
Norbert Lammert und Papst Benedikt XVI. im Bundestag
“Glaube trennt – Handeln vereint”, hieß es in früheren Phasen der ökumenischen Bewegung. Heute ist dieses Losungswort gleichsam auf den Kopf gestellt.
Von Gernot Facius – WELT ONLINE
Norbert Lammert an der Seite des Papstes: Die Bilder gingen durch die Medien, sie zeigten den zweiten Mann im Staat, den Spiritus Rector der Bundestagsrede von Benedikt XVI, als treuen Sohn seiner Kirche. Doch mit seinem öffentlichen Bekenntnis, er verstehe sich als “protestantisch veranlagter Katholik”, hat Lammert einen Aufschrei unter seinen Glaubensgeschwistern provoziert.
Über ihm schwebt der Verdacht, mit wiederholten Hinweisen auf einen kirchlichen Reformstau und mit seiner Kritik am Zölibat eine Protestantisierung der römisch-katholischen Kirche anzustreben – mit “Errungenschaften”, wie sie als Ausweis für eine andere, moderne Form des Christentums gelten:








































































