Schlagwort-Archive: Schöpfung

Atheismus und Religion: Wie Pech und Schwefel

Bild. The European

 

Atheismus und Religion stehen in einer wechselseitigen Beziehung. Je stärker der eine, desto stärker die andere. Erlösung brauchen wir von keinem der beiden.

Von Detlef PollackTheEuropean

Der Atheismus ist auf dem Vormarsch. Die religionskritischen Schriften von Richard Dawkins, der die Schöpfungsvorstellungen der Religionen als unvereinbar mit der Evolutionstheorie ansieht, sind Bestseller. Berufsatheisten wie Michael Schmidt-Salomon bringen im Fernsehen Kardinäle und andere Kirchenvertreter argumentativ in Bedrängnis – der Atheismus als weltanschauliches Bekenntnis ist in die deutsche Öffentlichkeit zurückgekehrt.

Wer gedacht hatte, dass Freigeisterei, Darwinismus und Religionskritik unwiderruflich dem 19. Jahrhundert angehören und heute einer gelasseneren Sicht auf die Dinge gewichen sind, sieht sich getäuscht. Das kämpferische Eintreten für Positionen des Atheismus drängt auf Beachtung.

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Streit um „Schöpfung und Evolution“ in der Schule

Kreationismus: Nicht im Lehrplan, trotzdem gelehrtDer 1. Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Michael Diener, hat Position für die Bekenntnisschulen in einem aktuellen Streit bezogen: Eine Empfehlung des „Verbandes Evangelischer Bekenntnisschulen“ (VEBS) legt seinen Mitgliedsschulen nahe, Evolution und deren Kritik daran im Unterricht gleichermaßen durchzunehmen. Ein Professor für Paläontologie und Geobiologie an der Freien Universität Berlin hatte in der Tageszeitung Die Welt dagegen protestiert: Eine Gleichstellung von biblischem und naturwissenschaftlichem Weltbild sei „falsch und gefährlich“.

pro Medienmagazin

Der Verband Evangelischer Bekenntnisschulen (VEBS) will nach eigener Aussage bei Schulgründungen und bei der Fortbildung von Lehrern helfen, Lehrerstellen vermitteln und für den Austausch von Know-how und didaktischer Konzeptionen sorgen. Zu seinen Aufgaben zählt er zudem die Schaffung einer biblisch orientierten Lehrerausbildung sowie die Erstellung von Lehr- und Lernmaterial, das an christlichen Werten orientiert ist. Im November 2012 gab der Verband eine Stellungnahme zu der Frage heraus, „wie der Themenbereich Schöpfung und Evolution an christlichen Bekenntnisschulen zur Behandlung gelangen könnte“.

Der Text stammt vom Theologen und ehemaligem Gymnasiallehrer für Biologie und Mathematik Reinhard Junker. Er ist Geschäftsführer der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, welche die auf der Bibel gründende Schöpfungslehre den Aussagen der Evolutionstheorie gegenüber stellt. Die Mitglieder sind der Meinung, dass die heute noch bestehende Monopolstellung der Evolutionslehre beim derzeitigen Stand der Forschung mit wissenschaftlichen Argumenten nicht zu rechtfertigen ist.

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“Empörungsjournalismus” gegen christliche Schulen

kreationismus

Die Diskussion um Kreationismus an Evangelischen Bekenntnisschulen wird von den Medien künstlich aufgebläht. Dabei werden die Schulen und ihre Lehrpläne oft nicht fair dargestellt

Von Wolfgang Stockpro Medienmagazin

Es ist natürlich alles Zufall: Hansjörg Hemminger von der „Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen“ der Evangelischen Landeskirche in Württemberg schreibt einen tendenziösen Artikel gegen ein Diskussionspapier des Dachverbands der Evangelischen Bekenntnisschulen. Sein Artikel wird unmittelbar danach im atheistischen Internetportal „diesseits“ groß aufgegriffen. Kurz darauf greift Matthias Kamann, Redakteur der „Welt“, das Thema auf, findet ein Kultusministerium, dass „es“ schlimm findet, erwähnt aber immerhin, dass ein anderes Kultusministerium seine Aufregung nicht teilen kann.

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Die theistische Evolution und die Entstehung des Menschen

Bild: ethikpartei.ch

Schließt Schöpfung Entwicklung oder schließt umgekehrt die Evolution Gott aus? Philosophen und Naturwissenschaftler mit Interesse an theologischen Fragen haben sich dazu immer wieder Gedanken gemacht. Die Kirche bietet mit der „theistischen Evolution“ ein Konvergenzmodell an, das seine Anfänge in der Metaphysik Thomas von Aquins und seine wichtigste Stütze im Denken Pierre Teilhard de Chardins hat.

Von Josef BordatJobo’s72 Weblog

Die zwei Schöpfungsberichte der Genesis

Das erste Kapitel des biblischen Buchs Genesis kennt auch derjenige, der nicht zu den regelmäßigen Kirchgängern zählt. Der Schöpfungsbericht kann zu den großen Erzählungen unseres Kulturkreises gerechnet werden. Hier geschieht die Erschaffung des Menschen als getreues Abbild Gottes. Es gibt noch eine zweite, weniger bekannte Schöpfungserzählung im zweiten Kapitel der Genesis. Darin wird geschildert, wie Gott der Erde Lehm entnimmt und den Menschen daraus formt. Als ein aus der Natur stammendem Wesen ist in diesem Menschen wenig übrig vom Ebenbild. Oft sind diese beiden Sichtweisen gegeneinander ausgespielt worden. Hier das Kind Gottes, mit voller Würde und erhobenem Geist, dort das Kind der Erde, schon der schmutzigen Metaphorik nach mit Ungemach behaftet. Einmal ist der Mensch Kind Gottes, ein anderes mal Kind der Erde.

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Gerhard Roth: Der Papst – die letzte irdische Märchenfigur

foto: standard/kucek In der umfangreichen Bibliothek im Hause Roth findet sich auch die Bibel. Was den Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari bei seinem Besuch im alten Bauernhof des Schriftstellers in Obergreith in der Südweststeiermark – jener Gegend, die Roth in vielen seiner Bücher festgehalten hat – besonders freute.

Kapellari: “Die Kirche hat immer gewusst, dass sie voller Sünder ist” – Roth: “Die Institution Papst ist überholt”

derStandard.at

STANDARD: Herr Roth, Sie haben den Papst einmal als eine der “letzten irdischen Märchenfiguren” bezeichnet. Hat sich mit dem neuen Pontifex Franziskus Ihre Meinung geändert?

Roth: Der Papst ist eine Kunstfigur. Es gibt sicher keinen Stellvertreter Gottes auf Erden, keinen Menschen, der sich das anmaßen kann. Glaubensbeamte kann es geben, die auf die Einhaltung der Regeln achten. Aber über den Papst können wir gerne später noch sprechen. Mich beschäftigt vor allem die Frage: Warum hat Gott nach christlichem Glauben Luzifer erschaffen? Wenn Gott allwissend ist, wusste er doch auch, dass aus Luzifer Satan werden würde, der die Schöpfung zerstört.

Kapellari: Die Frage gibt es, seit es das Christentum gibt. Die Unerklärbarkeit des Bösen ist ein Teil unserer Geschichte. Die Kirche hat immer versucht, diese Frage nicht zu lösen, aber sich ihr denkerisch anzunähern. Das Böse ist offenkundig da – keiner wird leugnen, dass Hitler und Stalin böse waren. Aber die Frage nach dem Warum ist nicht lösbar. Entscheidend ist, wie man der Macht des Bösen domestizierend begegnet.

STANDARD: Aber wie kann dann das Böse entstehen, wenn doch Gott selbst nicht böse ist?

Kapellari: Eine spekulative Frage. Aber pauschal beantwortet: Gott erschafft freie Wesen. Zum Beispiel Engel. Aber Freiheit bedeutet auch, das Negative zu ermöglichen. Und in der Geschichte lebt die Hoffnung, dass die Schöpfung, auch wenn sie fällt, letztlich von der Erlösung umgriffen wird. Die große Frage nach dem Bösen wird in Zukunft einmal beantwortet werden, wenn der Punkt Omega – der End- und Zielpunkt in der theologischen bzw. philosophischen Betrachtung der Evolution bei Pierre Teilhard de Chardin – erreicht ist.

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Die Schöpfung: Ken Ham, R.Junker, Adam und Eva=Kreationismus

Der Mensch als Krone der Schöpfung, von Gott vor ungefähr 6000 Jahren erschaffen oder das Produkt von Millionen Jahren Evolution? Kreationisten glauben an die Wahrheit der biblischen Schöpfungsgeschichte und lehnen die Evolutionstheorie ab.

In den USA pilgern sie ins ‘Creation Museum’, wo sie ihre Sicht vom Anfang des Lebens bestätigt sehen. In Deutschland bezieht vor allem die Studiengemeinschaft Wort und Wissen Stellung gegen die gängige Lehrmeinung. Christliche Bekenntnisschulen gestalten den Biologieunterricht evolutionskritisch. Warum wird dieses Thema auch noch 150 Jahre nach Charles Darwins ‘Entstehung der Arten’ so kontrovers diskutiert? An Schauplätzen in Deutschland, Nordamerika und dem Vatikan, beleuchten wir die aktuelle Diskussion pro und contra Evolution, sprechen mit Evolutionsgegnern, Wissenschaftlern und Theologen.

Darrel R. Falk: Evolution für Evangelikale

Bild: evbuho

Fachlich fundiert behandelt der Autor die naturwissenschaftlichen Aussagen zum Ursprung des Lebens auf der Erde und die Fragen und Anmerkungen aus christlicher Sicht.

Evangelische Buchhandlung Holstenstraße

Der Biologieprofessor und evangelikale Christ Darrel R. Falk liefert damit einen bemerkenswerten Diskussionsbeitrag zur immer wieder aufbrausenden Kontroverse zwischen Schöpfung und Evolution. Es gelingt ihm, sachlich und gleichzeitig unterhaltsam die Erkenntnisse der Naturwissenschaften mit vielen Beispielen aus dem alltäglichen Leben zu erklären. Dabei baut er auch immer wieder Brücken zum christlichen Glauben und den Aussagen der Bibel über den Schöpfer und seine Schöpfung, die zu einem vertieften Verständnis des Wesens und der Wege Gottes führen. Er versucht, Christen trotz verschiedener Standpunkte zusammenzubringen, anstatt Trennungen zu provozieren.

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Ohne den Tod wäre das Leben ein Horror

Sargträger bei einer Beerdigung: Mitten im Leben vom Tode umfangen zu sein, ist nichts Selbstverständliches mehr – der Gedanke, dass der Mensch sterben muss, wird ausgesperrt dpa

Es ist schwer, sich mit der Willkür des Todes abzufinden. Heutzutage wird er hinter einem Schleier der Diskretion verborgen. Und doch muss sich der Mensch mit der Sterblichkeit versöhnen.

Von Eckhard FuhrDIE WELT

Wir wissen, dass wir sterben müssen. Das macht uns zu Menschen. Im Lichte der Wissenschaft ist nicht viel übrig geblieben von den angeblich prinzipiellen Unterschieden zwischen Mensch und Tier.

Nach der zoologischen Systematik handelt es sich beim Homo sapiens um eine von drei derzeit auf der Erde existierenden Schimpansenarten. Je weiter wir die vielstimmige Schrift der Genetik entschlüsseln, desto fragwürdiger wird die von uns Menschen beanspruchte Sonderstellung in dem, was auch in aufgeklärten Zeiten von vielen trotzig noch “Schöpfung” genannt wird.

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Warum lässt ER die Hölle auf Erden zu

Armin Kreiner beim Vortrag im Neuen Museum. Bild: Gommeringer

In seinem Drama “Dantons Tod” lässt Georg Büchner Thomas Payne folgende Worte sagen:

…Das leise Zucken des Schmerzes, und rege es sich nur in einem Atom, macht einen Riss in der Schöpfung von oben bis unten.(3.Akt, 1. Szene)

„Der Glaube an Gott in einer Welt voller Übel und Leid“ lautete das Thema, über das Armin Kreiner beim Ökumenischen Gesprächsforum im Neuen Museum des Schlosses Salem sprach.

Von Hugo GommeringerSüdkurier

Am Anfang seines Vortrags erklärte Kreiner die klassische Theodizee-Frage: „Warum lässt Gott das Leiden zu, wenn er allmächtig und gütig ist?“ Der Referent erinnerte an Georg Büchner, dem zufolge die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes „der Fels des Atheismus“ ist. Kreiner wies neben Epikur und Leibniz auch auf den in der Gegenwart berühmten Atheisten Richard Dawkins und seine Lehre hin.

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R.Dawkins: Zeitreise zu den Urahnen des Menschen

4000 Jahre altes Skelett eines Steinzeitmenschen (Bild: picture alliance / dpa / Armin Weigel)

In seinem wunderbar abwechslungsreich illustrierten Jugendbuch vermittelt der Welterklärer Richard Dawkins den aktuellen Wissensstand über den Urknall, den Aufbau der Materie sowie die Entstehung der Arten. Ein spannendes Jugendbuch, das auch Erwachsenen hilft, veraltetes Schulwissen zu entstauben.

Von Michael LangeDeutschlandradio Kultur

Wie entstand das Universum? Woher kommt die Menschheit? Gibt es außerirdische Lebewesen? Seit es Menschen gibt, wollen sie die Welt um sich herum verstehen. Da unseren Vorfahren die Mittel fehlten, um diese Rätsel zu lösen, ersannen sie zahlreiche Mythen, die ihnen halfen, die Natur um sich herum zu erklären. Richard Dawkins stellt den zahlreichen Überlieferungen verschiedener Kulturen die Antworten der Wissenschaft gegenüber.

Er will deutlich machen, dass die naturwissenschaftliche Wirklichkeit die Welt nicht entzaubert, sondern ihr einen neuen “wahren” Zauber verleiht. In seinem wunderbar abwechslungsreich illustrierten Jugendbuch vermittelt der Welterklärer Dawkins anschaulich und kompetent den aktuellen Wissensstand über den Urknall, den Aufbau der Materie sowie die Entstehung der Arten. Dabei widmet er sich auch typischen Kinder- und Alltagsfragen, die die meisten Wissenschaftler links liegen lassen, wie: “Warum geschehen schlimme Dinge?” oder “Was ist ein Wunder?”

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Tagungsrückblick: Die Evolutionsbiologie in der Diskussion

Korallenriff

Bild: flickr/brightsblog

Die Diskussion um die Deutung der Evolutionsbiologie und ihr Verhältnis zu religiösen Vorstellungen von der Schöpfung hat eine zweifache Abgrenzung vorgenommen – die Bilanz einer Tagung zur Evolutionsbiologie.

Von Dr. Frank VogelsangEvangelische Akademie im Rheinland

„Sie hat einerseits eine Abgrenzung gegen eine religiös-konservative Infragestellung der Evolutionsbiologie vorgenommen, andererseits eine Abgrenzung gegen einen weltanschaulichen Missbrauch der Evolutionsbiologie etwa durch die Behauptung, dass mit der Evolution ein Gottesglaube widerlegt sei“, bilanziert Dr. Frank Vogelsang die Tagung „Evolutionsbiologie am Anfang des 21. Jahrhunderts“, die im Juli 2012 in der Akademie stattgefunden hat.

Im Mittelpunkt stand die Diskussion um die Deutung der Evolutionsbiologie und ihr Verhältnis zu religiösen Vorstellungen von der Schöpfung. Kooperationspartner war die Arbeitsgemeinschaft “Evolution in Biologie, Kultur und Gesellschaft”. Der gemeinnützige, wissenschaftliche Verein will das interdisziplinäre Konzept der Evolution verdeutlichen.

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Der wehrhafte Staat

Bild. Augsburger Allgemeine

Am Samstag treffen in Köln Salafisten und Rechtsextremisten aufeinander. Mit Krawallen wird gerechnet. Eine neue Herausforderung für unsere Demokratie, der wir entschlossen begegnen müssen

Von Gerd HeldWELT ONLINE

Wenn der deutsche Staat nicht für das Verbot der Mohammed-Karikaturen sorge, habe er als Muslim das Recht, Polizisten zu “bestrafen” – das hat der 25-jährige Mann erklärt, der während einer Demonstration zwei Polizisten mit einem Messer schwer verletzt hat. Kurz darauf folgte eine Videobotschaft, die zum gezielten Mord an Einzelpersonen aufforderte. Das ist keine religiöse Sprache, sondern die Sprache ganz profaner Machtansprüche. Es ist die Sprache der “Maßnahmen”, die aus der Auslöschung von Menschen einen kalten Verwaltungsakt macht. Man gibt vor, Exekutor eines höheren Gerichts zu sein. Den Mitgliedern genügen ein paar Monate der Instruktion, um sich über andere Menschen, über eine Lebensweise oder über die ganze Schöpfung zu erheben.

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Kathrin Spoerr: Ich glaube nicht an Gott

Die meisten Ostdeutschen glauben nicht an Gott, die Kirche ist für sie kein Zufluchtsort ©DAPD

13 Prozent der Ostdeutschen sind Christen. Kathrin Spoerr gehört nicht dazu. Sie hat den Glauben gesucht, mit Konfirmation und Heirat Fakten geschaffen – und am Ende Gott doch nicht gefunden.

Von Kathrin SpoerrWELT ONLINE

Ich stamme aus einer protestantischen Familie. Meine Großmutter war eine stolze mecklenburgische Bäuerin, lutherisch bis auf die Haut. Die Kommunisten haben ihr viel genommen: erst ihren Hof und dann ihren Mann, der die Schmach der Kollektivierung nur um Monate überlebte. Den Zorn auf die Kommunisten gab sie an ihre vier Töchter weiter und diese wiederum an ihre Kinder, an meine Generation.

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NRW-Piraten: “Homophober Kreationist” will in den Landtag

In seinem Blog schreibt Rainer Klute über Bios-Aktualisierungen, XML-Schnittstellen und Homosexualität

Bei ihrem Landesparteitag in Münster am Wochenende lässt die Piratenpartei in NRW ihre Kandidaten für die Landtagswahl basisdemokratisch bestimmen. Unter den über 150 Bewerbern für einen Listenplatz ist auch ein Evangelikaler, der Homosexualität als Sünde sieht und an die Schöpfung des Menschen durch Gott glaubt.

QUEER.DE

Der 50-jährige Rainer Klute ist dabei kein Unbekannter: Er war in der Anfangszeit in der Pressearbeit des Landes- und Bundesverbandes engagiert und in NRW zeitweise Landespressesprecher. 2010 war er Direktkandidat der Piraten im Wahlkreis Herford II und erreichte dort 1,5 Prozent der Erst- und 1,3 Prozent der Zweitstimmen. In dieser Woche scheiterte er bei der Bewerbung als Direktkandidat für den Wahlkreis Dortmund II, bewirbt sich aber um ein Landeslistenmandat auf den aussichtsreichen Plätzen. Umfragen sehen die Piraten bei der vorgezogenen Landtagswahl zwischen fünf und sieben Prozent, womit der erstmalige Einzug in den Landtag gelingen könnte.

“Ich bleibe Querdenker statt Queerdenker” – so schloss der Softwarearchitekt im Dezember 2010 einen viel beachteten wie kritisierten Blogeintrag, in dem er Grundsatzbeschlüsse der Partei zur “Queer- und Familienpolitik” kritisierte: “Diese Formulierung macht die Rangfolge klar. Es geht um Queerpolitik. Hier treibt eine rührige Gruppe von Piraten ihr Lieblingsthema voran.”

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Apokalyptik ohne Ende?

Bernd U. Schipper und Georg Plasger (Hg.): Apokalyptik und kein Ende? Biblisch-theologische Schwerpunkte Band 29. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2007. ISBN 987-3-525-61594-2.

Bereits in der Einleitung weisen die Herausgeber Bernd U. Schipper und Georg Plasger darauf hin, dass diese 2007 erschienene Aufsatzsammlung zur Apokalyptik „ganz bewusst eine Vielzahl an Positionen [bietet], die zum Weiterdenken über ein Phänomen anregen wollen, das immer die Gegenwart prägen wird.“

EANN.de

Der Band enthält 14 Artikel, die das Phänomen Apokalyptik aus der Perspektive unterschiedlicher theologischer Disziplinen sowie vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Trends aufarbeiten. Die Würdigung jedes einzelnen Artikels im Rahmen einer Rezension ist daher nur schwer möglich. Exemplarisch sollen deshalb an dieser Stelle lediglich drei Artikel vorgestellt und diskutiert werden.

Bernd U. Schipper stellt in seinem Artikel „Endzeitszenarien im Alten Orient – Die Anfänge apokalyptischen Denkens“ dar, dass für die traditionsgeschichtliche Verortung des Beginns apokalyptischen Denkens keineswegs erst bei den Persern und der zoroastrischen Religion begonnen werden muss. Vielmehr zeigt er zunächst grundsätzlich die protoapokalyptischen Motive auf, die im altorientalischen Weltbild insgesamt verankert sind. „Die Vorstellung vom Ende der Welt ist wesentlich verbunden mit der Idee von ihrem Anfang. Schöpfung und Chaos, die Ordnung der Welt und der drohende Untergang – das sind im Alten Orient zwei Seiten einer Medaille.“ Bereits in den religiösen Texten der Sumerer finden sich so Spuren protoapokalyptischer Vorstellungen.

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Hans Kessler über den szientistisch-naturalistischen Fundamentalismus

Hans Kessler, Bild: Uni-Frankfurt

Das christliche Schöpfungsverständnis Hans KESSLERs
Eine Kritik aus naturalistisch-wissenschaftlicher Sicht

von Martin Neukamm

HANS KESSLER vertritt in seinem Buch “Evolution und Schöpfung in neuer Sicht” die Auffassung, Evolution und christlicher Schöpfungsglaube seien miteinander vereinbar. Kreationistische Positionen, die eine artübergreifende Evolution leugnen und an deren Stelle gezielte Schöpfungsakte setzen, lehnt er als pseudowissenschaftliches Gedankengut, als “Missdeutung des Schöpfungsgedankens” (p. 17) ab. Weder habe Gott die Welt und das Leben in 6 buchstäblichen Tagen durch sein Wort erschaffen, wie der Kreationismus (sensu stricto) behauptet, noch beeinflusse er die Evolution durch direktes Eingreifen, wie die Vertreter des intelligenten Designs annehmen. Wer so denke, mache Gott klein – schlimmstenfalls zu einem Handwerker, der die Strukturen seiner unvollkommenen Geschöpfe immer wieder “nachjustieren” müsse. Solche Auffassungen gingen auf Konfrontation mit den Naturwissenschaften und setzten dadurch die Glaubwürdigkeit des christlichen Glaubens aufs Spiel. Aus KESSLERs Sicht wirke Gott vielmehr durch Evolution. Gott sei ständig in der Schöpfung präsent, ohne mit evolutionsbiologischen Mechanismen zu konkurrieren.

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Schweiz: Boom der Evangelikalen

Der ICF (International Christian Fellowship) spricht vor allem junge Leute an. (icf-biel.ch)

Die evangelikalen Kirchen ziehen jeden Sonntag zweimal so viele Gläubige an wie die traditionellen protestantischen Gotteshäuser. Olivier Favre, Soziologe und Pastor einer Neuenburger Freikirche, analysiert den Mechanismus dieses globalen Erfolgs.

Von Samuel Jabergswissinfo.ch

Am Anfang des 20. Jahrhunderts waren es 52 Millionen, heute sind es fast eine halbe Milliarde: In einem Jahrhundert haben die Evangelikalen die Welt erobert. Und ihr fulminanter Aufschwung dürfte nicht so bald zu Ende gehen.

Die Begeisterung ist universell und wirft einen Schatten auf die traditionellen Kirchen auf allen Kontinenten. Die Evangelikalen öffnen dem Christentum aber auch neue Horizonte. Die Zahl der konvertierten Chinesen der letzten Jahre beläuft sich schätzungsweise auf knapp 100 Millionen.

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Theologen-Sprech und Naturwissenschaft

In der Ausgabe 1/2012 der "Spektrum der Wissenschaft" dreht sich das Titelthema um "Vernunft und Glaube" Foto: "Spektrum der Wissenschaft" / http://www.christian-tapp.de

Normalerweise beschäftigen sich die Artikel des Magazins “Spektrum der Wissenschaft” mit handfesten naturwissenschaftlichen Themen wie Weltraum, Klima, Bakterien, Materialforschung und Teilchenphysik. In der Ausgabe 1/2012 kommt jedoch ein Theologe zu Wort, auf acht Seiten, und noch dazu ein Prof. Dr. Dr., der über das Verhältnis zwischen “Vernunft und Glaube” referiert.

pro Medienmagazin

Prof. Dr. phil. Dr. rer. nat. Christian Tapp ist Juniorprofessor für Philosophisch-Theologische Grenzfragen in der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum und Leiter der Emmy-Noether-Nachwuchsforschergruppe “Infinitas Dei” (Die Unendlichkeit Gottes). Sein Leitartikel “Vernunft und Glaube” ist ein acht Seiten langer Versuch, erst ein Spannungsfeld zwischen Glaube und Vernunft, zwischen Religion und Wissenschaft, aufzuzeigen, um es dann als nicht wirklich stark zu relativieren.

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“Evolutionstheorie ist relativ, fehlbar, ungesichert und damit eine Ideologie”

Quelle: pro-medienmagazin.de

‚Gott ist Vernunft’: Evolution und das Problem der Weltanschauungen
Die Aufgabe der wahren Wissenschaft: Mitarbeiter an der Wahrheit.

Von Armin SchwibachKath.net

Der Dienst an der Wahrheit ist die vornehmste Aufgabe der Philosophie, die Grundvoraussetzung für die Theologie, das Lebensprinzip des Glaubens und die erklärte oder unausgesprochene Vorgabe der positiven Wissenschaften. Dieser Dienst führt notwendig zum Streit: zum großen Streit um das Sein und seinen Sinn sowie um den Anspruch einer Deutungshoheit hinsichtlich der Wirklichkeit und ihrer Geschichte. Ein derartige Problematik tritt immer wieder und mit mehr oder wenig starker Heftigkeit im Bereich der Diskussion zwischen „Evolution“ und „Schöpfung“ sowie eines Evolutionismus zutage, der dahingehend zu hinterfragen ist, ob er sich noch im Rahmen einer Wissenschaft bewegt oder den Anspruch einer Weltanschauung erhebt.

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Kreationismus im Islam

Muslimische Studenten, darunter angehende Ärzte, die Evolutionsvorlesungen boykottieren: Was hat diese Meldung aus England mit uns zu tun?

evangelisch.de

Aus aktuellem Anlass mal ein Blick über den christlichen Tellerrand: Das britische Massenblatt “Daily Mail” hat heute berichtet, dass islamische Studenten in Großbritannien – darunter auch künftige Ärzte – zunehmend Vorlesungen über Evolution boykottierten.

Offensichtlich hat das Christentum also kein Monopol auf den leidigen Streit um Schöpfung und Evolution. Nicht nur die ersten Seiten der Bibel können offenbar mit einem naturwissenschaftlichen Lehrbuch verwechselt werden, auch im Koran gibt es entsprechende Stellen. Zwar wird dort die Schöpfung weniger systematisch als in der Genesis geschildert, aber über den Koran verstreut finden sich doch viele Elemente wieder. Etwa die Erschaffung von Himmel, Erde, Gestirnen, Tag und Nacht (Sure 21, 30-33), die Erschaffung des Menschen aus Lehm (Sure 15, 26-33) oder die Zeitangabe “sechs Tage” für den gesamten Schöpfungsprozess (32, 4). Dabei ist dies nur eine willkürliche Auswahl der Textstellen zum Thema. (Nachzulesen, in verschiedenen deutschen Übersetzungen, ist der Koran übrigens unter www.koransuren.de -> Sure im Feld “DER VERGLEICH” auswählen.)

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