Schlagwort-Archive: Nebenwirkungen

Experimentelles Ebola-Medikament wirkt bei Affen extrem zuverlässig

CD Murin, EO Saphire and AB Ward / The Scripps Research Institute Above: Image of ZMapp drug cocktail for Ebola treatment.

Der experimentelle Wirkstoff “ZMapp” dämmt das Ebola-Virus zumindest bei Affen auch fünf Tage nach der Infektion noch wirksam ein.

Von Daniela ZeibigSpektrum.de

Im Zuge der schweren Ebola-Epidemie in Westafrika verabreichten Ärzte Patienten bereits vereinzelt das bisher nicht zugelassene Medikament “ZMapp”. Auf die Wirksamkeit des Antikörpermixes, der das tödliche Virus an der Verbreitung und Vermehrung im Körper hindern soll, deuteten bisher nur erste Ergebnisse aus Tierversuchen hin. Eine neue Studie, die Forscher um Gary Kobinger von der Public Health Agency of Canada jetzt im Fachmagazin “Nature” veröffentlichten, liefert nun neue Hinweise darauf, wie zuverlässig das Antiserum zumindest bei Affen tatsächlich hilft.

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ADHS-Behandlung wird oft abgebrochen

Various formulations of methylphenidate. Clockwise from top: Concerta 18 mg (Osmotic Pump), Medikinet 10 mg, Ritalin 10 mg, Methylphenidat TAD 10 mg, Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0

Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen von Medikamenten gegen das „Zappelphilipp-Syndrom“ ADHS. Viele Kinder brechen die Therapie deshalb ab, ergibt eine neue Studie.

Von Christina HucklenbroichFrankfurter Allgemeine

Bis zu einem Viertel der Kinder, die wegen der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung ADHS mit einem Medikament behandelt werden, brechen die Therapie wegen unerwünschter Nebenwirkungen wieder ab. Zu diesem Schluss kommen die Mailänder Pharmakologen Antonio Clavenna und Maurizio Bonati nach Auswertung von ausschließlich prospektiven Studien, die sich mit der Sicherheit von ADHS-Medikamenten befassten, in den „Archives of Disease in Childhood“ (doi:10.1136/archdischild-2013-304170).

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Climate Engineering: Gefährlich und ineffektiv

David Keller von GEOMAR hat die Potenziale und Nebenwirkungen verschiedener Climate-Engineering-Ideen überprüft. (Foto: Rita Erven/Kiel Earth Institute)

Großtechnische Ansätze zur Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels, genannt Geo- oder Climate-Engineering, sind nicht besonders effektiv und bringen erstaunliche Nebenwirkungen mit sich.

KLIMARETTER.INFO

In einer Computersimulation haben Forscher des GEOMAR Hemholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel fünf Ansätze verglichen, die in der Diskussion immer wieder auftauchen: das Abschirmen von Sonnenstrahlung in der Atmosphäre, die Aufforstung großer Wüstengebiete in Nordafrika und Australien und drei verschiedene Techniken, mit denen Kohlendioxid im Ozean gebunden werden soll. Die Studie erscheint in der Fachzeitschrift Nature Communications.

Insgesamt haben die Technologien der Studie zufolge einen relativ kleines Potenzial, die Erwärmung zu reduzieren. Die globale Temperatur langfristig abzusenken, sei nur mit der Abschirm-Methode möglich. Die Aufforstung der Sahara und des australischen Outbacks würden hingegen sogar für eine Erwärmung sorgen: “Die Wälder absorbierten zwar Kohlendioxid aus der Atmosphäre, dafür wurde die Erdoberfläche aber dunkler und konnte mehr Wärme speichern”, erklärt Studienatuor David Keller.

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Gröhe(CDU) lehnt Freigabe der Pille danach ab

pille_danachGesundheitsminister Gröhe wirbt für einen “zügigen, diskriminierungsfreien Zugang” zur Pille danach. Dennoch lehnt der CDU-Politiker eine rezeptfreie Ausgabe des Verhütungsmittels ab – und begründet dies mit den starken Nebenwirkungen.

SpON

Der neue Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will im Streit um die Pille danach zwar “das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und die Frauengesundheit bestmöglich zusammenzubringen”. Anders als in vielen anderen europäischen Ländern heißt dies für den CDU-Politiker allerdings, dass es das Verhütungsmittel auch künftig nur auf Rezept geben wird. Stattdessen wirbt Gröhe für einen zügigen, diskriminierungsfreien Zugang und gute Beratung. Das sei am besten gewährleistet, wenn es bei der Verschreibungspflicht bleibe, sagte der CDU-Politiker der “Welt am Sonntag”.

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Die “Pille danach” und die Nebenwirkungen von Ärztepräsident Montgomery

Frank-Ulrich Montgomery, Bild: wikimedia

Der Präsident der Bundesärztekammer: Die «Pille danach» bleibe ein «Notfallmedikament mit Nebenwirkungen»

kath.net

Der Präsident der Bundesärztekammer Frank-Ulrich Montgomery hat vor einer rezeptfreien Abgabe der «Pille danach» gewarnt. In einem Gespräch mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Donnerstag) plädierte er dafür, an der ärztlichen Beratung festzuhalten. Auch die Apothekenpflicht sei «zwingend». Die «Pille danach» bleibe ein «Notfallmedikament mit Nebenwirkungen», so Montgomery. Zu diskutieren seien stets auch die «Wirksamkeit und Verträglichkeit des Wirkstoffes beziehungsweise der derzeitigen Alternativen», sagte Montgomery.

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Impfgegner besteuern wegen Externalisierung von Krankheitsrisiken?

Bild: Centers for Disease Control/Barbara Rice (Public Domain - USGov)

Bild: Centers for Disease Control/Barbara Rice (Public Domain – USGov)

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Bekämpfung und Beseitigung von Masern zu einem ihrer wichtigsten Ziele erklärt. So seien in 2011 rund 158.000 Kinder an Folgen einer Erkrankung mit Masern verstorben. Seit der Einführung des Impfstoffes MMR, eines Kombiprodukts gegen Masern, Mumps und Röteln Ende der 1980er Jahre, ist die Mortalität in Folge einer Masern-Infektion von mehr als 2 Millionen Toten jährlich auf nunmehr 158.000 weltweit gesunken. Angesichts der Verfügbarkeit von MMR, eines effektiven und billigen Impfstoffes, ist es das erklärte Ziel der WHO, Masern als Todesursache auszurotten.

Kritische Wissenschaft – Michael Klein

Doch es regt sich Widerstand gegen die Impfung. Viele Eltern, in Deutschland, weigern sich, ihre Kinder mit MMR gegen u.a. Masern impfen zu lassen. Ursache dafür sind vermeintliche Nebenwirkungen des Impfstoffes, die Autismus, multiple Sklerose oder Diabetes hervorrufen können sollen. Diese Nebenwirkungen sind seit 1998 im Gespräch, als Dr. Andrew Wakefield, ein britischer Arzt im Lancet eine Untersuchung veröffentlichte, die angeblich einen Zusammenhang zwischen MMR und Autismus sowie einer Darminfektion aufzeigen konnte.

Zwischenzeitlich wurde Dr. Wakefield die Zulassung entzogen, weil sich herausgestellt hat, dass er mit unlauteren Mitteln zu den Ergebnissen gelangt ist, zu denen er gelangt ist. Die Veröffentlichung der Untersuchung im Jahre 1998 im Lancet hatte einen Pressesturm nach sich gezogen. Scheinbar wollte, wie z.B. heute, wenn es darum geht, die negativen Folgen von Rauchen, Alkohol oder sonstiger Modefeinde zu verkünden, kein Zeitungsredakteur nicht sofort der Überbringer der schlechten Nachricht sein. Niemand hat sich daran gestört, dass die Ergebnisse von Dr. Wakefield gerade einmal auf der Untersuchung von 12 Kindern basierten und entsprechend Vorsicht angeraten gewesen wäre.

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Nocebo-Effekt: Krank vor Angst beim Arzt

Bild: onmeda

Die Furcht vor Risiken und Nebenwirkungen einer Behandlung behindert oft die Heilung. Ein falsches Wort vom Arzt kann Patienten sogar krank machen.

Von Susanne WächterOnmeda

“Ihr Rücken ist ein Trümmerfeld”, oder: “dann machen wir sie jetzt fertig”, solche Aussagen von Medizinern, können für Patienten fatale Folgen haben. Während Tabletten ohne jeglichen Wirkstoff heilen können, kann im Umkehrschluss eine bloße Erwartung bei der Einnahme von pharmazeutischen Mitteln oder einer ärztlichen Behandlung krank machen. Nocebo, was übersetzt so viel heißt wie “ich werde schaden”, gilt als das Gegenteil des bekannteren Placebo-Effektes.

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