den Teufel wirklich mit dem Tintenfass bekämpft, ist der Ort reformatorischer Entdeckung tatsächlich die Latrine und wurde der junge Martin wirklich nur aus Dankbarkeit Mönch, weil er einen Blitzschlag überlebt hatte? evangelisch.de hat einige Mythen aufgestöbert.

Von Markus Bechtold -evangelisch.de

1. Legende: Der Reformator wirft mit dem Tintenfass nach dem Teufel

Der Legende nach soll der Teufel Martin Luther im Winter 1521/1522 in seiner Stube auf der Wartburg in Thüringen belästigt haben. Als der Mönch, ganz vertieft in seine Arbeit, ein Kratzen und Schaben hörte, soll er beherzt nach dem Tintenfass gegriffen und gezielt nach der Teufelsfratze geworfen haben, um den zu verscheuchen, der ihn beim Übersetzen der Heiligen Schrift ins Deutsche so störte. So also soll ein blauer Tintenfleck an der Wand neben dem Ofen entstanden sein, wo heute allerdings nur noch ein Loch ist. Niemand aber kann wirklich sagen, was sich damals in der Gästestube auf der Wartburg tatsächlich zugetragen hat. Obwohl Luther von vielen Ereignissen der Burg in seinem Leben berichtet hat, so schwieg er doch über den angeblichen Tintenklecks.

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Das Kreuz und die Schlagbäume

Quelle: idea.de

Mit Gottesdiensten und Feierlichkeiten haben Vertreter aus Kirche, Gesellschaft und Politik am 3. Oktober an die deutsche Wiedervereinigung von 1990 erinnert. In einem ökumenischen Gottesdienst zur Eröffnung der zentralen Feierlichkeiten in Bonn beklagte der Kölner Erzbischof, Joachim Kardinal Meisner, dass die Schlagbäume der deutschen Teilung aus den Köpfen und Herzen vieler Menschen auch 21 Jahre später noch nicht verschwunden seien. Bei anderen habe er den Eindruck, dass sie sich zu sehr an die deutsche Einheit gewöhnt hätten und diese als selbstverständlich betrachteten.

idea.de

Gemeinsam mit dem EKD-Ratsvorsitzenden, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), rief Meisner zu Dankbarkeit für das Geschenk der deutschen Einheit auf. Schneider ermutigte Christen dazu, sich auch im Alltag am Wort Gottes zu orientieren. Es schenke Zuversicht und biete Halt. Wer sich hingegen vom Wort Gottes abwende, gehe in die Irre. Das habe das Volk Israel im Alten Testament erfahren müssen. Und das gelte auch heute. An dem Festgottesdienst in der evangelischen Kreuzkirche nahmen unter anderem Bundespräsident Christian Wulff und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) teil.

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Missbrauchsopfer: “Wenn ich Kirchenglocken höre, wird mir schlecht”

Er weiß um die Schuld. Doch das Gespräch darüber soll vertraulich sein: Benedikt XVI. bei seiner Ankunft in Erfurt.Foto: dpa /picture alliance/dpa

Zwei Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche erzählen von ihrem Treffen mit Benedikt XVI. in Erfurt. Opferverbände kritisieren die exklusive, private Unterredung.

Von Marie von MallinckrodtWELT ONLINE

Sonja F. fällt es schwer, zu Hochzeiten oder Taufen von Freunden und Verwandten zu gehen. Die 35-Jährige erträgt die katholischen Gottesdienste nicht, die Rituale, die Gebete, die Gewänder. Besonders bei der Wandlung und den Worten „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“ –, da wird ihr „übel, mulmig“.

Sie war neun Jahre alt, als sie in einer kleinen Gemeinde in Nordrhein-Westfalen Messdienerin wurde, das erste Mädchen in diesem Amt in jenem Ort, den sie nicht nennen möchte. Was ihr dort in den Kirchenräumen seit ihrem siebten Lebensjahr von einem Priester immer wieder angetan wurde, kann sie nur schwer erzählen.

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Intellektuelles Niveau der Politik und vieler Medien in Deutschland einfach unterirdisch

Quelle: hpd.de

Prädikat: “Besonders peinlich!”
BERLIN. (gbs/hpd) Es war die größte kirchenkritische Demonstration, die in Deutschland je stattgefunden hat: Rund 15.000 Menschen gingen in Berlin auf die Straße, um gegen reaktionäre Dogmen, diskriminierende Sexualpolitik und verfassungswidrige Privilegien der katholischen Kirche zu protestieren. Auch bei den beiden anderen Stationen des Papstbesuches in Erfurt und Freiburg regte sich massiver Widerstand. In den deutschen Leitmedien wurden die lautstarken Proteste jedoch, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt.

Humanistischer Pressedienst

Stattdessen feierten sie die Papstrede im Bundestag als „intellektuelles Großereignis“, obgleich Benedikt XVI. vor dem Parlament längst widerlegte Positionen aus der philosophischen Mottenkiste herauskramte, die letztlich auf eine Aufhebung säkularer Rechtsnormen hinauslaufen.

„Keine Macht den Dogmen!“ lautete das Motto der Berliner Großdemonstration, zu der rund 70 Organisationen, darunter der Lesben-und-Schwulenverband Deutschland, der CSD Berlin, pro Familia und die Giordano-Bruno-Stiftung, aufgerufen hatten. Die fröhliche, bunte Demonstration führte vom Potsdamer Platz, auf der u.a. Uta Ranke-Heinemann sprach, zur Abschlusskundgebung auf dem Bebelplatz, wo David Berger („Der Schein des Heiligen“), gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon und Mina Ahadi („Zentralrat der Ex-Muslime“) die Forderungen der Protestierenden auf den Punkt brachten. Besonderen Beifall erhielt Michael Schmidt-Salomon, als er die deutschen Politikerinnen und Politiker dazu aufforderte, den „falschen Respekt vor der Amtskirche abzulegen“ und „endlich den Job zu erledigen, für den sie in einer modernen, offenen Gesellschaft bezahlt werden“. Die „duckmäuserische Haltung“, die viele Politiker gegenüber dem Papst an den Tag legten, sei „eines demokratischen Rechtsstaates unwürdig“.

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