
Epstein-Barr-Viren (grün), hier im Leukämiezellen © CDC
Allergische Reaktionen auf ein Antibiotikum oder ein Epilepsiemittel sind keine Überreaktion des Immunssystems auf das Medikament, wie bisher angenommen. Stattdessen kämpft der Körper gegen Herpes- oder Epstein-Barr-Viren, die zuvor „schliefen“, aber durch das Medikament reaktiviert worden sind. Diese überraschende Erkenntnis berichten französische Forscher jetzt in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“.
Als Nebenwirkung einiger Arzneimittel wie Antibiotika oder Antiepileptika können nicht nur Unverträglichkeiten oder Reaktionen auf bestimmte Abbauprodukte der Wirkstoffe auftreten, sondern auch eine Überreaktion des Immunsystems – eine Allergie. Dieses Überempfindlichkeitssyndrom tritt meist erst rund drei Wochen nach der Einnahme des Medikaments auf und kann von Hautausschlag, Fieber bis hin zu schweren infektionsähnlichen Symptomen reichen. Bei rund bei zehn Prozent der Betroffenen kann es sogar zum Tod führen. Die genauen Ursachen dieser allergischen Reaktion waren bisher allerdings unklar.










































































