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Charles Darwin kämpft um Platz im US-Kongress

Etwa 4.000 Stimmen hat Charles Darwin, der im 19. Jahrhundert lebte, bei den Wahlen ins Repräsentantenhaus des US-Kongresses bekommen.

radio Stimme Russlands

Am Wahltag, den 6. November, trugen die Wähler des 10. Wahlbezirks in Georgia den Namen von Charles Darwin in den Wahlzettel ein und machten ein Kreuz rechts von seinem Namen.

Der Anlass zur Aktion wurde die Erklärung des Kongressmitgliedes von der Republikanischen Partei Paul Brown. Beim Treffen mit seinen Anhänger sagte er, die Lehre von Darwin und andere wissenschaftliche Theorien, die den Ursprung des Lebens auf der Erde erklären, seien „Lügen, die aus der Hölle selbst stammen“. Im Bezirk, wo der kämpferische Kongressmann gewählt wurde, wurden seine Aussagen als Obskurantismus ausgelegt.

Praise the Lord! – Aber nur wenn es opportun ist

US-Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney (Bild: picture alliance / dpa / Jim Lo Scalzo)

“Let’s praise the Lord!” – wenn Barack Obama will, zelebriert er politische Auftritte mit einem religiösen Pathos, das viele seiner europäischen Bewunderer befremden dürfte. Doch in den USA ist der Glaube eines Politikers nicht dessen Privatsache.

Von Sabina MatthayDeutschlandradio Kultur

Mehr als zwei Drittel der Amerikaner legen Wert darauf, dass ihr Präsident starke christliche Überzeugungen hat, sie gar öffentlich formuliert. Von den 535 Abgeordneten des Repräsentantenhauses bekennt sich nur ein einziger offen zum Atheismus.

Doch die religiöse Landschaft Amerikas wandelt sich, abzulesen am Glaubenshintergrund der beiden wichtigsten Präsidentschaftskandidaten 2012.

Der Amtsinhaber wurde erzogen von einer Mutter, die er als Agnostikerin mit Interesse an vielen unterschiedlichen Religionen und Neigung zur Spiritualität beschreibt und konvertierte erst als Erwachsener zum christlichen Glauben. Sein Rivale gehört als Mormone einer vergleichsweise jungen Religionsgemeinschaft an, die zwar ur-amerikanisch, aber keineswegs “mainstream” ist. Die beiden Kandidaten für die Vizepräsidentschaft sind Katholiken.

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Mit der Bibel gegen den Klimawandel

Kongressabgeordneter Shimkus: "Der Mensch wird die Erde nicht zerstören." AP

Wirre Thesen aus den USA – “as thick as two short planks”

Der Klimawandel ist kein Grund zur Sorge, denn nur Gott kann die Welt zerstören: Diese These des US-Abgeordneten John Shimkus sorgt jetzt für Schlagzeilen – denn er will ausgerechnet Chef des Energie- und Handelsausschusses im Repräsentantenhaus werden.

SpON

Er hofft auf den Chefsessel des Energie- und Handelsausschusses im US-Repräsentantenhaus. Doch fraglich ist, ob er mit seinen kruden Thesen so weit kommt: John Shimkus, republikanischer Kongressabgeordneter, ist der Meinung, die Angst vor dem Klimawandel sei komplett unbegründet.

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