Schlagwort-Archive: Saudi-Arabien

Salafisten zerstören 80 Mausoleen in Tunesien

Bild. dapd

Salafisten haben in Tunesien etwa 80 Schreine der Sufisten niedergebrannt und verwüstet. Die regierende islamistische Ennahda-Partei lässt die Radikalen häufig ohne Strafverfolgung davon kommen.

Von Detlef UrbanDeutschlandfunk

Die 30 Männer singen und beten schon seit zwei Stunden, ein rhythmischer Gesang. Es sind Sufis von der Bruderschaft Tijaneia, ihr Treffpunkt ist ein mit edlen Kacheln und Fayencen ausgestattetes Mausoleum in der Medina, der Altstadt von Tunis. Verehrt wird hier Sidi Ibrahim, ein Heiliger, zu Lebzeiten Diplomat, Dichter und Gelehrter. Sein Sarg steht im Nebenraum, doch der Heilige selbst wird nicht angebetet. Die Männer chanten bis zur Ekstase. Tausende Male wiederholen sie den Namen Allahs in verschiedenen Varianten: All-Erbarmer, All-Barmherziger, All-Mächtiger.

Der Sufismus verbreitete sich in Tunesien und im Maghreb ab dem 12. Jahrhundert. Es ist der religiös-kulturelle Humus, auf dem sich ein liberaler Volksislam in Tunesien bilden konnte. Scheich Ibrahim Riahi, ein Nachkomme des hier verehrten Sidi Ibrahim, war bis zu seiner Pensionierung Geschäftsführer einer großen Geschäftsbank. Er hat wie viele Sufisten ein asketisches Aussehen, ist fromm, doch äußerst weltgewandt.

“Der Sufismus in Tunesien ist ein guter Gegenpol zum religiösen Extremismus. Ganz allgemein gibt es gegenwärtig eine Tendenz in der islamischen Welt zur Intoleranz und zum religiösen Extremismus. Der Sufismus aber ist von seinem Wesen her Nächstenliebe, wie auch Liebe zu Gott und zu den Propheten.”

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Saudi-Arabien: Frau nach Schuhwurf zu Haftstrafe verurteilt

Bild: focus.de

Es gilt in der arabischen Welt als große Beleidigung: Eine Frau hat in der Pilgerstadt Mekka Mitarbeiter der islamischen Religionspolizei mit Schuhen beworfen. Dafür muss sie nun ins Gefängnis.

SpON

Das Strafgericht der saudi-arabischen Pilgerstadt Mekka hat eine Frau zu zwei Tagen Haft verurteilt – weil sie Angehörige der islamischen Religionspolizei mit Schuhen beworfen hat. Die Behörde für die Förderung der Tugend und die Vermeidung des Lasters will das aus ihrer Sicht zu milde Urteil anfechten. Die Islam-Polizisten sind Mitarbeiter der Behörde.

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Saudi-Arabien: Mann zur Querschnittslähmung verurteilt

Bild: stern.de

Ein Gericht in Saudi-Arabien hat einen jungen Mann zur Querschnittslähmung verurteilt. Grund für das grausame Urteil ist die strenge Rechtsprechung der Scharia. Es geht um ein Vergehen, das zehn Jahre zurückliegt.

FOCUS ONLINE

Der 24-jährige Ali al-Chawahir sei zur Querschnittslähmung verurteilt worden, weil er vor zehn Jahren einem Freund in den Rücken geschlagen hatte, erklärte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International unter Berufung auf eine saudi-arabische Zeitung. Dieser sei seitdem querschnittsgelähmt.

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Feiertagsdebatte: Religion ist Privatsache

Zentralrat der Muslime fordert islamische Feiertage © Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Der Zentralrat der Muslime fordert zwei gesetzliche Feiertage für muslimische Mitbürger. Die Politik lehnt ab. In Sachen Feiertage ist sie jedoch weit entfernt von einer Trennung von Staat und Religion.

MiGAZIN

Der Zentralvorsitzende der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, fordert muslimische Feiertage, die gesetzlich festgelegt werden sollen. Konkret geht es dabei um einen Tag im Fastenmonat Ramadan und während des islamischen Opferfests. Da es mittlerweile üblich ist, dass derartige Diskussionen schnell ins Nachbarland überschwappen, wurde kurz danach derselbe Vorschlag auch seitens der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich vorgelegt.

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UN-Frauenkonferenz: Islamstaaten und Vatikan blockieren

Bild: yahoo.de

Zwei Wochen lang wurde auf der UN-Frauenkonferenz verhandelt. Doch erst in letzter Minuten haben sich Vertreter von 193 Staaten auf eine Stärkung der Rechte von Frauen einigen können. Widerstand kam von muslimischen Staaten und aus dem Vatikan.

FOCUS ONLINE

In letzter Minute ist auf der großen Konferenz der Vereinten Nationen zu den Rechten von Frauen doch noch eine Einigung erzielt worden. Die mehr als 2000 Vertreter von fast 200 Regierungen verabschiedeten am Freitagabend in New York eine Erklärung, die Frauen weltweit die gleichen Rechte einräumen soll wie Männern. Zuvor hatte es vor allem von muslimischen Staaten, aber auch von Russland und dem Vatikan erheblichen Widerstand gegeben.

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Stewardess an Bord – Muslim verlässt Flugzeug, völlig verpeilt

Bild: thehenpartystore.co.uk

Ein strenggläubiger Muslim ist in Saudi-Arabien aus einem Flugzeug geworfen worden, weil er eine Stewardess ohne männliche Begleitung nicht duldete. Er berief sich auf islamisches Recht, wonach Frauen nur mit männlichen Verwandten reisen sollten.

FOCUS ONLINE

Ein strenggläubiger Muslim musste in Saudi-Arabien ein Flugzeug verlassen, weil er nicht mit unbegleiteten Frauen in der Maschine sein wollte. Während eine Stewardess Sicherheitsvorkehrungen erläuterte, kritisierte der Saudi, dass sie ohne einen männlichen Verwandten unterwegs war. Das berichtete die saudische Zeitung „Okaz“ am Dienstag. „Ich bin dagegen, dass dieses Flugzeug abhebt, bevor nicht alle Frauen, die ohne einen männlichen Verwandten reisen, ausgestiegen sind“, sagte der Passagier der Zeitung zufolge.

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UNO-Experte Bielefeldt: Blasphemie-Gesetze weltweit abschaffen

Heiner Bielefeldt, Bild: idw-online.de

In Saudi-Arabien und Pakistan steht auf Gotteslästerung die Todesstrafe.

Deutschlandradio Kultur

Das prangert der UNO-Sonderberichterstatter Heiner Bielefeldt in einem Bericht zur Religionsfreiheit an, der in Genf veröffentlicht wurde. Der deutsche Theologe fordert, alle Gesetze abzuschaffen, die Blasphemie oder Ungläubigkeit unter Strafe stellen. Menschenrechtler werfen Pakistan vor, mit solchen Paragraphen gezielt religiöse Minderheiten zu verfolgen, darunter auch Christen. Allerdings ist auch in einigen westlichen Staaten Blasphemie ein Straftatbestand. So zum Beispiel in Irland, wo Gotteslästerung mit Geldbußen geahndet werden kann.

Saudi-Arabien verschiebt Kreuzigung-demnächst Überfahren mit Leo-Panzer?

Bild: bundesregierung.de

Die Geständnisse zum Tode verurteilter Räuber sollen teilweise durch Folter erpresst worden sein

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS

Gestern sollten in der saudi-arabischen Stadt Abha sieben Männer hingerichtet werden, denen mehrere bewaffnete Raubüberfälle auf Juweliergeschäfte vorgeworfen werden, die 2004 und 2005 stattfanden. Nachdem Amnesty International, Human Rights Watch und mehrere andere Organisationen den Fall weltweit bekannt machten, ordnete der königliche Statthalter der im Südwesten des Landes gelegenen Provinz Asir jedoch die Verschiebung der Hinrichtungen an.

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Christenverfolgung gehört in die Politik und Panzer nach Saudi-Arabien

Wenn Christen verfolgt werden, ist das nicht nur ein Thema für Kirchen, sondern auch für die Politik, findet ein kommentator des “Hessischen Rundfunks” Foto: Open Doors

Die Verfolgung von Christen ist nicht nur ein Problem der Kirchen, sondern sollte auch die Politik beschäftigen. Diese Meinung vertritt der Journalist Lothar Bauerochse in einem Kommentar im Radiosender „hr2-kultur“.

pro Medienmagazin

„Die Zahl ist erschreckend: 100 Millionen Christen werden schätzungsweise weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt“, sagt Lothar Bauerochse von der Kirchenredaktion des Hessischen Rundfunks. In einer Sendung für „hr2-kultur“ stellte der Autor fest: „Wo aber die Religionsfreiheit mit Füßen getreten wird, leiden auch die Menschenrechte.“

Die Zahl stammt aus dem jährlichen Weltverfolgungsindex der freikirchlichen Organisation „Open Doors“. „Die Christen sind damit die weltweit am stärksten bedrohte Glaubensgemeinschaft.“ Das bestätigten auch unabhängige Menschenrechtsorganisationen wie etwa „amnesty international“. „Vier von fünf Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen.“

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Ägypten: Salafistischer Prediger rechtfertigt Vergewaltigung

Tahrirplatz. Foto: Frank Schulenburg und Julian H. (Bearbeitung). Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Während man in deutschen Medien über Rainer Brüderles Busenblicke spricht, haben Frauen in Ägypten andere Probleme: Dort kommt es bei Demonstrationen zunehmend zu sexuellen Übergriffen – sogar dann, wenn sich die Protestveranstaltungen explizit gegen dieses Phänomen richten. Der BBC zufolge wurden an einem einzigen Tag im Januar alleine auf dem Tahrirplatz in der ägyptischen Hauptstadt Kairo 22 schwere Vorfälle gemeldet. In einem Fall soll eine Frau sogar mit einem Messer oder einer Rasierklinge an der Vagina verletzt worden sein.

Von Peter Mühlbauer – TELEPOLIS

Die manchmal mit Mobiltelefonen gefilmten Angriffe laufen im Regelfall wie folgt ab: Ein paar Dutzend Männer kreisen eine Frau ein, drängen sie ab und missbrauchen sie. Die Opfer sind danach häufig traumatisiert und wagen sich nicht mehr an die Öffentlichkeit. Die Frauenrechtlerin Nevine Ebeid hält diesen Effekt für beabsichtigt. Ihrer Vermutung nach duldet die regierende Moslembruderschaft solche Übergriffen zumindest. Deren stellvertretender Vorsitzender Essam El Erian weist diesen Vorwurf weit von sich und meint, dass seine Partei schon aus religiösen Gründen jede Form sexueller Übergriffigkeit strikt ablehne.

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Saudischer Prediger will Zweijährige verschleiern

Foto: picture alliance / Bildagentur o Strenggläubige Muslima tragen in der Öffentlichkeit den Schleier – Kinder sind davon bislang verschont

In Saudi-Arabien wird der Schleierzwang für Kleinkinder diskutiert. Ein Prediger glaubt, dass schon kleine Mädchen Begehren wecken, und will sie auf diese Weise vor sexuellen Übergriffen schützen.

DIE WELT

Ein saudiarabischer Prediger hat mit seiner Forderung, Mädchen ab dem Alter von zwei Jahren zu verschleiern, heftige Kritik ausgelöst. Abdallah al-Daud sagte in dem religiösen Sender Al-Madschd, “wenn das kleine Mädchen ein bestimmtes Begehren wecken kann, müssen seine Eltern sein Gesicht bedecken und ihm den Schleier vorschreiben”, sagte er.

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Extremismus: Evangelikale des Islam

Foto: Jasmin Merdan/ CanStock Photo

Salafisten predigen eine rückständige Religion, deshalb fürchtet der Westen sie. Der Wiener Religionswissenschaftler Rüdiger Lohlker über Bomben, Bärte und die Bereitschaft zur Gewalt

Christ & Welt

Christ&Welt: Haben Sie Angst vor Salafisten?
Rüdiger Lohlker:
Nein. Arbeiten im Haushalt bergen mehr Gefahren.

C&W: Ist „Salafismus“ nur ein politischer Kampfbegriff?
Lohlker:
Er ist zumindest zu einem diffamierenden Begriff geworden. Er dient zur Konstruktion eines neuen Feindbildes, nachdem zum Glück die Zahl der Anschläge in Europa etwas geringer geworden ist. Im arabischen Raum dagegen ist der Salafismus positiv besetzt. Er trägt dort zu einer größeren Identifikation mit der eigenen Religiosität bei. Auch als politischer Terminus löst er dort inzwischen eher wohlwollende Assoziationen aus, was vorher nicht der Fall war. Der Terminus ist in der arabischen Welt relativ neu. Als religiöser Begriff ist der Salafismus dagegen kein neues Phänomen. Das sollte man trennen.

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Saudi-Prinz will Frauen Autofahren erlauben

foto: reuters Eine Aktivistin im Juni 2011 bei der Aktion Woman2Drive

Der 82-jährige Prinz Talal ist als Reformer bekannt – Schon seit einigen Jahren fordern AktivistInnen die Aufhebung des Fahrverbots

derStandard.at

Der saudiarabische Prinz Talal Ben Abdel Asis (Talal bin Abdelaziz) hat sich für das Recht von Frauen aufs Autofahren ausgesprochen. “Diejenigen, die sagen, dass die Mischung der Geschlechter und das Autofahren für Frauen sittenwidrig sind – halten sie es für logisch, einem Chauffeur zu erlauben, Tag und Nacht in den Häusern zu bleiben?”, sagte der 82-Jährige. Viele Familien müssten sich zudem wegen des Fahrverbots für Frauen zwangsläufig verschulden, um einen Fahrer zu bezahlen.

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Nikolaus Schneider kritisiert geheime Waffenexporte

Nikolaus Schneider (in Bad Neuenahr): Letzter Jahresbericht als Präses im Rheinland Bild: DPA

Im März endet nach zehn Jahren die Amtszeit von Nikolaus Schneider als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. In seinem letzten Jahresbericht ging er mit der Bundesregierung ins Gericht. Der EKD-Ratsvorsitzende kritisierte Waffenexporte und die hohen Kosten der Energiewende.

SpON

Der scheidende rheinische Präses Nikolaus Schneider hat die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung scharf gerügt. In seinem letzten Jahresbericht reichten die Themen von sozialer Gerechtigkeit bis hin zu Waffenexporten.

“Ich halte es für unverantwortlich, dass Länder wie Ägypten oder Saudi-Arabien mit Waffen auch aus unserem Land immer weiter aufgerüstet werden”, sagte Schneider vor der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Christ Kauder(CDU) frömmelt sich den saudischen Islamismus schön

Hinrichtung Saudi-Arabien, Bild: Jacob Jung

Unionsfraktionschef Volker Kauder hat deutsche Waffenlieferungen an Saudi-Arabien gegen Kritik verteidigt.

Volker Kauder:

…(In dem Land gebe es)in der Tat keine Religionsfreiheit und antisemitische Tendenzen.[...]Es ist eine bittere Ironie: Die Saudis mögen selbst judenfeindlich sein, aber sie sorgen auch dafür, dass der Iran die Juden nicht ins Meer treiben kann.”

Auf Drogen, zuviel Glühwein Herr Kauder, ignorant oder einfach nur dumm.

Saudi-Arabien ist eine absolutistische Monarchie. König Fahd (1923 – 2005) sah die Menschen in seinem Land für das demokratische Verständnis als ungeeignet an. Diese Auffassung besteht bis heute. In Saudi-Arabien werden Menschenrechte nachweislich mit Füßen getreten:

  • Die Menschenrechtsorganisation setzte Saudi-Arabien in ihrer Liste der Pressefreiheit im Jahre 2008 auf Platz 161 von 173.
  • Amnesty International weist im Jahresbericht 2007 darauf hin, dass in Saudi-Arabien das Völkerrecht mehrmals missachtet wurde.
  • Das Missions- und Hilfswerk Open Doors schätzt in seinem Weltverfolgungsindex für Christen die Benachteiligung von Christen in Saudi-Arabien weltweit als am dritthöchsten ein.
  • Frauen stehen in Saudi-Arabien bis zur Ehe unter einer männlichen Vormundschaft. Ohne die Genehmigung des Vormunds dürfen sie das Land nicht verlassen. Frauen müssen in Saudi-Arabien in der Öffentlichkeit bodenlange Gewänder und schwarze Kopftücher tragen und dürfen in Städten keine Kraftfahrzeuge lenken.
  • Homosexuelle Handlungen sind in Saudi-Arabien strafbar. Eine islamische Religionspolizei wacht über das gesellschaftliche Leben.
  • In Saudi-Arabien werden zahlreiche „Verbrechen“ mit der Todesstrafe geahndet, die meist als öffentliche Enthauptung mit dem Schwert praktiziert wird. Die Todesstrafe kann unter anderem für Koranschändung, Gotteslästerung, Abfall vom Islam, Ergreifung von Maßnahmen gegen den König, Mord, Ehebruch, Homosexualität, Vergewaltigung, Prostitution, Drogenhandel, Handel mit Alkohol, Raubüberfall mit Schwerverletzten oder Toten, Sabotage oder Korruption verhängt werden.
  • In der Zeit von 1993 bis 2009 wurden unter anderem 1035 Menschen wegen Mordes, 540 wegen Drogenhandels, 175 wegen Vergewaltigung, 83 wegen schweren Raubes, 63 wegen Rebellion und 16 wegen Bombenattentats mit dem Tod bestraft.

Herr Kauder verteidigt deutsche Rüstungslieferungen nach Saudi-Arabien. Seine christlichen Werte, die er sonst immer so vehement einfordert,  sind einen Dreck wert. Ein Prototyp christlicher Moral halt. Die Lage seiner Brüder und Schwestern in Jesu, in diesem Land, ist ihm schlicht egal. Die pseudofreundschaftliche Haltung zu Israel eine Farce.

König-Abdullah-Zentrum: Vatikan weist Kritik zurück

foto: standard/cremer
Die Intiative liberaler Muslime in Österreich protestiert gegen das Zentrum für interreligiösen Dialog.

Das Zentrum für interreligiösen Dialog sei keine Einrichtung “für die Regierung von Saudi-Arabien allein”, heißt es aus dem Vatikan.

Die Presse.com

Der Vatikan hat Kritik an einem angeblich zu großen Einfluss Saudi Arabiens auf das Wiener König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen Dialog zurückgewiesen. Das Zentrum, das am kommenden Montag unter anderem von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in der Wiener Hofburg eröffnet werden soll, sei “eine unabhängige, internationale Institution” und “kein Zentrum für die Regierung von Saudi-Arabien alleine”, erklärte der Sprecher des Vatikans, Federico Lombardi, am Freitag laut Kathpress in einer Pressemitteilung.

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Saudi-Arabien: SMS bei Grenzübertritt der Gattin

Bestrafung einer Frau, Saudi-Arabien, Bild:eKUDOS.nl

Seit vorige Woche erhält die für eine Frau zuständige männliche Aufsichtsperson automatisch eine SMS, wenn diese Saudi-Arabien verlassen will. Aufgefallen war die neue Überwachungsmethode, weil ein Ehemann während der gemeinsamen Ausreise mit seiner Frau eine Kurzmitteilung von der Einwanderungsbehörde aufs Handy bekam:

heise.de-newsticker

Seine Gattin versuche gerade, am Flughafen Riad das Land zu verlassen. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machte das Tracking weiblicher “Schutzbefohlener” Manal al-Sharif per Twitter. Die saudische IT-Beraterin hatte 2011 die Kampagne “Women2drive” initiiert für das Recht, in Saudi-Arabien auch als Frau Auto fahren zu dürfen.

Hinter der SMS steckt laut al-Sharif ein automatisiertes Messaging-System, das Grenzübertritte weiblicher Staatsangehöriger registriert und automatisch eine Nachricht an ihren gesetzlichen männlichen Vormund verschickt. Ohne dessen Zustimmung, in der Regel der Vater, Bruder oder der Ehemann, dürfen Frauen das Land nicht verlassen. Als Anlass für die neue Überwachungsmethode wird die Flucht einer Saudi-Araberin nach Schweden und deren behaupteter Übertritt zum Christentum vermutet.

Kritik erntete das Vorgehen der Behörden vor allem via Twitter. Der Kurznachrichtendienst hat sich als Medium zur Nachrichtenverbreitung in Diktaturen etabliert – und erfreute sich Ende 2011 eines 300-Millionen-Dollar-Investments des saudi-arabischen Milliardärs Alwaleed bin Talal. Das soll mittlerweile einem Börsenwert von 8 Milliarden Dollar entsprechen

Saudische Frau wird Christin, flieht – Staat soll sie nun zurückholen

© David Silverman/Getty Images

Eine saudische Frau ist nach ihrer Bekehrung zum Christentum aus Saudi-Arabien geflohen. Ihr Mann verlangt nun vom saudi-arabischen Staat, ihm die Frau aus dem Ausland zurückzuholen.

Von Giuseppe NardiKatholisches Magazin für Kirche und Kultur

Der Frau war die Ausreise ohne Einwilligung des Ehemanns gelungen. Laut saudi-arabischem Recht darf eine Frau nur mit Erlaubnis des Mannes das Land verlassen. Die saudische Botschaft in Schweden, wo die Christin heute lebt, sucht nun einen „diplomatischen Weg“, um die Frau nach Saudi-Arabien zurückzubringen. Die Frau stammt aus der Gegend von Al-Khobar im Osten Saudi-Arabiens.

Die Rückholforderung an den saudi-arabischen Staat wurde von Humood Al-Khaldi, dem Rechtsanwalt des Mannes erhoben. Sie ist unter anderem mit einer gleichzeitig eingebrachten Anzeige gegen einen Beamten der Paßkontrolle von Al-Kharj begründet, durch dessen „Komplizenschaft“, der Frau die Ausreise möglich war.

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US-amerikanische Juden: Das Dilemma der Loyalität

Foto: Alex E. Proimos (CC BY 2.0)

Während in der arabischen Welt US-Botschaften wegen eines den Propheten Mohammed verunglimpfenden, privaten Videos von wütenden Muslimen attackiert werden, rückt ein Angriff auf die Atomanlagen des Iran offenbar immer näher – wenn man den Ankündigungen der israelischen Regierung Glauben schenkt.

Von Norman Birnbaum - Blätter für deutsche und internationale Politik

Verteidigungsminister Ehud Barak ließ jedenfalls bereits einmal vorsorglich die israelischen Toten kalkulieren und kam dabei auf 500 Personen, insbesondere in den beiden Großstädten Jerusalem und Tel Aviv.

Doch zweifellos hätte ein derartiger Angriff weit verheerendere Folgen, nicht nur für Israel, sondern weit darüber hinaus. Offenkundig gibt es zwischen den Vereinigten Staaten einerseits und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sowie seinem Verteidigungsminister andererseits Unstimmigkeiten in der Frage, ob ein unverzüglicher Angriff notwendig ist.

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Steinigung des Teufels in Mina

Die Säule in Mina symbolisiert den Teufel (Keystone)

Mina – Zum Abschluss der islamischen Pilgerfahrt in Saudi-Arabien haben am Samstag über drei Millionen Muslime aus aller Welt an der rituellen Steinigung des Teufels teilgenommen. Das Ritual in der Ebene von Mina bei Mekka verlief ohne Zwischenfälle.

blick.ch

Aufgeteilt in Gruppen nach ihrer Nationalität drängten sich Männer, Frauen und Kinder, um Steine auf drei Stelen, eine Art Obelisken, zu werfen, die den Teufel verkörpern. Das Ritual erinnert laut der Tradition daran, wie Abraham drei Mal den Teufel mit Steinen bewarf, als dieser ihn davon abzubringen versuchte, seinen Sohn Gott zu opfern.

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