Schlagwort-Archive: Regierung

Serbien: Bischöfe drohen Regierung mit dem Tod

Bild: AP

Zwei Bischöfe haben in Serbien einen handfesten Skandal ausgelöst: Die Geistlichen drohten der Regierung in Belgrad und dem Parlament mit dem Tod, unter anderem mit einer symbolischen Totenmesse. Medien und Regierungsvertreter reagieren mit Empörung.

SpON

Es muss ein gespenstischer Auftritt gewesen sein: Die serbischen Bischöfe Amfilohije und Atanasije lasen am Freitag bei einer Demonstration von Nationalisten in Belgrad eine Totenmesse für die Regierung und das gesamte Parlament.

Sie beließen es nicht bei dem symbolischen Akt, sondern drohten Regierungschef Ivica Dacic direkt mit einem ähnlichen Schicksal wie dem vor zehn Jahren ermordeten ersten demokratischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic.

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Wer “Gott” sagt, will betrügen

Foto: picture-alliance / akg-images

Jan Roß weiß Bescheid über die Kreuzzüge, religiösen Judenhass, islamische Selbstmordattentäter. Die Religion verteidigt er trotzdem. Weil der Mensch ohne Religion nicht groß von sich denken kann.

Von Hannes SteinDIE WELT

Die Sowjetunion hat postum gesiegt. Gewiss nicht in Amerika, wo die Uhren ja ein wenig anders gehen, aber doch ganz gewiss in Europa. Vor allem dieser zentrale Glaubenssatz der sowjetischen Staatsmacht hat sich eigentlich flächendeckend durchgesetzt: Religion ist Opium fürs Volk. Wer “Gott” sagt, will betrügen. Kirchen, Synagogen und Moscheen sind überflüssige Relikte des Mittelalters, die nur unter Zähneknirschen geduldet werden.

So kommt es, dass unter “säkularer Staat” heute nicht mehr verstanden wird, dass Parlament und Regierung sich aus Religionsfragen gefälligst rauszuhalten haben.

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China: Religion dem Staat untergeordnet

Bild: englishfirst.com

Die chinesische Regierung fordert nach Einschätzung des Direktors des Pekinger Instituts für Weltreligionen, Zhuo Xinping, die Anpassung aller dort vertretenen Religionen an die sozialistische Staatsideologie.

religion ORF.at

Ziel der politischen Führung sei es, die Religionen in das Bemühen um eine „harmonische Gesellschaft“ einzubeziehen. Dazu müssten sich die Religionen und damit auch das Christentum in China dem Staat unterordnen, sagte Zhuo am Donnerstag in Sankt Augustin bei Bonn gegenüber der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA.

Staatsloyalität hat Vorrang

Die Loyalität zum Staat stehe für die Staatsvertreter immer an erster Stelle, erst danach komme die Loyalität zu einer Religion, so der Wissenschaftler. Dies sei auch geschichtlich begründet: „Es gab und gibt in der Geschichte Chinas bis heute nie eine Einheit von Staat und Religion, in der die Religion die führende Rolle gespielt hätte oder eine sogenannte Trennung von Staat und Religion. Die einzige Beziehung zwischen Staat und Religion, die es in China jemals gab, war die des Vorrangs des Staates und die Unterordnung der Religion.“

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Irische Bischofskonferenz mit versuchter Erpressung – Hochzeitsboykott

Bild: the-hermeneutic-of-continuity.blogspot.com

Falls die «Homo-Ehe» eingeführt wird, will die katholische Kirche in Irland ihren zivilrechtlichen Part bei Eheschließungen nicht mehr wahrzunehmen

kath.net

Die katholische Kirche in Irland droht dem Staat damit, ihren zivilrechtlichen Part bei Eheschließungen nicht mehr wahrzunehmen, falls die «Homo-Ehe» eingeführt wird. In einer am Freitag bekanntgewordenen Eingabe an den zuständigen Verfassungskonvent betont die Irische Bischofskonferenz, mit der rechtlichen Gleichstellung homosexueller Paare würde die Definition der Ehe verändert.

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König-Abdullah-Zentrum: Vatikan weist Kritik zurück

foto: standard/cremer
Die Intiative liberaler Muslime in Österreich protestiert gegen das Zentrum für interreligiösen Dialog.

Das Zentrum für interreligiösen Dialog sei keine Einrichtung “für die Regierung von Saudi-Arabien allein”, heißt es aus dem Vatikan.

Die Presse.com

Der Vatikan hat Kritik an einem angeblich zu großen Einfluss Saudi Arabiens auf das Wiener König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen Dialog zurückgewiesen. Das Zentrum, das am kommenden Montag unter anderem von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in der Wiener Hofburg eröffnet werden soll, sei “eine unabhängige, internationale Institution” und “kein Zentrum für die Regierung von Saudi-Arabien alleine”, erklärte der Sprecher des Vatikans, Federico Lombardi, am Freitag laut Kathpress in einer Pressemitteilung.

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Türkei: Das Erdogan-Regime auf dem Weg ins Mittelalter?

Fazil Say, Bild: wikipedia/Gundrun Meyer

Der Prozess gegen den Pianisten Fazil Say zeigt: In manchen Bereichen agiert das Erdogan-Regime wie im Mittelalter. Die Regierung hat aus den Fehlern der Kemalisten im Bereich Meinungsfreiheit nichts gelernt.

Deutsch Türkische Nachrichten

Volksverhetzung via Twitter und Beleidigung religiöser Werte – so lautet der lächerliche Vorwurf der türkischen Justiz gegenüber dem türkischen Starpianisten Fazıl Say. Das Zitat eines persischen Dichters und leichtfüßig dahingeschriebene Kommentare sollen also allen Ernstes ein kriminelles Delikt sein (der Künstler selbst kann das kaum glauben – mehr hier)? Am vergangenen Donnerstag begann der Prozess gegen den Künstler, der alle Vorwürfe zurückwies. Der Prozess wurde auf den 18. Februar 2013 vertagt (im Falle einer Verurteilung droht Say die volle Härte der türkischen Justiz – mehr hier).

Fokus schwankt von Regierungs- auf Religionskritik

In der Türkei haben Prozesse gegen kritische Meinungsäußerung eine lange Tradition. Während der Alleinherrschaft der Kemalisten verfolgte der Arm der Justiz vorrangig Kritiker des „Türkentums“. Beleidigungen gegen die türkische Republik oder gar gegen Landesvater Mustafa Kemal Atatürk wurden vehement verfolgt, insbesondere im kurdischen oder armenischen Kontext.

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Religiöse Beschneidung soll straffrei sein | “The Circumcision of Jacob Chai”

Religiöse Beschneidung soll in Deutschland straffrei bleiben ©DAPD

Kabinett bringt Gesetzesregelung auf den Weg – Lob von Juden und Muslimen

WELT ONLINE

Nach heftigen gesellschaftlichen Debatten hat das Kabinett am Mittwoch eine Regelung zur Beschneidung von Jungen auf den Weg gebracht. Dem Entwurf zufolge bleibt die religiöse Beschneidung straffrei. Der Beschluss stieß bei Juden und Muslimen überwiegend auf Zustimmung. Kritik kam von Kinderrechtsorganisationen.

Eine Beschneidung von Jungen ist dem Kabinettsbeschluss zufolge zulässig, wenn sie nach den Regeln der ärztlichen Kunst erfolgt und das Kindeswohl nicht gefährdet. In den ersten sechs Lebensmonaten des Sohnes dürfen dem Gesetzentwurf zufolge auch Nicht-Mediziner die Beschneidungen vornehmen. Dies gilt aber nur, wenn die jeweiligen Personen dafür besonders ausgebildet sind.

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Der folgende Film, The Circumcision of Jacob Chai, soll im Ethikrat vorgeführt worden sein. Allerdings in geschnittener Fassung. Die Szenen mit der “Absaugung des Penis” sollen herausgeschnitten worden sein. Eine Frau soll beim Betrachten des Films ohnmächtig geworden sein. Seid gewarnt, Nerven sind gefragt.

Religiöse Beschneidung-Gesucht: Ein Gesetz, das es allen recht macht

Am 07. Mai 2012 fällte das Landgericht in Köln ein folgenschweres Urteil: Es wertete die Beschneidung eines muslimischen Jungen als Körperverletzung. Der ausführende Arzt wurde… – Foto: dpa

Bundestag und Regierung zögern inzwischen mit einem Gesetz zur religiösen Beschneidung. Unter Juristen gibt es dafür unterschiedliche Ideen – und aus religiöser Sicht wenig Spielraum, meint die Rabbinerin und Ärztin Antje Yael Deusel.

Von Andrea DernbachDER TAGESSPIEGEL

Ein Gesetz, das Muslimen und Juden die Beschneidung ihrer Söhne ausdrücklich erlaubt – bis vor wenigen Tagen sah es so aus, als werde es damit sehr rasch gehen. Doch inzwischen mehren sich die Stimmen in Bundestag und Regierung, die zu weniger Eile mahnen – oder gar meinen, man könne auf ein Gesetz trotz des Kölner Urteils verzichten. Aus dem FDP-geführten Justizministerium hieß es letzte Woche, ein gesondertes Gesetz werde es nicht geben.

Zuvor hatte es aus den Reihen der Linkspartei, der Grünen und der SPD Bedenken gegen „ein Hauruck-Verfahren“ (Grünen-Fraktionschefin Renate Künast) gegeben.

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Syrien: Christen als “Schutzschilde” missbraucht

Rauch steigt über dem Zentrum der syrischen Hauptstadt Damaskus auf (Archiv) © Handout/Reuters

Aus Syrien kommen fast täglich erschütternde Nachrichten über Massaker und Angriffe auf die Zivilbevölkerung. In der westlichen Welt wird die Hauptschuld der Regierung und nicht den muslimischen Aufständischen gegeben. Doch Evangelikale, Katholiken und Orthodoxe warnen vor einer einseitigen Sicht des Konflikts.

idea.de

Aus Syrien kommen fast täglich erschütternde Nachrichten über Massaker und Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Seit Beginn des bewaffneten Aufstands gegen das sozialistische Regime von Präsident Baschar al-Assad im März 2011 sind schätzungsweise mehr als 17.000 Menschen ums Leben gekommen. In der westlichen Welt wird die Hauptschuld der Regierung und nicht den muslimischen Aufständischen gegeben. Doch aus Sicht der einheimischen christlichen Minderheit ist die Lage weitaus komplizierter und verzweifelter. Katholiken, Orthodoxen und Evangelikalen zufolge vertreiben islamische Extremisten Christen gezielt aus ihren Wohnvierteln. Ganze Familien würden als „menschliche Schutzschilde“ missbraucht. In Syrien kämpfen vornehmlich sunnitische Rebellen gegen das Assad-Regime. Er gehört zur alawitischen Religionsgemeinschaft, die sich von den Schiiten abgespaltet hat. Alawiten und Christen fürchten Verfolgung, wenn Assad gestürzt werden sollte. Von den 21 Millionen Einwohnern Syriens sind 90 Prozent Muslime und 6,3 Prozent Christen; davon sind jeweils drei Prozent Katholiken und Orthodoxe plus kleine Gruppen von Protestanten. Die übrige Bevölkerung besteht aus Nichtreligiösen oder Anhängern anderer Religionen.

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Salafisten in Deutschland an der Macht

Sarrazin hatte Recht, Deutschland schaffte sich klammheimlich ab, die Salafisten übernahmen fast unbemerkt Regierung und Medienanstalten. Merkel passte sich einmal mehr an, um an der Macht bleiben zu können. sehen sie die ersten Salafisten-news des Deutschen Fernsehens:

Lupe, der Satireblog

US-Pastor Terry Jones droht Koranverbrennung an

Bild: nydailynews.com

Der evangelikale US-Pastor Terry Jones hat erneut eine Koranverbrennung angedroht. Er wolle damit gegen die Inhaftierung des Geistlichen Youcef Nadarkhani im Iran protestieren, sagte Jones laut der US-Zeitung “The Christian Post”.

RP ONLINE

Die Verbrennung solle am Samstagnachmittag vor seiner Kirche Dove World Outreach Center in Gainesville in Florida stattfinden, wenn Nadarkhani nicht bis dahin freigelassen sei. Jones kündigte an, er wolle zuvor in einem Gottesdienst über “die vergangenen 1400 Jahre islamischer Verfolgung von Christen, Gläubigen, Ungläubigen, Homosexuellen und Frauen” sprechen. Nadarkhani stehe “für den Tod und die Zerstörung, die durch den Islam verursacht wird”, so der Pastor weiter: “Wenn unsere Regierung mehr Druck auf den Iran ausüben würde, könnten wir mehr tun.”

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Patriarch gegen Potentat

DPA

Die gefälschten Parlamentswahlen belasten das sonst einträchtige Verhältnis von Kreml und Kirche. Patriarch Kirill ruft die Regierung zum Dialog mit den Demonstranten auf und warnt vor einer Revolution. Bei der Weihnachtsfeier der Orthodoxen versuchte Premier Putin nun, die Wogen zu glätten.

Von Alina BraunSpON

Als Patriarch Kirill, das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK), Freitagnacht die feierliche Weihnachtsmesse in der Christ-Erlöser-Kathedrale unweit des Kreml hielt, war Präsident Dmitrij Medwedew ganz nah bei ihm. Mit seiner Frau Swetlana und einer Gruppe von Kindern der kirchlichen Schule hatte er sich gleich links neben den Altar gestellt.

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Malediven: Beten statt relaxen

Foto: Almond Resorts

Erst am Strand toben und dann so richtig durchkneten lassen. Vor allem Letzteres ist auf den Malediven derzeit nicht möglich. Der islamische Staat ließ die Wellness-Oasen der Hotels schließen. Ein bisschen Hoffnung für Urlauber gibt es aber noch.

news.de

Vor wenigen Tagen hat die Regierung der Malediven angeordnet, die Wellness-Angebote in den Resorts und Luxushotels des Inselstaates zu schließen. Das hatten islamistische Parteien gefordert, denen insbesondere die Massageangebote zuwider waren. Offiziell hieß es, die Bürger der Malediven seien überzeugt, dass es sich bei den Wellnesszentren um Bordelle handele.

Der Chef des Tourismusverbandes Mati, Mohamed Ibrahim, wehrt sich gegen die Vorwürfe und warnt vor massiven finanziellen Verluste für die Hoteliers. Er appelliert an Islamisten und Regierung, eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Die Regierung will ihre Entscheidung nun noch einmal überdenken. «Wir prüfen derzeit, ob wir es den Resorts doch gestatten, ihre Wellness-Zentren weiter zu betreiben», sagte Tourismusministerin Mariyam Zulfa laut Nachrichtenseite Haveeru Online. Die Ministerin räumte ein, dass das Verbot erhebliche Auswirkungen auf den Tourismus haben könnte, der immerhin 30 Prozent (1,2 Milliarden Euro) des jährlichen Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Bei deutschen Urlaubern gelten die Malediven vor allem als Taucherparadies.

Die unterschätzte Rolle der Religion

Ägyptische Christen auf einem Protestmarsch durch Kairo. Quelle: ZEIT ONLINE

Ägypten bleibt auch nach dem arabischen Frühling ein sehr islamisches Land. Jetzt entscheidet sich, ob die Revolution auch den Glauben befreien kann.

Von Julia GerlachZEIT ONLINE

Schwarz gekleidete Frauen drängen sich am Tag danach im Flur des koptischen Krankenhauses in der Ramses-Straße in Kairo. Manche schlagen sich aus Trauer und Verzweiflung selbst ins Gesicht, schreien und schimpfen. Umm Emad hingegen sitzt zusammengesunken auf dem Boden. Einen Sohn hat sie in der Nacht zum Montag verloren. Er ist einer von 26 Toten, die die neue Welle der Gewalt gegen Christen in Ägypten gefordert hat. »Wir Christen sind immer die Opfer. Die radikalen Muslime und die Regierung haben es auf uns abgesehen. Sie sind einer wie der andere, es gibt keinen Unterschied zwischen ihnen«, sagt Umm Emad und verbirgt ihr Gesicht in ihren runzeligen Händen.

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JESUSLAND U.S.A.

Quelle: The Caucus

Rund 30.000 Gläubige haben am Samstag (Ortszeit) an einer vom texanischen Gouverneur Rick Perry initiierten christlichen Gebetsveranstaltung für die «Umkehr» der USA teilgenommen.

jesus.de

Der Republikaner ist derzeit als US-Präsidentschaftskandidat im Gespräch. Im Stadion in Houston sagte Perry, Jesus Christus sei die einzige Hoffnung in den gegenwärtigen schweren Zeiten, die geprägt seien von «Angst in der Wirtschaft und Zorn in den Hallen der Regierung». Die USA hätten vergessen, wer sie geschaffen habe und wer sie schütze. Er bitte Gott um Vergebung.

Die Kundgebung stieß auf Kritik des Verbands für die Trennung von Kirche und Staat, denn Perrys Aufruf zum Gebet richtete sich offenbar exklusiv an Christen. Als Gouverneur solle Perry keine religiösen Veranstaltungen abhalten, und erst recht keine betont christlichen, sagte Verbandsdirektor Barry Lynn. Der jüdische Bürgerverband «Anti-Defamation League» protestierte, die Religionsfreiheit sei bedroht, wenn die Regierung «eine Religion über alle anderen» stelle.

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Costa Rica: In-vitro-Fertilisation, Opus Dei und Höllenqualen

Devote Katholikin: Costa Ricas Präsidentin Laura Chinchilla. Bild: reuters

In Costa Rica tobt ein Kulturkampf um die In-vitro-Fertilisation. Dem Land droht eine Menschenrechtsklage, die Regierung lässt sich von Opus Dei vertreten.

von C. ROMERO & T. KEPPELERtaz

“Hallo, ich bin Sofí, die jüngste von drei Geschwistern”, stellt sich die Mädchenstimme im Radio vor. “Meine Eltern lieben mich von ganzem Herzen. Aber ich weiß, dass meine sieben Geschwisterchen in einem Labor sterben mussten, damit ich zur Welt kommen konnte.” Der Spot wurde von der katholischen Kirche in Costa Rica geschaltet und quäkte mehrmals täglich auf vielen Sendern. Er ist Teil einer Kampagne gegen die Befruchtung von Eizellen im Reagenzglas.

Costa Rica soll weiterhin das einzige Land der westlichen Welt bleiben, in dem In-vitro-Fertilisation verboten ist. Das Land wird deshalb am 31. Juli vor dem Interamerikanischen Menschenrechtsgericht verklagt.

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Enda Kenny: Von der narzisstischen Kultur des Vatikans

Enda Kenny, Quelle: guardian.co.uk

Im Zusammenhang mit den Missbrauchsskandalen ist in Irland ein Streit zwischen Regierung und Kirche ausgebrochen. Premier Enda Kenny hat bei einer Sondersitzung des Parlaments in Dublin den Vatikan für seinen Umgang mit Kindesmissbrauch heftig kritisiert. Ein neuer Bericht belege, dass der Vatikan versucht habe, die Ermittlungen zu behindern.

oe1.ORF.at

Das hat es noch nie gegeben in der Republik Irland: Ein Regierungschef kritisiert die römisch-katholische Kirche. Enda Kenny, erst seit einigen Monaten im Amt, liest der heimischen Geistlichkeit und zugleich auch dem Vatikan die Leviten, mit geharnischten Worten: Der neue Bericht lege offen, wie “abgehoben, elitär und narzisstisch die Kultur des Vatikan” sei, sagt Kenny – selbst ein praktizierender Katholik. Vergewaltigung und Folter von Kindern werde heruntergespielt, stattdessen würden der Vorrang der Institution Kirche hochgehalten, ihre Macht und ihre Reputation hervorgehoben, so der Regierungschef eines Landes, in dem die Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche geradezu legendär ist. Über Jahrhunderte hinweg hat der irische Staat den katholischen Institutionen wichtige Bereiche des öffentlichen Lebens überantwortet, wie zum Beispiel die Ausbildung und Erziehung der Kinder, mit – wie sich später herausstellt, oft fatalen Folgen.

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Die Hirnschmelze des Herrn Wisnewski

Screenshot: brightsblog

Die Regierung verschleiert Informationen über die Strahlenbelastung in Deutschland.

Von Inge HüsgenGWUP

Dies behauptet auf der Website des Kopp-Verlags der Journalist und Verschwörungstheoretiker Gerhard Wisnewski. In seinem Artikel “Deutsche Wetterstationen dürfen Strahlendaten nicht mehr veröffentlichen. (…)” bezieht sich Wisnewski dabei auf einen Artikel der Norddeutschen Rundschau vom 17. März, der dem Autor dieser Zeilen vorliegt. Demzufolge sollen Strahlenwerte der Messstationen Fehrmarn und Schleswig nun nicht mehr veröffentlicht werden. Dies interpretiert der stellvertretende Leiter der Messstation als “Vorsichtsmaßnahme, die Fehlinterpretationen durch Laien verhindern soll”.

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Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin Merkel

Quelle: 3.bp.blogspot.com

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem Fernsehsender ERF1 ein Exklusiv-Interview gegeben. Im Gespräch mit Jürgen Werth bekräftigte sie ihre Position zu PID und spricht über das Miteinander von Christen und Muslimen in Deutschland und weltweit.

Jürgen Werth trifft Dr. Angela Merkel – Jesus.de

“Ich möchte nicht, dass wir eine Gesellschaft sind, in der Eltern, die sich für behinderte Kinder entscheiden, unter einen Rechtfertigungszwang kommen.“, so die CDU-Politikerin. Das sei nicht mit der Würde des Menschen vereinbar. Sie habe sich für einen sehr strikten Kurs entschieden, wissend, dass es eine sehr schwere Entscheidung sei. Sie habe die Befürchtung, dass keine Begrenzung bei diesem Thema gefunden werde, auch wenn sie die Gegenargumente durchaus nachvollziehen könne.

Das Interview führte ERF Vorstandsvorsitzender Jürgen Werth in der vergangenen Woche mit der Kanzlerin in Berlin über Glaube und Politik, gesellschaftliche und ethische Fragen. In ihrem politischen Handeln schwinge auch immer der christliche Glaube mit, so Frau Merkel, deren Vater Pfarrer war: „Ich kann meine christliche Grundhaltung und mein politisches Tätigsein nicht voneinander trennen. Das ist meine Person.”

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Steuergesetz: Der Fluch rumänischer Hexen

Baldung-Hexen, ca.1514, Quelle: wikipedia

Die klamme rumänische Regierung hat eine neue Einnahmequelle gefunden: Seit Anfang Januar müssen Hexen und Wahrsager Einkommensteuer zahlen. Die Orakelbranche ist empört – und droht mit Konsequenzen.

SpON

Rumäniens Regierung hat den Zorn der Hexen auf sich gezogen: Zwar erklärte das Parlament Magie nach langer Diskussion zu einem legalen Beruf – allerdings nur, um die Orakelbranche anschließend zur Kasse zu bitten, wie die “Financial Times Deutschland” berichtet.

Bislang wurde Astrologie als soziale Tätigkeit eingestuft und war daher steuerfrei. Seit Anfang Januar aber müssen neben Hexen auch Wahrsager und Hellseher Einkommensteuern zahlen, weil ihre Berufe inzwischen offiziell anerkannt wurden.

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