Schlagwort-Archive: Österreich

Bundesamt kritisiert Kirchen wegen steigender Kirchenasyl-Zahlen

Screenshot: BB

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Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, kritisiert die Kirchen wegen der steigenden Zahl von Kirchenasylen.

Von Jutta Olschewski und Daniel Staffen-Quandtevangelisch.de

Man stelle das Instrument Kirchenasyl nicht generell infrage, sagte Schmidt dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Nürnberg. Allerdings gehe es in etlichen Fällen nicht mehr um den Einzelfall, sondern um eine abstrakte Infragestellung des Dublin-Verfahrens. Das sei vor Jahren noch anders gewesen.

Den Dublin-Verordnungen zufolge müssen Flüchtlinge in dem Land der Europäischen Union, über das sie in Europa einreisen, auch Asyl beantragen. “Wenn jemand ins Kirchenasyl geht, umgeht er damit die vom Gesetz verlangte Überstellung in das EU-Land, in dem er zuerst europäischen Boden betreten, beziehungsweise Asyl beantragt hat”, sagte Schmidt. Deshalb lote seine Behörde nun die rechtlichen Möglichkeiten aus, die steigende Zahl von Kirchenasylen einzudämmen. Es sei bemerkenswert, wenn das Instrument Kirchenasyl “eine generelle Systemkritik generieren soll”.

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“Nachvollziehbar, dass sie in den Heiligen Krieg ziehen”

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Junge Männer, die aus Österreich zur Terrorgruppe IS gehen, fühlen sich heimatlos, sagt Soziologe Jens Dangschat.

Von Katharina MittelstaedtderStandard

STANDARD: Vielfalt ist ein schönes Schlagwort. Aber wird sie nicht vor allem von Menschen diskutiert, die von den Schwierigkeiten der Vielfalt ohnehin nicht betroffen sind?

Dangschat: Was gute Integration ist, wird von oben und außen von Menschen definiert, die in eher homogenen Wohngebieten leben, die mit Menschen aus der eigenen sozialen Gruppe arbeiten und deren Kinder nicht in Schulen in sozialen Brennpunkten gehen. Geht es konkret darum, sich mit Andersdenkenden auseinanderzusetzen, etwa Fragen zu diskutieren, wie sich die eigenen Kinder ernähren sollen, ist die Toleranzgrenze dann oft gerade auch in den gebildeten Mittelschichten schnell ausgereizt. Es stimmt mich sehr bedenklich, dass die vermeintlich tolerante Mittelschicht die Stadt immer mehr nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten und kontrollieren will. Alles andere soll zwar Platz haben, einem aber bitte nicht täglich über den Weg laufen und eher am Stadtrand unterkommen.

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Wolfgang Benz: “Was früher Talmud-Hetze war, ist jetzt Koran-Hetze”

Wolfgang Benz, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Der Antisemitismusforscher über gefährliche Ausgrenzung, hartnäckige Vorurteile, falsche Maßnahmen und den “Bodensatz” in der Gesellschaft.

Interview | Peter Mayr, Marie-Theres EgyedderStandard.at

STANDARD: Österreich und Deutschland planen gesetzliche Maßnahmen gegen radikalen Islamismus. Ist das ein richtiger Schritt?

Benz: Das schürt die Feindbilder. Wobei es gar keinen Zweifel daran geben kann, dass man Extremisten das Handwerk legen muss. Kriminelle Handlungen können nicht hingenommen werden. Ich glaube aber nicht, dass man dazu die Gesetze verschärfen muss.

STANDARD: Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich befürchtet eine “Lex Islam”.

Benz: Offizielle Vertreter haben Angst davor, dass die Mehrheitsbevölkerung sämtliche Muslime pauschal in Verdacht nimmt. Ausnahmegesetze sind gefährlich, weil sie Unschuldige zu Feinden definieren. Es müsste mit dem normalen Strafrecht gehen.

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Austria: Neues Islamgesetz bringt deutschen Koran, Recht auf Seelsorge und Speisevorschriften

KoranEntwurf soll kommende Woche in Begutachtung gehen – Glaubensgemeinschaft ist verpflichtet, vorbestrafte oder gefährliche Funktionsträger abzusetzen – Kritiker warnen vor “Beschneidungsparagraf”

derStandard.at

Das Islamgesetz, das kommende Woche in Begutachtung gehen soll, bringt Muslimen in Österreich mehr Rechtssicherheit. Die derzeitige Regelung stammt aus dem Jahr 1912. Der der APA vorliegende Entwurf ähnelt stark dem Israelitengesetz. Zuständig für die Novellierung des Islamgesetzes sind das von Josef Ostermayer (SPÖ) geleitete Kultusministerium und das Außenministerium unter Sebastian Kurz (ÖVP).

Bereits im Vorfeld sorgte das neue Gesetz für Aufregung und rief Kritiker auf den Plan. Die von Außenminister Kurz geforderte einheitliche Koranübersetzung findet sich demnach in dem Entwurf, zusätzlich werden “allenfalls Hadithe”, also einzelne Überlieferungen des Propheten Mohammed, angeführt, die den Inhalt “in deutscher Sprache” im Gesetz wiedergeben sollen.

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Caritas: Beschwören einer “Flüchtlingswelle” ist Angstmacherei

Generalsekretär der Caritas Österreich, Wachter, verweist auf Österreichs Solidarität in Ungarn- und Jugoslawienkrise und nennt derzeitige Lage “bewältigbar” – Kirche hilft bei Quartiersuche, die letztlich aber Aufgabe des Staates ist

kathpress

Das Beschwören einer “Flüchtlingswelle” durch Politik und Medien ist überzogen und wird zum Teil suggestiv eingesetzt, “um Angst zu schüren”. Wie der Generalsekretär der Caritas Österreich, Bernd Wachter, in einem “Kathpress”-Interview zur aktuellen Asyldebatte feststellte, sei der momentane Zustrom an Heimatvertriebenen “durchaus bewältigbar”, gemessen an vergangenen Ereignissen wie der Ungarn- oder der Jugoslawienkrise, wo Österreich tatsächlich eine “Flüchtlingswelle” erreicht habe.

Wachter untermauerte seine Einschätzung mit einem Zehn-Jahres-Vergleich: 2004 seien in Österreich knapp 25.000 Asylanträge gestellt worden, heuer im ersten Halbjahr waren es laut dem Innenministerium erst 8.240. Auch wenn es im Juli eine Steigerung von 19 Prozent gegenüber 2013 gab, ist nach Caritas-Einschätzung eine Gesamtzahl für 2014 zu erwarten, die unter jener von 2004 liegt. Aktuelle Krisenherde wie der Irak oder Syrien würden die Situation derzeit verschärfen, aber vor keine Probleme stellen, die bei entsprechendem politischen Willen und vor allem konstruktiveren Zusammenwirken von Bund und Ländern nicht lösbar wären.

Gerade hier hapert es laut Wachter: Bund und Länder würden sich in regelmäßigen Abstanden ein unwürdiges Tauziehen um Flüchtlinge liefern und diese wie “heiße Kartoffeln” behandeln.

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Islam: Das Ende falscher Toleranz

Gebet-islam

Welchem Islam hängen die in Österreich lebenden Muslime eigentlich an? Das muss uns interessieren.

Von Martina SalomonKurier.at

Bis zum Jahr 2051 wird jeder fünfte Österreicher Muslim sein. Derzeit sind es schon 11,6 Prozent (1971: 0,4 Prozent). Das offizielle Österreich ging immer von friedlicher Koexistenz der Religionen aus. Doch die jüngsten Nachrichten zeigen, dass sich weltweit erschreckend große Teile der Muslime ins Mittelalter zurückentwickeln. Ihre Brutalität gegenüber Andersdenkenden (bis hin zu bestialischen Morden), ihren Imperialismus, ihre Unterdrückung von Frauen und Homosexuellen und die Herrschaft der Religion über die Politik lesen sie aus dem Koran heraus.

Schon in den letzten Jahrzehnten lief, wer den Islam öffentlich kritisierte oder auch nur karikierte, Gefahr, sich eine Todes-Fatwa einzuhandeln. Selbst ernannte “heilige Krieger” töten und vertreiben Christen in aller Welt. Dennoch appellierten westliche Regierungen stets an die Toleranz. Das mag in der (falschen) Auslegung eines Jesus-Wortes wurzeln: “Wenn dich einer auf die linke Backe schlägt, dann halte ihm auch die andere hin.” In der biblischen Szene bleibt der Angeklagte Jesus standhaft und verlangt Respekt. Das müssen auch wir für unsere Kultur und Werte tun. Denn selbst in Diskussionen mit gebildeten Muslimen wird oft ihre Verachtung gegenüber unserer liberalen Gesellschaft spürbar.

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Diskussion, Leserbriefe zum Artikel

Wien: Anteil der Katholiken seit 1970ern halbiert

Symbolbild / Bild: (c) FABRY Clemens

Die Gruppe der Menschen ohne Bekenntnis ist im selben Zeitraum auf fast ein Drittel gewachsen. Mehr als jeder zehnte Wiener ist mittlerweile Moslem.

Die Presse.com

Die Wiener Bevölkerung hat sich seit den 1970ern durch Migration deutlich gewandelt, und zwar auch in ihrer religiösen Zusammensetzung. So hat sich der Anteil der Katholiken von 1971 bis 2011 auf 41,3 Prozent halbiert, während der Anteil der Menschen ohne Bekenntnis sich auf fast ein Drittel (31,6 Prozent) verdreifacht hat. Die drittstärkste Gruppe sind mit 11,6 Prozent Muslime (1971: 0,4).

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“MOVO”—das christliche Männermagazin

Mitte Oktober 2014 startet das neue christliche Männermagazin MOVO vom SCM Bundes-Verlag
Foto: SCM Bundes-Verlag / Montage: pro

„Männer lesen doch“. Davon ist der SCM Bundes-Verlag überzeugt und startet im Oktober eine christliche Zeitschrift, die sich vor allem an Männer richtet.

pro Medienmagazin

„Movo“ lautet der Name des neuen christlichen Männermagazins vom SCM Bundes-Verlag in Witten. Im Untertitel heißt es: „Was Männer bewegt. Was Männer bewegen.“

Ab Mitte Oktober soll das Heft vier Mal im Jahr erscheinen. Die Themen kreisen um Job, Technik, Wirtschaft, Sport, Glaube, Kirche, Ehe, Freundschaft, Familie, Psychologie und Wissenschaft, teilt der Verlag mit. Die erste Ausgabe von Movo werde mit einer Auflage von 250.000 Exemplaren im gesamten deutschsprachigen Raum über Multiplikatoren, christliche Buchhandlungen, (Kirchen-) Gemeinden, Vereine und Netzwerke vertrieben. Ein Jahres-Abonnement kostet 19,80 Euro. Dem Beirat des Magazins gehören 28 christliche Männer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

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Ebola-Ausbruch: EU-Agentur Frontex setzt Abschiebeflüge aus

Bild: fra.europa.eu

Wegen des Ebola-Ausbruchs in Westafrika hat die EU-Grenzbehörde Frontex ihre Abschiebeflüge in die betroffene Region ausgesetzt.

evangelisch.de

Die Agentur erachte die Gegend derzeit als zu unsicher, sagte eine Frontex-Sprecherin am Montag in Warschau. Frontex ist dafür zuständig, für europäische Länder Sammel-Abschiebeflüge zu organisieren, wenn diese das wünschen. In Absprache mit Österreich sei kürzlich ein Flug nach Nigeria abgesagt worden, erläuterte die Sprecherin.

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Kirchenlieder in österreichischen Volksschulen begrenzt zulässig

Bild: (c) APA

Österreichische Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek: Man könne also sehr wohl von konfessionsfreien oder andersgläubigen Kindern erwarten, dass sie ein religiöses Lied akzeptieren.

kath.net

Die österreichische Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat nach Anfrage der Grünen bestätigt, dass das Singen religiöser Lieder an österreichischen Volksschulen zulässig sei. Das Singen religiöser Lieder im „normalen“ Unterricht sei in einem „bescheidenen“ Rahmen zulässig. Es dürfe aber nicht ausschließlich zur Vorbereitung der Erstkommunion erfolgen.

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Blasphemie: Heimlicher Porno-Dreh in österreichischer Kirche

Foto:brightsblog

Foto:brightsblog

„Blasphemie, die Österreich noch nie gesehen hat.“ Darüber regte sich ein Deutscher auf, der im Netz auf Pornovideos gestoßen ist. Gedreht wurden sie in einer Kirche in einem 6000-Einwohner-Ort nahe Linz. Die Pfarrei erstattete Anzeige.

FOCUS ONLINE

Unbekannte haben offenbar zwei Sexvideos in einer Kirche im oberösterreichischen Hörsching bei Linz gedreht. Der Fall sei bekannt geworden, nachdem einem Deutschen die Videos im Internet aufgefallen waren, berichtete das österreichische Boulevardblatt „Krone“ auf seinem Onlineportal.

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EU-Kommission braucht Beauftragten für Religionsfreiheit

EuropaUnion und ÖVP verweisen auf zunehmende Bedrohung des Friedens

kath.net

Die EU-Kommission sollte einen Beauftragten für Religionsfreiheit benennen. Dafür haben sich die Führungen der christlich-konservativen Fraktionen im Bundestag und im österreichischen Parlament ausgesprochen. Der Geschäftsführende Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der Parlamentsklub der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) kamen am 7. und 8. Juli in Wien zu Beratungen über die Lage in Europa und Menschenrechtsfragen zusammen.

Nach Angaben von Unionsfraktionschef Volker Kauder (Berlin) wollen beide Partner den Schutz der Religionsfreiheit auf EU-Ebene stärker zum Thema machen.

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Grundlagen der Zivilgesellschaft finden sich in der Bibel—verdummbibelt

Jerzy Buzek 2011, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/Michael Thaidigsmann

Kirchen können viel zur europäischen Integration beitragen.

idea.de

Die Kirchen können einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Integration leisten. Diese Überzeugung äußerte der ehemalige Ministerpräsident Polens, Prof.Jerzy Buzek, am 5. Juli in Breslau (Wroclaw). Er sprach dort bei den 9. Christlichen Begegnungstagen. Zu dem Treffen unter dem Motto „Frei sein in Christus“ haben sich vom 4. bis 6. Juli rund 4.000 Christen aus zahlreichen europäischen Ländern in der früheren Hauptstadt Schlesiens versammelt. Nach Buzeks Worten ist die Idee der Gemeinschaft von Anfang an im Christentum verwurzelt. Die Reformation vor knapp 500 Jahren habe dann entscheidende Grundlagen für die heutige Zivilgesellschaft gelegt, indem sie die Verantwortung des einzelnen Menschen vor Gott und seinem Nächsten herausgestellt habe, sagte der Protestant, der von 2009 bis 2012 auch Präsident des Europäischen Parlaments war. Selbst zu Zeiten der kommunistischen Diktatur in den Ländern Mittel- und Osteuropas habe die Zivilgesellschaft innerhalb der Kirchen weiter funktioniert.

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Brisante Tagung über “Gewalt im Namen Gottes”

Aufgehetzt. verängstigt, schutzsuchend: Vertriebene auf dem Gelände der katholischen Kirche in Bossangoa. Bild: ap

“Gewalt im Namen Gottes” lautet das Thema der Ökumenischen Sommerakademie vom 9. bis 11. Juli im Stift Kremsmünster. Im Mittelpunkt steht die Verantwortung der Religionen – vornehmlich Christentum und Islam – für Krieg und Frieden.

kathweb

Für inhaltliche Reibeflächen sorgt u.a. der deutsche Philosoph und Religionskritiker Herbert Schnädelbach, der die Religionen als “Quelle von Terror” für eine “verheerende kulturelle Gesamtbilanz” verantwortlich macht. Dem widerspricht der Berliner Theologe Rolf Schieder, der das von den Religionen ausgehende Friedenspotenzial herausarbeitet. Konkrete Beispiele dafür wird der Generalsekretär der Gemeinschaft Sant’Egidio aus Rom, Cesare Zucconi, geben.

Weitere Vortragende sind der Religionswissenschaftler Hans Kippenberg, die Bibelwissenschaftlerin Gerlinde Baumann und die Islamwissenschaftlerin Mariella Ourghi. Ob Friedenssicherung durch Gewaltverzicht erreichbar ist, diskutieren “Pax Christi”-Vizepräsidentin Gotlind Hammerer und Brigadier Walter Feichtinger vom Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement des Bundesheeres.

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Kapellari: “Katholische Scheidung” wird es nicht geben

Egon Kapellari, Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0

Diözesanbischof Egon Kapellari erwartet sich für das Thema “Kommunionempfang durch geschiedene und wiederverheiratete Katholiken” eine weitere “Entkrampfung und Differenzierung” durch die für Herbst geplante Bischofssynode über “Ehe und Familie”.

kathweb

Es könne zwar nicht einfach um Änderungen der kirchlichen Lehre gehen, “wohl aber geht es um einen anderen Blick auf Menschen in problematischen Situationen und um eine bessere und einfühlsamere Vermittlung der Vorschläge der Kirche für solche Menschen”, so der Bischof in seinen Grußworten bei der 3. Versammlung des Diözesanrates in Schloss Seggau bei Leibnitz. Klar sei aber: Eine “katholische Scheidung” könne man nicht einführen.

Im Umgang mit Menschen “in problematischen Situationen” brauche es immer die innerkirchliche Solidarität, die aber nicht nur emotional sondern auch rational begründbar sein müsse.

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Kuhmist soll Milliardengeschäft werden

Misthaufen, Bild: de.academic.ru

Es stinkt im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel, wenn Bauern Gülle und Mist auf ihre Felder sprühen und streuen. Selbst in relativ niedrig fliegenden Sportflugzeugen, ist der beißende Geruch nach Ammoniak zu vernehmen.

Von Wolfgang KempkensWiWo-Green

Das ändert sich erst nach ein paar Tagen. 1,27 Milliarden Tonnen der stinkenden Rückstände aus der Tiermast fallen Jahr für Jahr allein in der Europäischen Union an.

Und es ist nicht nur der Gestank, der stört. Ein Teil der Pflanzennährstoffe, die in der Gülle enthalten sind, landet im Grundwasser, ebenso Rückstände von Medikamenten und Keime.

Gülle als Rohstofflieferant

In Europa und in den USA arbeiten Forscher nun daran, den Mist aus der Viehhaltung besser zu nutzen. Beide Teams sind vor allem an der Rückgewinnung der Pflanzennährstoffe in der Gülle interessiert, vor allem von Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Europas Landwirte zahlen für Dünger, der diese beiden Komponenten enthält, 15,5 Milliarden Euro pro Jahr.

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“Zwölf Stämme” – Sektenmitglieder in Tirol vermutet

foto: epa So idyllisch sich die Gemeinschaft im bayrischen Klosterzimmern präsentiert, so wenig passen die Schilderungen des ehemaligen Mitglieds Christian Reip in das Bild.

Ein Aussteiger erzählt von Gewalterfahrungen in der Sekte “Zwölf Stämme”. Mitglieder der Gruppe sollen mit ihren Kindern vor wenigen Wochen nach Österreich gezogen sein, um die deutsche Schulpflicht zu umgehen.

Von PATRICK GUYTON,JULIA HERRNBÖCKderStandard.at

Einmal, so erinnert sich Christian Reip, habe er ein bisschen Zucker geklaut und gegessen. Die Erwachsenen der Gruppe hätten das Vergehen angeprangert und den Vater aufgefordert, sein Kind zu bestrafen. Dieser sei mit dem Sohn hinausgangen und habe ihn verprügelt. “Das Kind soll auf jeden Fall weinend zurückkommen, das erwarten die so”, erzählt Reip.

Szenen wie diese fallen dem heute 22-Jährigen massenweise ein, wenn er an seine Kindheit und Jugend in der Sekte “Zwölf Stämme” denkt. Schläge in der Erziehung und Schulverweigerung – wegen dieser Dinge stand die urchristliche Gruppe in Deutschland schon lange in der Kritik.

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Austria: Niemand glaubt ans Spaghettimonster

Spaghettimonster_and_adamDie „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ ist in Österreich nicht als Glaubensgemeinschaft anerkannt worden. Dazu fehle der religiöse Bezug, teilte das Kultusamt mit.

pro Medienmagazin

In die Liga der staatlich anerkannten Glaubensgemeinschaften in Österreich werden die „Pastafari“ und ihre „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ nicht aufsteigen. Ein entsprechender Antrag sei abgelehnt worden, teilte das österreichische Kultusamt am Mittwoch mit. Der Satire-Religion fehle laut selbstverfasster Statuten der Bezug zur religiösen Lehre, da man sich selbst als ironisch-kritische Bewegung verstehe, hieß es zur Begründung. Der österreichische TV-Sender ORF berichtet weiter, der Pastafarianismus sei nicht als religiöse Lehre anerkannt worden, weil er gemäß der Eigendefinition auch gar keine sein wolle. Es gehe nicht um das Praktizieren einer Religion und um Glaubensüberzeugungen, sondern schlicht um die Verfolgung anderer Ziele. Die Anhänger der Satire-Religion können nun eine Beschwerde gegen den Bescheid beim Bundesverwaltungsgericht einbringen.

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Österreich: “Aktion Leben”—die ewig Gestrigen

aktionlebenZurückhaltung bei den Wünschen nach einer Liberalisierung des Fortpflanzungsmedizingesetzes hat die “Aktion Leben” eingemahnt. Veränderungen in diesem Bereich erforderten das ehrliche Überlegen möglicher Folgen für alle Beteiligten, unterstrich Generalsekretärin Martina Kronthaler am Freitag gegenüber “Kathpress”. “Das geschieht bislang viel zu wenig.” Die “Aktion Leben” plädiere für einen Paradigmenwechsel in der Debatte: Das Kindeswohl und das Prinzip des Nicht-Schadens müssten von der Politik an die erste Stelle gesetzt werden.


kathweb

Weil in der Reproduktionsmedizin “so viel verständliche Hoffnung im Spiel” sei, werden ihre Schattenseiten gern ausgeklammert, weiß Kronthaler. Mediziner wollten helfen, “haben aber auch materielle und Forschungsinteressen”. Der sich daraus möglicherweise ergebende Konflikt verlange nach Regulation auf der Basis von größtmöglicher Vorsicht.

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Missionsbischof Kräutler: Um Priesterberufungen beten? „Da mache ich nicht mit“

Erwin Kräutler, Bild: katholisches.info

Erwin Kräutler, Bild: katholisches.info

Für den linksfreundlichen österreichischen Missionsbischof Erwin Kräutler ist Beten um Priesterberufungen Schnee von gestern. Das sei das „Konzept“ von Benedikt XVI. gewesen.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Kräutler beharrt in einem Interview mit der Tageszeitung Die Presse auf „regionale Lösungen der Zölibatsfrage“. Solchen gegenüber habe sich Papst Franziskus, von dem Kräutler am vergangenen 4. April im Vatikan empfangen worden war, „sehr offen“ gezeigt. Der Papst wünsche sich „Vorschläge“ zur Zölibatsfrage.

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