Schlagwort-Archive: katholische Kirche

Tebartz-van Elst und die katholische Kirche: Wenn aus Ehrfurcht Furcht wird

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (Bild: Wikimedia Commons/Medienmagazin pro)

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (Bild: Wikimedia Commons/Medienmagazin pro)

Warum konnte ein Bischof wie Franz-Peter Tebartz-van Elst die katholische Kirche so tief in die Krise stürzen? Ein Buch analysiert die Limburger Kirchenkrise und ihre Folgen.

Von Peter HanackFrankfurter Rundschau

Wieso konnte der damalige Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst, so lange offenbar ungehindert schalten und walten, wie es ihm beliebte? Weshalb war da niemand, der ihn stoppen oder doch wenigstens auf einen anderen Weg als den der Lüge, Verschwendung und der Gängelung von Mitarbeitern und pastoralem Personal führen wollte und konnte?

Vielleicht gibt Klaus Lüdicke auf diese Fragen die beste Antwort. „Es ist der Respekt vor dem Amt, der dazu beiträgt, dass Mitarbeiter der Kirche nicht den Mut finden, sachlich notwendige Einwände gegen das Handeln kirchlicher Oberer [vorzutragen], wenn es eigentlich ihre dienstliche Aufgabe wäre, Stellung zu nehmen“, schreibt der Kirchenrechtler Lüdicke mit Blick auf die Limburger Geschehnisse. Der „geschuldete Respekt“, so Lüdicke, die „Ehrfurcht vor dem Amt“, könne leicht in Furcht umkippen, „die einen notwendigen Einspruch gegen bischöfliche Anordnungen unterdrückt“.

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Die Suche nach der Heiligen Vorhaut(Sanctum Praeputium)

Bild: arte/BB

Bild: arte/BB

Fast 2.000 Jahre lang war die Vorhaut von Jesus Christus die heiligste Reliquie der katholischen Kirche, das einzige Stück vom Fleische Jesu, das auf der Erde verblieben ist, nachdem er gen Himmel gefahren war. Das Sanctum Praeputium, ein Teil des Göttlichen! Doch dann passierte es: Zu Neujahr 1983 musste ein Pater den Pilgern verkünden, dass ihre geliebte Reliquie gestohlen wurde.

arte.tv

Sie ist die heiligste und die sonderbarste Reliquie des Christentums: Die Heilige Vorhaut Christi. Das kleine Hautstück reiste seit der Beschneidung des Jesuskindes quer durch die Jahrhunderte, bis es durch Kriegswirren und Zufälle im 16. Jahrhundert ins italienische Dorf Calcata gelangte. Gläubige aus ganz Europa pilgerten seitdem dorthin, um den letzten auf Erden verbliebenen Teil von Gottes Sohn anzubeten.

Bis zu jenem Neujahrstag 1983, an dem die Reliquie unter mysteriösen Umständen verschwindet. Sind gotteslästernde Diebe die Täter, wie Pater Don Dario seine Gemeinde glauben machen will? Oder hat die Kirche, die mit dem Kult um die Vorhaut nie wirklich glücklich war, selbst die Hände im Spiel?

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Generalvikar: Haben Problem bei Kirchensteuer unterschätzt

Bild: tilly

Bild: tilly

Erstmals hat auch ein Vertreter der katholischen Kirche Informationsdefizite beim neuen Einzugsverfahren für die Kirchensteuer auf Kapitalerträge eingeräumt.

evangelisch.de

Man habe “die Probleme wohl unterschätzt” und “ein stillschweigendes Einverständnis für die Veränderung angenommen”, sagte der Generalvikar der Diözese Münster, Norbert Kleyboldt, der Bistumszeitung “Kirche + Leben” (Ausgabe 24. August). Nach seinen Angaben ist auch im Bistum Münster die Zahl der Kirchenaustritte in den vergangenen Monaten gestiegen. Das lasse sich eindeutig mit der steuerrechtlichen Veränderung in Verbindung bringen. Konkrete Austrittszahlen nannte Kleyboldt nicht.

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Glaubensstreit bei Wikipedia

Eine der umstrittendsten Personen der Menschheitgeschichte: Jesus Christus ist auch bei Wikipedia Zankapfel. Am fünfthäufigsten diskutieren Wikipedianer über ihn
Foto: Marius Prusaczyk

Welche Artikel korrigieren Wikipedia-Autoren besonders häufig? Einen Blick auf die Zahlen der Plattform hat der Blog Fifty Thirty Eight geworfen. Besonders umstritten sind demnach auch zahlreiche religiöse Begriffe und Persönlichkeiten. pro zeigt sie in einer Bilderstrecke.

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Missbrauch: Seit 2001 in England 52 Priester entlassen

missbrauch_kathol Die katholische Kirche in England und Wales hat seit 2001 insgesamt 52 des sexuellen Missbrauchs schuldig gesprochene Priester aus dem Klerikerstand entlassen.

kathweb

Laut dem aktuellen Jahresbericht der zuständigen kirchlichen Kommission klagten zwischen 2003 und 2012 insgesamt 465 Menschen sexuellen Missbrauch durch Kleriker an.

Bei der Bekämpfung von Missbrauch habe die Kirche unverzeihliche Fehler gemacht, sagte der Vorsitzende der Kommission, Danny Sullivan, laut BBC. Es werde wohl noch eine ganze Generation dauern, um das Vertrauen wiederherzustellen. Es sei in der Kirche von England und Wales gängige Praxis, Priester über Rom aus dem Klerikerstand zu entlassen, wenn sie des sexuellen Missbrauchs schuldig gesprochen seien. Wer im Priesteramt verbleiben dürfe, werde darin stark eingeschränkt, so Sullivan.

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Kirche und Mafia: Gleich und Gleich gesellt sich gern

Bild: hiphop 'n'more

Bild: hiphop ‘n’more

Papst Franziskus will die Mafia aus seiner Kirche jagen, doch so einfach ist das nicht. In Süditalien werden Mafiosi und ihre kirchlichen Helfer weiter öffentlich verehrt – wer darüber berichtet, riskiert sein Leben.

Von Hans-Jürgen SchlampSpON

Don Nuccio Cannizzarro ist ein treuer Pfarrer, er steht nicht nur treu zu Gott, sondern offenbar auch zu irdischen Mächten. Er war angeklagt in Reggio Calabria, der Hauptstadt Kalabriens, weil er laut Anklage eng mit der Mafia kooperiert haben soll. Außerdem hat der Priester in einem abgehörten Telefongespräch zugegeben, vor Gericht zugunsten eines Mafiabosses gelogen zu haben. Dennoch wurde Don Nuccio vorige Woche von einem Richter freigesprochen: Die Kooperation mit der Mafia war nicht zu beweisen, die Falschaussage verjährt.

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Chefankläger: Bischöfe haben nicht genug gegen Missbrauch getan

missbrauch_katholBischof Cancula in “La Repubblica”: Unter Befolgung des Kirchenrechts hätten viele Tragödien vermieden werden können

kathweb

Katholische Bischöfe haben nach Ansicht des früheren vatikanischen Chefanklägers, Bischof Charles Scicluna, in der Vergangenheit oft zu wenig gegen pädophile Priester unternommen, obwohl das Kirchenrecht ihnen ein härteres Vorgehen ermöglicht hätte. “Viele Tragödien hätten vermieden werden können, wenn die Vorschriften des Kirchenrechts befolgt worden wären”, sagte Scicluna der italienischen Tageszeitung “La Repubblica” (Samstag).

Zugleich wies er Vorwürfe zurück, Papst Johannes Paul II. (1978-2005) und der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, hätten Missbrauchsfälle vertuscht. Verantwortlich für die Leitung ihrer Diözese und damit die Ahnung von Missbrauchsfällen seien die Ortsbischöfe. Der Vatikan stelle hierzu lediglich seine kirchenrechtliche Hilfe zur Verfügung, um die Arbeit der Bischöfe zu erleichtern, so Scicluna.

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Die katholische Kirche fährt Achterbahn

Bild: @Kiwi_Gold/twitter

Bild: @Kiwi_Gold/twitter

Tebartz-van-Elst schadet trotz eines umwerfenden und weltweit beliebten Papstes. Aber auch die Protestanten leiden unter verstärkten Kirchenaustritten. Kann man dagegen etwas tun?

Von Matthias KamannDIE WELT

Franziskus kam gegen Tebartz nicht an. Dass 2013 an die Spitze der katholischen Kirche ein sehr einnehmender Papst gewählt wurde, konnte nicht verhindern, dass der Ärger über Franz-Peter Tebartz-van Elst die deutschen Katholiken massenweise aus der Kirche trieb.

Der Anstieg der Austrittszahlen auf 178.000 und damit fast das Rekordniveau des Missbrauchsjahres 2010 zeigt somit: Wenn in der Kirche ein Hierarch für Freude sorgt, nutzt das wenig.

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Katholiken: Zahl der Kirchenaustritte steigt deutlich an

Kardinal Marx (März 2014): "Der hohen Austrittszahl müssen wir begegnen"

Kardinal Marx (März 2014): “Der hohen Austrittszahl müssen wir begegnen”

Der katholischen Kirche laufen die Mitglieder davon: Im vergangenen Jahr traten fast 180.000 Menschen aus, deutlich mehr als noch 2012. Grund dafür dürfte vor allem die Finanzaffäre um den abberufenen Limburger Bischof Tebartz-van Elst sein.

SpON

Die Affäre rund um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat offenbar mehrere zehntausend Katholiken in Deutschland zum Kirchenaustritt bewogen. 178.805 Mitglieder traten im vergangenen Jahr aus der katholischen Kirche aus – 2012 waren es noch 118.335. Das geht aus der Statistik hervor, die die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn veröffentlichte. Damit wurde fast das Rekordniveau von 2010 erreicht, als nach dem Missbrauchsskandal 181.193 Menschen die katholische Kirche verließen.

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Vatikanbank auf Schrumpfkur

Bild: tilly

Bild: tilly

In der Vatikanbank tut sich was: Das skandalgeschüttelte Institut soll offenbar sein Investment-Banking abgeben. Übrig bliebe noch der Zahlungsverkehr für die katholische Kirche.

Frankfurter Allgemeine

Die Vatikanbank soll Insidern zufolge deutlich zusammengestutzt werden. Die Investment-Aktivitäten würden im Zuge der Neustrukturierung abgegeben, hieß es am Montag aus Vatikan-Kreisen. Das Geldhaus solle in ein Institut verwandelt werden, das vor allem Zahlungsdienste für die katholische Kirche erledige. Auch das Vermögen des Heiligen Stuhls solle künftig von einem neuen Bereich verwaltet werden. Die Details zur Reform sollen am Mittwoch bekanntgegeben werden.

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Klerikalismus, Narzissmus, Selbstbezogenheit: die Übel der Kirche

Papst Franziskus (Bild: AP)

Papst Franziskus (Bild: AP)

Eines der Grundthemen der Lehre von Papst Franziskus: wie die Kirche aus dem Gewesenen in der Gegenwart zur Zukunft vorwärtsgeht. Wider die spirituelle Weltlichkeit, die die Kirche an ihrem Aufbruch hindert.

Von Armin Schwibachkath.net

Seit den ersten Stunden seines Pontifikats ist der „Klerikalismus“ eine der Gefahren, vor denen Papst Franziskus immer wieder warnt. Die typische Krankheit der auf sich selbst konzentrierten Kirche (la enfermedad típica de la Iglesia encerrada) besteht für Franziskus in der Selbstbezogenheit. Dies schrieb der neu gewählte Papst bereits am 25. März 2013 in einer Botschaft an die argentinischen Bischöfe anlässlich deren Vollversammlung in Pilar: „sich selbst im Spiegel anschauen , sich über sich selbst beugen wie jene Frau im Evangelium. Es ist dies eine Art von Narzissmus, der uns zur spirituellen Weltlichkeit und zum ausgefeilten Klerikalismus führt“.

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Psycho-Analyse der katholischen Kirche—Alkoholikerfamilie

Manfred_LützManfred Lütz und seine Diagnose über einen speziellen Patienten.

Von Andreas Ottokath.net

Der Gesundheitszustand und die Diagnose haben sich keinesfalls verändert. Schon vor 15 Jahren legte der Kölner Psychiater und Theologe Manfred Lütz eine schonungslose bis unterhaltsame «Psycho-Analyse» der katholischen Kirche vor. Nun hat er ein «Update» seines «Untersuchungsberichtes» mit dem plakativen Titel «Der blockierte Riese» veröffentlicht und vor einigen Tagen in Köln vorgestellt – gemeinsam mit dem Kölner Sozialpfarrer Franz Meurer. Der ist zwar kein ausgewiesener Mediziner, vertritt aber genauso selbstbewusst seine Sekundärmeinung zum Krankheitsfall Kirche.

Missbrauchsskandal, gleich zwei neue Päpste, Tebartz-van Elst – seit dem Erscheinen der Erstauflage 1999 hat sich einiges getan in der katholischen Kirche. Deshalb hat sich Lütz der Mühe unterzogen, den Patienten Kirche im Licht der jüngsten Entwicklungen und neuen Maximen aus Rom auf Herz und Nieren zu prüfen. Seine gewagte Grundthese ist aber gleichgeblieben: Die Befindlichkeit der Kirche sei mit den Zuständen innerhalb einer «Alkoholikerfamilie» zu vergleichen. Diese kennzeichne anstrengende Konflikte und ein erstarrtes Rollengefüge zwischen den einzelnen Familienmitglieder – «und dennoch kommt aus all dem Trubel nichts Kreatives mehr heraus».

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Vatikan und Mafia: Das Kreuz mit den Killern

Papst Franziskus mit Jesus-Chip bei einer Messe im kalabrischen Sibari. Bild: ap

Das Verhältnis zwischen Mafia und Vatikan ist komplex. Und die katholische Kirche tut sich schwer damit, sich von der Mafia zu distanzieren.

Von Ambros Waibeltaz.de

„Mafiosi sind exkommunziert.“ So interpretierte Radio Vatikan die deutlichen Worte, die Papst Franziskus bei einer Messe im kalabrischen Sibari am vergangenen Samstag gegen die dort heimische Mafia-Organisation ’Ndrangheta gefunden hatte. Einen Tag später formulierte der Sender schon vorsichtiger: „Hat der Papst die Mafia exkommuniziert?“ Antwort: Nein beziehungsweise schwierig. Denn das Kirchenrecht unterscheide, sagt Radio Vatikan, zwischen der Exkommunikation als „Tatstrafe“ und als „Spruchstrafe“. Im ersten Fall „tritt die Exkommunikation automatisch ein, zum Beispiel bei Abtreibung, Sakrileg, Häresie u. a.“.

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Erich Klausener: Er lobte seine Mörder

Erich Klausener war seit 1928 Leiter der katholischen Aktion | CC BY-SA 3.0 DE: Bundesarchiv, Bild 102-14315

Der glühende Katholik Erich Klausener suchte den Schulterschluss mit den Nazis – doch die sahen in ihm einen Mann des Widerstands. Sein Schicksal spiegelt das ambivalente Verhältnis der katholischen Kirche zum NS-Regime.

Von Ekkehard KlausaZEIT ONLINE

Ende Juni 1934 “säubert” der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler seine Partei im Stalin-Stil: Es geht gegen Parteirebellen wie Gregor Strasser, der Hitler 1932 die Führungsrolle streitig zu machen versuchte, und vor allem gegen die aufmüpfige SA und ihren Chef Ernst Röhm. Zwar plant der beileibe keinen “Putsch”, wie Hitler behauptet, aber sein Schwadronieren von der zweiten, der sozialen Revolution verunsichert und verärgert die konservativen Bündnispartner der NSDAP und die Militärs – und die werden gebraucht.

Die Aktion zielt jedoch nicht allein auf den linken Parteiflügel: Wo man schon einmal beim Morden ist – an die 200 Menschen fallen der SS in der “Nacht der langen Messer” zum Opfer –, putzt man die ein oder andere konservative Ecke gleich mit aus. So setzt Hermann Göring auch Hitlers Vorgänger als Reichskanzler, General Kurt von Schleicher, samt seiner Ehefrau auf die Todesliste, ebenso den General Ferdinand von Bredow und Vizekanzler Franz von Papens frech gewordenen Redenschreiber Edgar Jung.

CSU besucht den römischen Kreml

Bild: münchen.tv

In keinem Bundesland pflegen die jeweilige Landesregierung und die katholische Kirche so enge Beziehungen wie in Bayern. Bayerische Politiker sind auch häufige Gäste im Vatikan. Aber eine Besonderheit bleiben Besuche beim Papst dennoch.

münchen.tv

Eigentlich ist es ein Routinebesuch: An diesem Montag empfängt Papst Franziskus im Vatikan Ministerpräsident Horst Seehofer. Der CSU-Chef ist nicht für übertriebene Reisefreude bekannt, sogar die Ferien verbringt er am liebsten in Bayern in seinem Ferienhaus im Altmühltal. Aber in Rom war Seehofer seit 2008 schon fünfmal – der Vatikan und die italienische Hauptstadt sind sein häufigstes Reiseziel.

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Pole verklagt katholische Kirche auf Schadenersatz

kirche_polenZwei Jahre lang wurde Marcin K. von einem Gemeindepfarrer missbraucht. Nun strengt er einen Musterprozess gegen Polens katholische Kirche an. Die muss nun ihre Haltung zum Thema Missbrauch ändern.

Von Julia SzyndzielorzDIE WELT

Sein Albtraum dauerte drei Jahre. Marcin K., jetzt 26, wurde als Junge in den Jahren 1999 bis 2001 von Zbigniew R., einem Gemeindepfarrer aus Koszalin im polnischen Westpommern missbraucht. Der Täter kam dafür 2013 für zwei Jahre in Haft. Jetzt klagt Marcin K. aber als erstes Kindesmissbrauchsopfer gegen die polnische katholische Kirche auf Schadenersatz.

Seine Begründung: die lokalen Kirchenfürsten hätten von der Situation gewusst, aber nichts dagegen unternommen. Der Gerichtsprozess, der einen Präzedenzfall in Polen darstellt, begann an diesem Freitag. Es wird wohl einige Monate dauern, bis ein Urteil in der Sache gefällt wird.

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Polens katholische Kirche geht auf Missbrauchsopfer zu

missbrauch_katholIn Polen tut sich die katholische Kirche bislang schwer damit, Verantwortung für den Missbrauch durch Priester zu übernehmen. Der neue Primas wirbt für Aufklärung und will auf die Opfer zugehen.

evangelisch.de

Die katholische Kirche in Polen will erstmals die Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester mit einer demonstrativen Geste um Entschuldigung bitten. Ein so genanntes Reuegebet, in dem sich die Amtskirche zu ihrer Verantwortung bekennt, wird der Höhepunkt einer zweitägigen internationalen Tagung im südpolnischen Krakau sein. Auch Missbrauchsopfer seien eingeladen worden, sagte der neue Primas der katholischen Kirche Polens, Erzbischof Wojciech Polak, am Donnerstag in Warschau.

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Ludwig Schick: Kirche leidet unter öffentlichen Anklagen

schick_fbDer Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ruft die Gläubigen dazu auf, der katholischen Kirche trotz Missständen treu zu bleiben. “Die Kirche schlägt sich im Augenblick mit vielen Anklagen in der Öffentlichkeit herum, und wir leiden darunter”, sagte Schick am Pfingstmontag im hessischen Seligenstadt.

evangelisch.de

Die Gläubigen müssten die Kirche lieben, wie Jesus sie liebt. Die Aufgabe der Kirche sei es zu dienen, sagte Schick laut Predigtmanuskript weiter: “Wenn Kirche nicht dient, dann dient sie zu nichts.” Kirche dürfe daher auch nicht “triumphalistisch” sein, weil sie damit ihren eigenen Charakter und Auftrag verrate. Sie müsse vielmehr wie Sauerstoff wirken, den man nicht sieht, der aber allen Menschen und Geschöpfen das Leben erhalte.

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Missbrauchsopfer kritisieren katholische Kirche

missbrauch_katholMissbrauchsopfer haben der katholischen Kirche mangelnde Gesprächsbereitschaft vorgeworfen. Nötig sei ein Dialog auch der Bischöfe mit den Missbrauchsopfern, sagte Matthias Katsch von der Opferinitiative „Eckiger Tisch“ am Freitag bei einem Podium auf dem Katholikentag in Regensburg.

FOCUS ONLINE

Vor vier Jahren war der tausendfache sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche bekanntgeworden. Trotz Fortschritten etwa bei der Prävention neige die Institution Kirche weiter dazu, „erst einmal zu schauen: Was bedeutet das für uns?“, kritisierte Katsch. „Erst im zweiten oder dritten Schritt wird auf das Opfer geschaut.“ Die Bischöfe sollten sich ein Beispiel an Papst Franziskus nehmen, der sexuellen Missbrauch jüngst als „schwarze Messe“ gebrandmarkt und Opfer eingeladen hatte.

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Papst begeistert die Medien unverändert , Katholische Kirche in Deutschland profitiert kaum

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Die Kluft in der Berichterstattung über den Papst einerseits und über die Würdenträger der katholischen Kirche in Deutschland andererseits in deutschen und internationaler Meinungsführer-Medien ist immer noch groß.

Mediatenor

„Die gelungene Einheit von Worten und Gesten, mit der Papst Franziskus die Journalisten weltweit motiviert, seinem Veränderungsprozess der katholischen Kirche eine Chance zu geben, findet noch keine Entsprechung im Medienimage der deutschen Führung“, kommentiert Roland Schatz, Gründer und CEO von Media Tenor International.

Während im Vatikan nach Jahren medialer Skepsis von echtem journalistischen Good-Will gesprochen werden kann, dominiert in den bundesrepublikanischen Medien der Zweifel. Wenn Bischöfe dargestellt werden, dann jene, die nicht mehr ihre Ämter bekleiden, allen voran der Ex-Bischof von Limburg, Tebartz-van Elst, sowie der frühere Vorsitzende der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch.

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