Schlagwort-Archive: ökumenische Bewegung

Lammert: “protestantisch veranlagter Katholik”

Norbert Lammert und Papst Benedikt XVI. im Bundestag

“Glaube trennt – Handeln vereint”, hieß es in früheren Phasen der ökumenischen Bewegung. Heute ist dieses Losungswort gleichsam auf den Kopf gestellt.

Von Gernot FaciusWELT ONLINE

Norbert Lammert an der Seite des Papstes: Die Bilder gingen durch die Medien, sie zeigten den zweiten Mann im Staat, den Spiritus Rector der Bundestagsrede von Benedikt XVI, als treuen Sohn seiner Kirche. Doch mit seinem öffentlichen Bekenntnis, er verstehe sich als “protestantisch veranlagter Katholik”, hat Lammert einen Aufschrei unter seinen Glaubensgeschwistern provoziert.

Über ihm schwebt der Verdacht, mit wiederholten Hinweisen auf einen kirchlichen Reformstau und mit seiner Kritik am Zölibat eine Protestantisierung der römisch-katholischen Kirche anzustreben – mit “Errungenschaften”, wie sie als Ausweis für eine andere, moderne Form des Christentums gelten:

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Ich bin die göttliche Ewiggestrigkeit!

Gerhard L. Müller links im Bild

Regensburger Bischof Müller veröffentlicht eigenes Hirtenwort zum Papstbesuch: In Wahrheit aber muss die Kirche nicht weltlicher, sondern christlicher werden! Nur so kann sie für die Welt von Bedeutung sein.

kath.net

Kath.net dokumentiert das Hirtenwort zum Deutschlandbesuch des Papstes von Bischof Gerhard Ludwig Müller:

Liebe Schwestern und Brüder!

1. Im September dieses Jahres wird unser Heiliger Vater Papst Benedikt XVI. zum dritten Mal nach Deutschland kommen. Seine Pastoralreise wird ihn zuerst in die deutsche Hauptstadt führen. Von Berlin aus geht es über Erfurt und das Eichsfeld weiter zum Abschluss in Freiburg im Breisgau.

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Evangelikale und Katholiken, Fundamentalismus pur

Der Kölner Erzbischof hatte beklagt, dass die EKD zur Präimplantationsdiagnostik ‘neu beraten’ will – Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz: Schlag gegen die ökumenische Bewegung
kath.net
Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), stimmt der Kritik Kardinal Joachim Meisners (siehe Foto) im Grundsatz zu: „Es ist ein Schlag gegen die ökumenische Bewegung, wenn sich eine Kirche von bisher gemeinsamen Positionen verabschiedet, wie das jetzt auch bei der PID droht.“ Steeb kritisierte einen „Schlingerkurs“ in ethischen Fragen bei der EKD. Er bat dessen Rat, bei seinem bisherigen klaren Nein zu PID zu bleiben. Diese Methode führe dazu, „menschliches Leben zu selektieren“.
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