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Prototyp Alternativmedizin: 40-jährig, norddeutsch, Beamtin, Grün-wählend

Bild: Der Spiegel

Bild: Der Spiegel

Natürliche Heilmethoden sind in Deutschland umstritten, doch selbst viele Skeptiker probieren hin und wieder Alternativmedizin aus. Hier erfahren Sie, welchem Prototyp Sie ähneln: dem Zweifler oder dem Überzeugten.

SpON

Chemiekeule oder Kügelchen? Schmerzmittel oder Akupunktur? Für viele Deutsche ist Alternativmedizin vor allem eines: ein interessantes Experimentierfeld. Fast zwei Drittel aller Deutschen haben bereits Erfahrungen gemacht mit natürlichen Heilmethoden wie Phytotherapie, Irisdiagnostik oder Osteopathie. Das hat eine repräsentative Umfrage unter 1782 Personen ergeben, die Bertelsmann-Stiftung und Barmer-GEK 2012 durchgeführt haben.

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Alternative Heilverfahren: Kritiker sind Extremisten

Bei der Akupunktur gibt es Hinweise auf Wirksamkeit. Deshalb sollte sie weiter erforscht werden, sagt Edzard Ernst. Für andere sogenannte alternative Heilverfahren wie Homöopathie sollte dagegen endlich Schluss sein. (© OBS)

Sogenannte alternative Heilverfahren sind auf dem Vormarsch. Doch für viele Methoden fehlen Belege für eine Wirksamkeit, andere widersprechen den Naturgesetzen. Wer darauf hinweist, muss sich derzeit auf ruppige Reaktionen aus der Szene gefasst machen. Besonders betroffen davon ist Edzard Ernst, einer der renommiertesten Kritiker der Paramedizin.

Interview: Markus C. Schulte von DrachSüddeutsche.de

Edzard Ernst ist einer der bekanntesten Wissenschaftler im Bereich der sogenannten alternativen Heilverfahren, die er an der University of Exeter in Großbritannien erforscht hat. Zugleich ist er einer der schärfsten Kritiker von Verfahren wie der Homöopathie oder der anthroposophischen Medizin. Das verschafft ihm wenig Freunde in der Szene. Und derzeit weht der Gegenwind besonders scharf.

SZ.de: Sie hätten heute in München einen Vortrag zum Thema Akupunktur halten sollen. Aber der Veranstalter, das Wissenschaftszentrum der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur, hat den Vortrag überraschend abgesagt. Warum?

Edzard Ernst: Ich bin vom Vorsitzenden mit einer äußerst seltsamen Begründung ausgeladen worden: Man wolle nicht den Eindruck erwecken, in ein laufendes Verfahren an der Universität Zürich einzugreifen. Dort wird zurzeit entschieden, wer den Lehrstuhl für Naturheilkunde übernehmen soll.

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Schweiz: Alternativmedizin in die Grundversicherung

Schamane(Arzt, 2012, Schweiz), Quelle: wheel-of-games.com

Die Homöopathie, die anthroposophische Medizin, die Neuraltherapie sowie die Phytotherapie und die Traditionelle Chinesische Medizin werden in der Schweiz ab 2012 wieder Teil der Grundversorgung. Auf diese Entscheidung des Gesundheitsministers Didier Burkhalter hat der Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) im Januar hingewiesen.

Deutsches Ärzteblatt

Der frühere Gesundheitsminister Pascal Couchepin hatte die fünf komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden 2005 aus dem Leistungskatalog gestrichen. Bei einer Volksbefragung, der sogenannten Komplementärmedizin-Initiative, sprachen sich die Schweizer 2009 aber zu zwei Dritteln für die Alternativmedizin aus.

Anders die Eidgenössische Kommission für Leistungen und Grundsatzfragen (ELGK): Sie empfahl dem Bundesrat im vergangenen Dezember, die genannten Heilverfahren nicht wieder in den Leistungskatalog der obligatorischen Krankenversicherung aufzunehmen. Die Stellungnahme der Kommission war im Streit um die Komplementärmedizin von Bedeutung. Sie galt als maßgebliche Grundlage für einen Entscheid von Gesundheitsminister Didier Burkhalter.

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Homöopathie – spekulatives, widerlegtes Konzept

ddp

Von Dr. rer. nat. Marc Meißneraerzteblatt.de

Phytotherapie, Homöopathie und anthroposophische Medizin gehören zu den sogenannten besonderen Therapierichtungen. Bei der Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) soll ihrer „besonderen Wirkungsweise Rechnung getragen werden“, heißt es in den Arzneimittelrichtlinien. Ginge es nach Prof. Dr. med. Karl Lauterbach, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD, könnte sich dies bald ändern: „Man sollte den Kassen schlicht verbieten, die Homöopathie zu bezahlen“, forderte er gegenüber dem „Spiegel“. Homöopathie sei nicht nur wirkungslos, sondern schade den Patienten sogar, da dadurch eine adäquate Behandlung verzögert werde. Unterstützung erhielt er aus der Koalition: Die Wahltarife für Homöopathie habe man auf Wunsch von SPD und Grünen eingeführt, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Union, Jens Spahn. „Sollte die SPD veränderungsbereit sein, können wir sofort darüber reden.“ „Die Homöopathie ist ein spekulatives, widerlegtes Konzept“, stellte Prof. Dr. med. Jürgen Windeler, ab September Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, klar.

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