Schlagwort-Archive: Islam

Ulf Schlüter: “Das hier ist nicht das christliche Abendland”

Superintendent Ulf Schlüter ist die Religionsfreiheit wichtig.Foto: Oliver Schaper

Dortmund diskutiert über das Kopftuch und die Äußerungen von CDU-Politikerin Gerda Horitzky. In unserer Interviewserie erläutern Experten ihre Sicht rund um das Verhältnis von Christentum und Islam in der Stadt. Heute erklärt Ulf Schlüter, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises, warum Christen Identitätsprobleme haben.

Von Sarah BornemannWAZ

Seit Wochen beschäftigt uns eine Debatte ums Kopftuch, die sich auch in den Leserbriefen an die Redaktion niederschlägt. Wie erleben Sie diese Entwicklung?
Als Evangelische Kirche bemühen wir uns seit langem, Dialog, Toleranz und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Trotzdem zeigt sich: die Ressentiments sitzen so tief und sind so leicht zu dynamisieren, dass solche Effekte wie in den letzten Wochen entstehen können. Dass das auch nach fünf, sechs Jahrzehnten noch so ist, in denen hier ganz selbstverständlich auch Muslime leben, ist einerseits erschreckend, andererseits muss man es realistisch zur Kenntnis nehmen und darf es nicht verschweigen.

Der Islam hat zivilisatorisch vollkommen versagt

We-Want-Islam

Der Islam kennt die Reformation nicht, er hat den schmerzhaften Kampf zwischen Philosophie, Wissenschaft und Kirche nicht durchgemacht

Der Islam gehört nicht zu Europa. Die Freiheit, Kern der europäischen Aufklärung, ist ihm fremd – er hat die Moderne seit der Renaissance verpasst.

Von Josef LudinDIE WELT

Jeder Mensch, unabhängig davon, welcher Rasse oder Religion er angehört, kann sich als Individuum in Europa heimisch fühlen, vorausgesetzt, er akzeptiert und integriert die wesentlichen Werte der europäischen Zivilisation. Sie wurden über Jahrhunderte in schweren Kämpfen zwischen Staat und Religion, zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Philosophie, Wissenschaft, Kunst und Glauben erstritten.

Der Kern der europäischen Aufklärung ist die Freiheit des Individuums. Diese Freiheit ist das höchste der Güter, sie geht einher mit der Freiheit, Überliefertes infrage zu stellen, ein anderes Leben als das vom Kollektiv vorgeschriebene zu wählen. Diese Freiheit wurde oft mit dem Leben bezahlt.

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Salafist Vogel fordert Jesiden auf zu konvertieren

Pierre Vogel macht mobil. Auf Facebook verkündet er zynisch, an die jesidischen Mitbürger, dass man eine Hotline eingerichtet habe. Die Jesiden können zum Islam übertreten und sich so vor der Hölle retten.

Darüber hinaus posiert er im IS-T-Shirt und zeigt seine Sympathie für die Steinzeit-Islamisten des Islamischen Staates. Ein Beispiel dafür, dass Profi-Boxen das Gehirn schädigt, irreparabel.

Screenshot BB/Facebook

Screenshot BB/Facebook

pierre_vogel_IS

Screenshot BB/Facebook

Man sollte ihn in die Klappse stecken, genau dort gehört er hin.

Feindbilder: Islamkritik als pure Provokation

Kopftuch als manifestierter Diskussionsstoff: Undenkbar, dass frau es freiwillig trägt. Picture alliance

Der Islam sei eine „totalitäre“ Religion, behauptet Frank A. Meyer. Die Islamwissenschaftlerin Katharina Pfannkuch, die viele Jahre in arabischen Ländern lebte und studierte, widerspricht: Eine derartige Pauschal-Kritik suggeriere eine muslimische Konformität, die schlicht nicht existiert.

Von Katharina PfannkuchCicero

Frank A. Meyer hat ein Problem mit dem Islam. Das ist ihm nicht zu verdenken angesichts aktueller Bilder von Zerstörung  und Gewalt, deren Urheber sich auf den Islam berufen. Seit Jahren wird diskutiert, ob dem Islam Gewaltbereitschaft innewohne, ob er mit Demokratie und Rechtsstaat vereinbar sei. Diese Fragen sind verständlich: Muslime leben schließlich mit uns in Europa. Da will man wissen, mit wem man es zu tun hat. Zahllose Islamexperten und -kritiker bieten dazu ihre Meinungen an.

„Der Islam wütet durch nahezu sämtliche Regionen, die er religiös bestimmt“, schreibt nun Meyer, um sogleich Kritik an seiner Wortwahl zuvorzukommen: Die Trennung zwischen Islam und Islamismus sei „Neusprech“, eine Schöpfung „deutscher Berufstoleranzler“. Meyer beschreibt den Islam wie einen lebendigen Organismus, der wütet, fordert und funktioniert.

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Moscheen in Deutschland gehören zur Türkei!

Moscheen gehören nicht zu Deutschland! © Islamwoche Berlin

Ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht, wird bekanntlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit lebhaft diskutiert. Ob Muslime zu Deutschland gehören, bekommt diese Tage eine erste Antwort; wohin Moscheen gehören, ebenfalls.

Von Ekrem ŞenolMiGAZIN

Nach dem Brand an der im Bau befindlichen Berliner Mevlana Moschee haben weder der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) noch der Innensenator oder die Senatorin für Integration die Unglücksstelle besucht, sondern der türkische Botschafter Avni Karslıoğlu und der türkische Generalkonsul Ahmet Başar Şen. Die beiden Repräsentanten der Türkischen Republik machten sich persönlich ein Bild von der Lage, bekundeten Anteilnahmen und hörten sich die Ängste und Sorgen der Gemeindemitglieder an. So erfuhren sie beispielsweise, dass der Moscheebau deshalb so schleppend vorangeht weil dringend benötigte Moscheebauer aus der Türkei seit vielen Monaten vergeblich auf ein Visum warten.

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Dodo Marx erklärt den Islam—katholische Nötigung

Kardinal Reinhard Marx fordert religiöse Führer des Islam zu gemeinsamer Erklärung zum Terror im Irak auf

kath.net

Kardinal Reinhard Marx hat an die religiösen Führer des Islam appelliert, „ein Zeichen des Friedens zu setzen“ mit einer gemeinsamen Erklärung zum islamistischen Terror im Irak. „Ich weiß, der Islam ist nicht das, was ISIS ist. Aber da höre ich zu wenig, dass die religiösen Führer der Schiiten und der Sunniten sich zusammentun und öffentlich und wirksam sagen: niemals Gewalt im Namen Gottes, niemals Mord im Namen Gottes, niemals Unterdrückung im Namen Gottes“, so der Erzbischof von München und Freising bei seiner Predigt im Münchner Liebfrauendom dem Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel. Eine solche Erklärung erfordere vielleicht Mut, so Kardinal Marx weiter, „aber wir bitten um diesen Mut, öffentlich zu sagen, dass dies nicht ihre Religion ist, die dort praktiziert wird“.

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CBS Airs Feminist Singer’s Violent Anti-Religion Song—Pearl of a Girl

Kristeen Young, Image: atheistrepublic.com

CBS received a lot of flak after it aired a violent anti-religion track on The Late Late Show with Craig Ferguson on July 17. Piano-banging rock artist Kristeen Young made her television debut on the show along with Foo Fighters stars Pat Smear and Dave Grohl. Young sang a song titled Pearl of a Girl that criticizes Judaism, Islam and Christianity, going so far as to say about Jesus that the Virgin should have had an abortion.

By Debapriya ChatterjeeAtheist Republic

While the lyrics are not as clear in her rant-like performance on CBS, below are the shocking words of the song:

“I never knew I was a girl until they stopped to tell me
I never knew I was disturbed until they dropped three volumes on me
But in the Bible/Torah/Quran there are really no good roles for me except concubine and wash woman
I used to be the sad one now I just wanna stab them it’s so severe its brutal…
They’ve needed to have the law so they can legally bind us
They’ve needed to have the church so they can morally ground us
They’ve needed most of the dough they must be so scared of us
So their stories are of ghosts I only wish the virgin would’ve had an abortion.”

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Treppenwitz: Ägypten und Saudi-Arabien gegen den radikalen Islam

König Abdullah von Saudi-Arabien empfing den ägyptischen Präsidenten al-Sisi. / Bild: (c) REUTERS

König Abdullah empfing Präsident al-Sisi. Sie wollen die wahren und gemäßigten Werde des Islam fördern, so ein Sprecher al-Sisis.

Die Presse

Ägypten und Saudi-Arabien wollen gemeinsam gegen die Radikalisierung des Islam vorgehen. Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi und König Abdullah hätten bei einem Treffen am Sonntag vereinbart, zusammen die wahren und gemäßigten Werte des Islam, ohne Extremismus und Terrorismus zu fördern, sagte Sisis Sprecher Ehab Badawi der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena zufolge.

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“Heiligen Schriften”: Göttlich autorisierter Genozid

Jüdisch-christliche Tradition: Matthäus Merians Kupferstich „Sieg Joschafat über die Ammoniter und Moabiter“, um 1625. Foto: imago stock&people

“Gewalt in den heiligen Schriften von Islam und Christentum”: Neue Studien zu den Gewaltparolen und ihrer (gelegentlichen) Zähmung in Bibel und Koran.

Von Arno WidmannFrankfurter Rundschau

Ich weiß nicht, warum der Islam an erster Stelle steht. Dazu habe ich nur sehr unangenehme Assoziationen, die nichts mit dem wissenschaftlichen Anspruch des Buches zu tun haben. Ich weiß auch nicht, warum das Judentum im Titel nicht vorkommt.

In neun Beiträgen beschäftigen sich zwei katholische, zwei evangelische Theologie-Professoren und ein muslimischer aus Johannesburg mit Gewalt predigenden Texten aus Altem und Neuem Testament und dem Koran. Dazu kommen fünf ebenso paritätisch verteilte wissenschaftliche Mitarbeiter.

Das Buch ist in der von dem in Paderborn lehrenden katholischen Theologen Klaus von Stosch herausgegebenen Reihe „Beiträge zur komparativen Theologie“ erschienen.

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Deutsche widersprechen Wulff

Gehört der Islam zu Deutschland: Eine kleine Mehrheit der Deutschen widerspricht der Aussage
Foto: Henrik Hansson / Globaljuggler / Wikimedia | CC-BY-SA 3.0

Gehört der Islam zu Deutschland oder nicht? Ex-Bundespräsident Christian Wulff hatte dies in einer viel beachteten Rede am Tag der Deutschen Einheit 2010 gesagt, Die Deutschen sehen das laut einer Stern-Umfrage anders.

pro Medienmagazin

Der Islam gehört für 44 Prozent der Befragten zu Deutschland. Die Mehrheit stimmt der Aussage nicht zu. Sehr deutlich unterscheiden sich die Zahlen je nach Parteizugehörigkeit der Befragten. 69 Prozent der Anhänger der Grünen stimmen der Aussage zu.

 AfD, Christdemokraten und Linke skeptisch

Im Gegensatz dazu kann für 60 Prozent der Unions-Anhänger der Islam kein Teil der Gesellschaft sein. Mit 82 Prozent am entschiedensten vertreten die Sympathisanten der AfD diese Ansicht. Auch die Anhänger der Linken sind mit 51 Prozent mehrheitlich der Auffassung, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre.

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Die Bedeutung des Korans und der Thora

Koran Heilige Schriften sind Texte, denen innerhalb einer Religionsgemeinschaft eine besondere Bedeutung zukommt. Im Judentum und dem Islam werden diese Texte als direkt von Gott offenbart angesehen werden – mit Konsequenzen auch für das alltägliche Leben.
Aus der Reihe: Heilige Schriften und ihre Bedeutung im Judentum und im Islam – Teil 1: Der Schriftkanon und die Möglichkeiten der Interpretation

Von Rüdiger AchenbachDeutschlandfunk

Welche Möglichkeiten der Interpretation gibt es? Welche Bedeutung haben diese Schriften im Gottesdienst und im alltäglichen Leben? Wie sieht man die Rolle der Erzväter und Propheten? Gibt es so etwas wie ein Konkurrenzdenken unter den Offenbarungsreligionen. Wie stehen das Judentum und der Islam zur Religionsfreiheit?

  • Über diese und ähnliche Fragen diskutiert Rüdiger Achenbach mit Dr. Edna Brocke, jüdische Religionshistorikerin, Gerald Beyrodt, jüdischer Publizist, Serdar Günes, Dozent für Islamwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main, und Abdul Ahmad Rashid, Islamwissenschaftler und Redakteur beim ZDF.

Rüdiger Achenbach: Bei Heiligen Schriften handelt es sich um Texte, denen innerhalb einer Religionsgemeinschaft eine besondere religiöse Autorität zukommt. Entscheidende Merkmale für Heilige Schriften – aus dem Blick der Religionswissenschaft – sind mythische oder sogar göttliche Herkunft und die Beschränkung auf eine festgelegte Auswahl von Schriften, also auf einen festgelegten Schriftkanon. Ein solcher Kanon ist zum Beispiel die Hebräische Bibel. Frau Brocke, was weiß man über die Entstehung dieses Kanons und welche Inhalte hatte er?

Edna Brocke: Also, seine Entstehung umfasst einen Zeitraum von circa 1000 Jahren. Und eigentlich ist das Prinzip der Entstehung dieser Schriften so gewesen, dass nie fest war, wo Anfang und wo Ende ist, sondern immer da, wo von der Lebensrealität der Menschen das Hauptinteresse war, wanderte das Zentrum dieser Textsammlung. Erst als sich das Christentum entwickelte oder begann, zu entstehen, wurden diese sehr, sehr vielen Schriften kanonisiert. Das heißt, sie bekamen vorne und hinten einen Deckel. So entstand die Jüdische Bibel oder die Hebräische Bibel, was die Christen das sogenannte Alte Testament nennen.

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Bild-Autor nennt Islam „Integrationshindernis“

Nicolaus Fests Meinungsstück hält Bild-Chefredakteur Kai Diekmann für nicht richtig
Foto: Screenshot pro / Bild

Der stellvertretende Chefredakteur der Bild am Sonntag (BamS) Nicolaus Fest hat in einem Kommentar den Islam als „Integrationshindernis“ bezeichnet. Die darauf folgende Kritik weist er zurück.

pro Medienmagazin

Der BamS-Autor schreibt am Sonntag: „Ist Religion ein Integrationshindernis? Mein Eindruck: nicht immer. Aber beim Islam wohl ja. Das sollte man bei Asyl und Zuwanderung ausdrücklich berücksichtigen!“ Der Islam störe ihn „immer mehr“. Fest brauche „keinen importierten Rassismus, und wofür der Islam sonst noch steht, brauche ich auch nicht“.

In dem Kommentar heißt es: „Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle.“ Weiter schreibt er: „Mich stören Zwangsheiraten, ‚Friedensrichter‘, ‚Ehrenmorde‘. Und antisemitische Pogrome stören mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte hergeben.“

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Glaubensstreit bei Wikipedia

Eine der umstrittendsten Personen der Menschheitgeschichte: Jesus Christus ist auch bei Wikipedia Zankapfel. Am fünfthäufigsten diskutieren Wikipedianer über ihn
Foto: Marius Prusaczyk

Welche Artikel korrigieren Wikipedia-Autoren besonders häufig? Einen Blick auf die Zahlen der Plattform hat der Blog Fifty Thirty Eight geworfen. Besonders umstritten sind demnach auch zahlreiche religiöse Begriffe und Persönlichkeiten. pro zeigt sie in einer Bilderstrecke.

Slideshow pro Medienmagazin

Evangelikalen “Islam-Kenner” steckt die Luther-Rose in beiden Augen

So sollte es sein.

So sollte es sein.

Evangelischer Pfarrer: “Juden würden im Islam nur geduldet, wenn sie „kuschen“, aber überall dort, wo es ihnen wirtschaftlich gutgehe und sie Einfluss hätten, blühe der islamische Antisemtismus”.

kath.net

Der evangelikale Islam-Kenner Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl) hat die jüngste Welle antisemitischer Gewalt in Deutschland verurteilt und Kritik am Islam geübt. „Der Antisemitismus ist tief im Koran verankert“, sagte er im Gespräch mit idea. Juden würden im Islam nur geduldet, wenn sie „kuschen“, aber überall dort, wo es ihnen wirtschaftlich gutgehe und sie Einfluss hätten, blühe der islamische Antisemitismus. Bei den antiisraelischen Protesten kommt es nach Meinung Troegers zu „merkwürdigen Allianzen“ zwischen Muslimen und Linksextremisten. Der Antisemitismus beider Gruppen habe zwar völlig andere Wurzeln: „Dennoch bilden sie immer öfter eine Koalition.“ Auch warnt Troeger davor, gegenüber muslimischen Extremisten zu schnell klein beizugeben: „Zu früh nachzugeben, ermuntert muslimische Radikale.“ Gerade Christen müssten jetzt ihre Verbundenheit mit Israel bekunden.

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Bangladesch: Spaltung zwischen Religiösen und Säkularisten

Protest gegen Kriegsverbrechen auf dem Shahabag Square © by Faisal Akram auf Flickr (CC BY-SA 2.0), bearbeitet islamiQ

Aus der Sicht des Analysten und Forschers Abu Syed Muhammad Belal steht Bangladesch in einem Spannungsfeld zwischen Säkularismus und Islam. Dabei fungiert der wiederbelebte Säkularismus auch als dominierender „Gegenpol“ zum Islam.

Von Abu Syed Muhammad BelalIslamiQ

Der Säkularismus in Bangladesch erlebt eine Wiederbelebung als dominierender „Gegenpol“ zum Islam. Diese Gott begrenzende Ideologie mit ihrer sozio-politischen antireligiösen Programmatik erschließt Potenziale in der Mittelklasse, wie das kürzlich zurückliegende dominant säkulare Beben der „Shahbag-Bewegung“ demonstrierte. Durch Erzählungen vom Unabhängigkeitskrieg versuchen Säkulare die Psychologie der Menschen für die Säkularisierung der Gesellschaft zu vereinnahmen. Während säkulare Intellektuelle behaupten, dass es für ihre De-Islamisierungsprogramme eine gesellschaftliche Unterstützung gibt, weist eine entgegengesetzte Anti-Shahbag Meinung diese Ansicht entschieden zurück. Diese Strömung verneint die Ansicht, dass die Religion aus dem Bereich der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt wird.

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SMS-Drohung: Wer nicht zum Islam konvertiert, auf den wartet die Hölle

Salafisten in Deutschland (Bild: DW)

Salafisten in Deutschland (Bild: DW)

In der deutschen Hauptstadt Berlin verbreiten derzeit Droh-SMS von radikalen Muslimen Angst und Schrecken unter der Bevölkerung.

unzensuriert.at

Wie nun bekannt wurde, erhielten zahlreiche Handybesitzer per SMS eine Aufforderung, zum Islam zu konvertieren. Besorgte Bürger meldeten bereits im April dieses Jahres ähnliche Drohnachrichten der Polizei, passiert ist aber bis jetzt nichts.

Islam oder Hölle

In den Nachrichten steht immer derselbe Text:

Entweder du konvertierst zum Islam oder du wirst zu den Insassen der Hölle gehören. Niemand ist der Anbetung würdig, außer Allah, der Allmächtige!

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“Ich trage Schleier, weil ich mich wohl fühle”

Symbolfoto Frau im Niqab / Bild: EPA

Es wird vor allem über sie gesprochen – aber kaum mit ihnen. Die “Presse am Sonntag” hat mit einer gebürtigen Niederösterreicherin gesprochen, die zum Islam konvertiert ist und heute in der Öffentlichkeit einen Niqab trägt.

Von NERMIN ISMAILDie Presse

Sie sind in der Öffentlichkeit kaum sichtbar. Und wenn doch, wird ihnen kaum zugehört. Muslimas, die ihr Gesicht voll verschleiert tragen – und über die derzeit wieder heftig diskutiert wird. Samira ist eine von ihnen. Die 28-Jährige, die ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, trägt einen Vollschleier mit einem Schlitz, einen Niqab. In ihrem Wohnzimmer in Wien Margareten spricht sie mit der „Presse am Sonntag“ – und erklärt, warum sie die Diskussion rund um Burka, Niqab und Co. nicht versteht. Die gebürtige Niederösterreicherin, Tochter zweier Katholiken aus Wiener Neustadt, hat sich immer schon für den Islam interessiert. In der Schule besuchte sie den Islamunterricht, später konvertierte sie. An der Burka-Debatte stört die Mutter einer Tochter vor allem eines, dass nämlich kaum jemand auf die Idee kommt, nach der Meinung der Betroffenen zu fragen. Denn anders als den verhüllten Frauen vorgeworfen wird, sieht sich Samira als frei und selbstbestimmt. Sie wünscht sich mehr Respekt.

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Brisante Tagung über “Gewalt im Namen Gottes”

Aufgehetzt. verängstigt, schutzsuchend: Vertriebene auf dem Gelände der katholischen Kirche in Bossangoa. Bild: ap

“Gewalt im Namen Gottes” lautet das Thema der Ökumenischen Sommerakademie vom 9. bis 11. Juli im Stift Kremsmünster. Im Mittelpunkt steht die Verantwortung der Religionen – vornehmlich Christentum und Islam – für Krieg und Frieden.

kathweb

Für inhaltliche Reibeflächen sorgt u.a. der deutsche Philosoph und Religionskritiker Herbert Schnädelbach, der die Religionen als “Quelle von Terror” für eine “verheerende kulturelle Gesamtbilanz” verantwortlich macht. Dem widerspricht der Berliner Theologe Rolf Schieder, der das von den Religionen ausgehende Friedenspotenzial herausarbeitet. Konkrete Beispiele dafür wird der Generalsekretär der Gemeinschaft Sant’Egidio aus Rom, Cesare Zucconi, geben.

Weitere Vortragende sind der Religionswissenschaftler Hans Kippenberg, die Bibelwissenschaftlerin Gerlinde Baumann und die Islamwissenschaftlerin Mariella Ourghi. Ob Friedenssicherung durch Gewaltverzicht erreichbar ist, diskutieren “Pax Christi”-Vizepräsidentin Gotlind Hammerer und Brigadier Walter Feichtinger vom Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement des Bundesheeres.

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INTERVIEW MIT HAMED ABDEL–SAMAD ÜBER ISLAMISMUS

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Der deutsch-ägyptische Politologe Hamed Abdel-Samad setzt sich kritisch mit dem Islam und Islamismus auseinander – so kritisch, dass radikale Muslime gegen ihn eine Fatwa aussprachen. Seitdem muss er geschützt werden. Mit dem Buchautor, der jetzt auf Einladung der Liberalen Gesellschaft nach Bremen kam, sprach Ben Zimmermann über das jüngste Burka-Urteil, islamistischen Terrorismus und das Erbe des arabischen Frühlings.

WESER KURIER

„Nichts ist mehr stabil“

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das Burka-Verbot in Frankreich für rechtens erklärt. Ist dies aus Ihrer Sicht ein gutes Urteil?

Hamed Abdel-Samad: Ja. Es gibt auch im Islam kein Gebot, die Burka zu tragen. Sein Gesicht zu zeigen, ist extrem wichtig für die Kommunikation, damit jeder weiß, wer sein Gegenüber ist. Das Tragen der Burka ist ja eine klare Botschaft der Trägerin an die Gesellschaft: Ich will mit euch nichts zu tun haben.

Genau das war auch die Begründung der Richter. Könnte deren Urteil ein Mittel gegen die Ausbreitung eines reaktionären Islam sein?

Hamed Abdel-Samad: Man muss natürlich noch sehr viel mehr tun, beispielsweise in den Schulen. So plädiere ich auch dafür, dass Mädchen unter 16 Jahren kein Kopftuch tragen dürfen.

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Bremen: Muslime für Islamischen Religionsunterricht

Religionsunterricht: Mit der Idylle in Bremen scheint es erstmal vorbei zu sein © by Sven Brandes auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Die islamischen Religionsgemeinschaften in Bremen wollen keine Werbung für das Fach „Biblische Geschichte“ (BGU) betreiben. Sie plädieren stattdessen für einen islamischen Religionsunterricht nach dem Grundgesetz und werden dafür von Medien als „integrationsfeindlich“ gebrandmarkt.

IslamiQ

Die islamischen Religionsgemeinschaften Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) und die Schura Bremen distanzieren sich in einer gemeinsamen Erklärung von der geplanten Neugestaltung des Faches „Biblische Geschichte“ (BGU). Man sei gegenwärtig nicht dazu in der Lage für das Fach zu werben, da wesentliche Belange der Muslime nicht berücksichtigt worden seien, wurde am heutigen Freitag erklärt.

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