Schlagwort-Archive: ethisch

Vom völkischen Größenwahn des Katholizismus

Vorige Woche im Vatikan. Der Papst ernennt 6 Kardinäle und nutzt die Gelegenheit, in Arroganz und Impertinez kaum zu übertreffender Art, den weltumspannenden Anspruch der katholischen Kirche zu betonen.

B16:

[...] Die Kirche sei “katholisch”, weil sich die christliche Botschaft an allen Menschen richte, [...]Zwar habe sich Jesu Mission zu Lebzeiten auf das jüdische Volk beschränkt. Von Anfang an sei sie jedoch darauf ausgerichtet gewesen, “allen Völkern das Licht des Evangeliums zu bringen”.

Die katholische Kirche sei im Auftrag Jesu verpflichtet jede ethnische, nationale und religiöse Spaltung zu überwinden. Tränen in den Augen knien die Katholen darnieder. Der Pappa gibt ihnen Größe zurück, verbal. Nach den Schlüpfrigkeiten unter priesterlicher Soutane, vor allem gegen Kinder, endlich wieder eine Frohbotschaft. Es kann nur eine Kirche Christi geben, natürlich die katholische. Ihre Universalität gründe letztlich auf der Universalität des “einzigen göttlichen Heilsplans für die Welt”.

Weiterlesen

Die undifferenzierte Betrachtung der “Vorhaut” durch den Neuen Atheismus

Nikolaus Schneider (2006), Bild: wikipedia/public domain

Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider hat “aggressiv-religionskritische” Töne in der Beschneidungsdebatte beklagt.

aktuell – evangelisch.de

Neben sachlichen und kundigen Wortmeldungen habe es häufig auch polemische und verkürzende Beiträge gegeben, sagte Schneider vor der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Sonntag in Timmendorfer Strand. Er habe Briefe erhalten, die von Intoleranz und Aggressivität gegenüber Judentum und Islam sowie gegen Religion generell geprägt waren, berichtete der rheinische Präses.

Die EKD respektiere die grundlegende Bedeutung der Beschneidung für Judentum und Islam, sagte Schneider. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung trage den medizinischen, ethischen und rechtlichen Aspekten Rechnung. “Er lässt die Freiheit der Religionsausübung unberührt, er findet einen Ausgleich zwischen elterlichem Erziehungsrecht und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit und berücksichtigt das Kindeswohl”, hob der Ratsvorsitzende hervor. Trotz weiter offener Fragen trage die geplante gesetzliche Regelung dazu bei, das Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen und Weltanschauungen in der bundesdeutschen Gesellschaft zu fördern.

weiterlesen

Erste Kopimisten-Hochzeit durch Priester mit Guy Fawkes-Maske

Die erste Heiratszeremonie der Church of Kopimism. Bild: gamestar.de

Die in Schweden inzwischen als offizielle Religion anerkannte »Church of Kopimism« kann nun auch eine von der Kirche durchgeführte Heirat vorweisen.

Von Georg WieselsbergerGameStar

Die Kirche ist gegen Kopierschutzmethoden wie DRM und hat die Tastenkombinationen STRG+C und STRG+V für heilig erklärt. Die Religion hält den Fluss, die Reproduktion und das Remixen von Informationen für ethisch richtig und für einen Akt des Respekts.

weiterlesen

Evangelikale und Vatikan führen “Leergespräche”

Quelle: go-in.net

Begegnung in Rom von „wachsendem Vertrauen“ bestimmt.

kath.net

Vertreter der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) und des Vatikan haben theologische Lehrgespräche geführt. Sie trafen sich vom 12. bis 17. September in Rom zur zweiten von drei Konsultationen. Eingeladen hatte der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen. Im Zentrum der Gespräche stand das Thema „Heilige Schrift im Leben und der Mission der Kirche“. Der inhaltliche Schwerpunkt lag auf dem Verhältnis von Schrift und Tradition. Die erste Gesprächsrunde hatte sich 2009 in Sao Paulo (Brasilien) mit dogmatischen und ethischen Fragen befasst.

Die jetzige Konsultation habe in einer Atmosphäre stattgefunden, die von „wachsendem Vertrauen und geistlicher Gemeinschaft“ bestimmt gewesen sei, heißt es in einer am 19. September veröffentlichten gemeinsamen Verlautbarung. Begrüßt wurden die Teilnehmer von Kurt Kardinal Koch und Bischof Brian Farrell, dem Präsidenten und Sekretär des Päpstlichen Rates. Leiter der Delegationen waren der Direktor für ökumenische Angelegenheiten der WEA, Rolf Hille (Heilbronn), und dem Kolumbianer Monsignore Juan Usma Gomez (Vatikanstadt).

weiterlesen

Wertekongress mit Mr. Googleberg

Quelle:brightsblog

Kann Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Googleberg (CSU) angesichts der Plagiatsvorwürfe gegen ihn auf dem größten deutschen Wertekongress auftreten?

Und GOTT sprach, ja. Hat doch mein Sohn am Kreuz für alle Sünder gelitten und ist für sie dort gestorben. Für alle möchtegern Akademiker ist hiermit göttlicher Dispens erteilt, auf nach Buyreuth.

Pastor Heinz Marquardt

Fast alle großen biblischen Gestalten könnten, so Marquardt, bei solchen Vorgaben bei einem christlichen Wertekongress nicht auftreten: „Mose nicht wegen Totschlags, Abraham nicht wegen Lüge, David nicht wegen Mordes und Ehebruchs und Paulus nicht, weil er als einstiger Christenverfolger gleich mehrere Menschen auf dem Gewissen hatte.“ Es könne unter Christen nicht darum gehen, „dass vermeintlich Sündlose über Sünder richten“. Nach den Worten Jesu Christi sei es immer so, „dass Sünder Sünder mahnen, die Sünde zu meiden – egal, ob es um ethisches oder theologisches Fehlverhalten handelt“. Zwar würden manche Sünden öffentlich, so dass der Sünder am Pranger stehe: „Aber um die ganz große Mehrheit von Sünden weiß eben nur Gott allein – und ihm sollten wir das endgültige Urteil im Jüngsten Gericht überlassen.“

idea.de

Weiterlesen