Schlagwort-Archive: Großbritannien

Atheisten-Happening in London: Gottesdienst ohne Gott

Auch viele Menschen, die nicht an einen Gott glauben, sehnen sich nach jenen Ritualen, die eine Kirchengemeinde zusammenschweißen. Das zeigt ein Beispiel aus Großbritannien: In London finden regelmäßig Sonntagsversammlungen für Ungläubige statt – mit Gesang und Predigt, aber ganz ohne Gott.

Von Christina KüfnerDeutschlandradio Kultur

Eine knappe Stunde noch, dann wird die Conway Hall – ein holzgetäfelter Festsaal im Zentrum von London – zu einem völlig gottlosen Ort. Sanderson Jones steht auf der Bühne und geht mit seinen Musikern noch einmal durch, wie alles ablaufen soll.

Erst die Begrüßung, dann einige Lesungen. Dazwischen Musik und Gesang, zum Schluss eine Ansprache. Vom Ablauf her ist die “Sunday Assembly”, die Sonntagsversammlung für Ungläubige, einem Gottesdienst verblüffend ähnlich. Das sei auch gar nicht verwunderlich, sagt Sanderson Jones während er sein Manuskript sortiert. Denn bis auf die Sache mit Gott laufe in den Kirchen ja eigentlich auch alles richtig.

“Es werden Lieder gesungen und Vorträge gehalten, die einen dazu bringen über sein eigenes Leben nachzudenken. Außerdem ist da dieses tolle Gemeinschaftsgefühl. Nur leider steht im Zentrum von alldem etwas, an das ich einfach nicht glauben kann.”

Sanderson Jones sieht – paradoxerweise – aus wie ein Bilderbuch-Jesus: Knapp zwei Meter groß, blondes langes Haar, dazu ein rauschender Vollbart. Von Beruf ist der 32-jährige Brite Komiker. Zusammen mit einer Kollegin aus der Londoner Comedy-Szene hat er die Sonntagsversammlungen für Atheisten ins Leben gerufen. Nicht, um sich über die Kirche lustig zu machen. Sondern weil er findet, dass man keinen Glauben haben muss, um gemeinsam singen, feiern und nachzudenken zu können.

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Grafschaft Flintshire: Gratis Schulbus – nur mit Taufschein

flintshireIn dem Streit geht es um Glaube, Diskriminierung und Schulbusse. In der walisischen Grafschaft Flintshire sollen Kinder, die eine Schule katholischer Trägerschaft besuchen, künftig nur noch dann den Gratis-Schulbus benutzen dürfen, wenn sie einen Konfessionsnachweis erbracht haben, zum Beispiel durch eine Taufurkunde.

Deutschlandradio Kultur

Nach Angaben des britischen Telegraph soll die Regel im kommenden Jahr in Kraft treten. Eine Initiative von Eltern und Geistlichen wirft den Regionalbehörden angesichts der Pläne Diskriminierung Nichtgläubiger vor. Diese verweisen in einer Stellungnahme auf geforderte Kürzungen öffentlicher Ausgaben.

Keith O´Brien: Schottischer Kardinal gesteht sexuelles Fehlverhalten

Der schottische Kardinal Keith O´Brien, dpa

Der zurückgetretene schottische Kardinal Keith O´Brien hat sexuelles Fehlverhalten in früheren Jahren eingeräumt. Die Vorwürfe drehen sich um „unangemessenes“ Verhalten gegenüber jungen Priestern. O’Brien sollte ursprünglich an der Papst-Wahl teilnehmen.

FOCUS ONLINE

Der schottische Kardinal Keith O´Brien, bis zum 25. Februar der ranghöchste Würdenträger der katholischen Kirche in Großbritannien, zieht sich völlig aus dem Kirchenleben zurück. „Ich werde den Rest meines Lebens zurückgezogen verbringen“, erklärte O´Brien am Sonntag. „Am öffentlichen Leben der katholischen Kirche von Schottland werde ich nicht mehr teilnehmen.“

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Rücktritt: Kardinal Keith O’Brien soll belästigt haben

Wetterte immer wieder gegen Homosexuelle: Kardinal Keith O’Brien. Foto: AFP

Der oberste Katholik Großbritanniens muss sein Amt aufgeben: Erzbischof Keith O’Brien tritt zurück, nachdem mehrere junge Priester ihn beschuldigt haben. Sie werfen ihm vor, er habe sich ihnen in “unangemessener Weise” genähert.

Berliner Zeitung

Eigentlich hätte im Konklave einen neuen Papst wählen sollen, doch daraus wird womöglich nichts: Kardinal Keith O’Brien, Oberhaupt der Katholiken in Großbritannien, als Erzbischof von St. Andrews und Edinburgh zurückgetreten. Er werde auch nicht an der bevorstehenden Wahl des neuen Papstes teilnehmen, sagte O’Brien. Der 74-Jährige ist der einzige britische Geistliche, der dem Konklave hätte angehören sollen.

Am Sonntag waren Vorwürfe gegen O’Brien laut geworden. Drei Priester seiner schottischen Diözese und ein ehemaliger Priester hatten sich an den Vatikan gewandt. In einem Fall hatte es geheißen, der Erzbischof sei einem Priesteranwärter seines Seminars nach Abendgebeten in unangemessener Weise nähergekommen.

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Geheime Immobilienkäufe des Vatikan mit Mussolini-Geldern?

vatikanDie britische Zeitung „The Guardian“ hat aufgrund von Archivdaten aus Zeiten des Zweiten Weltkrieges die Römisch-Katholische Kirche des Geheimbesitzes von Immobilien in Großbritannien, Frankreich und der Schweiz beschuldigt, die angeblich mit dem Geld des faschistischen Regimes Benito Mussolini erworben worden waren.

RIANOVOSTI

Der Zeitung zufolge hat der Heilige Stuhl unter anderem im Jahr 2006 über eine Reihe von Strohfirmen Bürogebäude auf dem St. James‘ Place in London für 15 Millionen Pfund Sterling (umgerechnet 23,8 Millionen US-Dollar) gekauft. Real kontrolliert werden diese Objekte vom Schweizer Unternehmen Profima SA, das sich im Besitz des Vatikan befindet und das laut Informationen des „Guardian“ in den 1940er-Jahren der „Teilnahme an Operationen verdächtigt worden war, die den Interessen der Alliierten widersprachen“.

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Europa-Gericht: Glaube rechtfertigt keine Homo-Diskriminierung

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat den Diskriminierungsschutz auf dem Kontinent gestärkt. Bild: Wiki Commons / CherryX / CC-BY-SA-3.0

Wegweisende Entscheidung aus Straßburg: Religiöse Menschen dürfen in Europa wegen ihres Glaubens nicht mehr sexuelle Minderheiten diskriminieren.

QUEER.DE

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am Dienstag entschieden, dass auch gläubige Menschen Schwule und Lesben gleich behandeln müssen, selbst wenn das ihrer Religion widerspricht. Die Richter verkündeten die Urteile nach Klagen von insgesamt vier Christen aus Großbritannien, in zwei der Fälle ging es um Homo-Rechte. Das Straßburger Gericht hat damit das britische Antidiskriminierungsgesetz bestätigt, das auf EU-Vorgaben beruht.

Im ersten Fall ging es um die Londoner Standesbeamtin Lillian Ladele. Sie hatte 2008 vor einem britischen Gericht das Recht erkämpft, gleichgeschlechtliche Paare nicht verpartnern zu müssen (queer.de berichtete). Ladele hatte argumentiert, dass ihre Religionsfreiheit eingeschränkt werden würde, wenn sie Schwule und Lesben gleich behandeln müsse. Diesem Argument folgten die Straßburger Richter nicht. Allerdings stimmten dem Urteil die Richter aus Montenegro und Malta nicht zu und veröffentlichten ein Minderheitenvotum. Sie erklärten, dass die Religionsfreiheit in diesem Fall über dem Minderheitenschutz stehen müsste.

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Blanke Möpse gegen den Vatikan

barbusiger_protest_vatikanUnter dem Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz im Vatikan hielten vier Frauen aus der Ukraine eine verspätete Bescherung für Papst Benedikt XVI. bereit: „In Gay We Trust“ skandierten sie mitten im wöchentlichen Angelus-Gebet – mit entblößten Brüsten.

FOCUS ONLINE

„In Gay We Trust“ (Wir vertrauen auf die Homosexualität), hatten sich die Aktivistinnen der ukrainischen Frauenrechtsorganisation Femen in Anlehnung an das bekannte „In God We Trust“ (Wir vertrauen auf Gott) auf ihre nackten Oberkörper geschrieben. Sie starteten ihren Protest unmittelbar unter dem Weihnachtsbaum in der Mitte des Platzes und wurden rasch von der Polizei abgeführt.

Fleischatlas – Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel

Viel zu selten fragen wir uns, was wir eigentlich gerade essen. Dabei ist Essen nicht nur ein kulinarischer Genuss, sondern eine politische und ethische Entscheidung. Was hat das Schnitzel auf unserem Teller mit dem Regenwald im Amazonas zu tun? Und wie hängt es mit ländlicher Armut und Hunger in Kamerun zusammen? Wie werden die Tiere, die wir essen, gehalten und welche Auswirkungen hat die Massentierhaltung auf unser Klima?

Heinrich Böll Stiftung

All diese Fragen lassen sich nicht allein durch einen Blick auf die Verpackung von Wurst und Fleisch im Supermarkt beantworten. Gerade darum ist es der Heinrich-Böll-Stiftung und dem BUND ein Anliegen, über die vielfältigen Dimensionen der Fleischproduktion dessen Konsum zu informieren und Alternativen aufzuzeigen.

In der traditionellen bäuerlichen Tierhaltung muss das eigene Land ausreichend Futter für die Tiere geben. Mist und Gülle wiederum werden auf die hofeigenen Felder ausgebracht und sind gut für die Bodenqualität. Nur so können lokale Nährstoffkreisläufe entstehen, die eine zukunftsgerichtete und gerechte Landwirtschaft ausmachen und auch den Tierrechten Rechnung tragen.

Mit unserem Atlas möchten wir Sie einladen zu einer Reise um die Welt und Einblicke in globale Zusammenhänge geben, die mit unserem Fleischkonsum verbunden sind. Denn nur informierte und kritische Konsumentinnen und Konsumenten können richtige Entscheidungen treffen.

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Deutscher Rechtsstaat und islamische Paralleljustiz

Bild: dpa

Selbst ernannte “Friedensrichter” verhandeln Scheidungen und vereiteln Strafverfahren. Einspruch!, ruft die muslimische Juristin Seyran Ateş.

Von Seyran AteşZEIT ONLINE

Nach den Themen Zwangsheirat und Ehrenmorde wird uns in den nächsten Jahren das Thema Islamische Paralleljustiz Kopfschmerzen bereiten. Denn die Gefahr einer parallelen islamischen Rechtsprechung im Schatten der Demokratie ist akut.

Nur Ignoranten verschließen die Augen davor, dass inzwischen in einigen deutschen Großstädten wie Berlin und Bremen sogenannte Friedensrichter unter Umgehung deutscher Gerichte Strafanzeigen und Verurteilungen vereiteln.

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Alternative Heilverfahren: Kritiker sind Extremisten

Bei der Akupunktur gibt es Hinweise auf Wirksamkeit. Deshalb sollte sie weiter erforscht werden, sagt Edzard Ernst. Für andere sogenannte alternative Heilverfahren wie Homöopathie sollte dagegen endlich Schluss sein. (© OBS)

Sogenannte alternative Heilverfahren sind auf dem Vormarsch. Doch für viele Methoden fehlen Belege für eine Wirksamkeit, andere widersprechen den Naturgesetzen. Wer darauf hinweist, muss sich derzeit auf ruppige Reaktionen aus der Szene gefasst machen. Besonders betroffen davon ist Edzard Ernst, einer der renommiertesten Kritiker der Paramedizin.

Interview: Markus C. Schulte von DrachSüddeutsche.de

Edzard Ernst ist einer der bekanntesten Wissenschaftler im Bereich der sogenannten alternativen Heilverfahren, die er an der University of Exeter in Großbritannien erforscht hat. Zugleich ist er einer der schärfsten Kritiker von Verfahren wie der Homöopathie oder der anthroposophischen Medizin. Das verschafft ihm wenig Freunde in der Szene. Und derzeit weht der Gegenwind besonders scharf.

SZ.de: Sie hätten heute in München einen Vortrag zum Thema Akupunktur halten sollen. Aber der Veranstalter, das Wissenschaftszentrum der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur, hat den Vortrag überraschend abgesagt. Warum?

Edzard Ernst: Ich bin vom Vorsitzenden mit einer äußerst seltsamen Begründung ausgeladen worden: Man wolle nicht den Eindruck erwecken, in ein laufendes Verfahren an der Universität Zürich einzugreifen. Dort wird zurzeit entschieden, wer den Lehrstuhl für Naturheilkunde übernehmen soll.

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Religionsfreiheit als Gegenleistung für Integration

Cover: Springer VS
Buchcover: ”Religion im Fokus der Integrationspolitik“

Heidelberger Wissenschaftlerin untersucht die Bedeutung von Religion für staatliche Integrationspolitik

Universität Heidelberg

Die rechtliche Integration neu hinzugekommener Religionsgemeinschaften – in der Regel muslimische Gruppierungen – wird in Deutschland häufig indirekt von der gesellschaftlichen Integrationsbereitschaft ihrer Mitglieder abhängig gemacht. Muslime können sich in der öffentlichen Diskussion um Integration zwar Gehör verschaffen, allerdings wird ihnen diese Möglichkeit nur dann zugestanden, wenn sich die Betroffenen auf die vorherrschende Interpretation einlassen, dass bei Muslimen in Deutschland ein generelles Integrationsdefizit vorliege. Zu diesem Ergebnis kommt eine Dissertation zur Bedeutung von Religion für staatliche Integrationspolitik, die die Soziologin Christine Brunn an der Universität Heidelberg vorgelegt hat. Die Wissenschaftlerin hat für ihre Untersuchung zahlreiche Regierungsdokumente ausgewertet.

Die Soziologin vergleicht in ihrer Dissertation anhand dieser Dokumente den Umgang aktueller Migrationspolitik mit Religion in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. „Dabei zeigt sich einerseits, dass trotz eines vereinigten Europas der Umgang der Staaten mit Religion immer noch sehr nationalstaatlich geprägt ist“, erläutert Brunn. „Zugleich wird deutlich, dass die ‚Entdeckung’ von Religion für Integrationspolitik weder pauschal eine Anerkennung noch eine Instrumentalisierung von Religion ist.“ Kennzeichnend für Deutschland ist laut Brunn, dass es zwar einerseits ein starkes Grundrecht auf Religionsfreiheit gibt, andererseits aber vor allem muslimische Religionsgemeinschaften als „Integrationsagenturen“ gesehen werden – das heißt, dass von ihnen ein Nutzen für die Gesellschaft erwartet wird. „Dieses ambivalente Verhältnis erweist sich als sehr spannungsreich“, betont die Wissenschaftlerin.

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Scharia-kontrollierte-Zonen: Kein Alkohol, keine Zigaretten, keine Musik?

Die deutschen und auch die europäischen Medien berichten häufig von den Wahhabiten, einer fundamentalistischen Glaubensrichtung des Islams. In Deutschland wird in diesem Zusammenhang besonders über Pierre Vogel/Abu Hamza berichtet, einen Anhänger des Wahhabismus. Er ist allerdings einer der Wenigen in Deutschland, die den Islam fundamentalistisch auslegen wollen und hat wenig Einfluss unter den Muslimen. In London dagegen scheint der Wahhabismus auf dem Vormarsch zu sein!

Freiheit und Frieden

Viertel in denen Alkohol, Musik, Zigaretten und freizügig gekleidete Frauen verboten sind, kannten wir höchstens aus Afghanistan oder Saudi-Arabien, nun sollen solche Viertel auch in London entstehen. Als liberaler Blogger, der die Rechte der Religionsfreiheit verteidigt wenn es nur geht, die Meinungsfreiheit als eines der höchsten Güter unserer Gesellschaft ansieht und Toleranz zu den Grundwerten einer gesunden Demokratie zählt, packt mich das blanke Entsetzen, wenn ich über solche Versuche  lesen muss!

Scharia in London?

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Taliban-Opfer Malala wird in Birmingham behandelt

Knapp eine Woche nach dem Taliban-Attentat auf die 14-jährige Malala Yousafzai in Pakistan ist das verletzte Mädchen zur weiteren Behandlung nach Großbritannien geflogen worden. Am Montagnachmittag landete ein Flugzeug mit dem Mädchen an Bord auf dem Airport in Birmingham.

WELT ONLINE

Ein Rettungswagen brachte Malala ins dortige Queen Elizabeth Hospital, das auf die Behandlung verwundeter britischer Soldaten spezialisiert ist. «Wir haben der pakistanischen Regierung unsere Hilfe angeboten, für Malala zu sorgen, weil sie besondere Spezialisten-Betreuung benötigt», sagte eine Sprecherin der Downing Street.

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Wie die Christen in Europa diskriminiert werden

Christen sind die am meisten diskriminierte Gruppe in Europa

Von Nina Schmeddingkath.net

Darf man eine Madonna aus einer Kirche auf die Straße werfen? In einem Theaterstück das Antlitz Jesu mit Kot beschmieren? Oder den Papst als inkontinenten Mann darstellen? Mit der Frage, welche Haltungen hinter solchen Handlungen stecken und welche Signalwirkung von ihnen für religiöse Gruppen und die Gesellschaft ausgehen, beschäftigten sich am Dienstag in Brüssel Vertreter aus Religion und Politik. Die Diskriminierung von Christen in Europa stand im Mittelpunkt des vom EU-Parlament und der EU-Bischofskommission COMECE gemeinsam veranstalteten Symposiums.

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Europäische Skeptiker: 1 Million Euro für paranormale Fähigkeiten

Bild: livenet.de

Die belgische Skeptikerorganisation SKEPP sucht Personen mit paranormalen Fähigkeiten – und ihre europäischen Skeptikerkollegen suchen mit.

GWUP – Die Skeptiker

Tests von Personen mit angeblich paranormalen Fähigkeiten gab es schon viele. James Randis 1-Million-Dollar-Herausforderung ist wohl der bekannteste Versuch, angeblich paranormal Begabte zu einer Demonstration ihrer Fähigkeiten zu bewegen. Auch die GWUP testet jährlich mehrere Bewerber (zuletzt im August 2012) – bislang ohne Erfolg. Die belgische Skeptikerorganisation SKEPP setzt nun auf den Lockruf des Geldes und bietet eine runde Million Euro für den Nachweis einer Fähigkeit, die nach heutigem Stand der Wissenschaft unmöglich ist.

Die deutsche Skeptikerorganisation GWUP unterstützt die belgischen Skeptikerkollegen und Kandidaten bei diesen Tests. Interessierte deutschsprachige Kandidaten wenden sich bitte an die GWUP in Roßdorf bei Darmstadt. Neben der GWUP bieten auch die Skeptikervereinigungen in Estland, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, Spanien, Polen, Tschechien und Ungarn an, Vor-Tests im jeweiligen Land durchzuführen. Ein europäisches Forschungsprojekt der anderen Art. Wer den Vor-Test besteht, hat sich automatisch für den Millionenpreis qualifiziert.

Einige Regeln sind aber zu beachten. So werden gesundheitsgefährdende oder gesetzeswidrige Vorhaben ebenso wenig untersucht wie Zaubertricks oder Gottesbeweise. Bewerber, die sich über die GWUP testen lassen möchten, werden gebeten, ihre Fähigkeiten zu beschreiben und einen Test vorzuschlagen (siehe vollständige Teilnahmebedingungen).  Angesichts der üblichen Vorbereitungszeit für derartige Tests sollten sich Bewerber beeilen: Der Preis wird nur für ein Jahr ausgelobt, d. h. bis einschließlich 30. September 2013.

J. Bergmann

Assange fordert Ende der “Hexenjagd auf WikiLeaks”

Erstmals seit Monaten ist Julian Assange öffentlich aufgetreten. Er sprach vom Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London. Von den USA forderte er ein Ende der politischen Verfolgung und die Freilassung des mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten Bradley Manning.

Die “Hexenjagd auf WikiLeaks” müsse aufhören: Vom Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London aus hat Julian Assange die US-Regierung und Präsident Barack Obama kritisiert. Eine große Zahl Unterstützer jubelte Assange bei seiner knapp zehnminütigen Ansprache zu.

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Rupert Murdoch: Scientology ist unheimlich, vielleicht böse

TV-Teams belagern das New Yorker Wohnhaus von Katie Holmes.
Foto: AFP/Don Emmert

Mit drastischen Bemerkungen hat sich Rupert Murdoch über die Rolle von Scientology in der Ehe zwischen den Schauspielern Tom Cruise und Katie Holmes geäußert. Über Twitter bezeichnete der australische Medienmogul Scientology, als dessen Aushängeschild Cruise fungiert, als »unheimlich, vielleicht sogar böse«. Das Ehe-Aus des Hollywood-Traumpaars nach rund fünf Jahren war am Freitag bekanntgeworden.

ND

»Passt auf, wie sich die Geschichte mit Katie Holmes und Scientology weiter entwickelt. Etwas Unheimliches, vielleicht sogar Böses, umgibt diese Leute«, schrieb der 81-jährige Milliardär.

Cruises Agent bestätigte am Freitag, dass Holmes die Scheidung eingereicht hat. Die Erklärung befeuerte Spekulationen, wonach der Star davon überrascht wurde. Holmes zog laut Medien heimlich in eine andere Wohnung in New York, während sich Cruise zu Dreharbeiten in Island aufhielt. Laut »People«-Magazin war Cruise »völlig niedergeschlagen und todunglücklich«. Katie Holmes’ Vater Martin, ein Anwalt aus Ohio, sei nach New York gekommen, um die Scheidung zu organisieren. Das Magazin berichtete unter Berufung auf Holmes-Vertraute, dass ihre Entscheidung feststehe.

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Mit dem Birkenspanner gegen die Kreationisten

In der Montage ist der farbliche Unterschied zwischen hellen und dunklen Birkenspannern deutlich zu erkennen © pa/Okapia

Der Birkenspanner war einmal ein weißes, leicht schwarz gemustertes Tier. Als mehr Dreck in der Umwelt landete, wurde er dunkler. Forscher stritten lange darüber, ob das Zufall ist – oder einfach Evolution.

Von Pia HeinemannWELT ONLINE

Birkenspanner gehören zu den berühmtesten Insekten: Sie galten lange Zeit als Paradebeispiel dafür, wie der Mensch mit seinem Tun in die Entstehung von Arten eingreift. Bei Birkenspannern waren es die Rauchfahnen aus den Schloten der Fabriken und der Dreck, der Flechten auf Bäumen sterben ließ, die ihnen ein neues Aussehen verpassten. Forscher sprechen von “Industriemelanismus”.

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6. World Skeptics Congress – Auftakt mit Kreationismus

Der 6. World Skeptics Congress in Berlin hat begonnen.

In seiner Eröffnungsansprache betonte der GWUP-Vorsitzende Amardeo Sarma den universellen Charakter von Wissenschaft.

Begriffsschöpfungen wie “Christliche Wissenschaft”, “Chinesische Medizin” oder “vedische Mathematik” seien dagegen pure Ideologie und müssten bei jedem kritisch denkenden Menschen die Alarmglocken läuten lassen.

Von Bernd Harder- GWUP

Sarma führte weiter aus, Skeptizismus sei keine intellektuelle Spielerei für passionierte Besserwisser – vielmehr erbrächten die organisierten Skeptiker-Bewegungen auf der ganzen Welt eine wichtige Dienstleistung für die Gesellschaft: nämlich Information über und damit Schutz vor Scharlatanerie, welche in einigen Bereichen (wie etwa der Pseudomedizin) auch zur Gefahr für Leib und Leben werden könne.

Als erste Referentin trat Eugenie Scott vom US-amerikanischen National Center for Science Education ans Rednerpult.

Sie referierte über “Creationism In and Outside the USA” und machte dabei vor allem das Erstarken des evangelikalen Protestantismus für den weltweiten Vormarsch des Anti-Evolutionismus verantwortlich.

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Weltskeptiker-Konferenz – derFreitag

Berliner Morgenpost

US-Pastor Terry Jones droht Koranverbrennung an

Bild: nydailynews.com

Der evangelikale US-Pastor Terry Jones hat erneut eine Koranverbrennung angedroht. Er wolle damit gegen die Inhaftierung des Geistlichen Youcef Nadarkhani im Iran protestieren, sagte Jones laut der US-Zeitung “The Christian Post”.

RP ONLINE

Die Verbrennung solle am Samstagnachmittag vor seiner Kirche Dove World Outreach Center in Gainesville in Florida stattfinden, wenn Nadarkhani nicht bis dahin freigelassen sei. Jones kündigte an, er wolle zuvor in einem Gottesdienst über “die vergangenen 1400 Jahre islamischer Verfolgung von Christen, Gläubigen, Ungläubigen, Homosexuellen und Frauen” sprechen. Nadarkhani stehe “für den Tod und die Zerstörung, die durch den Islam verursacht wird”, so der Pastor weiter: “Wenn unsere Regierung mehr Druck auf den Iran ausüben würde, könnten wir mehr tun.”

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