Schlagwort-Archive: FDP

Kiel: Gott in die Verfassung?

“Von Anfang an den Gottesbezug befürwortet”: Schleswig-Holsteins Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) empfängt Sternsinger. Bild: taz/Archiv

Der schleswig-holsteinische Landtag diskutiert, ob ein Gottesbezug in die Verfassung aufgenommen werden soll. Humanisten finden, das widerspreche dem Demokratieprinzip.

Von Gernot Knödler - taz

Die schleswig-holsteinische Landesverfassung könnte in Zukunft einen Hinweis auf Gott enthalten. Im Sonderausschuss des Landtages zur Verfassungsreform wird diskutiert, ob die Präambel, die der Verfassung voran gestellt werden soll, mit einem Gottesbezug versehen wird. Dafür sind die CDU, die Kirchen und der muslimische Schura-Verband. In der SPD, der die Schlüsselrolle zukommt, sind die Meinungen unterschiedlich. Die Humanistische Union hält einen Gottesbezug derweil für „zutiefst undemokratisch, weil Gott nicht verhandelbar ist“.

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Wahl Dodo des Monats November 2013

Dodo des Monats November 2013

Dodo des Monats November 2013

Hier sind die Kandidaten.

  1. Bundesregierung,”Millionenförderung für Projekte zum Reformationsjubiläum.”
  2. Gero Hocker(FDP),”Der grönländische Gelatiere der FDP in Niedersachsen.”
  3. Homöopathen ohne Grenzen, “Globalisierung des Unfugs.”
  4. ZDF, “Mit dem ZDF auf die Gottes Wolke.”
  5. Ties Rabe(SPD), “Waldorf-Esoterik an staatlicher Schule.”
  6. Julia Klöckner(CDU), “Das seltsame Menschenbild.”
  7. Konrad Zehnder, “Christ bleiben, auch als Wissenschaftler.”
  8. Michael Gartner, “Katholischer Kindergarten, Kirche will Anteil deckeln.”
  9. Frank-Walter Steinmeier(SPD), “Betrübnisse und zweite Enteignung.”
  10. Tom Cruise, “Nazi-Anschuldigungen gegen deutschen Verlag.”
  11. Andreas Laun, “Kein Abschied von der Hölle.”
  12.  Gotthard Hänisch, “Zensur.VHS hängt Gemälde ab.”
  13. Evangelische Allianz, “fordert Bundesbeauftragte/n für Religionsfreiheit.”

Die Wahl ist bis zum 07.12. 2013 18:00 befristet. Der Gewinner wird am 08.12., hier auf dem Blog, gewürdigt werden. Mehrfachabstimmungen sind möglich. Viel Spaß.

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Gero Hocker, MdL (FDP): Der grönländische Gelatiere der FDP in Niedersachsen

Peinlich, peinlich dieser Gero Hocker. Er leugnet nicht nur den Klimawandel, nein, er stellt die steile These auf “Vor tausend Jahren war Grönland eisfrei.”
Dummheit, dreist gelogen? Die Beifallklopfer des Landtages in Niedersachsen sind nicht besser.

Es wäre ein einfaches im Alfred Wegener Institut in Bremerhaven aufzukreuzen und sich die dort befindlichen Eisbohrkerne aus Grönland zeigen zu lassen. Anhand dieser Kerne sind lückenlose Eisschichten aus den letzten 100.000 Jahren nachweisbar. Rund 2,9 Millionen Kubikkilometer Eis, stellenweise bis zu 3 km dick, 2,67 Millionen Gigatonnen Gewicht, sind nicht ignorierbar.
So einem Mann kann man noch nicht einmal die Fernbedienung seines Fernseher anvertrauen. Wer wählt sowas in einen Landtag?

Hunderte Millionen für die Kirche zusätzlich zur Steuer

Foto: Infografik Die Welt So viel Geld zahlen die Bundesländer (außer Hamburg und Bremen) als Staatsleistungen an die Kirchen

14 Bundesländer zahlen evangelischer und katholischer Kirche noch immer Ausgleichsgelder für die Enteignungen im 19. Jahrhundert. Nach dem Skandal von Limburg fordern Politiker eine Neuregelung.

Von Matthias KamannDIE WELT

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst könnte in die deutsche Verfassungsgeschichte eingehen. Mit seinem Namen könnte man künftig die überfällige Erfüllung eines Grundgesetzauftrags verbinden. Des Auftrags in Artikel 140. Der stammt schon aus der Weimarer Reichsverfassung von 1919, wurde aber bis heute nicht umgesetzt. Es geht um finanzielle Leistungen des Staates an die Kirchen.

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Kubicki(FDP): Stoppt endlich die Zahlungen aller Deutschen an die Kirchen

Wolfgang Kubicki(FDP), Bild: wikipedia

Die Kirchen in Deutschland bekommen seit Jahrhunderten viel Geld aus der Steuerkasse. Das System war eigentlich nie für die Ewigkeit gedacht. Mit den Zahlungen muss endlich Schluss sein, fordert nun FDP-Politiker Kubicki – ein Kirchenrechtler springt ihm bei.

Von Alexander WendtFOCUS ONLINE

Die sogenannten Staatsleistungen von jährlich insgesamt 480 Millionen Euro für die beiden Großkirchen in Deutschland sollen schnell eingestellt werden, fordert der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki im FOCUS. Ein solcher Schritt, meint der Freidemokrat, sei „notwendig und möglich“. Bund und Länder zahlen mit der jährlichen Überweisung aus den Steuerkassen noch die Entschädigung von rechtsrheinischen Kirchengütern ab, die 1803 in den napoleonischen Kriegen enteignet wurden.

Schon die Verfassung der Weimarer Republik von 1919 gab dem Gesetzgeber den Auftrag, die Zahlungen durch eine einmalige Abfindung zu beenden. Das Grundgesetz übernahm 1949 in Artikel 140 die Zahlungspflicht, aber auch die Aufgabe an den Gesetzgeber, diesen Zustand zu beenden. Mit dem Staatsgeld finanzieren die Kirchen unter anderem Bischofsgehälter und die Altersversorgung ihrer Mitarbeiter.

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Bayern: Neue Staatsregierung ist stark katholisch geprägt

bayern_VGHNur einen Protestanten hat der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in sein neues Kabinett berufen. Markus Söder bleibt Finanzminister und ist außerdem für Landesentwicklung und Heimat zuständig.

kath.net

Dem vorigen Kabinett gehörte zudem der evangelische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) an. Bei der Landtagswahl am 15. September scheiterte die FDP jedoch an der Fünf-Prozent-Hürde, während die CSU mit 47,7 Prozent der abgegebenen Stimmen die absolute Mehrheit im Landtag errang. Die Staatsregierung unter Führung des Katholiken Seehofer hat elf Ministerien, von denen zehn künftig von Katholiken geleitet werden: Christine Haderthauer (Staatskanzlei), Beate Merk (Europa), Joachim Herrmann (Innen), Winfried Bausback (Justiz), Ludwig Spaenle (Kultur), Ilse Aigner (Wirtschaft), Marcel Huber (Umwelt), Helmut Brunner (Landwirtschaft), Emilia Müller (Soziales) und Melanie Huml (Gesundheit). Von den 12,5 Millionen Einwohnern Bayerns sind 53,7 Prozent katholisch und 20,8 Prozent evangelisch. Etwa vier Prozent sind Muslime. Die übrigen gehören anderen Religionsgemeinschaften an oder bezeichnen sich als konfessionslos.

Säkularisation: Entschädigungen bis in alle Ewigkeit

© IMAGO

Vor über 200 Jahren hat der Staat die christlichen Kirchen enteignet. Dafür zahlt er ihnen noch heute Entschädigung – seit Gründung der Bundesrepublik etwa 15 Milliarden Euro. Das Grundgesetz verlangt, damit aufzuhören.

Von Christoph SchäferFrankfurter Allgemeine

An mangelndem Fleiß liegt es nicht. Knapp 800 Gesetzesvorlagen haben die Bundestagsabgeordneten in der laufenden Legislaturperiode behandelt. 553 davon haben sie beschlossen. Einen wichtigen Auftrag des Grundgesetzes aber werden die Parlamentarier des 17. Bundestags links liegen gelassen haben, wenn sie am Montag und Dienstag zum wahrscheinlich letzten Mal zusammenkommen: Auch sie werden die sogenannten Staatsleistungen an die evangelische und die katholische Kirche nicht ablösen. Es geht um etwa 460 Millionen Euro, die der Staat den beiden großen Kirchen jedes Jahr überweist. Experten schätzen, dass die Steuerzahler seit Gründung der Bundesrepublik etwa 15 Milliarden Euro gezahlt haben.

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Liberalismus: FDP war gegenüber Pädophilen toleranter als bislang bekannt

FDP-Zentrale in Berlin: Weder Zwischenrufe noch Nachfragen Bild: stadtentwicklung.berlin.de

Wie offen sympathisierte die FDP mit Pädophilen? SPIEGEL-Recherchen zeigen, dass die Verbindungen in den achtziger Jahren weitaus enger waren, als die Partei heute zugeben will.

SpON

Auch die Liberalen haben pädophile Positionen in ihren Reihen geduldet und unterstützt. Das geht nach SPIEGEL-Recherchen aus Unterlagen des FDP-nahen Archivs des Liberalismus hervor. So sorgte die Berliner FDP beispielsweise dafür, dass die Allgemeine Homosexuelle Arbeitsgemeinschaft Steuergelder erhielt. Dabei forderte deren Arbeitsgruppe Pädophilie öffentlich, Sex zwischen Erwachsenen und Kindern zu entkriminalisieren.

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Wahl Dodo des Monats August 2013

Dodo des Monat August 2013

Dodo des Monat August 2013

Hier sind die Kandidaten:

  1. Jörg Behlen(FDP), Grüne sind “Ökofaschisten.
  2. Volker Kauder(CDU), “Gott nicht aus der Gesellschaft vertreiben.
  3. Bundesregierung, “Garnisonskirche Potsdam: Der deutsche Yasukuni-Schrein.
  4. Manuela Schwesig(SPD),” Kirche kein politikfreier Raum.”
  5. Adrian Löbe, “Die Wurzeln des Abendlandes…
  6. Martin Rötting, “Universitäten sind keine Kirchen,Moscheen, Synagogen.”
  7. Aiman Mazyek, “Evangelikaler vs islamischer Fundamentalismus.”
  8. Johanna Rahner, “Wissen der Kirchen ist Stachel…
  9. Ralf Meister, “Bischof mit Atommüll-Endlager-Kompetenz.”
  10. Adelgunde Mertensacker, “Hasspredigerin darf Homosexualität…
  11. Thomas de Maizière, “Mehr Christen in die Politik…
  12. Joachim Gauck, „Christentum ist unser Erbe.”
  13. Frank-Walter Steinmeier(SPD), “Ehe für homosexuelle Paare für überholt…
  14. Julia Klöckner(CDU), “Schwarz-grüner Kulturkampf…
  15. Arnold Angenendt, “Wieviel Gutes hat das Christentum hervorgebracht.”

Die Wahl ist bis zum 07. September 18:00 Uhr befristet. Mehrfach-Auswahl ist möglich. Der Gewinner wird am 08.September 2013 in einer Laudatio, hier auf dem Blog, gewürdigt. Viel Spaß!

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FDP-Politiker: Grüne sind “Ökofaschisten”, “Ökofaschistidioten” und Drecksnazis der linken Szene

Schon einmal antwortete ein FDP-Politiker mit einem Nazi-Vergleich auf die Veggie-Day-Pläne der Grünen Screenshot der Tagesspiegel

Für einen Landkreis-Chef der FDP tragen die Vegetarismus-Vorstöße der Grünen „im Kern faschistische Züge“: Als „Ökofaschistidioten“, „Drecksnazis der linken Szene“ oder „linke SA“ bezeichnet er die Partei im Internet – und erntet Entsetzen.

FOCUS ONLINE

Die Spitze der hessischen FDP ist auf Distanz zu einem liberalen Bundestagskandidaten gegangen, der die Grünen mehrfach als „Ökofaschisten“ bezeichnet hat. Der Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn und Fraktionschef Wolfgang Greilich sagten am Montag dem Radiosender hr-iNFO, die Wortwahl des Marburger Kandidaten Jörg Behlen sei nicht der Stil der FDP Hessen. Personelle Konsequenzen werde es aber keine geben. Die Grünen sehen hingegen „die Grenzen der politischen Auseinandersetzung bei weitem überschritten“.

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Bundestagswahl: Was die Parteien zu Staat und Kirche sagen

Foto: Collage/Fotolia/Thinkstock

Fast 800 Seiten umfassen die Wahlprogramme der fünf Bundestagsparteien insgesamt. Schwierig, da vor der Wahl im September einen Überblick zu bekommen. Wir haben uns die Programme angeschaut und bei den Parteien nachgefragt. Ab heute stellen wir jeden Montag und Donnerstag bis zur Wahl die verschiedenen Positionen zu einer bestimmten Frage dar: Heute zum Verhältnis von Staat und Religion.

Von Paul Croneevangelisch.de

CDU/CSU

Die Unionsparteien bekennen sich in ihrem Wahlprogramm “ausdrücklich zur christlichen Prägung unseres Landes wie auch zum Respekt vor jeder Glaubensüberzeugung”.

CDU und CSU betonen dabei die Leistungen der Kirchen und Religionsgemeinschaften für das Gemeinwesen und die Rolle der christlichen Kirchen und ihrer Wohlfahrtsverbände in vielen Bereichen der Gesellschaft, darunter im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Ehrenamt und bei der nichtstaatlichen Entwicklungszusammenarbeit. Der Staat unterstütze deshalb die Kirche zu Recht umfangreich. Auch den Beitrag der muslimischen Vereine und Verbände zur Integration und interkulturellem Dialog würdigt die Union in ihrem Programm.

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Missbrauch: Alice Schwarzer kritisiert Humanistische Union, taz, Grüne und FDP

Bild: wikipedia

Schwarzer kritisiert Grüne, Kreise der FDP, die «Humanistische Union» und auch Medien wie die Berliner «tageszeitung (taz)» CDU-Politiker Armin Laschet: Beim Missbrauchsskandal der katholischen Kirche sei man «nicht so gnädig» gewesen

kath.net

Die Publizistin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer erhebt Vorwürfe gegen die Medien bei der Aufklärung des Pädophilen-Skandals im progressiven Milieu. In einer Talkshow zu Missbrauchs-Fällen in katholischen Internaten habe sie 2010 auch auf den Skandal in der Odenwald-Schule hinweisen wollen, doch ihr sei «hart das Wort abgeschnitten» worden, schreibt Schwarzer am Montag in ihrem Blog. «Es ist gut, dass endlich darüber geredet wird.»

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CARITAS Köln: Geld, Geld und die Opposition

CDU, FDP und Linke verhindern Abstimmung über Zuschüsse für Sozialverbände Foto: dpa

Im Streit um Zuschüsse für Kölns größten Sozialverband, die Caritas, ist es zu einem Eklat gekommen. Der katholische Träger soll 470.000 Euro weniger bekommen. Kirche und die CDU sprechen von Kungelei und ließen eine Sondersitzung platzen.

Von Helmut FrangenbergKölner Stadt-Anzeiger

 

Im Streit um Zuschüsse für Kölns große Wohlfahrtsverbände ist es im Jugendhilfeausschuss des Stadtrates zu einem Eklat gekommen: Weil Mitglieder von CDU, FDP, Linken und der Sportjugend den Ausschuss boykottierten, war er nicht beschlussfähig. Der stellvertretende Ausschussvorsitzende, Helge Schlieben von der CDU, der die Sitzung leitete, ließ die Sondersitzung platzen. Wenn am Donnerstag der Sozialausschuss die Zuschussverteilung berät, ist wohl ähnliches geplant.

Die Opposition im Stadtrat hat sich für eine ungewöhnliche Form des Protestes entschieden. SPD und Grüne sprechen von einem Verstoß gegen demokratische Spielregeln und „destruktiver Blockade“. Die Gegner kontern mit dem Vorwurf, eines unfairen Verfahrens, werfen SPD, Grünen und Stadtverwaltung Tricks und „politische Spielchen“ vor.

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Kirchenrecht bleibt leider so, wie es schon immer war – Amen

Bild: dpa

Gerade 40 Sekunden benötigte der Bundestag, um den lästigen Tagesordnungspunkt abzuhandeln. Im Schnellverfahren votierten am frühen Freitagmorgen die wenigen noch im Plenum anwesenden Abgeordneten um 0.26 Uhr ohne Aussprache, aber mit großer Mehrheit dafür, weiterhin das Grundgesetz zu ignorieren.

Kommentar von Pascal Beuckertaz

Wenn es um das gute Verhältnis zu den beiden Großkirchen geht, kommt es für die Fraktionen von CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen nicht so drauf an. Gemeinsam stimmte die ganz große Koalition gegen einen Gesetzentwurf der Linkspartei, der den Einstieg in den Ausstieg aus den historisch begründeten Staatsleistungen an die Kirchen bedeutet hätte.

Unglaublich, aber wahr: Damit bleibt ein seit 94 Jahren bestehender Verfassungsauftrag nach wie vor unerfüllt. Dabei ist der Auftrag eindeutig: “Die auf Gesetz, Vertrag oder besonderen Rechtstiteln beruhenden Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften werden durch die Landesgesetzgebung abgelöst. Die Grundsätze hierfür stellt das Reich auf.” So legte es 1919 die Weimarer Verfassung fest, so wurde es auch ins Grundgesetz übernommen. Geschehen ist seither: nichts. Der jetzt gescheiterte Vorstoß der Linkspartei war der erste überhaupt seit Gründung der Bundesrepublik, die skandalöse staatliche Alimentierungspraxis zu beenden.

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Israel-Boykott und Abschaffung der Ehe: Kritik an Grünen nimmt zu

Foto: Grüne Jugend

Politiker von Union, SPD und FDP haben die Forderung der Grünen kritisiert, Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland beim Import gesondert zu kennzeichnen. Auch die Israelische Botschaft hat deutlichen Protest eingelegt. Die „Grüne Jugend“ will indes mit Forderungen zur „Überwindung der Zweigeschlechtlichkeit“ punkten.

pro Medienmagazin

Die israelische Botschaft in Berlin verurteilte die Forderung der Grünen, nach der importierte Produkte aus israelischen Siedlungen als solche gekennzeichnet werden sollen. Solch eine Regelung führe zum Boykott israelischer Produkte. Die Grünen hatten am 26. April eine entsprechende Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Die Botschaft bezeichnete diese als „einen weiteren Versuch, Israel negativ auszusondern“ und das Land wirtschaftlich zu boykottieren, zitiert die Tageszeitung Die Welt aus einer entsprechenden Stellungnahme. Außerdem sei es „höchst unglücklich“, dass die Grünen sich auf ein Thema fokussierten, das sich erst durch eine Einigung zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde wirklich lösen lasse. Die Grünen sollten sich stattdessen dafür einsetzen, die Palästinenser wieder zu vorurteilsfreien Verhandlungen mit Israel zu bewegen.

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Kirchensteuer: Das Finanzamt als Inkassobüro

Bild: Legal Tribune Online

Ihre Steuern lässt die Kirche nach wie vor vom Staat verwalten. Die FDP Sachsen will das nun ändern, die Kirche soll künftig selbst ihre Gelder eintreiben. Thomas Traub erklärt den status quo, der für beide Seiten ökonomisch sinnvoll ist, und warum der Vorschlag eher von Papst Franziskus als von den Liberalen kommen müsste.

Legal Tribune Online

Jedes Jahr nehmen die Kirchen etwa neun Milliarden Euro Kirchensteuer ein. Berechnet und eingezogen wird dieses Geld ganz überwiegend von den staatlichen Finanzämtern. Auf ihrem Landesparteitag am vergangenen Wochenende haben die sächsischen Liberalen dieses System in Frage gestellt und vorgeschlagen, den Kirchen künftig den Einzug ihrer Steuer selbst zu überlassen.

Der Vorschlag hat wenig Aussicht, umgesetzt zu werden. Verfassungsrechtlich braucht man ihn nicht, vertragsrechtlich ist er höchst problematisch und rechtspolitisch wird er vom sächsischen Koalitionspartner, der CDU, abgelehnt.

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FDP in Sachsen: Kirchensteuer abschaffen

Bild: mz-web.de

Religionsunterricht soll nicht mehr konfessionsgebunden sein

kath.net

Die FDP in Sachsen möchte die Kirchensteuer in ihrer jetzigen Form abschaffen. Außerdem soll der konfessionelle Religionsunterricht zu einem nicht konfessionsgebundenen Religions- und Ethikunterricht weiterentwickelt werden. Einen entsprechenden Leitantrag verabschiedete die FDP auf ihrem Parteitag am 23. März in Neukieritzsch bei Leipzig.

Dem Papier zufolge sollen die Kirchen die Beiträge ihrer Mitglieder künftig selbst erheben. Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende, Holger Zastrow, der mit 95,9 Prozent der Stimmen als sächsischer Landesvorsitzender wiedergewählt wurde, verteidigte darüber hinaus das Vorhaben, die jährlichen Zahlungen des Freistaates Sachsen an die Kirchen in Höhe von derzeit rund 23 Millionen Euro auf den Prüfstand zu stellen.

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Gott sei Dank: Nur wenig bekennende Atheisten in Deutschland

Bild: politikforen.net

Meinungsforscher: Nicht einmal jeder fünfte leugnet Gott

kath.net

Atheisten sind in Deutschland eine kleine Minderheit. Nicht einmal jeder fünfte Bürger (17 Prozent) ist ein Gottesleugner. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts für neue soziale Antworten (INSA) in Erfurt unter mehr als 2.000 Bürgern. Der Studie zufolge ist selbst unter jenen, die keiner Kirche oder Religionsgemeinschaft angehören, nur jeder Dritte Atheist. Von den befragten Protestanten erklärten 8 Prozent, dass es keinen Gott gibt; bei den Katholiken waren es 6 Prozent.

Atheisten vor allem bei Linken und Piraten

Kaum überraschen können die Ergebnisse im Bezug auf die Politik. Überdurchschnittlich viele Atheisten finden sich unter den Linken (32 Prozent) und den Piraten (31 Prozent). Am geringsten ist die Zahl bei den Anhängern von CDU/CSU (9 Prozent) und FDP (15 Prozent). Auch bei den Grünen (16 Prozent) und den Sozialdemokraten (17 Prozent) finden sich relativ wenige Atheisten.

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BMI-Friedrich befürwortet deutschlandweiten Feiertag zum Reformationsjubiläum

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bei einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) am 12.Dsezember im Jakob-Kaiser-Haus in Berlin. © epd-bild / Rolf Zöllner

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) unterstützt die Forderung nach einem bundesweiten Feiertag zum Reformationsjubiläum 2017. Er würde es begrüßen, wenn die Bundesländer den Tag des 500. Reformationsjubiläums als gesetzlichen Feiertag anordnen würden, sagte Friedrich in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Man sollte den Anlass aber nicht mit dieser Frage überlagern, ergänzte er zugleich.

Von Corinna Buschow und Thomas Schillerepd

Der Reformationstag ist nur in den ostdeutschen Bundesländern mit Ausnahme Berlins gesetzlicher Feiertag. Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hatte im November gefordert, den 31. Oktober 2017 bundesweit zum Feiertag zu machen.

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Hessen: Muslime für Abschaffung der Sargpflicht

Muslim-Organisationen werben für die Abschaffung der Sargpflicht – Kommunen und Koalition im hessischen Landtag lehnen dies aber ab. ©DPA

Die Sargpflicht abzuschaffen – diese bitte haben der Zentralrat der Muslime und Islamische Religionsgemeinschaft Hessen im Landtag vorgetragen. Vertreter der großen christlichen Kirchen machten keine Einwände geltend.

Frankfurter Allgemeine

Die in Hessen lebenden Muslime haben für die Abschaffung der Sargpflicht bei Beerdigungen geworben. „Heimat ist da, wo man leben und auch sterben darf“, sagte Hamza Wördemann vom Zentralrat der Muslime Deutschland bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag. Er befürwortete damit eine entsprechende SPD-Initiative. Bestattungen in weißen Tüchern, wie es im Islam üblich sei, werde die Identifikation der Einwanderer mit Deutschland verstärken.

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