Schlagwort-Archive: Saudi-Arabien

Ägypten: Muslimbrüder unter Druck – Erdoğan—Sie sind bei uns willkommen

muslimbrotherhoodDie Türkei will den unter Druck geratenen ägyptischen Muslimbrüdern im Exil in Katar gegebenenfalls Zuflucht gewähren. Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan sagte laut türkischen Medien (Dienstag), sein Land werde Aufenthaltsgesuche Fall für Fall prüfen.

Deutsch Türkisches Journal

Wenn es keinen Hinderungsgrund gebe, seien Muslimbrüder ebenso wie andere ausländische Gäste in der Türkei willkommen, sagte Erdoğan auf dem Rückflug von einem zweitägigen Staatsbesuch in Katar vor Journalisten.

Katar hatte führenden Mitgliedern der dem politischen Islam zuzurechnenden Muslimbruderschaft nach dem Sturz von Ägyptens Staatspräsident Muhammad Mursi im Juli 2013 Aufenthalt gewährt. Die Gastgeber gerieten in der Folge unter diplomatischen Druck durch Ägypten wie auch Saudi-Arabien und andere Golfstaaten.

weiterlesen

Atheist Maher verteidigt Christen

Der bekennende Atheist Bill Maher hat sich in einer amerikanischen Fernseh-Show schützend vor Christen gestellt Foto: Angela George / Wikipedia | CC-BY 3.0

Der US-Komiker Bill Maher hat in der amerikanischen Talkshow Charlie Rose eine Lanze für Christen gebrochen. Dabei ist Maher selbst überzeugter Atheist.

pro Medienmagazin

Maher glaubt zwar nicht an Gott, aber dem Christentum scheint er doch etwas abgewinnen zu können. Zumindest hält er es für friedfertiger als den Islam: In der Talk-Sendung Charlie Rose sagte er, dass die meisten Christen nicht der Meinung seien, wer dem Christentum den Rücken kehrt, sollte dafür getötet werden. Christen behandelten Frauen auch nicht als Bürger zweiter Klasse. Ebenso glaubten sie nicht, dass getötet werden müsse, wer ein Bild von Jesus Christus zeichnet. Dies sei unter Muslimen anders.

weiterlesen

Die neuen Allianzen im Nahen Osten

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Die Wucht des Islamischen Staats wirbelt das Freund-Feind-Denken im Nahen Osten durcheinander: Der Iran schließt eine Allianz mit den USA nicht aus. Und könnte vielleicht Baschar al Assad helfen?

Von Niels Krusestern.de

Im Nahen Osten gilt seit langer Zeit: Jeder gegen jeden und alle gegen Israel. Auf den jüdischen Staat als Feindbild konnten sich die meisten arabischen Länder bislang einigen, selbst wenn sie sich gegenseitig nicht ausstehen konnten oder können, wie etwa Iran und Saudi-Arabien. Die Nischen, in denen sich die beiden großen Vertreter der wichtigsten islamischen Strömungen eingerichtet hatten, sind in den letzten Jahren unbequemer geworden – vor allem mit Beginn des Arabischen Frühlings. Seitdem aber die Dschihadisten des (sunnitischen) “Islamischen Staats” die Macht in Teilen Syriens und dem Irak an sich gerissen haben, ist die Unbequemlichkeit einer Panik gewichen, die längst über die Region hinauswirkt.

weiterlesen

Kauders lehre Sprechblasen: “Verantwortung vor Gott”

Kauder rechtfertigte Waffenlieferungen an die Kurden im Irak und erklärte, Deutschland müsse offen für Flüchtlinge aus Krisenländern sein Foto: pro

Die Entscheidung, Waffen in den Irak zu liefern, muss Volker Kauder vor Gott verantworten. Diese Gedanken hat der Unions-Fraktionsvorsitzende am Mittwochabend während seines Vortrags „Gefährlicher Glaube: Christenverfolgung heute“ im erzgebirgischen Schwarzenberg öffentlich gemacht. Der Politiker möchte Ende der Woche in das Krisengebiet reisen.

pro Medienmagazin

Christenverfolgung finde aktuell vor allem dort statt, „wo staatliche Autorität nicht mehr in der Lage ist oder nicht bereit ist, Religionsfreiheit zu schützen und die Christen zu schützen“, sagte der CDU-Politiker. Dies sei etwa im Irak, in Syrien, dem Libanon, im Südsudan oder in Nigeria der Fall.

Dass die Verfolgung durch Terrorristen und unterschiedliche ethnische Gruppen passiere, bezeichnete Kauder als „eine der größten Herausforderungen für uns in Deutschland und die demokratisch organisierte Welt“. Nun habe sich die Bundesregierung entschlossen, Waffen in den Irak zu liefern. Dieser Vorstoß folge langen Diskussionen, ob Deutschland nur materielle Unterstützung und Überlebenshilfe oder auch militärische Hilfe, Munition und Waffen, biete.

weiterlesen

Deutschland liefert trotz des Gaza-Kriegs Rüstungsgüter an Israel

Bild: bilder.t-online.de

Bild: bilder.t-online.de

Deutschland hat auch nach Beginn des Gaza-Krieges noch Rüstungsgüter im Wert von über 600 Millionen Euro an Israel geliefert.

evangelisch.de

Das geht aus einer Antwort von Wirtschafts-Staatssekretär Rainer Sontowski an den Linke-Politiker Jan van Aken hervor, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Zwar seien seit Beginn der Angriffe am 8. Juli “keine Genehmigungen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz zum Zweck der Ausfuhrbeförderung nach Israel” erteilt worden. Aber seither habe es bereits zuvor genehmigte Ausfuhren im U-Bootbereich in Höhe von 599,24 Millionen Euro sowie von Waffenzündern im Wert von 908 150 Euro gegeben, teilte das Ressort von Minister Sigmar Gabriel (SPD) mit.

weiterlesen

Volker Kauder: “Wir müssen den Amerikanern dankbar sein”

Volker Kauder: Nichts ist wichtiger als Religion (= Christentum)Der Vorsitzende der Unionsfraktion, Volker Kauder, lobt den Einsatz der US-Armee gegen die islamistischen Terroristen im Nordirak – und bringt neue Regeln für Waffenexporte ins Gespräch.

Von Jochen Gaugele und Thomas VitzthumDIE WELT

Welt am Sonntag: Sind Sie urlaubsreif, Herr Kauder?

Volker Kauder: Für die meisten Menschen ist Urlaub sehr wichtig. Zum Glück bin ich gesund und fühle mich wohl. Und so komme ich ohne Urlaub aus. Ich vermisse ihn auch nicht.

Welt am Sonntag: Gar kein Urlaub, ist das nicht furchtbar?

Kauder: Überhaupt nicht. Ich mache jedes Jahr eine Sommertour durch meinen Wahlkreis. Ich bin 14 Tage lang von morgens bis abends unterwegs und spreche mit den Bürgern. Da erfahre ich sehr viel auch für die Arbeit in Berlin, und die Tour macht mir einfach Spaß.

Welt am Sonntag: Mal auf eine Insel oder in die Berge wie die Kanzlerin – wäre das nichts für Sie?

weiterlesen

Treppenwitz: Ägypten und Saudi-Arabien gegen den radikalen Islam

König Abdullah von Saudi-Arabien empfing den ägyptischen Präsidenten al-Sisi. / Bild: (c) REUTERS

König Abdullah empfing Präsident al-Sisi. Sie wollen die wahren und gemäßigten Werde des Islam fördern, so ein Sprecher al-Sisis.

Die Presse

Ägypten und Saudi-Arabien wollen gemeinsam gegen die Radikalisierung des Islam vorgehen. Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi und König Abdullah hätten bei einem Treffen am Sonntag vereinbart, zusammen die wahren und gemäßigten Werte des Islam, ohne Extremismus und Terrorismus zu fördern, sagte Sisis Sprecher Ehab Badawi der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena zufolge.

weiterlesen

Vollverschleiert in die Selbstbestimmung

Burqua Burka

Burka (CC-by-sa/2.0/en by Rockin’ the Khuff)

Worin liegt der Unterschied zwischen einer Regierung, die Frauen zwingt, ein Stück anzuziehen und einer, die verlangt es auszuziehen? Unser Kolumnist Emran Feroz fragt, wer hier eigentlich Frauen unterdrückt: der Islam oder europäische Gerichte?

Von Emran FerozND

Wer Sara ins Gesicht schaut, sieht nur ihre blauen Augen. Vor rund vier Jahren entschloss sich die 26-Jährige, zum Islam zu konvertieren. Seit jeher trägt sie einen Niqab, eine Vollverschleierung. In Frankreich – das ist nun dank des Europäischen Gerichtshofes sicher – könnte sie für das Tragen des Niqabs mit einer Geldbuße bestraft werden. Nun erwägen weitere europäische Staaten das sogenannte »Burka-Verbot«.

Für Sara, die meint, vor einigen Jahren mit ihren blonden Haaren und blauen Augen nicht deutscher hätte sein können, ist das Urteil ein Affront. »Worin liegt der Unterschied zwischen einer Regierung, die einen zwingt, ein Stück Stoff anzuziehen und einer, die verlangt, ein Stück Stoff auszuziehen?«, fragt sich die junge Deutsche nun zu Recht. Denn das Urteil der Straßburger Richter ist nicht nur übertrieben, sondern fast schon radikalsäkular. Es ist eine Form staatlicher Gewalt, ein Stück Stoff zwanghaft aus der Gesellschaft zu verbannen. De facto darf der Staat nur in das Selbstbestimmungsrecht eines Individuums eingreifen, wenn dabei Rechte anderer verletzt werden. Man kann von einem Niqab halten, was man will, Rechte Dritter verletzt er sicherlich nicht.

weiterlesen

INTERVIEW MIT HAMED ABDEL–SAMAD ÜBER ISLAMISMUS

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Der deutsch-ägyptische Politologe Hamed Abdel-Samad setzt sich kritisch mit dem Islam und Islamismus auseinander – so kritisch, dass radikale Muslime gegen ihn eine Fatwa aussprachen. Seitdem muss er geschützt werden. Mit dem Buchautor, der jetzt auf Einladung der Liberalen Gesellschaft nach Bremen kam, sprach Ben Zimmermann über das jüngste Burka-Urteil, islamistischen Terrorismus und das Erbe des arabischen Frühlings.

WESER KURIER

„Nichts ist mehr stabil“

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das Burka-Verbot in Frankreich für rechtens erklärt. Ist dies aus Ihrer Sicht ein gutes Urteil?

Hamed Abdel-Samad: Ja. Es gibt auch im Islam kein Gebot, die Burka zu tragen. Sein Gesicht zu zeigen, ist extrem wichtig für die Kommunikation, damit jeder weiß, wer sein Gegenüber ist. Das Tragen der Burka ist ja eine klare Botschaft der Trägerin an die Gesellschaft: Ich will mit euch nichts zu tun haben.

Genau das war auch die Begründung der Richter. Könnte deren Urteil ein Mittel gegen die Ausbreitung eines reaktionären Islam sein?

Hamed Abdel-Samad: Man muss natürlich noch sehr viel mehr tun, beispielsweise in den Schulen. So plädiere ich auch dafür, dass Mädchen unter 16 Jahren kein Kopftuch tragen dürfen.

weiterlesen

Konfessionelle Spaltung des Islam: Wie Sunna und Schia getrennte Wege gingen

Von Kurt Westergaard

Von Kurt Westergaard

Warum hassen sich die Sunniten und Schiiten im Irak? Die Antwort liegt knapp 1400 Jahre zurück. Doch der Wahnsinn wirkt bis heute und wird immer schlimmer. Die mächtigen Paten der beiden Konfessionen nutzen das für ihre Interessen.

Von Tom Garusn-tv

Wir alle streiten, das ist menschlich. Nicht zwangsläufig aber muss ein Streit in einer Feindschaft enden. Wenn die Gräben zu tief sind, wenn Vorwürfe zu schwer wiegen oder wenn der Streitpunkt nur am Leben erhalten wird, weil zwei Mächte um ihren Einfluss kämpfen, dann entwickelt Streit eine Eigendynamik, die in Hass umschlagen kann. Genau das ist im Nahen Osten passiert, wo sich Sunniten und Schiiten seit knapp 1400 Jahren niedermachen – und alles wegen einer Meinungsverschiedenheit.

Der Prophet Mohammed, der Gründer des Islam, starb überraschend im Jahr 632. Vor seinem Tod hatte er nicht geregelt, wer sein Nachfolger an der Spitze der neuen Glaubensgemeinschaft werden sollte. Zu dieser Zeit gab es noch keine Teilung in Sunniten und Schiiten. Erst mit dem Tod Mohammeds war ein Vakuum aufgerissen, das den gewaltigen theologischen Konflikt anziehen musste. Denn die Nachfolge Mohammeds an der Spitze der Muslime war nicht geklärt.

weiterlesen

Pazifismus: Pro Käßmann, Contra Broder

Hubschrauber des Heeres/Hammelburg Bild: bb

Hubschrauber des Heeres/Hammelburg
Bild: bb

Bundespräsident Joachim Gauck meint, im Kampf für Menschenrechte sei es manchmal erforderlich, „auch zu den Waffen zu greifen“. Er fordert mehr internationales Engagement von Deutschland. Ganz anders sieht das Margot Käßmann. In einem Interview sagte sie, einen gerechten Krieg könne es nicht geben. Doch können wir uns angesichts weltweiter Krisen Pazifismus noch leisten?

kath.net

PRO
Wie traurig, dass unsere Gesellschaft nur vom Krieg her denken kann! Da werden Milliarden von Euro investiert, um Waffen herzustellen. Deutschland ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt. Nach Syrien, nach Libyen wurde geliefert, heute nach Saudi-Arabien und Katar – Staaten, die wahrhaftig nicht für eine blühende demokratische Kultur bekannt sind. Gleichzeitig beklagen wir Kriege, als sei es eine Überraschung, dass die Waffen auch angewendet werden.

weiterlesen

Käßmann fordert Ende der deutschen Rüstungsproduktion

Margot-Kässmann„Wir können doch nicht die Kriege beklagen, die wir mit Waffen erst möglich machen“, sagt Margot Käßmann. Sie freue sich, wie sehr die Deutschen den Krieg ablehnten, äußert die frühere EKD-Vorsitzende.

Frankfurter Allgemeine

Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat deutsche Waffenexporte scharf kritisiert und ein Ende der Rüstungsproduktion in Deutschland gefordert. „Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass wir der drittgrößte Waffenexporteur der Welt sind“, sagte Käßmann der „Bild am Sonntag“. „Wir können doch nicht die Kriege beklagen, die wir mit Waffen erst möglich machen.“

Das Argument des Wirtschaftswachstums dürfe bei Rüstungsexporten nicht gelten, sagte die Theologin. „Da geht es um 0,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Es muss doch möglich sein, diese Arbeitsplätze in konstruktive Produktionen zu verlagern“, sagte Käßmann der „BamS“.

weiterlesen

Wahhabismus: Der tägliche Gotteswahn in Saudi-Arabien

“ALS Unit” (Advanced Life Support) in Riad, Bild:AP

Ein Jahr lang arbeitete Stefan Bauer als Rettungsassistent für den Roten Halbmond in Saudi-Arabien. Viele der Geschichten, die der Deutsche über diese Zeit erzählt, sind kaum zu ertragen – und bieten einen seltenen Einblick in eine abgeschottete Gesellschaft.

Von Rainer LeursSpON

SPIEGEL ONLINE: Herr Bauer, Notärzte und Rettungsassistenten sind normalerweise einiges gewohnt, was blutige Szenen und menschliche Schicksale angeht. Sie haben ein Jahr als Paramedic in Riad gearbeitet; am Ende konnten sie nachts nicht mehr schlafen. Was war da los?

Bauer*: Zunächst mal habe ich in dem einen Jahr geschätzt 250 Verkehrstote gesehen. Das erleben Sie im deutschen Rettungsdienst in einem ganzen Berufsleben nicht.

SPIEGEL ONLINE: Warum war das so?

Bauer: Die Leute halten sich nicht an Verkehrsregeln, anschnallen braucht man sich nicht. Dicke Autos sind zudem oft das einzige Hobby der jungen Männer: Kinos, Bars oder Konzerte gibt es keine, und mit Frauen treffen kann man sich auch nicht wirklich. Was es gibt, ist die Ring Road, einen Highway, der um die Stadt Riad herumführt. Dort gehen diese Leute driften, und irgendwann überschlägt sich eben einer. Dann haben Sie fünf, sechs Tote auf dem Highway liegen. Gerade am Wochenende war klar: Die ganze Nacht müssen Sie zu schlimmen Verkehrsunfällen fahren.

weiterlesen

Dodo Käßmann: Es gibt keinen „gerechten Krieg“ – nicht mal gegen Hitler-Deutschland

Margot-KässmannJüngst feierte die Welt den 70. Jahrestag des D-Day. Da bricht die Ex-EKD-Vorsitzende Käßmann eine Lanze für den Frieden. Und wartet mit einer provokanten These auf: Es gebe keinen „gerechten Krieg“ – noch nicht einmal gegen Hitler-Deutschland.

FOCUS ONLINE

Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat sich kritisch über deutsche Waffenexporte geäußert. „Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass wir der drittgrößte Waffenexporteur der Welt sind“, sagte Käßmann der „Bild am Sonntag“. „Wir können doch nicht die Kriege beklagen, die wir mit Waffen erst möglich machen.“

Wir müssten fragen, so Käßmann, „wer denn all die Waffen und die Teile für die Giftgasanlagen nach Syrien geliefert hat. Das war leider sehr oft auch Deutschland.“

weiterlesen

Saudi-Arabien sanktioniert Niederlande

Geert Wilders, Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-2.0

Saudi-Arabien hat Wirtschaftssanktionen gegen die Niederlande verhängt. Der Rechtspopulist Geert Wilders hatte auf Aufklebern verbreitet, der Islam sei eine Lüge.

taz.de

Saudi-Arabien hat wegen einer islamfeindlichen Aktion des Rechtspopulisten Geert Wilders Handelssanktionen gegen die Niederlande verhängt. Ein Sprecher des saudischen Außenministeriums sagte dem Nachrichtenportal Sabq am Dienstagabend, die Behörden und Unternehmen hätten mit der Umsetzung einer entsprechenden Direktive des Königs Abdullah begonnen.

weiterlesen

Schwachsinn: Saudis drohen Den Haag mit Sanktionen wegen Islamkritik

Bild: (c) REUTERS (MICHAEL KOOREN)

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders verbreitet Aufkleber gegen den Islam. Riad stellt wirtschaftliche Strafen in den Raum.

Die Presse.com

Die diplomatischen Spannungen zwischen den Königreichen der Niederlande und Saudiarabien verschärfen sich: Nachdem der niederländische Populist und Islamkritiker Geert Wilders mit einer neuen Anti-Islam-Aktion Aufsehen erregt hat, will Saudiarabien Wirtschaftssanktionen gegen Den Haag. „Wir nehmen diese Drohungen aus Riad sehr ernst und beraten uns über eine Antwort“, sagte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte am Wochenende.

weiterlesen

Saudi-Arabien: Tausend Peitschenhiebe für Menschenrechtler

Bild: centerforinquiry.net

Wegen “Beleidigung des Islam” verurteilt ein Gericht in Saudi-Arabien den Menschenrechtsaktivisten und Blogger Raif Badawi zu einer langen Haftstrafe, einem sechsstelligen Bußgeld und tausend Peitschenhieben. Anlass: Sein Blog über die Religionspolizei.

Süddeutsche.de

Wegen “Beleidigung des Islams” hat ein Gericht in Saudi-Arabien einen Menschenrechtsaktivisten zu zehn Jahren Haft und tausend Peitschenhieben verurteilt. Der Gründer der Organisation Liberales Saudiarabisches Netzwerk, Raif Badawi, müsse zudem ein Bußgeld von umgerechnet knapp 194.000 Euro zahlen, sagte die Vorsitzende des Netzwerks, Suad Schammari.

weiterlesen

Syrian Rebels Crucified

Bild: bewtween the lines

Der Krieg gegen die Regierung von Baschar al-Assad nimmt von Seiten der islamistischen Terrorgruppen immer brutalere Formen an. So meldete die britische Zeitung „Daily Mail“ , dass von der Terrorgruppe „Islamischer Staat von Irak und der Levante“ (ISIL) sieben Mitglieder einer anderen Rebelengruppe getötet worden seien, zwei davon wurden öffentlich gekreuzigt und zur Schau gestellt.

BETWEEN THE LINES – LUDWIG WATZAL

Die syrische Beobachtergruppe für Menschrechte berichtet, dass dies nicht die ersten Kreuzigungen gewesen seien. So haben die Terroristen von ISIl am 16. April einen Mann wegen Diebstahls ebenfalls gekreuzigt. Am 7. April wurde der niederländische Jesuitenpater Frans van der Lugt in Homs von Terroristen hingerichtet. Die Idenität der Killer konnte bis heute nicht ermittelt werden.
Für die Exzesse in Syrien tragen der Westen zusammen mit den funamentalistischen Regiemen in Saudi-Arabien, Katar und der Türkei letztendlich die Verantwortung, weil sie seit drei Jahren versuchen, Al-Assad zu stürzen und ihn durch handverlesene Marionetten von der so genannten Freien Syrischen Armee zu ersetzen. Dieses Abenteur war ein totaler Fehlschlag. Die „Freie Syrischen Armee“ spielt im Machtkampf in Syrien keine Rolle mehr. Radikale Terrorristen der Al-Nusra-Front und von ISIL haben das Heft des Handelns an sich gerissen und verbreiten Terror, Angst und Schrecken.
weiterlesen

Saudischer Greisen-König Abdullah hält Prinzessinnen gefangen

Abdullah ibn Abd al-Aziz (2007), Bild: wikimedia.org

Vier Königstöchter im goldenen Käfig – das klingt nach 1001 Nacht, ist aber bittere Realität für vier arabische Frauen. Ihr Vater, der Saudi-König Abdullah, hält sie offenbar seit 13 Jahren im Palast gefangen – angeblich aus Rache an ihrer Mutter.

FOCUS ONLINE

Im Palast des saudi-arabischen Königs werden britischen Medienberichten zufolge vier Prinzessinnen gefangen gehalten – und das offenbar seit 13 Jahren. Bei den Frauen soll es sich um Töchter des saudi-arabischen Königs Abdullah handeln, so die Berichte übereinstimmend.

Eine Journalistin derbritischen Zeitung „The Sunday Times“ berichtet, per E-Mail einen Hilferuf von zwei der Prinzessinnen erhalten zu haben. Demzufolge werden die Frauen im Alter zwischen 38 und 42 Jahren komplett von der Außenwelt abgeschirmt: kein Besuch, Überwachung rund um die Uhr, kein Ausgang. Der bereits 89 Jahre alte König Abdullah soll seinem Sohn die Verantwortung für die Gefangenen übertragen haben.

weiterlesen

Islam im Kleid westlich-revolutionärer Ideologien

Proteste gegen die ägyptische Muslimbruderschaft (Bild: Voice of America, Public Domain/US-Gov)

Proteste gegen die ägyptische Muslimbruderschaft (Bild: Voice of America, Public Domain/US-Gov)

Auch Muslime müssen sich die Frage stellen, ob das, was heute so alles als islamisch etikettiert wird, auch wirklich etwas mit dem Islam zu tun hat.

Telepolis – Eren Güvercin

Es war eine Frage der Zeit, dass Splittergruppen in Ägypten auf Terroranschläge zurückgreifen. Die Nachricht vom Terroranschlag auf einen Touristenbus in Taba deutet zumindest darauf hin. Um jedoch die Krisen und Konflikte im Nahen Osten einordnen zu können und den Blick auf das Wesentliche nicht zu verlieren, reicht es nicht aus, auf die “Breaking News”, die im Sekundentakt auf uns einprasseln, zu schauen, sondern wir müssen vielmehr auf die historischen und ideologischen Hintergründe der verschiedenen Parteien eingehen. Gerade wenn es um die aktuelle Situation in Ägypten geht, spielt das Phänomen des politischen Islams hierbei eine Schlüsselrolle.

Die heutigen Kommunikationsmittel erlauben es dem modernen Staatsbürger, sich über alles zu informieren, ohne irgendetwas zu verstehen.
— Nicolás Gómez Dávila, Scholien zu einem inbegriffenen Text

Sowohl unter den Muslimen als auch Nichtmuslimen dominiert allzu oft das Denken in politischen Lagern, in Schwarz und Weiß, so als ob eine dritte Position denkunmöglich sei, als ob es keine Schattierungen gäbe, keine Nuancen. Und nicht wenige Experten stricken – bewaffnet mit den neuesten Nachrichten aus den Newstickern – an der Legende weiter, dass das Übel in Ägypten seinen Ursprung in der Religion, hier: im Islam, habe.

weiterlesen