
US-Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney (Bild: picture alliance / dpa / Jim Lo Scalzo)
“Let’s praise the Lord!” – wenn Barack Obama will, zelebriert er politische Auftritte mit einem religiösen Pathos, das viele seiner europäischen Bewunderer befremden dürfte. Doch in den USA ist der Glaube eines Politikers nicht dessen Privatsache.
Von Sabina Matthay – Deutschlandradio Kultur
Mehr als zwei Drittel der Amerikaner legen Wert darauf, dass ihr Präsident starke christliche Überzeugungen hat, sie gar öffentlich formuliert. Von den 535 Abgeordneten des Repräsentantenhauses bekennt sich nur ein einziger offen zum Atheismus.
Doch die religiöse Landschaft Amerikas wandelt sich, abzulesen am Glaubenshintergrund der beiden wichtigsten Präsidentschaftskandidaten 2012.
Der Amtsinhaber wurde erzogen von einer Mutter, die er als Agnostikerin mit Interesse an vielen unterschiedlichen Religionen und Neigung zur Spiritualität beschreibt und konvertierte erst als Erwachsener zum christlichen Glauben. Sein Rivale gehört als Mormone einer vergleichsweise jungen Religionsgemeinschaft an, die zwar ur-amerikanisch, aber keineswegs “mainstream” ist. Die beiden Kandidaten für die Vizepräsidentschaft sind Katholiken.
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