Schlagwort-Archive: Saudi-Arabien

Saudischer Greisen-König Abdullah hält Prinzessinnen gefangen

Abdullah ibn Abd al-Aziz (2007), Bild: wikimedia.org

Vier Königstöchter im goldenen Käfig – das klingt nach 1001 Nacht, ist aber bittere Realität für vier arabische Frauen. Ihr Vater, der Saudi-König Abdullah, hält sie offenbar seit 13 Jahren im Palast gefangen – angeblich aus Rache an ihrer Mutter.

FOCUS ONLINE

Im Palast des saudi-arabischen Königs werden britischen Medienberichten zufolge vier Prinzessinnen gefangen gehalten – und das offenbar seit 13 Jahren. Bei den Frauen soll es sich um Töchter des saudi-arabischen Königs Abdullah handeln, so die Berichte übereinstimmend.

Eine Journalistin derbritischen Zeitung „The Sunday Times“ berichtet, per E-Mail einen Hilferuf von zwei der Prinzessinnen erhalten zu haben. Demzufolge werden die Frauen im Alter zwischen 38 und 42 Jahren komplett von der Außenwelt abgeschirmt: kein Besuch, Überwachung rund um die Uhr, kein Ausgang. Der bereits 89 Jahre alte König Abdullah soll seinem Sohn die Verantwortung für die Gefangenen übertragen haben.

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Islam im Kleid westlich-revolutionärer Ideologien

Proteste gegen die ägyptische Muslimbruderschaft (Bild: Voice of America, Public Domain/US-Gov)

Proteste gegen die ägyptische Muslimbruderschaft (Bild: Voice of America, Public Domain/US-Gov)

Auch Muslime müssen sich die Frage stellen, ob das, was heute so alles als islamisch etikettiert wird, auch wirklich etwas mit dem Islam zu tun hat.

Telepolis – Eren Güvercin

Es war eine Frage der Zeit, dass Splittergruppen in Ägypten auf Terroranschläge zurückgreifen. Die Nachricht vom Terroranschlag auf einen Touristenbus in Taba deutet zumindest darauf hin. Um jedoch die Krisen und Konflikte im Nahen Osten einordnen zu können und den Blick auf das Wesentliche nicht zu verlieren, reicht es nicht aus, auf die “Breaking News”, die im Sekundentakt auf uns einprasseln, zu schauen, sondern wir müssen vielmehr auf die historischen und ideologischen Hintergründe der verschiedenen Parteien eingehen. Gerade wenn es um die aktuelle Situation in Ägypten geht, spielt das Phänomen des politischen Islams hierbei eine Schlüsselrolle.

Die heutigen Kommunikationsmittel erlauben es dem modernen Staatsbürger, sich über alles zu informieren, ohne irgendetwas zu verstehen.
– Nicolás Gómez Dávila, Scholien zu einem inbegriffenen Text

Sowohl unter den Muslimen als auch Nichtmuslimen dominiert allzu oft das Denken in politischen Lagern, in Schwarz und Weiß, so als ob eine dritte Position denkunmöglich sei, als ob es keine Schattierungen gäbe, keine Nuancen. Und nicht wenige Experten stricken – bewaffnet mit den neuesten Nachrichten aus den Newstickern – an der Legende weiter, dass das Übel in Ägypten seinen Ursprung in der Religion, hier: im Islam, habe.

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Kauder: „Ich werde mich um die Lage der Christen in Nigeria kümmern“

Volker Kauder hat bei seiner Reise nach Ägypten auch mit dem Armeechef Abdel Fattah al-Sisi (ganz rechts) gesprochen. Er hält ihn für vertrauenswürdig Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Eine neue Dynamik wünscht sich der Franktionsvorsitzende von CDU/CSU, Volker Kauder, im Hinblick auf das deutsche und europäische Engagement in Ägypten. Er selbst will auch verfolgte Christen in Nigeria mehr in den Blick nehmen – und kündigt gegenüber pro eine große Arbeitstagung zur Lage der verfolgten Christen weltweit an.

pro Medienmagazin

pro: Sie haben vor einigen Tagen Ägypten besucht. Nach Ihrem Besuch teilten Sie mit, dass sich die Lage der Christen in Ägypten im Vergleich zum Vorjahr verbessert habe. Was genau hat sich verändert?

Volker Kauder: Ich habe ein ausführliches Gespräch mit dem Papst der Kopten geführt. Tawadros II. hat mir berichtet, dass der Schutz der Christen und christlichen Einrichtungen in Ägypten wesentlich besser geworden ist, als er früher war. Es gibt zwar immer wieder Angriffe auf christliche Kirchen, aber bei weitem nicht mehr in dem Maße wie früher. Die neue Regierung bemüht sich also anscheinend mehr um die Christen und geht auch auf sie zu. Zum ersten Mal seit vielen Jahrzehnten war der Ministerpräsident Ägyptens in einer koptischen Kirche. Papst Tawadros II. sagte mir, es gebe Hoffnung für die Christen.

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Adonis: “Religion ist antidemokratisch und antirevolutionär”

Ali Ahmad Said, “Adonis”, Bild: wikimedia.org

Der gebürtige Syrer Adonis gilt als bedeutendster Dichter der arabischen Welt. In Paris erzählt er von den Lehren des Arabischen Frühlings, dem Bürgerkrieg in seiner Heimat und der Macht der Worte.

Von Claas RelotiusDIE WELT

Das Café de Flore, ein holzvertäfeltes Eckcafé im vornehmen Pariser Bezirk Saint-Germain, genießt unter Pariser Intellektuellen und Künstlern eine lange und reiche Tradition. Jean-Paul Sartre traf hier einst Simone de Beauvoir. Auch Giacometti und Picasso waren regelmäßige Gäste. Es verwundert nicht, dass auch Adonis diesen Ort als Treffpunkt vorgeschlagen hat. Der heute meistgelesene und somit bedeutendste Dichter der arabischen Welt lebt seit fast drei Jahrzehnten im Exil in Paris, nennt die Stadt sein Zuhause. Adonis trägt Hut und Regenmantel, als er den Salon betritt. Klein von Gestalt, aber von einer umso größeren Aura umgeben, scheinen ihn die Gäste an den Tischen sofort zu erkennen. Zum Gespräch bestellt der 83-jährige zwei Gläser weißen Rum auf Eis. “Rum hält jung und den Geist lebendig”, sagt er. Wer Adonis erlebt, wer ihm in seine wachen Augen blickt, würde nicht widersprechen.

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Pakistan: Atheisten in Gottes Republik

pakistani_atheistsIn Pakistan wächst die Macht der Extremisten. Gleichzeitig gibt es auch mehr Ungläubige. Sie leben in ständiger Todesgefahr

Von Sabina Matthay - DIE WELT

Ein Pseudonym wie eine Kampfansage: Hazrat NaKhuda – Sankt Ungott – nennt sich der Gründer der Facebook-Gruppe “Pakistani Atheists & Agnostics”. Ein Fanal gegen den Gottes-Glauben, das in der Islamischen Republik Pakistan Mut erfordert. Denn der Vorwurf der Gotteslästerung ist hier schnell konstruiert, und er kann den Tod bedeuten. Deshalb dient der Name der Gruppe auch ihrem Kopf als Pseudonym. Wenn er unter seinem echten Namen erzählen würde, woran er glaubt und woran nicht, dann könnte seine Geschichte schlecht ausgehen.

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Saudi-Arabien: Studentin stirbt – Arzt wird Zutritt verwehrt

qpress.de

Junge saudische Studentin stirbt an Herzinfarkt. Die Universität verweigerte dem zu Hilfe eilenden Notarzt den Zutritt zum Frauencampus, weil „der Islam es verbietet“.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Die strengen Regeln des Islam erlauben es männlichen Ärzten nicht, Frauen ohne Aufsicht zu untersuchen. Ein hoher islamischer Rechtsgelehrter sagte zum Vorfall: „Es ist Frauen nicht erlaubt, Teile ihres Körpers einem Arzt zu zeigen, auch nicht in einem Notfall“.

“Der Islam verbietet es Frauen, sich ohne Begleitung durch eine Aufsichtsperson von einem männlichen Arzt untersuchen zu lassen“. Mit diesen Worten kommentierte ein führender islamischer Rechtsgelehrter des saudischen Rats der Ulema den Vorfall. Der Gelehrte war aufgefordert worden, eine Fatwa zu erlassen, die festlegt, was im konkreten Fall erlaubt und was für das islamische Recht untersagt ist. Der Ulema bestätigte die Entscheidung des Frauencampus der King Saud University, dem männlichen Notarzt den Zutritt zu verweigern, der herbeigeeilt war, um das Leben der Studentin zu retten.

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Die Obsessionen des Herrn Kauder

Volker Kauder, Bild: wikimedia.org

Überall auf der Erde würden Menschen ihres Glaubens wegen gesellschaftlich ausgegrenzt, beruflich und in der Bildung benachteiligt. Sie würden bedroht, enteignet, ins Gefängnis geworfen, gefoltert und sogar ermordet. „Aber keine Glaubensgemeinschaft ist so sehr betroffen wie die Christen“, meint der Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion. 100 Millionen seien es in rund 50 Ländern, beruft sich der protestantische Politiker auf Zahlen von „Open Doors“, einem überkonfessionellen Hilfswerk für verfolgte Christen, das international agiert. Auf deren Zahlen und Berichte zählt Kauder, wenn er nicht auf eigenen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann. Er war auf Einladung der Gemeinde Freie Christen Bissingen Tebis und der Bietigheimer Volksmission gefolgt. Der große Saal und der Nebenraum m Kronenzentrum ist mit rund 700 Zuhörern voll besetzt.

Von Thomas FaulhaberLudwigsburger Kreiszeitung

Fast alle Nationen hätten die UN-Charta unterschrieben. Und diese garantiere die Religionsfreiheit, und auch die Freiheit seine Religion zu wechseln. „Die Realität sehe aber ganz anders aus“, betonte Kauder. Wer in islamischen Ländern missioniere, riskiere den Tod. Der Wechsel der Religion sei dort undenkbar. Schon der Besitz einer Bibel könne mit Haftstrafen bedroht werden. Zum Beispiel in Saudi Arabien.

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Christen-Lügen: Patrouillenboote für die Wahhabiten

micha_4Die Bundesregierung will beim Export von hundert Patrouillenbooten nach Saudi-Arabien mit rund 1,4 Milliarden Euro bürgen. Der Deal sei von “hoher Bedeutung”. Die Grünen fordern einen Stopp.

DIE WELT

Die Bundesregierung will einen milliardenschweren Rüstungsexport nach Saudi-Arabien mit einer Hermes-Bürgschaft absichern. Dies gehe aus einem vertraulichen Schreiben von Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, berichtet das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”.

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Sauditen wollen den Wahhabismus nach Kirgisien exportieren

© Flickr.com/timbrauhn/cc-by

Riad zeigt ein wachsendes Interesse an Kirgisien. Im Januar besuchte der stellvertretende Außenminister Saudi-Arabiens dieses Land. Zuvor weilte auch der Vorsitzende des Beratenden Gremiums von Saudi-Arabien in Bischkek. Indessen ist gut bekannt, dass die Sauditen die Hauptsponsoren einer Verbreitung der Ideologie des Wahhabismus sind. Und da wird Kirgisien kaum eine Ausnahme bilden.

Von Artjom KobsewStimme Russlands

„Heute sind wir Zeugen einer neuen Etappe der Zusammenarbeit zwischen Kirgisien und Saudi-Arabien. Die aktive Entwicklung des Zusammenwirkens zwischen beiden Ländern entspricht den allseitigen Interessen unserer Völker und beider Staaten.“ Diese Worte sagte der Außenminister Kirgisiens, Erlan Abdyldajew, nach seiner Unterredung mit dem stellvertretenden Außenminister Saudi-Arabiens, Khalid bin Saud bin Khalid Al Saud. Vorerst befindet sich die Zusammenarbeit beider Staaten im Anfangsstadium. Aber schon bald kann auf dem Territorium des Flughafens Manas ein saudisches Logistikzentrum entstehen. Übrigens, selbst wenn dieses Vorhaben realisiert werden sollte, sei es verfrüht, davon zu sprechen, dass die Entwicklung der Beziehungen zu Bischkek für die Sauditen eine Priorität geworden sei, vermutet der Mittelasien-Experte Arkadi Dubnow.

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Auch in der Schweiz wird das Internet zensiert

Internetzensur gehört in Ländern wie China zum Alltag – aber auch in demokratischen Ländern ist sie alltäglich. Reuters

Natürlich: In Ländern wie China oder Saudi-Arabien wird das Internet zensiert – aber doch nicht in freien, demokratischen Ländern wie der Schweiz! Stimmt nicht, sagen Christoph Wachter und Mathias Jud. Das Künstlerduo legt mit intelligenter Software-Kunst die digitalen Machtverhältnisse bloss.

Von Sascha RennerSRF

Zensur bringt man für gewöhnlich mit totalitären Regimen in Verbindung. Wer etwa in China das Stichwort «Tiananmen» in eine Suchmaschine eingibt, erhält dafür keine Treffer. Wortfilter zensieren alle Hinweise auf den Platz, auf dem 1989 der Volksaufstand blutig niedergeschlagen wurde. Chinesische Internetnutzer erhalten so ein anderes mediales Abbild der Welt als wir im Westen.

Doch in China weiss man, dass Internetnutzer ausgehorcht, unliebsame Begriffe gefiltert und viele Seiten zensiert werden. Dass in die Struktur des Internets mannigfaltig eingegriffen wird, gehört dort zur alltäglichen Erfahrung.

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Krank: Saudische Religionspolizei verbietet Neujahrsfeiern

Logo der Mutawwa in Saudi-Arabien, Bild: wikimedia

Wer morgen in Saudi-Arabien ins neue Jahr feiert, der könnte Ärger bekommen.

Deutschlandradio Kultur

Denn die Religionspolizei des Landes warnt davor, jegliche Feierlichkeiten in dem ultra-konservativen Königreich zu zelebrieren. Das berichtet die Zeitung “Okaz”. Grund ist eine entsprechende Fatwa, also ein religiöse Rechtsauskunft. Denn in Saudi-Arabien wird der Islam streng ausgelegt und folgt dem Kalender der Hidschra, also der Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina. Seine Ankunft dort am 24. September 622 markiert den Beginn des Mondkalenders der islamischen Zeitrechnung. Deshalb feiern streng gläubige Muslime das neue Jahr nicht wie wir am 1. Januar. Die saudische Religionspolizei hat speziell Händler von Blumen und Geschenken verwarnt: Sie dürften keine roten Rosen oder andere Gaben verkaufen.

Atheisten in 13 Ländern von Hinrichtung bedroht und in Deutschland diskriminiert

Wahrscheinlich gibt es keinen Gott, sorge dich nicht, erfreu dich an deinem Leben

Wahrscheinlich gibt es keinen Gott, sorge dich nicht, erfreu dich an deinem Leben

Atheisten in Deutschland leiden unter “schwerer Diskriminierung”. Das findet die “Internationale Humanistische Ethische Union”. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss freidenkerischer, humanistischer und atheistischer Organisationen.

Deutschlandradio Kultur

In ihrem Bericht zum Tag der Menschenrechte verweisen sie unter anderem auf den deutschen Strafrechtsparagrafen 166. Damit wird die Beschimpfung religiöser und weltanschaulicher Bekenntnisse geahndet, wenn sie den öffentlichen Frieden stört. Auch weltweit sieht der Bericht Atheisten großem Druck ausgesetzt: In 13 Staaten würden sie gar wegen ihrer Überzeugung, es gebe keinen Gott, mit dem Tod bedroht.

Frauen gefährden die Gesellschaft

Bild: de.paperblog.com

Unter den Freunden Deutschlands gibt es schon merkwürdige Existenzen. Der saudische Großmufti Abdul Asis bin Abdullah al-Scheich ist ein besonderes Exemplar. Präsident der Religionspolizei und stellvertretender Justizminister von Saudi-Arabien und wohl höchster religiöser Vertreter des Islam im Lande.

Als solcher verkündet er die Wahrheiten, welche die Saudis zu befolgen haben. Wenn Männer und Frauen zusammenarbeiten, dann ist die Gesellschaft in Gefahr. So seine neuesten Offenbarungen. Wer gegen die Trennung der Geschlechter im Job sei, fördere gezielt die Unmoral unter den Muslimen. Das bringe besonders Frauen in Gefahr. Wenn sie sich nicht an die Regeln des Anstands hielten, könnten sie ihre Ehemänner zur Scheidung animieren.
Wir erinnern uns, 2000 verbot er in Saudi-Arabien die Barbiepuppen, da diese eine Hetze gegen den Schleier darstellten, und verbot gleichzeitig Pokémonspielkarten, da diese zum Glücksspiel verleiten würden. Darüber hinaus verkündete er idiotisch, dass sich Muslime nicht an der Sitte der Aprilscherze beteiligen sollten, denn sie lügen nicht, die Muslime.

2004 brachte er in einer Fatwa das Verbot des Miteinanders von Frauen und Männern zum Ausdruck, später forderte er die Kuweitis auf den Neubau von christlichen Kirchen zu verbieten.

Da kann man nur noch einen schweren Dachschaden konstatieren und ehrlich Gustl Mollath hat für Weniger 7 Jahre in der Psychiatrie zugebracht.

Ach ja, an solche Leute verkauft die deutsche Regierung Waffen.

Stille Expansion: Vereinigte Wirtschaftliche Emirate

Bild: Flickr.com/Image Editor/CC-BY

Bild: Flickr.com/Image Editor/CC-BY

Golf-Staaten kaufen Aktiva der größten westlichen Firmen planmäßig auf. In Europa ruft das schon Beunruhigung hervor. Einige Analytiker und die Presse sprechen und schreiben über eine zielgerichtete wirtschaftliche Expansion der arabischen Staaten westwärts.

Stimme Russlands – Igor Silezkij

„Neues arabisches Reich“ – so betitelte man einen Artikel in der spanischen „La Vanguardia“. Die Angaben, die die Zeitung sammelte, sind tatsächlich beeindruckend. So gehören der Turm Shard und das Welthandelszentrum Harrods in London Katar. Dazu kontrolliert Doha den französischen Informationsriesen Lagardere und die legendäre US-amerikanische Juwelenmarke Tiffany sowie die deutschen Firmen Volkswagen-Porsche und Siemens. Den Vereinigten Arabischen Emiraten gehören 100 Prozent der spanischen Erdölfirma Cepsa, sie sind Partner solcher Firmen wie General Electric, Airbus und Boeing. Kuweit kaufte das europäische Hauptquartier von Bank of America und investiert Geld in das große städtebauliche Projekt Hudson Yards in New York. Außerdem stellen diese Staaten den Weltfußball praktisch unter ihre Kontrolle.

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Boualem Sansal: “Allahs Narren”

Boualem Sansal, Bild: wikipedia

Sind Europas Demokratien zu schwach, um den Islamismus einzudämmen? Der streitbare algerische Autor Boualem Sansal schlägt Alarm. Für eine politische Debatte sei es zu spät, meint er im DW-Gespräch.

Von Aya BachDW

Seit Jahren schreibt Boualem Sansal über sein Heimatland Algerien, das von islamistischem Terror und Bürgerkrieg traumatisiert ist. Geboren 1949, kam Sansal als gelernter Ingenieur und promovierter Ökonom erst spät zum Schreiben. Seitdem bringt er sich mit hochpolitischen Büchern in die Schusslinie. Als Direktor des algerischen Industrieministeriums wurde er entlassen, von Islamisten wurde er bedroht. Doch er entschied sich, in Algerien zu bleiben. Seit seinem ersten Roman 1999 erhielt er zahlreiche Literaturpreise. In Deutschland wurde er vor allem durch den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2011 bekannt. Sein neustes Buch, ein Essay, ist jetzt unter dem Titel “Allahs Narren” auf deutsch erschienen: eine ernüchternde Analyse des Islamismus – auch in Europa.

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