Schlagwort-Archive: Neue Welt

Vom völkischen Größenwahn des Katholizismus

Vorige Woche im Vatikan. Der Papst ernennt 6 Kardinäle und nutzt die Gelegenheit, in Arroganz und Impertinez kaum zu übertreffender Art, den weltumspannenden Anspruch der katholischen Kirche zu betonen.

B16:

[...] Die Kirche sei “katholisch”, weil sich die christliche Botschaft an allen Menschen richte, [...]Zwar habe sich Jesu Mission zu Lebzeiten auf das jüdische Volk beschränkt. Von Anfang an sei sie jedoch darauf ausgerichtet gewesen, “allen Völkern das Licht des Evangeliums zu bringen”.

Die katholische Kirche sei im Auftrag Jesu verpflichtet jede ethnische, nationale und religiöse Spaltung zu überwinden. Tränen in den Augen knien die Katholen darnieder. Der Pappa gibt ihnen Größe zurück, verbal. Nach den Schlüpfrigkeiten unter priesterlicher Soutane, vor allem gegen Kinder, endlich wieder eine Frohbotschaft. Es kann nur eine Kirche Christi geben, natürlich die katholische. Ihre Universalität gründe letztlich auf der Universalität des “einzigen göttlichen Heilsplans für die Welt”.

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Erbgutanalysen widerlegen Amerikas Besiedlungsgeschichte

© Emiliano Bellini

Wer bevölkerte als erstes die amerikanischen Kontinente? DNA-Untersuchungen Hunderttausender zeigen nun: In drei Wellen kamen Menschen vor 14.000 Jahren in die Neue Welt.

Von Jan DöngesZEIT ONLINE

Die Besiedelung Amerikas ist eindeutig das am stärksten umstrittene Kapitel der Geschichte menschlicher Wanderbewegungen. Noch immer – und trotz Jahrzehnten intensiver Forschung – ist nicht klar, wer wann und wie als Erster seinen Fuß auf den Doppelkontinent setzte. Jetzt liefern gleich zwei aktuelle Studien zentrale, neue Erkenntnisse: Ein großes Wissenschaftlerteam um den Genetiker David Reich von der Harvard Medical School in Boston sorgte für den ersten umfassenden Genvergleich heutiger Ureinwohner, und Forscher um Dennis Jenkins von der University of Oregon in Eugene wiesen eindeutig nach, dass statt einer mindestens zwei Kulturen vor rund 14.000 Jahren Nordamerika bewohnten.

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S. Prothero, die Joruba-Religion und die Hellköpfe(Brights)

Stephen Protero, Bild: patheos.com

Getrommel und verdrehte Augen? Stephen Prothero vergleicht die neun wichtigsten Konkurrenten auf den Märkten der Sinngebung. Rolf Schieder wiederum registriert ein merkwürdiges „Kulturkampfgetöse“ in Mitteleuropa. Er fragt: „Sind Religionen gefährlich?“

Von Adolf HollDie Presse

Die Entdeckung einer bisher unbekannten „Weltreligion“ ist bis dato kaum bemerkt, geschweige denn gewürdigt worden. Wer hat schon etwas vom Joruba (englisch Yoruba) gehört? Der Religionswissenschaftler Stephen Prothero (Boston University) hat dem Phänomen ein informatives Kapitel in seinem kürzlich erschienenen Band über die neun wichtigsten Konkurrenten auf den Märkten der Sinngebung gewidmet und geschrieben: Die Joruba-Religion ist nicht nur groß, was die Zahl ihrer Anhänger und ihre geografische Verbreitung betrifft, sondern auch groß im Sinne von altehrwürdig und bewunderungswürdig.

B16, Benny(Benedikt XVI.): Dodo des Monats Oktober 2011

Dodo des Monat Oktober 2011

Oh, diesen Monat haben wir ein besonderes Exemplar, von einem Dodo, für den Paten von Rom. Deutlich hat die römische Spukgestalt gewonnen.

Der Pate aller Katholiken unternimmt also eine Pilgerfahrt nach Assisi um in der Basilika Santa Maria degli Angeli an einer interreligiösen Begegnung teilzunehmen. Selbst Ungläubige sollen dabei gewesen sein. Der Vizegott lässt dann auch niemanden im Unklaren, was er hinsichtlich der Ungläubigkeit denkt.

Benny:

Die Abwesenheit Gottes sei Ursache von Gewalt und sogar von Konzentrationslagern, denn die Leugnung des Göttlichen „verdirbt die Menschen, lässt sie das Maß verlieren, lässt sie die Menschlichkeit verlieren”. Im Gegensatz dazu sei der Gebrauch von Gewalt im Namen der Religion nur „ein beleidigender Missbrauch des christlichen Glaubens“.

In Ordnung, lassen wir mal so stehen. Gehen wir in die Tiefe der Historie des katholischen Glaubens und seiner kriminellen Organisation, genannt Kirche, römisch-katholisch dazu. Die Pfaffen, Bischöfe, Kardinäle und Paten der genannten Organisation waren selbst die Planer, Organisatoren und Vollzieher unglaublicher Gewalttaten. Religiöses wurde weltlich vermanscht und vice versa. Im Namen Gottes war immer und jeder Zeit ein fröhlich Schlachten angesagt. Hätte Benny nun mal in die Liste seiner Vorgänger auf dem heiligen Kackstühlchen geschaut, und sich mit deren Ruhmestaten zum Wohle Gottes, in dessen vollständiger Präsenz, beschäftigt, wäre ihm ein solches intellektuelles Rührei, wie oben angeführt, nicht in der Pfanne verbrutzelt.

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