Schlagwort-Archive: Risiken

Nocebo-Effekt: Krank vor Angst beim Arzt

Bild: onmeda

Die Furcht vor Risiken und Nebenwirkungen einer Behandlung behindert oft die Heilung. Ein falsches Wort vom Arzt kann Patienten sogar krank machen.

Von Susanne WächterOnmeda

“Ihr Rücken ist ein Trümmerfeld”, oder: “dann machen wir sie jetzt fertig”, solche Aussagen von Medizinern, können für Patienten fatale Folgen haben. Während Tabletten ohne jeglichen Wirkstoff heilen können, kann im Umkehrschluss eine bloße Erwartung bei der Einnahme von pharmazeutischen Mitteln oder einer ärztlichen Behandlung krank machen. Nocebo, was übersetzt so viel heißt wie “ich werde schaden”, gilt als das Gegenteil des bekannteren Placebo-Effektes.

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NDR Kultur kontrovers: Das Kreuz mit Herrn Matussek

Im Hamburger Studio diskutierten mit Moderator Ulrich Kühn (li.) Hilal Sezgin und Matthias Matussek. Aus Berlin war Rolf Schieder und aus Saarbrücken Michael Schmidt-Salomon zugeschaltet. Fotograf: Jil Hesse

Manchen Menschen ist sie das moralische Fundament ihres Lebens, anderen nur eine lästige, einengende oder gar bedrückende Bürde. Welchen Platz hat das Religiöse in unserer Gesellschaft? Das war eine der zentralen Fragen in der Sendung NDR Kultur kontrovers.

Von Guido PaulingNDR.de

Eines war die Diskussionsrunde auf NDR Kultur ganz gewiss – kontrovers! Und zwar manchmal in einem Maße, dass Wortbeiträge quer und konträr durch den Raum flogen. In der einstündigen, leidenschaftlich geführten Debatte über Segen, Risiken und Gefahren von Religionen hatten sehr viele bedenkenswerte Argumente ihren Platz. So definierte der Journalist, Autor und bekennende Katholik Matthias Matussek die prinzipielle Unantastbarkeit von Religion mit den Worten: “Ich glaube, dass die Religion zum allerpersönlichsten, heiligsten Bezirk gehört, und dass man darauf Rücksicht nehmen sollte. Ich würde auch nicht das Liebesempfinden eines anderen lächerlich machen. Ich würde das Schönheitsempfinden eines anderen nicht lächerlich machen – und eben nicht das Wahrheitsempfinden.”

Sendung zum Nachhören

Kulturell begründetes Burkaverbot bedroht Religionsfreiheit

Dr. John Graz, Religionsfreiheitsexperte © Foto: ANN file photo

Die Gesetze zum Verbot der Ganzkörperverschleierung in der Öffentlichkeit, die im Frühjahr 2011 in Frankreich und Belgien in Kraft getreten sind, geniessen nicht nur bei der Bevölkerung in den betroffenen Ländern grosse Zustimmung, sondern in ganz Europa, schreibt Pastor Dr. John Graz (Silver Spring, Maryland/USA) in einem Kommentar für Adventist News Network.

Adventistischer Pressedienst

Laut Staatspräsident Nicolas Sarkozy richte sich das Burkaverbot nicht gegen die Religionsfreiheit, sondern versuche die Würde und Gleichheit der Frauen in Frankreich zu schützen. Es sei aber allen klar, meinte Graz, dass dabei ein starkes politisches Kalkül mitschwinge.

„Europa hat im Umgang mit religiösen Minderheiten eine wechselvolle Geschichte“, schreibt Graz, Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten. „Es genügt die Erwähnung des berüchtigten französischen ‚Anti-Sekten-Gesetzes‘ aus dem Jahr 2000, mit dem die Behörden langjährig etablierten und breit anerkannten Glaubensgemeinschaften ihre Rechte verweigerten, oder mit dem das Verbot von Kopftüchern an öffentlichen Schulen durchgesetzt worden ist.“

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Evangelikale Sicht auf die Integration

Der Religionssoziologe Thomas Schirrmacher hat sich am Freitag mit Chancen und Risiken der multikulturellen Gesellschaft befasst. Foto: Bucer-Seminar

Über die Chancen und Gefahren einer “multikulturellen Gesellschaft” hat der Religionssoziologe Thomas Schirrmacher bei einem Vortrag in Limburg am Freitag referiert. Um die Herausforderungen, Chancen und Risiken des Multikulturalismus zu verdeutlichen, sei eine sehr differenzierte Diskussion notwendig, so der Theologe.

pro Medienmagazin

Schirrmacher belegte statistisch, dass Deutschland seit Ende des Zweiten Weltkrieges das führende Einwanderungsland in Europa sei. Selbst Roderich Egeler, der Präsident des Statistischen Bundesamtes, der sich ansonsten eher mit politischen Aussagen zurückhalte, habe davon gesprochen, dass Deutschland die Zuwanderer dringend benötige, wenn es nicht ausdünnen und vergreisen wolle: “Der Rückgang der Bevölkerung vollzieht sich ausschließlich bei den Deutschen ohne Migrationshintergrund.”
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GRÜNE Medienmacht?

Laut verschiedener Studien stehen die meisten Journalisten in Deutschland den Grünen nahe. Foto: Bob Barr/flickr

Den dauerhaften Erfolg von Bündnis 90/Die Grünen und ihren augenblicklichen Höhenflug erklärt der Professor für Empirische Kommunikationsforschung an der Universität Mainz, Hans Mathias Kepplinger, damit, dass die meisten Journalisten den Grünen nahestehen. Auf diesen Zusammenhang weist auch der Berliner Journalistik-Professor Wolfgang Stock in der nächsten Ausgabe des Christlichen Medienmagazins pro hin.

pro Medienmagazin

“Wir wissen: Nach Meinung der Bundestagsabgeordneten und der Berlin-Korrespondenten besitzen die Medien mehr Einfluss auf die Politik, als die Politik auf die Medien ausübt”, schreibt Kepplinger in einem Beitrag für das Nachrichtenmagazin “Focus”. Auf die Frage, wem dieser Einfluss der Medien zugute kommt, verweist er auf eine Befragung aus dem Jahr 2005, in der 34 Prozent der Journalisten erklärten, sie stünden den Grünen nahe, während 25 Prozent die SPD nannten.

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