Schlagwort-Archive: FDP

Kirchensteuer: Das Finanzamt als Inkassobüro

Bild: Legal Tribune Online

Ihre Steuern lässt die Kirche nach wie vor vom Staat verwalten. Die FDP Sachsen will das nun ändern, die Kirche soll künftig selbst ihre Gelder eintreiben. Thomas Traub erklärt den status quo, der für beide Seiten ökonomisch sinnvoll ist, und warum der Vorschlag eher von Papst Franziskus als von den Liberalen kommen müsste.

Legal Tribune Online

Jedes Jahr nehmen die Kirchen etwa neun Milliarden Euro Kirchensteuer ein. Berechnet und eingezogen wird dieses Geld ganz überwiegend von den staatlichen Finanzämtern. Auf ihrem Landesparteitag am vergangenen Wochenende haben die sächsischen Liberalen dieses System in Frage gestellt und vorgeschlagen, den Kirchen künftig den Einzug ihrer Steuer selbst zu überlassen.

Der Vorschlag hat wenig Aussicht, umgesetzt zu werden. Verfassungsrechtlich braucht man ihn nicht, vertragsrechtlich ist er höchst problematisch und rechtspolitisch wird er vom sächsischen Koalitionspartner, der CDU, abgelehnt.

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FDP in Sachsen: Kirchensteuer abschaffen

Bild: mz-web.de

Religionsunterricht soll nicht mehr konfessionsgebunden sein

kath.net

Die FDP in Sachsen möchte die Kirchensteuer in ihrer jetzigen Form abschaffen. Außerdem soll der konfessionelle Religionsunterricht zu einem nicht konfessionsgebundenen Religions- und Ethikunterricht weiterentwickelt werden. Einen entsprechenden Leitantrag verabschiedete die FDP auf ihrem Parteitag am 23. März in Neukieritzsch bei Leipzig.

Dem Papier zufolge sollen die Kirchen die Beiträge ihrer Mitglieder künftig selbst erheben. Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende, Holger Zastrow, der mit 95,9 Prozent der Stimmen als sächsischer Landesvorsitzender wiedergewählt wurde, verteidigte darüber hinaus das Vorhaben, die jährlichen Zahlungen des Freistaates Sachsen an die Kirchen in Höhe von derzeit rund 23 Millionen Euro auf den Prüfstand zu stellen.

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Gott sei Dank: Nur wenig bekennende Atheisten in Deutschland

Bild: politikforen.net

Meinungsforscher: Nicht einmal jeder fünfte leugnet Gott

kath.net

Atheisten sind in Deutschland eine kleine Minderheit. Nicht einmal jeder fünfte Bürger (17 Prozent) ist ein Gottesleugner. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts für neue soziale Antworten (INSA) in Erfurt unter mehr als 2.000 Bürgern. Der Studie zufolge ist selbst unter jenen, die keiner Kirche oder Religionsgemeinschaft angehören, nur jeder Dritte Atheist. Von den befragten Protestanten erklärten 8 Prozent, dass es keinen Gott gibt; bei den Katholiken waren es 6 Prozent.

Atheisten vor allem bei Linken und Piraten

Kaum überraschen können die Ergebnisse im Bezug auf die Politik. Überdurchschnittlich viele Atheisten finden sich unter den Linken (32 Prozent) und den Piraten (31 Prozent). Am geringsten ist die Zahl bei den Anhängern von CDU/CSU (9 Prozent) und FDP (15 Prozent). Auch bei den Grünen (16 Prozent) und den Sozialdemokraten (17 Prozent) finden sich relativ wenige Atheisten.

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BMI-Friedrich befürwortet deutschlandweiten Feiertag zum Reformationsjubiläum

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bei einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) am 12.Dsezember im Jakob-Kaiser-Haus in Berlin. © epd-bild / Rolf Zöllner

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) unterstützt die Forderung nach einem bundesweiten Feiertag zum Reformationsjubiläum 2017. Er würde es begrüßen, wenn die Bundesländer den Tag des 500. Reformationsjubiläums als gesetzlichen Feiertag anordnen würden, sagte Friedrich in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Man sollte den Anlass aber nicht mit dieser Frage überlagern, ergänzte er zugleich.

Von Corinna Buschow und Thomas Schillerepd

Der Reformationstag ist nur in den ostdeutschen Bundesländern mit Ausnahme Berlins gesetzlicher Feiertag. Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hatte im November gefordert, den 31. Oktober 2017 bundesweit zum Feiertag zu machen.

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Hessen: Muslime für Abschaffung der Sargpflicht

Muslim-Organisationen werben für die Abschaffung der Sargpflicht – Kommunen und Koalition im hessischen Landtag lehnen dies aber ab. ©DPA

Die Sargpflicht abzuschaffen – diese bitte haben der Zentralrat der Muslime und Islamische Religionsgemeinschaft Hessen im Landtag vorgetragen. Vertreter der großen christlichen Kirchen machten keine Einwände geltend.

Frankfurter Allgemeine

Die in Hessen lebenden Muslime haben für die Abschaffung der Sargpflicht bei Beerdigungen geworben. „Heimat ist da, wo man leben und auch sterben darf“, sagte Hamza Wördemann vom Zentralrat der Muslime Deutschland bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag. Er befürwortete damit eine entsprechende SPD-Initiative. Bestattungen in weißen Tüchern, wie es im Islam üblich sei, werde die Identifikation der Einwanderer mit Deutschland verstärken.

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Pro NRW mit Islam-Karikaturen: 1.000 Polizisten im Einsatz

Gewalt in Solingen: Bei der Pro-NRW-Demo in Wuppertals Nachbarschaft gab es im Mai dieses Jahres nach dem Zeigen von Islam-Karikaturen Angriffe auf Polizeibeamte, Bild. Uli Preuss

Durch Auflagen wollte die Polizei der Anti-Moschee-Demo von Pro NRW am Samstag die Schärfe nehmen. Jetzt steht der Elberfelder City ein Großeinsatz bevor.

Von Andreas SpiegelhauerWZ newsline

Die freiheitlich-demokratische Grundordnung Deutschlands ist ein hohes und teures Gut. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf am Mittwoch einmal mehr deutlich gemacht: Wie berichtet, kassierte das Gericht mit Blick auf das Grundrecht der Versammlungsfreiheit (Artikel 8 des Grundgesetzes) eine Auflage, die die Wuppertaler Polizei der rechtspopulistischen Partei Pro NRW für die Demonstration am Samstag gemacht hatte.

Laut richterlichem Beschluss dürfen die Demonstranten ab 12 Uhr auf ihrem Zug über die Uellendahler Straße Mohammed-Karikaturen zeigen. Das provoziere Gewalt hatte die Polizei ihr Zeigeverbot begründet und unter anderem auf die Ausschreitungen im benachbarten Solingen verwiesen. Dort hatten Salafisten Polizisten angegriffen. 90 Ermittlungsverfahren sind mittlerweile anhängig.

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Wahl Dodo des Monats September 2012

Dodo des Monat September 2012

Die Wahl für den Kandidaten der Ewiggestrigkeit des Monats September steht an. Das Konzentrat religiös-esoterischen Blödsinns ist hier zu finden:

  1. Bernhard Mihm, “Die Selbstbeweihräucherung der Bischöfe und ein kaputter CDUler.”
  2. Jürgen Klopp, ““Über den Glauben schweigen – das geht nicht!”
  3. Wolfgang Thierse, “…predigt “Christen sollen sich in Politik einmischen”.”
  4. Norbert Lammert, “Europa braucht die Kirchen.”
  5. Christine Warcup, “Aroma-Dusche im Klassenzimmer.”
  6. Thomas Strobl, “CDU attackiert Ministerin Öney.”
  7. Ties Rabe, “Zum ersten Mal in Deutschland: Waldorf mit staatlichem Segen.”
  8. Johannes Singhammer, “Blasphemie: CSU will Strafrecht verschärfen – Schutz religiöser Gefühle.”
  9. Matthias Matussek, “NDR Kultur kontrovers: Das Kreuz mit Herrn Matussek.”
  10. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, “Beschneidung soll auch ohne Religion legal sein.”

Die Wahl ist bis zum 07.10.2012 18:00 befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird mit einer Laudatio, am 08.10.2012,hier auf dem Blog gewürdigt.

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Blasphemie: CSU will Strafrecht verschärfen – Schutz religiöser Gefühle

Johannes Singhammer, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, Bild: bundestag.de

Die CSU will das Strafrecht verschärfen – zum Schutz religiöser Gefühle. Die FDP warnt bereits vor der “Keule einer Strafrechtsänderung” – und auch in der CDU gibt es Skeptiker.

Von Thorsten Jungholt - WELT ONLINE

“Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten! Denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten.” Mit diesem Zitat aus dem Brief des Paulus an die Galater protestierte die Partei Bibeltreuer Christen (PBC) gegen ein aus ihrer Sicht gotteslästerliches Schmierenwerk. Es ging um “Corpus Christi”, ein provokantes Theaterstück aus der Feder des US-amerikanischen Dramatikers Terrence McNally.

Dessen Darstellung von Jesus und seinen Jüngern als trinkfreudige Homosexuelle verunglimpfe, verletze und beleidige grob und mutwillig die Glaubensinhalte von Millionen von Christen weltweit, empörte sich die PBC: “Wir schämen uns für unser christliches Abendland.”

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Ein Minister, zwei Prälaten und ein “fliegender Teppich” mit Steuergeldern

Dirk Niebel (2.v.l.), hier mit Prälat Felmberg (2.v.r) (© bmz )

Entwicklungsminister Niebel reist erstmals mit Repräsentanten der beiden großen Kirchen

domradio.de

Sie haben oft die gleichen Themen und scheinen doch aus verschiedenen Welten zu stammen: Mit Kirchen mag man Dirk Niebel nicht so recht in Verbindung bringen. Jetzt unternahm der Minister mit Kirchenvertretern eine Kenia-Reise – in größter Harmonie.

Zwei Männer in Schwarz, einer mit Militärmütze – Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP), der evangelische Prälat Bernhard Felmberg und der katholische Prälat Karl Jüsten sind auf den ersten Blick ein ungleiches Gespann. Dabei verbindet die Kirchen mit der Bundesregierung seit einem halben Jahrhundert eine besondere Beziehung: 1962 begann die offizielle Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirchen in der Entwicklungshilfe. Aus diesem Anlass besuchten die drei nun Projekte in Kenia – am Montag kehrten sie zurück.

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Blasphemie-Verbot á la Schick findet keine Unterstützung

Mögliches Blasphemie-Verbot findet bei Parteien keine Unterstützung ©DAPD

SPD-Kirchenexpertin hält Forderung für “überflüssig”

WELT ONLINE

Die Forderung des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick nach einem Verbot gotteslästerlicher Äußerungen ist am Donnerstag bei mehreren Parteien auf deutliche Ablehnung gestoßen. Vertreter von SPD, FDP und Linker kritisierten den Vorstoß unter anderem als “überflüssig” und “in eine komplett falsche Richtung” weisend.

Der Erzbischof hatte am Mittwoch gefordert, alle Religionen durch Strafen auf blasphemische Äußerungen zu schützen. Bislang kann nach dem Strafgesetzbuch die “Beschimpfung von Bekenntnissen” nur dann unter Strafe gestellt werden, wenn eine Störung des öffentlichen Friedens droht.

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Religiöse Beschneidung-Gesucht: Ein Gesetz, das es allen recht macht

Am 07. Mai 2012 fällte das Landgericht in Köln ein folgenschweres Urteil: Es wertete die Beschneidung eines muslimischen Jungen als Körperverletzung. Der ausführende Arzt wurde… – Foto: dpa

Bundestag und Regierung zögern inzwischen mit einem Gesetz zur religiösen Beschneidung. Unter Juristen gibt es dafür unterschiedliche Ideen – und aus religiöser Sicht wenig Spielraum, meint die Rabbinerin und Ärztin Antje Yael Deusel.

Von Andrea DernbachDER TAGESSPIEGEL

Ein Gesetz, das Muslimen und Juden die Beschneidung ihrer Söhne ausdrücklich erlaubt – bis vor wenigen Tagen sah es so aus, als werde es damit sehr rasch gehen. Doch inzwischen mehren sich die Stimmen in Bundestag und Regierung, die zu weniger Eile mahnen – oder gar meinen, man könne auf ein Gesetz trotz des Kölner Urteils verzichten. Aus dem FDP-geführten Justizministerium hieß es letzte Woche, ein gesondertes Gesetz werde es nicht geben.

Zuvor hatte es aus den Reihen der Linkspartei, der Grünen und der SPD Bedenken gegen „ein Hauruck-Verfahren“ (Grünen-Fraktionschefin Renate Künast) gegeben.

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Löning(FDP): “Too stupid to understand science – Try religion!”

Gerhard L. Müller links im Bild

Katholischer Glaubenshüter kritisiert Menschenrechtsbeauftragten

WELT ONLINE

Der oberste katholische Glaubenshüter, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), scharf kritisiert und sich indirekt für seinen Rücktritt ausgesprochen. Löning sei “ein Mann am falschen Platz”, sagte der Präfekt der Glaubenskongregation in einem dapd-Interview und warf dem FDP-Politiker “schreiendes Fehlverhalten” vor.

Löning hatte auf seiner Facebook-Seite den Spruch “Too stupid to understand science – Try religion!” (Zu dumm, die Wissenschaft zu verstehen – versuch es mit der Religion) verbreitet. Anschließend soll er laut Medienberichten unter anderem gesagt haben, er habe die Toleranz von gläubigen Menschen prüfen wollen.

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Ingrid Matthäus-Maier gegen Privilegierung großer Kirchen

Ingrid Matthäus-Maier ist Sprecherin der Kampagne “Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz (GerDiA)”. (Bild: picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)

Obwohl es die Verfassung nicht vorsehe, gebe es in Deutschland faktisch zwei Staatskirchen, beklagt Ingrid Matthäus-Maier: Deren Sonderrolle beim Arbeitsrecht und der Besetzung von staatlichen Kommissionen sei für die große Gruppe der Konfessionslosen nicht hinnehmbar. Als Sprecherin der GerDia-Kampagne kämpfe sie besonders dafür, dass die Diskriminierung von Arbeitnehmern in kirchlichen Unternehmen ein Ende nehme.

Mit Ita NiehausDeutschlandradio Kultur

Ita Niehaus: Wie viel Macht haben die Kirchen in Deutschland? Zu viel – sagen nicht nur die Mitglieder des Ketzerstammtisches Münster. Zahlreiche Konfessionslose und Atheisten fordern seit Langem schon die konsequente Umsetzung der Trennung von Kirche und Staat. Aber kann die säkulare Bewegung auch eine weltweite Kraft werden, die der Macht der organisierten Religionen erfolgreich entgegentritt?

Das ist eine der Fragen, über die zurzeit auf der internationalen atheistischen Tagung in Köln diskutiert wird. Eine der Referentinnen ist Ingrid Matthäus-Maier. Die ehemalige Richterin, FDP- und spätere SPD-Spitzenpolitikerin ist unter anderem Sprecherin der Kampagne “Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz (GerDiA)”.

Ich habe vor dieser Sendung mit Ingrid Matthäus-Maier gesprochen und wollte zunächst von ihr wissen, weshalb die säkulare Bewegung bisher in der breiten Öffentlichkeit kaum so richtig wahrgenommen wird.

Ingrid Matthäus-Maier: Das liegt daran, dass diese säkulare Bewegung aus vielen, vielen einzelnen Gruppen und Institutionen besteht, zum Beispiel in IBKA (Abkürzung für Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten) oder aber, ich selber bin bei der Giordano-Bruno-Stiftung engagiert. Übrigens auch bei IBKA. Dann gibt es den Bund für Geistesfreiheit, dann gibt es die Freidenker schon aus früheren Jahrzehnten oder der Humanistische Verband Deutschlands.

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Politische Patenschaften für verfolgte Christen übernehmen

Wolfgang Baake hat sich für eine rege Nutzung des Programms für politische Partnerschaften der IGFM ausgesprochen. Foto: pro

Mehr Politiker sollten sich für verfolgte Christen einsetzen, indem sie eine Patenschaft für politische Gefangene im Iran bei der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) übernehmen. Das forderte der Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung, Wolfgang Baake.

pro Medienmagazin

“Das Programm für politische Patenschaften der IGFM ist ein ausgezeichnetes Mittel, um auf die Situation politischer Gefangener aufmerksam zu machen”, erklärte Baake am Donnerstag. Die gemeinnützige Internationale Gesellschaft für Menschenrechte mit Sitz in Frankfurt am Main will auch das politische Bewusstsein für Menschenrechtsverletzungen schärfen: “Das archaische, auf der Scharia basierende Rechtssystem bestraft ‘Verbrechen’ wie Abfall vom Islam, Alkoholkonsum, ‘Feindschaft zu Gott’ oder ‘Beleidigung des Führers’”, berichtet die Organisation über die Situation im Iran. Tausende Menschen, darunter Angehörige religiöser, ethnischer oder sexueller Minderheiten würden in dem Land unschuldig und aus politischen Gründen festgehalten.

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Luxemburg: Die Schäfchen des Erzbischofs bekommen himmlische Gehälter
[...]Teuflische 8800 Euro pro Monat!: Die Schäfchen des Erzbischofs bekommen himmlische Gehälter!
…aber bei der Kommunion kennen sie keine Gnade. Es sind Gehälter, bei denen fast alle Luxemburger gnädig in die Knie sinken und Dankesgebete gen Himmel schicken würden. Die Mitarbeiter der Katholischen Kirche im Großherzogtum verdienen göttliche 8800 Euro im Monat! Das belegen die Zahlen, die im Haushalt des Staates Luxemburg stehen. Dort sind für die Löhne der etwa 100 Priester und 120 Mitarbeiter sagenhafte 23 425 030 Euro veranschlagt, inklusive Zuschläge, Prämien, Sozialabgaben und Essensgeld. Dazu stehen noch 6250 Euro für die Bibliothek, 2480 Euro für Weiterbildung und 41 150 Euro unter der Rubrik Sonstiges bereit. Und trotzdem langen die Geistlichen in die Taschen der Gläubigen.[...]

Aua …
[...]Während Erzbischof Zollitsch zum Weltbild-Skandal, der direkt die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche betrifft, nichts einzufallen scheint, nimmt der redefreudige Donauschwabe kunterbunt zu allen möglichen Themen Stellung. So gestern auch – denkbar überflüssig zum Neonazi-Aufreger, dem sich bereits die gesamte deutsche Presse und Politik widmet. Ein führender italienischer Journalist fragte allen Ernstes, ob Deutschland „verrückt“ geworden sei. Ganz Europa fiebere wegen der Finanzkrise und Deutschland gönne sich den „Luxus einer Phantomjagd“. Um mit einem verschmitzten Augenzwinkern hinzuzufügen: „Viel Rauch und wenig Substanz. Ein großes Ablenkungsmanöver.“ Will Erzbischof Zollitsch auch ablenken?[...]

Kirchliches Streikverbot wird Bundestag beschäftigen
[...]Das umstrittene Streikverbot in der Kirche und ihren Sozialunternehmen soll den Bundestag beschäftigen. Eine Woche nach dem Beschluss der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Magdeburg, in dem das Kirchenparlament mit überwältigender Mehrheit das Streikverbot bekräftigte, kündigten Abgeordnete von FDP, Grünen und Linken am Freitag in Kassel politische Initiativen gegen das kirchliche Arbeitsrecht an. Das Arbeitsrecht steht auch nach einer Niederlage der Kirche gegen die Gewerkschaft ver.di vor dem Landesarbeitsgericht Hamm unter Druck. Zum Streikverbot wird im Frühjahr ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt erwartet. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ottmar Schreiner sagte auf einer Fachtagung in Kassel, die jahrelange heftige Kontroverse über die Lohnfindung in der Kirche sei zu einem „politischen Problem geworden, vor dem sich die Parteien nicht verstecken können“. Er kündigte an, dass die SPD-Fraktion ihre Position im kirchlichen Arbeitsrecht formulieren werde: „Ich kann mir keinen Sozialdemokraten vorstellen, der das Streikrecht als Grundrecht aller Bürger infrage stellt.“ Auch die Grünen-Fraktion will ihre Haltung zum Arbeitsrecht der Kirche klären. Wie die Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmecke sagte, strebt sie einen Partei- und Fraktionsbeschluss an, in dem der kirchliche Sonderweg und das Streikverbot für unzulässig erklärt werden. Der Linken-Abgeordnete Raju Sharma kündigte für Anfang nächsten Jahres eine Anhörung im Bundestag zu dem Thema an. Schreiner appellierte an die Verantwortlichen in den Kirchen, ihre Revisionsklage beim Bundesarbeitsgericht zurückzuziehen. Statt dessen sollten sie versuchen, gemeinsam mit ver.di nach einer Vereinbarung zu suchen. Immerhin verhandelten bereits in zwei Landeskirchen Diakonie und ver.di seit Jahren erfolgreich über Löhne. Diese Modell tauge als Zwischenlösung auch auf Bundesebene, sagte Schreiner.[...]

Ratze will in Afrika die Glaubenskonkurrenz bekämpfen
[...]Für das Wohl der Menschen Afrikas können “bloß gute Absichten” und “große Worte” nichts bewirken. Es habe schon so viele internationale Konferenzen und Friedensinitiativen gegeben, aber Worte und Absichten seien jeweils viel größer gewesen als nachfolgende Taten. Das sagte Papst Benedikt XVI. am Freitag während seines Fluges ins westafrikanische Benin vor Journalisten. Die Realität sei weit hinter den Ankündigungen zurückgeblieben, weil Egoismus und Machtstreben ihre Verwirklichung behinderten. Besorgt äußerte sich der Papst über ein teils aggressives Auftreten von Sekten und Pfingstkirchen in Afrika. Die neuen Gruppierungen träten zumeist mit einer simplen, knappen und konkreten Botschaft auf und gewännen ihre Mitglieder durch gefühlsbetonte liturgische Feiern. Ihr Reiz erweise sich jedoch oft als kurzlebig und fragil. Die katholische Kirche müsse diesem Phänomen entgegentreten und ihre Botschaft verständlicher und überzeugender vermitteln. Dies erfordere insbesondere eine Berücksichtigung der afrikanischen Kulturen. Die katholische Kirche dürfe nicht als “europäisches System” wahrgenommen werden. Afrika ist nach den Worten Benedikts XVI. ungeachtet seiner Schwierigkeiten ein “Kontinent der Hoffnung” für die Welt und die Kirche. Es verbreite Frische, Optimismus, Heiterkeit und religiöse Freude. Benin bezeichnete der Papst als “religiöses und politisches Vorbild” für Afrika. Er habe das Land als Reiseziel ausgewählt, weil es über stabile und funktionierende demokratische Strukturen verfüge und Religionsfreiheit gewährleiste. Benedikt XVI. lobte das friedliche Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog in Benin[...]

Kitsch: Gott auf dem iPhone
[...]«Ignio» heisst die Handy-App, mit der die katholische Kirche frische Schäfchen anlocken will. Dahinter steht die amerikanische Gruppe «WeDoBelieve». Sie hat es sich auf die Fahne geschrieben, unter Einsatz moderner Mittel das Evangelium in die Welt hinaus zu tragen. Der in Texas amtende Bischof Kebin J. Farrell hatte Ignio am 21. August offiziell den Segen erteilt, schreibt das christliche Medienmagazin Pro. Das Prinzip dahinter ist simpel: Von nichts kommt nichts! Die User müssen aktiv sein, um das eigene Flämmchen am Brennen zu halten. Und genau darum geht es. Die App zaubert auf das Handy-Display eine brennende Kerze. Helligkeit und Grösse der Flamme zeigen an, wie eifrig der User seinem Glauben nachgeht. Nach zwei Wochen Untätigkeit wird es zappendüster: Nahrung erhält die Flamme durch das Lesen von Bibelpassagen, den Besuch einer Messe, die Lektüre der täglich verschickten Bibelverse, sowie dem Teilen von Gebeten. Die frommen Nutzer können sich über die App mit bis zu elf weiteren Gläubigen vernetzen. An einer gemeinsame Pinnwand lassen sich Gedanken austauschen und Aktivitäten der anderen kommentieren. Bleibt man zwei Wochen lang untätig, erstickt die Flamme. Entzündet werden kann sie nur durch die Kerze eines anderen Users. Offiziell lanciert wurde die App vergangene Woche im US-Bundesstaat Indiana im Rahmen einer katholischen Jugendkonferenz. Eigenen Angaben zufolge soll sie schon über 8000 Mal installiert worden sein. Noch steht die App ausschliesslich für iPhones und iPads zur Verfügung. Künftig sollen aber auch eine Android-Version sowie eine Website angeboten werden. Das Ganze soll mit Spendengeldern in der Höhe von bis zu 120 000 US-Dolllar finanziert werden.[...]

Hübsche Konvertitin präsentiert hässlichen Islam

Die in Pakistan geborene Sabatina James geht in ihrem Buch "Nur die Wahrheit macht uns frei" mit dem Islam hart ins Gericht Foto: FinePic

Eine Bekehrung vom Islam zum Christentum ist ein radikaler Bruch – wie ein komplett neues Leben. Die attraktive junge Pakistanerin Sabatina James ist diesen Weg gegangen. Aber die Schatten der Vergangenheit holen sie immer wieder ein. Vielleicht rechnet sie deshalb in ihrem neuen Buch “Nur die Wahrheit macht uns frei” so brutal ab mit einer Religion, die in ihren Augen nur Unterdrückung bedeutet.

pro Medienmagazin

Die Buchvorstellung war durchaus ungewöhnlich: in einem typischen Berliner Salon – private Umgebung, etwa 50 geladene Gäste, darunter einige Journalisten, Kirchenvertreter, Künstler, Lobbyisten, Politiker. Doch was Sabatina James zu erzählen hatte, stand in krassem Widerspruch zu ihrem fröhlichen Wesen und der freundschaftlich-familiären Wohnzimmeratmosphäre. Ihre Themen sind Folter, Entführungen, Mord – alles im Namen des Islam. Die 28-Jährige weiß, wovon sie redet: Sie wurde zwangsverheiratet, erlebte in Koran-Schulen, wie Kinder zu “Gotteskriegern” im Namen Allahs erzogen wurden, und wurde nach ihrer Bekehrung zum Christentum von ihrer Familie mit dem Tode bedroht. Darüber hatte sie bereits 2004 ein Buch veröffentlicht.

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Lammert: Glaube ist wichtig

Quelle: pro

Durch die Kirchen vermittelte Werte spielen für viele Bundestagsabgeordnete bei ihrer Entscheidungsfindung eine wichtige Rolle. Dies betonte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) bei der Auftaktveranstaltung der 20. “Tage der Begegnung” in Berlin.

pro Medienmagazin

Lammert erklärte, dass er persönlich gerne bereit sei, über seinen christlichen Glauben zu sprechen – allerdings gebe es in seinem politischen Arbeitsfeld Momente, in denen das kontraproduktiv sein könne. “Als ich beispielsweise den Papst im Bundestag begrüßt habe, habe ich das nicht als gläubiger Katholik, sondern in meiner Rolle als Parlamentspräsident getan – in dem Wissen, dass es im Haus auch Menschen gibt, die mit der Rede nicht einverstanden sind.”

Auf die Frage nach dem “allgemeinen Werteverfall” in Deutschland antwortete Lammert, dass dieser eine “Massensuggestion” sei: “Werte werden den Menschen nicht unwichtiger. Es ist aber ein zunehmender Spagat zwischen der Kirchenbindung der Menschen und ihrer Werteorientierung zu beobachten. Werte sind auch denen wichtig, die nicht zur Kirche gehen.

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Philipp Rösler: Der liberal-katholische Sonderfall

Betont einig: Angela Merkel stellte am Dienstag ein Porträt-Buch über Philipp Rösler vor. Foto: pro

Pausen müssen sein, auch bei der Euro-Rettung. Angela Merkel und Philipp Rösler nutzten eine solche am Dienstag, um ein neues Buch vorzustellen. Der Journalist Michael Bröcker hat sich an einem Porträt des FDP-Politikers versucht und zeichnet Rösler als gläubigen und demütigen Katholiken, der mehr kann, als nur nett zu sein.

pro Medienmagazin

In Zeiten der päpstlichen Deutschlandreise, so scheint es, gehört es in der Bundeshauptstadt ein wenig zum guten Ton, stolz seine katholischen Wurzeln zu bekennen. So präsentiert das Porträt-Buch “Glaube. Heimat. FDP” auch den Parteichef Rösler als streitbaren Gläubigen. Passend, dass ausgerechnet die Kanzlerin am Dienstag in Berlin zur Tat schritt, um das Werk gemeinsam mit dem Autor Michael Bröcker und dem Beschriebenen selbst vorzustellen. Denn ein wenig gesellschaftliche Anerkennung tut auch der Bundesregierung derzeit gut – ebenso wie eine Demonstration der Einigkeit. So gaben sich Angela Merkel und Philipp Rösler in der Katholischen Akademie und vor der Hauptstadtpresse betont verbunden, witzelten, zwinkerten sich auf dem Podium zu und zeigten Gemeinsamkeiten in ihren Biografien auf: Eine davon, so erklärte Merkel, sei ihre christliche Herkunft.

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Islam-Unterricht: FDP-Politiker provoziert CDU

Bild: © picture-alliance/dpa - Archiv

Im Streit um den Islam-Unterricht provoziert FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn die Kritiker in der CDU. Er deutete an, auch der christliche Religionsunterricht könnte in Frage stehen. Der Regierungssprecher sieht darin keine Kontroverse.

hr-online

In der vergangenen Woche hatte Hahn zunächst von CDU-Fraktionschef Christean Wagner hören müssen, dass die CDU den Koalitionsvertrag mit der FDP im Punkt Islamunterricht doch eher widerwillig umsetzt. Dann sagte der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Hans-Jürgen Irmer, der “Frankfurter Neuen Presse” (FNP), nach seiner festen Überzeugung komme der bekenntnisorienierte islamische Religionsunterricht in dieser Wahlperiode nicht mehr.

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Bundesregierung will von der Colonia Dignidad nichts wissen

Quelle: ZDF Mediathek

Seit der Flucht mehrerer Mitglieder sorgt die Sektensiedlung in Chile wieder für Schlagzeilen. Berlin gibt Unkenntnis vor und finanziert die Sekte dennoch weiter

Von Harald NeuberTelepolis

Die schweren Menschenrechtsverletzungen in der Deutschensiedlung Colonia Dignidad in Chile werden zunehmend juristisch aufgearbeitet. Nach rechtskräftigen Urteilen gegen ehemalige Funktionäre wegen Beihilfe zu sexuellem Missbrauch, Waffenhandel und Mord hat das Berufungsgericht in der Hauptstadt Santiago de Chile nun erstmals einen Strafprozess wegen systematischer Folterungen in der Siedlung eröffnet.

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