Schlagwort-Archive: Impfen

Homöopathie: Es hilft, was nützt – für jedes Leiden ein Kügelchen

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Die Medizin als «Heilkunst» oder als angewandte Chemie, Biochemie oder Biologie? Es gibt Skeptiker und Fanatiker. Homöopathie bringt nichts, sagen die einen, es hat schon kranken Leuten geholfen, sagen die anderen.

Von Christoph BoppBasellandschaftliche Zeitung

Skeptiker sind besser als Fanatiker. Homöopathie und Schulmedizin können durchaus koexistieren.

Man muss sich eben auf den skeptischen Standpunkt stellen, dass man noch zu wenig weiss, um ein sicheres Urteil zu fällen.

Das Buch «Homöopathie für Skeptiker» von Irene Schlingensiepen und Mark-Alexander Brysch erfüllt diesen Anspruch.

Allerdings gelingt es ihm auch nicht, für die Homöopathie einzunehmen. Der Skeptiker bleibt dabei: Es gibt zwei Standpunkte, die man gegenüber der Homöopathie einnehmen kann.

weiterlesen

“Impfen ist eine Art von sozialer Verantwortung”

Für Impfexperten Jean-Paul Klein zählt die Volksgesundheit. Foto: corn

Krank sein will niemand, Impfungen sind aber auch nicht gerade populär – Impfexperte Jean-Paul Klein über Vorurteile, Straftatbestände und Verantwortung

Interview | Karin PollackderStandard.at

Als Verantwortlicher der Volksgesundheit bezeichnet der Mediziner und Impfexperte Jean-Paul Klein das Impfen als eine Art sozialer Verantwortung. Bei der Sechsfachimpfung für Kinder lässt er nicht mit sich diskutieren.

STANDARD: Die Influenza scheint im Anmarsch. Warum ist Österreich eigentlich eine Impfmuffel-Nation?

Klein: Die Durchimpfungsrate für Influenza liegt derzeit bei acht Prozent. Einer der Gründe dafür dürfte wohl sein, dass Hausärzte sie nicht empfehlen. Dabei würde sie älteren Menschen, Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Übergewicht schwere Krankheitsverläufe ganz sicher ersparen.

weiterlesen

Alternative Heilverfahren: Kritiker sind Extremisten

Bei der Akupunktur gibt es Hinweise auf Wirksamkeit. Deshalb sollte sie weiter erforscht werden, sagt Edzard Ernst. Für andere sogenannte alternative Heilverfahren wie Homöopathie sollte dagegen endlich Schluss sein. (© OBS)

Sogenannte alternative Heilverfahren sind auf dem Vormarsch. Doch für viele Methoden fehlen Belege für eine Wirksamkeit, andere widersprechen den Naturgesetzen. Wer darauf hinweist, muss sich derzeit auf ruppige Reaktionen aus der Szene gefasst machen. Besonders betroffen davon ist Edzard Ernst, einer der renommiertesten Kritiker der Paramedizin.

Interview: Markus C. Schulte von DrachSüddeutsche.de

Edzard Ernst ist einer der bekanntesten Wissenschaftler im Bereich der sogenannten alternativen Heilverfahren, die er an der University of Exeter in Großbritannien erforscht hat. Zugleich ist er einer der schärfsten Kritiker von Verfahren wie der Homöopathie oder der anthroposophischen Medizin. Das verschafft ihm wenig Freunde in der Szene. Und derzeit weht der Gegenwind besonders scharf.

SZ.de: Sie hätten heute in München einen Vortrag zum Thema Akupunktur halten sollen. Aber der Veranstalter, das Wissenschaftszentrum der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur, hat den Vortrag überraschend abgesagt. Warum?

Edzard Ernst: Ich bin vom Vorsitzenden mit einer äußerst seltsamen Begründung ausgeladen worden: Man wolle nicht den Eindruck erwecken, in ein laufendes Verfahren an der Universität Zürich einzugreifen. Dort wird zurzeit entschieden, wer den Lehrstuhl für Naturheilkunde übernehmen soll.

weiterlesen