Schlagwort-Archive: Österreich

Wien: Anteil der Katholiken seit 1970ern halbiert

Symbolbild / Bild: (c) FABRY Clemens

Die Gruppe der Menschen ohne Bekenntnis ist im selben Zeitraum auf fast ein Drittel gewachsen. Mehr als jeder zehnte Wiener ist mittlerweile Moslem.

Die Presse.com

Die Wiener Bevölkerung hat sich seit den 1970ern durch Migration deutlich gewandelt, und zwar auch in ihrer religiösen Zusammensetzung. So hat sich der Anteil der Katholiken von 1971 bis 2011 auf 41,3 Prozent halbiert, während der Anteil der Menschen ohne Bekenntnis sich auf fast ein Drittel (31,6 Prozent) verdreifacht hat. Die drittstärkste Gruppe sind mit 11,6 Prozent Muslime (1971: 0,4).

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“MOVO”—das christliche Männermagazin

Mitte Oktober 2014 startet das neue christliche Männermagazin MOVO vom SCM Bundes-Verlag
Foto: SCM Bundes-Verlag / Montage: pro

„Männer lesen doch“. Davon ist der SCM Bundes-Verlag überzeugt und startet im Oktober eine christliche Zeitschrift, die sich vor allem an Männer richtet.

pro Medienmagazin

„Movo“ lautet der Name des neuen christlichen Männermagazins vom SCM Bundes-Verlag in Witten. Im Untertitel heißt es: „Was Männer bewegt. Was Männer bewegen.“

Ab Mitte Oktober soll das Heft vier Mal im Jahr erscheinen. Die Themen kreisen um Job, Technik, Wirtschaft, Sport, Glaube, Kirche, Ehe, Freundschaft, Familie, Psychologie und Wissenschaft, teilt der Verlag mit. Die erste Ausgabe von Movo werde mit einer Auflage von 250.000 Exemplaren im gesamten deutschsprachigen Raum über Multiplikatoren, christliche Buchhandlungen, (Kirchen-) Gemeinden, Vereine und Netzwerke vertrieben. Ein Jahres-Abonnement kostet 19,80 Euro. Dem Beirat des Magazins gehören 28 christliche Männer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

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Ebola-Ausbruch: EU-Agentur Frontex setzt Abschiebeflüge aus

Bild: fra.europa.eu

Wegen des Ebola-Ausbruchs in Westafrika hat die EU-Grenzbehörde Frontex ihre Abschiebeflüge in die betroffene Region ausgesetzt.

evangelisch.de

Die Agentur erachte die Gegend derzeit als zu unsicher, sagte eine Frontex-Sprecherin am Montag in Warschau. Frontex ist dafür zuständig, für europäische Länder Sammel-Abschiebeflüge zu organisieren, wenn diese das wünschen. In Absprache mit Österreich sei kürzlich ein Flug nach Nigeria abgesagt worden, erläuterte die Sprecherin.

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Kirchenlieder in österreichischen Volksschulen begrenzt zulässig

Bild: (c) APA

Österreichische Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek: Man könne also sehr wohl von konfessionsfreien oder andersgläubigen Kindern erwarten, dass sie ein religiöses Lied akzeptieren.

kath.net

Die österreichische Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat nach Anfrage der Grünen bestätigt, dass das Singen religiöser Lieder an österreichischen Volksschulen zulässig sei. Das Singen religiöser Lieder im „normalen“ Unterricht sei in einem „bescheidenen“ Rahmen zulässig. Es dürfe aber nicht ausschließlich zur Vorbereitung der Erstkommunion erfolgen.

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Blasphemie: Heimlicher Porno-Dreh in österreichischer Kirche

Foto:brightsblog

Foto:brightsblog

„Blasphemie, die Österreich noch nie gesehen hat.“ Darüber regte sich ein Deutscher auf, der im Netz auf Pornovideos gestoßen ist. Gedreht wurden sie in einer Kirche in einem 6000-Einwohner-Ort nahe Linz. Die Pfarrei erstattete Anzeige.

FOCUS ONLINE

Unbekannte haben offenbar zwei Sexvideos in einer Kirche im oberösterreichischen Hörsching bei Linz gedreht. Der Fall sei bekannt geworden, nachdem einem Deutschen die Videos im Internet aufgefallen waren, berichtete das österreichische Boulevardblatt „Krone“ auf seinem Onlineportal.

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EU-Kommission braucht Beauftragten für Religionsfreiheit

EuropaUnion und ÖVP verweisen auf zunehmende Bedrohung des Friedens

kath.net

Die EU-Kommission sollte einen Beauftragten für Religionsfreiheit benennen. Dafür haben sich die Führungen der christlich-konservativen Fraktionen im Bundestag und im österreichischen Parlament ausgesprochen. Der Geschäftsführende Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der Parlamentsklub der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) kamen am 7. und 8. Juli in Wien zu Beratungen über die Lage in Europa und Menschenrechtsfragen zusammen.

Nach Angaben von Unionsfraktionschef Volker Kauder (Berlin) wollen beide Partner den Schutz der Religionsfreiheit auf EU-Ebene stärker zum Thema machen.

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Grundlagen der Zivilgesellschaft finden sich in der Bibel—verdummbibelt

Jerzy Buzek 2011, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/Michael Thaidigsmann

Kirchen können viel zur europäischen Integration beitragen.

idea.de

Die Kirchen können einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Integration leisten. Diese Überzeugung äußerte der ehemalige Ministerpräsident Polens, Prof.Jerzy Buzek, am 5. Juli in Breslau (Wroclaw). Er sprach dort bei den 9. Christlichen Begegnungstagen. Zu dem Treffen unter dem Motto „Frei sein in Christus“ haben sich vom 4. bis 6. Juli rund 4.000 Christen aus zahlreichen europäischen Ländern in der früheren Hauptstadt Schlesiens versammelt. Nach Buzeks Worten ist die Idee der Gemeinschaft von Anfang an im Christentum verwurzelt. Die Reformation vor knapp 500 Jahren habe dann entscheidende Grundlagen für die heutige Zivilgesellschaft gelegt, indem sie die Verantwortung des einzelnen Menschen vor Gott und seinem Nächsten herausgestellt habe, sagte der Protestant, der von 2009 bis 2012 auch Präsident des Europäischen Parlaments war. Selbst zu Zeiten der kommunistischen Diktatur in den Ländern Mittel- und Osteuropas habe die Zivilgesellschaft innerhalb der Kirchen weiter funktioniert.

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Brisante Tagung über “Gewalt im Namen Gottes”

Aufgehetzt. verängstigt, schutzsuchend: Vertriebene auf dem Gelände der katholischen Kirche in Bossangoa. Bild: ap

“Gewalt im Namen Gottes” lautet das Thema der Ökumenischen Sommerakademie vom 9. bis 11. Juli im Stift Kremsmünster. Im Mittelpunkt steht die Verantwortung der Religionen – vornehmlich Christentum und Islam – für Krieg und Frieden.

kathweb

Für inhaltliche Reibeflächen sorgt u.a. der deutsche Philosoph und Religionskritiker Herbert Schnädelbach, der die Religionen als “Quelle von Terror” für eine “verheerende kulturelle Gesamtbilanz” verantwortlich macht. Dem widerspricht der Berliner Theologe Rolf Schieder, der das von den Religionen ausgehende Friedenspotenzial herausarbeitet. Konkrete Beispiele dafür wird der Generalsekretär der Gemeinschaft Sant’Egidio aus Rom, Cesare Zucconi, geben.

Weitere Vortragende sind der Religionswissenschaftler Hans Kippenberg, die Bibelwissenschaftlerin Gerlinde Baumann und die Islamwissenschaftlerin Mariella Ourghi. Ob Friedenssicherung durch Gewaltverzicht erreichbar ist, diskutieren “Pax Christi”-Vizepräsidentin Gotlind Hammerer und Brigadier Walter Feichtinger vom Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement des Bundesheeres.

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Kapellari: “Katholische Scheidung” wird es nicht geben

Egon Kapellari, Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0

Diözesanbischof Egon Kapellari erwartet sich für das Thema “Kommunionempfang durch geschiedene und wiederverheiratete Katholiken” eine weitere “Entkrampfung und Differenzierung” durch die für Herbst geplante Bischofssynode über “Ehe und Familie”.

kathweb

Es könne zwar nicht einfach um Änderungen der kirchlichen Lehre gehen, “wohl aber geht es um einen anderen Blick auf Menschen in problematischen Situationen und um eine bessere und einfühlsamere Vermittlung der Vorschläge der Kirche für solche Menschen”, so der Bischof in seinen Grußworten bei der 3. Versammlung des Diözesanrates in Schloss Seggau bei Leibnitz. Klar sei aber: Eine “katholische Scheidung” könne man nicht einführen.

Im Umgang mit Menschen “in problematischen Situationen” brauche es immer die innerkirchliche Solidarität, die aber nicht nur emotional sondern auch rational begründbar sein müsse.

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Kuhmist soll Milliardengeschäft werden

Misthaufen, Bild: de.academic.ru

Es stinkt im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel, wenn Bauern Gülle und Mist auf ihre Felder sprühen und streuen. Selbst in relativ niedrig fliegenden Sportflugzeugen, ist der beißende Geruch nach Ammoniak zu vernehmen.

Von Wolfgang KempkensWiWo-Green

Das ändert sich erst nach ein paar Tagen. 1,27 Milliarden Tonnen der stinkenden Rückstände aus der Tiermast fallen Jahr für Jahr allein in der Europäischen Union an.

Und es ist nicht nur der Gestank, der stört. Ein Teil der Pflanzennährstoffe, die in der Gülle enthalten sind, landet im Grundwasser, ebenso Rückstände von Medikamenten und Keime.

Gülle als Rohstofflieferant

In Europa und in den USA arbeiten Forscher nun daran, den Mist aus der Viehhaltung besser zu nutzen. Beide Teams sind vor allem an der Rückgewinnung der Pflanzennährstoffe in der Gülle interessiert, vor allem von Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Europas Landwirte zahlen für Dünger, der diese beiden Komponenten enthält, 15,5 Milliarden Euro pro Jahr.

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“Zwölf Stämme” – Sektenmitglieder in Tirol vermutet

foto: epa So idyllisch sich die Gemeinschaft im bayrischen Klosterzimmern präsentiert, so wenig passen die Schilderungen des ehemaligen Mitglieds Christian Reip in das Bild.

Ein Aussteiger erzählt von Gewalterfahrungen in der Sekte “Zwölf Stämme”. Mitglieder der Gruppe sollen mit ihren Kindern vor wenigen Wochen nach Österreich gezogen sein, um die deutsche Schulpflicht zu umgehen.

Von PATRICK GUYTON,JULIA HERRNBÖCKderStandard.at

Einmal, so erinnert sich Christian Reip, habe er ein bisschen Zucker geklaut und gegessen. Die Erwachsenen der Gruppe hätten das Vergehen angeprangert und den Vater aufgefordert, sein Kind zu bestrafen. Dieser sei mit dem Sohn hinausgangen und habe ihn verprügelt. “Das Kind soll auf jeden Fall weinend zurückkommen, das erwarten die so”, erzählt Reip.

Szenen wie diese fallen dem heute 22-Jährigen massenweise ein, wenn er an seine Kindheit und Jugend in der Sekte “Zwölf Stämme” denkt. Schläge in der Erziehung und Schulverweigerung – wegen dieser Dinge stand die urchristliche Gruppe in Deutschland schon lange in der Kritik.

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Austria: Niemand glaubt ans Spaghettimonster

Spaghettimonster_and_adamDie „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ ist in Österreich nicht als Glaubensgemeinschaft anerkannt worden. Dazu fehle der religiöse Bezug, teilte das Kultusamt mit.

pro Medienmagazin

In die Liga der staatlich anerkannten Glaubensgemeinschaften in Österreich werden die „Pastafari“ und ihre „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ nicht aufsteigen. Ein entsprechender Antrag sei abgelehnt worden, teilte das österreichische Kultusamt am Mittwoch mit. Der Satire-Religion fehle laut selbstverfasster Statuten der Bezug zur religiösen Lehre, da man sich selbst als ironisch-kritische Bewegung verstehe, hieß es zur Begründung. Der österreichische TV-Sender ORF berichtet weiter, der Pastafarianismus sei nicht als religiöse Lehre anerkannt worden, weil er gemäß der Eigendefinition auch gar keine sein wolle. Es gehe nicht um das Praktizieren einer Religion und um Glaubensüberzeugungen, sondern schlicht um die Verfolgung anderer Ziele. Die Anhänger der Satire-Religion können nun eine Beschwerde gegen den Bescheid beim Bundesverwaltungsgericht einbringen.

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Österreich: “Aktion Leben”—die ewig Gestrigen

aktionlebenZurückhaltung bei den Wünschen nach einer Liberalisierung des Fortpflanzungsmedizingesetzes hat die “Aktion Leben” eingemahnt. Veränderungen in diesem Bereich erforderten das ehrliche Überlegen möglicher Folgen für alle Beteiligten, unterstrich Generalsekretärin Martina Kronthaler am Freitag gegenüber “Kathpress”. “Das geschieht bislang viel zu wenig.” Die “Aktion Leben” plädiere für einen Paradigmenwechsel in der Debatte: Das Kindeswohl und das Prinzip des Nicht-Schadens müssten von der Politik an die erste Stelle gesetzt werden.


kathweb

Weil in der Reproduktionsmedizin “so viel verständliche Hoffnung im Spiel” sei, werden ihre Schattenseiten gern ausgeklammert, weiß Kronthaler. Mediziner wollten helfen, “haben aber auch materielle und Forschungsinteressen”. Der sich daraus möglicherweise ergebende Konflikt verlange nach Regulation auf der Basis von größtmöglicher Vorsicht.

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Missionsbischof Kräutler: Um Priesterberufungen beten? „Da mache ich nicht mit“

Erwin Kräutler, Bild: katholisches.info

Erwin Kräutler, Bild: katholisches.info

Für den linksfreundlichen österreichischen Missionsbischof Erwin Kräutler ist Beten um Priesterberufungen Schnee von gestern. Das sei das „Konzept“ von Benedikt XVI. gewesen.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Kräutler beharrt in einem Interview mit der Tageszeitung Die Presse auf „regionale Lösungen der Zölibatsfrage“. Solchen gegenüber habe sich Papst Franziskus, von dem Kräutler am vergangenen 4. April im Vatikan empfangen worden war, „sehr offen“ gezeigt. Der Papst wünsche sich „Vorschläge“ zur Zölibatsfrage.

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Bischof Küng: “Klares Nein” zur “Homo-Adoption”

Klaus Küng (2010), Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0

Ablehung “hat nichts mit Diskriminierung von sexuellen Identitäten zu tun, sondern schlichtweg mit dem Kindeswohl”

kathweb

Das klare Nein der katholischen Kirche zur sogenannten “Homo-Adoption” hat der österreichische “Familienbischof” Klaus Küng bekräftigt. In einer Wortmeldung zum bevorstehenden Internationalen Tag der Familie am 15. Mai sprach Küng am Mittwoch hinsichtlich der aktuellen Debatte um Adoptionen durch homosexuelle Paare von “besorgniserregenden Entwicklungen” rund um das Thema Familie.

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Erstkommunionslieder: “Ganz krasser Fall von brutaler Machtausübung”

Themenbild: erzbistumberlin.de

Juristen geben jenem Beamten Recht, der wegen seiner Rechtsmeinung über die Erstkommunionsvorbereitung im Gesamtunterricht versetzt werden soll.

Von Rosa Winkler-HermadenderStandard.at

Noch immer sorgt der Fall jenes Beamten in Niederösterreich für Aufregung, dem wegen der Äußerung seiner Rechtsmeinung die Versetzung droht. Fritz Freudensprung, Leiter der Rechtsabteilung im niederösterreichischen Landesschulrat, hatte sich zu einem Fall in der Volksschule in Atzenbrugg-Heiligeneich geäußert. Dort wurden im Musikunterricht, später auch im Rechenunterricht, Lieder für die Erstkommunion einstudiert.

Eltern einer konfessionslosen Tochter hatten sich beschwert und Freudensprung ihnen Recht gegeben: Zwar dürfe “Liedgut des christlichen Abendlandes” zur Werteerziehung geübt werden, keinen Platz im Gesamtunterricht habe aber die Einübung der Lieder und Texte für die Erstkommunion. Mit seiner Meinung zog Freudensprung offenbar den Zorn von Landesschulratspräsident Hermann Helm und Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) auf sich.

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Homo, Jud und Christ

Islam und Judenfeindlichkeit: was wir aus einer empirischen Berliner Fundamentalismus- Studie für Österreich und für die Zukunft lernen können.

Die Presse

Eine empirische Studie des Wissenschaftszentrums Berlin stellte vor Kurzem fest, dass 55 Prozent der österreichischen Muslime fundamentalistisch eingestellt sind. Bei diesen Menschen handelt es sich jedoch nicht um besonders fromme Quietisten, sondern um handfeste Judenfeinde: So sind 79 Prozent der Muslime der Meinung, dass man Juden nicht trauen kann, und 69 Prozent lehnen Homosexuelle ab. Im Vergleich dazu sind neun Prozent der Christen Antisemiten, und 13 Prozent sprechen sich gegen Homosexuelle aus (www.wzb.eu).

Diese Untersuchung wurde in sechs europäischen Ländern durchgeführt (Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Österreich, Schweden) und stellt erstmals eine solide wissenschaftliche Basis zur Beantwortung der Frage des religiösen Fundamentalismus und der Fremdenfeindlichkeit bei Christen und Muslimen in Europa dar.

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Dodo Laun: Homosexuelle sind eher Kinderschänder

weihbischof-andreas-launEin katholischer Bischof aus Österreich packt wieder mal das Klischee vom schmutzigen Schwulen aus, der es auf die Kleinsten abgesehen hat.

QUEER.DE

In einem Beitrag für das Nachrichtenportal kath.net beschuldigt der Salzburger Weihbischof Andreas Laun Schwule und Lesben, eher Kinder zu missbrauchen als Heterosexuelle. “Die Gefahr des Missbrauchs ist bei homosexuellen Menschen höher als bei Heterosexuellen”, so Laun. Daher dürften gleichgeschlechtliche Paare nicht das Recht erhalten, Kinder zu adoptieren.

Der 71-Jährige begründet seinen Vorwurf damit, dass Homosexualität an sich eine “Unordnung” sei. Damit “ist zu erwarten, dass sich diese auch in einer anderen Richtung manifestieren kann, nicht muss, aber eben kann!” Dies sei “kein pauschales moralisches Urteil über alle Homosexuelle”, sondern sage etwas über “die Wahrscheinlichkeit eines Missbrauchs” aus.

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Austria: Pastafaris wollen Zusammenleben der Gesellschaft vergiften

“Pastafaris” beantragen offizielle Anerkennung in Österreich – AKV-Präsident Kukacka sieht “Grenzüberschreitung”: “Respektlosigkeit und Spott sind Zeichen einer intoleranten Haltung”

kathweb

Massiven Widerspruch von Seiten kirchlicher Laienorganisationen hat der Antrag von Vertretern einer Satire-Religion auf staatliche Anerkennung als Religionsgesellschaft in Österreich ausgelöst. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV), Helmut Kukacka, warf den Proponenten am Montag die Verhöhnung religiöser Menschen sowie des Staates vor. Den Anerkennungsantrag ordnete Kukacka zwar als “schon bekannte Provokation um Aufmerksamkeit zu erhalten” ein. Dennoch stelle der Schritt eine “Grenzüberschreitung” dar, die geeignet sei, das Zusammenleben in der Gesellschaft zu “vergiften”. Hinter dem Anerkennungsversuch stünden “Respektlosigkeit und spöttischer Zynismus” als “Zeichen einer intoleranten Haltung”, so der AKV-Präsident am Montag gegenüber “Kathpress”.

“Nicht nur religiöse Menschen werden auf diese Weise lächerlich gemacht, sondern auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften an sich”, kritisierte Kukacka. Letztlich verhöhne der Antrag auf Anerkennung auch den Staat selbst, “indem indirekt unterstellt wird, dass er bizarren Absurditäten auch noch einen besonderen rechtlichen Status verschaffen würde”.

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Österreich: Pastafaris wollen offizielle Anerkennung

Niko Alm mit Nudelsieb und Führerschein – Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Die Gruppe, der auch Nudelsiebträger Niko Alm angehört, will zur Glaubensgemeinschaft aufsteigen.

KURIER.at

Die Österreichische “Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters” hat ihre offizielle Anerkennung in Österreich beantragt. Man zähle mittlerweile mehr als 450 Mitglieder und erfülle damit die Voraussetzungen für eine “Religiöse Bekenntnisgemeinschaft”, sagte Oberhaupt Philip Sager zur APA. Antrieb dafür hatte vor fast drei Jahren die Nudelsieb-Aktion des jetzigen NEOS-Mandatars Niko Alm gegeben.

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