Schlagwort-Archive: katholische Kirche

Alain de Botton: “Religion für Atheisten”

Bild: NASA

Wenn man Alain de Bottons neues Buch liest, bekommt man den Eindruck, die katholische Kirche höchstpersönlich habe die DIN-Norm erfunden – so begeistert schaut er auf ihre Institutionen, die die Welt sortieren und einordnen. Leben möchte man in seiner Welt aber trotzdem nicht.

Von Adolf Stock - Deutschlandradio Kultur

Was verbindet McDonald’s mit der katholischen Kirche? Beide sagen wo’s langgehen soll: McDonald’s dem Personal in der Frittenbude und die katholische Kirche den Priestern und Katholiken.

“Dem Angestellten wird genauestens vorgeschrieben, wo er sein Namensschildchen tragen muss, mit welchem Lächeln er jeden Kunden beglücken soll und wie viel Gramm Mayonnaise auf jedes Brötchen-Oberteil zu schmieren ist. (…) Ihre Edikte, die im Detail festlegen, welche Weinsorten bei der Heiligen Kommunion verwendet werden sollen und welche Farbe die Schuhe der Priester haben sollen, beweisen, wie penibel die Kirche darüber wachte, dass sich jeder Priester an die vorgegebenen Standards hielt.”

Beim Lesen von Alain de Bottons neuestem Buch könnte man meinen, die katholische Kirche habe die DIN-Norm persönlich erfunden.

Alain de Botton ist in einem atheistischen Umfeld großgeworden. Seine Eltern waren säkularisierte Juden, sein Vater war Banker in der Schweiz. Der professionelle Geldverwalter hielt den Glauben an Gott für eine bemitleidenswerte Behinderung. Dagegen hat der Sohn rebelliert. “Wir haben schlecht säkularisiert”, lautet de Bottons Credo. Lasst uns mal schauen, was die Religionen den Atheisten zu bieten haben!

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Kirche beharrt auf Unauflöslichkeit der Ehe

Bild: Südkurier

Kichenrechtler Georg Bier hielt einen Vortrag über die Perspektiven für wiederverheiratete Geschiedene in der Katholischen Kirche.

Von MARKUS KÜPPERSSüdkurier

Der Mann steht offensichtlich mit beiden Beinen mitten im Leben: Georg Bier, Mitte fünfzig; den gebürtigen Rheinländer verrät noch immer ein leichter Singsang in der Stimme; verheiratet, drei Kinder. Er ist Lehrstuhlinhaber für Kirchenrecht und Kirchliche Rechtsgeschichte an der Universität Freiburg.

Das Thema – sicher eines der am meisten mit Emotionen aufgeladenen Konfliktpunkte innerhalb der Katholischen Kirche: der Umgang der Amtskirche mit Geschiedenen, die wieder geheiratet haben.

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Belgien: Die große Krise der katholischen Kirche

Andrè-Joseph Leonard, Bild: wikipedia

Die belgische Kirche steht vor dem finanziellen Zusammenbruch. Die Jahresbilanzen der Diözesen weisen große Verluste auf in einem Land, das besonders vom pädophilen Mißbrauchsskandal betroffen war.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Die Kirche des ethnisch zwischen Flamen und Wallonen geteilten Landes, das bis vor einem halben Jahrhundert eine blühende katholische Landschaft war, durchlebt eine schwere Krise. Die Priesterseminare sind weitgehend leer, die Zahl praktizierender Katholiken ist auf einen treuen Kern zusammengeschrumpft. Die Bischöfe genießen nur mehr einen Hauch des Ansehens und des Gewichts im öffentlichen Leben, die sie einmal hatten. Progressive Bischöfe wie Leo Kardinal Suenens, Erzbischof von Mecheln-Brüssel und die von ihm zu Bischöfen beförderten Gleichgesinnten brachten die Säkularisierung des Landes und die Entfremdung der Gläubigen von der Kirche voran.

Auf Kardinal Suenens liberale Kirche folgt entchristlichte Gesellschaft

Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, bei dem Kardinal Suenens als Teil der Rheinischen Allianz zu den großen „Machern“ gehörte, propagierten in Belgien selbst führende Kirchenvertreter wie der dominikanische Theologe Edward Schillebeeckx eine „in der Moderne aufgehende“ Kirche. Pädophile Kinderschänder, wie der frühere Bischof Roger Joseph Vangheluwe von Brügge, der noch nach seiner Bischofsweihe Neffen schändete, erledigten den Rest. Symptomatischen Höhepunkt fand die Entwicklung im Juni 2010 mit einer skandalösen Schändung des Grabes von Kardinal Suenens in der St. Rumold-Kathedrale von Mecheln als übler Dan-Brown-Kopie durch eine Sondereinheit der belgischen Polizei auf der Suche nach belastendem Material im Zusammenhang mit dem Pädophilieskandal. Gefunden wurde nichts. Was die zuständige belgische Gerichtsbarkeit nicht daran hinderte, die Schändung der Totenruhe nachträglich für rechtens zu erklären.

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“Ich bete, dass es die Kirche in der jetzigen Form noch lange gibt”

Bild: Ecowin Verlag

Manfred Deix über die katholische Kirche

Von Reinhard JellenTELEPOLIS

Einen bunten Strauß voll herrlicher Kirchenschelten und entzückender Blasphemien bringt uns Manfred Deix, der zur Freude des Publikums in seinem neuesten Bildband Der heilige Deix die katholische Kirche maliziös untersucht. Ein Gespräch mit dem genialen Maler, Karikaturisten und Beach-Boys-Fan.

Herr Deix, der Katholizismus ist ja eine sehr sinnliche und derbe Religion, in welcher trotz aller Jenseiterei die niederen Regionen des Menschseins sehr wohl ihren Platz haben: Wie sehr hat Sie der Katholizismus als Künstler beeinflusst?

Manfred Deix: Der Katholizismus hat mich von Kleinauf beschäftigt. Ich bin katholisch erzogen worden: Erstkommunion, Firmung und alles, was dazu gehört. Als Sechsjähriger bin ich durch einen Religionslehrer täglich mit Religion konfrontiert worden und habe das erst einmal hingenommen, wie alle anderen auch. Als ich dann aber neun oder zehn Jahre alt geworden bin, habe ich gemerkt, dass hier etwas nicht ganz stimmt. Und mit elf wurde ich dann mit dem Phänomen der Homosexualität bekannt, obwohl ich mir damals gar nicht so recht vorstellen konnte was das ist: Ich hatte nämlich einen Religionslehrer, der immer recht nah an mir und meinen Tisch gestanden ist und mit mir sehr charmant war.

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Niederlande: Kirche verzeichnet mehr Misshandlungsfälle

Bild: WAZ

Bild: WAZ

Die Missbrauchsmeldestelle der katholischen Kirche in den Niederlanden verzeichnet einen Zuwachs von Berichten über Misshandlungen, wie die deutsche Katholische Nachrichtenagentur KNA berichtet

kathweb

Im Februar und März seien Dutzende neuer Meldungen eingegangen, die sich zu etwa 40 Prozent auf körperliche und psychische Gewalt bezögen, so niederländische Medien am Freitag unter Berufung auf die Meldestelle in Utrecht. Anfang März hatte die von den niederländischen Bischöfen eingesetzte sogenannte Deetman-Kommission einen Bericht zu sexuellem Missbrauch von Mädchen in kirchlichen Einrichtungen veröffentlicht.

Während in den vergangenen Jahren zahlreiche Fälle sexueller Gewalt gemeldet worden seien, richte sich die Aufmerksamkeit nun verstärkt auf psychische und körperliche Gewalt, heißt es. Seit der Einrichtung der Meldestelle im Jahr 2010 gingen den Angaben zufolge rund 2.700 Berichte über Missbrauch ein. Dabei habe es sich überwiegend um sexuellen Missbrauch gehandelt. In 2,9 Prozent der Fälle habe psychische Gewalt, in 4,9 Prozent körperliche Misshandlung eine Rolle gespielt.

Bundesarbeitsgericht: Kirchenaustritt rechtfertigt Kündigung

Bild:bag.de

Ein Austritt aus der katholischen Kirche rechtfertigt nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts die außerordentliche Kündigung eines langjährigen Mitarbeiters der Caritas

kath.net

Ein Austritt aus der katholischen Kirche rechtfertigt nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts die außerordentliche Kündigung eines langjährigen Mitarbeiters der Caritas. Die Richter stärkten damit am Donnerstag in Erfurt das gesonderte Arbeitsrecht der Kirchen, das von den Mitarbeitern besondere Loyalitätspflichten verlangt. Zuvor hatte auch schon das Landesarbeitsgericht Stuttgart die Entlassung des heute 60-jährigen Sozialpädagogen als rechtmäßig bezeichnet und auf das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen verwiesen.

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Kirchenkonzerne auf den Marktplätzen der Gegenwart

(Bild: Josef Bossart, 2011)

(Bild: Josef Bossart, 2011)

“Neue Medien für das Evangelium”: Unter diesem Motto findet in der Schweiz am 4./5. Mai der Mediensonntag der katholischen Kirche statt. Im Mittelpunkt stehen die sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter. “Twitterabt” Martin Werlen ruft dazu auf, die Botschaft der Kirche auf diesen “Marktplätzen unserer Zeit” glaubwürdig und überzeugend zu verkünden. – Die Medienkollekte dient der Unterstützung katholischer Medien in der Schweiz, in der Deutschschweiz insbesondere des Katholischen Mediendienstes und der Presseagentur Kipa.

kipa-apic

Eine “heilsame Herausforderung” für alle Getauften sieht Abt Martin Werlen in den sozialen Netzwerken. Wer gehöre werden wolle, müsse zuerst einmal selber Hörender sein, dürfe also nicht von oben herab reden, sondern müsse mit den Menschen auf dem Weg sein, schreibt der Vertreter der Schweizer Bischöfe in der Kommission für Kommunikation und Medien in seinem Brief zum Mediensonntag an Pfarreien, Ordensgemeinschaften und kirchliche Medienstellen.

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Pius-Brüder verlangen mehr Dogma und weniger Menschlichkeit vom Papst

logo_fsspxMit der demonstrativen Bescheidenheit von Franziskus kann sich die Piusbruderschaft offenbar nicht anfreunden.

Deutschlandradio Kultur

Der Generalobere des ultra-traditionalistischen Ordens, Bischof Bernard Fellay, hat in einem Rundschreiben den Papst kritisiert. Franziskus Ankündigung, sich stärker um die Armen kümmern zu wollen, dürfe nicht dazu führen, dass es nur noch um Menschen gehe. Es bringe nichts, so der Bischof, sich dem Dienst am Menschen zu verschreiben, wenn man ihnen das Wichtigste vorenthalte – und das sei nun einmal das Dogma der katholischen Kirche. Es ist nicht das erste Mal, dass die Piusbrüder den neuen Papst angreifen. Auch dass er Vertreter der protestantischen Kirche zu einer Privataudienz empfangen hat, emfanden sie als unzumutbar.

Katholische Kirche will mehr Frauen an ihrer Spitze

Die katholische Kirche in der Erzdiözese Freiburg will in ihrer Führung mehr Frauen. Für Stellen in der Leitungsebene gelte künftig ein Gleichstellungsplan, teilte die Diözese am Donnerstag mit.

FOCUS ONLINE

Ziel sei es, den Anteil weiblicher Führungskräfte deutlich zu erhöhen. Eine konkrete Zahl oder eine Quote, wie hoch der Frauenanteil künftig mindestens sein soll, gebe es nicht. Ausgenommen von dem Vorhaben sind Ämter, für die eine priesterliche Weihe nötig ist. Grund: Vom Priesteramt sind Frauen in der katholischen Kirche grundsätzlich ausgeschlossen. Freiburg ist nach Köln die zweitgrößte der 27 Diözesen in Deutschland.

Österreich: »Die Menschen wollen ihr Leben selbst bestimmen«

Foto:privat

Über die Bevorzugung der katholischen Kirche in Österreich, und wieso man sie beenden sollte. Ein Gespräch mit Christian Fiala

Interview: Thomas EipeldauerjW

Christian Fiala ist einer der Initiatoren des Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien. Informationen unter: www.kirchen-privilegien.at

Ab dem 15. April kann man in Österreich Ihr Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien unterschreiben. Um welche Bevorzugung geht es, was fordern Sie konkret?

Es gibt in Österreich eine aus der Monarchie und dem Faschismus stammende systematische Bevorzugung von Religionsgemeinschaften allgemein und der katholischen Kirche im besonderen. Daraus resultierende Privilegien finden sich auf allen Ebenen. Juristisch genießen Mitarbeiter der Kirche eine Sonderstellung, sie sind quasi einem eigenen Rechtssystem unterworfen. Finanziell genießt sie eine Reihe von Steuerbegünstigungen bis hin zur Grundsteuerbefreiung, was ja zu Lasten aller Steuerzahler geht. Auch im staatlichen Rundfunk sind religiöse Inhalte überrepräsentiert, im Bildungsbereich ist es die Bezahlung der Religionslehrer inklusive deren Ausbildung, die der Staat übernimmt. Gegen dieses umfassende System von Privilegien wollen wir angehen.

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Österreich: Ein unverständliches Volksbegehren

Bild: orf.at

Offenbar wollen die Initiatoren der katholischen Kirche eins auswischen. Den Kollateralschaden nehmen sie in Kauf.

Von Inge BaldingerSalzburger Nachrichten

Gleich zwei Volksbegehren liegen ab kommendem Montag zur Unterschrift auf. Das eine verlangt mehr Demokratie, das andere die Abschaffung von “Kirchenprivilegien”.

Während bei erstgenanntem Begehren klar ist, was die Initiatoren antreibt, wird man beim zweitgenannten den Eindruck nicht los, dass es den Initiatoren nur darum geht, der katholischen Kirche eins auszuwischen. Der Kollateralschaden wird in Kauf genommen.

Der wäre in mehrfacher Hinsicht beträchtlich. Erstens: Die Abschaffung angeblicher Privilegien – gemeint ist damit offenbar das Konkordat – würde in der Folge die Grundrechte aller 14 (und demnächst 15) in Österreich gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften treffen, nicht bloß die “reiche” katholische Kirche.

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Irische Bischofskonferenz mit versuchter Erpressung – Hochzeitsboykott

Bild: the-hermeneutic-of-continuity.blogspot.com

Falls die «Homo-Ehe» eingeführt wird, will die katholische Kirche in Irland ihren zivilrechtlichen Part bei Eheschließungen nicht mehr wahrzunehmen

kath.net

Die katholische Kirche in Irland droht dem Staat damit, ihren zivilrechtlichen Part bei Eheschließungen nicht mehr wahrzunehmen, falls die «Homo-Ehe» eingeführt wird. In einer am Freitag bekanntgewordenen Eingabe an den zuständigen Verfassungskonvent betont die Irische Bischofskonferenz, mit der rechtlichen Gleichstellung homosexueller Paare würde die Definition der Ehe verändert.

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Dodo-Meisner im österlichen Selbstmitleid

meisner_400qErneut hat Kardinal Joachim Meisner die Ausgrenzung von Katholiken angeprangert. In seiner Karfreitagspredigt verglich er die Situation der katholischen Kirche mit dem Leidensweg Jesu. Erst im Februar hatte er von einer „Katholikenphobie“ gesprochen.

Kölner Stadt-Anzeiger

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat in scharfen Formulierungen eine Ausgrenzung der katholischen Kirche beklagt. In seiner Karfreitagspredigt sagte er nach einem zuvor verbreiteten Redemanuskript, die Katholiken müssten heute genau wie Jesus an Karfreitag einen Leidensweg zurückgehen. Keine Religion auf der Welt werde seiner Ansicht nach so verfolgt wie das Christentum. „Wir haben heute in unserer Gesellschaft als katholische Kirche wirklich einen Passionsweg zu gehen“, sagte der Erzbischof im Kölner Dom.

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Zollitsch:”Kein weiter so, wie bisher” – natürlich nicht für seine Kirche

Bild: zeit.de

Die katholische Kirche in Deutschland fordert zum Osterfest ein Umdenken in der Finanz- und Wachstumspolitik. Es dürfe hier kein «Weiter so wie bisher» geben, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, der dpa. Das Streben nach immer mehr Wachstum müsse ein Ende haben. Sonst drohten mehr Armut, soziale Konflikte und eine wachsende Gewaltbereitschaft. Verarmung stelle eine große Gefahr für den sozialen Frieden dar, mahnte der Freiburger Erzbischof. (dpa)

Kölner Stadt-Anzeiger

Fuldaer Bischofskonferenz: Das Kreuz mit Haken

Katholischer Segen: Der Bischof von Berlin, Nikolaus Bares, der päpstliche Botschafter im Deutschen Reich, Cesare Orsenigo, und »Schwabenbischof« Augustin Pacha vom Bistum Timisoara in Rumänien (v.l.n.r.) bei der Papstkrönungsfeier 1934 im Berliner Sportp Foto: ullstein bild – Süddeutsche Zeitung Photo / Scherl

Am 28. März 1933 machte die katholische Kirche in Deutschland mit der Erklärung der Fuldaer Bischofskonferenz ihren Frieden mit dem Naziregime

Von Kurt Pätzold - jW

Die erste Institution, die sich zu ihrer Rolle in den Jahren der faschistischen Diktatur in Deutschland umfassend äußerte, war die katholische Kirche, genauer ihre bayerische Abteilung. Sie gab schon 1946 einen Band unter dem Titel »Kreuz und Hakenkreuz. Der Kampf des Nationalsozialismus gegen die katholische Kirche und der kirchliche Widerstand« im Eigenverlag des Bistums heraus. Ihr Autor war der Priester Johann Neuhäusler, der zum engen Mitarbeiterstab des Kardinals und Münchner Erzbischofs Michael von Faulhaber gehörte und seit 1933 beauftragt gewesen war, sich um die kirchenpolitischen Fragen zu kümmern, was bedeutete, sich bei den staatlichen Behörden für die Wahrung der äußeren Bedingungen des Wirkens der Kirche im Lande einzusetzen. Dabei hatte Neuhäusler das diplomatische Vorgehen bevorzugt. Verhandeln oder auch Protestieren erschien ihm erfolgversprechender. Diese Rolle hatte im Februar 1941 mit seiner Verhaftung durch die Gestapo ein Ende. Nach Gefangenschaft im Hausgefängnis der Gestapo-Zentrale in Berlin und in Sachsenhausen wurde er noch im gleichen Jahr als Sonderhäftling in das Konzentrationslager Dachau gebracht. Dort überlebte er. In den ersten Maitagen 1945, mit einem Transport dieser Häftlingsgruppe in die österreichischen Alpen gebracht, befreiten ihn und seine Leidensgefährten dort US-amerikanische Truppen.

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Zeitenwende für katholische Kirche in den USA

©Getty Images

Die katholische Kirche in den USA ist im Umbruch. Es gibt einen Generationswechsel und eine wachsende Zahl hispanischer Mitglieder. Das wird das Gesicht des amerikanischen Katholizismus sehr verändern.

Deutsche Welle

In den nächsten fünf Jahren wird sich innerhalb der viertgrößten katholischen Landeskirche der Welt ein dramatischer Wandel vollziehen. Dann nämlich wird die Generation der US-Katholiken, die 1940 oder früher geboren wurde, nur noch deutlich weniger als zehn Prozent der Gläubigen stellen und damit demografisch unbedeutend werden. Wie groß dieser Einschnitt ist, macht ein Blick auf die Zahlen deutlich: 1987 gehörten rund ein Drittel aller Erwachsenen amerikanischen Katholiken der sogenannten Prä-Vatikanicum (2. Vatikanisches Konzil – die Red.) II-Generation an und prägten das Gesicht des Katholizismus in den USA, wie wir ihn noch heute kennen.

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Keith O´Brien: Schottischer Kardinal gesteht sexuelles Fehlverhalten

Der schottische Kardinal Keith O´Brien, dpa

Der zurückgetretene schottische Kardinal Keith O´Brien hat sexuelles Fehlverhalten in früheren Jahren eingeräumt. Die Vorwürfe drehen sich um „unangemessenes“ Verhalten gegenüber jungen Priestern. O’Brien sollte ursprünglich an der Papst-Wahl teilnehmen.

FOCUS ONLINE

Der schottische Kardinal Keith O´Brien, bis zum 25. Februar der ranghöchste Würdenträger der katholischen Kirche in Großbritannien, zieht sich völlig aus dem Kirchenleben zurück. „Ich werde den Rest meines Lebens zurückgezogen verbringen“, erklärte O´Brien am Sonntag. „Am öffentlichen Leben der katholischen Kirche von Schottland werde ich nicht mehr teilnehmen.“

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Katholisches Bildungswerk: Gruppensex ist kein Kündigungsgrund

Gruppensex_kündigungGlück gehabt. Auch in katholischen Einrichtungen ist einmaliger Gruppensex, in der Mittagspause, wohltuend für die christliche Seele.

Quelle: @tazgezwitscher/Twitter

»Streifzug durch den Irrsinn der Religion«

Erst der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Später die Debatte um die Pille danach. Und dann kündigt auch noch der Papst seinen Rücktritt an. Es sind ereignisreiche Tage für Jörg Schneider.

Gießener-Allgemeine.de

»Erschreckenderweise hat man seit Jahren viel zu tun, wenn man sich satirisch mit der Kirche auseinandersetzt«, sagt der Gießener. Am Montag, 4. März, erscheint sein neues Buch »So komme ich in die Hölle. Ein Streifzug durch den Irrsinn der Religion« bei U Books. Es sind Sätze wie dieser, mit denen sich Schneider darin in Sachen Religion positioniert: »Religion ist eine unübersichtliche Sache. Den mühsamen Weg des Selberdenkens großräumig umbetend, sollte sie einen aber spätestens dann ins Grübeln bringen, wenn ihre grotesken Glaubenskonstrukte unter Androhung von Höllenfeuer verbieten, an Tagen, die mehr als zwei Vokale oder drei f im Namen tragen, hochkant im Wok geschmolzenes Veganerfleisch zu trinken.« Oder: »Dass man Gott wissenschaftlich nicht widerlegen kann, gilt vielen Gläubigen bereits als Beweis für dessen Existenz. Als einzige Legitimation ihrer infantilen Argumentation dient ein unanfechtbares Wahrheitsmonopol, basierend auf den Überlieferungen frühgeschichtlicher Analphabeten.«

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Dodo-Meisner und der Vertrauensverlust

meisner_400qMeisner bei DBK-Messfeier: „Es liegt in der politischen Großwetterlage unserer Gesellschaft, dass unser Versagen als katholische Kirche dramatisiert und multipliziert wird, als ob es nichts anderes mehr bei uns gäbe.“

kath.net

Der große Vertrauensverlust, der über uns hereingebrochen ist, kommt aus unserem eigenen Versagen als Kirche: die sexuellen Missbräuche und die Abweisung einer vergewaltigten Frau in zwei unserer katholischen Krankenhäuser.“ Das erläuterte Joachim Kardinal Meisner, der Erzbischof von Köln, in seiner Predigt im Rahmen der hl. Messe bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Trier am heutigen Donnerstagmorgen. Dies schmerze besonders, „wenn das Unheil vom Innern der Kirche nach außen geht“. Es liege „ in der politischen Großwetterlage unserer Gesellschaft, dass unser Versagen als katholische Kirche dramatisiert und multipliziert wird, als ob es nichts anderes mehr bei uns gäbe.“

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