Schlagwort-Archive: Papst

Oberster römischer Exorzist: Papst hat einen Exorzismus vollzogen

Scrshot brightsblog

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Der betroffene Mann aus Mexiko kam danach zu Amorth und war von vier Dämonen besessen. Besessenheit im Zusammenhang mit mexikanischen Bischöfen und Abtreibungsgesetzgebung

kath.net

Gab es am Pfingstsonntag nach der Hl. Messe einen Exorzismus am Petersplatz oder nicht? Diese Frage beschäftigt derzeit nicht wenige Katholiken und auch Journalisten. Jetzt hat sich dazu auch P. Gabriele Amorth, der oberste Exorzist der Stadt Rom, zu Wort gemeldet und Interpretationen, die meinen, dass dies kein Exorzismus war, klar widersprochen. “Der Papst hat einen Exorzismus vollzogen, wer das bestreitet, der hat es nicht verstanden.”

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Papst kritisiert sauertöpfische Christen

Bild: aktipas.de

Christen sollten Frauen und Männer der Freude sein.

Deutschlandradio Kultur

Das hat Papst Franziskus bei einer Messe mit Vatikan-Angestellten gesagt. Manche Gläubige kämen daher wie “eine in Essig eingelegte Peperoni”, sagte das Oberhaupt der katholischen Kriche. Dabei sei christliche Freude ein Geschenk Gottes. Diese Freude müsse mit anderen geteilt werden, und darin liege der Impuls für die Verkündigung des Evangeliums.

Deutsche Medienkritik an Papst zeigt hohe Säkularisierung

Bild: scusi.twoday.net

Die fortschreitende Säkularisierung in Deutschland kann auch daran abgelesen werden, wie Papst Franziskus von den dortigen Medien behandelt wird: Darauf wies der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Stefan Vesper, am Dienstagabend in Wien hin.

kathweb

Bei seinem Vortrag bei der “Österreichisch-Deutschen Kulturgesellschaft” analysierte er Spielarten der vorfindlichen Papst-Kritik und hob zugleich die Notwendigkeit eines stärkeren Gesellschaftsengagements der katholischen Laien hervor. Der deutsche Nachkriegskatholizismus mit Messbesuchszahlen von bis zu 50 Prozent sei eine “historische Ausnahme” gewesen und werde mit Sicherheit so nicht wieder kommen.
Die Angriffe beziehen sich – so Vesper – vornehmlich auf die Rolle Jorge Bergoglios in der Militärdiktatur, auf sein Alter und die vermeintliche Realitätsferne von Papst und Kirchenführung, auf die vielen Lesern zu umfangreiche Papstberichterstattung sowie auf das Amtsverständnis des Papstes.

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Bischof Huonder: Papst „konservativer, als viele denken“

antichrist_vatikanIn einem Interview mit der Schweizer Sonntagszeitung vom 21. April 2013 sagte der Churer Bischof Vitus Huonder: „Der neue Papst bringt einen ursprünglichen Glauben mit, der nicht unbedingt jene Reformen nach sich zieht, die einige hier erwarten. Wir dürfen nicht die Probleme, die wir in Europa haben, auf ihn übertragen. Ich glaube, er ist konservativer, als viele denken.“

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Papst: “Diebe” und “Banditen” bedrohen das Christentum

antichrist_vatikanFranziskus bei Predigt: “Karreristen” machen mit ihrem Glauben Geschäfte nach dem Motto “Ich gebe dir Glanz, damit du mir Glanz gibst”

kathweb

Papst Franziskus hat davor gewarnt, das Christentum zum Tauschgeschäft mit Gott zu instrumentalisieren. Auch unter Christen gebe es “Karrieristen”, die nach dem Motto lebten “Ich gebe dir Glanz, damit du mir Glanz gibst”, sagte der Papst am Montag im Vatikan. Wer so denke, sei jedoch ein “Dieb” und “Bandit”, weil er Jesus seinen Glanz raube, so Franziskus in einem Gottesdienst in der Kapelle des Gästehauses Santa Marta. Das “Tor” zu Gott sei nicht eine geschäftemacherische Religion, sondern allein Christus.

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Papst streicht Sonderzulage für Kardinäle der Vatikanbank

Bild:kathol.Magazin

Papst Franziskus hat den Bonus für die Kardinäle gestrichen, die über die Vatikanbank wachen. Jeder Kurienkardinal erhält ein monatliches „Gehalt“ von 5000 Euro, für das es im Laufe der Zeit unterschiedliche Bezeichnungen gab.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Diese Kardinalszuwendung ist unterschiedslos für alle gleich, unabhängig davon, welches Amt die Kardinäle an der Kurie innehaben. Die übrigen Kardinäle erhalten ihre Zuwendungen von den Diözesen, denen sie als Bischöfe vorstehen. Bisher gab es jedoch eine Ausnahme. Die fünf Kardinäle, die als Kommissare die Vatikanbank überwachten, erhielten bisher von der Bank einen zusätzlichen Bonus von 2100 Euro monatlich.

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Pius-Brüder verlangen mehr Dogma und weniger Menschlichkeit vom Papst

logo_fsspxMit der demonstrativen Bescheidenheit von Franziskus kann sich die Piusbruderschaft offenbar nicht anfreunden.

Deutschlandradio Kultur

Der Generalobere des ultra-traditionalistischen Ordens, Bischof Bernard Fellay, hat in einem Rundschreiben den Papst kritisiert. Franziskus Ankündigung, sich stärker um die Armen kümmern zu wollen, dürfe nicht dazu führen, dass es nur noch um Menschen gehe. Es bringe nichts, so der Bischof, sich dem Dienst am Menschen zu verschreiben, wenn man ihnen das Wichtigste vorenthalte – und das sei nun einmal das Dogma der katholischen Kirche. Es ist nicht das erste Mal, dass die Piusbrüder den neuen Papst angreifen. Auch dass er Vertreter der protestantischen Kirche zu einer Privataudienz empfangen hat, emfanden sie als unzumutbar.

Franzens Vatikan-Reform?

©REUTERS/Giampiero Sposito

Der neue Papst hat ein Gremium an der Spitze des Vatikans geschaffen, das einen Reform-Plan erarbeiten soll. Beobachter sprechen von einer “Revolution des Franziskus”.

ZEIT ONLINE

Papst Franziskus hat an der Spitze der katholischen Kirche ein neues Gremium mit acht Kardinälen eingerichtet. Die Kommission soll eine Reform der katholischen Kurie vorbereiten, teilte der Vatikan mit. Auch der deutsche Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, wurde berufen.

Die Kardinäle sollen den Papst “bei der Regierung der Kirche beraten” und eine Reform der Kurien-Verfassung erarbeiten, hieß es in der Erklärung. Ein erstes Treffen des Gremiums ist vom 1. bis 3. Oktober geplant.

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Papst ermahnt Bibelwissenschaftler zur Kirchentreue

Screenshot Brightsblog

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Franz vor päpstlicher Bibelkommission: Interpretation der Heiligen Schrift muss in die “lebendige Tradition der Kirche” eingebettet bleiben

kathweb

Papst Franziskus hat katholische Bibelwissenschaftler zur Kirchentreue ermahnt. Die Interpretation der Heiligen Schrift dürfe nicht nur ein “individuelles wissenschaftliches Unterfangen” sein, sondern müsse stets in die “lebendige Tradition der Kirche” eingebettet bleiben, sagte er am Freitag vor den Mitgliedern der päpstlichen Bibelkommission.

Der christliche Glaube konzentriere sich nicht allein auf ein Buch. Im Zentrum stehe vielmehr “eine Geschichte des Heils” und die Person Jesus Christus, so Franziskus. Ein angemessenes Verständnis sei daher nur im Lichte der Tradition und des kirchlichen Lehramts möglich. Jede Interpretation müsse dem Umstand Rechnung tragen, dass die biblischen Texte der Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen anvertraut seien, um den Glauben zu nähren und zu einem Leben in Barmherzigkeit anzuleiten. Eine rein subjektive oder analytische Interpretation sei daher nicht imstande, den umfassenden Sinn der kirchlichen Tradition der vergangenen Jahrhunderte zu erfassen, sagte der Papst.

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Wenn der Papst die Pizza segnet

Bild: pizza-peppone.ch

„Muß der Papst jede Pizza einer Trattoria in Trastevere vor laufenden Kameras segnen?“ Francisco de la Cigoña über die Würde des Papstamtes

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Der spanische Kirchenhistoriker Francisco Fernández de la Cigoña, ein in der spanischsprachigen Welt bekannter katholischer, nicht traditionsverbundener Blogger, gehörte zu den schärfsten Kritikern von Jorge Mario Kardinal Bergoglio als Erzbischof von Buenos Aires. Daß ausgerechnet der argentinische Primas von den Kardinälen als geeigneter Nachfolger Benedikts XVI. und des Menschenfischers erachtet wurde, den de la Cigoña noch am Vormittag des 13. März, wenige Stunden vor der Wahl von Papst Franziskus im Zusammenhang mit der jüngsten Besetzung der Kathedrale von Buenos Aires kritisiert hatte, mußte geradezu ein Schock gewesen sein.

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»Sack-Gate«:Von alten Säcken und Adolfs

„Ein reaktionärer alter Sack wie sein Vorgänger“? Neupapst Franziskus und Altpapst Benedikt XVI. beim Gebet. Bild: ap

In einem Kommentar auf taz.de und auf der Titelseite der taz wurde der neue Papst als „reaktionärer alter Sack“ bezeichnet. Der Rest des Textes ging im Sack-Gate mehr oder minder unter. Die Folge: Etliche Leserbriefe und -kommentare mit wohlwollender Zustimmung, aber mit konstruktiver Kritik. Und auf so manchen Brief folgte ein längerer Mailwechsel. Zum Beispiel dieser.

Von Deniz Yücel - taz

Leserbrief

Wie kann eine seriöse Zeitung es zulassen, dass so ein volksverhetzender Kommentar über den Papst von einem Deutsch-Türken veröffentlicht wird? Würden solche Ausdrücke über einen islamischen Würdenträger geschrieben werden, welcher Aufschrei ginge da durch die Presse − wenn überhaupt eine Zeitung es wagen würde, ein solches Pamphlet zu drucken. Als Moslem sollte Ihr Schreiberling wissen: Toleranz ist keine Einbahnstraße! Sein schändlicher Kommentar beweist, dass zwar inzwischen Muslime zu Deutschland gehören, aber der Islam nicht zu Europa, wenn die christlichen Wurzeln Europas so mit Füßen getreten werden. Adolf Volland

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Deutsche Katholiken protestieren gegen Papst-Artikel “Alter Sack” in der “taz”

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat gegen Schmähungen des Papstes in der Tageszeitung “taz” protestiert.

kathweb

Wie die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA berichtet, erklärte ZdK-Präsident Alois Glück am Montagabend in Bonn, gerade von einer Zeitung, die für sich in Anspruch nehme, für Offenheit und Respekt einzutreten, erwarte er einen anderen Stil. Respekt gegenüber den Religionsgemeinschaften und den Kirchen müsse man gerade auch in einer säkularen und offenen Gesellschaft pflegen, die vom gegenseitigen Respekt vor den Überzeugungen des jeweils anderen lebt, heißt es in einem Brief Glücks an die Chefredakteurin der taz, Ines Pohl.

Im Artikel “Alter Sack der Xte” in der online-Ausgabe der “taz” vom 13. März und in einer leicht redigierten Print-Version vom 15. März hatte es unter anderem geheißen: “Der neue Papst ist, den bislang vorliegenden Informationen nach zu urteilen, ein reaktionärer alter Sack wie sein Vorgänger, der seinerseits einem reaktionären alten Sack gefolgt war, der wiederum einen reaktionären alten Sack beerbt hatte.”

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EU-Parlamentspräsident lädt Papst zu Wertediskussion ein

EuropaSchulz: Europäische und universale Botschaft über fundamentale Werte wäre notwendig

kathweb

Der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz, hat Papst Franziskus um einen Beitrag zur Wertediskussion in Europa gebeten. Das Kirchenoberhaupt sei herzlich eingeladen, dem EU-Parlament eine europäische und universale Botschaft über fundamentale Werte zu übermitteln, erklärte er am Montag in Brüssel, wie die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA am Montag berichtet. Werte “brauchen wir mehr denn je”, betonte Schulz.

Am Dienstag nimmt der EU-Parlamentspräsident neben EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy an der Messe zur Amtseinführung von Papst Franziskus im Vatikan teil.

Ich bin Papst – holt mich hier raus

franz_1Seit Wochen ist die katholisch-mediale Umweltverschmutzung Thema Nummer 1. Fernsehen, Zeitungen, Rundfunk und Internet. Es gibt nur ein Thema, Papstrücktritt und die Wahl des Nachfolgers. Nun hat man den Nachfolger und das Halleluja-Geschrei der Medien steigert sich in Höhen eines Koloratur-Soprans. Aus Benny wurde Franz. Nichts ändert sich, zumindest in den Medien.

Das ZDF entpuppt sich einmal mehr als der bekannte Kirchenkanal, mit Kirche ist hier natürlich die katholische gemeint. Die Protestanten versinken im Orkus der Nichtachtung. Auffallend am medialen Getöse ist der kritiklose Jubel. Kein Wort zu den Opfern sexuellen Missbrauchs, der Ungleichbehandlung von Frauen. Die Medien, allen voran die öffentlich-rechtlichen wollen mit aller Macht die Glaubwürdigkeit des römisch-katholischen Papsttums wieder herstellen. Kein Wort der Entschuldigung für die den Opfern sexueller Gewalt zugefügten psychischen und physischen Schäden. Kein Wort zu den Kooperationen der RKK mit den Gewaltkulturen weltweit. Stattdessen ein Papst der für die Armen da sein will, der eine arme Kirche ins Auge fasst. Geradezu lächerlich. Franz von Assisi hat bei aller moralischen Wertschätzung seiner Leistungen nichts bewirkt. Die Welt blieb ungerecht, die Armen arm, die Missbrauchten missbraucht. Unvorstellbar der Gedanke, dass sich die RKK von den über Jahrhunderte zusammen geraubten Reichtümern trennen will, eventuell Immobilien verkaufen? Stattdessen berauscht man sich an Belanglosigkeiten, ein Papst der sein Hotelzimmer bezahlt und seinen Leibwächtern abhaut, ein Vizegott, der sich nicht ans Protokoll hält und statt dessen mit Journalisten plaudert und einen Hund, Begleiter eines blinden Journalisten, streichelt. Sind die Hundeflöhe jetzt selig oder gar schon heilig? Beeindruckend wäre gewesen, wenn der Papst sich dem blinden Journalisten zugewandt hätte und ihm, ganz Zeichen vizegöttlicher Macht zu neuem Augenlicht verholfen hätte. Das wäre ein Zeichen gewesen, schaut her, ungläubiges, den Teufel anbetendes Volk, Zweifler, Nörgler und Blasphemiker, wir, Papst von Gottes Gnaden, können es noch. Wir machen Kranke gesund und geben den Armen dieser Welt zu essen. Aber so, da passiert ja beim Dalai Lama mehr.

Auffallend auch die Tatsache, wie sich die politischen Handlanger um die Befriedung des moralischen Korrektivs römisch-katholische Kirche bemühen. Archaische Strukturen, die nichts mit Demokratie zu tun haben, werden hofiert. Beeindruckt vom römischen Hofstaat wird sich der eine oder andere Politiker noch an die Zeiten erinnern, als man schalten und walten konnte, wie man wollte, der Pöbel hatte es zu fressen.

Und sollte sich dieser Papst den Domestizierungs-Bemühungen der Kurie dauerhaft widersetzen wollen, wird dafür gesorgt werden, dass er ganz schnell seinem Schöpfer vors Ansgesicht tritt. Er wäre nicht der erste.

Kein Stellvertreterkrieg in Rom

In nomine Patris Foto: AFP

Papst Franziskus soll der Kirche ein neues Image verschaffen und die alte Linie fortsetzen
Das Papsttum dürfte die einzige Institution sein, die den rauchenden Schornstein als Erfolgsfanal bewahrt hat. Diesmal signalisierte er die Botschaft der Neuprofilierung Roms.

Von Ingolf Bossenz - ND

Das Prozedere erinnerte an E-Bay: Wenn bei Auktionen auf der Internetplattform der Meistbietende zurücktritt, gilt automatisch das Angebot des Zweitplatzierten. Jorge Mario Bergoglio war beim Konklave 2005 dem schließlichen Sieger Joseph Ratzinger am dichtesten auf den Purpur gerückt.

Glücklicherweise ist dieses Votum noch nicht allzu lange her, so dass trotz inzwischen fortgeschrittenen Alters der argentinische Kandidat nach der Demission des deutschen Papstes zur Verfügung stand. Der vormals Zweitbeste war nun gut genug, um der unkomfortablen Internierung der klerikalen Gerontokratie ein schnelles Ende zu bereiten: Mit (mindestens) Zweidrittelmehrheit stimmten die 115 Kardinäle im fünften Wahlgang für den Erzbischof von Buenos Aires.

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F1: Neuer Papst – alter Sack

yoda_2Der neue Papst ist, den bislang vorliegenden Informationen nach zu urteilen, ein reaktionärer alter Sack wie sein Vorgänger, der seinerseits einem reaktionären alten Sack gefolgt war, der wiederum einen reaktionären alten Sack beerbt hatte. Alter Sack I. folgte Alter Sack II., Alter Sack II. aber folgte Alter Sack III., in einem fort, jahrein, jahraus.

Von Deniz Yüceltaz

Ob dieser oder jene alte Sack nun eine Schwäche für die Schwachen („katholische Soziallehre“) hatte oder sich lieber mit esoterischem Klimbim („katholische Dogmatik“) beschäftigte, ist in etwa so relevant wie die Frage, ob er nebenher Briefmarken sammelte oder lieber doch Schmetterlinge.

Der neue alte Sack, der künftig unter dem Künstlernamen Franziskus auftreten wird, hat, so ist zu hören, als er noch Jorge Bergoglio hieß und Erzbischof von Buenos Aires war, gegen die Ehe von Lesben und Schwulen („Plan des Teufels“) und die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare („Kindesmissbrauch“) gekämpft.

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Schmidt-Salomon: „Benedikt war kein schwacher Papst“

Benedikt XVI. besucht 2012 Kuba und trifft dort Fidel Castro NRhZ-Archiv(1)

Die Nachricht vom Rücktritt des Papstes schlug ein wie eine Bombe. Doch was waren die Gründe für diesen Schritt? Und was wird von dem Pontifikat Benedikts XVI. bleiben? Der Humanistische Pressedienst (hpd) fragte nach bei Michael Schmidt-Salomon, der unlängst zur Neuausgabe der „Politik der Päpste“ von Karlheinz Deschner ein umfangreiches Nachwort schrieb, das die Amtszeiten von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. behandelt.

Von Michael Schmidt-SalomonNRhZ

hpd: Herr Schmidt-Salomon, hat Sie der Rücktritt des Papstes überrascht?
Schmidt-Salomon: Ja und nein. Historisch betrachtet war der Rücktritt natürlich überraschend. Immerhin ist es in der Geschichte der katholischen Kirche nur ein einziges Mal vorgekommen, dass ein Papst freiwillig auf das Amt verzichtete. Andererseits: Benedikt XVI. hat immer wieder darauf hingewiesen, dass es nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht des Papstes sei, sein Amt niederzulegen, wenn er es nicht mehr ausfüllen könne. Dieser Punkt war nun offenkundig erreicht.
hpd: Ist Benedikt also aus Altersgründen zurückgetreten?
Schmidt-Salomon: So einfach ist die Sache nicht. Ich bin überzeugt: Ohne die Missbrauchsskandale, die Vatileaks-Affäre, ohne die jüngsten Enthüllungen, dass in der Vatikan-Bank noch immer Mafiagelder gewaschen werden, hätte der Papst seinen Rücktritt noch nicht verkündet. 2012 war ein rabenschwarzes Jahr für Benedikt XVI., so etwas hätte er in seinem Alter nicht noch einmal durchstehen können. Insofern ist sein Rücktritt verständlich. Zugleich ist dieser Rücktritt der wohl revolutionärste Akt seines gesamten Pontifikats – der ungewöhnliche Abgang eines ungewöhnlichen Papstes…

Christlich-sozial-demokratisch-unierte Bibelstunde

kircheCSU findet Ideen der evangelischen Kirche “krass”

Christsoziale gegen evangelische Kirche: Der ehemalige CSU-Chef Erwin Huber wirft dem Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider in einem erbosten Brief Mutlosigkeit und Zeitgeisthörigkeit vor.

Von Thomas VitzthumDIE WELT

Der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, hatte vor Kurzem im Interview mit der “Welt” ein Bekenntnis abgelegt: Er und seine Frau hätten Probleme. Probleme bei der Freizeitgestaltung. Frau Schneider lebt offenbar nach der Devise “no sports”. Der Gatte nimmt dies hin. “Ich gehe mit ihr freiwillig eine Einschränkung ein. So soll das sein”, hatte Schneider gesagt.

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Laschet: CDU muss Kirche vor Häme “in Schutz nehmen”

Der nordrhein-westfälische CDU-Landesvorsitzende Armin Laschet fordert seine Partei auf, die Kirchen gegenüber zunehmende Anfeindungen in Schutz zu nehmen.

kna.de

Der nordrhein-westfälische CDU-Landesvorsitzende Armin Laschet fordert seine Partei auf, die Kirchen gegenüber zunehmende Anfeindungen in Schutz zu nehmen. Er erwarte Respekt gegenüber allen, die sich aus christlicher Nächstenliebe für die Schwachen einsetzen, erklärte Laschet vor Journalisten in Düsseldorf. Kritik übte er an der öffentlichen Berichterstattung über den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. Die “Freude und Häme” einiger Medien sei größer gewesen “als nach dem Ende Saddam Husseins und Kim Jong Ils”.

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“Vatileaks”: Kardinäle setzen es auf ihre Agenda

Bild: vatileaks.com

Für den ehemaligen Papst schien das Thema abgeschlossen, doch jetzt setzen die Kardinäle es auf die Agenda.

Deutschlandradio Kultur

Bis zur Wahl eines neuen Papstes wollen die Kardinäle mehr zur “Vatileaks”-Affäre wissen. Laut Medienberichten erklärte ein französischer Kardinal, man wolle erfahren, was im Vatikan passiert, der in den letzten Jahren immer wieder erschüttert worden ist. Auch Kardinäle aus Südafrika und den USA fordern Aufklärung vor der Papstwahl. Wenn sie eine gute Entscheidung treffen wollten, müsse man über die Weitergabe von Dokumenten an die Medien mehr Informationen haben.

Vatikan: Als Teil des Problems, kann er nicht zur Lösung beitragen

homas Reese: “Wir brauchen einen neuen Papst, der wirklich Reformen durchführt.” (Bild: AP)

Auch im 21. Jahrhundert funktioniere der Vatikan noch immer wie ein Hofstaat, der Papst benehme sich wie ein absoluter Monarch: Der Jesuit und Politologe Thomas Reese fordert vom künftigen Oberhaupt der katholischen Kirche grundlegende Reformen – und eine stärkere Teilung der Macht.

Moderation: Liane von BillerbeckDeutschlandradio Kultur

Liane von Billerbeck: Heute ist der letzte Tag im Amt für Benedikt XVI., den Papst, der ein einfacher Arbeiter sein wollte im Weinberg des Herrn, aber das Abnehmen seiner geistigen und körperlichen Kräfte gespürt und deshalb konsequent von dem Amt zurückgetreten ist, dem er sich nicht mehr gewachsen sah. Der Jesuitenpater Thomas J. Reese kennt den Papst und den Vatikan, er ist Politologe, Theologe und Senior Fellow an der Georgetown University in Washington D.C., und er hat schon ins einem 1998 erschienenen Buch “Inside the Vatican” die Ergebnisse einer einjährigen Evaluierung der Abläufe in der Kurie präsentiert und Reformvorschläge unterbreitet. Mit ihm habe ich vor unserer Sendung gesprochen.

Pater Reese, ist der Reformbedarf der Kurie 15 Jahre nach Ihrem Buch “Inside the Vatican” noch drängender?

Thomas J. Reese: Ich glaube, diese Notwendigkeit besteht sogar sehr stark. Der Vatikan muss sich reformieren, denn wir haben ja in den letzten Jahren doch erlebt, dass es innerhalb des Vatikans auch starke Widersprüche gab, dass es zu Divisionen gekommen ist, dass Dinge einfach nicht mehr funktioniert haben. Und wir brauchen einen neuen Papst, der wirklich Reformen durchführt. Die letzten drei Päpste, die wir hatten, unter anderem Johannes Paul II. und jetzt auch Benedikt, die hatten auch eigentlich vor, die Kirche zu reformieren, waren aber Intellektuelle, und Intellektuelle sind dazu meistens eben nicht in der Lage, weil sie es hier ja auch mit einer Bürokratie zu tun haben, und die Kurie ist eben auch eine Bürokratie. Und der nächste Papst, der muss diese Probleme wirklich angehen, der muss auch einen ganz neuen Blick auf das ganze Papsttum werfen und der braucht auch wirklich Leute, die sich im Management auskennen, Experten, damit der Papst seine Rolle auch für die Kirche sinnvoller ausfüllen kann.

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