Schlagwort-Archive: Immunsystem

Impfmythen: Liebe Eltern, Sie werden angelogen

Bild: br.de

Impfen ist gefährlich, behaupten Impfgegner. Jennifer Raff widerspricht ihnen in ihrem Blog vehement. Darin räumt sie mit Impfmythen auf und erklärt, warum Impfen wichtig ist.

stern.de

In den Augen vieler Ärzte zählen Impfungen zu den bedeutsamsten Erfindungen der modernen Medizin. Dennoch kursieren im Internet zahllose Blogposts und Foreneinträge, die das Gegenteil behaupten: Imfpstoffe seien unwirksam und voller gefährlicher Inhaltsstoffe, so die Kritiker. Vakzinen gegen Mumps, Masern und Röteln könnten sogar Autismus verursachen, fürchten andere – aber stimmt das? Bringen wir unsere Kinder wirklich in Gefahr, wenn wir sie impfen? Unsinn, schreibt die amerikanische Biologin und Anthropologin Jennifer Raff. In ihrem Blog Violent Metaphors räumt sie mit den verbreitetesten Impfmythen auf.

stern präsentiert den Eintrag, der sich momentan im Netz verbreitet und mit vielen Links verdeutlicht, warum Impfen wichtig ist. Den Originaleintrag finden Sie hier.

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Unerwartetes evolutionäres Phänomen bei Grippeviren

foto: c. s. goldsmith and a. balish, cdc Bei Influenza-Viren (im Bild H1N1-Viren) ist konvergente Evolution offenbar keine Seltenheit, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Studie liefert Hinweis auf Potenzial von “Big Data” in der Evolutionsbiologie

derStandard.at

Grippe-Viren sind einem ständigen Wandel unterworfen, damit sie nicht vom menschlichen Immunsystem eliminiert werden. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass unterschiedliche Viren-Linien offenbar ähnliche Richtungen einschlagen, auch wenn sie nicht direkt miteinander in Verbindung stehen. Das Phänomen der konvergenten Evolution war bei Viren bisher nur selten beobachtet worden.

Influenza- oder Grippe-Viren stehen ständig unter großem Druck, sich zu verändern – in der Evolution spricht man von hohem Selektionsdruck. Die Wandelbarkeit des Virus ist auch dafür verantwortlich, dass Ärzte empfehlen, sich alljährlich gegen Influenza impfen zu lassen.

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„Erwachende“ Viren schuld an Arzneimittel-Allergien

Epstein-Barr-Viren (grün), hier im Leukämiezellen © CDC

Allergische Reaktionen auf ein Antibiotikum oder ein Epilepsiemittel sind keine Überreaktion des Immunssystems auf das Medikament, wie bisher angenommen. Stattdessen kämpft der Körper gegen Herpes- oder Epstein-Barr-Viren, die zuvor „schliefen“, aber durch das Medikament reaktiviert worden sind. Diese überraschende Erkenntnis berichten französische Forscher jetzt in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“.

scinexx – Das Wissensmagazin

Als Nebenwirkung einiger Arzneimittel wie Antibiotika oder Antiepileptika können nicht nur Unverträglichkeiten oder Reaktionen auf bestimmte Abbauprodukte der Wirkstoffe auftreten, sondern auch eine Überreaktion des Immunsystems – eine Allergie. Dieses Überempfindlichkeitssyndrom tritt meist erst rund drei Wochen nach der Einnahme des Medikaments auf und kann von Hautausschlag, Fieber bis hin zu schweren infektionsähnlichen Symptomen reichen. Bei rund bei zehn Prozent der Betroffenen kann es sogar zum Tod führen. Die genauen Ursachen dieser allergischen Reaktion waren bisher allerdings unklar.

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Nocebo-Effekt: Krank vor Angst beim Arzt

Bild: onmeda

Die Furcht vor Risiken und Nebenwirkungen einer Behandlung behindert oft die Heilung. Ein falsches Wort vom Arzt kann Patienten sogar krank machen.

Von Susanne WächterOnmeda

“Ihr Rücken ist ein Trümmerfeld”, oder: “dann machen wir sie jetzt fertig”, solche Aussagen von Medizinern, können für Patienten fatale Folgen haben. Während Tabletten ohne jeglichen Wirkstoff heilen können, kann im Umkehrschluss eine bloße Erwartung bei der Einnahme von pharmazeutischen Mitteln oder einer ärztlichen Behandlung krank machen. Nocebo, was übersetzt so viel heißt wie “ich werde schaden”, gilt als das Gegenteil des bekannteren Placebo-Effektes.

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Biologische Baustelle Mensch!

Foto: Welt Online Infografik. So veränderten sich die Knochen

Was geht in uns vor? Eine neue Schlagader bahnt sich den Weg durch den Arm, Fingerabdrücke ändern sich. Möglicherweise hat die Frau der Zukunft kaum noch Brüste.

Von Jörg ZittlauWELT ONLINE

Sich größer machen als man ist – fast jeder kennt den Napoleon-Komplex. Dabei war der französische General gar nicht so klein. Mit seinen 167 Zentimetern Körpergröße lag er im Größendurchschnitt seiner Zeit. Heute würde er zwar weit unter den üblichen 180 Zentimetern seiner Geschlechtsgenossen liegen, doch dafür war Napoleon immer noch deutlich größer als der Alpen-Ötzi mit seinen knapp 158 Zentimetern. Denn seit Beginn der Zivilisation ist der Mensch immer größer geworden, und das ist nicht die einzige Veränderung, die sein Körper erfahren hat. Hormone, Knochen, Haut, Immunsystem, alles ist anders, und einigen Exemplaren des Homo sapiens wachsen sogar neue Arterien.

Würden sich Steinzeit- und Gegenwartsmensch heute begegnen, würde man kaum glauben, dass sie der gleichen Spezies angehören. Nicht nur wegen der Größe, auch wegen der verschieden geformten Köpfe. Unsere Vorfahren mussten viel kauen, und das regte bei ihnen, wie Evolutionsbiologe David Lieberman von der Harvard University im US-amerikanischen Cambridge erklärt, “das Kieferwachstum an, sodass auch den Zähnen ausreichend Platz geschaffen wurde“.

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Paracelsus, Pauling und das Vitamin C

Linus Pauling

Linus Pauling

Prof. Axel Meyer,Ph.,D., Zoologe, Evolutionsbiologe, Universität Konstanz

Linus Pauling (1901-1994) erhielt 1954 den Nobelpreis für Chemie und 1962 den Friedensnobelpreis. Er ist einer meiner akademischen Helden und einer der beeindruckendsten Wissenschaftler, die ich je getroffen habe.

So freute es mich dann auch, in der letzten Woche die Überschriften in der Presse zu lesen:”Vitamin-C-Injektion tötet Krebszellen ab.” In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurde berichtet, dass direkt in den Körper injiziertes Vitamin C zur Produktion von Wasserstoffperoxid führt und dadurch Krebszellen abtöten könnte, ohne gesunde Zellen zu schädigen. Vitamin C wirkt also in sehr hohen Dosen als Gift.

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