Schlagwort-Archive: Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

ZdK-Präsident Glück: Glaube kann nicht länger Gehorsamsglaube sein

jesus_schaukelDer Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat keine Angst vor einem Umbruch in der katholischen Kirche.

evangelisch.de

“Immer schon hat die Kirche Veränderungen erlebt, auch solche, die sie kräftig durchgerüttelt haben”, sagte Glück am Donnerstagabend in Köln. Für den ZdK-Präsidenten steht fest, dass der Skandal um sexuellen Missbrauch in der Kirche und dessen Aufarbeitung zu einer größeren Offenheit in der katholischen Kirche beigetragen hat.

“Für die Kirche ist Glaubwürdigkeit unerlässlich, um dem Wort Gottes Gehör zu verschaffen”, sagte Glück vor rund 120 Zuhörern. Das heißt seiner Ansicht nach auch, dass der Glaube “nicht mehr länger Gehorsamsglaube” sein könne. Glaube müsse sich entwickeln aus Erfahrung zu einem Verantwortungsglauben, sagte Glück in seinem Vortrag zum Thema “Ist die Kirche nur noch eine Randerscheinung?”

ZdK-Präsident beklagt autoritäres Gebaren junger Priester

Katholischer Pfarrer in einer Messe, dts

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, beklagt eine Neigung zu autoritärem Denken und Auftreten bei jungen katholischen Priestern. Wir haben die hochproblematische Entwicklung, dass sich vom Priesteramt immer mehr auch junge Männer angezogen fühlen, die ins überhöhte Selbstverständnis des Würdenträgers zurückfallen und klerikal-autoritäre Verhaltensmuster leben, sagte Glück im Interview mit der Welt (Donnerstagausgabe).

UNTERNEHMEN-HEUTE.de

Manche, so Glück, brächten es zum Beispiel fertig, Frauen aus den Altarräumen zu verweisen. Glück kritisierte in diesem Zusammenhang die priesterzentrierte Richtung innerhalb der katholischen Kirche. Diese nehme es in Kauf, dass wir immer weniger Menschen erreichen, was in jener Richtung aber keine kritische Selbstreflexion auslöse, sondern oft eine selbstgerechte Haltung nach dem Motto, dass alles nur am Zeitgeist liege. Glück weiter: Es gibt in unserer Kirche gefährliche Selbstschutzreflexe.

weiterlesen

Katholiken lassen Sakramente für Wiederverheiratete zu

Foto: Getty Images/iStockphoto/zimmytws
Wiederverheiratete Katholiken dürfen nun zumindest in der Diözese Freiburg wieder am katholischen Leben teilnehmen.

Katholiken, die nach einer Scheidung wieder geheiratet haben, fühlen sich von der Kirche oft ausgeschlossen. Die neue Ehe gilt als Sünde. Nun reicht die katholische Kirche Betroffenen die Hand: Die Diözese Freiburg gibt Wiederverheirateten Zugang zu Sakramenten und kirchlichen Ämtern.

evangelisch.de

Nach jahrelanger Diskussion will sich die katholische Kirche in Deutschland um Wiederverheiratete bemühen. Die Diözese Freiburg veröffentliche eine entsprechende Handreichung für Seelsorger, wie das Seelsorgeamt der Diözese am Montag der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Sie werde diese Woche versandt und habe deutschlandweit Signalcharakter. Freiburg ist die zweitgrößte der 27 deutschen Diözesen.

weiterlesen

Update:

Vatikan: Dokument über wiederverheiratete Geschiedene hat “keinen Einfluss”

Der Vatikan hat zurückhaltend auf den geänderten Umgang der Erzdiözese Freiburg mit wiederverheirateten Geschiedenen reagiert. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat es begrüßt, dass wiederverheirateten Geschiedenen im Erzbistum Freiburg die Heilige Kommunion ermöglicht werden soll.

evangelisch.de

Das Dokument, das diesen Personenkreis zu Sakramenten wie der Kommunion und der Beichte zulasse, gehe nicht auf den Diözesanadministrator Erzbischof Robert Zollitsch zurück, betonte der stellvertretende Vatikansprecher Ciro Benedettini der römischen Tageszeitung “La Repubblica” vom Dienstag zufolge.

weiterlesen

 

Alois Glück: Brutale Kommunikationskultur in der katholischen Kirche

Alois Glück, Bild: dradio.de

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat eine bessere Kommunikationskultur in der katholischen Kirche gefordert.

dpa/Bild

Der innerkirchliche Umgang sei «manchmal erschreckend bis brutal», sagte Glück in Essen laut einer Mitteilung des Bistums Essen vom Freitag. Manche Personen in Leitungsfunktionen verfielen, ähnlich wie in der Politik, in autoritäre Reflexe. Glück hatte sich am Donnerstag bei einer Tagung , des obersten Laiengremiums im Bistum, zum derzeit laufenden Dialogprozess in der katholischen Kirche geäußert.