Schlagwort-Archive: Politik

George Weigel: Rechtfertigung für Papst Benedikts Regensburger Rede

George Weigel Blog, Screenshot: BB

George Weigel Blog, Screenshot: BB

Benedikt XVI. habe in seiner Regensburger Rede zwei Schlüsselfragen angesprochen: Kann der Islam Argumente für religiöse Toleranz und für die Trennung von Politik und Religion finden? Diese Themen seien heute höchst aktuell, schreibt George Weigel.

kath.net

In seiner „Regensburger Rede“ hat Papst Benedikt XVI. zwei Schlüsselfragen angesprochen, deren Antworten den „Bürgerkrieg innerhalb des Islam“ ebenso entscheidend beeinflussen werden wie die weltweiten Bedrohungsszenarien. Das schreibt der Theologe und Papst-Biograph George Weigel auf dem Blog First Things.

weiterlesen

Zur Erinnerung. Am 12. September 2006 vor Wissenschaftlern an der Universität Regensburg eine Vorlesung.

Das als Papstzitat von Regensburg bekannt gewordene Diktum ist eine Äußerung in dieser Vorlesung.

B16

„Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er (der Kaiser) sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγω zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“

B16 selbst zitiert den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos (1350-1425), der während eines Gesprächs mit islamischen Gelehrten, diese Aussagen getroffen haben soll.

Christian Schmidt(CSU) an die Front!

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Mit einem gehörigen Maß an Lust zum Widerspruch habe ich das Interview von Frau Margot Käßmann als Botschafterin der Luther-Dekade für Religion und Politik gelesen.

Von Christian Schmidt(CSU)—The Huffington Post

Obwohl sie mit einem kurzen Verweis auf die Friedensdenkschrift des Rats der EKD aus dem Jahr 2007 sich zu denen hinhält, die auch unter dem Blickwinkel des Postulats des “Gerechten Friedens” den Einsatz von Gewalt zur Gefahrenabwehr nach mehreren Prüfpunkten nicht ganz ausschließen wollen, dringt doch bis hin zur Infragestellung des Militärseelsorgevertrags eine konsequente Ablehnung des Einsatzes von Gewalt aus ihren Worten. “Gut, christlich, ehrenwert!”, mag man sagen, und sage auch ich.

Schwierig wird es zu verstehen, wieso die, die sich in Gefahr begeben (nicht weil sie rauf- oder mordlustig sind), sondern weil andere in Not sind, nicht in ihrem Einsatz seelsorgerisch betreut werden sollten – Jesus Christus war immer bei denen, die schwere und umstrittene Aufgaben hatten! Deswegen ist es richtig, dass die Kirche sich hierfür nicht zu fein ist! Selbst ein Besuch bei unseren Soldaten ist nicht christlich verwerflich!

weiterlesen

Die Schlachtfelder des Messianismus

Für ihn hängt die Existenz Israels vom Messias ab, für andere von der Besiedlungspolitik. Bild: dpa

Von der Geschichte der Juden und der Politik ihrer Auslegung. Oder: Warum Ultraorthodoxe Juden die Al-Quds-Demo anführen.

Von Micha Brumliktaz.de

 

Wer verstehen will, wie es möglich war, dass an der Spitze der juden- und israelfeindlichen Al-Quds-Demonstration in Berlin am 25. Juli zwei ultraorthodoxe jüdische Männer marschierten, kommt um einen genaueren Blick auf die Geschichte der Juden nicht umhin.

 

An diesem Dienstag, begehen fromme Juden in aller Welt den Trauertag Tischa be Aw, den neunten Tag des Monats Aw, der am Montagabend nach Sonnenuntergang angefangen hat. Dieser Trauer- und Fastentag gilt einem Ereignis, das vor etwas weniger als zweitausend Jahren in der am östlichen Rand des Mittelmeers damals noch Judäa genannten römischen Provinz stattgefunden hat.

 

weiterlesen

Judenfeindlichkeit: Kirche schaltet sich in Debatte ein

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Die Debatte über antijüdische Parolen bei Demonstrationen gegen die Politik Israels geht weiter. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, sprach von einer tiefen Verunsicherung.

katholisch.de

“In den sozialen Netzwerken bricht sich eine Welle von Hetze und Häme gegen Juden Bahn, das alles übertrifft, was wir befürchtet haben”, sagte Graumann gestern der “Rheinischen Post”.

Viele jüdische Menschen seien so verunsichert, dass sie sich fragten, ob es wieder Zeit sei, die Koffer zu packen und Deutschland zu verlassen. Zugleich beklagte er einen Mangel an Solidarität aus der Zivilgesellschaft: “Warum lässt man uns so hängen? Wir haben das Gefühl, mit unseren Sorgen alleingelassen zu werden.”

weiterlesen

Bürgerentscheid über Potsdamer Garnisonkirche rückt näher

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Während eine Bürgerinitiative bereits 14.000 Unterschriften gegen den Wiederaufbau der Garnisonskirche gesammelt hat, unterstützt die Politik das Projekt weiterhin. In Potsdam läuft alles auf einen Bürgerentscheid hinaus.

evangelisch.de

In Potsdam zeichnet sich ein Bürgerentscheid über den geplanten Wiederaufbau der Garnisonkirche ab. Die Rathauskooperation von SPD, CDU, Grünen, Potsdamer Demokraten und Freien Wählern habe sich auf eine Ablehnung des erfolgreichen Bürgerbegehrens gegen die Garnisonkirche verständigt, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Pete Heuer dem epd am Dienstag in Potsdam. Am 30. Juli ist eine Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung zum Bürgerbegehren geplant. Wird dabei das Bürgerbegehren abgelehnt, könnte als nächste Stufe ein Bürgerentscheid beantragt werden.

weiterlesen

Von der Judenfeindschaft zum Antisemitismus

Antisemitismus © MiG

Der moderne Antisemitismus beerbt ältere Formen der Judenfeindschaft. Wurzelnd im christlichen Antijudaismus löst sich der neuzeitliche Judenhass von religiösen Motiven ab, gipfelt im NS-Vernichtungsantisemitismus und wirkt bis in die Gegenwart fort.

Von Gideon BotschMiGAZIN

Antisemitismus ist eine verbreitete Bezeichnung für Judenfeindschaft. Ein weiter Begriff des Antisemitismus, wie er in den Politik-, Sozial- und Kulturwissenschaften üblich ist, umfasst sämtliche Formen von Hass, Vorurteilen und Ressentiments gegen Juden, egal in welchen historischen Kontexten sie auftreten. In diesem Sinne wird Antisemitismus auch in der öffentlichen Debatte wahrgenommen. Demgegenüber untersucht die geschichtswissenschaftliche Antisemitismusforschung ihn zumeist als spezifische Form der modernen Judenfeindschaft. Einer möglichen Universalisierung als quasi zeit-, ort- und kontextloses Phänomen begegnet sie mit Skepsis. Beide Perspektiven können, je nach Fragestellung, sinnvoll sein.

Für den vorliegenden Beitrag wird die historische Terminologie maßgeblich sein, die für ältere oder anders gelagerte Phänomene Begriffe wie Antijudaismus oder Judenfeindschaft verwendet.

Damit sollen historische Kontinuitäten nicht geleugnet werden. Die Judenfeindschaft hat “ihre Wurzeln in religiösen Vorurteilen und Stereotypen, in der christlich-jüdischen Differenz, oder genauer: in der traditionellen Ablehnung des Judentums durch das Christentum und die christliche Welt”. Der moderne Antisemitismus hat sie im 19. Jahrhundert beerbt, in sich aufgenommen und tendenziell abgelöst.

weiterlesen

Tierversuche Meinung: Mit Transparenz gegen Misstrauen

Bild: animalequality.de

Bild: animalequality.de

Politik und Medien dürfen sich nicht die Argumentation der Tierversuchsgegner zu eigen machen, kritisiert Josef Zens vom Max-Delbrück-Zentrum.

Von Josef ZensSpektrum.de

Die Schlagzeile der Berliner Morgenpost “Berlin will Mäuse leben lassen – Keine Tierversuche mehr” hat in der biomedizinischen Forschungslandschaft der Hauptstadt für Unruhe gesorgt. Dahinter steht ein Antrag im Berliner Abgeordnetenhaus, die Drucksache 17/0441 (PDF). Er stammt von Bündnis 90/Die Grünen und datiert auf den August 2012. Darin heißt es, das Abgeordnetenhaus solle beschließen, “Berlin zur Forschungshauptstadt für Alternativmethoden zu Tierversuchen” zu machen. Ein Fonds solle eingerichtet werden, gespeist aus einer “Versuchstierabgabe” von fünf Euro pro Tier. Das Ganze spielte sich vor dem Hintergrund einer Kampagne gegen einen Laborneubau am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) ab. Von Berlin als “Hauptstadt der Tierversuche” war die Rede.

weiterlesen

Warum Religion nichts in der Politik verloren hat

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Das Christentum ist keine Wertebasis für Politik, im Gegenteil. Es war unseren Werten stets ein Feind. Eine Replik auf den Chefredakteur.

Von Alexander WallaschThe European

Stellen wir doch zunächst einmal klar, dass die ominösen Grundwerte des Christentums zu keiner Zeit jemals aus der Kirche selbst heraus Vorgabe für die Gesetzgebung waren. Nicht in säkularen und auch nicht in kirchlichen Staaten. Es ist vielmehr so, dass, was wir an christlichen Werten serviert bekommen, in der Kirchengeschichte von der Kirche selbst als Feind identifiziert und demzufolge massiv bekämpft wurde.

Spezifische christliche Werte? Ach ja, die gibt es ja nicht einmal, denn sie sind Wert für Wert Teil theoretischer Programmpunkte vieler Religionen und Bekenntnisse vieler Kulturen. Mit der nicht ganz unwichtigen Ausnahme, dass es gerade die monotheistischen Religionen waren, die diese Werte auf schäbigste Weise pervertiert, vergewaltigt und verleugnet haben. Der wahrscheinlich in seiner zeitlichen Dimension grausamste Krieg war der, angezettelt und geführt von eben jenen monotheistischen Religionsvertretern, die offiziell angetreten waren, diesen „Weltwerten“ zu huldigen. Die andere in den Arsch getreten haben, ihnen gleichzutun.

weiterlesen

Politik mit Gott

Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelBefördern die Glaubensbekenntnisse von Ministern die Herrschaft der Religion? Nein, denn Gott verschwindet nicht aus der Politik, wenn er Teil der Gesellschaft ist.

Von Alexander GörlachThe European

Helmut Ortner hat recht mit dem, was er über Religion im öffentlichen Raum schreibt. Ja, wir sind ein Verfassungsstaat und ja, wir sind ein säkularer Staat.

Und nun kommt das Aber: Kein Gemeinwesen existiert in einem einspurigen, linearen Sinn. Es gibt eine Vielzahl von Gruppen und Verbünden in einer Gesellschaft. Ihre Identifikationsmerkmale sind vielfältig. Von der regionalen Zugehörigkeit, einer dialektalen Färbung, der Leidenschaft, mit der bestimmten Hobbys (Karneval, Segeln) gefrönt wird und eben auch eine bestimmte religiöse und konfessionelle Zugehörigkeit. Die einzelnen Glieder einer Gesellschaft entscheiden selbst, welche Merkmale sie für die Beschreibung ihrer selbst und der Gruppen, denen sie angehören, gelten lassen wollen. Und so gibt es Politiker, die eine religiöse Formel im Eid für sich in Anspruch nehmen wollen oder Lehrerinnen muslimischen Glaubens, die ein Kopftuch tragen möchten.

weiterlesen

Horst Seehofer: Dodo des Monats Juni 2014

Dodo des Monats Juni 2014

Dodo des Monats Juni 2014


seehoferEs ist ein Kreuz mit dem Katholiken Seehofer. Schwadronierte er  doch jüngst auf dem evangelischen Bayerischen Kirchentag über die Grundlagen sittlicher Ordnung im Lande. Genaugenommen können die Christen im blau-weißen Gottesstaat aufatmen, denn mit den Sitten, christlichen noch dazu, hat es der Herr Ministerpräsident nicht so genau. Er lebt in Sünde, ein Dauersünder vor dem Herrn, der sich auch schon mal an den Jesus-Chip heranmogelt. So geschehen am 16. April 2012. B16, Ratzebene feierte seinen 85.Geburtstag und der bayrische Landesvater genoss das zweifelhafte Privileg an den Geburtstagsfeierlichkeiten teilnehmen zu dürfen. Seehofer, geschieden wiederverheirateter Katholik, ließ sich persönlich von der römischen Spukgestalt die Kommunion reichen. Der Keks wurde Fleisch vom Fleische des Gottessohnes und der Wein Blut, so die Mär. Nichts passierte, der imaginäre himmlische Freund ließ den Frevel geschehen. Seehofer ließ das Dogma der katholischen Kirche wackeln, der Vizegott ließ es zu. Gemäß gängiger Interpretation des Kirchenrechts ist die Ehe nach katholischer Lehre unauflöslich. Geschiedene gelten vom Empfang der Kommunion als ausgeschlossen.

Betretenes Schweigen, der Vatikan tat das, was er am besten kann, Schweigen. Die Staatskanzlei des Herrn Seehofer ließ mitteilen, religiöse Privatangelegenheiten. So dumme Antworten kann man nur in Bayern geben, ohne gewaltige politische Konsequenzen befürchten zu müssen.

Zu den christlichen Sitten des Herrn Seehofer gehört auch das Zeugen von außerehelichen Kindern. Katholiken haben hier, gegenüber anderen Christen, einen entscheidenden Vorteil, die Beichte, sind sie mit ihrer Spukgestalt im Reinen ist die Welt wieder in Ordnung, die anderen müssen auf das göttliche Gericht warten.

Horst Seehofer:

„Wir sind seit Jahrhunderten ein christlich geprägtes Land und wollen es auch bleiben – bei allem Respekt vor Muslimen und anderen Religionsgemeinschaften.”

Seehofer ist ein religiöser Eiferer. Deshalb bleiben die Kreuze auf den Berggipfeln, in den Klassenzimmern und den Amtsstuben. Seit Jahrhunderten ist das so. Der angeblich weltanschaulich-neutrale Staat wird von Politikern vereinnahmt, die nichts besseres zu tun haben als ihre religiösen Überzeugungen zur Maxime ihres politischen Handelns zu machen. Obwohl die Mitgliederzahlen der Kirchen schrumpfen, beschwört man das Christentum, gegen den Trend, Politiker haben die Rolle des Feudaladels übernommen, eine Allianz die sich lohnt, für beide Seiten, die Politik und die Kirchen, ausgenommen und für dumm verkauft das gemeine Wahlvolk.
Religion als Privatsache wird nicht akzeptiert, ebenso wenig wird die Tatsache anerkannt, dass rund ein Drittel der Bevölkerung ungläubig ist. Die Durchhalte-Parolen den Christen-Gott zu beschwören erinnern teilweise an die Durchhaltebefehle der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Seehofer selbst ist das lebende Beispiel dafür, dass die Sitten des Christentums für die Mülltonne sind. Die Lebensrealität ist eine andere, weil die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Verhältnisse sich geändert haben. Will man diese Veränderungen nicht sehen ist man bestenfalls dumm zu nennen, hat man dem Zustand der Dummheit abgeholfen und besteht weiterhin auf seinen überholten Ansichten wird es gefährlich, entweder man sucht sich professionelle Hilfe oder aber nimmt billig die Verblödung seiner gläubigen Untertanen in Kauf.
Der Gerechtigkeit halber muss man sagen, dass das kein Alleinstellungsmerkmal von Bayern ist, das Land wird hart von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bedrängt. Je geringer die Breitengrade um so größer die Religiotie.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Israel: “Wir haben Hassprediger auf allen Seiten”

Günther Ginzel, Bild: compass-infodienst.de

Über die angespannte Lage in Israel und das mögliche Handlungsspektrum der israelischen Politik spricht im domradio.de-Interview der jüdische Publizist Günther B. Ginzel.

domradio.de

domradio.de: Glauben Sie, dass die Entführung der Talmud-Schüler so eine Art Trotz-Reaktion gegen die Friedensinitiative des Papstes war?

Günther B. Ginzel: Es mag sein, dass das von langer Hand vorbereitet war. Aber mit absoluter Sicherheit ist das ein Personenkreis in Israel und Palästina, dem die Friedensgeste des Papstes, dem überhaupt seine Friedensbotschaft, seine Versöhnung von Juden, Christen, Muslimen im gemeinsamen Auftreten überhaupt nicht gefällt. Sie wollen den Konflikt und für sie ist jeder Frieden im Grunde eine Existenzbedrohung.

weiterlesen

Westafrika: Tausende Kinder drohen zu verhungern

Bild:connistefanski/FB

Bild:connistefanski/FB

Den Menschen in der westafrikanischen Sahelzone droht die dritte Hungersnot innerhalb weniger Jahre. Allein im Senegal sind rund 650.000 Menschen, darunter viele Kinder, akut vom Hungertod bedroht.

religion ORF.at

Schon seit Anfang Mai hätten viele Familien kaum noch etwas zu essen. Am schlimmsten wirke sich das für die Kinder sowie stillende und schwangere Mütter aus, so Abbe Tine Ambroise, Generalsekretär der Caritas Senegal, im „Kathpress“-Gespräch.

Im Senegal liegt der Anteil der unterernährten Bevölkerung bei fast 22 Prozent. Rund 2,8 Millionen der 13 Millionen Einwohner haben damit nicht genug zu essen. 27 Prozent aller Kinder im Land seien chronisch unterernährt, so der Caritas-Generalsekretär. Sie seien damit stark gefährdet, noch vor ihrem 5. Geburtstag zu sterben. Wenn sie überleben, hätten sie oft mit schweren Entwicklungsschäden zu kämpfen.

weiterlesen

Politik ohne Gott

Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelWarum die Religion etwas Wunderbares sein kann – als Privatsache.

Von Helmut OrtnerThe European

Unser Land darf auch in dieser Regierungszeit auf göttlichen Beistand hoffen. Am 17. Dezember 2013 begann ein komplett christliches Kabinett mit seiner Arbeit: alle Bundesministerinnen und -minister beendeten ihren Amtseid mit der Formel „So wahr mir Gott helfe“. Nicht nur im Parlament, auch in deutschen Gerichtssälen wird viel geschworen. Bei der Vereidigung vor Gericht geht dem Eid stets die Eingangsformel „Sie schwören…” (bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden) voraus. Im Strafverfahren wird nach §64 StPO angemahnt: „…, dass Sie nach bestem Wissen die reine Wahrheit gesagt und nichts verschwiegen haben“. Kurzum: auf göttliche Beschwörung und Beteuerung wird hierzulande gerne vertraut.

Alle dürfen, niemand muss

Hierzulande herrscht Glaubensfreiheit. Wer Beamter, Staatsanwalt oder Richter werden möchte, schwört auf die Verfassung, nicht auf die Bibel oder den Koran. Entscheidend sind nicht religiöse Präferenzen, sondern Verfassungstreue. Wir sind eine pluralistische, multi-ethnische, multi-religiöse Gesellschaft. Niemand wird wegen seines Glaubens diskriminiert. Gläubige, Andersgläubige und Ungläubige müssen miteinander auskommen. Deutschland ist kein Gottes-Staat, sondern ein Verfassungs-Staat. Alle dürfen glauben, niemand muss.

weiterlesen

Kretschmann: Treueid von Bischöfen vor dem Land überprüfen

ReichskonkordatDer baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat den Amtseid für katholische Bischöfe infrage gestellt.

evangelisch.de

Die seit 1933 praktizierte Eidesleistung katholischer Bischöfe vor dem Land entspreche nicht seinem Verständnis der Trennung von Kirche und Staat, sagte Kretschmann den Angaben des Staatsministeriums zufolge am Dienstag in Stuttgart. Dort legte der künftige Freiburger Erzbischof Stefan Burger vor der Landesregierung den Treueid auf das Evangelium ab.

weiterlesen

Aiman Mazyek: Militante Atheisten polemisch gegen Muslime

Aiman_Mazyek“Militante Atheisten benutzen Muslime oft als Projektionsfläche für Polemik gegen Religion.”

Deutschlandradio Kultur

Das sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, auf dem Katholikentag in Regensburg. Generell würden Religionsgemeinschaften in der Öffentlichkeit zu oft als Problem gesehen. Zu selten werde gesagt, dass sie eine positive Ressource für die Gesellschaft seien, sagte Mazyek. Er forderte einen faireren Umgang mit dem Islam in Politik und Medien.

Der Rattenfänger—ein Kommentar zu Erdogans Auftritt in Köln

Recep Erdogan (Foto: Πρωθυπουργός της Ελλάδας)/02elf.net

Erdogan in der Lanxess-Arena in Köln, wo sonst schon mal der Vorentscheid für die Eurovision stattfindet: Das war ganz großes Kino und ein bisschen wie in Hameln.
Nicht nur durch die Vermischung von Religion und Politik, sondern auch durch die Vereinnahmung aller, die türkische Wurzeln haben – und sei es in der dritten Generation. Da hat ein Mann sich jene Menschen eingeladen, die er als seine Türken betrachtet, gerade so, als seien sie hier immer noch “Gastarbeiter”. Das aber entspricht längst nicht mehr der Realität.

Von Gerlinde Sommer02elf

Und sie, Jung und Alt in der Arena, sehen Erdogan als den Mann, der alles kann und alles weiß und immer recht hat. Ein Mann, der die Minentoten und ihre Hinterbliebenen verhöhnt. Und dessen Berater auf einen Liegenden eintritt – und dann über Schmerzen am Fuß klagt… Erdogans Show zu besuchen, das ist das gute Recht seiner Anhänger. Wenn aber mancher der Erdogan-Gefolgsleuten meint, der deutsche Staat hätte die Gegendemonstrationen unterbinden müssen, dann zeigt sich eine wichtigtuerische Demagogenhaltung.

weiterlesen

Weinselige Plattitüden eines Gänserichs – „militanter Säkularismus“

gänswein Kurienerzbischof Georg Gänswein fand eine Woche vor den Neuwahlen zum Europäischen Parlament deutliche Worte. Er kritisierte den mangelnden Einsatz der Politiker gegen die Diskriminierung von Christen in Europa.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Der Präfekt des päpstlichen Hauses von Papst Franziskus und persönliche Sekretär von Benedikt XVI. sprach am Sonntag im Benediktinerstift Einsiedeln in der Schweiz anläßlich der Jahreswallfahrt des Päpstlichen Hilfswerks Kirche in Not. Erzbischof Gänswein erwähnte, daß Medien und Politik jede Form von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit verurteilen, aber nicht dieselbe Maßstäbe gegenüber der Diskriminierung von Christen in Europa anwenden.

weiterlesen

UN-Klimabericht wurde zensiert

klimawandelDer jüngste UN-Klimareport ist einem Zeitungsbericht zufolge in wichtigen Passagen gekürzt und verwässert worden.

evangelisch.de

Bei den Verhandlungen hinter verschlossenen Türen vor gut einem Monat in Berlin entfernten Regierungsdelegationen aus politischen Gründen umfangreiche Textteile und Grafiken aus dem wichtigsten Teil der Studie, der “Zusammenfassung für Entscheidungsträger”, berichtet die in Berlin erscheinende “tageszeitung” (Donnerstagsausgabe). Dabei bezieht sich das Blatt auf Dokumente und Aussagen von Teilnehmern der Verhandlungen.

weiterlesen

Kann man auch an eine Politik glauben, statt an einen Gott?

Bild: heise.de

Ja, natürlich, kann man. – Aber – ist das dann eigentlich auch eine Religion?

Von Ulrike HeitmüllerTELEPOLIS

Kann eine Politik Religion sein?

Ja, eine Politik bzw. ein politisches Konzept oder eine politische Richtung kann auch Religion sein. So sieht es jedenfalls der russische Philosophieprofessor Michail Ryklin. Er schrieb ein Buch darüber: Kommunismus als Religion.

Darin beschreibt und erklärt er die Faszination des Kommunismus für die westliche “Intelligenzija”, etwa Walter Benjamin, André Gide, Lion Feuchtwanger, Bert Brecht, und andere. Zwar sei die Partei, die in Russland mit dem Oktoberumsturz an die Macht kam, eine “Partei von Atheisten” gewesen[1] und der Atheist Lenin habe “den Glauben an Gott für unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der revolutionären Partei”[2] und jeden Nicht-Materialisten für einen potenziellen Feind gehalten.[3]Aber jenseits des Theismus, so Lenin, habe es auch keine Religion gegeben.

weiterlesen

NSA-Wasserträger warnen vor russischen Spionen

Russische Botschaft Berlin, Bild: wikimedia.org

Ein Drittel der Mitarbeiter der russischen Botschaft in Deutschland sollen Agenten sein, heißt es in einem Medienbericht. Ihr Ziel: Politik und Wirtschaft.

taz.de

Russische Geheimdienste werben in Deutschland nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes massiv Informanten aus Politik und Wirtschaft an. Das berichtet die Welt am Sonntag unter Berufung auf Sicherheitskreise. Ziel der russischen Agenten sei es, über Personal aus dem Umfeld des Bundestages an sensible Informationen aus den Bereichen Außen- und Wirtschaftspolitik und Rüstung zu gelangen.

„Für kaum einen Geheimdienst ist die nachrichtendienstliche Aufklärung in Deutschland so wichtig wie für den russischen“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, der Zeitung.

weiterlesen

 

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 9.823 Followern an

%d Bloggern gefällt das: