Schlagwort-Archive: Federico Lombardi

Elefanten: Christlicher Glaube soll Bio-Diversität einschließen

Elefantenherde in freier Wildbahn. (Foto: Flickr, carlesmicro, 2013)

Vatikansprecher Federico Lombardi hat in seinem Antwortschreiben an das Magazin “National Geographic” mitgeteilt, dass der Vatikan nie zum Gebrauch von Elfenbein in der Kirche ermutigt habe. Der christliche Glaube schliesse die Biodiversität mit ein, so Lombardi. Dies meldete “Radio Vatikan” am Freitag auf seinem Blog.

kipa-apic

“Der Vatikan verteidigt Elefanten, die kirchliche Soziallehre und seinen eigenen Namen.” So beginnt ein Artikel auf der Webseite einer italienischen Zeitung über einen Austausch zwischen der Zeitschrift “National Geographic” und dem Vatikan. Ursache war ein Artikel des Magazins im vergangenen Oktober, der der Kirche allgemein und dem Vatikan im Besonderen vorwarf, nichts gegen den Elfenbeinschmuggel zu tun und damit Verantwortung zu tragen für den Tod und das Aussterben des Elefanten.

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König-Abdullah-Zentrum: Vatikan weist Kritik zurück

foto: standard/cremer
Die Intiative liberaler Muslime in Österreich protestiert gegen das Zentrum für interreligiösen Dialog.

Das Zentrum für interreligiösen Dialog sei keine Einrichtung “für die Regierung von Saudi-Arabien allein”, heißt es aus dem Vatikan.

Die Presse.com

Der Vatikan hat Kritik an einem angeblich zu großen Einfluss Saudi Arabiens auf das Wiener König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen Dialog zurückgewiesen. Das Zentrum, das am kommenden Montag unter anderem von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in der Wiener Hofburg eröffnet werden soll, sei “eine unabhängige, internationale Institution” und “kein Zentrum für die Regierung von Saudi-Arabien alleine”, erklärte der Sprecher des Vatikans, Federico Lombardi, am Freitag laut Kathpress in einer Pressemitteilung.

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Vatileaks: Angebliche Komplizen enttarnt

Hatte er Komplizen? Ex-Kammerdiener Paolo Gabriele (vorne) zusammen mit dem Papst (Archivbild)
Reuters/ALESSANDRO BIANCHi

Seit Monaten spekuliert Rom über die Frage, ob der Maulwurf im Vatikan Helfer hatte. Eine italienische Zeitung nennt in der Enthüllungsaffäre “Vatikleaks” Namen – der Vatikan dementiert empört.

Financial Times Deutschland

In der Enthüllungsaffäre “Vatileaks” könnte der verdächtigte Kammerdiener des Papstes einem Bericht der Zeitung “La Repubblica” zufolge drei Komplizen gehabt haben. Sie arbeiteten alle im Umfeld von Papst Benedikt XVI., schreibt das Blatt am Montag, ohne Quellen zu nennen. Von den vatikanischen Ermittlern verdächtigt würden Benedikts Haushälterin und Beraterin Ingrid Stampa, der deutsche Kurienbischof Josef Clemens sowie der für Papst-Reden verantwortliche italienische Kardinal Paolo Sardi. Sie hätten auch vertrauten Umgang mit dem Kammerdiener Paolo Gabriele gehabt. Der Vatikan ist empört und dementierte den Bericht als falsch.

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Fox-News, Opus Dei und der Vatikan

Bild: The Garlic

Fox News, Dodo-Preisträger und außerordentlicher Bildungsträger der USA, die Erfolge bei der Analphabetisierung der US sind schon bemerkenswert, schicken ihren besten Mann als Kommunikationsstrategen in den Vatikan.

Vatikan engagiert US-Journalisten als Kommunikationsstrategen

Deutschlandradio Kultur

In der Zusammenarbeit mit den Medien hat der Vatikan in letzter Zeit nicht immer glücklich agiert. Das soll sich jetzt ändern. Im Staatssekretariat wurde die Stelle eines Kommunikationsstrategen geschaffen. Übernehmen soll den Posten der US-Amerikaner Greg Burke. Das bestätigte der Sprecher des Vatikans, Federico Lombardi. Burke war bislang Korrespondent des konservativen Fernsehsenders Fox News in Rom und ist Mitglied der konservativen Bewegung Opus Dei. – In den vergangenen Monaten waren im Zuge des “Vatileaks” genannten Skandals immer wieder vertrauliche Dokumente aus dem Umfeld Papst Benedikts des Sechzehnten an die Öffentlichkeit gelangt.

Legionäre Christi: Sieben Missbrauchsfälle

Bild: katholisches.info

Orden arbeitet nach eigenen Angaben bei Aufklärung der Fälle eng mit den staatlichen Behörden in den betroffenen Ländern zusammen

kathweb

Der katholische Orden Legionäre Christi hat dem Vatikan nach eigenen Angaben sieben mutmaßliche Fälle von Kindesmissbrauch durch Priester in seinen Reihen gemeldet. Sechs der Fälle lägen “Jahrzehnte zurück”, einer beziehe sich jedoch auf “aktuelle Ereignisse”, sagte der Pressesprecher des deutschen Zweiges, Karl-Olaf Bergmann, am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Düsseldorf. Keiner der Fälle habe sich in Deutschland ereignet.

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“Vatileaks” beunruhigt die Kirchenführung

Bild: vatileaks.com

Am Samstag schien im Vatikan die Welt wieder in Ordnung. Chormusik erfüllte den Petersdom, der Purpur der Kardinäle sorgte für eine farbenprächtige Kulisse, die uralte Zeremonie des Konsistoriums zog tausende Gläubige an.

derStandard.at

Die Besorgnis über die jüngsten Indiskretionen und Intrigen aber konnte sie nur für einen Tag verdrängen. Der ansonsten eher spröde Vatikan-Sprecher Federico Lombardi ließ sich eine originelle Formulierung der jüngsten Enthüllungen einfallen: Vatileaks. Er räumte ein, dass es sich um ein “echtes Problem” handle, man sich aber dadurch nicht entmutigen lassen werde. Man werde sich nicht “in den Strudel der Verwirrung ziehen” lassen.

Während der Vatikan fieberhaft nach den Maulwürfen im Staatssekretariat fahndete, publizierte die Zeitung Il Fatto letzte Woche ein neues Dokument über angebliche Geldwäsche durch die Vatikanbank IOR. Wurden die geheimen Unterlagen wirklich an die Medien verkauft, wie La Repubblica erfahren haben will? Oder ist deren Preisgabe Teil einer Intrige gegen den ungeliebten Staatssekretär Tarcisio Bertone? Kein Zweifel: Der 77-Jährige hat viele Gegner. Zu ihnen gehört der umtriebige Kardinal Mauro Piacenza, Präfekt der mächtigen Kongregation für den Klerus. Der 68-Jährige, ein Kenner der Ränkespiele der Kurie, will Bertone als Staatssekretär nachfolgen.

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Klagedrohung aus dem Vatikan

Eine TV-Dokumentation über Korruption und Intrigen im Vatikan sorgt in Italien für Aufregung. Die Kirchenführung hat dem TV-Sender La 7 mit einer Verleumdungsklage gedroht – ein bisher einmaliger Vorgang. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi sprach von “tendenziösem Journalismus” .

derStandard.at

Der als Autor des Bestsellers Vatikan GmbH bekannte Journalist Gianluigi Nuzzi zeigte in der Sendung ein vertrauliches Schreiben an Staatssekretär Kardinal Tarcisio Bertone. Darin beschwert sich Erzbischof Carlo Maria Viganó über Fälle von Korruption, Misswirtschaft, Unterschlagung und Intrigen.

Viganó war bis zu seiner Absetzung vor wenigen Monaten Direktor des päpstlichen Governatorats, das für die Finanz-und Haushaltspolitik des Kirchenstaats zuständig ist.

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Der Vatikan und die UNO

oecumene.radiovaticana.org

Vatikansprecher Federico Lombardi verteidigt das Mitwirken des Heiligen Stuhls bei der UNO. In seinem Editorial für Radio Vatikan sagte der Jesuit an diesem Samstag:

„Manchmal wird gefragt, warum eine religiöse Autorität wie der Heilige Stuhl an den Arbeiten einer globalen Einrichtung wie der UNO-Vollversammlung teilnimmt, wo es doch häufig zu harten politischen Auseinandersetzungen kommt. Da muss man zunächst betonen, dass der Heilige Stuhl nur den Status des Beobachters hat, also nicht an den Abstimmungen teilnimmt.“

Radio Vatikan

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Danke Herr Fussek, Sie, als Engel der Pflege, müssen es ja auch wissen
[...]Die Entscheidung der katholischen Kirche, eine Caritas-Altenpflegerin nach 33 Jahren zu feuern, weil sie aus der Kirche ausgetreten ist, nennt der bekannte Münchner Pflegekritiker Claus Fussek ‘verlogen’. Zum SZ-Bericht über den Fall von ElisabethW., der nach dem Rauswurf auch noch das Arbeitslosengeld gekürzt werden sollte, sagt der Experte: ‘Es ist absurd, wenn die Verbände von christlicher Nächstenliebe, Zivilcourage und sozialen Werten reden, ihr Personal in Arbeitsverträgen und Selbstverpflichtungen darauf einschwören, aber dann völlig gegensätzlich handeln.’ In den vergangen 25 Jahren hätten ihm verzweifelte Pflegekräfte aus christlichen Verbänden vertraulich über unmenschliche Arbeitsbedingungen und Pflege-Missstände berichtet. ‘Es herrscht aber eine Allianz des Schweigens – aus Angst vor arbeitsrechtlichen Konsequenzen’, behauptet Fussek. ‘Viele Pflegekräfte müssen sogar Schweigeverpflichtungen unterschreiben und dürfen daher auch nicht über Missstände berichten.’ Man hole Pflegekräfte aus Osteuropa und anderen Ländern, ‘auch Menschen mit anderer Religionszugehörigkeit’, aber hier werde jemand entlassen, der aus der Kirche austrete. Fussek fordert die kirchlichen Heimträger auf, ‘endlich offen diese Probleme zu thematisieren’ und sich so zum ehrlichen Anwalt der Pflegebedürftigen und Pflegekräfte zu machen.Ekkehard Müller-Jentsch[...]

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Christliche Freude über den Tod eines Menschen

Flugblatt der US-Streitkräfte (links: Aiman az-Zawahiri, rechts: Osama bin Laden) Der Text verspricht eine Belohnung von 25 Millionen US-Dollar. Quelle: wikipedia

Dürfen sich christliche Politiker über den Tod eines Menschen freuen? Ja, finden Merkel und Seehofer und begrüßen die Tötung Osama bin Ladens. Bei vielen Menschen lösen sie damit ziemliches Unbehagen aus – über Parteigrenzen hinweg.

Von Thorsten Denklersueddeutsche.de

Günther Beckstein hat am Frühstückstisch mit seiner Frau diskutiert. Es ging um dieses gewisse Unbehagen, das beide empfinden – darüber, dass weltweit Jubel und Freude herrschen, weil die Amerikaner den Terrorfürsten Osama bin Laden getötet haben. Eine Freude, die auch deutsche Politiker teilen.

Vorneweg die beiden höchsten Repräsentanten der christlichen Parteien: Angela Merkel und Horst Seehofer. Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Seehofer lässt sich zitieren mit einem “Gefühl der Freude”, das ihn erfasst habe. Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Merkel spricht es ganz klar aus: “Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten. Das ist es, was jetzt für mich zählt.”

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“Geheimakte Mixa”

Quelle: BR

Erneut Vorwürfe gegen den zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa: Die Süddeutsche Zeitung berichtet von einer geheimen “Akte Mixa”, die dem Papst vorliege. Darin gehe es um Alkoholmissbrauch und sexuelle Übergriffe. Mixas Anwalt forderte die Offenlegung der angeblichen Quellen.

BR – online

Das bislang geheime Dossier zum Fall Mixa habe Papst Benedikt XVI. bei der Entscheidung über das Rücktrittsgesuch des umstrittenen Bischofs vorgelegen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Zeugen aus dem engsten persönlichen Umfeld Mixas sprächen darin von Mixa “als schwer alkoholkranken Mann”. Andere Zeugen schilderten homosexuelle Übergriffe des Bischofs in seiner Zeit als Stadtpfarrer, der “am Morgen danach erst zur Beichte ging, ehe er wieder die Messe zelebrierte”, heißt es in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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Ein heiliges silentium secretum

Erst im April dieses Jahres wurde das Schweigegebot Groers aufgehoben, Quelle: der Standard.at

Ein bisher unbekanntes Schreiben Kardinal Groers scheint die Vertuschung durch den Vatikan zu belegen. Ein neuer Zeuge behauptet: Rom und Österreichs Bischöfe wussten über den sexuellen Missbrauch durch Groer weit früher Bescheid als zugegeben.

Von Otmar Lahodynskyprofil.online.at

Ein handschriftlicher Brief sorgt derzeit in der katholischen Laien-Plattform „Wir sind Kirche“ für Aufregung. Obmann Hans Peter Hurka hat ihn von der Witwe eines Freundes von Kardinal Hans Hermann Groer erhalten. Geschrieben hat ihn der ehemalige Wiener Erzbischof im Mai 1998, als er in der vom Vatikan verfügten Verbannung im Frauenkloster Goppeln bei Dresden lebte.

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Das große katholische Täuschen

Christopher Hitchens, Quelle: spirituality.fiu.edu

Große katholische Vertuschung

Von Christopher HitchensFR

Am 10. März sagte Gabriele Amorth, der seit 25 Jahren das anspruchsvolle Amt des offiziellen Exorzisten der Diözese Rom bekleidet, dass im Vatikan “der Teufel am Werk” und der viel zitierte “Rauch des Satans” tatsächlich in die heiligen Räume eingezogen sei – auch im Hinblick auf die jüngsten Berichte über Gewalt und Pädophilie. Das mag den Verdacht bestätigen, dass hinter den heiligen Mauern wirklich schreckliche Dinge vorgefallen sind, obwohl für die meisten Fragen immer eine plausible Erklärung parat zu sein scheint.

Im Zuge der jüngsten Enthüllungen über die Verwicklung des Vatikans in die nicht enden wollenden Skandale um Kindesmissbrauch machte ein Sprecher des Heiligen Stuhls ein Zugeständnis in Form eines Dementis. Es sei offensichtlich, sagte Hochwürden Federico Lombardi, dass “man versucht, den Heiligen Vater persönlich mit den Missbrauchsvorwürfen in Verbindung zu bringen.” Dieser Versuch, so fuhr er fort, sei aber gescheitert.

Er lag gleich zweimal falsch. Erstens hat niemand sich bemühen müssen, eine Verbindung herzustellen, entsprechende Hinweise sind von ganz allein ans Licht gekommen. Zweitens hat die Aufdeckung der Verstrickung von höchsten Führungspersönlichkeiten der römisch-katholischen Kirche in derlei Skandale erst begonnen.

Das war kaum mehr zu vermeiden, als das Kardinalskollegium ausgerechnet den Mann zum Papst wählte, der die Angelegenheit ursprünglich vertuscht hatte. Einer, der bei dieser “Wahl” seine hochwürdige Stimme abgab, war übrigens Kardinal Bernard Law aus Boston, dem die Jurisprudenz des Staates Massachusetts bereits auf die Pelle gerückt war.

Es geht hier um zwei Dinge: Zum einen um die persönliche Rolle des Papstes bei einem der Vorfälle, zum anderen um seine allgemeine und institutionalisierte Verantwortlichkeit für kriminelle Handlungen und die damit einhergehende Schande. Ersteres ist schnell beschrieben und wird auch nicht geleugnet. Im Jahre 1979 wurde ein elfjähriger Junge aus Deutschland namens Wilfried F. von einem Priester auf einen Ausflug in die Berge mitgenommen.

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Austrittswelle in Österreich

Nach den Missbrauchsfällen innerhalb der Erzabtei St. Peter wird die Zahl der Kirchenaustritte wieder höher. (Bild: SN/Ratzer).

Nach den Missbrauchsfällen innerhalb der Erzabtei St. Peter wird die Zahl der Kirchenaustritte wieder höher. (Bild: SN/Ratzer).

Salzburger Nachrichten

Die Vergangenheit holt die katholische Kirche ein: Immer mehr Fälle von Missbrauch und Gewalt aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren in Kircheneinrichtungen werden bekannt. Die eine Folge: Eine neue Austrittswelle ist im Gang, die jene des Vorjahres – ausgelöst durch die Designierung des Win dischgarstener Pfarrers Gerhard Maria Wagner zum Linzer Weihbischof – weit übertreffen dürfte. Die andere Folge: Die Kirche reagiert und enthebt immer mehr Täter ihrer Ämter. Als äußerst bemerkenswert bewerteten Vatikan experten, was am Donnerstag im Leitartikel der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ erscheinen durfte: Die Historikerin Lucetta Scaraffia stellte darin die These auf, dass mehr Frauen in den Entscheidungsgremien der katholischen Kirche möglicherweise Missbrauchsfälle verhindert und die männliche Mauer des Schweigens durchbrochen hätten. Denn Frauen seien eher bereit, Kinder und Jugendliche gegen sexuelle Übergriffe zu verteidigen.

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