Schlagwort-Archive: Religionsfreiheit

Kauders lehre Sprechblasen: “Verantwortung vor Gott”

Kauder rechtfertigte Waffenlieferungen an die Kurden im Irak und erklärte, Deutschland müsse offen für Flüchtlinge aus Krisenländern sein Foto: pro

Die Entscheidung, Waffen in den Irak zu liefern, muss Volker Kauder vor Gott verantworten. Diese Gedanken hat der Unions-Fraktionsvorsitzende am Mittwochabend während seines Vortrags „Gefährlicher Glaube: Christenverfolgung heute“ im erzgebirgischen Schwarzenberg öffentlich gemacht. Der Politiker möchte Ende der Woche in das Krisengebiet reisen.

pro Medienmagazin

Christenverfolgung finde aktuell vor allem dort statt, „wo staatliche Autorität nicht mehr in der Lage ist oder nicht bereit ist, Religionsfreiheit zu schützen und die Christen zu schützen“, sagte der CDU-Politiker. Dies sei etwa im Irak, in Syrien, dem Libanon, im Südsudan oder in Nigeria der Fall.

Dass die Verfolgung durch Terrorristen und unterschiedliche ethnische Gruppen passiere, bezeichnete Kauder als „eine der größten Herausforderungen für uns in Deutschland und die demokratisch organisierte Welt“. Nun habe sich die Bundesregierung entschlossen, Waffen in den Irak zu liefern. Dieser Vorstoß folge langen Diskussionen, ob Deutschland nur materielle Unterstützung und Überlebenshilfe oder auch militärische Hilfe, Munition und Waffen, biete.

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Heilige Lärmbrüder

Neuer und alt eingesessener Religionslärm: Verfassungsmässig gleich zu behandeln, eigentlich. Bild: news.ch

Wieso man sich nicht nur beim heiligen Bimbam auch mal für Gleichbehandlung und -berechtigung stark machen könnte, statt ihr immer nur im Weg zu stehen.

Von Valentin Abgottsponnews.ch

Es wurde diese Woche berichtet, dass im Raume Zürich über die Hälfte der Kirchgemeinden ihren Glocken mehr oder weniger freiwillig (d.h. auf Drängen der Anwohner, seltener wegen Gerichtsprozessen) eine Nachtruhe verordnet haben. Das ist begrüßenswert.

Juristisch ist es so, dass Glockenlärm eben kein «Lärm» sei. D.h. die von den Glocken verursachten Geräusche sind kein ungewolltes Nebenprodukt beispielsweise von Verkehr oder Industriemaschinen, sondern es ist genau gerade intendiert, dass die Töne von den Anwohnern wahrgenommen werden sollen. Daher müssen sich die Geräusche von Kirchtürmen nicht an die nationale Lärmschutzverordnung halten. Ich halte diese Argumentation für an den Haaren herbeigezogen. Es ist für die Kirchen kein Aufwand, die Glocken abzustellen. Und ich halte es nicht für ein von der Religionsfreiheit abgedecktes Recht, die Umgebung durchdringend und fortwährend zu beschallen. Obwohl man juristisch also immer wieder gegen den Lärm oder eben Nicht-Lärm scheitert, sind immer mehr Kirchgemeinden vernünftig und wollen nicht auch nachts noch ihr Revier akustisch markieren. Das Revier gehört ihnen ja ohnehin nicht mehr.

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Kirche und Staat: Oh Gott

Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelDie religionspolitische Ordnung in Deutschland ist aus den Fugen geraten. Die Großkirchen stören sich daran bislang wenig. Und wenn, dann reagieren sie in bester altbundesrepublikanischer Mentalität.

Von Professor Dr. Hans Michael HeinigFrankfurter Allgemeine

Seit einigen Jahren wird in Feuilletons und Philosophenkreisen die „Wiederkehr der Götter“ beschworen. In der Tat gibt es spürbares Interesse an der Religion und ihrem sperrigen Verhältnis zum modernen Denken. Doch man darf beweifeln, ob damit der Trend zu einer postsäkularen Gesellschaft einhergeht. In der harten Religionsempirie bilden sich weder eine flächendeckende Abkehr vor der Religion noch eine daran anschließende Rückkehr zu ihr ab. Die Mitte Europas ist längst zu einer religiös gemäßigten Zone geworden, auch wenn es Unterschiede zwischen Ost und West, Stadt und Land gibt. Die Volkskirchen erodieren und bleiben doch präsent. Parallel rückt der Islam mit allen seinen komplizierten Facetten in das öffentliche Bewusstsein. Orthodoxe Christentümer und fernöstliche Religionsformen treten hinzu.

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Kommunisten fühlen sich durch Christen bedroht

A view shows the Jiangbei Cathedral after a fire in Ningbo / Bild: (c) REUTERS (CHINA STRINGER NETWORK)

Die christliche Gemeinschaft in China wächst. Das ruft die Behörden auf den Plan. Während Buddhismus und Konfuzianismus offizielle Unterstützung bekommen, werden Christen und Xinjiangs Muslime zunehmend unterdrückt.

Von Marlies KastenhoferDie Presse

60 Meter hoch ragte der Turm der imposanten Sanjiang-Kirche in die Höhe. Ein markanter Punkt in den Vororten des im Südosten Chinas gelegenen Wenzhou. Zuweilen das „Jerusalem Chinas“ genannt, beherbergt die Metropole in der Provinz Zhejiang 1500 Kirchen. 15 Prozent der neun Millionen starken Bevölkerung sind Christen. Der Verwaltungsbezirk war lang für die entspannte Beziehung zwischen Kirche und Staat bekannt. Doch Ende April machten die lokalen Behörden kurzen Prozess: Nach heftigem Widerstand hunderter Gläubiger wurde das Gotteshaus dem Erdboden gleichgemacht. Insgesamt 40 Geistliche wurden verhaftet.

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US-Bericht: Religionsfreiheit ist „universales Gut“

us_flagge_bibel_kreuzDie amerikanische Regierung hat die Verfolgung von Gläubigen in vielen Teilen der Welt beklagt. Der Bericht zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit prangert unter anderem die Glaubensfreiheit in Nordkorea, dem Iran und Irak an.

pro Medienmagazin

Nordkorea stehe für die absolute und brutale Unterdrückung religiöser Aktivität, erklärte US-Außenminister John Kerry bei der Vorstellung des Berichts am Montag. Religiöse Minderheiten würden aus ihren Familien herausgerissen und in Arbeitslager gesperrt. „Sie werden gefangen genommen, geschlagen, gefoltert und getötet“, sagte Kerry. Schon der Besitz einer Bibel könne mit Haftstrafen belegt werden. Auch die Situation in China prangerte Kerry an. Dort würden Christen verfolgt und tibetanische Buddhisten würden schon eingesperrt, wenn sie nur ein Foto des Dalai Lama besäßen. Uigurische Moslems dürften ihre Kinder zudem nicht religiös erziehen und während des Ramadan nicht fasten. In Usbekistan gebe es vermehrt Razzien bei Versammlungen von Gläubigen, außerdem werde religiöse Literatur konfisziert und zerstört.

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INTERVIEW MIT HAMED ABDEL–SAMAD ÜBER ISLAMISMUS

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Der deutsch-ägyptische Politologe Hamed Abdel-Samad setzt sich kritisch mit dem Islam und Islamismus auseinander – so kritisch, dass radikale Muslime gegen ihn eine Fatwa aussprachen. Seitdem muss er geschützt werden. Mit dem Buchautor, der jetzt auf Einladung der Liberalen Gesellschaft nach Bremen kam, sprach Ben Zimmermann über das jüngste Burka-Urteil, islamistischen Terrorismus und das Erbe des arabischen Frühlings.

WESER KURIER

„Nichts ist mehr stabil“

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das Burka-Verbot in Frankreich für rechtens erklärt. Ist dies aus Ihrer Sicht ein gutes Urteil?

Hamed Abdel-Samad: Ja. Es gibt auch im Islam kein Gebot, die Burka zu tragen. Sein Gesicht zu zeigen, ist extrem wichtig für die Kommunikation, damit jeder weiß, wer sein Gegenüber ist. Das Tragen der Burka ist ja eine klare Botschaft der Trägerin an die Gesellschaft: Ich will mit euch nichts zu tun haben.

Genau das war auch die Begründung der Richter. Könnte deren Urteil ein Mittel gegen die Ausbreitung eines reaktionären Islam sein?

Hamed Abdel-Samad: Man muss natürlich noch sehr viel mehr tun, beispielsweise in den Schulen. So plädiere ich auch dafür, dass Mädchen unter 16 Jahren kein Kopftuch tragen dürfen.

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Gerichtshof für Menschenrechte: Frankreichs Burka-Verbot für rechtens erklärt

Burqua Burka

Burka (CC-by-sa/2.0/en by Rockin’ the Khuff)

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat entschieden: Das seit 2011 in Frankreich geltende Burka-Verbot ist rechtens. Eine Muslimin hatte gegen den Bann des Ganzkörperschleiers geklagt, weil sie sich dadurch diskriminiert fühlt.

SpON

Entscheidung in Straßburg: Laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) verletzt das in Frankreich geltende Burka-Verbot nicht die Grundrechte. Es sei “legitim”, wenn der Staat mit solchen Maßnahmen die Voraussetzungen für ein Zusammenleben in der Gesellschaft wahren wolle.

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Frank A. Meyer über den Islam: Gegnerschaft!

Frank A. Meyer am Brandenburger Tor: «Das alles muss einmal gesagt sein.» (Foto: Antje Berghäuser)

Darf man Gegner des Islam sein? In der linken «Wochenzeitung» wirft Georg Kreis den Islamgegnern Rassismus vor. Der frühere Präsident der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus bemüht Analogien zum Antisemitismus und setzt Islamgegnerschaft praktisch damit gleich.

Von Frank A. MeyerBlick.ch

Gegner des Islam sind demnach politisch-moralisch höchst verwerflich. Und sie verstossen, weil Rassisten, ­sogar gegen das Gesetz.

Noch verwerflicher als Islamgegner sind aus solcher Sicht Islamfeinde. Am verwerflichsten aber ist «Islamophobie», die krankhafte Angst vor dem Islam. Womit der Islamgegner endgültig abqualifiziert wäre, weil nicht ganz zurechnungsfähig.

Wieso aber sind Begriffe wie «Islamgegner» und «Islamfeind» überhaupt Schimpfwörter? Der Islam ist eine Religion. Wie die christliche. Darf man Gegner der christlichen Religion sein, ihr gar feindlich gegenüberstehen? Selbstverständlich darf man das.

Gegen die Religion, die seit je und immer wieder der Bemäntelung irdischer Absichten und irdischer Herrschaft dient, wurde die freie Gesellschaft erkämpft. Eine Gesellschaft, die sich hütet vor religiösem Einfluss, die deshalb säkular und laizistisch verfasst ist: unsere offene Gesellschaft.

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Bibelfundamentalisten unter sich

Papst Franziskus mit Thomas Schirrmacher, Theologe und Menschenrechtsexperte bei der Weltweiten Evangelischen Allianz Foto: privat

Der Papst hat drei evangelikale und drei charismatische Leiter zu einem privaten Gespräch eingeladen, darunter den Vorsitzenden der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), Thomas Schirrmacher. Für pro schildert er seine Eindrücke.

pro Medienmagazin

Über die größten Teile des Gespräches wurde zunächst Stillschweigen vereinbart. Unter anderem berichtete der Papst über die in Kürze anstehende Kurienreform und weitreichende Pläne, die das ökumenische Verhältnis zu anderen Kirchen betreffen. Am Rande des Gespräches vereinbarte der Papst mit Schirrmacher eine stärkere Zusammenarbeit in Fragen der Christenverfolgung und des Einsatzes für Religionsfreiheit, eine „Ökumene des Blutes“, wie Franziskus es nannte. Dabei sprachen sie auch über kritische Situationen, in denen katholische und evangelikale Kirchen angesichts von Diskriminierung und Verfolgung mehr gegen- als miteinander arbeiten. Beide Seiten wollen dies ändern.

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China: Behörden lassen hunderte Kreuze von Kirchen reißen

Abgeschlagenes Kreuz in Zhejiang

Abgeschlagenes Kreuz in Zhejiang, Bild: weibo.com

Die Maßnahmen zur Unterdrückung christlicher Kirchen in China haben nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen neuen Höhepunkt erreicht:

kath.net

Die Behörden lassen willkürlich Kreuze von Kirchen zu entfernen, Gotteshäuser abreißen und schüchtern Christen massiv ein, um öffentliche Proteste gegen die Einschränkung der Religionsfreiheit zu verhindern.

„Die Welle der Übergriffe richtet sich gegen offiziell registrierte Kirchen und nicht gegen Hauskirchen, die seit Jahren nur in der Illegalität bestehen können“, berichtete der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. Seit Januar 2014 wurden in der Provinz Zhejiang mehr als 360 Kreuze von Kirchen entfernt oder Gotteshäuser niedergerissen.

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Kauders Religiotie: Deutschland braucht das Christentum

Homo_KauderDeutschland ist vom Christentum geprägt. Es wird Zeit, sich stärker auf diese Tradition zu besinnen – auch wenn andere Religionen uns bereichern.

Von Volker KauderDIE WELT

Zu Pfingsten erinnern sich die Christen auch an die Geburt der Kirche. Erfasst vom Heiligen Geist begannen die Jünger Jesu, die christliche Botschaft zu verkünden. Ihre Worte sollten in den nächsten Jahrhunderten die Welt verändern. Auch unsere Heimat wurde, wie ganz Europa, christlich geprägt.

Gerade zu Pfingsten kann man sich daher sehr gut einmal die Frage stellen, wie es um die Bedeutung des Christentums in unserer Gesellschaft steht. Ist Deutschland ein christliches Land? Welchen Kitt verleihen die christlichen Werte unserer Gesellschaft? Brauchen wir eine stärkere Rückbesinnung auf christliche Werte?

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Türkisches Religionsamt beklagt Demokratie-Mängel

Mehmet Görmez, oberster Religionswächter in der Türkei, Bild: hurriyet.com.tr

Der Mangel an Demokratie, Freiheitsrechten und einem modernen Verständnis von Religionsfreiheit und religiöser Bildung bildeten für die islamische Welt «eine sehr schwierige Sackgasse».

kath.net

In ungewöhnlich offener Form hat der Vizechef des staatlichen Religionsamtes in der Türkei demokratische Defizite in der islamischen Welt beklagt. Nötig seien Selbstkritik und Modernisierungen, sagte der stellvertretende Behördenleiter Mehmet Emin Özafsar nach einer Meldung der Zeitung «Hürriyet» (Mittwoch). Der Mangel an Demokratie, Freiheitsrechten und einem modernen Verständnis von Religionsfreiheit und religiöser Bildung bildeten für die islamische Welt «eine sehr schwierige Sackgasse».

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Gewaltenteilung, Religionsfreiheit, Briefgeheimnis: Rechtsstaatliche Ideen aus dem 16. Jahrhundert

Das deutsche Grundgesetz orientierte sich auch an der amerikanischen Verfassung. Deren Autoren wiederum studierten ausführlich historische Verfassungstexte aus dem deutschen Reich. Bild: bundesregierung.de

Bereits seit 1519 – lange bevor die Sklavenhalter Virginias nach Freiheit von der Tyrannei des englischen Königs riefen – konnten deutsche Untertanen ihre Fürsten verklagen.

Von Wolfgang BurgdorfFOCUS ONLINE

Dabei hatten sie ein Recht auf einen ordentlichen Richter. „Wir sollen und wollen im Heiligen Römischen Reich Fried und Einigkeit pflanzen, Recht und Gerechtigkeit aufrichten und verfügen, damit sie ihren gebührlichen Gang dem Armen wie dem Reichen, ohne Unterschied der Person, des Standes und der Religion” nehmen, hieß es.

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Hava Mühlbacher-Gurion : Im Judentum keine Zwangsbeschneidung

Themenbild: juedische-allgemeine.de

Kinderrechte versus Religionsfreiheit, einfacher Eingriff versus Verstümmelung, Vorteile für die Frau beim Sex versus herabgesetztes Empfinden beim Mann.

Von Alexia WeissWiener Zeitung

Montag Abend wurde im Depot über das Thema Beschneidung – die männliche Form – diskutiert und dabei gingen die Wogen zwischen Befürwortern und Gegnern erwartungsgemäß hoch. Am Podium: der Beschneidungskritiker Jérôme Segal, er ist Historiker, Mitglied der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien und bezeichnet sich selbst als Atheist, der Journalist Amer Albayati von der Initiative liberaler Muslime und die Historikerin Hava Mühlhofer-Gurion als Vertreterin der IKG. Die Mittlerrolle kam dem Politikwissenschafter Thomas Schmidinger zu, der alle Hände voll zu tun hatte, dem teils erzürnten Publikum beider Lager ausgewogen das Wort zu erteilen.

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Linkes Kultur-Christentum?

Christine Buchholz steht politisch weit links – will aber dennoch Brücken zwischen ihrer Partei und den Kirchen bauen Foto: pro

In jeder Bundestagsfraktion kümmert sich ein Politiker besonders um das Thema Religion. Im dritten Teil unserer Serie stellt pro die religionspolitische Sprecherin der Linken, Christine Buchholz, vor: Eine Sozialistin mit Herz für die Kirche, wie sie sagt.

pro Medienmagazin

„Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen“, heißt es im Lukasevangelium im sogenannten Magnificat, dem Lobgesang Marias nach der Ankündigung der Geburt Jesu. Es ist die liebste Bibelstelle von Christine Buchholz, der religionspolitischen Sprecherin der Linksfraktion im Deutschen Bundestag. Und das, obwohl sie vor drei Jahren aus der Kirche ausgetreten ist. „Sie ist nicht meine Heimat, auch wenn ich große Nähe spüre“, begründet die Politikerin den Schritt heute. Das hat sie nicht davon abgehalten, evangelische Theologie zu studieren. Religions- oder Ethiklehrerin habe sie werden wollen – nicht etwa aus religiösen Gründen, sondern weil die großen Fragen sie fasziniert hätten und die Befreiungstheologie ebenfalls.

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Aufreizende Bademode – Burkiniverbot in Konstanz

eine-muslimische-schuelern-im-burkini-im-schwimmbadIm vergangenen Sommer wollte eine Muslimin ein Konstanzer Strandbad in einem Burkini  besuchen und wurde abgewiesen. Nun tobt ein Streit, ob das Verbot des Ganzkörperbadeanzugs die Religionsfreiheit beschränkt.

FAZ.NET

Konstanz, Deutschlands südlichste Universitätsstadt, ist ein Badeparadies. Es gibt schick sanierte Strandbäder, die Bodensee-Therme mit allen erdenklichen Wellness-Angeboten und das eher profane Schwaketenbad. Am 10. Juli 2013 ereignete sich dort ein Vorfall, der nun die Politik und demnächst die Gerichte beschäftigen dürfte: Die in Konstanz geborene, türkischstämmige Ela B. wollte mit ihren zwei Kindern ein erfrischendes Bad nehmen. Die Muslimin kündigte beim Betreten des Schwaketenbades an, sie werde einen Ganzkörperbadeanzug tragen, der nur Hände, Füße und das Gesicht unbedeckt lasse. Daraufhin verwehrte man ihr den Zugang.

Zwar sind solche „Burkinis“ nicht explizit verboten, doch sind in der etwas älteren Bäderordnung grundsätzlich Ganzkörperbadeanzüge untersagt. Als die Ordnung verfasst wurde, hatten offenbar einige Supersportler und Taucher die Neigung, in Schwimm- oder Neoprenanzügen in die städtischen Schwimmbäder zu kommen – das wollte man nicht. Maßgeblich für das Verbot waren hygienische Gründe.

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Kauder fordert von Türkei mehr Religionsfreiheit

Homo_KauderDie Türkei muss aus Sicht von Unionsfraktionschef Volker Kauder insbesondere Christen mehr Religionsfreiheit gewähren.

Süddeutsche.de

So wie Muslime in Deutschland Moscheen errichten, müssten Christen in der Türkei ihre Kirchen bauen dürfen, sagte der CDU-Politiker der «Rheinischen Post». Die Türkei sei von der europäischen Wertegemeinschaft noch weit entfernt, solange sie sich weigerte, Religionsfreiheit zu garantieren. Die Europäische Union müsse in diesem Punkt gegenüber Ankara noch deutlicher werden.

“24h Jerusalem” – Eine Stadt, viele Wahrheiten

1101460826_400” Es ist der Nahost-Konflikt, auf den kleinsten, banalsten privaten Nenner gebracht: Meine Wahrheit, mein Glaube ist richtiger als deiner. Jerusalem ist schön, aufreizend, nervig, modern, aber vor allem ein Ort der Erkenntnis, dass es keinen Ausweg, keine Lösung gibt. “

Nach “24h Berlin ” strahlt arte am 12.April 2014 von 06:00 Uhr bis 06:00 Uhr des 13.April 2014 ein weiteres Stadtporträt “24h Jerusalem” des deutschen Regisseurs Volker Heise aus. Das Porträt wird durch Second-Screen-Inhalte um eine weitere interaktive Dimension ergänzt.

http://www.24hjerusalem.tv/de

„24h Jerusalem“ erzählt die Heilige Stadt durch die Augen der Menschen, die in ihr leben und die in ihre Widersprüche verstrickt sind: Juden, Muslime und Christen, Israelis, Palästinenser und Ausländer, Frauen und Männer, Immigranten und Alteingesessene, Gläubige und Atheisten, Nachteulen und Frühaufsteher. 70 Filmteams begleiteten rund 90 Protagonisten mit den unterschiedlichsten Lebensgeschichten bei der Arbeit und in der Freizeit, in enge Wohnungen und großzügige Villen, in Tempeln, Moscheen und Kirchen, in israelischen Siedlungen und palästinensischen Flüchtlingscamps. In ganzen 24 Stunden eröffnen sich dem Beobachter die faszinierenden Facetten von Jerusalem. “

” Die Einheit der Stadt Jerusalem war nur in unserem Schneideraum möglich “
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Dodo Marx: Staat kann nicht eigene Religion machen

comeceAls Vorsitzender der EU-Bischofskommission COMECE hat sich Kardinal Reinhard Marx gegen einen „Weltanschauungsstaat“ gewandt.

kath.net

Gegen einen «Weltanschauungsstaat» hat sich der Vorsitzende der EU-Bischofskommission COMECE, Kardinal Reinhard Marx, gewandt. Er befürworte einen liberalen, säkularen Staat, sagte Marx am Donnerstag in Brüssel. Es gehe aber nicht an, wenn der Staat quasi eine eigene Religion schaffe. Religionsfreiheit bedeute, dass der Staat nicht Religion reguliere und etwa vorschreibe, was eine Ehe ist.

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Regensburg: Piraten-Stadträtin macht mobil: Kruzifix im Stadtrat abhängen?

Der Corpus von Gert H. Meier im Rathaus soll runter – fordern die Piraten. (Foto: Stadt)

Piraten-Stadträtin will konfessionelle Neutralität im Rathaus erzwingen

idowa

Die Stadträtin Ewa Tuora-Schwierskott (Piraten) will, dass das Kruzifix aus dem Sitzungssaal des Regensburger Rathauses entfernt wird. Im entsprechenden Antrag an den OB schreibt sie: “In Deutschland existiert eine von der Verfassung garantierte religiös-weltanschauliche Neutralität des Staates. Dies bedeutet, dass der Staat keine Religion oder Weltanschauung bevorzugen oder benachteiligen darf.”

Dies sieht Stadträtin Ewa Tuora-Schwierskott, wie auch die Piratenpartei, im Regensburger Stadtrat durch ein im Sitzungssaal aufgehängtes Kruzifix nicht gegeben.

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