Schlagwort-Archive: Mord

Christ Kauder(CDU) frömmelt sich den saudischen Islamismus schön

Hinrichtung Saudi-Arabien, Bild: Jacob Jung

Unionsfraktionschef Volker Kauder hat deutsche Waffenlieferungen an Saudi-Arabien gegen Kritik verteidigt.

Volker Kauder:

…(In dem Land gebe es)in der Tat keine Religionsfreiheit und antisemitische Tendenzen.[...]Es ist eine bittere Ironie: Die Saudis mögen selbst judenfeindlich sein, aber sie sorgen auch dafür, dass der Iran die Juden nicht ins Meer treiben kann.”

Auf Drogen, zuviel Glühwein Herr Kauder, ignorant oder einfach nur dumm.

Saudi-Arabien ist eine absolutistische Monarchie. König Fahd (1923 – 2005) sah die Menschen in seinem Land für das demokratische Verständnis als ungeeignet an. Diese Auffassung besteht bis heute. In Saudi-Arabien werden Menschenrechte nachweislich mit Füßen getreten:

  • Die Menschenrechtsorganisation setzte Saudi-Arabien in ihrer Liste der Pressefreiheit im Jahre 2008 auf Platz 161 von 173.
  • Amnesty International weist im Jahresbericht 2007 darauf hin, dass in Saudi-Arabien das Völkerrecht mehrmals missachtet wurde.
  • Das Missions- und Hilfswerk Open Doors schätzt in seinem Weltverfolgungsindex für Christen die Benachteiligung von Christen in Saudi-Arabien weltweit als am dritthöchsten ein.
  • Frauen stehen in Saudi-Arabien bis zur Ehe unter einer männlichen Vormundschaft. Ohne die Genehmigung des Vormunds dürfen sie das Land nicht verlassen. Frauen müssen in Saudi-Arabien in der Öffentlichkeit bodenlange Gewänder und schwarze Kopftücher tragen und dürfen in Städten keine Kraftfahrzeuge lenken.
  • Homosexuelle Handlungen sind in Saudi-Arabien strafbar. Eine islamische Religionspolizei wacht über das gesellschaftliche Leben.
  • In Saudi-Arabien werden zahlreiche „Verbrechen“ mit der Todesstrafe geahndet, die meist als öffentliche Enthauptung mit dem Schwert praktiziert wird. Die Todesstrafe kann unter anderem für Koranschändung, Gotteslästerung, Abfall vom Islam, Ergreifung von Maßnahmen gegen den König, Mord, Ehebruch, Homosexualität, Vergewaltigung, Prostitution, Drogenhandel, Handel mit Alkohol, Raubüberfall mit Schwerverletzten oder Toten, Sabotage oder Korruption verhängt werden.
  • In der Zeit von 1993 bis 2009 wurden unter anderem 1035 Menschen wegen Mordes, 540 wegen Drogenhandels, 175 wegen Vergewaltigung, 83 wegen schweren Raubes, 63 wegen Rebellion und 16 wegen Bombenattentats mit dem Tod bestraft.

Herr Kauder verteidigt deutsche Rüstungslieferungen nach Saudi-Arabien. Seine christlichen Werte, die er sonst immer so vehement einfordert,  sind einen Dreck wert. Ein Prototyp christlicher Moral halt. Die Lage seiner Brüder und Schwestern in Jesu, in diesem Land, ist ihm schlicht egal. Die pseudofreundschaftliche Haltung zu Israel eine Farce.

655 Jahre nach Mord – gierige Kirche will immer noch 70 Franken Sühne

Kirche von Näfels, Bild: wikipedia/Roland Zumbühl

Im Jahre 1357 beging Konrad Müller aus Niederurnen einen Mord. Um der Todesstrafe zu entkommen, spendete er der Kirche Mollis ewiges Licht und verpflichtete sich, das Öl für dessen Betrieb zu liefern. Dazu verpflichten sich bis heute auch die Besitzer seiner Liegenschaft.

Blick.ch

Denn damals wurde vereinbart, dass die zukünftigen Besitzer von Müllers Liegenschaft die Sühne weiterhin erbracht werden soll. Heute handelt es sich um die Parzellen 67 und 72 in Näfels. Da sie keine Nussbäume mehr haben, müssen sie jährlich siebzig Franken zahlen.

Einem der Grundeigentümer wurde das jetzt zu blöd. Er sagt, es bestehe keine rechtliche Handhabe und er sehe nicht ein, warum er für diesen alten Mord büssen soll.

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Vom völkischen Größenwahn des Katholizismus

Vorige Woche im Vatikan. Der Papst ernennt 6 Kardinäle und nutzt die Gelegenheit, in Arroganz und Impertinez kaum zu übertreffender Art, den weltumspannenden Anspruch der katholischen Kirche zu betonen.

B16:

[...] Die Kirche sei “katholisch”, weil sich die christliche Botschaft an allen Menschen richte, [...]Zwar habe sich Jesu Mission zu Lebzeiten auf das jüdische Volk beschränkt. Von Anfang an sei sie jedoch darauf ausgerichtet gewesen, “allen Völkern das Licht des Evangeliums zu bringen”.

Die katholische Kirche sei im Auftrag Jesu verpflichtet jede ethnische, nationale und religiöse Spaltung zu überwinden. Tränen in den Augen knien die Katholen darnieder. Der Pappa gibt ihnen Größe zurück, verbal. Nach den Schlüpfrigkeiten unter priesterlicher Soutane, vor allem gegen Kinder, endlich wieder eine Frohbotschaft. Es kann nur eine Kirche Christi geben, natürlich die katholische. Ihre Universalität gründe letztlich auf der Universalität des “einzigen göttlichen Heilsplans für die Welt”.

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Schmidt-Salomon: Religionen – Respekt? Wovor denn?

Eine Kirche und eine Moschee in Ramallah, Westjordanland © Mohamad Torokman/Reuters

Respekt vor religiösen Gefühlen!, heißt es allenthalben. Michael Schmidt-Salomon hält es für falsch, auf die Befindlichkeiten von Gläubigen groß Rücksicht zu nehmen.

Von Michael Schmidt-SalomonZEIT ONLINE

Es wirkt wie ein bedingter Reflex: Kaum gehen religiöse Fanatiker auf die Barrikaden, sind westliche Politiker und Journalisten zur Stelle, um Respekt für religiöse Gefühle einzufordern. So war es vor sechs Jahren im Zuge des Karikaturenstreits, so ist es heute bei den Protesten gegen das trashige YouTube-Filmchen Die Unschuld der Muslime. Im ersten Moment mag die Forderung sogar vernünftig erscheinen: Denn wäre es nicht schön, wenn wir alle etwas respektvoller miteinander umgehen würden?

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USA: Katholische Kirche vergleicht Homo-Ehe mit Mord

Erzbischof John Nienstedt appelliert an die Gläubigen, bei den Wahlen im November gegen Homo-Rechte zu votieren. Bild: queer.de

Die katholische Kirche betreibt Wahlkampf im US-Bundesstaat Minnesota: John Nienstedt, der Erzbischof von St. Paul and Minneapolis, hat seine Anhänger aufgefordert, bei einem Volksentscheid für ein Verbot der Homo-Ehe zu stimmen, da gleichgeschlechtliche Hochzeiten so falsch seien wie die Tötung eines Menschen.

QUEER.DE

In einem Brief an die Gläubigen erklärte Nienstedt, die Kirche müsse bei diesem Thema “die Wahrheit mit Liebe” sagen: “Unser Versuch, den unabänderbaren Plan Gottes für die Ehe zu verteidigen, ist keine Kampagne gegen irgend jemanden. Wir wollen nur die Wahrheit über die Ehe als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau verbreiten”, so Nienstedt. Er verglich schwul-lesbische Hochzeiten mit Mord: “In Wahrheit dürfen wir die Ehe nicht neu definieren, genauso wenig wie wir menschliches Leben nehmen dürfen. Denn Gott hat sowohl das Leben erschaffen als auch die Ehe.”

Im Bundesstaat Minnesota wird Anfang November über ein Verbot der Homo-Ehe in der Verfassung abgestimmt. Zwar ist bereits jetzt die gleichgeschlechtliche Eheschließung per Gesetz verboten, allerdings argumentieren die Befürworter des Verfassungszusatzes, dass ein Gesetz zu leicht von Richtern ausgehebelt werden könnte. Das Referendum wurde nach dem Wahlsieg der von der Tea Party dominierten republikanischen Partei im Parlament beschlossen.

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Faisrachmanisten: Sektenkinder im Bunker unter der Erde

Das Ende naht – zumindest glauben die Faisrachmanisten daran.(Foto: REUTERS)

Bis zu sieben Stockwerke ist ihr dunkles Verließ tief: Rund 20 Kinder müssen ihr gesamtes Leben in einem unterirdischen Bunkersystem in Russland verbringen. Jetzt hat die Polizei sie befreit – von ihren Eltern, die der Sekte der Faisrachmanisten verfallen sind.

n-tv

Mehr als ein Jahrzehnt hat eine russische Sekte mit mehr als 20 Kindern ohne Sonnenlicht, Heizung und Strom in einem unterirdischen Bunkersystem gelebt. “Die Kinder sind nie zur Schule gegangen und waren kaum über der Erde”, teilten die Behörden in der Stadt Kasan der Zeitung “Komsomolskaja Prawda” zufolge mit. “Sie waren schmutzig, trugen Lumpen und wurden nie von Ärzten untersucht.” Die rund 70 Mitglieder lebten in den zellenartigen Räumen, die bis zu sieben Stockwerke tief unter die Erde gebaut worden waren.

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Vatikan schweigt zu verschwundenen Babys aus Argentinien

Plakat der „Mütter von der Plaza de Mayo“ mit Fotos von unter der argentinischen Militärdiktatur verschwundenen Menschen, 2005. Bild: wikipedia

Die argentinische Militärjunta habe sich bei der “Bekämpfung der Subversion” vom Vatikan beraten (“asesoró”) lassen, insbesondere vom Apostolischen Nuntius Pio Laghi. Dies sprach der ehemalige Juntachef Raphael Videla der Zeitung “El Sur” ins Mikrophon, und diese Nachricht ging um die Welt.

Von Gaby WeberTELEPOLIS

Dass der Vatikan mit den argentinischen Generälen Hand in Hand gegen linke Regimegegner gearbeitet hatte, ist eigentlich kein Geheimnis. Die Menschenrechtsorganisationen schätzen die Zahl der während der Diktatur (1976 – 83) Verschwundenen auf etwa 30.000, und zahlreiche Dokumentationen, vor allem die des Schriftstellers Horacio Verbitsky, haben diese Zusammenarbeit detailliert beschrieben. Katholische Geistliche gingen im zentralen Folterzentrum der Armee, der Kaserne Campo de Mayo, ein und aus und versuchten, die Gefangenen zur Reue, das heißt zu einem Geständnis und zum Verrat ihrer Compañeros zu bewegen. Neu ist allenfalls das offene Bekenntnis des früheren Juntachefs, der bereits mehrere Male für seine Untaten verurteilt worden ist – zuletzt im Juli wegen Babyraubes. Jetzt soll er erneut wegen des Mordes an dem kritischen Bischof Enrique Angelelli im August 1976 vor Gericht gestellt werden.

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Vatikan, Mafia, Mord und Gott

Roberto Calvi , Bild: pnn

Ein italienischer Banker hängt 1982 tot unter einer Londoner Brücke. Suizid, sagt die Polizei. Mord, steht Jahre später fest. Die Spur führt in ein Dickicht aus Gangstern, Kurie und einer Geheimloge

Von Birgit SchönauPotsdamer Neueste Nachrichten

Es ist früh am Morgen, als Passanten unter der Blackfriars Bridge den Körper eines kleinen, korpulenten Mannes entdecken. Er baumelt an einem orangeroten Seil von einem Brückenpfeiler, seine Füße streifen fast die schmutzig-grauen Fluten der Themse. Der Mann trägt einen dunkelgrauen Anzug mit schief geknöpfter Jacke. In seinen Taschen wird man Ziegelsteine finden und eine Menge Geld. Italienische Lire, Schweizer Franken, US-Dollar, britisches Pfund zum heutigen Kurswert von fast 12 000 Euro. Keine Riesensumme für einen der wichtigsten Bankiers Italiens, aber erstaunlich viel für einen Bankrotteur. Der Mann unter der Themsebrücke ist beides.

Der italienische Konsul in London identifiziert ihn, ungeachtet des falschen Passes, mühelos als Roberto Calvi. Chef der Banco Ambrosiano und bekannt als „Bankier Gottes“ – wegen seiner Beziehungen zur Vatikanbank IOR.

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Ex-Chef der Vatikanbank fürchtet Mord

Foto: Reuters/Rellandini

Dunkle Wolken über dem Vatikan. Italiens Justizbehörden erwägen, Gotti Tedeschi unter Polizeischutz zu stellen

Tiroler Tageszeitung

Der am 24. Mai gefeuerte Chef der Vatikanbank IOR, Ettore Gotti Tedeschi, bangt um sein Leben. Den römischen Staatsanwälten, die ihn am Mittwoch wegen Verdachts auf Missachtung von Anti-Geldwäsche-Gesetzen vernommen haben, berichtete er, dass er fürchte, getötet zu werden. Laut der Turiner Tageszeitung La Stampa sei Gotti Tedeschis Leben gefährdet, weil er Transparenz in der Vatikanbank IOR und die Anpassung an die internationalen Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche durchsetzen wollte.

Gotti Tedeschi vermutete außerdem, dass Inhaber einiger anonymer IOR-Konten hochrangige Mitglieder der Mafia seien, so das Blatt. Die italienischen Justizbehörden überlegen, Gotti Tedeschi unter Polizeischutz zu stellen, berichtete die römische Tageszeitung La Repubblica.

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Vatikanische Kriminalgeschichte: Die Leiche und das Mädchen

Protest vor der Basilika Sant’Apollinare. Die Familie der bei ihrem Verschwinden 15 Jahre alten Emanuela Orlandi verlangt zusammen mit Unterstützern von der Kirche Auskunft über... - Foto: ROPI

Die Kirche hat heimlich einen Gangsterboss in einer päpstlichen Basilika begraben – dort dürfen aber nur Bischöfe und Päpste liegen. In der Basilika verlieren sich zudem die Spuren eines 15-jährigen Mädchens. Und weil der Vatikan schweigt, gibt es viel Stoff für Verschwörungstheorien.

Von Paul KreinerDER TAGESSPIEGEL

Seinen 58. Geburtstag könnte der Römer Enrico de Pedis demnächst feiern, hätte man ihn nicht im Februar 1990 auf offener Straße erschossen. Ewige Ruhe indes ward ihm nicht beschert. Seit die Öffentlichkeit im Jahr 2005 erfahren hat, an welch exklusivem Ort De Pedis bestattet ist, kehrt die Aufregung um ihn immer wieder. So auch, recht heftig, in diesen Tagen.

De Pedis nämlich liegt in einer Kirche begraben – in der großen, altehrwürdigen, päpstlichen Sant’Apollinare- Basilika mitten in Rom, gleich neben der Piazza Navona. Bis hinauf zum Bürgermeister halten alle das für einen Riesenskandal. Denn De Pedis war Boss jener Rauschgift- und Waffenhändler von der „Magliana-Bande“, die mit Erpressung, Entführung und Mord die italienische Hauptstadt in den achtziger Jahren terrorisiert hat.

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…Hare Hare – Rama Rama und der Guru ist kein Armer…

Hare-Krishna-Jünger in der Leipziger Innenstadt. Bild: Vaishnava108. Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Wer kennt sie nicht, die in indischer Kluft in deutschen Fußgängerzonen Bücher verteilenden, singenden und tanzenden Jünger Krishnas, die seit Jahrzehnten mit ekstaktischer Hartnäckigkeit Menschen für den Sprengel ihres indischen Gottes fischen? Das Hare Krishna-Mantra, das die glatzköpfigen Mönche auf unseren Strassen intonieren, ist in die Pop-Kultur eingegangen und vielen etwa aus dem Musical Hair oder aus Liedern von George Harrison und Boy George vertraut. Wenn Sektenbeauftragte der christlichen Kirchen die Abwanderung ihres Klientels in diverse religiöse Konkurrenzunternehmen beklagen, dann wird auch diese Gruppe immer wieder erwähnt. Auch in der skandalisierenden Berichterstattung der Regenbogenpresse über das Sektenphänomen spielen die Hare Krishnas, obwohl es ruhiger um sie geworden ist, oft noch eine gewisse Rolle. Nicht selten haben die Kritiker recht. Die Geschichte der Bewegung handelt von Mord, Macht und Missbrauch. Doch es gibt auch Versuche, sich zu ändern.

Von Dietmar GottfriedTelepolis

Skandale haben die Geschichte der “International Society for Krishna Consciousness” (ISKCON) immer begleitet. Betrügerische Verkaufspraktiken und finanzielle Unregelmäßigkeiten, der Vorwurf der Gehirnwäsche an Anhängern, sexueller Missbrauch und Frauenfeindlichkeit – die Liste der behaupteten und oft auch realen Vergehen der Kinder Krishnas ist lange. Doch in den letzten Jahrzehnten haben die Anhänger dieser Gruppe begonnen, sich von ihren Jugendsünden zu befreien. Es hat in der Bewegung eine Art Glasnost und Perestroika stattgefunden.

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*Der Titel des Posts wurde dem Lied “Heyooh Guru” von Udo Lindenberg entnommen.

Saudi-Arabien total krank: Hexe enthauptet, aber gut für Leo 2 A7+

Eine saudische Frau mit ihrem Sohn. Foto: AFP

In Saudi-Arabien ist eine Frau wegen Hexerei enthauptet worden. Es ist die 73. Hinrichtung in diesem Jahr.

Berliner Zeitung

Eine wegen Hexerei zum Tode verurteilte Frau ist am Montag in Saudi-Arabien hingerichtet worden. Amina bent Abdelhalim Nassar sei in der nördlichen Provinz Dschawf enthauptet worden, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur SPA eine Erklärung des Innenministeriums. Damit steigt die Zahl der Hinrichtungen in diesem Jahr bereits auf mindestens 73.

Die Ausübung der Hexenkunst zählt in dem konservativen islamischen Königreich ebenso wie Vergewaltigung, Mord, Drogenhandel, „Abfall vom Glauben“ oder bewaffneter Raubüberfall zu den Kapitalverbrechen, die mit der Todesstrafe geahndet werden. Amnesty International hatte Riad im vergangenen September zu einem „sofortigen Moratorium der Hinrichtungen“ aufgerufen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisationen warten derzeit noch rund 140 Todeskandidaten auf die Vollstreckung ihres Urteils.

Oh Gott, lass mein Land Großmacht sein!

Chlodwig I., Quelle: mgb-home.de

Heute vor 1500 Jahren starb Chlodwig, Herrscher der Franken. Eine neue Biografie erzählt, wie ein skrupelloser Kleinkönig innerhalb von nur drei Jahrzehnten ein Riesenreich schmiedete, aus dem schließlich Deutschland und Frankreich hervorgingen

Von Berthold SeewaldWELT ONLINE

Die Geschichte vom “Kelch von Soissons” zählt zu den großen Mythen Frankreichs. Bei einem Feldzug im Jahr 486 hatte ein fränkischer Krieger ein prachtvolles Gefäß erbeutet. Sein König, obgleich Heide, wollte es dem Eigentümer, dem Bischof von Reims, zurückgeben und erbat das gute Stück. Doch der wütende Soldat zerschlug den Kelch. Ein Jahr später erkannte der König den Mann bei einer Truppeninspektion wieder. Er rügte den Zustand von dessen Waffen und warf sie ihm vor die Füße. Als dieser sie aufheben wollte, hieb Chlodwig “ihn mit der Axt in den Kopf”.

Die Sage, die der Bischof Gregor von Tours in seinen “Zehn Bücher Geschichten” überliefert, bündelt die zentralen Probleme Galliens am Ende der Antike: “Plünderungen, das Aufeinandertreffen von Heiden und Christen, das Verhältnis der Bischöfe zu andersgläubigen Herrschern, die Hierarchie innerhalb eines ,barbarischen’ Heeres, insbesondere die Stellung des Königs”, so deutet der Mediävist Matthias Becher die berühmte Stelle. 1500 Jahre nach dem Tod Chlodwigs, für den gemeinhin der 27. November 511 angenommen wird, hat der Bonner Historiker jetzt die erste deutschsprachige Biografie des Königs vorgelegt (“Chlodwig I.”, siehe Interview). Denn anders als in Frankreich hielten sich Deutsche in der Beschäftigung mit dem brutalen Machtmenschen zurück.

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Soulsaver – Turn or burn!

Ein Kleinwagen parkt vor einem Gebäude. In blauen Lettern vor lodernden Flammen prangt im Graffiti-Style der Slogan “turn or burn” (z. dt.: “Kehre um oder brenne”) auf dem Wagen (1). Er gehört einer evangelikalen unabhängigen Glaubensgemeinschaft aus Süddeutschland, die sich “Soulsaver” (z. dt.: “Seelenretter”) nennt. Das Bild ist auf ihrer Homepage (www.soulsaver.de), die auf mehreren verschiedenen Sprachen existiert und über zahlreiche Domains erreicht werden kann, wie auch auf ihrer Facebook-Seite (www.facebook.com/soulsaver.de) zu sehen. Hier gibt es neben Audiodateien und Filmen nahezu täglich neue Artikel und Blogeinträge zu aktuellen Themen, die sie in Bezug zu ihrer Religion setzen. Die “Soulsaver” sind eine durch Spenden finanzierte Organisation, deren Lehre auf der wörtlichen Auslegung der Bibel basiert.

Von Anna BeniermannAG EvolutionsbiologieMindsaver.de

2010 auf dem Rock-im-Park-Festival in Nürnberg

Ein großer roter Bus, besprüht mit den Slogans “Bitte lies die Bibel” und “Jesus lebt”, steht zwischen den verschiedensten Non-Food-Ständen auf dem Festivalgelände. Vor dem Bus findet man viele Tische voller ausgebreiteter Bücher. Ein junger Mann reckt seinen Arm in die Höhe, in der Hand eine Bibel. “Was viele ja gar nicht wissen: Die Bibel ist ein höchst wissenschaftliches Buch!”, höre ich ihn sagen. Johannes heißt er. Er ist ein christlicher Missionar und bezeichnet sich selbst als Helden, der das Wort der Bibel verkündet, ebenso wie seine Kollegen, die damit beschäftigt sind, Festivalbesucher in Gespräche über Gott zu verwickeln und ihre Bücher zu verschenken.

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Der Geheimdienst als Terrorhelfer?

Internationale Liga für Menschenrechte informiert:

Rolf Gössner, Liga-Vizepräsident, zur Rolle des Verfassungsschutzes und seiner V-Leute im Zusammenhang mit der Neonazi-Mordserie – Interviews in tz-München, Abendzeitung München, Hannoversche Allgemeine Zeitung und Bayerischer Rundfunk

Nach den öffentlich gewordenen Morden durch die Nationalsozialistischer Un-
tergrund (NSU) ist die Politik empört: Es sei „sehr beunruhigend, dass zwi-
schen der Mordserie in ganz Deutschland und der rechtsextremen Szene in Thüringen kein Zusammenhang erkannt wurde“, klagt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Das wies das Ministerium dort zurück: Da die Verdächtigen dort nicht aktiv gewesen seien, habe der Geheimdienst keine Spuren aufnehmen können.

Nach Medienberichten hatte das Terror-Trio allerdings noch nach dem Untertauchen Kontakt zu einem V-Mann des Verfassungsschutzes. Im tz-
Interview erklärt der Rechtsanwalt und Verfassungsschutzexperte Rolf Gössner (Autor von Geheime Informanten) das Problem beim Kampf gegen Neonazis:

Kann es sein, dass Neonazis, die in den 90er-Jahren Straftaten verübten, wieder aus dem Blick der Geheimdienste geraten?

Rolf Gössner: Eigentlich nicht. Schließlich waren sie in Neonazi-Gruppierungen aktiv, die über V-Leute unter Beobachtung standen. Deshalb stellt sich so dringlich die Frage nach der Rolle des Verfassungsschutzes – und ob womöglich eine organisierte Abschirmung der Täter aus den Reihen der Sicherheitsbehörden stattgefunden hat.

Aber was wäre der Sinn davon, Straftäter zu schützen?

Gössner: Im Gegensatz zur Polizei, die Straftaten verhindern oder aufklären soll, haben Geheimdienste daran kein primäres Interesse. Sie wollen langfristig Personen in der Szene platzieren, um Informationen zu erhalten, schließlich sind V-Leute schwer zu rekrutieren. So gilt der Quellenschutz im Zweifel mehr als der Schutz der Verfassung. V-Leute stammen aus der zu beobachtenden Szene und sind oft selbst Straftäter. Deshalb sind Verstrickung und Mitfinanzierung des rechten Treibens und krimineller Machenschaften durch den Staat vorprogrammiert. Der Verfassungsschutz ist so gesehen Teil des Neonazi-Problems geworden, konnte zur Bekämpfung von Neonazis aber nur wenig beitragen.

TZ-Interview – Goessner V-Leute 11-2011

AZ-Int V-Leute 11-2011

HAZ – VS – Neonazi_Morde 11-2011

BAYERISCHER RUNDFUNK ON3

How to… V-Mann :  Top Secret im Getränkemarkt
Von Andrea Mittlmeier agent | Geheime Informationen, Decknamen, Zeugenschutz – das Leben eines V-Mannes klingt ganz schön nach Hollywood.

B16, Benny(Benedikt XVI.): Dodo des Monats Oktober 2011

Dodo des Monat Oktober 2011

Oh, diesen Monat haben wir ein besonderes Exemplar, von einem Dodo, für den Paten von Rom. Deutlich hat die römische Spukgestalt gewonnen.

Der Pate aller Katholiken unternimmt also eine Pilgerfahrt nach Assisi um in der Basilika Santa Maria degli Angeli an einer interreligiösen Begegnung teilzunehmen. Selbst Ungläubige sollen dabei gewesen sein. Der Vizegott lässt dann auch niemanden im Unklaren, was er hinsichtlich der Ungläubigkeit denkt.

Benny:

Die Abwesenheit Gottes sei Ursache von Gewalt und sogar von Konzentrationslagern, denn die Leugnung des Göttlichen „verdirbt die Menschen, lässt sie das Maß verlieren, lässt sie die Menschlichkeit verlieren”. Im Gegensatz dazu sei der Gebrauch von Gewalt im Namen der Religion nur „ein beleidigender Missbrauch des christlichen Glaubens“.

In Ordnung, lassen wir mal so stehen. Gehen wir in die Tiefe der Historie des katholischen Glaubens und seiner kriminellen Organisation, genannt Kirche, römisch-katholisch dazu. Die Pfaffen, Bischöfe, Kardinäle und Paten der genannten Organisation waren selbst die Planer, Organisatoren und Vollzieher unglaublicher Gewalttaten. Religiöses wurde weltlich vermanscht und vice versa. Im Namen Gottes war immer und jeder Zeit ein fröhlich Schlachten angesagt. Hätte Benny nun mal in die Liste seiner Vorgänger auf dem heiligen Kackstühlchen geschaut, und sich mit deren Ruhmestaten zum Wohle Gottes, in dessen vollständiger Präsenz, beschäftigt, wäre ihm ein solches intellektuelles Rührei, wie oben angeführt, nicht in der Pfanne verbrutzelt.

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Hübsche Konvertitin präsentiert hässlichen Islam

Die in Pakistan geborene Sabatina James geht in ihrem Buch "Nur die Wahrheit macht uns frei" mit dem Islam hart ins Gericht Foto: FinePic

Eine Bekehrung vom Islam zum Christentum ist ein radikaler Bruch – wie ein komplett neues Leben. Die attraktive junge Pakistanerin Sabatina James ist diesen Weg gegangen. Aber die Schatten der Vergangenheit holen sie immer wieder ein. Vielleicht rechnet sie deshalb in ihrem neuen Buch “Nur die Wahrheit macht uns frei” so brutal ab mit einer Religion, die in ihren Augen nur Unterdrückung bedeutet.

pro Medienmagazin

Die Buchvorstellung war durchaus ungewöhnlich: in einem typischen Berliner Salon – private Umgebung, etwa 50 geladene Gäste, darunter einige Journalisten, Kirchenvertreter, Künstler, Lobbyisten, Politiker. Doch was Sabatina James zu erzählen hatte, stand in krassem Widerspruch zu ihrem fröhlichen Wesen und der freundschaftlich-familiären Wohnzimmeratmosphäre. Ihre Themen sind Folter, Entführungen, Mord – alles im Namen des Islam. Die 28-Jährige weiß, wovon sie redet: Sie wurde zwangsverheiratet, erlebte in Koran-Schulen, wie Kinder zu “Gotteskriegern” im Namen Allahs erzogen wurden, und wurde nach ihrer Bekehrung zum Christentum von ihrer Familie mit dem Tode bedroht. Darüber hatte sie bereits 2004 ein Buch veröffentlicht.

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Bundesregierung will von der Colonia Dignidad nichts wissen

Quelle: ZDF Mediathek

Seit der Flucht mehrerer Mitglieder sorgt die Sektensiedlung in Chile wieder für Schlagzeilen. Berlin gibt Unkenntnis vor und finanziert die Sekte dennoch weiter

Von Harald NeuberTelepolis

Die schweren Menschenrechtsverletzungen in der Deutschensiedlung Colonia Dignidad in Chile werden zunehmend juristisch aufgearbeitet. Nach rechtskräftigen Urteilen gegen ehemalige Funktionäre wegen Beihilfe zu sexuellem Missbrauch, Waffenhandel und Mord hat das Berufungsgericht in der Hauptstadt Santiago de Chile nun erstmals einen Strafprozess wegen systematischer Folterungen in der Siedlung eröffnet.

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Vom Mythos der Christenverfolgung(evangelikal)

Quelle: bessarabia.altervista.org

Der Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Zimmer brachte es im Anschluss an den Vortrag des Referenten auf den Punkt: „Trotz der Hitze draußen hat es mich manchmal etwas gefröstelt bei dem, was hier erzählt worden ist und was ich selbst nicht wusste.“

Von Norbert DörholtFrankfurt live.com

Ganz ähnlich erging es den meisten Besuchern des Vortrags von Religionsforscher Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher zum Thema „Christenverfolgung – keine Vokabel von gestern!“ im gut gefüllten großen Saal des „Haus am Römer“ im Schatten des Frankfurter Doms. Eingeladen hatten im Rahmen der Vortragsreihe „Nachdenken –Vordenken“ Dr. Zimmer und seine Frankfurter Bundestagskollegin, die große Dame der Christlich Demokratischen Union Erika Steinbach.

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Religiöse Rechtssprechnung

Deden Darmawan Sudjana bei seiner Verhandlung vor dem Gericht in Serang. Bild: dapd

Das Urteil gegen die Mörder von drei Angehörigen der Ahmadiyya- Gemeinde in Indonesien fällt milde aus. Nun wird ein Ahmadi zu sechs Monaten Haft verurteilt.

Von ANETT KELLER -taz

“Ungerechtigkeit für alle” – titelte die englischsprachige indonesische Tageszeitung Jakarta Post zutreffend, nachdem am Montag Deden Darmawan Sudjana zu sechs Monaten Haft verurteilt worden war. Das Mitglied der Ahmadiyya-Gemeinde hatte Anfang Februar versucht, im westjavanischen Cikeusik einen mörderischen Angriff eines Mobs zu verhindern, bei dem drei Ahmadis brutal erschlagen wurden. Deden selbst wurde dabei schwer verletzt.

In den Augen der zuständigen Richter war Deden jedoch nicht Opfer, sondern Täter. Er wurde am Montag wegen Körperverletzung verurteilt, obwohl dieser Tatbestand in der Anklageschrift gar nicht enthalten war. Zudem habe er die Anordnungen der Polizei nicht befolgt und den Ort des Geschehens nicht rechtzeitig verlassen, so die Begründung des Urteils. Die Angreifer zu stoppen sei schließlich Polizeiaufgabe gewesen.

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