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Volkshochschulen: Neues Halbjahr, alter Schwachfug

Bild: vhs-frankfurt-oder.de

Zweimal im Jahr erscheint bundesweit und in hoher Auflage ein für Skeptiker zunehmend deprimierender Lesestoff:

das lokale VHS-Programmheft.

Laut dem Deutschen Volkshochschul-Verband sind Volkshochschulen kommunale Weiterbildungszentren, die „zur lokalen Daseinsvorsorge“ beitragen.

Kennzeichnend für die Volkshochschulen sei ihre „prinzipielle Offenheit für alle“.

Und leider auch für alles.

Von Holger von Rybinski – gwup|die skeptiker

Laut dem Deutschen Volkshochschul-Verband sind Volkshochschulen kommunale Weiterbildungszentren, die „zur lokalen Daseinsvorsorge“ beitragen.

Kennzeichnend für die Volkshochschulen sei ihre „prinzipielle Offenheit für alle“.

Und leider auch für alles.

Zwar hätten sich „die VHS in den letzten Jahren mehrheitlich Zertifizierungsprozessen für ihre Qualitätsentwicklung und -sicherung (sowohl im pädagogischen als auch im Servicebereich) unterzogen und damit auf die veränderte Marktsituation in der Weiterbildung reagiert”, heißt es weiter.

Zugleich aber müssten die VHS “wettbewerbsfähig agieren”, was für jede einzelne Einrichtung bedeute ….

… die Notwendigkeit wirtschaftlichen Erfolgs mit ihrem bildungspolitischen Auftrag auszubalancieren.”

Und das ist genau das Problem.

Abseits der Wissenschaft angesiedelte Erkenntnisbereiche, die weitgehend auf illusionärem Denken beruhen, boomen”,

schrieb gestern der Standard.

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Alternative Heilverfahren: Kritiker sind Extremisten

Bei der Akupunktur gibt es Hinweise auf Wirksamkeit. Deshalb sollte sie weiter erforscht werden, sagt Edzard Ernst. Für andere sogenannte alternative Heilverfahren wie Homöopathie sollte dagegen endlich Schluss sein. (© OBS)

Sogenannte alternative Heilverfahren sind auf dem Vormarsch. Doch für viele Methoden fehlen Belege für eine Wirksamkeit, andere widersprechen den Naturgesetzen. Wer darauf hinweist, muss sich derzeit auf ruppige Reaktionen aus der Szene gefasst machen. Besonders betroffen davon ist Edzard Ernst, einer der renommiertesten Kritiker der Paramedizin.

Interview: Markus C. Schulte von DrachSüddeutsche.de

Edzard Ernst ist einer der bekanntesten Wissenschaftler im Bereich der sogenannten alternativen Heilverfahren, die er an der University of Exeter in Großbritannien erforscht hat. Zugleich ist er einer der schärfsten Kritiker von Verfahren wie der Homöopathie oder der anthroposophischen Medizin. Das verschafft ihm wenig Freunde in der Szene. Und derzeit weht der Gegenwind besonders scharf.

SZ.de: Sie hätten heute in München einen Vortrag zum Thema Akupunktur halten sollen. Aber der Veranstalter, das Wissenschaftszentrum der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur, hat den Vortrag überraschend abgesagt. Warum?

Edzard Ernst: Ich bin vom Vorsitzenden mit einer äußerst seltsamen Begründung ausgeladen worden: Man wolle nicht den Eindruck erwecken, in ein laufendes Verfahren an der Universität Zürich einzugreifen. Dort wird zurzeit entschieden, wer den Lehrstuhl für Naturheilkunde übernehmen soll.

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