Schlagwort-Archive: Leben

Wie Herr Huber die Menschenwürde vergottet – Bullshistic

Theologe Wolfgang Huber: Keine Säkularisierung sollte Mensch vom Glaube abbringen, dass das Leben ein Geschenk ist Foto: pro

Der Mensch könne nicht entscheiden, wann das Leben zu Ende ist, weil es ein Geschenk sei. Diese Ansicht vertrat der Theologe und ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber am Montagabend in Marburg.

pro Medienmagazin

Huber konzentrierte sich in seinem Vortrag über „Die Grundfragen des Lebens von der Geburt bis zum Tod“ auf die Werte Vertrauen, Würde und Verantwortung.

Vertrauen sei nicht nur wichtig im Umgang mit anderen Menschen, sondern auch in der Beziehung zu Gott. „Ich glaube, dass Gott mich geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, [...], gegeben hat“, zitierte Huber aus Martin Luthers Kleinem Katechismus. Weder Entkirchlichung noch Säkularisierung der Gesellschaft sollten einen Menschen vom Glauben abbringen, dass das Leben ein Geschenk ist. Wie ein Mensch nicht über seine Geburt bestimmen könne, könne er auch nicht entscheiden, wann das Leben zu Ende ist.

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1.700 Jahre Diözese Köln: Dodo warnt vor Entchristlichung

meisner_400qErzbischof von Köln, Meisner: Kultur Europas aus “Symbiose von Gott und Mensch erwachsen”

kathweb

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat vor einer “Entchristlichung” in Europa gewarnt. Gott komme heute in der Gesellschaft kaum noch vor, kritisierte der Erzbischof am Sonntag in Köln. Er wandte sich gegen eine “liberalistische Trennung von Religion und Leben”. So habe man in Europa weithin vergessen, “was Ehe und Familie für unsere Völker in Europa” bedeuteten. Meisner forderte dazu auf, heute alles dafür einzusetzen, “um Europa christlich zu erhalten und zu durchdringen”. Meisner äußerte sich in einem Gottesdienst zum 1.700-Jahr-Jubiläum der Erzdiözese Köln.

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Kreationismus: “Tag der Schöpfung 2013″ in Hamburg

Zur bundesweiten Feier des “Tages der Schöpfung” lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland Christen aller Konfessionen am 6. September zu einer orthodoxen Vesper um 17 Uhr nach Hamburg ein.

EANN.de

Das Geistliche Wort im Gottesdienst hält Bischöfin Kirsten Fehrs (Hamburg und Lübeck) von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Um 18.30 Uhr folgt der Festvortrag mit dem ehemaligen Direktor am Max-Planck-Institut für Metrologie, Professor Dr. Hartmut Graßl.

Das Motto des diesjährigen Schöpfungstages lautet “Gottes Schöpfung – Lebenshaus für alle“. Es beziehe sich auf die Glaubenserfahrung, dass Gott die Erde nicht “wüst und leer“ wollte (Genesis 1,2), sondern Licht, Leben und Ordnung geschaffen habe – eben ein Haus für die ganze Schöpfung, so Marina Kiroudi (Frankfurt/Main), Orthodoxe Referentin der ACK Deutschland. Gottes Schöpfung sei vielfältig, und seine Geschöpfe wären einzigartig. Wasser und Luft, Himmelskörper und Schätze der Erde, Pflanzen und Tiere, Vögel und Fische seien ganz unterschiedlich beschaffen. Ihre jeweiligen Besonderheiten wären notwendig, weil sie sich ergänzten und so zur Lebensfähigkeit der ganzen Schöpfung beitragen würden.

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Stephen King: Kein Nachteil, an Gott zu glauben – wie unchristlich

Foto: pinguino / flickr (CC BY 2.0)

Der amerikanische Bestseller-Autor Stephen King hat sich in einem Interview zu seinem Glauben bekannt: „Ich habe mich entschieden, dies zu glauben. Es gibt keinen Nachteil, der daraus für mich entsteht, wenn ich es nicht tue. Alles, was ich in und an der Schöpfung erlebe, ist aus meiner Sicht ein Beweis dafür, dass es einen intelligenten Schöpfer gibt.“

pro Medienmagazin

Zugleich gebe es viele Situationen, in denen er sich wundere, dass bestimmte Vorkommnisse Gottes Plan seien. Zu bestimmten Zeiten habe er enorme Zweifel an Gott und dem Glauben. Trotzdem ergebe es Sinn, dass hinter der Schöpfung ein intelligenter Schöpfer stehe. Das Konstrukt Intelligent Design stehe und falle mit wissenschaftlicher Beweisführung. Darunter versteht man die Auffassung, dass sich bestimmte Eigenschaften des Universums und des Lebens auf der Erde am besten durch einen intelligenten Urheber erklären lassen und nicht durch einen Vorgang ohne solche Leitung, wie die natürliche Selektion.

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Bullshistic: Kauder sieht keine Einschränkungen bei Jesu-Geboten

Volker Kauder predigt über den Galaterbrief Foto: pro

Die Freiheit durch Christus liegt dem Unionsfraktionsvorsitzenden Volker Kauder am Herzen. Diese Position vertrat der CDU-Politiker am Sonntag während seiner Predigt im Christlichen Gästezentrum Schönblick in Schwäbisch Gmünd. Er sprach über den Bibelvers „Ihr seid zur Freiheit berufen“ aus Galater 5.

pro Medienmagazin

Von der Freiheit im Internet über Sozialleistungen und die Präimplantationsdiagnostik (PID) bis hin zu Panzerlieferungen – in seiner Predigt vor mehr als 650 Teilnehmern bezog Kauder Stellung zu Fragen der aktuellen Politik. Im Zentrum stand aber die christliche Botschaft der Freiheit. Kauder sagte: „Jeder Mensch hat die Freiheit, sich für Gott zu entscheiden. Jesus Christus hat uns durch seinen Opfertod am Kreuz befreit von unseren Sünden. Das macht uns frei.“ Im Galaterbrief mache Paulus deutlich, dass der Mensch allein durch den Glauben befreit ist und nicht durch gute Werke. Die Gebote Jesu stellten keine Einschränkung der Freiheit dar. Vielmehr mache der Glaube frei von Sorge und Angst.

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Sandy-Hook-Grundschulmassaker: Schuld ist die systematische Entfernung Gottes

huckabee_massakerDer ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat Mike Huckabee hat eine Erklärung für das Sandy-Hook-Grundschulmassaker

Von Peter Mühlbauer - TELEPOLIS

Mike Huckabee ist ein evangelikaler Prediger, der von 1996 bis 2007 Gouverneur von Arkansas war und sich bei den Vorwahlen 2008 als republikanischer Präsidentschaftsbewerber versuchte. Damals spielte er trotz verhältnismäßig geringer finanzieller Ausstattung relativ lange ganz vorne mit, weil er die den streng religiösen Flügel der Partei praktisch vollständig hinter sich versammeln konnte. Später erregte er unter anderem mit der etwas verklausulierten Forderung Aufsehen, man solle den möglichen Wikileaks-Whistleblower Bradley Manning wegen Geheimnisverrats hinrichten.

Nun verhilft ihm das Sandy-Hook-Grundschulmassaker zu neuen Schlagzeilen. Dem konservativen Boulevardsender Fox News antwortete er auf die Frage, “wie Gott das Massaker geschehen lassen konnte” mit einem Verweis auf Verbote von Schulgebeten und religiösen Materialien im Unterricht:

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Friedensbotschaft: Der Heilige Geist hat dem Papst gekündigt

B16_HexereiPapst veröffentlicht Botschaft zum Weltfriedenstag 2013: Friedensstifter sind diejenigen, die das Leben in seiner Ganzheit lieben, verteidigen und fördern

kath.net

“Der Friede ist kein Traum, keine Utopie: Er ist möglich.” Dies schreibt Papst Benedikt XVI. in seiner diesjährigen Botschaft “Selig, die Frieden stiften” zur Feier des Weltfriedenstages am 1.1. 2013. Der Papst betont, dass “jeder Mensch und jede Gemeinschaft – religiösen wie zivilen Charakters, im Erziehungswesen wie in der Kultur – berufen ist, den Frieden zu bewirken”. Friedensstifter, so schreibt das geistliche Oberhaupt von mehr als einer Milliarde Menschen, “sind diejenigen, die das Leben in seiner Ganzheit lieben, verteidigen und fördern”, doch “wie kann man denn meinen, den Frieden, die ganzheitliche Entwicklung der Völker oder selbst den Umweltschutz zu verwirklichen, ohne daß das Recht der Schwächsten auf Leben – angefangen bei den Ungeborenen – geschützt wird?” Papst Benedikt kritisiert “die Begünstigung eines angeblichen Rechts auf Abtreibung und Euthanasie” sowie den Versuch, die Ehe zwischen Mann und Frau “rechtlich gleichzustellen mit radikal anderen Formen der Verbindung” und betont weiter die Rolle der Familie als einem “der unverzichtbaren Gesellschaftsträger in der Verwirklichung einer Kultur des Friedens”.

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Ohne den Tod wäre das Leben ein Horror

Sargträger bei einer Beerdigung: Mitten im Leben vom Tode umfangen zu sein, ist nichts Selbstverständliches mehr – der Gedanke, dass der Mensch sterben muss, wird ausgesperrt dpa

Es ist schwer, sich mit der Willkür des Todes abzufinden. Heutzutage wird er hinter einem Schleier der Diskretion verborgen. Und doch muss sich der Mensch mit der Sterblichkeit versöhnen.

Von Eckhard FuhrDIE WELT

Wir wissen, dass wir sterben müssen. Das macht uns zu Menschen. Im Lichte der Wissenschaft ist nicht viel übrig geblieben von den angeblich prinzipiellen Unterschieden zwischen Mensch und Tier.

Nach der zoologischen Systematik handelt es sich beim Homo sapiens um eine von drei derzeit auf der Erde existierenden Schimpansenarten. Je weiter wir die vielstimmige Schrift der Genetik entschlüsseln, desto fragwürdiger wird die von uns Menschen beanspruchte Sonderstellung in dem, was auch in aufgeklärten Zeiten von vielen trotzig noch “Schöpfung” genannt wird.

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Studie: Leben mit christlichen Werten kann vor Krebs schützen

Mumie mit Prostata-Krebs. Bild: n24.de

Ein Leben nach biblischen Grundsätzen kann vor Krebs und frühem Tod schützen. Zu diesem Ergebnis kommt der dänische Mediziner Christoffer Johansen aufgrund von wissenschaftlichen Studien unter Baptisten und Adventisten. Ihr Risiko, etwa an den Folgen des Rauchens, des übermäßigen Alkoholkonsums oder ungesunder Essgewohnheiten zu erkranken, sei deutlich niedriger.

jesus.ch

Zusammen mit dem Theologen Niels Kristian Hvidt (Odense) hat Christoffer Johansen die Lebensdauer dieser Freikirchler mit der übrigen Bevölkerung verglichen. So stürben an Lungenkrebs 34 Prozent weniger als in der Gesamtbevölkerung.

Wie die deutschsprachige Tageszeitung Der Nordschleswiger weiter berichtet, führen die Forscher die Ergebnisse auf die gesündere Lebensweise der Christen zurück. Ihr Risiko, etwa an den Folgen des Rauchens, des übermässigen Alkoholkonsums oder ungesunder Essgewohnheiten zu erkranken, sei deutlich niedriger. Von den 5,5 Millionen Einwohnern Dänemarks leiden etwa 250’000 an einer Krebserkrankung. Rund 85 Prozent der Bevölkerung sind Kirchenmitglieder, vor allem Lutheraner. Die Zahl der Baptisten beträgt etwa 5000, die der Siebenten-Tags-Adventisten etwa 2500. Sie legen Wert auf eine gesunde Lebensweise und verzichten auf Alkohol und Tabak.

Falsche Zeugen: Außerchristliche Jesuszeugnisse auf dem Prüfstand

Die Religion des Christentums beruht auf Leben, Tod und Auferstehung eines beschnittenen Juden namens Jesus aus Nazaret, der, so die Legende, im Jahre 30 oder 31 von den Römern gekreuzigt wurde. Schriftliche Nachweise seitens der römischen Administration gibt es dafür keine. Die Kirchenväter berufen sich daher auf das sogenannte Neue Testament der Bibel. Doch die Evangelien, die den Gläubigen als Beleg für die Existenz eines Jesus dienen, wurden mit großer Wahrscheinlichkeit erst 40 und deutlich mehr Jahre nach dem beschriebenen Ereignis abgefaßt. Selbst der als älteste schriftliche Quelle geltende Galater-Brief des Apostels Paulus wurde erst 25 Jahre nach dem o.g. Todesdatum abgefaßt. Wobei Paulus seinem Jesus nie begegnet war. Um so mehr bemühen Theologen und christliche Historiker außerchristliche Quellen als Beweis dafür, daß Jesus wirklich gelebt habe.

Freigeist-Weimar

Hermann Detering (Jg. 1953), promovierter evangelischer Theologe mit Forschungsschwerpunkt frühes Christentum, hat in seiner Schrift “Falsche Zeugen” eben jene außerchristlichen Quellen unter die Lupe genommen. Als Kronzeugen für die geschichtliche Existenz eines Jesus aus Nazaret gelten vor allem die antiken Historiker Josephus (37/38 – ca. 100) , Tacitus (ca. 58 – ca. 120), und Sueton (ca.70 – ca. 130/140 sowie der römische Statthalter Plinius der Jüngere (61/62 – 113 o. 115).

Detering wendet sich aber auch anderen angeblichen Zeugen zu, so Mara bar Serapion (vermutlich Ende des 2. Jhd.) und Thallus (vermutlich 2. Jhd.).

Bereits auf den ersten Blick auffallend: Keiner dieser angeführten Zeugen lebte bereits um das Jahr 30 herum und kein einziger lebte in der römischen Provinz Palästina. Und ebensowenig wie der christliche Hauptzeuge Paulus sind auch diese nichtchristlichen Zeugen jemals einem Menschen Jesus aus Nazaret persönlich begegnet.

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Zaubergarten Biologie

Vom brodelnden Tümpel zum Paradiesgarten

In einem „kleinen warmen Tümpel“ könnte das Leben entstanden sein, mutmaßte Charles Darwin privatim einmal. Und tatsächlich: Als sich der heiße Feuerball, der einst unsere Erde werden würde, vor knapp vier Milliarden Jahren abkühlte und keine Meteo­re mehr einschlugen, gab es bereits Leben. Mikrobische Nachfahren dieser Urformen leben heute in kochend heißen Geysiren, ohne dass ihre Proteine zerstört werden.

Von Sebastian Kiefer – Falter.at

„Waren die heißen Krater vielleicht Retorten, in denen unbelebte Materie sich zu Leben formte? Könnte es sein, dass das biblische Paradies fatal der Hölle glich?“, fragt Gottfried Schatz, emeritierter Biochemiker, berühmt für seine (Mit-)Entdeckung, dass die Mitochondrien, die Energielieferanten der Zelle, ein eigenes Genom besitzen und daher ursprünglich eigene Lebewesen waren, die von den frühesten Zellen adaptiert worden sein müssen. Schatz verbrachte ein halbes Jahrhundert im Labor, hat sich doch eine jungenhafte Neugierde auf das unerschöpfliche Werden und Vergehen des Lebens bewahrt.

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Die Bullshistic des Dodo-Lütz über den Atheismus

Gott existiert! Das ist für Manfred Lütz kein persönlicher Glaube, sondern Wahrheit. In seinem Buch “Gott: Eine kleine Geschichte des Größten”, schreibt er daher, nach eigener Aussage, für Atheisten. Eine kleine Bekehrung in Buchform.

Von Rebecca PironGeneral-Anzeiger Bonn

Mit seinem Versuch, Atheisten zu Gott zu führen, tut er nach seiner Vorstellung ein gutes Werk. Denn “wer denkt, Atheismus sei eine lustige Sache, der hat sich geirrt”, meint Lütz. So stellt er eine zunehmende Angst in unserer Gesellschaft fest, die auf die Enge unseres Lebens zurückzuführen sei.

“Der mittelalterliche Mensch lebte viel länger als wir”, behauptet der Kölner. Er habe das diesseitige und das jenseitige Leben gehabt. In einer Welt, in der man höchstens 90 Jahre zu leben hätte, würde sich eine “Heidenangst” breit machen. Daher verkündet er großzügig, Atheismus sei heilbar.

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«Missionseinsätze sind trendy»

Bild: Basler Zeitung

Wer sein Leben für die Ausbreitung des Evangeliums riskiert, kann in Freikirchen hohes Ansehen erreichen.

Von Maurice ThirietBasler Zeitung

Herr Schmid, warum missionieren Christen?
Mission gehört seit Anbeginn zum Christentum. Umstritten ist unter Christen deshalb nicht die Frage, ob missioniert wird, sondern, wie.

Und warum tun sie es in Ländern, wo es verboten ist oder gar radikale Islamisten sie bekämpfen?
Grundsätzlich soll jeder Mensch die Möglichkeit haben, die für ihn stimmige Weltanschauung frei zu wählen. Missionsverbote versuchen, dies zu verhindern.

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Die Entstehung des irdischen Lebens in “kleinen, warmen Teichen”

Foto: jim peaco In Geothermalquellen wie dem Grand Prismatic Spring (Yellowstone Nationalpark) könnten sich erste Zellen gebildet haben.

Laut neuer Studie dürften die ersten Zellen nicht in den Urmeeren, sondern doch in “kleinen warmen Teichen” entstanden sein

derStandard.at

Das erste Mal tauchte die Idee – wie so viele andere auch – in einem Text von Charles Darwin auf. 1871 spekulierte der Begründer der Evolutionstheorie in einem Brief an seinen besten Freund, den Botaniker Joseph Hooker, wie das Leben auf der Erde entstanden sein könnte.

Darwin imaginierte einen “kleinen warmen Teich”, in dem es alle möglichen Ammoniakverbindungen, Phosphorsalze, Licht, Wärme und auch noch elektrische Entladungen gibt. All das könnte zur Bildung immer komplexerer Eiweißverbindungen geführt haben – und letztlich zum Leben. In den 1950er-Jahren griff der US-Chemiker Stanley Miller Darwins Idee auf und konnte mit seinen Ursuppenexperimenten Aminosäuren herstellen, die als wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zur Zelle gelten.

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Religiös ohne Gott – Toleranz

Ronald Dworkin (2008), Foto: wikipedia

Wenn der US-Rechtsphilosoph Ronald Dworkin von Religion spricht, versteht er darunter nicht einen Glauben an einen Gott, sondern ein offenes Nachdenken über die Bedeutung des Lebens. Jeder sei zwar frei, an einen Gott zu glauben, aber keiner könne behaupten, dass sein Glaube der richtige sei, lautet Dworkins Botschaft der Toleranz.

Von Stefan von BergenBerner Zeitung

Herr Dworkin, feiern Sie eigentlich Weihnachten?
Ronald Dworkin: Ja. Meine Frau hat ein Haus auf dem Land, in dem sich an Weihnachten die ganze Familie trifft.

Sie verfechten die Ansicht, eine Religion brauche keinen Gott. Warum feiern Sie dann den Tag, an dem Gottes Sohn geboren wurde?
Wenn Sie im Winter mit ihrer Familie feiern wollen, ist Weihnachten dafür offenbar ein geeigneter Tag. Ich weiss, dass Weihnachten als religiöses Datum behandelt wird, aber für mich und viele andere ist es das nicht.

Was bleibt von Weihnachten ohne seine religiöse Bedeutung? Dann ist sie doch bloss noch ein entweihtes, kommerzielles Event.
Nein, sie wurde durch eine gesellschaftliche Konvention als Familientag auserkoren. Weihnachten hat sich vom religiösen Hintergrund gelöst. Gerade Weihnachten zeigt, dass man auch ohne Gott religiös sein kann. Denn religiös zu sein heisst auch, seine Aufmerksamkeit auf die grossen Fragen des Lebens zu lenken….

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