Schlagwort-Archive: Mensch

Metastudie: “Der Mensch schafft ein prähistorisches Klima”

Foto: IPCC/MPI/DKRZ

Eine Analyse Tausender Studien zum Klimawandel widerlegt die landläufige These, dass Forscher über dessen Ursachen streiten. Zwischen öffentlicher Wahrnehmung und Realität besteht eine Diskrepanz.

DIE WELT

Der angebliche Streit in der Wissenschaft um die Ursachen des Klimawandels ist einer neuen Studie zufolge klar entschieden.

Nach der Auswertung Tausender Studien zu dem Thema aus einem Zeitraum von 20 Jahren kamen Wissenschaftler aus den USA, Australien und Kanada zu dem Ergebnis, dass die überwältigende Mehrheit von knapp über 97 Prozent darin übereinstimmt, als Verursacher der Klimaerwärmung den Menschen anzusehen.

Bei Diskussionen über politische Maßnahmen gegen den Klimawandel wird immer wieder angeführt, die Ursachen des Klimawandels seien nicht eindeutig erwiesen.

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Weltuntergang und das Reptiliengehirn im Menschen

Bild: eggetsberger-info.blogspot.com

Ulrike Schiesser über das Reptiliengehirn im Menschen und die Faszination am Weltuntergang

Von Ulrike HeitmüllerTELEPOLIS

Die Welt ist nicht untergegangen. Schon wieder nicht. Obwohl der Maya-Kalender zu Ende ging. Aber eben nur der und nicht die Welt. Immer wieder machen sich Menschen Gedanken um das Ende der Zeit, den Untergang der Welt, die Apokalypse. Dies spiegelt sich nicht nur in alten Überlieferungen wider, in Sagen oder der Bibel, sondern auch heutzutage in Büchern, Filmen wie Armageddon, und Online-Foren. Und natürlich bei Therapeuten und Beratern. Ulrike Schiesser ist Psychologin und Psychotherapeutin; sie arbeitet an der Österreichischen Bundesstelle für Sektenfragen in Wien und hat versucht, diesem Phänomen in ihrem Text Flirting with Disaster näherzukommen.

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Globale Bewusstseinsindustrie: Der Kampf um das menschliche Ich

Bild: innovationwatch.com

Die globale Bewusstseinsindustrie entsteht: Was wird aus dem Menschen und seinem Selbstbild unter dem Einfluss von Neurotechnologie und Transhumanismus?

Von Roland BenedikterTELEPOLIS

Das Jahr 2013 steht, mehr noch als im Zeichen politischer Umwälzungen, wirtschaftlicher und Schuldenkrisen oder regionaler militärischer Konfrontationen, auf globaler Systemebene im Zeichen eines unaufhaltsam beginnenden “Jahrzehnts des Bewusstseins”. Dass diese Tatsache von ebensovielen Beobachtern als Drohung wie als Chance verstanden wird, ist angesichts der Ambivalenz der damit verbundenen Entwicklung kein Wunder. Roland Benedikter und Karim Fathi über die Entwicklung der globalen Bewusstseinsforschung zur Bewusstseinsindustrie – und die Perspektiven.

Entstehung eines “neuro-industriellen Komplexes”

2012 war nicht nur das Jahr, in dem die globalen militärisch-ökonomischen Komplexe auf Rekordniveau stagnierten und damit ihren Druck auf Regierungen zu konfrontativen Gesten erhöhten, wie etwa am deutlichsten die chinesische Militär- und Rüstungsindustrie auf die neue Regierung Chinas (deren Ausgaben allerdings neben denen Russlands am stärksten stiegen). Ähnlich wie bereits 2011 betrugen die Gesamtausgaben für militärische Zwecke laut Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI etwa 1,25 Billionen Euro, das sind 3,4 Milliarden Euro pro Tag. In den meisten entwickelten Ländern, etwa in Deutschland, sind die Rüstungsausgaben heute drittgrößter Ausgabenposten hinter dem Sozialen und dem Schuldendienst. Die Macht des militärisch-ökonomischen Komplexes und sein Einfluss auf die internationale Entwicklung ist also erheblich.

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Evolutionsbiologie: Mäuse zeigen, warum Han-Chinesen stärker schwitzen

Symbolbild / Bild: (c) AP ROBERT F. BUKATY

Um regionale Genmuster an Menschen zu entdecken, deren Wirkung bisher übersehen wurde, haben US-Biologen erstmals die Evolution des Menschen an Versuchstieren durchgespielt.

Von JÜRGEN LANGENBACH - Die Presse

Haben Sie gewusst, dass Han-Chinesen stärker schwitzen als andere Menschen? Niemand hat es gewusst, nicht einmal die Han-Chinesen selbst sind je auf die Idee gekommen, ihre Schweißdrüsen durchzuzählen und mit denen anderer zu vergleichen. Darauf sind sie erst durch Mäuse gekommen, und die Mäuse hatten die Idee natürlich auch nicht selbst, sondern Pardis Sabetti hatte sie, Evolutionsbiologe in Harvard.Er wollte ein altes Problem seiner Wissenschaft klären: Sind alle heutigen Menschen genetisch im Großen und Ganzen die Gleichen geblieben, seit unsere Ahnen vor etwa 70.000 Jahren von Afrika aus die Erde erwanderten?

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Atheismus als theologisches Modell

iamatheistErlösung und Heil verspricht die Atheistische Religionsgesellschaft nicht – sie kämpft um Gleichstellung mit anderen konfessionellen Gruppen

Von Mascha DabićderStandard.at

Gott und Mensch, Götter und Menschen: eine Beziehung, die seit Menschengedenken existiert und unzählige Kunstwerke, Bauten und Erzählungen hervorgebracht hat, aber auch als Vorwand für Kriege herhalten musste. Während die meisten religiösen Vorstellungen den Menschen als eine göttliche Schöpfung sehen, sind Atheisten vom Gegenteil überzeugt: Es ist Gott oder es sind die Götter, die von den Menschen erschaffen wurden. So lautet jedenfalls die Überzeugung von Wilfried Apfalter, Präsidiumsmitglied der Atheistischen Religionsgesellschaft in Österreich.

Kein Widerspruch

Wenn Apfalter über seine Überzeugungen spricht, drückt er sich präzise und bedächtig aus. Den Einwand, Atheismus sei keine Religion und eine atheistische Religionsgesellschaft somit ein Widerspruch in sich, kann er nicht gelten lassen:

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Religion und Klimaschutz

Geograf Dieter Gerten hat die Zusammenhänge zwischen Religion und Klimawandel untersucht. © dpa

Klimawandel ist keine Glaubenssache, aber der Umgang damit zum Teil schon, meint Dieter Gerten vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Religion beeinflusse den Klimaschutz häufig zum Guten, manchmal aber auch zum Schlechten, erläutert er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Hannoversche Allgemeine

Inwiefern unterstützen Religionen den Klimaschutz?
Religionen sagen oft aus einer anderen Sichtweise das, was wir als Naturwissenschaftler auch sehen: Beim Klimawandel und anderen globalen Themen laufen wir auf schwerwiegende Probleme zu oder haben sie schon. Im Christentum gibt es dabei einen sehr starken Blick auf die Armen, weil Klimawandel vor allem sie treffen wird. Und das ist natürlich für Christen ein sehr starkes Motiv, etwas gegen die Erderwärmung zu tun. Es gibt auf Gemeinde-Ebene sehr viele Aktivitäten, aber auch von Bischöfen. Sogar der Papst hat zum Klimaschutz aufgefordert.

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Ohne den Tod wäre das Leben ein Horror

Sargträger bei einer Beerdigung: Mitten im Leben vom Tode umfangen zu sein, ist nichts Selbstverständliches mehr – der Gedanke, dass der Mensch sterben muss, wird ausgesperrt dpa

Es ist schwer, sich mit der Willkür des Todes abzufinden. Heutzutage wird er hinter einem Schleier der Diskretion verborgen. Und doch muss sich der Mensch mit der Sterblichkeit versöhnen.

Von Eckhard FuhrDIE WELT

Wir wissen, dass wir sterben müssen. Das macht uns zu Menschen. Im Lichte der Wissenschaft ist nicht viel übrig geblieben von den angeblich prinzipiellen Unterschieden zwischen Mensch und Tier.

Nach der zoologischen Systematik handelt es sich beim Homo sapiens um eine von drei derzeit auf der Erde existierenden Schimpansenarten. Je weiter wir die vielstimmige Schrift der Genetik entschlüsseln, desto fragwürdiger wird die von uns Menschen beanspruchte Sonderstellung in dem, was auch in aufgeklärten Zeiten von vielen trotzig noch “Schöpfung” genannt wird.

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Nahtod: Wenn aus Todesangst Frieden wird

Das Licht am Ende des Tunnels

Der Mensch besteht nicht nur aus seinem Körper – dieser Glaube bestimmt beinahe alle Religionen und Kulturen. Doch gibt es wirklich ein Bewusstsein außerhalb unseres materiellen Körpers, eine Seele? Die moderne Hirnforschung sagt nein. Viele Menschen aber, die eine Nahtoderfahrung gemacht haben, sind sich sicher: Sie haben ihren Körper verlassen.

Von Sylvie KristanARD.de

Christine B. ist nur knapp dem Tod entronnen. Das war vor acht Jahren. Sie war hoch schwanger – nur noch eine Woche bis zum errechneten Geburtstermin – als sie plötzlich anfing, heftig zu bluten. Ihre Plazenta hatte sich vorzeitig gelöst. Sie musste so schnell wie möglich ins Krankenhaus, sonst würde sie in kürzester Zeit verbluten, dessen war sie sich bewusst: “Ich bin in dem Moment, wo ich gesehen habe, wie stark diese Blutungen waren, in große Todesangst gekommen, Panik, und die war wirklich übermächtig. Es war eine übermächtige Todesangst und mir wurde auch bewusst, ich sterbe jetzt.” Auch der eintreffende Notarzt wusste: Ihr Leben hing am seidenen Faden.

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Hat Gott eigentlich Humor?

Wenn der Mensch sich morgens noch recht verschlafen im Spiegel betrachtet, ist es naheliegend zu glauben, dass Gott eine kräftige Portion Humor besitzt. Foto: spacejunkie/photocase

Christen lachen nicht, sagen die einen. Keine Bibelstelle spricht ausdrücklich von einem “humorvollen Gott”, meinen andere. Trotzdem gibt es mehrere Gründe, warum Gott Humor haben muss. Vermutlich wäre er sonst auch nicht Mensch geworden.

Von Markus Bechtoldevangelisch.de

“Im Himmel wird nicht gelacht”, hört man immer wieder Menschen tönen, selbstsicher, unsicher. Aber auch der Autor Mark Twain hat das gesagt. Mit einem “Wie bitte? Ausgerechnet dort, wo wir die größte Heiterkeit erwarten!”, zeigt sich der Schriftsteller Hellmuth Karasek empört. Fast etwas trotzig sagt er: “Im Himmel braucht man kein Lachen. Auf der Erde aber haben wir es bitter nötig.” Karasek muss es wissen. Er stellt derzeit sein neues Buch vor: “Soll das ein Witz sein? Humor ist, wenn man trotzdem lacht”. Dabei hat er eine Menge seit seiner Jugend gesammelter Witze im Gepäck, die er vollmundig im Frankfurter Domgespräch dem Auditorium zum Besten gibt.

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Tiere und andere Menschen-Tiere

Krähen stellen Werkzeuge her, um Maden zu angeln, Schimpansen erkennen sich im Spiegel, Elefanten trauern um ihre Toten, Gorillas entwickeln Traditionen. Die, laut Noam Chomsky, angeborene menschliche Grammatik erscheint als letzte Bastion der menschlichen Einzigartigkeit.

Von Utz Anhalt - sopos

Vom planvollen Handeln über den Werkzeuggebrauch, vom Bewusstsein, ein Selbst zu haben, vom Hineinversetzen in einen Anderen bis zur sinnvollen Anwendung von Symbolen verwischt die Grenze zwischen Mensch und Tier. Darwin löste einen Aufschrei aus, als er erkannte, dass Menschen aus Tieren entstanden und Arten veränderbar sind. Im Darwin-Jahr 2009 rückte die Bedeutung der Evolution für das Bild vom Menschen und das Mensch-Tier-Verhältnis in die Öffentlichkeit. Der Philosoph Peter Singer stieß 1975 mit “Animal Liberation” und der Forderung nach Menschenrechten für die großen Menschenaffen die Debatte um Rechte für Tiere an.

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Gott in der Bundesumwelt

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (©dapd)

Umweltminister Norbert Röttgen hält die Stimme der Kirchen für unverzichtbar

domradio.de

Es war ein Gespräch unter vier Augen: Am Freitag kamen in Köln Kardinal Meisner und Bundesumweltminister Röttgen zusammen. Über Inhalte des Treffens verrät der CDU-Politiker im domradio.de-Interview nichts. Dafür über sein Verhältnis zu Kirche, seine Partei und überkommene politische Kategorien.

domradio.de: Eine Stunde lang haben Sie mit Kardinal Meisner gesprochen – worüber?
Röttgen: Es war ein Vier-Augen-Gespräch, ein persönliches Gespräch, für das ich dankbar bin. Aber wir wollen darüber nicht kommunizieren. Ich finde es wichtig, dass es eine solche Gesprächsebene gibt: einen vertraulichen Austausch über alle möglichen Themen.

domradio.de: Wie wichtig ist für Sie generell die Stimme der Kirchen im Politik-Alltag?
Röttgen: Sie ist zunächst mal für mich als Mensch und Christ die Stimme meiner Kirche, ich bin ja Teil der Kirche. Aber ich finde es wichtig, dass die Kirche auch Teil der öffentlichen Meinungsbildung ist; dass sie hörbar ist mit dem, was ihre ganz eigene Identität und Unersetzbarkeit ausmacht. Und auch als Orientierung für die Politik. Wir sind ja in einer Zeit fundamentaler Veränderungen, die Viele auch mit Angst erfüllen. Und bei allem, was jetzt technisch notwendig ist, ist der entscheidende Punkt: Was ist unser Ideal? Was ist die Richtung? Wo wollen wir hin? Was macht uns aus? Was sind die Fundamente? Was die Werte? Ich glaube, dass gerade in diesen Zeiten das elementar ist. Und darum ist die christliche Glaubensüberzeugung ein Fundament in schwankenden Zeiten. Und die Stimme der Kirche ist unverzichtbar.

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Der Nihilismus ist die Hölle

Kath.net

… Der Mensch aber ist für den Himmel geschaffen!“, sagte der Limburger Bischof Tebartz-van Elst in der Allerheiligen-Predigt über den Film „Melancholia“ des dänischen Filmemachers Lars von Trier

kath.net

„Heilige sind wie Fenster im Bau der Kirche.“ An den Heiligen und ihrem oft harten Leben zeige sich, „dass Gott es im Letzten immer wieder hell werden lässt“. Das sagte Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst beim festlichen Pontifikalamt zum Hochfest Allerheiligen Dienstag im Hohen Dom zu Limburg.

In seiner Predigt nahm er die Botschaft des aktuellen Films „Melancholia“ des dänischen Filmemachers Lars von Trier in den Blick. „Melancholia“ sei eine „Parabel auf die Ausweglosigkeit einer Welt, in der es das Wort Gott nicht mehr gibt“, so der Bischof. Die „einzig angemessene Haltung ist dann noch die Depression“ erläuterte er die Botschaft des Films.

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Islamunterricht und ethische Werte

Symbolbild, Quelle: ka-news.de

Seit diesem Schuljahr bieten zwei Karlsruher Schulen islamischen Religionsunterricht im Rahmen eines Modellprojekts an. Viele Bedenken wurden geäußert, ob der Unterricht tatsächlich zur Integration der Muslime beitragen könnte. Die Verantwortlichen des Bildungsplans für die islamische Religionslehre sind davon überzeugt. Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (PH) betreut das Projekt landesweit federführend.

ka-news.de

“Ein ordentlicher Religionsunterricht auf Augenhöhe mit dem christlichen Unterricht”, so beschreibt Jörg Imran Schröter, Dozent für islamische Religionspädagogik an der Karlsruher PH und selbst Lehrer für islamischen Religionsunterricht in Freiburg, im Gespräch mit ka-news das Wesen des Islamunterrichts an den Schulen. Wie im katholischen und evangelischen Unterricht gehe es in den Schulstunden darum, “ethische Werte zu vermitteln und eine moralische Basis bei den Kindern zu schaffen. Dafür ist Religionsunterricht im Allgemeinen da.”

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Gegen die biologistische Verkürzung des Menschen – nichts gegen die Verdummung

Vor einer “biologistischen Verkürzung” bei der Beschreibung dessen, was der Mensch sei, warnt die Wiener Moraltheologin Prof. Sigrid Müller. Sei es in der Medizinethik, den aktuellen Euthanasiedebatten oder auch in einer auf Hochleistung getrimmten gegenwärtigen Sportkultur: aus all dem spreche eine Reduzierung des Menschen “auf seine reine Funktionalität”, so Müller im Gespräch mit “Kathpress”.

kathweb.at

Die Moraltheologin hatte den gestern in Wien zu Ende gegangenen internationalen Kongress der “Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie” zum Thema Leiblichkeit organisiert. Am Sonntag wurde sie für zwei Jahre zur Präsidentin der Gesellschaft ernannt.

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Von Fundamentalisten die keine sein wollen

Hansjörg Leutwyler wehrt sich als Zentralsekretär der Evangelischen Allianz dagegen, dass Mitglieder der Freikirchen mit Fundamentalismus in Verbindung gebracht werden. Bild: zvg

Ihre Mitglieder gelten als fromm, evangelikal, fundamentalistisch – und fühlen sich stigmatisiert. Nach den Anschlägen in Oslo sah sich die Evangelische Allianz zu einer offiziellen Stellungnahme genötigt. Zentralsekretär Hansjörg Leutwyler erklärt, weshalb.

Von Susanne GrafBerner Zeitung

Herr Leutwyler, warum äusserte sich die Evangelische Allianz zu den Anschlägen in Oslo?
Hansjörg Leutwyler: Zum einen wollten wir unsere Bestürzung zum Ausdruck bringen. Zum andern hiess es in den Medien, der Attentäter sei gläubiger und fundamentaler Christ. Beide Bezeichnungen werden oft auch mit uns in Zusammenhang gebracht.

Sie wollten sich distanzieren?
Es störte uns, dass zuerst Muslime hinter den Attentaten vermutet wurden. Als sich das nicht erhärtete, sollten es gleich die gläubigen Christen gewesen sein. Das sind bekannte Mechanismen.

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Zeilingers Naturgesetz Bullshistic

Quelle: BR-Online.de

Wiener Quantenphysiker in Interview mit Franziskaner-Zeitschrift “antonius”: Es wäre aber Fehler, aus den Naturgesetzen Gott beweisen zu wollen

kath.net

Für den Wiener Quantenphysiker Prof. Anton Zeilinger weisen die Naturgesetze auf etwas “Tieferes” hin. Es wäre allerdings ein Fehler, aus den Naturgesetzen Gott beweisen zu wollen. “Allein der Versuch, Gott zu interpretieren, ist angesichts der Kleinheit und Unbedeutsamkeit der Menschen wahnsinnig arrogant und lächerlich”, so Zeilinger in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Franziskaner-Zeitschrift “antonius”. Er vertrete, was Gott betrifft, eher einen mystischen Standpunkt, bekannte Zeilinger: “Man kann einiges verstehen, Gott ist aber nicht fassbar.”

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Religionsfreie Zone mit Reli-Kasper vom »Spiegel«

Matthias Matussek und Sacha Hanig diskutieren beim Kirchentag über Sinn des Glaubens. Fotos: idea/kairospress

Braucht der Mensch Religion? Über diese Frage diskutierte am 3. Juni beim Evangelischen Kirchentag in Dresden ein Podium in der „religionsfreien Zone“.

idea.de

Diese versteht sich als Gegenbewegung zu dem Protestantentreffen. Das Motto der „religionsfreien Zone“ lautet „…und da wird dein Hirn sein!“ – in Abwandlung des Kirchentagsmottos „…da wird auch dein Herz sein“. Veranstalter ist die Dresdner „Gesellschaft zur Förderung von Aufklärung, Humanismus und Religionsfreiheit“ (GeFAHR e.V.). Deren Vorstandssprecher Sacha Hanig (Dresden) sprach sich für eine „Ethik ohne Gott“ aus. Das Christentum sei nicht mehr zeitgemäß. Ihn ärgerten der religiöse Hochmut und „die Machtgeilheit“ der Kirche. Hanig: „Glaube ist Komfort. Wissen ist harte Arbeit.“ Wer zuviel in den Himmel schaue, werde auf Erden nicht viel entdecken. Der Mensch könne sich den Sinn des Lebens selbst geben.

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Hirnforschung und Philosophie

Während die Geisteswissenschaft den qualitativen Sprung in der Evolution, der sich mit der Entwicklung des menschlichen Gehirns vollzieht, eher phänomenologisch ableitet als wissenschaftlich begründet, verallgemeinern die Naturwissenschaftler die jeweils aktuellen Ergebnisse ihrer empirischen Forschung auf unzulässige Weise und unterschlagen dabei vor allem die kulturelle Entwicklungsfähigkeit als Folge menschlichen Bewusstseins. Mit seinem Buch Bewusstsein – der Abgrund zwischen Mensch und Tier versucht Alexander Braidt zwischen den Fronten zu vermitteln.

Von Reinhard Jellentp

Herr Braidt, Sie schreiben in ihrem Buch, dass Geistes- und Naturwissenschaften in Bezug auf das Bewusstsein konträre Positionen vertreten. Welche sind das?

Alexander Braidt: Verkürzt ließe sich antworten: Die Geisteswissenschaft sieht im Bewusstsein die Einzigartigkeit des Menschen begründet. Dagegen hat sich die Hirnforschung erst in ihrer jüngsten Geschichte an das Bewusstsein herangewagt und gefunden, dass es den Menschen nur graduell vom Tier unterscheide. Die Geisteswissenschaft erkennt einzigartige, kognitive Leistungen des Menschen, kann sie aber nicht neuronal erklären. Die Hirnforschung erkennt lediglich eine höhere Intelligenz des Menschen, kann aber damit das Entwicklungspotenzial seiner kognitiven Leistungen nicht überzeugend erklären. Bildlich gesprochen: Der Geisteswissenschaft stellt ihre Erdferne, der Naturwissenschaft ihre Erdnähe ein Bein.

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Kreationistisches Geschwafel

Quelle:brightsblog

Es ist ein alter Traum der Zauberer und Alchimisten, Leben aus der Retorte zu erzeugen. Auch die moderne Wissenschaft muss eines ihrer Ziele darin sehen, künstliches Leben entstehen zu lassen, “Leben aus dem Reagenzglas”, um es mit einem Schlagwort zu sagen.

Von P. Dr. Bernhard Sirchkath.net

Um den Ursprung des Lebens zu erforschen, rekonstruierte im Forschungszentrum der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA ein Forscherteam eine irdische “Ur-Atmosphäre”, also ein Gasgemisch, wie sie vor etwa 3 1/2 Milliarden Jahren die Erde umgab und schickten nun ultraviolettes Licht als Ersatz für die Sonnenstrahlung und beobachteten dann, was geschah. Die Forscher wurden nicht enttäuscht. Das ultraviolette Licht ließ chemische Verbindungen entstehen, die einen Bestandteil der gesuchten Nucleinsäuren bildeten, die in der lebenden Zelle eine Schlüsselposition innehaben.

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Wenn Sex und Intrigen nicht im Beichtstuhl bleiben

© vsurkov - Fotolia.com

Köln ermittelt, Tatort soll Essen sein: Ein Kaplan soll geplaudert haben. Über sexuelle Vorlieben, seinen ehemaligen Vorgesetzen und homosexuelle Kontaktbörsen. Die Kenntnisse von diesen Gerüchten soll er aus dem Beichtstuhl haben. Norbert Diel über kirchenrechtliche Konsequenzen des Verrats von Geheimnissen zwischen Mensch und Gott.

Von Norbert Diel - Legal Tribune Online

Im Bistum Essen werden schwerwiegende Vorwürfe gegen einen Kaplan erhoben: Er soll einen Beichtenden gezielt nach sexuellen Vorlieben seines ehemaligen Vorgesetzten, des inzwischen versetzten Pfarrers der Gemeinde, ausgehorcht und diese Informationen nachher genutzt haben, um den Geistlichen, aber auch andere Personen direkt damit zu konfrontieren.

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